Vatikan Testbericht
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Erfahrungsbericht von LercheFL
Die größte Schatzkammer der Welt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wie in meinem letzten Bericht schon versprochen handelt dieser Teil meiner kleinen Italien-Serie vom Vatikan.
Während meiner 3 Rombesuche in den Jahren 1999 bis 2001 habe ich natürlich auch gern einmal in der Vatikanstadt vorbeigeschaut und habe Silvester 2000 sogar das Glück gehabt der Mittagsmesse im Petersdom lauschen zu dürfen.
Wie oben schon erwähnt liegt das seit 1929 im Lateran-Vertrag anerkannte souveräne und 0,44 Quadratkilometer große Hoheitsgebiet des Papstes mitten in Rom, am rechten Ufer des Tiber und umfasst den Petersplatz, die Peterskirche, den Vatikan und die päpstlichen Gärten. In Vatikanstadt leben heute 400 Einwohner, die ihre Dienste hauptsächlich dem Oberhaupt der Kirche verschrieben haben.
Ein Großteil der Vatikanstadt darf nur mit besonderer Genehmigung betreten werden, so das viele Touristen und Besucher nur die Peterskirche und einige Museen zu sehen bekommen.
Die restlichen Plätze werden durch die Schweizer Garde, einer 100 Mann großen Leibgarde des Papstes vor Blicken der Öffentlichkeit geschützt.
Aber auch die wenigen zugänglichen Plätze zeugen vom Prunk und Reichtum der Kirche.
An der im 16. Jahrhundert gebauten über dem Grabe Petrus errichteten Peterskirche wirkten unter vielen anderen auch die weltberühmten Künstler Raffael und Michelangelo mit.
Heute finden bis zu 60.000 Gläubige und Besucher Platz in dieser Kirche mit einer Grundfläche von 15.160 m² (Mailänder Dom 11.700 m², Berliner Dom 7.875 m², Kölner Dom 6.166 m²), die nicht nur durch ihren impulsanten Vorbau, sondern auch durch ihre immensen Innenausmasse beeindruckt.
Wer sich dann nachdem er sich in der immensen Kirche gefunden hat einmal im Kreis dreht bemerkt schnell wie überdimensional und schön das innere diese Stätte ist.
Gleich am Eingang im rechten Kirchenseitenschiff befindet sich die 1499 von Michelangelo geschaffene weltberühmte Pieta.
Vorbei an vielen sehr monströsen Kapellen in den Seitenschiffen oder direkt durch das 186m lange Mittelschiff gelangt man unter die 186m hohe Kuppel unter der direkt über der Gruft des heiligen Petrus fast bescheiden der 29m hohe Papsaltar (Bronzebaldachin) mit seinen vier vergoldeten Säulen sich nach oben erstreckt.
Im Unterbau der Kirche befindet sich die Gruft, in der in verschieden Kapellen die sehr aufwendigen und gar nicht schlichten Sarkophage vergangener Päpste zu besichtigen sind. Absoluter Höhepunkt einer solchen Besichtigung ist die reich vergoldete Gruft mit den Überresten des Heiligen Petrus.
Aber auch von oben hat der Vatikan einiges zu bieten. Über einen separaten Eingang am rechten Kirchenschiff gelangt man in und auf die Kuppel der Peterskirche. Von hier aus hat man einen hervorragenden Blick in den Innenbereich des Kirchenbaues, aber auch einen wunderschönen, meiner Meinung nach den besten Blick über ganz Rom.
Ein weiteres Highlight und nicht außer Acht zu lassender Besuchermagnet ist das Vatikanmuseum.
Mit Sicherheit wird dieses Museum zu 90 % nur wegen dem begehrten Blick auf die von Michelangelo zwischen 1508 und 1512 geschaffene Deckenmalerei (40m x 13m) in der Sixtinischen Kapelle besucht, aber auch der lange Weg durch viele verschiedene Ausstellungen rund um die gezeigten Kunstschätze der Kirche zeugen vom Reichtum und der jahrhundertelangen „Sammelleidenschaft“ der Kirche und beeindrucken den Besucher nach Außen hin deutlich sichtbar.
