Erfahrungsbericht von DERWUNDERBARE
Naranjas - das große Maulwurf-Tagebuch, Part 16!
Pro:
Coole Aufgaben
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Nein
Ahoi, liebe Leser und Leserinnen!
Nach einer kleinen Pause ist es wieder so weit, die nächsten beiden abenteuer-Berichte aus der Maulwurf-Reihe folgen!
Für all jene, die vielleicht noch nicht wissen, worum es hier geht: Ich hatte letztes Jahr das Glück, als Kandidat der Pro 7 Abenteuershow \"Der Maulwurf\" etliche Abenteuer erleben zu dürfen.
Diese Erlebnisse habe ich hier nun niedergeschrieben und mache sie euch zugänglich!
Also, dann viel Spass beim Lesen!!
***********************************************
So, langsam wird es Ernst beim Maulwurf, von den ehemals 12 Kandidaten sind nur noch 5 dabei, alle anderen sind ausgeschieden.
Von diesen 5 Kandidaten werden noch 2 ausscheiden, 2 spielen im Finale um das Geld - und einer ist DER MAULWURF!
Da ich einer der letzten 5 Kandidaten bin, kann ich euch 2 weitere Berichte von den Dreharbeiten servieren...
*°*° Mittwoch, 9. Mai *°*°
Tja... die Abwahl gestern konnte ich ja Dank meiner WildCard recht gelassen geniessen, aber jetzt wird es wieder ernst!
Da wir ja nur noch 5 Kandidaten sind, ist die Gruppe inzwischen recht übersichtlich geworden, eigentlich bräuchten wir keinen Bus mehr, ein großes Taxi würde reichen *g*
Aber da wir uns inzwischen an den Bus und an den Fahrer gewöhnt hatten, benutzten wir den natürlich weiterhin - ein Fehler, wie sich bald herausstellen wird.
In den letzten Tagen hatte sich nämlich herausgestellt, daß sich unser Busfahrer, der ja von Gran Canaria mit uns nach Teneriffa gekommen ist, nicht wirklich der große ortskundige Meister war. Ein ums andere mal musste er Passanten nach dem Weg fragen.
Auch die Fahrt zum nächsten Drehort gestaltete sich recht schwierig, aber schliesslich und endlich fand er den Weg dann doch!
Jetzt muss ich noch eins erklären: Unser Busfahrer sprach nur spanisch, was wir Kandidaten wiederum nicht sprechen konnten. Verständigen konnten wir uns nur mit Händen und Füssen.
Unser Busfahrer hatte zwei Lieblingssprüche:
Wenn alles OK war, sagte er: „Sin problem!\" - also kein Problem!
Wenn er allerdings mal wieder den Weg nicht fand, war sein Standartspruch: „Fatal, Fatal!\". Dadurch resultierte sein Spitzname : Senior fatal fatal!
OK, genug der Vorrede, kommen wir zum Geschehen.
Unser Bus kam also in Porto Cruz an, in der Stadtmitte warteten bereits einige Produktionswagen auf uns, denen wir dann auch prompt hinterherfuhren.
Nun kamen wir ans Ende der Strasse, man konnte lediglich links oder rechts abbiegen. Der erste Produktionswagen bog rechts ab, der zweite Produktionswagen bog rechts ab, der dritte Produktionswagen bog rechts ab - nur Senior Fatal Fatal entschied sich spontan dazu, links abzubiegen! Wieso er das gemacht hat? Keine Ahnung, ausser einem „Fatal, Fatal\" konnten wir ihm nichts entlocken!
So kam es, daß wir in dem Bus etwa anderthalb Stunden kreuz und quer durch Porto Cruz kurvten. Zwischenzeitlich fragte unser Busfahrer natürlich wieder Passanten nach dem Weg, was bei uns eine kleine Hoffnung aufkeimen liess, doch nach nur 5 Minuten fahrt stand der Bus wieder genau da, wo er gerade den Passanten nach dem Weg gefragt hatte.
Naja, nach etlichen verworrenen Fahrten, teilweise falschrum durch Einbahnstrassen, wurden wir dann doch von den inzwischen ausgeschwärmten Teammitgliedern gefunden.
Leider führte diese Irrfahrt dazu, daß die Laune im Team und bei einigen Kandidaten alles andere als gut war.
