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Erfahrungsbericht von Peter16jh

Aus dem Tagebuch eines Zivildienstleistenden

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Aus dem Tagebuch eines Zivildienstleistenden

Teil 1 der Anfang

Schon lange Zeit war mir Klar, dass ich keinen Kriegsdienst an der Waffe tätigen wollte, denn in der Bundeswehr wird man als erstes an der Waffe ausgebildet. Schon in der Grundausbildung versucht man einem die Hemmung zu nehmen, auf Menschen zu schießen. Aus diesem Grund hatte ich mich schnell entschlossen. Um nun eine Zivildienststelle finden zu können, habe ich einige Praktika belegen können. Im Seniorenheim kam ich für meine Person gar nicht zurecht. In einer Behinderteneinrichtung jedoch um so besser. Somit hatte ich schnell den Entschluss gefasst, mich an der Christopherusschule in Düren, eine Schule für geistig und mehrfachbehinderte Menschen. Am letzten Tag habe ich dort dann mit der Schulleitung gesprochen, die mir noch einige Tipps zum Verfassen eines Ablehnungsschreibens geben konnte. Innerhalb von 2 Wochen bekam ich Antwort, dass diese Ablehnung ohne eine Weitere Übehrprüfung oder ein weiteres Gespräch genehmigt sei. Ich musste nur: Jetzt blieb mir nur noch das warten auf den Musterungstermine. Also, mal wieder Geduld üben und einfach nur auf ein Schreiben warten, die im nachhinein auch ohne Probleme von statten gegangen ist. Jetzt warte ich nur noch auf meinen ersten Arbeitstag. Ich versuche immer noch heraus zu bekommen, wo genau die Christopherusschule liegt und die genaue Kilometerzahl heraus zu bekommen. Das wird die Letzte Vorbereitung für den ersten Arbeitstag sein.(Die Christopherusschule ist umgezogen)


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-26 10:42:10 mit dem Titel Aus dem Tagebucheines Zivildienstleistentden Teil 2

Ein wenig Aufgeregt war ich schon, als ich am 1. Tag gut vorbereitet zur Christopherusschule gefahren bin. Da schönes Wetter gewesen ist, bin ich natürlich mit dem Rad dorthin gereist. Auf fast alles Vorbereitet sind ich und ein zweiter Neuling zu der Schulleitung hineingerufen worden. Nun kam die Überraschung. Wir mussten (Wie gewusst) bis 12:00 Uhr in der Kreisverwaltung sein, jedoch normalerweise erst, nachdem wir eingeteilt worden sind. Leider war dies noch nicht der Fall, so dass wir ohne zu wissen, in welche Gruppe wir hineingeraten werden zur Kreisverwaltung mussten. Dort dauerte es einige Zeit bis alle Formalitäten abgeklärt waren. Gegen 11:00 Uhr wieder zurück bei der Schule, hat man uns den Gruppen zugewiesen. Ich bekam zufällig genau die Gruppe, die ich vor 2 Jahren während des Sozialpraktikums schon einmal beaufsichtigt hatte. Außer eine Abgängern und 2 Neulinge war die Gruppe noch die gleiche geblieben, was mich einerseits verwundert hat, andererseits aber erfreut hat, da ich nach Jahren Abwesenheit von einigen Schülern und Schülerinnen sofort wieder erkannt wurde. Alle Schüler haben sich im Gegensatz zu früher deutlich weiterentwickelt. Was auf dem Programm Stand, war vor den Ferien die Klasse in Ordnung zu bringen und vor allem zu schauen, dass die Schüler alle Privatgegenstände mitnehmen mussten. Denn wegen Anmeldungen und Abmeldungen bzw. Gruppenwechsel von weiterentwickelten Schülern, müssen verschiedene Klassen (Wegen der neuen Schülerzahlen) umziehen. Alles hat glücklicherweise am ersten Tag ohne Zwischenfälle funktioniert. Ich war Froh, das dieser so gut gelaufen ist.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-26 10:43:54 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Zivildienstleistenden Teil 3 2. Tag Der wechsel in eine neue Abteilung