Letztendlich gelangt man unter Massen von Touristen in den kleinen Raum, in dem das Objekt der Begierde zu betrachten ist. In der Sixtinischen Kapelle ist im Übrigen, um die Farben nicht zu schädigen, das Photographieren verboten. Viel Zeit zum Verweilen bleibt leider auch nicht, da von hinten unaufhörlich die Massen in den Raum drängen und einen dabei selbst zwangsläufig ungewollt vorne wieder hinausschieben.
In Sachen Selbstvermarktung ist auch der Vatikan nicht an der Neuzeit vorbeigegangen. Überall rund um die Kirche sind die verschiedenen kirchlichen und nichtkirchlichen Souveniergeschäfte, in denen nette Reisemitbringsel aller Art feil geboten werden.
Weder in einem solchen Bericht, noch durch Ansichtskarten, Fotos oder Videos lassen sich die Eindrücke dieser kleinen, aber dennoch großen und impulsanten Welt rüberbringen. Wer einmal inmitten der Peterskirche gestanden hat, wird überwältigt von der Größe und dem zu sehenden Prunk gewesen sein. Ich selbst und meine Freunde waren es jedes Mal, wenn wir diese Kirche besuchten, da ich selbst so etwas in dieser Art nie wiedergesehen habe.
Allein daher empfehle ich jedem, egal ob Kirchengänger oder nicht. Das müsst ihr gesehen haben. Nutzt die Chance wenn ihr in Rom seid.
Aber eines werden wir wohl nie erfahren. Was steht alles in den Geheimbibliotheken der Kirche niedergeschrieben und wie reich ist sie wirklich. Wie oft könnte sie das Leid auf dieser Welt beheben, wenn sie nur endlich Ihre Kammern öffnen würde. ;-)
In diesem Sinne
LercheFL
Während meiner 3 Rombesuche in den Jahren 1999 bis 2001 habe ich natürlich auch gern einmal in der Vatikanstadt vorbeigeschaut und habe Silvester 2000 sogar das Glück gehabt der Mittagsmesse im Petersdom lauschen zu dürfen.
Wie oben schon erwähnt liegt das seit 1929 im Lateran-Vertrag anerkannte souveräne und 0,44 Quadratkilometer große Hoheitsgebiet des Papstes mitten in Rom, am rechten Ufer des Tiber und umfasst den Petersplatz, die Peterskirche, den Vatikan und die päpstlichen Gärten. In Vatikanstadt leben heute 400 Einwohner, die ihre Dienste hauptsächlich dem Oberhaupt der Kirche verschrieben haben.
Ein Großteil der Vatikanstadt darf nur mit besonderer Genehmigung betreten werden, so das viele Touristen und Besucher nur die Peterskirche und einige Museen zu sehen bekommen.
Die restlichen Plätze werden durch die Schweizer Garde, einer 100 Mann großen Leibgarde des Papstes vor Blicken der Öffentlichkeit geschützt.
Aber auch die wenigen zugänglichen Plätze zeugen vom Prunk und Reichtum der Kirche.
An der im 16. Jahrhundert gebauten über dem Grabe Petrus errichteten Peterskirche wirkten unter vielen anderen auch die weltberühmten Künstler Raffael und Michelangelo mit.
Heute finden bis zu 60.000 Gläubige und Besucher Platz in dieser Kirche mit einer Grundfläche von 15.160 m² (Mailänder Dom 11.700 m², Berliner Dom 7.875 m², Kölner Dom 6.166 m²), die nicht nur durch ihren impulsanten Vorbau, sondern auch durch ihre immensen Innenausmasse beeindruckt.
