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Erfahrungsbericht von Primaxina

:::Sie & Er am Steuer:::

Pro:

siehe Text

Kontra:

siehe Text

Empfehlung:

Nein

Frau am Steuer oder Mann am Steuer: Sie & Er über fünf Dinge, die dich erkennen lassen, wer fährt.




SIE am Steuer:


Am unbenutzten Rückwärtsgang

Auf dieser Welt hat nur eine Sorte Parkplatz überhaupt eine Existenzberechtigung: Der seitlich vorwärts einzufahrende und auch seitlich vorwärts wieder auszufahrende. Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, dann handelt es sich nicht um einen Parkplatz, sondern um eine vernachlässigbare Lücke. Darum ist es Frauen auch nicht verständlich, dass ein beleuchteter, dimmbarer, innen beheizter, mit Wisch-Wasch-Automatik versehener Make-up-Spiegel zur aufpreispflichtigen Sonderausstattung, der Rückwärtsgang aber zur Grundausstattung gehört.

An der Douglas-Filiale im Handschuhfach

Schon der Versuch ist strafbar. Beifahrer sollten die Finger vom Handschuhfach lassen. Denn mit Einfach-öffnen, Gewünschten-Gegenstand-entnehmen, Einfach-schließen ist es bei weitem nicht getan. Grundsätzlich liegt nach Einfach-öffnen sofort mindestens die Hälfte des gesamten Handschuhfachinhalts auf dem Schoß des Beifahrers. Natürlich ergießen sich keine Ersatzglühbirnen, Eiskratzer oder Fahrtenbücher, sondern Lippenstifte, Teebeutel, Einwegfeuerzeuge, Salz-und-Pfeffer-Portionsbeutelchen, Lipgloss, Wimperntusche, Würfelzucker, Kassenquittungen, Wackelelvis und Eau de Toilette-Pröbchen. Und zwar so viel davon, dass es schier unmöglich erscheint, alles wieder zurück zu stopfen.

Am Innenspiegelmobile

Frauen behängen gern. Zu Weihnachten Christbäume. Sich mit Schmuck. Und Innenspiegel mit Krimskrams. Es scheint wahrlich nichts zu geben, was sich nicht mit einem Bändchen versehen an einem Innenspiegel aufknüpfen ließe. In manchen Fällen baumelt das Kunstwerk dann derart vehement, dass Kopfverletzungen nicht ausbleiben. Überraschenderweise ausschließlich beim Beifahrer. Dann hilft nur eins: Nachts eine Voodoopuppe im Wageninneren anbringen und ihr dabei die Frauen-Reflexpunkte Hals und Ohrläppchen mit Nadeln spicken.

Nase an der Frontscheibe

Zwischen Rückenlehne und Lenkrad passen nur Wasser und CD. Und gerade mal so die Fahrerin. Dafür berührt die Nasenspitze beinahe schon die Scheibe und misst verlässlich die Außentemperatur. Aber vielleicht gibt es ja für Frauen auch schon in Dioptrinstärke geschliffene Frontscheiben, die die Brille überflüssig machen. Die Zehn vor Zehn-Lenkradhaltung für entspanntes Fahren klappt auch ganz gut. Oder waren da etwa nicht die Ellbogen mit gemeint, sondern die Hände?

An der Ich-bremse-nur-für-Tiere-Fahrweise

Kleine pelzige Tiere sind niedlich. Kröten ja soooo nützlich. Entenfamilien einfach total süß. Nacktschnecken ein vollwertiger Teil der Schöpfung. Da sind Frauen eins mit der Natur und von unerschütterlichem Sanftmut. Kilometerlange Staus und wütendes Gehupe sind noch lange kein Grund, um die watschelnde Entenfamilie zur Eile zu drängen oder der Kröte nicht hilfreich beizuspringen. Aber kaum sind die Frauen zurück im Straßenverkehr, dann verstehen sie keinen Spaß mehr. Eine falsche Bewegung eines Fußgängers: Hupkonzerte wie in Italien. Ein freundliches Männerlächeln aus dem Nachbarauto: Alice Schwarzer im Rambo-Outfit wäre eine Gesprächstherapeutin dagegen.




ER am Steuer:

An Hutablagen mit gehäkeltem Schoner für Klorollen

Der Fahrer dieses Wagens ist schon betagteren Baujahrs und würde vermutlich eher grün wählen, als seiner Ehefrau das Steuer zu überlassen. Wenn es nach ihm ginge, sollten Frauen ohnehin nicht Autofahren, geschweige denn wählen dürfen. Bestätigt dürfte sich dieser Mann von einer Plakataktion fühlen, die derzeit in Berlin für Aufsehen sorgt. \"Küche\" steht dort in riesigen schwarzen Lettern auf weißem Hintergrund geschrieben. Und darunter in kleinerer Schrift: \"Edmund Stoiber über die Zukunft der Frau\".

Am Einparken

Männer neigen bekanntlich zu Fehleinschätzungen. Sie meinen, dass Autofahren und ganz besonders die Kunst des Einparkens sehr viel mit der genetischen Disposition zu tun haben. Auch er vertrat diese Ansicht, bis er eines Tages eines Besseres belehrt wurde. Man stelle sich vor: 3000 Quadrameter freie Parkfläche, auf der nur noch ein anderer Wagen stand. Weil im Leben alles seine Ordnung hat, wollte er neben diesem Auto einparken. Natürlich nicht, ohne seiner blonden Beifahrerin vorher eine Kostprobe seiner Fahrkünste zu geben. Schnittig scherte er ein ... das Geräusch kollidierender Kotflügel sollte ihn Tage später noch im Schlaf verfolgen.

Am Lichthupengewitter

Eine der ewigen Kriegsschauplätze dieser Welt ist die Autobahn. Männer, denen im normalen Leben die Grundbegriffe der Zivilisation durchaus vertraut sind, verwandeln sich auf der Straße in blinkende Zeitbomben. Wer sich ihnen in den Weg stellt, bekommt die geballte Ladung Lichthupe zu spüren. Diese Sorte Mann fährt chronisch links, weil 200 PS ja wohl Legitimation genug sind. Dass sie grob fahrlässig handeln, weisen sie empört von sich. Männer beschreiben diesen Fahrstil als \"sehr bestimmtes Auftreten.\"

An Autoaufklebern

\"Ich brems auch für Frauen\": Vielen, vielen Dank, aber das wird gar nicht nötig sein. Noch bevor er das Gaspedal betätigen kann, hat sie schon die Flucht ergriffen. Wenn Männer zu sehr Sprüche klopfen ...

Am tiefer gelegten Manta

Fuchsschwanz, Wolfgang-Petry-Frisur, Friseuse zur Freundin: Klischees über Mantafahrer sind böse und gemein, aber leider auch berechtigt. Auf die Frage, ob er im Urlaub war, weil er so braun sei, antwortete der Besitzer eines solchen Wagens: \"Nein, ich hab ausgerechnet, dass eine Dauerkarte fürs Solarium billiger kommt als eine Woche Mallorca.\"



So meine Lieben, diesmal hab ich für beide Geschlechter etwas verfasst.
Also viel Spaß beim Lesen und schmunzeln :-))))))))


Mfg
Primaxina

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