Vatikan Testbericht
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Erfahrungsbericht von mmlstars
The Rock... Der Felsen des Glaubens
Pro:
Viel zu sehen und es ist eine ganz andere Welt
Kontra:
Ein bißchen teuer, aber es hält sich in Grenzen
Empfehlung:
Ja
Wir waren für zwei Tage mal kurz weg und zwar in Rom.
Na ja, grenzwertig... Genau an der Grenze zwischen Rom und der Vatikanstadt.
Mittags angekommen und am nächsten Abend wieder zurück.
Wir, das sind eine Freundin und ich... Auf deren Mist ist es auch gewachsen, einmal den Vatikanstaat in aller Kürze zu besichtigen.
Man könnte endlos lange über den Vatikanstaat Berichte schreiben. Ich beschränke mich jetzt mal auf das was wir uns angesehen haben und was mich am meisten beeindruckt hat.
Der Vatikanstaat:
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Die Größe des Vatikanstaates beträgt ca. 44 Hektar, also der kleinste Staat weltweit. Man findet ihn im Westen von Rom. Es leben 932 Menschen dort, von denen aber nur 552 Staatsbürger des Vatikanstaates sind.
Gesprochen wird dort meist italienisch, dies ist auch die Amtssprache. Bei offiziellen Anlässen wird Latein gesprochen und im diplomatischen Schriftverkehr nur Französisch.
Ich empfinde den Vatikanstaat eher als Hügel, aber nun gut, jeder hat da halt eine andere Meinung. Drei Seiten sind durch Mauern eingegrenzt, so das sie der Vatikan durch diese Befestigung gut schützen kann.
Gegründet wurde der Vatikanstaat am 11.02.1929, durch einen Vertrag zwischen der Kath. Kirche und Italien.
Im Vatikanstaat findet man folgende Gebäude, die man mehr oder weniger besichtigen kann, aber mal von außen gesehen haben sollte:
Die Peterskirche, den Petersplatz, den apostolischen Palast, die Vatikanischen Museen (dazu gehören auch die Sixtinische Kapelle und die Pinakothek), Radio Vatikan, Gouverneurspalast, die Kaserne der Schweizergarde, die Vatikanischen Gärten, Post, einen Friedhof, einen Bahnhof, Heliport, Vatikanbank und die Audienzhalle. Natürlich gibt es noch viel mehr...
Der Petersdom und der Petersplatz sind für die Öffentlichkeit so zugänglich, genauso wie einige andere Gebäude und Stätten auch. Manchen bleibt aber im Verborgenen und das macht ja den Reiz und die Mystik aus.
Übernachten konnte man leider nicht dort, meines Wissens gibt es auch keine Hotels dort. Allerdings gibt es genug Möglichkeiten außerhalb des Vatikanstaates ein Bettchen zu finden.
Innerhalb des Vatikanstaates gibt es dafür aber genug Möglichkeiten Geld unter die Leute zu bringen. Natürlich bekommt man ohne Ende Kunst, Kitsch und Andenken in jeglicher Form. Ein Supermarkt, eine Tankstelle, ein Bekleidungsgeschäft und eine Apotheke runden das Einkaufsangebot ab.
Heiß gegehrt sind die Münzen aus dem Vatikan, manchmal hat man ja Glück und bekommt diese als Wechselgeld zurück ;o)
Durch das mediterrane Klima findet man im Vatikanstaat eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen, die Gärten sind ein Traum.
Der Papst wohnt im apostolischen Palast, ganz genau in der 3. Etage. Der apostolische Palast hat nur 1400 Räume und 55.000 qm. Eins der größten Gebäude der Welt. Ja, diese Bescheidenheit ist schon der Hammer. Vor dem Palast (wie an anderen Stellen) findet man die Schweizergarde.
Man kann Vatikanstadt sagen oder Vatikanstaat.
Der Petersplatz:
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Der Petersplatz macht mächtig Eindruck...
Die Säulenhallen die entlang des Petersdom laufen und dieser riesige Obelisk in der Mitte. Der Obelisk ist 25 m hoch und der zweitgrößte Obelisk (es gibt 13 Obelisk). Dieser hier soll aber einer mit ägyptischen Wurzeln sein, denn er soll aus Heliopolis stammen. Früher stand er in der Mitte von Nero´s Zirkus (dazu später mehr).
