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Erfahrungsbericht von cybersyssy

Die ZEHN wichtigsten Dinge in meinem Leben

Pro:

100 % Elena

Kontra:

100 % Elena

Empfehlung:

Ja

Hallo ihr Lieben!

Jetzt werdet ihr noch ein bisschen mehr über mich erfahren.
Die nachfolgenden 10 Punkte geben nur meine Einstellung und meine Meinung wieder.
Jeder sieht alles von seinem Standpunkt aus und da können die Meinungen schon mal auseinander driften.
Die Reihenfolge der Punkte sagt nichts über die Gewichtung aus!


*** 1. DIE LIEBE ***

Es gibt den Spruch: Liebe vermehrt sich, wenn man sie teilt.
Leider vergessen wir das allzu oft. Wir gehen mit der Liebe um, als wenn sie begrenzt wäre. Wir ziehen uns immer mehr zurück, je öfter wir enttäuscht werden. Doch Enttäuschung ist doch hilfreich - wir sind frei von Täuschung. Wir haben angenommen, dass etwas so ist, wie wir es gern hätten <- das war eine Täuschung und nun sind wir frei von Täuschung, wir sehen die Angelegenheit jetzt klar. Also ist es doch etwas Positives.
Die Liebe ist bedingungslos - wir erleben sie bei Babys, die noch ohne Erfahrungen oder Prägungen sind oder von Tieren. Wir knüpfen unsere Liebe sehr häufig an Bedingungen.
Wenn wir jemandem bedingungslose Liebe entgegen bringen, werden wir auch Liebe erfahren. Nicht immer so, wie wir es gern hätten, aber die Liebe wird uns „wieder gegeben“.
Ich habe auch manchmal Probleme, Menschen, die anders sind, denken oder handeln als ich, Liebe entgegen zu bringen. Aber ich denke immer häufiger daran, dass jeder Liebe verdient, auch wenn ich seine Taten nicht gut heiße. Es gibt ja Gründe, warum jemand so gehandelt hat.
Ich gehe immer offen auf alle Menschen zu und gebe mein Bestes, jeden so zu lieben, wie er nun mal ist.


*** 2. FREUNDE ***

Freunde sind für mich Menschen, für die ich alles tu, was in meiner Macht steht.
Freunde sind für mich Menschen, die ich nachts um 3 Uhr anrufen kann, wenn ich sie und ihre Hilfe Brauche.
Freunde sind für einander da - unabhängig von ihren eigenen Maßstäben.
Freunde sind ehrlich zueinander.

Ich differenziere sehr stark zwischen weniger guten Bekannten, Bekannten, guten Bekannten und Freunden.
Je nach Bekanntheitsgrad, kommt man sich näher.

Jetzt muss ich jetzt ein wenig schmunzeln. Wenn ich mir meine Freundinnen vor meinem inneren Auge vorstelle - unterschiedlicher könnten sie nicht sein.
A. ist 53 Jahre, Lehrerin und alleinerziehende Mutter (Kinder 20 und 22) seit 16 Jahren und Single. Wir kennen uns jetzt schon 17 Jahre.
J. ist 38 Jahre, Büroangestellte (ehemalige Kollegin), verheiratet, ein wenig verrückt in ihren Hobbys, laut und neigt manchmal zu Frustkäufen. Wir kennen uns 5 Jahre.
N. ist 35 Jahre, verheiratet, im Juni Mutter einer Tochter geworden und introvertiert. Wir kennen uns fast 3 Jahre.
Die 3 haben sich noch nie getroffen, weil es sich noch nie ergeben hat. A. wohnt 500 km, J. bald 500 m und N. 10 km weg von mir.
Aber wir alle 4 haben irgendwo Parallelen und wachsen mit- und aneinander.
Wir gehen ehrlich miteinander um. Auch wenn die Ehrlichkeit schon mal „Kopf waschen“ des Anderen bedeutet, tut es unserer Freundschaft keinen Abbruch.
Wir können gemeinsam lachen, tiefgehende Gespräche über alles mögliche führen und unsere Probleme teilen und besprechen.