Der 2. Tag eine neue Abteilung

Morgens angekommen bekamen wir eine ein wenig erschreckende Nachricht, wir sollten unsere bisherige Gruppe verlassen und bis zu den Ferien (heute und morgen) in die Unterstufe (die Stufe, in der Fähigkeiten entdeckt werden sollen, ist dieser Vorgang abgeschlossen, geht es in die Mittelstufe) wechseln. Dort sind also die kleinsten Kinder, die besonders quirlig und schwierig sind. Das kam dadurch zu Stande, dass viele Zivildienstleistenden an unserem Dienstantritt den ihrigen beendet hatten. Dadurch fehlten überall Aufsichtspersonen und Zivis. Ein wenig enttäuscht gingen wir aus der Abteilung Werkstufe (hier sollen die Jugendlichen oder Erwachsenen auf das wirkliche Leben vorbereitet werden, soweit wie möglich; Einkaufen, Busfahren,...) zu den Kleinen. Aber auch dort wurde ich in meiner Gruppe (U3) herzlich aufgenommen. Spielerisch wurden die Kleinen mit meinem Namen und ich mit ihren Namen vertraut gemacht. Dann mussten alle Frühstücken, was vielen von ihnen gar nicht liegt. Sie wollen nichts essen, weil sie lieber weiter spielen oder vielleicht auch sich bewegen wollen. Als ;Belohnung ; gab es danach die Hofpause. Ich musste einem 7 Jährigem Jungen im Rollstuhl ein wenig bei seiner Bewegungskoordination helfen. Mit Hilfe kleiner Hilfestellungen hat er es gelernt, selber zu entscheiden und alleine zu essen. Aber auch dies war nach kurzer Zeit für mich gelernt. Als nächstes musste (alles noch vor der Hofpause) noch eines der Kinder gewickelt werden (siehe Teil 1; Christopherusschule = Schule für geistig und Mehrfach Behinderte Kinder). Dann musste ich schauen, dass auch in dieser Klasse alle persönlichen Gegenstände in die Taschen der Kleinen gepackt werden musste. Eines der Mädchen machte hierbei ein Ziemliches Theater (Wie bei allem) weil ihr das entweder nicht gefiel, oder andere zu langsam waren. Denn sie kann nicht warten und bevormundet andere Kinder gerne. (Namen müssen aus Datenschutzgründen und der Schweigepflicht verschwiegen werden). Besonders auffällig ist dies nach dem Mittagessen in der Hofpause und dem danach folgendem Hofaufenthalt aufgefallen. Sie ist einfach fast gar nicht von der Schaukel weg zu bekommen und versucht, wenn ihr das warten zu langweilig wird, andere Kinder beim Schaukeln zu stören. Nach kurzer Zeit hat sie jedoch gemerkt, dass auch ich als Aufsicht dies nicht zulasse, obwohl sie immer wieder schwierigweiten hatte, dies zu akzeptieren. An sonsten gab es keinerlei Zwischenfälle oder größere Schwierigkeiten an diesem Tag. Alles weitere kann man sich bei einer Klasse von 10 Kleinen Quirligen, geistig behinderten und zum Teil auch mit körperlichen schwächen behafteten Kindern vorstellen. Geistig behindert heißt nicht unbedingt, dass diese Kinder Blöd sind, oder zurückgestellt sind. Es bedeutet lediglich das verschiedene Regeln, Abfolgen von Programmen, spielen oder die Kommunikation mit anderen Kindern nicht funktioniert. Es kann aber auch sein, dass diese Kinder ihre Stärken nicht selber entdecken oder diese besonders schwer zu finden sind. An sonsten sind diese mit normalen Grundschülern zu vergleichen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-26 10:45:14 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Zivildienstleistenden Teil 5

Der erste Ferientag

Viele Leute können sich nicht vorstellen, dass in einer Schule auch in den Ferien etwas zu tun ist. Dies möchte ich an dieser Stelle einmal darstellen. Die Lehrer sitzen jetzt vor den Unterrichtsplänen für das ganze nächstes Jahr. Höchstens 2 Wochen sind wirklich erlaubt. Ich habe am Heutigen Tage in der Küche arbeiten müssen. Auch in einer Großküche muss einmal eine Grundreinigung gemacht werden. Dies passiert hier in jeden Ferien. Heute mussten die großen Abzugshauben vom Fett und Kalk gereinigt werden. Hierzu gibt es ein gutes Mittel namens Sidolin. Hiermit wurde, nach dem endlich alle Dunstabzugshauben auseinander genommen waren, die Außenteile und auch innen drin alles eingesprüht. Die schweren Stahlfilter wurden in die Spülmaschine gestellt und dort auch einmal gereinigt. Nach dem dies getan war, mussten die Abzugshauben von innen und außen mit Wasser (wir konnten dies Mithilfe eines Schlauches machen) ausspritzen. Nur noch mit dem Leder darüber gehen, damit wirklich keine neuen Flecken mehr entstehen. Dann war schon wieder ein ganzer Tag zu Zweit vorbei.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-26 10:46:09 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Zivildienstleistenden Teil 6

Der Zweite Ferientag (die Eisschränke)

Als nächstes mussten die Eisschränke gereinigt werden. Während dessen räumte die Küchenhilfe schon einmal den Ofen aus, um diesen Reinigen zu können. Beide Eisschränke wurden in einen hineingestellt, wobei man natürlich darauf achten musste, was in welchen Kühler hineingehörte, also mit System umräumen. Nachdem dies geschehen war, konnte ich den ersten Gefrierschrank (CA. 4*2*4 Meter) abtauen und mithilfe eines Fönes Reinigen. Die Kühllamellen und der Boden mussten vom Eis befreit werden. Insgesamt also nicht einfach. Danach musste der 2. Gefrierraum entlehrt werden. Leider musste dazwischen fast 30 Minuten gewartet werden, bis der erste Raum wieder die Temperatur von ;18°C erreicht hat. Diese Zeit wurde als eine verfrühte Mittagspause genutzt. Zum Schluss habe ich es noch geschafft, alles in Schrank 1 zu Räumen, Schrank 2 zu reinigen und wieder bis morgen auf die Temperatur von ;18°C zu bringen. Das schwierigste hierbei ist, dass am immer sehr schnell handeln muss, damit die Temperatur nicht zu schnell absinkt. Bei 30°C Außentemperatur ist dies nicht grade leicht gemacht.

9 Bewertungen, 3 Kommentare

  • tobi.birkner

    07.06.2002, 13:57 Uhr von tobi.birkner
    Bewertung: weniger hilfreich

    Das könnte ich auch noch machen, ein TB über meinen Zivildienst machen, PS schau mal auf deine Rechtschreibung bei deinen Kommentaren. Zitat:Obwoln ich keine Kommics

  • biker

    10.05.2002, 23:54 Uhr von biker
    Bewertung: nicht hilfreich

    was ist denn das ?

  • LinkinPark

    07.05.2002, 14:33 Uhr von LinkinPark
    Bewertung: nicht hilfreich

    irgendwie sagt mir das garnichts was du geschrieben hast.