Die Säulenhallen sind halbkreisförmig angelegt und haben jeweils vier Reihen mit Säulen, laut Erklärungen sind es dorische. Sie umringen einen und wenn der Platz richtig voll ist, dann finde ich sie schon leicht beängstigend.
Die Säulenhallen werden auch Kolonnaden genannt. Es sind 284 Säulen die eine Höhe von 15 Meter erreichen. Diese bilden genau die Grenze der Vatikanstadt. Auf der Brüstund der Kolonnaden sind Statuen angeordent die die Heiligen darstellen, das sind wiederum 150 Stück.
Auf dem Boden auf dem Petersplatzfinden man zwischen dem Brunnen und dem Obelisk zwei runde Marmorplatten. Wenn sich auf einer dieser Platten stellt, dann sieht man die Säulenhallen genau so wie sie erdacht worden sind.
Ich hätte den Platz größer vermutet, doch irgendwie ist er in Wirklichkeit kleiner als er im Fernsehn rüber kommt.
Früher fanden auf dem Petersplatz Hinrichtungen satt, was das ganze nicht weniger beeindruckend macht.
Angelegt wurde er von einem gewissen Gain Lorenzo Bernini im 17. Jahrhundert. Außer den Kolonnaden (Säulenhallen), dem Obelisk (ich will immer Obelix schreiben) sind noch zwei Brunnen auf dem Platz.
Angeblich sollen hier Zehntausend Menschen Platz haben, na ich möchte dann aber nicht hier sein.
Südlich befindet sich die Audienzhalle, dort finden auch immer die Gernalaudienzen statt, an denen man teilnehmen kann. Nördlich sieht man den Petersdom und dahinter den Apostischen Palast, in dem wohnt der Papst. Neben diesem Palast befinden sich auch einige der Vatikanischen Museen.
Der Petersdom:
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Oder auch Peterskirche genannt gehört zu den bekannsten Kirchen der Welt. In ihm passen 60.000 Menschen. Hier ist auch die Grabeskirche des Apostels Petrus.
Es gibt hier wahnsinnig viele Mosaiken, so viele! Und so viele Menschen.
Um eins vorweg zu nehmen, auch hier darf man Eintritt bezahlen. 3,60 Euro wenn man die Kuppel ohne Nutzung des Aufzuges sehen möchte und 4,15 Euro mit Aufzugnutzung. Man kann täglich von 8.00 - 18.00 Uhr reingehen. Einschränkung: Von Oktober bis März endet die Öffnungzeit um 17 Uhr.
Ob es nun die größte Kirche der Welt ist oder nicht ist eigentlich völlig egal. Sie macht mächtig viel Eindruck und hier sollen 60.000 Menschen rein?
Wo heute der Petersdom steht war früher (65 n. Christus) der Circus von Nero. Hier starben Christen und auch Petrus soll hier gekreuzigt worden sein. Im Jahre 324 soll Konstanin das Christentum anerkannt haben und hier eine Basilika errichten.
Diese wurde aber wieder von Papst Julius II abgerissen und der Neubau des Petersdomes begann.
Es sollte eine Kirche werden, nach einem Grundriss die an ein Kreuz erinnern sollte. Ein Jahrtausendprojekt nahm seinen Lauf.
1547 übernahm Michelangelo die Bauleitung und entwarf auch die legendäre Kuppel. 1624 wurde der Petersdom endlich geweiht, wurde ja auch mal Zeit ;o)
Es ist nicht der offizielle Sitz des Papstes, aber er hält hier die meisten seiner Messen ab. Der offizielle Sitz ist die Lateranbasilika in Laterano.
Der Petersdom hat eine Menge an Kunstwerken innerhalb seiner Mauern, zum Teil auch vom großen Meister Michelangelo.
Die Pietá von Michelangelo (wo Maria den Leichnam von Jesus hält, nach der Kreuzigung) wird man schnell als Besuchermagnet ausmachen können, denn dort stehen wirklich Menschenmassen. Ein Gedränge und Geschiebe, ganz schlimm.
Das haben wir uns dann geschenkt, hatten aber auf dem Rückweg Glück noch einen Blick drauf werfen zu können.