Freunde kommen und gehen, wie die Wellen am Strand. Es gibt Freunde, wie A., die mich nun schon seit 17 Jahren auf meinem Weg begleiten. Es gibt aber auch Freunde, deren Weg nur für kurze Zeit mit meinem parallel lief und das ist auch schon Jahre her.
So wie ich mich verändere, so verändert sich auch mein Freundeskreis.


*** 3. TIERE ***

Erst mal sind mir Tiere und ihre Bedürfnisse im allgemeinen wichtig und es erschreckt mich immer wieder, wie diese ehrlichen Geschöpfe von der „Krönung der Schöpfung“ *Ironie* - vom Menschen - behandelt werden.
Von den Tieren können wir viel lernen. Tiere lügen nicht, sie geben bedingungslos ihre Liebe und sie leben nach dem Instinkt, der für mich, auf den Menschen übertragen, das Bauchgefühl bedeutet.
Viele Menschen sehen Tiere als Gegenstände an und werfen sie weg, wie einen kaputten Wecker, weil sie ihrer überdrüssig geworden sind.
Wenn ich einem Tier ein Zuhause gebe, dann übernehme ich Verantwortung für dieses Tier.

Ich habe ein Problem damit, von „meinen Tieren“ zu schreiben. Man kann doch ein Lebewesen nicht besitzen - so nenne ich „meine Tiere“ lieber „Untermieter“.
Die Untermieter spüren sofort, wenn es mir nicht gut geht und schaffen es immer wieder, mich auf einen „normalen Level“ zu bringen. Ich kann mit ihnen entspannen, sie trösten mich und sie freuen sich, mich zu sehen (okay - ich bin ja auch die Fütterin *g*)

Bei aller Liebe für Tiere - ein Tier sollte ein Tier bleiben und nach seinen Bedürfnissen leben.
Versteht mich bitte richtig - Tierquälerei sind für mich nicht nur Schläge und unwürdige Haltung, sondern auch die Omi, die ihren Hund dick und rund füttert mit allem, was ungesund für ihn ist.


*** 4. MEINE ELTERN ***

Das ist mal schreiben würde, dass meine Eltern mein Leben lebenswert machen, hätte ich nie gedacht.

Nur mal ganz kurz: Als ich 4 Jahre alt war, ließen meine Eltern sich scheiden und es gab Phasen in denen ich meine Mutter und wieder andere in denen ich meinen Vater ablehnte.
Nachdem ich mich damit und vor allem mit mir und meiner Einstellung dazu beschäftigte, habe ich erkannt, dass sie nicht anders handeln konnten, weil sie es nicht besser wussten.
Sie haben sich nicht mit ihren Prägungen beschäftigt und versucht, diese zu ändern.
Ich habe für mich den Schritt gemacht, sie so zu akzeptieren und zu lieben, wie sie sind. Aber für mich habe ich entschieden, wie ich handeln will.

Es klingt jetzt böse, aber ich meine es nicht so: Niemand ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.

Meine Eltern haben mich dazu gebracht, zu erkennen, was ich anders und vor allem wie ich es machen will.
So habe ich mit beiden wieder eine Basis für Gespräche gefunden und jeder lässt den anderen so sein, wie er ist.


*** 5. PFLANZEN ***

Die Pflanzen faszinieren mich immer wieder mit ihrer Vielfalt. Allein im Frühjahr bin ich beeindruckt, wie viele Grün-Töne es gibt.
Auch erinnern mich Pflanzen immer wieder an die Vergänglichkeit - die ja alles betrifft - und das jedes Ende ein Anfang ist.
Die Blätter fallen im Herbst zu Boden und sind im Frühjahr Nahrung für den Baum. Es ist ein Kreislauf, wie unser Leben - Menschen gehen ein Stück unseres Lebens mit uns und dann trennen sich die Wege - auch wenn es schmerzhaft ist. Doch erst, wenn das „Glas leer ist, kann es wieder gefüllt werden“.
Und es kommt alles wieder - wahrscheinlich in einer anderen Form, aber ich „gewinne“ immer.