Naja, mir war das egal, ich wollte mich einfach auf die nächste Aufgabe konzentrieren:
AUFGABE NUMMER ZWEIUNDZWANZIG
Steven sagte uns, daß wir uns in 3 Gruppen aufteilen sollten:
2 Clevere
2 Geschickte und
1 Dummer
Na gut, da konnten wir erstmal nicht viel mit anfangen, obwohl... direkt neben uns stand ein alter VW Bus, bei dem ein Reifen fehlte, der Reifen lag im Bus. Also ging ich davon aus, daß die Geschickten auf jeden Fall den Reifen am Bus anbringen müssen - und das ist etwas, was ich absolut nicht kann!
Da wäre ich doch lieber bei den Cleveren - aber Esther wollte diesen Teil der Aufgabe lieber mit Anna lösen. So blieb für mich gezwungenermaßen nur noch die Aufgabe des Dummen übrig.
Nun denn - die Geschickten mussten also innerhalb der 90 Minuten am Hotel ankommen, als Hilfe hatten sie Fotos von markanten Punkten, an denen sie sich orientieren konnten.
Ein kleines Hindernis gab es allerdings noch: Im Bus war ein Käfig mit 2 Hühnern - der musste auf jeden Fall mit am Hotel ankommen!
Mir wurden nun die Augen verbunden und ich wurde in eines der Team-Autos gesetzt. Nach einer Weile kamen Steven und einige Leute vom Team dazu, und wir fuhren los.
Wow, ich überlegte, wie das wohl auf die unwissenden Passanten ausserhalb des Autos aussehen musste... also winkte ich spassenshalber freundlich, worauf Steven sagte: „Ja, Sven sieht wirklich nichts, er winkt gerade einer Mauer zu!\" *g*
Nach etwa 10 Minuten Autofahrt kamen wir am Ziel an. Steven hatte mir gesagt, daß wir zu einem Luxus-Hotel fahren würden, aber irgendwie war ich da sehr misstrauisch!
Aber nein, diesesmal wurde ich angenehm überrascht! Als mir die Augenbinde abgenommen wurde, fand ich mich nicht ausgesetzt an einer Autobahnraststätte oder in einem dunklem Kerker wieder, sondern an einem Swimming Pool mit einer Liege!
Steven sagte dann auch zu mir, daß ich nicht wirklich dumm gewesen bin, diesen Job anzunehmen...
Während sich nämlich die anderen abrackern müssen, könnte ich entspannen - zumindest einigermaßen, denn so ganz arbeitslos wäre ich nun auch nicht.
Meine Aufgabe war folgende: ich bekam ein Handy und einen Touristenführer über die Stadt. Steven erklärte mir, daß die Cleveren eine Schnitzeljagd durch die Stadt machen müssen, sie müssen dabei einigen versteckten Hinweisen folgen. Machen sie alles richtig, kommen sie am Ende der Strecke an dem Hotel an, in dem ich mich befand.
Mit dem Handy könnte ich die Cleveren erreichen und ihnen bei den Lösungen der Aufgaben helfen.
Meine Aufgabe war nun allerdings, genau das zu verhindern! Würden beide Teams, also die Geschickten und die Cleveren, innerhalb der 90 Minuten am Hotel ankommen, würden wir 5.000 DM für die Kasse gewinnen.
Würde ich es aber schaffen, die Cleveren so in die Irre zu führen, daß sie es innerhalb der 90 Minuten NICHT schaffen, würde man uns den Gewinn auf 10.000 DM verdoppeln - vorausgesetzt natürlich, daß die Geschickten innerhalb der 90 Minuten ankommen.
Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Wichtig ist halt nur, daß die geschickten innerhalb der Zeit ankommen...
Nun ja, es dauerte auch nicht lange, bis daß Anna und Esther auf meinem Handy anriefen und mich um Rat fragten. Ich erklärte ihnen, daß ich einen Stadtführer hätte und daß ich mich melden würde, sobald ich die richtige Lösung gefunden hätte. Damit liess ich mir nicht nur zeit, sondern ich lenkte die beiden mit ihrem Auto quer durch die Stadt in die falsche Richtung
Naja, ansonsten genoss ich die Zeit, in der ich nicht telefonieren musste. Ich unterhielt mich lange mit Steven und trank den ein oder anderen Cocktail...