Auch die Statue von Petrus ist ein Besuchermagnet, hier kommen die Gläubigen und küssen die Füsse der Statue. Über dem Altar (der Hauptaltar, der sich über dem Grab von Petrus befindet) ist ein bronzener Baldachin, ganze 30 Meter hoch. Die Abnutzungen der Knutscherei kann man ganz gut sehen. Auch hier standen wieder viele Menschen, die dem Fuss einen Schmatzer geben wollten. Wir haben uns das aus sicherer Entfernung mal angesehen und das hat dann auch gereicht.
Ganz in der Nähe des Grabes von Petrus findet man die vatikanischen Grotten, diese beherbergen die Gräber von ganzen 264 Päpsten. In der Krypta findet man aber auch noch zwei nicht päpstliche Gräber, das eine gehört der Königin Christine von Schweden und das andere Titularkönigin Maria Clementina Stuart.
Ts, ts, ts, zwei Frauen unter den ganzen keuschen Männern hier...
Der gute Mann der den bronzenen Balachin entworfen und gebaut hat heißt Bernini, er hat auch den heiligen Stuhl Petris im Petersdom gebaut.
Oben in der Kuppel des Petersdomes findet man noch ein Zitat aus dem Matthäus Evangelium...
Eigentlich ist man sich ja bis heute nicht sicher, ob die Grabstätte von Petrus nun unter dem Petersdom zu finden ist. Man kann die Grotte unter dem Petrusdom zwar besichtigen, aber man braucht dafür vorher eine schriftliche Genehmigung. Hatten wir aber leider nicht...
Die Kuppel kann man zu Fuß erklimmen oder den bereits erwähnten Aufzug benutzen.
Wenn man mal oben angekommen ist, dann bedauert man all die Menschen die groß sind, denn sie passen hier nicht ganz rein. Leicht gekrümmt sieht man hier viele, viele Mensche und noch viel mehr, denen das Wasser (der Schweiß) nur so runter läuft. Es ist furchtbar warm unter der Kuppel. Doch der Blick ist gigantisch! Man schaut auf die vatikanischen Gärten, den Campo Santo Teutonico, Rom liegt einen zu Füßen, die Engelsburg und vieles, vieles mehr. Alleine der Ausblick entschädigt die Sauna ähnlichen Verhältnisse beim Aufstieg.
Man befindet sich direkt über dem päpstlichen Hochaltar... Dieser Hochaltar hat eine Bronzebaldachin der eine Skulptur darstellen soll, nämlich Rom.
Die Kirche ist insgesamt 218 m lang, eine Fläche von 22.000 qm, es finden sich im Inneren 45 Altare wieder, 11 Kappellen und über 100 Säulen. Die Menge an Kopien von Kunstwerken ist dagegen unzählbar.
Die Kuppel wurde von Papst Paolo III in Auftrag gegeben. Diese Kuppel sollte laut Michelangelo das wahre Wahrzeichen aller Christen werden. Es gibt eine äußere und eine innere Kuppel, dazwischen liegt ein Hohlraum. Die innere Kuppel ist gleichzeitig auch die, die das ganze Gewicht trägt. Ein wahrhaft erhebendes Erlebnis.
Michelangelo baute ein Modell und dieses war auch nötig, so das in den zwanzig Jahren nach seinem Tod die Kuppel weiter gebaut werden konnte. Die Kuppel ist 14.000 Tonnen schwer. Einen besseren Ausblick kann man nicht über Rom haben.
Auch wenn die Kirche voll mit Menschen ist, so gibt es immer wieder kleine Ecke, wo man sich zurück ziehen kann und das ganze mal in Ruhe auf sich wirken lassen kann.
Ich kann nur sagen, ich fühlte mich wie erschlagen von den ganzen Eindrücken.
Campo Santo Teutonico:
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Wie der Name schon vermuten läßt, hier findet man Teutonen...
Doch dieser reizvolle Name soll es einem auch erleichtern in den Vatikanstaat zu kommen, hat meine Freundin gelesen...
Also haben wir erst mal die Sicherheitskontrolle am Petersplatz hinter uns gelassen und dann läuft man links am Petersdom vorbei und zack...und schon steht man vor einem Tor.