*** 6. MUSIK ***

Musik ist für mich ein Ausdruck meiner Stimmung. Mal höre ich Heavy Metal, mal Kuschelrock, wenn ich traurig bin. Und ein anderes Mal höre ich genau die gleichen Lieder, wenn ich „gut drauf“ bin. Die Lieder lösen etwas in mir aus, das mir hilft, meine Stimmung auszuleben und wirklich wahrzunehmen.

Auch in der Meditation ist die Musik für mich wichtig, da sie zur Stimmung passen soll. Will ich durch die Meditation Kraft schöpfen, mich beruhigen oder einfach nur „sein“?
Habe ich heute Lust auf Meditationsmusik mit Naturgeräuschen, Indianertrommeln oder weiche Klassikklänge?
Je nachdem wähle ich die „Untermalung“ der Meditation.

In Verbindung mit Musik kommt mir auch sofort tanzen in den Sinn.
Ich tanze sehr gern und gehe dann auch total in der Musik auf. Es ist mir auch egal, was andere über mein extrovertiertes Tanzen sagen - es ist mein Ausdruck der Musik.
Dieses Umsetzen der Musik in Bewegung ist für mich befreiend und ich denke nicht darüber nach, welchen Schritt ich als nächstes mache, ich lasse es fließen.


*** 7. ZIELE ***

Ziele sind für mich Motivation etwas zu tun. Der Motor, der mich immer antreibt, weiter zu machen.
Zur Zeit arbeite ich daran, mein 2.Standbein als Feng Shui-Beraterin aufzubauen.
Es läuft langsam an, aber ich bleibe dran und verteile Prospekte ohne Ende. Ich will Ende 2005 meinen Bürojob auf „Halbe Stelle“ reduzieren und mich ganz der Beratung widmen. Dafür renne ich mir dann gern die Hacken ab.

Ohne Ziele würden wir wie Treibholz im Wasser liegen.

Ich merke es immer wieder im Urlaub, wenn ich nicht zur Arbeit muss, dann stehe ich auch nicht pünktlich auf. Dann drehe ich mich immer noch mal um.
Was wäre eine Autofahrt ohne Ziel? Geldverschwendung bei den heutigen Benzinpreisen.


*** 8. DIE KLEINIGKEITEN ***

Eine Blume in einem Vorgarten, eine alter dicker Baum, das Lächeln eines Fremden, fröhlich tobende Kinder auf der Wiese - all’ das nehmen wir in der Hektik des Alltags gar nicht mehr wahr.

Aber sind es nicht die Kleinigkeiten, die düstere Gedanken vertreiben?
Muss es immer ein grandioses Ereignis sein, das wir wahrnehmen?

Wir sind allmählich abgestumpft und brauchen immer stärkere Reize, um z. B. ein Glücksgefühl zu erleben. (wie ein Drogensüchtiger)

Dabei ist es doch so einfach, wenn wir auf die Kleinigkeiten achten.

Ich erfreue mich an den Blumen, am Zwitschern der Amsel bei mir auf dem Balkon, am Winken der Kinder auf der Brücke über die Autobahn, usw.


*** 9. ERFAHRUNGEN & ERKENNTNISSE ***

Ich habe lange keine Verantwortung für mein Leben übernommen und meine Eltern für meine Verhalten verantwortlich gemacht.

Doch ich habe erkannt, dass ich all’ das selber ändern kann.
Jede Erfahrung ist positiv! Auch wenn ich es auf den ersten Blick nicht erkenne. Doch wenn ich es erkannt habe, sehe ich die Erfahrung in einem anderen Licht.

Beispiel: Am 22.03.04 wurde Fips („mein“ Westie“) eingeschläfert - 2 Tage vor seinem 12. Geburtstag. Natürlich war ich und bin ich heute immer noch traurig darüber und habe das die ersten 3 Tage auch ausgelebt. Doch dann habe ich mich gefragt, was soll ich lernen? Ziemlich schnell kam ich darauf: die Lektion des Lebens war „Loslassen“.
Mir ist durch Fips’ Tod endlich ganz klar geworden, dass ich kein Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier, besitzen kann und niemand für immer bei mir bleibt - außer in meinem Herzen.

