Unreal II: The Awakening (PC Spiel Shooter) Testbericht

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ab 15,58
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Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse

Rider & Aida

Pro:

s. Text

Kontra:

s. Text

Empfehlung:

Ja

In den 90er Jahren waren die Ego-Shooter aus dem hause ID in allen Belangen führend und jeder dieser Shooter genoss Kultstatus. Insbesondere der zweite Teil des „Bebens“ war spielerisch und grafisch ein Highlight seiner Zeit und so wurde die Grafikengine auch vielfach lizensiert.
Plötzlich bekam ID dann aber von den bis dahin unbekannten Entwicklern Epic Games Konkurrenz, die mit ihrem Ego-Shooter UNREAL neue Maßstäbe setzen konnten. Es folgte mit UNREAL TOURNAMENT ein Multiplayershooter, der bereits zwei Fortsetzungen fand und auch UNREAL selbst fand mit RETURN TO NA PALI ein Add-On und mit UNREAL II - THE AWAKENING schließlich auch eine Fortsetzung, die ich nun zum Thema meines heutigen Beitrags mache.



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ALGEMEINES
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UNREAL II - THE AWAKENING wurde von Legend Entertainment / Epic Games entwickelt und erschien zu Beginn des Jahres 2003 im Handel, wo es seinerzeit auch sehr weit verbreitet war. Auch heute noch ist das Spiel im Handel zu finden und erfreulicherweise wurde der Preis deutlich gesenkt, so dass UNREAL II - THE AWAKENING nur noch um etwa 15,00 € kostet.
Für diesen Preis erhält der Spieler das in einer DVD-Hülle verpackte Spiel auf zwei CDs sowie ein gedrucktes Handbuch in deutscher Sprache, in dem die wesentlichen Informationen zum Spiel nachgelesen werden können.
Selbstverständlich ist auch dieses Spiel im Internet vertreten, unter www.unreal2.com findet sich der entsprechende Internetauftritt.



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STORY & SPIEL
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Die Menschheit breitet sich immer weiter im Weltraum aus, doch mit der immer weiteren Verbreitung verliert auch die Zentralregierung an Einfluss. Tatsächlich sind es die großen Unternehmen, die neue Planeten erkunden und ausbeuten, die tatsächliche Macht ausüben und so gilt in weiten Teilen des Weltraums das Gesetz des Stärkeren. Um eine Art Anarchie zu verhindern kreuzen Raumschiffe einer Polizeitruppe der Kolonialbehörde durchs All um Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten.
Im Revier der Polizeitruppe um John Dalton tauchen plötzlich sieben mysteriöse Artefakte auf, an denen mehrere außerirdische Rassen ein gesteigertes Interesse zu haben scheinen und so wird es zur Aufgabe der Polizeitruppe, diese Artefakte einzusammeln.
Vor diesem ein wenig konstruiert wirkenden Hintergrund übernimmt der Spieler die Rolle des John Dalton, den er in der genreüblichen Ich-Perspektive durch die Levels des Spiels steuert und dabei zahlreiche Gegner auszuschalten hat.
Die im Genre der Ego-Shooter recht verbreiteten Schalterrätsel fehlen in UNREAL II - THE AWAKENING ebenso wie ein Multiplayermodus. Letztere trägt übrigens die Bezeichnung XMP und kann im Internet heruntergeladen werde, warum er nicht direkt den Weg auf die Spiel-CDs gefunden hat, ist mir ein Rätsel.



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INSTALLATION & HARDWARE
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Wie bei nahezu allen anderen PC-Spielen, so verläuft auch die Installation des Spiels UNREAL II - THE AWAKENING nach dem Start vollständig menügeführt und weitestgehend automatisch, lediglich ein Wechsel der CDs ist auf Aufforderung nötig und so sollte die Installation auch von absoluten Laien ohne Probleme bewerkstelligt werden können. Eine Installationsart kann nicht gewählt werden und so belegt UNREAL II - THE AWAKENING in jedem Fall etwa 3,0 GB Platz auf der Festplatte.
Als Mindestkonfiguration gibt der Hersteller auf der Verpackung einen PC mit mindestens 733 MHz Prozessor, 256 MB RAM und eine Grafikkarte mit 32 MB (ab GeForce 2 MX), doch in der Praxis wird man mit dieser Ausstattung kein flüssiges Spiel erleben können. Auf meinem Athlon 1800+ mit 640 MB RAM und GeForce 4 MX Grafik mußte ich eine Auflösung von 800 x 600 (bei maximalen Details) und eine Farbtiefe von 16 Bit wählen, um absolut flüssig spielen zu können.
UNREAL II - THE AWAKENING läuft unter allen Windowsversionen ab Windows 98 und erfordert DirectX 8.1 (auf einer der beiden Spiel-CDs enthalten).



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GRAFIK, SOUND, STEUERUNG
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Zum Zeitpunkt des Erscheinens zählte die Grafik in UNREAL II - THE AWAKENING wohl zu den besten Spielgrafiken dieser Zeit und auch heute noch sind es lediglich wenig Ego-Shooter, deren Grafik die von UNREAL II - THE AWAKENING deutlich übertrifft. Insbesondere Explosionen und Feuereffekte sind mir hier in positiver Erinnerung geblieben.
Der Sound des Spiels scheint mir grundsätzlich ebenfalls sehr gelungen. Der Soundtrack paßt hervorragend zum Spiel und auch die Geräusche der Waffen wirken (im Rahmen dessen, was bei einigen der Waffen möglich ist) sehr real und ein Highlight sind die Hintergrundgeräusche und die Laute der Aliens. Frei von Mängeln ist aber auch der Sound nicht, denn die Sprecher wirken meines Erachtens sehr hölzern und so zählen die Gespräche wahrlich nicht zu den Highlights des Spiels.
Gesteuert wird in UNREAL II - THE AWAKENING, wie in fast jedem anderen Ego-Shooter auch, mittels einer Kombination aus Tastatur und Maus, wobei die Tastenbelegung frei konfiguriert, also von jedem Spieler den eigenen Vorlieben angepaßt werden kann (ich kam übrigens mit der voreingestellten Tastenbelegung bereits sehr gut zurecht).



