Über Themen mit N Testbericht

No-product-image
ab 30,67
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von peter222

So kanns gehen!!!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Der deutsche Sport und die deutsche Politik verbinden mit der Fundamentierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada große Hoffnungen im Kampf gegen den Leistungsmittelmissbrauch. Bundesinnenminister Otto Schily sagte am Montag beim Gründungs-Festakt im Alten Rathaus in Bonn, Deutschland sei es mit der Bekämpfung des Dopings im Sport sehr ernst. \"Mit der Gründung der Nada in Bonn kommt Deutschland im Kampf gegen das Doping einen großen Schritt voran\", äußerte Schily. Die ehemalige Bundeshauptstadt ist auch Sitz der Agentur, die als unabhängige Stiftung ein Startkapital von 6,6 Millionen Euro hat.

An dem Festakt nahmen auch der Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), Manfred von Richthofen, NOK-Präsident Walther Tröger, die Vorsitzende der Sportminister-Konferenz, Annegret Kramp-Karrenbauer, Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und Ulrich Haas, Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission (ADK) des deutschen Sports, teil. Von Richthofen sprach von einem \"großen Tag des deutschen Sports im Kampf gegen Doping\". Das Kürzel Nada werde sich nach seiner Einschätzung \"sehr schnell zu einer Gütemarke für sauberen Sport entwickeln\".

Hauptgeldgeber der Stiftung mit 5,1 Millionen Euro ist der Bund. Die Länder steuern eine Million bei, die Stadt Bonn 380 000 Euro. Die Deutsche Telekom AG und die Deutsche Bank AG haben für die kommenden Jahre insgesamt eine weitere Million Euro zugesagt. Das Engagement dieser Unternehmen würdigte Schily und forderte gleichzeitig alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche auf, \"sich finanziell und mit ihrem Know-how in die Nada einzubringen\". Von Richthofen nahm die Wirtschaft ebenfalls in die Pflicht und argumentierte, dass zu seriösem Sportsponsoring auch ein offensives Anti-Doping-Engagement gehöre. Haas maß der Nada bereits im Vorfeld der Gründung eine hohe Bedeutung bei. Mit der Agentur schließe Deutschland endgültig zu den im Anti-Doping-Kampf führenden Nationen auf.

Die seit 1991 bestehende ADK wird mit der Nada aufgelöst. Erster Vorsitzender der Stiftung wird Peter Busse, zuletzt Stellvertretender Leiter der Berliner Gauck-Behörde. Die ADK bewältigte in der Vergangenheit mit einem hauptamtlichen Mitarbeiter und einem Sachbearbeiter etwa 4000 Trainingskontrollen pro Jahr. Für die Nada sind fünf hauptamtliche Kräfte vorgesehen. Neben der Organisation der Trainingstests sollen künftig auch die bislang rund 3700 Wettkampfkontrollen, die seither von den Sportverbänden durchgeführt wurden, von der Nada zentral abgewickelt werden.

Die Nada wird vorläufig jedoch nur eingeschränkt arbeitsfähig sein. Weil Umbaumaßnahmen in einem früheren Gebäude der Bundesregierung in der Bonner Heuss-Allee nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten, können die Mitarbeiter ihr neues Arbeitsquartier voraussichtlich erst im Herbst beziehen.

5 Bewertungen