Erfahrungsbericht von Hexe1962
Z e r i s s e n
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
. . .
u n g e s c h m i n k t
. . .
zerissen / ungeschminkt /zerissen / ungeschminkt . . .
nein - ich bin nicht verrückt, oder doch?
Vielleicht ein bischen irr oder wirr.
Ich sitze hier im Internetcafé weil ich von meinem Computer aus nicht ins Netz komme. Der letzte Virus hat ihn platt gemacht. Und so schreibe ich diesen Beitrag voll aus dem Bauch heraus, direkt hier rein. Habe keine Chance zum Basteln und Feilen am Beitrag, schreibe einfach so wie es kommt. Deshalb wäre wohl der Titel \"ungeschminkt\" angebracht.
Da ich aber im Prinzip seit mindestens 1,5 Jahren hin- und hergerissen bin, mal funktioniere und mal nicht, mal hoffe und mal illusionslos rum laufe, wäre auch der Titel \"zerissen\" angebracht. Dies zur Erklärung des Anfanges.
Was will ich jetzt eigentlich schreiben?
Muss ich denn ein bestimmtes Thema haben? Erwartet das man von mir? Hier bei yopi bestimmt nicht so sehr, denn hier kennen mich noch nicht soviele wie auf den anderen Plattformen. Und das ist so ein Punkt. Seit ich schreibe - bis auf die letzten Monate - habe ich zwar vielfältige Themen, lege mich auf nichts fest, aber es war doch immer eine gewisse Stärke in meinen Beiträgen zu spüren. Bis vor einige Zeit, konnte ich es für mich behalten.
Was?
Nun auch ich drohe doch sehr oft an meinen Schwächen zu zerbrechen. Eigentlich ein Perfektionist muss ich immer mehr feststellen, dass ich keineswegs perfekt bin. Und das macht mich krank. Schon in der Schule habe ich bei schlechten Noten geweint. Holt mich jetzt diese Vergangenheit ein? Lernen war für mich immer das Mittel aus der Einsamkeit des nicht verstandenen Mädchens, welches eigentlich ein Junge sein sollte/wollte. Und nun stell ich fest, ich habe wohl zu wenig gelernt. Was und wieviel kann ich mit 40 Jahren noch lernen?
Wozu habe ich noch Kraft?
Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt war ich früher als Teenager, wenn ich verliebt gewesen bin. Und jetzt? Jetzt bin ich es stündlich im Wechsel, stecke immer noch in einer Depression drin, welche ich nur in seltenen Momenten überhaupt wahr haben will. Das sind dann die Momente wo ich zugebe Angst zu haben und versuche dies in Texten umzusetzen. Das ist mein einziges Mittel, denn reden mag ich nicht mehr. Kann es ja nicht, ohne gleich loszuheulen. Aber wenn ich dann schreibe, dann gibt es die welche helfen wollen und ich habe wieder Angst. Angst mich ganz zu öffnen. Denn da gibt es noch die anderen, die behaupten ich hab gar keine Angst. Ich bin nur am Jammern und ich sollte mich schämen, weil es Leute gibt die wirklich richtige Angst hätten. Aber woher wissen die das denn? Kennen die mich?
Jetzt sitze ich hier im Internet-Café. Sechs Männer und ich und niemand redet miteinander. Toll sag ich mir, da kann ich in Ruhe arbeiten. Mist sage ich, bin ich so hässlich dass mich nicht mal einer von denen ansprechen will?
Aber eigentlich will ich doch hässlich sein, hätte ich sonst wieder zugenommen? Fett ist doch ein schöner Schutz. Er hält die Masse der Menschen ab, sich mir zu nähern.
Warum bin ich dann traurig?
Bestimmt ist in einer Stunde wieder alles anders. Da fahre ich im offenen Cabriolet durch die Strassen und habe das Gefühl, nichts kann mich aufhalten. Und zuhause dann kommt wieder diese verdammte schwarze Wolke mit der Stimme die mir sagt, Du lügst Dich doch selbst an. Gar nichts ist in Ordnung.
Erfolg war mir immer so wichtig? Aber was nutzt Erfolg, wenn ich nicht mehr daran glaube? Selbst wenn er da ist, kann er mich nicht mehr so richtig befriedigen.
Was kann mich denn überhaupt noch befriedigen? Bin ich vielleicht übersättig? Oder lebe ich einfach nur in der falschen Zeit?
Ich weiß es nicht.
Ziemlich wirr diese Zeilen, dass weiß ich noch. Aber dafür ist das jetzt hier bei yopi mein erster ungeschminkter Spontanbeitrag.
Ihr müsst mich nicht ernst nehmen. Das kann ich ja selbst nicht mehr. Und wenn ich was nicht kann, wie kann ich es dann von anderen verlangen?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-10 22:42:13 mit dem Titel Zusammen sind wir stark!
Zitternd, mit Tränen in den Augen sitze ich am Strand. Neben mir eine Flasche Rotwein. In meinem Kopf höre ich immer noch das Lied von der Band Fürstenfeld „und irgendwann bleib i dann dort“.