Zwei Männer der Schweizergarde bewachen dies und locker flockig fängt meine Freundin an. "Wir würden gerne den Campo Santo Teutonico ansehen. " Und oh Wunder, das Tor öffnet sich und wir können weitergehen. Der Weg wurde uns erklärt und wir gehen nun abseits des Besucherstroms eine Straße entlang die genau zum Vatikan führt. Whow. Auf dem Weg zum Friedhof wurden wir noch zweimal angehalten und brachten jedesmal unser Sprüchlein... Ohne Probleme konnten wir weitergehen.
Man kommt dann recht schnell zu einem Gittertor innerhalb der Mauer, dort steht "Teutones in pace", genau wie es im Internet gestanden hat. Schon ist man auf dem Friedhof für Deutschsprachige.
Eine himmlische Ruhe befällt einem sofort wenn man diesen Friedhof betritt. Eine Pflanzenwelt mit Zypressen, Palmen und den schönsten Blumen erwarten einen zu den Gräbern. Die ältesten Gräber gehen zurück ins 15. Jahrhundert und es ist wirklich sehr angenehm hier zu gehen. Wer hätte das von einem Friedhof gedacht.
Die ganzen Gräber wirken gepflegt, genau wie der ganze Friedhof.
Die Vatikanische Museen:
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Der Eintritt lag hier bei 13 Euro.
Zu den Vatikanischen Museen gehört die Sixtinsche Kapelle, die Pinakothek, das ägyptische Museum und das etruskische Museum.
Waren wir nicht richtig drin, siehe Erfahrung...
Die Vatikanischen Gärten:
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Vatikanische Gärten können auch besichtigt werden, der Eintritt lag knapp unter zehn Euro, ich meine 9,50 Euro.
Hier sollte man sich aber vorher angemeldet haben. Haben wir...
Die Schweizergarde:
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Auch zu diesen Menschen muss man einige Worte verlieren. Sie sind das päpstliche Armeekorp mit Waffen. Also keine Späße machen.
Sie sind für die Sicherheit des Papstes zuständig und und sichern auch die Zugänge zur Vatikanstadt.
Die Schweizergarde gibt es seit dem 22.01.1506.
Am 22. Januar 1506, das Datum gilt seither als Gründungstag der vatikanischen Schweizergarde. Sie ist aber nicht wirklich eine Armee, sondern eher eine Art Polizei. Sie führen hier folgende Dienste aus: Personenschutz, Wachschutzt, Ordnungsdienst. Die kleinste Armee der Welt besteht aus ca. 110 Männern die alle ledig sind, mind. 18 Jahre und Schweizer Staatsbürger sein müssen.
So, nun aber mal zu meinen Erfahrungen:
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Eigentlich ist dieser Bericht eine unendliche Gesichte...
Was soll man schreiben? Was kann man weglassen?
Ein Bericht über Rom (Tag der Ankunft, war Rombesichtigung) wird noch folgen.
Es war eigentlich nicht wirklich geplant diese Kurzreise zu machen, aber wir kamen so günstig an den Flug und das Hotel das man nicht nein sagen konnte. Ich habe mich eigentlich aus Zeitmangel aus der Planung rausgehalten, außerdem liebt meine Freundin es die Reise durchzuplanen und den Reiseführer zu spielen. Mir ist es wurscht und wenn es ihr Spaß macht...
Auf dem Weg zum Flughafen wußte ich schon alles über Rom was ich eigentlich nie wissen wollte. Der Flug wurde dazu genutzt meine Wissenslücken über den Vatikan aufzufüllen, es waren ja knappe drei Stunden die wir untwegs waren. Einmal durften wir noch in Frankfurt umsteigen. Genug Zeit meine Wissenslücken zu füllen...
In Rom angekommen ging es direkt ins Hotel, die Taschen wurden reingeschmissen und schon ging es los. Wie schon angedroht, folgt der Rombericht noch.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker schon um halb sieben, denn man sollte früh an den Sicherheitskontrolle sein um den Menschmassen zu entgehen. Wir waren kurz vor acht da, mit mächtig Augenringen.