Währenddessen hatten die Geschickten ein kleines Problem: Nachdem sie sich mehrmals verfahren hatten, waren sie wieder auf dem richtigem weg - doch Ihr Auto fuhr nicht mehr. Im Bus fanden die beiden aber einen Mofaroller - der allerdings auch nicht fuhr. Da blieb nur das Fahrrad übrig, welches aber erstmal fahrtüchtig gemacht werden musste.
Nun wurde es aber langsam ernst, denn mein Handy klingelte, und Anna sagte mir, daß sie die richtige Lösung hätten und auf dem Weg zum Hotel wären - trotz meiner falschen Anweisungen! Das ist natürlich Scheisse, zumal vom Team der Geschickten weit und breit nichts zu sehen war!
Langsam verrann die Zeit und die Entscheidung rückte näher. Die Geschickten müssen kommen, koste es, was es wolle! Meine Hoffnung schwand, denn die letzten beiden Minuten waren angebrochen. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Jens und Marcel kamen rein - und das 10 Sekunden vor Ablauf der Zeit!! Ja, damit haben wir also schon mal Geld gewonnen. Jetzt war nur die Frage, wie viel? Würden die Cleveren innerhalb der nächsten 2 Minuten ankommen? Dann hätten wir 5.000 DM gewonnen - oder würden sie es nicht schaffen, dann wären es sogar 10.000 DM!
Leider brachten die Geschickten keine guten Nachrichten mit: Esther und Anna sind mit ihrem Auto bereits unten vor der Hoteltüre! Auweia, das wird knapp... und wieder wurde die Tür aufgerissen, und die beiden Cleveren Anna und Esther kamen rein, doch mein Zeitgefühl betrog mich nicht: Knapp nach Ablauf der Zeit! 120 Sekunden zu spät, was mich natürlich jubeln liess.
Tja, damit erntete ich böse Blicke meiner Kandidatenfreunde, die von meiner Aufgabe natürlich nichts wussten. Sie waren der Meinung, daß wir das Spiel verloren hatten, weil die Cleveren nicht innerhalb der zeit am Ziel ankamen.
Steven klärte die anderen dann aber auf...
*** Anmerkung ***
Im TV wurde dieses Spiel als letztes der Folge gezeigt.
*****************
Nach dem Mittagessen ging es dann per Bus weiter, zum Glück diesesmal, ohne daß wir stundenlang umherirren mussten, denn das Ziel war bekannt: Der Strand von San Andres, an dem wir bereits einige Aufgabe bestehen mussten.
Auch diesesmal erwartete uns hier eine Aufgabe:
AUFGABE NUMMER DREIUNDZWANZIG
Bereits von weitem sahen wir, daß am Strand eine menge „Gerümpel\" gestapelt war, und zu dem noch eine nicht gerade geringe Menge an Naranjas - Apfelsinen!
Steven erklärte uns nun unsere Aufgabe: Wir haben 45 Minuten Zeit, um möglichst viele der Orangen (insgesamt übrigens schlappe 200 kg) an Bord des Schiffes zu bringen, welches etwa 400 Meter vom Strand entfernt vor Anker lag.
An Bord des Schiffes würden 20 Kisten bereit liegen. Für jede mit Orangen gefüllte Kiste erhalten wir 250,- DM für die Gruppenkasse!
Das war eine sehr interessante Aufgabe, die besonders Jens in Verzückung versetzte. Er hatte nämlich schnell erkannt, daß man mit den Materialien am Strand ein prima Floß bauen kann - und das war so etwas wie ein Lebenstraum von Jens!
Klar, daß er sich mit Marcel darum kümmerte, das Floß zu bauen. Jetzt blieb also nur noch ein Problem übrig: Wie bringen wir 200 KG Orangen rüber?
Auch hier halfen uns die vorhandenen Materialien. Zuerst versuchten wir, eine Plastikinsel aufzupumpen, stellten aber fest, daß „irgend jemand\" da ein Loch reingemacht hat - also war es unmöglich, das Teil aufzupumpen!
Dann blieb uns nichts anderes übrig, als die Orangen in die vorhandenen Kartons zu stapeln, den Rest mussten wir mit Hilfe eines großen Netzes rüberbringen.