„Warum weinst Du denn“, fragt mein Verstand mein Herz. „Weil er mich für immer verlassen hat. Er wollte die Insel hinterm Horizont finden. Die Insel, die es nur in seinen Träumen gab und hat sich dabei in den Fluten des Meeres verloren. Warum bloß, hat er es nicht verstanden? Nicht verstanden, dass wir die Insel bereits gefunden hatten. Die Insel, von der wir beide träumten?“
„Ich verstehe Dich ja, liebes Herz! Aber hast Du Dir schon mal überlegt, dass jeder seinen Weg gehen muss? Auch wenn er damit anderen weh tut? Und denke doch mal an die lange Zeit, die Ihr füreinander hattet. So eine lange Zeit ist nicht Jedem gegönnt.“
„Du redest leicht daher, lieber Verstand. Du siehst alles so rationell und Gefühle spielen für Dich nur eine zweitrangige Rolle. Aber für mich ist Liebe das Wichtigste überhaupt. Nur musste ich leider lernen, dass Liebe auch immer einen Verlust bedeutet.“
„Na dass hätte ich Dir schon lange sagen können. Das ist doch auch logisch. Gerade bei etwas so Undefinierbarem wie Liebe, kann niemand nur gewinnen. Egal um was es geht, es geht immer um Gewinn und Verlust.“
„Ach Verstand, dann sag mir doch Eines. Soll ich mich dann überhaupt noch einmal auf eine Liebe einlassen? Wenn doch von vorneherein ein Verlust mit einprogrammiert ist. Hat denn dann ein Gefühl, ein Zustand wie Liebe überhaupt einen Sinn?“
„Ja liebes Herz, das ist eine verdammt schwierige Frage und doch fällt mir die Antwort leicht. Es macht Sinn, trotz zu erwartender Verluste. Denn Gewinn gibt es nicht ohne Verlust, so wie es das Licht nicht ohne Schatten gibt. Eines lebt vom anderen und es liegt an uns damit umzugehen, damit es sich die Waage hält.“
„Vermutlich hast Du Recht Verstand. Aber ich weiß immer noch nicht, wie ich damit umgehen soll.“
„Dann mache ich Dir einen Vorschlag liebes Herz. Denn auch ich habe gemerkt, dass ich ein Defizit habe. Im Gegensatz zu Dir habe ich das Gefühl bei meinen Betrachtungen immer nur am Rande existieren lassen. Lass uns künftig einfach mehr miteinander sprechen und zusammenarbeiten, dann kriegen wir das schon auf die Reihe.“
„Ja Verstand, das ist wohl die beste und auch die einzigste Lösung!“
u n g e s c h m i n k t
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zerissen / ungeschminkt /zerissen / ungeschminkt . . .
nein - ich bin nicht verrückt, oder doch?
Vielleicht ein bischen irr oder wirr.
Ich sitze hier im Internetcafé weil ich von meinem Computer aus nicht ins Netz komme. Der letzte Virus hat ihn platt gemacht. Und so schreibe ich diesen Beitrag voll aus dem Bauch heraus, direkt hier rein. Habe keine Chance zum Basteln und Feilen am Beitrag, schreibe einfach so wie es kommt. Deshalb wäre wohl der Titel \"ungeschminkt\" angebracht.
Da ich aber im Prinzip seit mindestens 1,5 Jahren hin- und hergerissen bin, mal funktioniere und mal nicht, mal hoffe und mal illusionslos rum laufe, wäre auch der Titel \"zerissen\" angebracht. Dies zur Erklärung des Anfanges.
Was will ich jetzt eigentlich schreiben?
Muss ich denn ein bestimmtes Thema haben? Erwartet das man von mir? Hier bei yopi bestimmt nicht so sehr, denn hier kennen mich noch nicht soviele wie auf den anderen Plattformen. Und das ist so ein Punkt. Seit ich schreibe - bis auf die letzten Monate - habe ich zwar vielfältige Themen, lege mich auf nichts fest, aber es war doch immer eine gewisse Stärke in meinen Beiträgen zu spüren. Bis vor einige Zeit, konnte ich es für mich behalten.
Was?
Nun auch ich drohe doch sehr oft an meinen Schwächen zu zerbrechen. Eigentlich ein Perfektionist muss ich immer mehr feststellen, dass ich keineswegs perfekt bin. Und das macht mich krank. Schon in der Schule habe ich bei schlechten Noten geweint. Holt mich jetzt diese Vergangenheit ein? Lernen war für mich immer das Mittel aus der Einsamkeit des nicht verstandenen Mädchens, welches eigentlich ein Junge sein sollte/wollte. Und nun stell ich fest, ich habe wohl zu wenig gelernt. Was und wieviel kann ich mit 40 Jahren noch lernen?
Wozu habe ich noch Kraft?
Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt war ich früher als Teenager, wenn ich verliebt gewesen bin. Und jetzt? Jetzt bin ich es stündlich im Wechsel, stecke immer noch in einer Depression drin, welche ich nur in seltenen Momenten überhaupt wahr haben will. Das sind dann die Momente wo ich zugebe Angst zu haben und versuche dies in Texten umzusetzen. Das ist mein einziges Mittel, denn reden mag ich nicht mehr. Kann es ja nicht, ohne gleich loszuheulen. Aber wenn ich dann schreibe, dann gibt es die welche helfen wollen und ich habe wieder Angst. Angst mich ganz zu öffnen. Denn da gibt es noch die anderen, die behaupten ich hab gar keine Angst. Ich bin nur am Jammern und ich sollte mich schämen, weil es Leute gibt die wirklich richtige Angst hätten. Aber woher wissen die das denn? Kennen die mich?
Jetzt sitze ich hier im Internet-Café. Sechs Männer und ich und niemand redet miteinander. Toll sag ich mir, da kann ich in Ruhe arbeiten. Mist sage ich, bin ich so hässlich dass mich nicht mal einer von denen ansprechen will?
Aber eigentlich will ich doch hässlich sein, hätte ich sonst wieder zugenommen? Fett ist doch ein schöner Schutz. Er hält die Masse der Menschen ab, sich mir zu nähern.
Warum bin ich dann traurig?
Bestimmt ist in einer Stunde wieder alles anders. Da fahre ich im offenen Cabriolet durch die Strassen und habe das Gefühl, nichts kann mich aufhalten. Und zuhause dann kommt wieder diese verdammte schwarze Wolke mit der Stimme die mir sagt, Du lügst Dich doch selbst an. Gar nichts ist in Ordnung.
Erfolg war mir immer so wichtig? Aber was nutzt Erfolg, wenn ich nicht mehr daran glaube? Selbst wenn er da ist, kann er mich nicht mehr so richtig befriedigen.
Was kann mich denn überhaupt noch befriedigen? Bin ich vielleicht übersättig? Oder lebe ich einfach nur in der falschen Zeit?
Ich weiß es nicht.
Ziemlich wirr diese Zeilen, dass weiß ich noch. Aber dafür ist das jetzt hier bei yopi mein erster ungeschminkter Spontanbeitrag.
Ihr müsst mich nicht ernst nehmen. Das kann ich ja selbst nicht mehr. Und wenn ich was nicht kann, wie kann ich es dann von anderen verlangen?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-10 22:42:13 mit dem Titel Zusammen sind wir stark!
Zitternd, mit Tränen in den Augen sitze ich am Strand. Neben mir eine Flasche Rotwein. In meinem Kopf höre ich immer noch das Lied von der Band Fürstenfeld „und irgendwann bleib i dann dort“.
„Warum weinst Du denn“, fragt mein Verstand mein Herz. „Weil er mich für immer verlassen hat. Er wollte die Insel hinterm Horizont finden. Die Insel, die es nur in seinen Träumen gab und hat sich dabei in den Fluten des Meeres verloren. Warum bloß, hat er es nicht verstanden? Nicht verstanden, dass wir die Insel bereits gefunden hatten. Die Insel, von der wir beide träumten?“
„Ich verstehe Dich ja, liebes Herz! Aber hast Du Dir schon mal überlegt, dass jeder seinen Weg gehen muss? Auch wenn er damit anderen weh tut? Und denke doch mal an die lange Zeit, die Ihr füreinander hattet. So eine lange Zeit ist nicht Jedem gegönnt.“
„Du redest leicht daher, lieber Verstand. Du siehst alles so rationell und Gefühle spielen für Dich nur eine zweitrangige Rolle. Aber für mich ist Liebe das Wichtigste überhaupt. Nur musste ich leider lernen, dass Liebe auch immer einen Verlust bedeutet.“
„Na dass hätte ich Dir schon lange sagen können. Das ist doch auch logisch. Gerade bei etwas so Undefinierbarem wie Liebe, kann niemand nur gewinnen. Egal um was es geht, es geht immer um Gewinn und Verlust.“
„Ach Verstand, dann sag mir doch Eines. Soll ich mich dann überhaupt noch einmal auf eine Liebe einlassen? Wenn doch von vorneherein ein Verlust mit einprogrammiert ist. Hat denn dann ein Gefühl, ein Zustand wie Liebe überhaupt einen Sinn?“
„Ja liebes Herz, das ist eine verdammt schwierige Frage und doch fällt mir die Antwort leicht. Es macht Sinn, trotz zu erwartender Verluste. Denn Gewinn gibt es nicht ohne Verlust, so wie es das Licht nicht ohne Schatten gibt. Eines lebt vom anderen und es liegt an uns damit umzugehen, damit es sich die Waage hält.“
„Vermutlich hast Du Recht Verstand. Aber ich weiß immer noch nicht, wie ich damit umgehen soll.“
„Dann mache ich Dir einen Vorschlag liebes Herz. Denn auch ich habe gemerkt, dass ich ein Defizit habe. Im Gegensatz zu Dir habe ich das Gefühl bei meinen Betrachtungen immer nur am Rande existieren lassen. Lass uns künftig einfach mehr miteinander sprechen und zusammenarbeiten, dann kriegen wir das schon auf die Reihe.“
„Ja Verstand, das ist wohl die beste und auch die einzigste Lösung!“




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