Die Sicherheitskontrollen achten darauf das keine Waffen eingeschleust werden, aber auch das man korrekt gekleidet ist. Das heißt man soll die Knie bedeckt haben und auch die Schultern. Das wir bewaffnet waren mit Getränkeflaschen und Keksen hat sie dagegen nicht gestört. Wir waren auch früh genug da, so das wir eigentlich nicht wirklich lange warten mußten. Innerhalb von fünf Minuten waren wir damit durch.
Der Petersplatz sieht auf dem ersten Blick nicht so groß aus und auch nicht so interessant, doch wenn man dann genau hinsieht, dann sieht man so viele Kleinigkeiten... Ich wurde natürlich direkt von meiner Freundin darauf hingewiesen das ich mich genau auf dieser runden Platten im Boden stellen müßte damit ich das ganze auch als solches wahrnehmen könnte. Gesagt getan. Es sind dann keine einzeln angeordneten Säulen, sondern nur noch ein. Alles ist (so meint man) millimeter genau ausgerichtet und alles perfekt angeordnet.
In den Petersdom kommt man (korrekt gekleidet) früh am morgen ohne Probleme rein. Unser straffer Zeitplan ließ aber keinen langen Aufenthalt zu. Außerdem bekam ich direkt zu hören "Du kennst den Kölner Dom in-und auswendig und warst schon xmal im Mailänder Dom, ist nichts anderes hier...".
Schweren Herzen lief ich dann hinterher, wobei ich gerne hier länger verweilt hätte, aber nach einer halben Stunde war Schluss mit dem Dom als solchen.
Es ging weiter hoch hinaus, die über 300 Stufen bis zur Kuppel im Dom. Wenn man von oben auf den Boden der Kirche sieht, so kann man die Mosaike erst richtig wahr nehmen. Auch den Ausblick den man über ganz Rom hat ist einfach gigantisch und sehr erhaben. Der Aufstieg hat sich gelohnt, wobei ich fast an der engen und sehr steilen Wendeltreppe gescheitert wäre. Wie gut das ich noch nichts von den mehreren kleinen Treppen wußte.
Das ganze mußte man auch wieder runter...
Es ging im Sauseschritt zu den Vatikanischen Mussen, hier zahlt man einmal Eintritt und kann dann auch direkt die Sixtinsche Kapelle mit besichtigen. Dank meiner privaten und guten Reiseführerin brauchten wir keine Führung und auch kein Headset, was man sich hier leihen kann.
Da ich mich nicht so sehr für die ganzen Kunstwerke interessiert habe und meine Freundin zum Glück auch nicht, haben wir hier alles mal im Schweinsgalopp erledigt. Hier und da ein "Oh und Ah" und weiter gings. Ich weiß, Kulturbanausen ;o) Aber mich interessieren keine alten Kunstgegenstände und wenn man sich wirklich hier alles ansehen möchte, dann braucht man alleine für die Museen schon zwei Tage.
Hier muss man aber durch wenn man zur Sixtinischen Kapelle will. Wir wollten hier ja in Ruhe mal schauen und das geht am besten wenn man recht früh da ist und so noch vor den ganzen Besuchergruppen da ist. Die Sixitinische Kapelle hat ihren Namen nach Papst Sixtus IV. der sie erbauen ließ. Bekannt geworden ist sie durch die wahnsinnige Deckenbemalung von Michelangelo.
Es waren schon einige Menschen hier, doch es war noch genug Platz ohne das man Angst hatte hier erdrückt zu werden.
Am Eingang war ein Schild, das darum bittet ruhig zu sein und die ruhige, besinnliche Atmosphäre aufzunehmen. Gut, das haben vielleicht nicht alle gelesen. In vielen Sprachen wurde geplappert. Zwischendurch hörte man immer wieder ein Pst, das kam dann von den Angestellten, die aber kaum Herr der Lage wurden.
Wie soll das dann hier nur werden, wenn es richtig voll ist? Das fotografieren ist übrigens auch verboten, was doch einige nicht davon abhielt hier Fotos zu machen. Denen wurde aber direkt im bestimmten Ton klar gemacht das dies wegen der sensiblen Farben nicht geht. Wir nahmen Platz und bestaunten erst einmal das weswegen wir überhaupt nach Rom gekommen sind.
Das berühmte Deckengemälde von Michelangelo!
