VW Passat Testbericht

Vw-passat
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Erfahrungsbericht von sutadur

Zwiespältiger Eindruck

  • Fahreigenschaften:  gut
  • Fahrkomfort:  gut
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Pro:

Prei/Leistung

Kontra:

verwendete Materialien im Innenraum

Empfehlung:

Ja

Am 11.März wurde der neue VW Passat 3C auf der Modell-Plattform B6 vorgestellt. Im Rahmen der Vorstellung vereinbarte ich eine Probefahrt und entschied mich für einen Benziner. Als Vergleich dient mir der „alte“ Passat 3B mit dem 74 kW-Motor.
Letzte Woche konnte ich den Neuen testen. Mir stand ein Trendline 1.6 FSI mit 115 PS zur Verfügung. Die Ausstattungsversion Trendline bildet das Basismodell der neuen Passatreihe. Weitere Ausstattungsvarianten sind Comfortline, Highline und erstmals eine Sportline.

Außen

Die Frontpartie des neuen Passat ist sehr gefällig und erinnert in den Stilelementen gelegentlich an den Phaeton.
Die Heckpartie hingegen wirkt stark japanisiert und ist sicherlich der aktuellen PKW-Mode geschuldet. Das Aussehen der Heckpartie ist auch sehr stark von der Fahrzeugfarbe abhängig. In dunklen Farben gefällt sie mir wesentlich besser, wie das helle Silbermetallic.

An den Seiten und im Heckbereich hat der Passat noch dunkle Plaststoßfänger, die leichte Rempler mit der Garagenwand abfangen sollen. Auch an der vorderen Stoßstange sind solche Stoßfänger noch vorhanden, hier allerdings in Wagenfarbe lackiert. Warum man dies Stoßfänger allerdings auf die Breite und Dicke eines Zimmermannsbleistiftes reduziert hat ist unverständlich.
Zur Freude der Werkstätten hat man die Blinkleuchten in die Stoßstange integriert.

Innen

Der Innenraum hinterlässt bei mir einen gespaltenen Eindruck. Auf den ersten Blick fühlt man sich ein einen Wagen der Oberklasse versetzt. Beim genaueren Betrachten muss man feststellen, dass viele Plastteile einfach billig wirken. Die von mir gefahrene Ausstattung hatte eine helle Innenraumfarbe (Hellgrau). Das Oberteil des Armaturenbretts war schwarz, alle Bereiche darunter hellgrau. Speziell diese hellgrauen Plastteile wirken billig, a la 1990er Nissan Micra. Auch das Vierspeichenlenkrad vermittelt mehr den Eindruck eines Polos.

Das Raumgefühl ist sehr gut, auch wenn mir die Mittenkonsole etwas breiter vorkommt wie bei meinem alten 3B. Die Schalter und Bedienelemente sitzen alle an den Stellen, wie man es bei VW gewöhnt ist. Jeder VW Fahrer würde sofort mit den Bedienelementen zurechtkommen.

Für meine Verhältnisse besitzt der neue Passat schon fast zu viele Ablagemöglichkeiten, die förmlich dazu Einladen viel Ramsch mit durch die Gegend zufahren. Die Möglichkeit größere Flachen (1L auf der Fahrerseite und 1,5 L auf der Beifahrerseite) in den Türen unterzubringen halte ich für sehr gut, denn gerade auf längeren Fahrten hat man oft etwas zu Trinken dabei. Ob die zwei Cubholder in der Mittelkonsole auch noch notwendig sind sei dahingestellt.
Weiterhin gibt es zwischen Fahrer- und Beifahrersitz eine große Ablagemulde. In den besseren Ausstattungsvarianten ist diese abgedeckt. Der Fahrer eines Trendline muss auch auf eine Mittelarmlehne verzichten.
Der Fahrersitz ist, wie bei den Vorgängern, höhenverstellbar.
Die Innenlampen unter den Sonnenblenden wurde eingespart und sind gegen Aufpreis in einem s.g. Lichtpaket erhältlich. Es gibt über dem Rückspiegel eine große Innenbeleuchtung und zwei Leselampen. Davor befindet sich eine Ablage für eine Sonnenbrille. Im hinteren Bereich befindet sich eine zentrale Innenraumlampe und zwei Leselampen für die Fondpassagiere.

Der Innenrückspiegel ist aus meiner Sicht etwas zu tief positioniert und nur bei den Ausstattungsversionen ab Comfortline selbstständig abblendend.
Die stärkere Schrägstellung der Frontscheibe ist beim Fahren anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, da sich dadurch das gewohnte Blickfeld verändert.