Nur wenn wir aus unseren Erfahrungen Erkenntnisse ziehen und die gewonnenen Erkenntnisse auch umsetzen / leben, haben wir gelernt. Wenn nicht, dann bleiben wir auf dem Entwicklungsstand stehen und werden immer wieder mit ähnlichen Situationen konfrontiert.
Ich habe mich entschlossen, die Erkenntnisse umzusetzen, mal schneller, mal langsamer, aber ich tu es, denn ich will innerlich/geistig wachsen.


*** 10. ES GIBT MEHR ***

Spätestens nach der folgenden Geschichte, haltet ihr mich für „abgehoben“. :-)
Am 11.08.04 wachte ich morgens mit dickem Kopf und noch dickeren Augen auf. Da es nachts wahnsinnig geregnet hatte, waren alle Fenster geschlossen und ich schob meinen Zustand auf die stickige Luft in der Wohnung. Abends telefonierte ich mit A. (s. Abschnitt Freunde) und erzählte ihr davon.
Ich: „Wenn ich wenigstens gesoffen und geweint hätte, dann hätte ich gewusst, warum es mir so bescheiden ging.“
Sie: „Tja, ich habe gestern Abend beides getan und mir ging es heute Morgen auch bescheiden.“
Ja, ich weiß, es ist weit her geholt, dass ich ihre Symptome hatte, aber wir haben dies nun schon mehrfach erlebt, so dass ich mir sicher bin, dass es da eine unsichtbare Verbindung zwischen uns gibt, die sich immer wieder manifestiert.
Es wird ja häufig als Zufall abgetan, wenn man weiß, wer am Telefon ist, wenn es klingelt, aber ich glaube daran, dass wir mehr wissen, als wir wahrnehmen.
Und wenn man das Wort Zufall mal auseinander nimmt, dann heißt es nichts anderes als: ich erhalte das, was ich verursacht habe - mir fällt etwas zu, weil ich vorher etwas anderes getan habe.
Um es mal mit einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen: Ich gieße die Pflanzen und schon wachsen sie - das nennt keiner Zufall.


So, jetzt habt ihr mehr über mich erfahren und wisst, dass die Frau, die über Tupper-Produkte schreibt, sich auch mal tiefergehende Gedanken macht.
Damit hätten wir auch schon den 11. Punkt auf der Liste, den ich ja nicht nennen durfte, Humor.
Ich liebe Humor in allen Varianten: Galgenhumor, zweideutigen Humor, flachen Humor (Schuh des Manitu), schwarzen Humor (vor allem den englischen) <- Humor ist wenn man trotzdem lacht!
Wir nehmen uns alle und das Leben viel zu ernst. Und das Leben ist viel zu kurz, um das Lachen zu vergessen.

So und sobald ich den Text eingestellt habe, fallen mir bestimmt noch 10 Sachen ein, die ich vergessen habe *gg*.

Die Bewertung bezieht sich auf meine 10 Punkte und damit auf meine Einstellung zu den Dingen.

In diesem Sinn - DANKE für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!

Liebe Grüße
Elena mit dem Mini-Zoo

32 Bewertungen, 3 Kommentare

  • anonym

    22.11.2004, 19:38 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    wunderbarer zum nachdenken anregender und auch sehr weiser Text, der von Lebenserfahrung spricht. Du musst eine Person sein, die in sich ruht und alles ruhiger angeht dadurch. Dies zu werden ist mein Ziel, daher sprachst Du mir aus der Seele. Es war sch&ou

  • DJMoench

    30.09.2004, 11:23 Uhr von DJMoench
    Bewertung: sehr hilfreich

    allen Punkten stimme ich dir zu. Sehr schön!

  • anonym

    24.09.2004, 17:09 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hi Elena, ja, Familie und Freunde, die Liebe (und Glück), dazu manche Erfahrung halte ich auch für wichtig im Leben, aber Tiere würden bei mir nicht stehen, da ich derzeit keine Tiere habe ... Da ich kaum daheim bin, finde ich das auch besse