Wer sich dann nachdem er sich in der immensen Kirche gefunden hat einmal im Kreis dreht bemerkt schnell wie überdimensional und schön das innere diese Stätte ist.
Gleich am Eingang im rechten Kirchenseitenschiff befindet sich die 1499 von Michelangelo geschaffene weltberühmte Pieta.
Vorbei an vielen sehr monströsen Kapellen in den Seitenschiffen oder direkt durch das 186m lange Mittelschiff gelangt man unter die 186m hohe Kuppel unter der direkt über der Gruft des heiligen Petrus fast bescheiden der 29m hohe Papsaltar (Bronzebaldachin) mit seinen vier vergoldeten Säulen sich nach oben erstreckt.
Im Unterbau der Kirche befindet sich die Gruft, in der in verschieden Kapellen die sehr aufwendigen und gar nicht schlichten Sarkophage vergangener Päpste zu besichtigen sind. Absoluter Höhepunkt einer solchen Besichtigung ist die reich vergoldete Gruft mit den Überresten des Heiligen Petrus.
Aber auch von oben hat der Vatikan einiges zu bieten. Über einen separaten Eingang am rechten Kirchenschiff gelangt man in und auf die Kuppel der Peterskirche. Von hier aus hat man einen hervorragenden Blick in den Innenbereich des Kirchenbaues, aber auch einen wunderschönen, meiner Meinung nach den besten Blick über ganz Rom.
Ein weiteres Highlight und nicht außer Acht zu lassender Besuchermagnet ist das Vatikanmuseum.
Mit Sicherheit wird dieses Museum zu 90 % nur wegen dem begehrten Blick auf die von Michelangelo zwischen 1508 und 1512 geschaffene Deckenmalerei (40m x 13m) in der Sixtinischen Kapelle besucht, aber auch der lange Weg durch viele verschiedene Ausstellungen rund um die gezeigten Kunstschätze der Kirche zeugen vom Reichtum und der jahrhundertelangen „Sammelleidenschaft“ der Kirche und beeindrucken den Besucher nach Außen hin deutlich sichtbar.
Letztendlich gelangt man unter Massen von Touristen in den kleinen Raum, in dem das Objekt der Begierde zu betrachten ist. In der Sixtinischen Kapelle ist im Übrigen, um die Farben nicht zu schädigen, das Photographieren verboten. Viel Zeit zum Verweilen bleibt leider auch nicht, da von hinten unaufhörlich die Massen in den Raum drängen und einen dabei selbst zwangsläufig ungewollt vorne wieder hinausschieben.
In Sachen Selbstvermarktung ist auch der Vatikan nicht an der Neuzeit vorbeigegangen. Überall rund um die Kirche sind die verschiedenen kirchlichen und nichtkirchlichen Souveniergeschäfte, in denen nette Reisemitbringsel aller Art feil geboten werden.
Weder in einem solchen Bericht, noch durch Ansichtskarten, Fotos oder Videos lassen sich die Eindrücke dieser kleinen, aber dennoch großen und impulsanten Welt rüberbringen. Wer einmal inmitten der Peterskirche gestanden hat, wird überwältigt von der Größe und dem zu sehenden Prunk gewesen sein. Ich selbst und meine Freunde waren es jedes Mal, wenn wir diese Kirche besuchten, da ich selbst so etwas in dieser Art nie wiedergesehen habe.
Allein daher empfehle ich jedem, egal ob Kirchengänger oder nicht. Das müsst ihr gesehen haben. Nutzt die Chance wenn ihr in Rom seid.
Aber eines werden wir wohl nie erfahren. Was steht alles in den Geheimbibliotheken der Kirche niedergeschrieben und wie reich ist sie wirklich. Wie oft könnte sie das Leid auf dieser Welt beheben, wenn sie nur endlich Ihre Kammern öffnen würde. ;-)
In diesem Sinne
LercheFL
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