Obwohl das Netz echt schwer war (so etwa 120 KG Orangen haben wir da reingeschaufelt), gelang es und, die Orangen auf das Floß zu hieven - und zwar, ohne daß es unterging! Und nicht genug damit, auch Anna, Esther und ich fanden Platz auf dem Floß!
Mit vereinten Kräften paddelten wir zum Boot (Marcel und Jens mussten leider schwimmen, wobei sie das Floß zogen bzw anschoben).
Wir haben es dann auch recht gut geschafft, an Bord des Schiffes zu gelangen und die Orangen in die vorhandenen Kisten zu schaffen. Leider hatte das Boot „leichte\" Schlagseite, was wohl auch etwas an meinem Gewicht lag *g*, aber wir schafften es, satte 17 Kisten zu füllen!
Das bedeutete also 4250 DM für die Gruppenkasse!
*** Anmerkung ***
Dieses Spiel wurde in der Folge als erstes gezeigt
****************
Das war doch ein sehr erfolgreicher Tag, den wir dann alle zusammen beim Fussball gucken abklingen liessen. (Bayern besiegte im CL-Halbfinal-Rückspiel Real Madrid mit 2:1).
FORTSETZUNG FOLGT
*°*°*°*° Fazit *°*°*°*°
Na, der Tag war doch super, mir war es zu verdanken, daß wir im ersten Spiel 5000 DM extra gewannen!
Das zweite Spiel fand ich übrigens auch Klasse. Wann hat man schon jemals wieder die Möglichkeit, so ein Floß zu bauen?
Weniger Klasse fand ich dagegen die Stimmung einiger Kandidaten, als sich Senor Fatal Fatal verfuhr. Besonders eine Person fiel sehr negativ durch ein absolut zickiges und verwöhntes verhalten auf, was auch dem ganzem Team unangenehm aufgefallen war. Auch Steven war mit dem verhalten dieser Person überhaupt nicht einverstanden.
Das hat absolut schlechte Stimmung verbreitet, von der ich mich allerdings nicht anstecken liess...
Trotzdem hoffe ich, daß sich sowas nicht wiederholen wird!
Also, der nächste Bericht ist fast schon unterwegs...
Bis dann denn...
Sven
Nach einer kleinen Pause ist es wieder so weit, die nächsten beiden abenteuer-Berichte aus der Maulwurf-Reihe folgen!
Für all jene, die vielleicht noch nicht wissen, worum es hier geht: Ich hatte letztes Jahr das Glück, als Kandidat der Pro 7 Abenteuershow \"Der Maulwurf\" etliche Abenteuer erleben zu dürfen.
Diese Erlebnisse habe ich hier nun niedergeschrieben und mache sie euch zugänglich!
Also, dann viel Spass beim Lesen!!
***********************************************
So, langsam wird es Ernst beim Maulwurf, von den ehemals 12 Kandidaten sind nur noch 5 dabei, alle anderen sind ausgeschieden.
Von diesen 5 Kandidaten werden noch 2 ausscheiden, 2 spielen im Finale um das Geld - und einer ist DER MAULWURF!
Da ich einer der letzten 5 Kandidaten bin, kann ich euch 2 weitere Berichte von den Dreharbeiten servieren...
*°*° Mittwoch, 9. Mai *°*°
Tja... die Abwahl gestern konnte ich ja Dank meiner WildCard recht gelassen geniessen, aber jetzt wird es wieder ernst!
Da wir ja nur noch 5 Kandidaten sind, ist die Gruppe inzwischen recht übersichtlich geworden, eigentlich bräuchten wir keinen Bus mehr, ein großes Taxi würde reichen *g*
Aber da wir uns inzwischen an den Bus und an den Fahrer gewöhnt hatten, benutzten wir den natürlich weiterhin - ein Fehler, wie sich bald herausstellen wird.
In den letzten Tagen hatte sich nämlich herausgestellt, daß sich unser Busfahrer, der ja von Gran Canaria mit uns nach Teneriffa gekommen ist, nicht wirklich der große ortskundige Meister war. Ein ums andere mal musste er Passanten nach dem Weg fragen.
Auch die Fahrt zum nächsten Drehort gestaltete sich recht schwierig, aber schliesslich und endlich fand er den Weg dann doch!