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SPIELDESIGN
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UNREAL II - THE AWAKENING umfasst insgesamt 13 Missionen die dem Spieler erfreulich viel Abwechslung bieten. So führen die Missionen den Spieler sowohl durch Gebäude wie Fabrikanlagen und Laboratorien, als auch durch Außenareale (Wald, Wüstenoberflächen, ...).
Dabei sind diese Umgebungen nicht nur sehr abwechslungsreich gestaltet, sondern wirken mit zahlreichen (gelegentlich auch durchaus originellen) Details auch sehr liebevoll designt.
Ebenfalls sehr gelungen sind auch die Gegner, auf die der Spieler im Verlauf seiner Missionen trifft. Bei diesen Gegnern handelt es sich in aller Regel um unterschiedlichste Aliens (innerhalb einer Mission allerdings nie allzu viel verschiedene) die nicht nur unterschiedlich aussehen, sondern auch unterschiedlich bewaffnet sind und in ihrer Intelligenz variieren. Während beispielsweise ein arachnoid aussehender Alientyp eher durch sein Auftreten in großer Anzahl zur Bedrohung wird, agieren die aus dem ersten UNREAL bekannten Skaarj durchaus recht intelligent und weitestgehend clever.
Das dem Spieler zur Verfügung stehende Waffenarsenal reicht von einer einfachen Streupistole über Sturm- und Scharfschützengewehr, Raketenwerfer, Flammenwerfer und ähnlichem bis hin zu außerirdischem Gerät wie Energiegewehre und ähnliches. Zwar handelt es sich auch bei diesen Waffen im Grunde nur um Varianten des aus anderen Shootern bekannten Schießgeräts, aber insbesondere die Energiewaffen und der Flammenwerfer bieten einige optisch ansprechenden Effekte. Fast alle Waffen verfügen übrigens über eine Sekundärfeuerfunktion, die ich in einigen Fällen der primären Funktion vorziehe.



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SPIELSPASS
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Die Story des Spiels wirkt nicht allzu originell und zwar werden immer wieder mal kleinere Filmsequenzen eingespielt, aber von einer konsequenten Fortführung der Story kann meines Erachtens nicht wirklich die Rede sein. Statt dessen beginnt jede Mission mit einem Briefing (durch die optisch sehr ansprechend gestaltete Aida) und der anschließenden Reise auf den betreffenden Planeten (-abschnitt) und am Ende einer jeden Mission steht die Abholung durch einen Raumgleiter.
Diese etwas magere Story, erschwert meines Erachtens ein wenig den Aufbau einer Atmosphäre, die den Spieler in seinen Bann zieht, was das Spiel dann aber insbesondere durch den Sound (mit Ausnahme der Sprecher), die detaillierte, liebevolle und abwechslungsreiche Gestaltung und die immer wieder eingespielten Filmsequenzen mit durchaus auch die ein oder anderen Überraschung wieder ausgleichen kann und sich letztendlich doch ein atmosphärisch dichter Ego-Shooter ergibt, den zu spielen mir auch heute noch immer wieder Spass macht.
Der Schwierigkeitsgrad in UNREAL II - THE AWAKENING ist in drei Stufen einstellbar, so dass er den eigenen Fähigkeiten grundsätzlich angepaßt werden kann. Dabei ist allerdings der geringste Schwierigkeitsgrad so leicht geraten, dass ich das Spiel ohne einen einzigen Speichervorgang durchspielen könnte und erst im höchsten Schwierigkeitsgrad empfinde ich UNREAL II - THE AWAKENING als fordernd. So wird das Spiel insgesamt von Hardcore-Spielern wohl als zu leicht angesehen werden können und auch ich hätte mir noch eine weitere Steigerung des Schwierigkeitsgrades gewünscht.
Auch hätte UNREAL II - THE AWAKENING durchaus etwas umfangreicher ausfallen können, denn nach nur wenig mehr als 10 Stunden hatte ich alle Levels des Spiels erstmalig absolviert. Bei einem für 40,00 € oder mehr verkauften Spiel hätte ich diese kurze Spieldauer sicher beanstandet, beim gegenwärtigen Preis von um etwa 15,00 € stört mich dies dann aber eher wenig.
Ein Ego-Shooter beinhaltet schon aufgrund des Grundkonzepts natürlich auch ein gewisses Mass an Gewaltdarstellung. Da die Entwickler in UNREAL II - THE AWAKENING aber auf dramatische Sterbeszenen und ein Übermass an Pixelblut verzichteten, hält sich hier die Gewaltdarstellung in akzeptablen Grenzen, so dass mir die USK Freigabe ab 16 Jahren in jedem Fall als ausreichend erscheint.



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FAZIT
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auch heute noch macht mir UNREAL II: THE AWAKENING sehr viel Spass (und das Spiel findet sich zur Zeit auch wieder auf meiner Festplatte). Da auch der Preis für das Spiel in der Zwischenzeit deutlich reduziert wurde, spreche ich hier eine ganz klare Empfehlung aus und urteile mit SEHR GUT !

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