Über Themen mit V Testbericht

ab 121,07
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von Hexe1962

Vorsätze - Nein, danke!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Seit Jahren habe ich der Tradition abgeschworen, mit Vorsätzen ins Neue Jahr zu gehen. Warum auch? Statistisch gesehen, werden mindestens 85% aller Vorsätze welche sich die Menschen für das Neue Jahr vornehmen, nicht eingehalten. Und mit der Masse wollte ich noch nie laufen.

Jetzt wäre es ganz natürlich wenn hier von dem ein oder anderen geschätzen und aufmerksamen Leser das erste ABER käme.
ABER in der Form: Was Du da sagt, ist doch nur eine Ausrede. Mag sein, würde ich antworten. Aber lieber Leser, wenn Du Dir etwas Zeit mitgebracht hast, würde ich Dir gerne mal meine wirren Gedanken zum Thema und zum Wort Vorsätze auseinander setzen. Sollte es Dir an Zeit fehlen, gibt es immer noch zwei Möglichkeiten. Entweder Du klickst Dich zum nächsten Beitrag oder Du scrollst und gibst einfach irgendeine Bewertung ab.

Gestattet mir noch ein zweites Vorwort. Ich spiele gerne mit Wörtern. Jedoch bin ich mir bewusst, dass dies natürlich wirklich nur eine Spielerei ist und keineswegs auf erworbenes Wissen zurückgreift. Es macht mir einfach Spaß. Was ich also in den nächsten Sätzen von mir gebe, spiegelt kein Wissen sondern lediglich meine eigene Meinung wieder.

Ich nehme nun also das Wort „Vorsatz“ und teile es in die Worte „vor“ und „Satz“. Ich weiß nicht, wie es Euch beim Schreiben geht. Aber wenn ich etwas aussagen möchte, sage ich dies in einem oder mehreren Sätzen aus. IN DEN SÄTZEN und nicht davor oder dahinter. Jetzt wird nun der ein oder andere schon merken, auf was ich hinaus möchte. Alles was vor dem Satz kommt, sagt nichts aus für mich. Denn ich schreibe es ja nicht auf, bzw. ich spreche es nicht aus. Ich denke es mir nur und das vielleicht sogar gedankenlos (sofern man gedankenlos denken kann), bzw. ich halte den Gedanken, die Idee VOR dem SATZ für eine spontane, aus einer eventuell euphorischen Stimmung hervorgegangene, Idee. Schnell ausgesprochen und nicht durchdacht und somit auch unrealistisch bzw. überflüssig.

Ich hoffe, der ein oder andere kann mir trotz einiger Verwirrtheit noch folgen.

Was ich im Endeffekt sagen möchte ist folgendes:

Der Mensch wird an seinen Taten gemessen und nicht an seinen Worten (ein Wort ist ja auch kein Satz …). Sprich, wenn ich etwas WIRLICH will, dann tue ich es in der Regel auch. Dann muss ich es mir nicht erst vornehmen und schon gar nicht zu einem Zeitpunkt wo sich jeder was vornimmt, weil es eben so Tradition ist.

Vorsätze zum Neuen Jahr sind meines Erachtens eine reine Selbstbelügung. Und so manch sensibler Mensch macht sich dann auch noch fertig, weil er sich selbst so sehr belogen hat, das es für ihn Wahrheit war und er sich dann als Versager fühlt, wenn er seine scheinbar wahren Vorsätze nicht wahrmachen konnte.

Ich plädiere deshalb dafür, die Tradition sich Vorsätze zum Neuen Jahr zu machen, abzuschaffen. Stattdessen sollte lieber jeder, zu einem Zeitpunkt der für ihn gut ist, darüber nachdenken was er eigentlich will und welche Kompromisse er bereit ist dafür einzugehen. Das ist leichter gesagt als getan und deshalb werden es wohl auch weniger Punkte sein, als diese Vorsätze zum Neuen Jahr. Aber …

… weniger ist besser zu schaffen. Und wenn man Schritt für Schritt alles für sich klärt (wozu man vermutlich sein ganzes Leben braucht), ist man bestimmt glücklicher, als wenn man sich ständig Vorsätze macht, welche man sowieso nie im Leben einhalten wird.

Meine Entschuldigung gilt jetzt dem Leser, der Vorsätze für 2003 von mir hören wollte. Ich nehme mir nichts mehr Spezielles für ein Neues Jahr vor. Ich will nur noch mein Leben in Ordnung bringen.

Auch ein Vorsatz? Mag für den ein oder anderen so sein …

… für mich ist es eine Lebensaufgabe.