Ausstattung

Der von mir gefahrene Trendline besitzt, wie die Basisversion früher auch, nur vorn elektrische Fensterheber. Früher war die handgeregelte Klimaanlage serienmäßig, heute erhält bereits die Basisversion die einfache Klimaautomatik namens Climatic.
Auch ein einfacher Bordcomputer zählt heute zur Serie bei der Grundausstattung.
Das beleuchtete Handschuhfach ist ausreichend groß und hat per Klimaanlage eine Kühlmöglichkeit. Dieses nützliche Feature wurde beibehalten.
Eine Sitzheizung ist nur gegen Aufpreis für den Trendleine erhältlich, bei den höheren Ausstattungsversionen jedoch Serie.

Einen unverständlichen Schritt ging VW bei den Radios. Hier wählte man den gleichen Weg wie Ford und baut jetzt überdimensionale Radios ein. DIN-Einbauschacht ade. Der Einbau eines Fremdfabrikates ist de facto nicht möglich oder kostet sicherlich erhebliche Umrüstaufwendungen. Die jetzigen Radios sind alle mit DC-Player ausgestattet. Das billigste Radio ist für ca. 500,- Euro zu bekommen.

Technik

Der Passat hat serienmäßig Scheibenbremsen. Die vorderen Bremsscheiben sind innenbelüftet. Weiterhin gehören ABS, ESP EDS, ASR und ein Bremsassistent zum Serienumfang.
Serienmäßig sind 2 Front-, 2-Seiten- und vier Kopfairbags. Seitenairbags für die Fondpassagiere sind gegen Aufpreis zu haben.

Der von mir gefahrene Passat hatten den 1,6 l Motor FSI mit 85 kW (115 PS). Im Zuge der Typervereinheitlichung wird der Motor jetzt, analog zum Golf, quer eingebaut. Leider verlangt die FSI-Technik Super Plus-Benzin oder mindestens Super. Die Zeiten mit Normalbenzin sind leider vorbei.
Diese Motorisierung sollte das untere Level für den ca. 1,4 t schweren Passat sein. Beim Fahren wirkt der Motor sehr angestrengt und verlangt nach relativ hohen Drehzahlen. Es ist kein Motor für Schaltfaule! Das Sechsganggetriebe hat erfreulich kurze Schaltwege und die hydraulisch unterstützte Kupplung ist eine Wohltat.
Die Höchstgeschwindigkeit soll bei dieser Motorisierung bei 200 km/h liegen. Leider konnte ich das auf der Landstraße nicht austesten.

Angelassen wird der neue Passat mit einem elektronischen Stick der auch die Fernbedienung für die Türen und den Kofferraum enthält. Der Kofferraum kann dann nicht nur entriegelt werden, sondern die Kofferraumklappe öffnet sich von allein. Eine schöne und auch nützliche technische Spielerei.
Das Anlassen erfolgt per Druck auf den Stick, danach greift die Hand ins Leere. Handbremse – Fehlanzeige. Der neue Passat verfügt über eine elektronische Parkbremse die per Knopfdruck geschaltet wird. Beim Anfahren löst sich diese Bremse automatisch, ähnlich einen Fahrzeug mit Automatikgetriebe. Zu diesem Feature war ich anfangs sehr skeptisch, muss jedoch sagen man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Fahren

Bei den Fahreigenschaften habe ich wenig Unterschied zu meinem alten 3B festgestellt. Die Straßenlage ist gewohnt Sicher. Bei einer Nachtfahrt störten mich jedoch die Spiegelungen der Chromringe der Instrumente in der Frontscheibe. Zu mindestens für meine Sitzposition waren diese Spiegelungen genau im Sichtfeld.

Kofferraum

Der Kofferraum fasst 565 l. Die hinteren Verzurrösen sind für einen nur 174 cm großen Mitteleuropäer schon sehr schlecht erreichbar. Das Warndreieck befindet sich in der Kofferraumklappe, also alles wie gehabt. Das Reserverad wurde durch ein Hilfsset bestehend aus Kompressor und Schaum ersetzt. Die Reserveradmulde verleitet also auch zum mitschleppen von viel unnutzem Kram.

Fazit

Der neue Passat ist ein solider Mittelklassewagen. Den Werbeanspruch in Richtung Oberklasse zu marschieren sollte er, oder besser VW, sich jedoch verkneifen. Der größte Vorteil des Passat dürfte sein Preis sein. Bei 23075,- Euro geht es los. Wer z.B. 25000,- Euro für ein Fahrzeug ausgeben will, hat somit die Wahl zwischen Passat und Golf. Meine Entscheidung wäre dann eindeutig der Passat.

Die Auflistung von technischen Daten erspare ich mir, diese sind auf der Internetseite von VW besser zusammengestellt.

Leider gibt es bei Yopi die ModellJahre 2004 und 2005 noch nicht.

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Overknees

    29.05.2005, 22:22 Uhr von Overknees
    Bewertung: nicht hilfreich

    *seufz* Keine Angst, ich hab es bestimmt nicht "auf Dich abgesehen". Ich bin auch niemand, der 100.000 km erfahrung fordert, bevor man über ein Auto etwas schreiben darf. Aber Du schreibst es schon selbst... Deine "Erfahrung&qu