Jetzt muss ich noch eins erklären: Unser Busfahrer sprach nur spanisch, was wir Kandidaten wiederum nicht sprechen konnten. Verständigen konnten wir uns nur mit Händen und Füssen.
Unser Busfahrer hatte zwei Lieblingssprüche:
Wenn alles OK war, sagte er: „Sin problem!\" - also kein Problem!
Wenn er allerdings mal wieder den Weg nicht fand, war sein Standartspruch: „Fatal, Fatal!\". Dadurch resultierte sein Spitzname : Senior fatal fatal!
OK, genug der Vorrede, kommen wir zum Geschehen.
Unser Bus kam also in Porto Cruz an, in der Stadtmitte warteten bereits einige Produktionswagen auf uns, denen wir dann auch prompt hinterherfuhren.
Nun kamen wir ans Ende der Strasse, man konnte lediglich links oder rechts abbiegen. Der erste Produktionswagen bog rechts ab, der zweite Produktionswagen bog rechts ab, der dritte Produktionswagen bog rechts ab - nur Senior Fatal Fatal entschied sich spontan dazu, links abzubiegen! Wieso er das gemacht hat? Keine Ahnung, ausser einem „Fatal, Fatal\" konnten wir ihm nichts entlocken!
So kam es, daß wir in dem Bus etwa anderthalb Stunden kreuz und quer durch Porto Cruz kurvten. Zwischenzeitlich fragte unser Busfahrer natürlich wieder Passanten nach dem Weg, was bei uns eine kleine Hoffnung aufkeimen liess, doch nach nur 5 Minuten fahrt stand der Bus wieder genau da, wo er gerade den Passanten nach dem Weg gefragt hatte.
Naja, nach etlichen verworrenen Fahrten, teilweise falschrum durch Einbahnstrassen, wurden wir dann doch von den inzwischen ausgeschwärmten Teammitgliedern gefunden.
Leider führte diese Irrfahrt dazu, daß die Laune im Team und bei einigen Kandidaten alles andere als gut war.
Naja, mir war das egal, ich wollte mich einfach auf die nächste Aufgabe konzentrieren:
AUFGABE NUMMER ZWEIUNDZWANZIG
Steven sagte uns, daß wir uns in 3 Gruppen aufteilen sollten:
2 Clevere
2 Geschickte und
1 Dummer
Na gut, da konnten wir erstmal nicht viel mit anfangen, obwohl... direkt neben uns stand ein alter VW Bus, bei dem ein Reifen fehlte, der Reifen lag im Bus. Also ging ich davon aus, daß die Geschickten auf jeden Fall den Reifen am Bus anbringen müssen - und das ist etwas, was ich absolut nicht kann!
Da wäre ich doch lieber bei den Cleveren - aber Esther wollte diesen Teil der Aufgabe lieber mit Anna lösen. So blieb für mich gezwungenermaßen nur noch die Aufgabe des Dummen übrig.
Nun denn - die Geschickten mussten also innerhalb der 90 Minuten am Hotel ankommen, als Hilfe hatten sie Fotos von markanten Punkten, an denen sie sich orientieren konnten.
Ein kleines Hindernis gab es allerdings noch: Im Bus war ein Käfig mit 2 Hühnern - der musste auf jeden Fall mit am Hotel ankommen!
Mir wurden nun die Augen verbunden und ich wurde in eines der Team-Autos gesetzt. Nach einer Weile kamen Steven und einige Leute vom Team dazu, und wir fuhren los.
Wow, ich überlegte, wie das wohl auf die unwissenden Passanten ausserhalb des Autos aussehen musste... also winkte ich spassenshalber freundlich, worauf Steven sagte: „Ja, Sven sieht wirklich nichts, er winkt gerade einer Mauer zu!\" *g*
Nach etwa 10 Minuten Autofahrt kamen wir am Ziel an. Steven hatte mir gesagt, daß wir zu einem Luxus-Hotel fahren würden, aber irgendwie war ich da sehr misstrauisch!
Aber nein, diesesmal wurde ich angenehm überrascht! Als mir die Augenbinde abgenommen wurde, fand ich mich nicht ausgesetzt an einer Autobahnraststätte oder in einem dunklem Kerker wieder, sondern an einem Swimming Pool mit einer Liege!
