Erfahrungsbericht von surround999
Zeichnungen in Schwarz-Weiss
Pro:
Bestätigung für mich selbst
Kontra:
---
Empfehlung:
Ja
Jetzt sehe ich ein weißes Blatt Papier vor mir und frage mich, wie ich meinen Bericht beginnen soll. Genauso ergeht es mir manchmal, wenn ich eine Zeichnung anfertige.
Vor einigen Jahren war ich zum ersten Mal nach zwanzigjähriger Berufstätigkeit arbeitslos. Das war ein ziemlicher Schock für mich. Nachdem ich den Schock so einigermaßen überwunden und mehr oder weniger herumgehangen hatte, kam ich eher durch Zufall auf die Idee, etwas zu zeichnen. Vorher hatte ich diese Idee noch nie, aber auf einmal war es einfach so. Ich besaß zu der Zeit noch nicht einmal einen Schreibtisch... Ich hatte Filzstifte und einige Lineale um mich herum gestapelt, griff mir einen schwarzen Filzstift heraus und ließ meiner Fantasie freien Lauf. Auf einem weißen schlichten DIN A 4-Blatt (Kopierpapier) entstand nach und nach eine Zeichnung, ohne dass ich viel darüber nachdachte.
Nach sechs Wochen war ich selbst über das Ergebnis erstaunt. Ich will nicht angeben, aber ich war wirklich verwundert - man weiß gar nicht unbedingt, dass man überhaupt etwas aus sich herausholen kann, mit dem man bisher noch gar nichts zu tun hatte.
Nun, da mir mein erstes Werk nicht sooo schlecht gefiel und es auch Anklang bei Freunden und Bekannten fand, machte ich mich an neue Werke - aber nie bewusst so nach dem Motto \"Jetzt fange ich an\". Es hatte mich auch manchmal morgens zu unmöglicher Zeit (6 Uhr) erwischt und ich hatte Ideen im Kopf, die ich sofort und auf der Stelle verwirklichen wollte. Dann saß ich wieder einige Stunden an einer Zeichnung und kam mal mehr und mal weniger damit voran. Mein Kater Moritz wusste gar nicht mehr, was los war, wenn ich mich zu nächtlicher Stunde durch die Wohnung an den nächsten Tisch begab und er eigentlich noch weiterdösen wollte. Das war doch gar nicht seine Fressenszeit... (Aber er hat sich trotzdem gern jederzeit von mir füttern lassen, da kannte er nichts.)
Nun aber zurück zu meinen Zeichnungen: Ich bin bei der Farbe Schwarz geblieben und habe keine anderen Farben benutzt. Ich habe natürlich nicht nur einen einzigen schwarzen Filzstift benutzt (dieser wäre wohl schon längst leer), sondern viele davon in unterschiedlichen Stärken. Mein Favorit waren zuerst Stifte von Stabilo, mittlerweile benutzte ich hauptsächlich die von Edding, die ich Euch auch empfehlen kann.
Mit Linealen, Winkelmessern und anderen Hilfsmitteln (umgedrehte Becher und Gläser, Geldstücke und viele Sachen, die um mich herum lagen) habe ich Linien und Radien aufs Papier gebracht. Das jeweilige Endergebnis war, daß jede Zeichnung anders geworden ist. Einiges ähnelt sich schon, aber jede Zeichnung hat seine eigene Note. Manchmal habe ich in der Mitte eines Blattes begonnen, manchmal oben rechts und manchmal ganz woanders. Ich wusste vorher nie, wie es einmal aussehen wird. Ein Blatt habe ich meistens vollständig ausgefüllt.
Ich merke, dass es schwer ist, etwas zu beschreiben, was Ihr noch nicht gesehen habt. Inzwischen habe ich zwölf Zeichnungen in DIN A 4 und sechs in DIN A 3 zustande gebracht. 7 davon könnt Ihr unter dem Bericht, den ich auch bei Ciao.de veröffentlicht habe sehen. Es lagen oft auch monatelange Lücken zwischen dem einen und dem nächsten Bild.
Ich möchte Euch zum Schluss noch erzählen, dass ich sogar schon zweimal eine kleine Ausstellung hatte - jeweils für 6 Wochen in einem Apotheken-Schaufenster (natürlich ordentlich gerahmt und aufgehängt). Ich habe auch einmal auf einem Weihnachts-Basar in der alten Uni-Mensa gestanden und meine Bilder dort gezeigt. Vielleicht hat ja der eine oder andere von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich bin froh, dass es mir so erging und ich ein Hobby gefunden habe, das mir einen Ausgleich zu dem Alltags-Nerv gibt und mich einfach auch ein wenig bestätigt. Ich kann innerlich dabei zur Ruhe kommen und habe sehr viel Spaß daran.