Die Erschaffung der Welt. Ein bißchen Gänsehaut bekommt man schon wenn man denkt das es vier Jahre dauerte bis es fertig war und nun seit 1512 dort ist. Wir haben alleine hier bestimmt länger als eine halbe Stunde gesessen und uns den Hals verrenkt. Man kennt ja hauptsächlich den Fingerzeig zwischen Gott und Adam, aber es gibt so viele kleine Details.
Nachdem wir uns an dem Deckengemälde erst einmal satt gesehen hatten (doch das kann man eigentlich nie), bewunderten wir die Seitenwände der Kapelle. Hier sieht man zwölf Szenen aus dem Neuen und dem Alten Testamt. Sie stammen aus dem 14. Jahrhundert. Alles aus dem Leben von Moses und Jesus. Dazu findet man noch Bilder von Päpsten.
Eigentlich sind die ganzen Wände und die Decke komplett bemalt. Alles hat einen leichten blauen Hintergrund, so wirkt das ganze überhaupt nicht schwer oder überladen. Viele wichtige Stationen des katholischen Glaubens findet man hier. Angefangen von der Erschaffung (Michelangelo), die Vertreibung aus dem Paradies und Noahs Leben.
Das Jüngste Gericht wurde auch von Michelangelo gemalt, dies ist auf der Stirnwand zu finden.
Hier findet man auch das Bild das vielleicht einige aus Filmen kennen, das letzte Abendmahl. Ich würde drauf schwören das Maria Magdalena neben Jesus sitzt. Im Vergleich zu den anderen hat diese Person sehr, sehr weibliche Gesichtszüge gemalt bekommen. Aber auch das im Film angesprochene V ist dazwischen zu erkennen. Auch wenn die Kirche was anderes behaupten mag. Ich bin nun auch der Meinung das Maria Magdalena neben ihn sitzt. Basta!
Die Bilder sind alle so schön, man mag sich kaum von ihnen losreißen. Das Abendmahl wurde übrigens von Cosima Rosselli. Auch den bösen Verräter Judas kann man hier sehr gut gegenüber von Jesus erkennen. Das ist wirklich spannend hier. Diese ganzen liebevollen Bilder sind für mich ein kleines Wunder. Nach so vielen Jahren, Jahrhunderten steht nun Klein-Melanie davor und fragt sich, was den Malern wohl damals durch den Kopf ging.
In der Sixtinischen Kapellen finden auch immer die Konklaven statt, sprich hier wird der neue Papst gewählt. Hier wißt schon, weißer Rauch oder schwarzer Rauch...
Langsam wird es voller, es geht auch auf die Mittagszeit zu. Der nächste Anlaufpunkt soll die Nikolaus-Kapelle sein. Diese soll das älteste Gebäude im Vatikanstaat sein.
Leider kann man nicht ganz rein, eigentlich so gut wie garnicht. Man kommt bis kurz vor die Kapelle und dann ist dort eine Nische wo gaaanz viele Menschen stehen. Wollen wir uns anstellen oder nicht? Wir entscheiden uns für´s weitergehen und ich bekomme noch als Info, da hier Zeichnungen von Raffael zu finden sind (ja, der mit den Engeln).
Neben mir höre ich es wieder rascheln und Anja (mein Freundin) ist mit ihrem selbstgemachten Reiseführerbuch zugange. Für mich heißt es Pause, was trinken und auch eine Kleinigkeit essen.
Wir haben uns die kurze Verschnaufpause auch verdient, das was man schon gesehen hat muss man mal kurz verarbeiten, sonst droht hier eine massive Reizüberflutung!
Nach ein paar Minuten der Entspannung und der Schonung der Füße geht es weiter zu den Gärten. Ich glaube die gibt es seit 1279 und wurden als Ruheoase angelegt. Die Gärten sind ca. 200.000 qm groß und sind hauptsächlich auf dem Hügel angelegt. Sie werden mit den Vatikanischen Mauern umschlossen. Alte und neue Gärten, einen Obstgarten, und sov iele Gebäude finden sich hier wiedern. Auch ein interessantes ockerfarbenes Gestein ist hier zu sehen, unter diesem ist eine Quelle das für die Wasserversorgung des Papstes gedacht war und heute für die Bewässerung der Gärten zuständig ist.