Steven sagte dann auch zu mir, daß ich nicht wirklich dumm gewesen bin, diesen Job anzunehmen...
Während sich nämlich die anderen abrackern müssen, könnte ich entspannen - zumindest einigermaßen, denn so ganz arbeitslos wäre ich nun auch nicht.
Meine Aufgabe war folgende: ich bekam ein Handy und einen Touristenführer über die Stadt. Steven erklärte mir, daß die Cleveren eine Schnitzeljagd durch die Stadt machen müssen, sie müssen dabei einigen versteckten Hinweisen folgen. Machen sie alles richtig, kommen sie am Ende der Strecke an dem Hotel an, in dem ich mich befand.
Mit dem Handy könnte ich die Cleveren erreichen und ihnen bei den Lösungen der Aufgaben helfen.
Meine Aufgabe war nun allerdings, genau das zu verhindern! Würden beide Teams, also die Geschickten und die Cleveren, innerhalb der 90 Minuten am Hotel ankommen, würden wir 5.000 DM für die Kasse gewinnen.
Würde ich es aber schaffen, die Cleveren so in die Irre zu führen, daß sie es innerhalb der 90 Minuten NICHT schaffen, würde man uns den Gewinn auf 10.000 DM verdoppeln - vorausgesetzt natürlich, daß die Geschickten innerhalb der 90 Minuten ankommen.
Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Wichtig ist halt nur, daß die geschickten innerhalb der Zeit ankommen...
Nun ja, es dauerte auch nicht lange, bis daß Anna und Esther auf meinem Handy anriefen und mich um Rat fragten. Ich erklärte ihnen, daß ich einen Stadtführer hätte und daß ich mich melden würde, sobald ich die richtige Lösung gefunden hätte. Damit liess ich mir nicht nur zeit, sondern ich lenkte die beiden mit ihrem Auto quer durch die Stadt in die falsche Richtung
Naja, ansonsten genoss ich die Zeit, in der ich nicht telefonieren musste. Ich unterhielt mich lange mit Steven und trank den ein oder anderen Cocktail...
Währenddessen hatten die Geschickten ein kleines Problem: Nachdem sie sich mehrmals verfahren hatten, waren sie wieder auf dem richtigem weg - doch Ihr Auto fuhr nicht mehr. Im Bus fanden die beiden aber einen Mofaroller - der allerdings auch nicht fuhr. Da blieb nur das Fahrrad übrig, welches aber erstmal fahrtüchtig gemacht werden musste.
Nun wurde es aber langsam ernst, denn mein Handy klingelte, und Anna sagte mir, daß sie die richtige Lösung hätten und auf dem Weg zum Hotel wären - trotz meiner falschen Anweisungen! Das ist natürlich Scheisse, zumal vom Team der Geschickten weit und breit nichts zu sehen war!
Langsam verrann die Zeit und die Entscheidung rückte näher. Die Geschickten müssen kommen, koste es, was es wolle! Meine Hoffnung schwand, denn die letzten beiden Minuten waren angebrochen. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Jens und Marcel kamen rein - und das 10 Sekunden vor Ablauf der Zeit!! Ja, damit haben wir also schon mal Geld gewonnen. Jetzt war nur die Frage, wie viel? Würden die Cleveren innerhalb der nächsten 2 Minuten ankommen? Dann hätten wir 5.000 DM gewonnen - oder würden sie es nicht schaffen, dann wären es sogar 10.000 DM!
Leider brachten die Geschickten keine guten Nachrichten mit: Esther und Anna sind mit ihrem Auto bereits unten vor der Hoteltüre! Auweia, das wird knapp... und wieder wurde die Tür aufgerissen, und die beiden Cleveren Anna und Esther kamen rein, doch mein Zeitgefühl betrog mich nicht: Knapp nach Ablauf der Zeit! 120 Sekunden zu spät, was mich natürlich jubeln liess.
Tja, damit erntete ich böse Blicke meiner Kandidatenfreunde, die von meiner Aufgabe natürlich nichts wussten. Sie waren der Meinung, daß wir das Spiel verloren hatten, weil die Cleveren nicht innerhalb der zeit am Ziel ankamen.
Steven klärte die anderen dann aber auf...