Ich hoffe, dass ich in nächster Zeit wieder einmal die Ruhe finden werde, eine neue Zeichnung anzufertigen. (Inzwischen habe ich auch einen großen hellen Schreibtisch. ;-)
surround999
Ich poste meine Berichte auch bei Ciao unter dem Namen surround999
Vor einigen Jahren war ich zum ersten Mal nach zwanzigjähriger Berufstätigkeit arbeitslos. Das war ein ziemlicher Schock für mich. Nachdem ich den Schock so einigermaßen überwunden und mehr oder weniger herumgehangen hatte, kam ich eher durch Zufall auf die Idee, etwas zu zeichnen. Vorher hatte ich diese Idee noch nie, aber auf einmal war es einfach so. Ich besaß zu der Zeit noch nicht einmal einen Schreibtisch... Ich hatte Filzstifte und einige Lineale um mich herum gestapelt, griff mir einen schwarzen Filzstift heraus und ließ meiner Fantasie freien Lauf. Auf einem weißen schlichten DIN A 4-Blatt (Kopierpapier) entstand nach und nach eine Zeichnung, ohne dass ich viel darüber nachdachte.
Nach sechs Wochen war ich selbst über das Ergebnis erstaunt. Ich will nicht angeben, aber ich war wirklich verwundert - man weiß gar nicht unbedingt, dass man überhaupt etwas aus sich herausholen kann, mit dem man bisher noch gar nichts zu tun hatte.
Nun, da mir mein erstes Werk nicht sooo schlecht gefiel und es auch Anklang bei Freunden und Bekannten fand, machte ich mich an neue Werke - aber nie bewusst so nach dem Motto \"Jetzt fange ich an\". Es hatte mich auch manchmal morgens zu unmöglicher Zeit (6 Uhr) erwischt und ich hatte Ideen im Kopf, die ich sofort und auf der Stelle verwirklichen wollte. Dann saß ich wieder einige Stunden an einer Zeichnung und kam mal mehr und mal weniger damit voran. Mein Kater Moritz wusste gar nicht mehr, was los war, wenn ich mich zu nächtlicher Stunde durch die Wohnung an den nächsten Tisch begab und er eigentlich noch weiterdösen wollte. Das war doch gar nicht seine Fressenszeit... (Aber er hat sich trotzdem gern jederzeit von mir füttern lassen, da kannte er nichts.)
Nun aber zurück zu meinen Zeichnungen: Ich bin bei der Farbe Schwarz geblieben und habe keine anderen Farben benutzt. Ich habe natürlich nicht nur einen einzigen schwarzen Filzstift benutzt (dieser wäre wohl schon längst leer), sondern viele davon in unterschiedlichen Stärken. Mein Favorit waren zuerst Stifte von Stabilo, mittlerweile benutzte ich hauptsächlich die von Edding, die ich Euch auch empfehlen kann.
Mit Linealen, Winkelmessern und anderen Hilfsmitteln (umgedrehte Becher und Gläser, Geldstücke und viele Sachen, die um mich herum lagen) habe ich Linien und Radien aufs Papier gebracht. Das jeweilige Endergebnis war, daß jede Zeichnung anders geworden ist. Einiges ähnelt sich schon, aber jede Zeichnung hat seine eigene Note. Manchmal habe ich in der Mitte eines Blattes begonnen, manchmal oben rechts und manchmal ganz woanders. Ich wusste vorher nie, wie es einmal aussehen wird. Ein Blatt habe ich meistens vollständig ausgefüllt.
Ich merke, dass es schwer ist, etwas zu beschreiben, was Ihr noch nicht gesehen habt. Inzwischen habe ich zwölf Zeichnungen in DIN A 4 und sechs in DIN A 3 zustande gebracht. 7 davon könnt Ihr unter dem Bericht, den ich auch bei Ciao.de veröffentlicht habe sehen. Es lagen oft auch monatelange Lücken zwischen dem einen und dem nächsten Bild.
Ich möchte Euch zum Schluss noch erzählen, dass ich sogar schon zweimal eine kleine Ausstellung hatte - jeweils für 6 Wochen in einem Apotheken-Schaufenster (natürlich ordentlich gerahmt und aufgehängt). Ich habe auch einmal auf einem Weihnachts-Basar in der alten Uni-Mensa gestanden und meine Bilder dort gezeigt. Vielleicht hat ja der eine oder andere von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich bin froh, dass es mir so erging und ich ein Hobby gefunden habe, das mir einen Ausgleich zu dem Alltags-Nerv gibt und mich einfach auch ein wenig bestätigt. Ich kann innerlich dabei zur Ruhe kommen und habe sehr viel Spaß daran.
Ich hoffe, dass ich in nächster Zeit wieder einmal die Ruhe finden werde, eine neue Zeichnung anzufertigen. (Inzwischen habe ich auch einen großen hellen Schreibtisch. ;-)
surround999
Ich poste meine Berichte auch bei Ciao unter dem Namen surround999




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