Es ist alles super gepflegt und ich frage mich, wieviel Gärtner hier wohl arbeiten. Viele Rasenflächen sind im Stil eines englischen Rasens zu finden. Und so viele Pflanzen. Zum Glück darf man hier fotografieren. Alleine diese ganzen Beete. Ein bißchen erinnern sie an die Gärten in Schloss von Versailles. Auch ein Waldgebiet ist hier zu finden. Die schönsten Palmen gibt es hier. Und erst die Zypressen, Pinien, Kiefern... Whow!
Inmitten der Gartenanlagen gibt es natürlich auch viele, viele Brunnen. Sie sollen aus der Zeit der Renaissance und des Barock stammen. Die bekanntesten sind der Adlerbrunnen, der Sakramentsbrunnen und der Brunnen der Casina Pius mit den Wasserspielen.
Innerhalb der Gärten gibt es dann noch folgende Gebäude, von denen die meisten aber nicht zu besichtigen sind:
Leoninische Mauer
Sendezentrale Marconi
der Johannesturm
das Äthiopische Kolleg
der Governatoratspalast
Kirche Santo Stefano degli Abissini
Direktion Radio Vatikan
der Vatikanische Bahnhof
der Vatikanische Gerichtshof
Casina
Päpstliche Akademie der Wissenschaften
Kutschenpavillon
Haus des Erzpriesters
Palazzo San Carlo
Gallinaro-Turm
Turm der Winde
Gärtnerhaus
Nach dem wir nun das hinter uns gelassen haben, geht es im Endspurt zur Engelsburg. Dank meiner persönlichen Reiseführerin wußten wir wann die nächste Führung anstand und dementsprechend rasten wir los. Einmal über den vollen Petersplatz und die Via della Conciliazione entlang. An deren Ende ist man nach ca. 50 Metern direkt vor der Engelsburg. Man kann aber auch vom Petersdom über die Engelsbrücke gehen, dann geht man direkt über dem Fluchttunnel des Papstes der wohl auch bis zur Burg geht. Ob das aber so immer noch stimmt, wer weiß?
Das Mausoleum von Kaiser Hadrian und seinen Nachfolgern ist schon von Außen wahnsinnig imposant. Deshalb haben wir auch diesen Weg gewählt und standen direkt davor. Die heutigen Baumeisten können sich mal eine Scheibe von den früheren Bauwerken und deren Erbauern abschneiden ;o)
In früheren Zeiten war hier auch ein Lebensmittellager, was dem Papst und seinen Helferhelfern ein Überleben sichern sollte. Die Engelsburg war als Verteidigungsburg gedacht und auch als Gefängnis. Leider kamen wir nun doch um einige Minuten zu spät an und konnten die Führung so nicht mehr mitmachen. Da sind sie sehr genau und allein kamen wir nicht rein.
So sind wir dann über die Engelsbrücke geschlendert und haben uns vor der Engelsburg und auch auf der Engelsbrücke über die vielen, vielen Händler gewundert. Die hier nachgemachte Taschen an die Frau bringen wollten.
Eins sei noch gesagt, auch wenn man hier in der Nähe von Gottes irdischer Hautzentrale wandeln, so stört dies Taschendiebe nicht. Man findet recht viele Hinweisschilder und auch einmal wurden wir darauf angesprochen, das wir besser unsere Taschen unter dem Arm klemmen sollten. Tja, Diebe haben halt keinen Respekt!
Da wir schon einmal dabei sind. Es ist ratsam Getränke und etwas zum essen mitzunehmen. Einge Kugel Eis liegt so locker bei 3 Euro auf bzw vor dem Petersplatz.
Mein himmlisches Fazit:
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Als erstes ist mir im Hotel abends aufgefallen wie wenig Priester und Nonnen ich gesehen habe. Ich denke die könnte ich fast an einer Hand abzählen. Mehr hat man Anzugträger gesehen, die furchtbar wichtig aussahen. Und natürlich Massen an Touristen.