*** Anmerkung ***
Im TV wurde dieses Spiel als letztes der Folge gezeigt.
*****************
Nach dem Mittagessen ging es dann per Bus weiter, zum Glück diesesmal, ohne daß wir stundenlang umherirren mussten, denn das Ziel war bekannt: Der Strand von San Andres, an dem wir bereits einige Aufgabe bestehen mussten.
Auch diesesmal erwartete uns hier eine Aufgabe:
AUFGABE NUMMER DREIUNDZWANZIG
Bereits von weitem sahen wir, daß am Strand eine menge „Gerümpel\" gestapelt war, und zu dem noch eine nicht gerade geringe Menge an Naranjas - Apfelsinen!
Steven erklärte uns nun unsere Aufgabe: Wir haben 45 Minuten Zeit, um möglichst viele der Orangen (insgesamt übrigens schlappe 200 kg) an Bord des Schiffes zu bringen, welches etwa 400 Meter vom Strand entfernt vor Anker lag.
An Bord des Schiffes würden 20 Kisten bereit liegen. Für jede mit Orangen gefüllte Kiste erhalten wir 250,- DM für die Gruppenkasse!
Das war eine sehr interessante Aufgabe, die besonders Jens in Verzückung versetzte. Er hatte nämlich schnell erkannt, daß man mit den Materialien am Strand ein prima Floß bauen kann - und das war so etwas wie ein Lebenstraum von Jens!
Klar, daß er sich mit Marcel darum kümmerte, das Floß zu bauen. Jetzt blieb also nur noch ein Problem übrig: Wie bringen wir 200 KG Orangen rüber?
Auch hier halfen uns die vorhandenen Materialien. Zuerst versuchten wir, eine Plastikinsel aufzupumpen, stellten aber fest, daß „irgend jemand\" da ein Loch reingemacht hat - also war es unmöglich, das Teil aufzupumpen!
Dann blieb uns nichts anderes übrig, als die Orangen in die vorhandenen Kartons zu stapeln, den Rest mussten wir mit Hilfe eines großen Netzes rüberbringen.
Obwohl das Netz echt schwer war (so etwa 120 KG Orangen haben wir da reingeschaufelt), gelang es und, die Orangen auf das Floß zu hieven - und zwar, ohne daß es unterging! Und nicht genug damit, auch Anna, Esther und ich fanden Platz auf dem Floß!
Mit vereinten Kräften paddelten wir zum Boot (Marcel und Jens mussten leider schwimmen, wobei sie das Floß zogen bzw anschoben).
Wir haben es dann auch recht gut geschafft, an Bord des Schiffes zu gelangen und die Orangen in die vorhandenen Kisten zu schaffen. Leider hatte das Boot „leichte\" Schlagseite, was wohl auch etwas an meinem Gewicht lag *g*, aber wir schafften es, satte 17 Kisten zu füllen!
Das bedeutete also 4250 DM für die Gruppenkasse!
*** Anmerkung ***
Dieses Spiel wurde in der Folge als erstes gezeigt
****************
Das war doch ein sehr erfolgreicher Tag, den wir dann alle zusammen beim Fussball gucken abklingen liessen. (Bayern besiegte im CL-Halbfinal-Rückspiel Real Madrid mit 2:1).
FORTSETZUNG FOLGT
*°*°*°*° Fazit *°*°*°*°
Na, der Tag war doch super, mir war es zu verdanken, daß wir im ersten Spiel 5000 DM extra gewannen!
Das zweite Spiel fand ich übrigens auch Klasse. Wann hat man schon jemals wieder die Möglichkeit, so ein Floß zu bauen?
Weniger Klasse fand ich dagegen die Stimmung einiger Kandidaten, als sich Senor Fatal Fatal verfuhr. Besonders eine Person fiel sehr negativ durch ein absolut zickiges und verwöhntes verhalten auf, was auch dem ganzem Team unangenehm aufgefallen war. Auch Steven war mit dem verhalten dieser Person überhaupt nicht einverstanden.
Das hat absolut schlechte Stimmung verbreitet, von der ich mich allerdings nicht anstecken liess...
Trotzdem hoffe ich, daß sich sowas nicht wiederholen wird!
Also, der nächste Bericht ist fast schon unterwegs...
Bis dann denn...
Sven
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