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Erfahrungsbericht von Elchtest1

Das Internet als rechtsfreier Raum ???

Pro:

nichts

Kontra:

entsprechende Gesetze müssen her

Empfehlung:

Nein

Hallo ihr Lieben,

viele von Euch sind bestimmt bei einigen Anbietern angemeldet, die für bestimmte Aktionen Geld bezahlen.
Ich möchte hier nicht auf die vielfältigen Möglichkeiten oder die Höhe der Verdienste eingehen, sondern auf einige allgemeine Tatsachen.

Worum geht’s:
Im Internet ist ein Kommen und Gehen. Viele neue Anbieter stürzen sich auf den Markt und versprechen gute Verdienste.
Wenn man aber mal richtig in die AGB s schaut, stellt man oftmals fest, dass diese nur zu Gunsten der betreffenden Firma ausgelegt sind.
Ein weiteres Thema ist, dass viele Anbieter ihre Pforten wieder schließen und die User in die Röhre schauen. Vielfach hat man keine Chancen an sein verdientes Geld zu kommen.

Allgemein:
Eines ist sicher. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Leider gibt es aber zu wenige Möglichkeiten an User oder Firmen heranzukommen, die ihr Angebot vom Netz genommen haben. Hier sollte der Gesetzgeber einiges ändern. Auch wenn man die Auszahlgrenzen nicht erreicht hat (teilweise sind sie eh zu hoch angesetzt), besteht ein Anspruch. Als Internetnutzer sollten wir die Möglichkeit bekommen, diese Gelder trotzdem rechtsverbindlich anzufordern, bzw. bei Insolvenz in das Insolvenzverfahren aufgenommen zu werden.

Ein weiterer Punkt ist die Verschleierung. Anbieter nehmen ihre Seiten vom Netz unter fadenscheinigen Ausreden ( Wartung, Serverfehler, Headcrash). Im Ergebnis erfahren wir, dass dieser Anbieter Insolvenz angemeldet hat. Ein Beispiel dafür ist 12SMS. Diese Seite war anfangs noch verfügbar, aber aufgrund Headcrash konnten keine SMS verschickt werden. Später war die Seite ganz verschwunden. Monate später war dann auf der Seite zu lesen, dass Insolvenz angemeldet wurde.

Nicht zu vergessen Inetcash. Hier wurde mitgeteilt, dass unter notarieller Beglaubigung alle Accounts mit den entsprechenden Guthaben übernommen wurden. Bis heute kann ich mich nicht einloggen. Telefonisch erfährt man auch nicht neues, außer das man Probleme mit den Nutzerdaten hat.

Noch ein Anbieter, der in diese Sparte gehört ist Adstarter Der Vorbesitzer wollte allen, die die Auszahlgrenze erreicht haben, den Betrag überweisen. Auch hier hat sich bisher nicht viel getan. Der neue Besitzer senkte die Konten auf 2 Euro und ging nun ebenfalls vom Netz. Offizieller Grund Wartungsarbeiten und der Hinweis, wir kommen auf jeden Fall wieder.

Ich denke das hier richtiger Handlungsbedarf besteht. Seit wann kann denn jeder machen was er will. Versprechungen werden gemacht und sogar mit notarieller Beglaubigung und nichts davon wird gehalten. Man verkauft uns für dumm.

AGB´s:
Auch für die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gibt es Gesetze. Bei den AGB´s ist das das AGB- Gesetz oder kurz gesagt AGBG. In diesem sind alle rechtlichen Belange erklärt. Nicht alles was Anbieter in ihre AGB schreiben ist rechtswirksam.
Wer sich das Gesetz mal zu Gemüte führen will kann das unter der Homepage http://www.redmark.de tun. Dort findet man allerdings noch viele weitere Gesetze.
Sehr interessant.

Tip:
Wer seine Auszahlgrenze erreicht hat oder wenn der Verdacht besteht, dass eine Firma dicht machen will, der sollte mal auf die Homepage von der IG Surfgeld gehen. Ihr findet die Seite unter http://www.surfgemeinschaft.de
Wer da angemeldet ist, bekommt regelmässig einen Newsletter über die Machenschaften der Anbieter. Ebenfalls auf der Webseite gibt es ein Onlineformular zur Sicherung von Accounts durch unabhängige Leute. Somit hat man einen Nachweis über sein erwirtschaftetes Guthaben und kann eventuell dieses gerichtlich einklagen.

Fazit:
Die Regierung sollte doch mal mehr aufs Internet schauen und entsprechende Gesetze erlassen, die auch uns etwas bringen. Im Endeffekt können wir bestimmte Handlungsweisen schlechter Anbieter nicht nachvollziehen und dies sollte auch für uns transparenter gestaltet werden. Wir als angemeldete User haben ein Informationsrecht. Gerade wenn man Insolvenz angemeldet hat müssen wir das wissen. Meistens verdienen wir weiter und der jeweilige Anbieter kassiert die Einnahmen. Wir wirtschaften also mehr oder weniger für sein Einkommen und das darf einfach nicht sein.


Tschö Nicole

16 Bewertungen, 4 Kommentare

  • anonym

    13.03.2002, 11:42 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Tja, ich würde ja nicht unbedingt wegen jedem Groschen gleich mit den Jurabuben anfahren, aber an sich hast du recht. Gruß, nosianai

  • wilma

    13.03.2002, 10:59 Uhr von wilma
    Bewertung: sehr hilfreich

    naja, ganz ehrlich - soll ich 10 EURO einklagen, wenn ein Anbieter dichtmacht? um dann vielleicht nach 5 Jahren eine Ausgleichsquote von 40 % zahlbar in 20 Monatsraten zu bekommen??? Sorry, aber normalerweise muß man sich sein Geld von diesen Anbiet

  • amrum

    13.03.2002, 10:54 Uhr von amrum
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr informativ.

  • forgi

    13.03.2002, 10:53 Uhr von forgi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die Gesetze erlassen dürfte sehr, sehr schwer werden...dann zieh ich halt nach Tokelau (dot.tk) und untersteh nicht mehr Europäischem recht...