Das der kleine Vatikanstaat über eine so große Fläche mit so schönen Gärten verfügt hat mich doch scher beeindruckt. Vor allen diese hinreißende mediterrane Pfanzenwelt und auch die vielen Pflanzen die angepflanzt waren nach Nutzen und so gabe es Beete die einfach himmlisch waren. Von der Kuppel hoch oben sieht man die Gärten aus einer beeidruckenden Perspektive. Und nur so kann man man das Wappen des Papstes das mit Buchsbaum und verschiedene blühenden Pflanzen dargestellt wird, richtig erkennen.
Alles ist in der Vatikanstadt imposant und beeindruckend. Die Kuppel vom Dom, der Petersplatz, die gigantischen Brunnen und der Oblesik. Wir haben später noch einige Zeit uns einfach hingesetzt und die Menschen beobachtet und auch die Säulenhalle verdiente immer mal wieder einen Blick.
Seit 1984 gehört die Vatikanstadt zum Weltkulturerbe.
Ich hoffe ich habe nicht zu wirr durcheinander geschrieben, aber die Eindrücke können einen sehr nachhaltig verfolgen. Alles das was wir nicht gesehen haben oder was uns gefiel haben wir im Postkartenformat mit nach Hause genommen.
Um hier alles zu sehen braucht man viele Tage. Man kann in der Kürze der Zeit nicht alle Details sehen und wahrnehmen. Wir haben einen ganz klitzekleinen Einblick gewonnen und haben viele spannende Sachen gesehen. Man kann dies auch nicht alles detailgetreu hier aufschreiben, das würde den Rahmen sprengen. Doch trotz und alle dem war es toll.
Ich vergebe hier volle 5 Sterne, denn die Vergangenheit so hautnah zu erleben und dazu noch in eine komplett andere Welt abzutauchen ist schon toll. Teuer war es, aber wo ist es das nicht wo Besuchergruppen aus der ganzen Welt einfallen?
Vielen Dank für´s lesen, bewerten und fair kommentieren,
Eure Melanie
die mit dem Zitat aus der Kuppel diesen Bericht beenden möchte:
"Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam et tibi dabo claves regni caelorum"
Du bist Petrus (griechisch für Fels), und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und Dir gebe ich die Schlüssel zum Himmelreich
Rom wurde auch nicht an einen Tag gebaut :o)
63 Bewertungen, 16 Kommentare
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17.02.2011, 19:17 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichHGW zur Auszeichnung, LG
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31.01.2011, 06:59 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße und einen schönen Wochenanfang.
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15.12.2010, 23:18 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett
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15.12.2010, 13:40 Uhr von Venenum84
Bewertung: sehr hilfreichleider kein bh mehr frei
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15.12.2010, 08:55 Uhr von edelcat
Bewertung: sehr hilfreichEin schöner Bericht, liebe Grüsse von Edeltraud
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15.12.2010, 07:58 Uhr von Powerdiddl
Bewertung: besonders wertvollHab einen schönen Mittwoch, lg
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14.12.2010, 18:05 Uhr von Striker1981
Bewertung: besonders wertvollBH und Weihnachtliche Grüße vom STRIKER ;)
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14.12.2010, 16:45 Uhr von cleo1
Bewertung: besonders wertvollSuper! Einen verschneiten Gruß von cleo1
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14.12.2010, 16:22 Uhr von Smolmar
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht, hat mir wirklich gut gefallen. Na dann, weiter so.
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14.12.2010, 16:10 Uhr von XXLALF
Bewertung: besonders wertvollund ganz liebe grüße
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14.12.2010, 11:03 Uhr von Lanch999
Bewertung: besonders wertvollSuper Bericht! BW & LG von Lanch999 Ich wünsche dir eine schöne Adventszeit.
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14.12.2010, 10:31 Uhr von Nicman
Bewertung: besonders wertvollTop, möchtei ch auch mal hin
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14.12.2010, 10:11 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvolltolles Bauwerk--toller Bericht
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14.12.2010, 10:07 Uhr von belli89
Bewertung: besonders wertvollfreue mich über gegenlesungen
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14.12.2010, 09:11 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich....sorry, BW aus, hatte noch ein paar Nachzuholen, aber ich komme ja öfter ;-))
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14.12.2010, 09:00 Uhr von Lakisha_1
Bewertung: besonders wertvollschöner Bericht. Würde mich über deine Gegenlesung freuen. lg
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