Wir waren Helden (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von winterspiegel
„Heldenmut tut selten gut!“
Pro:
Schauspieler, Kamera, Inszenierung
Kontra:
Wenig kritische Aspekte, nicht optimales DVD-Bild
Empfehlung:
Ja
Dass der Job eines Kriegsberichtskorrespondenten inmitten der Konfrontationen nicht gerade zu den risikofreiesten Betätigungen gehört, bestätigte die Vergangenheit z.B. im Irak-Krieg mit brutalster Härte. Schon immer war es eine sehr gefährliche Sache, von den Brennpunkten auf dieser Welt Bericht zu erstatten.
Der Kriegsberichtserstatter Joseph L. Galloway hielt seine Eindrücke bei den ersten massiven militärischen Auseinandersetzungen zwischen der US-Army und der Volksarmee von Nordvietnam fest, um sie für die Nachwelt zu bewaren. Auch der mehrfach dekorierte Lieutenant Colonel Harold G. Moore, der damals den Einsatz der Amerikaner befehligte, lies seine Erinnerungen einfließen. Entstanden ist ein Buch mit dem Titel „We Were Soldiers once...and young“.
Der Regisseur Randall Wallace bekam diese Publikation in die Finger und trat mit den Zeitzeugen der damaligen Vorkommnisse in Verbindung. Wallace gelang es sogar die Unterstützung von Harold G. Moore höchstpersönlich zu bekommen; und sogleich machte er sich daran, ein passendes Filmscript zu erstellen.
Als es an die Besetzung des charismatischen Colonel Moore ging, erinnerte Wallace sich an die Zusammenarbeit mit Mel Gibson, als sie gemeinsam das Oscargewürdigte Schotten-Epos „Braveheart“ - wo er als Drehbuchschreiber mitwirkte - auf den Weg brachten.
Filmhandlung
Der Militärstratege Lieutenant Colonel Harold G. Moore (Mel Gibson) ist ein Offizier mit langjähriger praktischer Berufserfahrung. Der Veteran, der schon in der Normandie und im Korea-Krieg Erfahrung gesammelt hat, frönt seinem Hobby - dem leidenschaftlichen Studium historischer Schlachtszenarien.
Moore und eine Truppe von ihm ausgewählter Männer, darunter der beinharte Ausbilder Sergeant Major Plumley (Sam Elliott) wird die Aufgabe zugewiesen, eine schlagkräftige Hubschrauberstaffel zusammenzustellen – die sogenannte Luftkavallerie.
Moore findet im jungen Soldaten Lieutenant Geoghegan (Chris Klein) den - wie er meint – verantwortungsvollen und loyalen Mann, für dieses gefährliche Unternehmen. Auch sieht Moore - der sich daheim einer Schar von Töchtern gegenübersieht, so etwas wie einen Ersatzsohn in jungen Offizier. Doch der muss sich aber erst noch vom alten Haudegen auf den rechten Weg geleiten lassen.
Als für Moore und seine Mannschaft völlig überraschend der Einsatzbefehl eintrudelt und der Stratege nach Überprüfung aller Gegebenheiten zum Schluss kommt, dass dieses bevorstehende Unterfangen das reinste Himmelfahrtskommando werden könnte, bei dem die Chancen, dass er und seine Soldaten mit heiler Haut davonkommen ziemlich gering ist, verabschiedet er sich niedergeschlagen von seiner Familie.
Als Moore in der vietnamesischen Talebene von La Drang ankommt, sieht er seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Sämtliche ausgeklügelten Pläne von Politik und Oberkommando werden in der Hölle des Einsatzgebietes zur reinen Makulatur. 400 US-Soldaten und ihre Helikopter sehen sich einer, um das 10-Fache an Überlegenheit des Gegners gegenüber. Sie werden schon bald vom Nachschub und ihren eigenen Truppenteilen systematisch getrennt.
In dieser aussichtslosen Situation trifft der Kriegsreporter Joe Galloway (Barry Peper), beim immer stärker dezimiert werdenden Haufen ein. Was der Journalist dann in den folgenden Stunden an Schrecken erlebt, wird er wohl sein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen können...
Kritik
Ob diese weitere Auseinandersetzung mit der Vietnam-Thematik wirklich nötig war, darüber kann diskutiert- oder sogar heftig gestritten werden. Eines ist der Film aber dennoch nicht, auch wenn der bescheuerte deutsche Titel (im Original „We Were Soldiers“) das vielleicht vermuten lässt, nämlich patriotismus-geil. Sicher bleiben auch hier all zu kritische Töne in den Ansätzen stecken, wie zum Beispiel das drohende Unheil, dass vom Veteranen Moore anhand seiner historischen Studien heraufkommen sieht. Doch schließlich ist dieser auch nur ein Soldat im Spiel der Macht, der seine Befehle auszuführen hat.
Ob der Initiator Randall Wallace sich allzu sehr auf seine zweifelsohne beeindruckenden wunderschönen Luftaufnahmen verlässt, oder die Fernauseinandersetzung mit Moores Gegenpart – dem Befehlshabenden der Nordvietnamesen nur als eine fadenscheinige Alibifunktion benutzt, muss letzten Endes jeder Zuschauer mit sich selber ausmachen.
Mich haben am meisten die eingefügten Sequenzen an der Heimatfront gestört, als die Frauen der Soldaten die schlechte Nachricht von den gefallenen Männern, selber ihren Leidensgenossinnen überbringen. Dieser Aspekt, so wichtig wie er unter Umständen auch sein mag, passt in die Erzählstruktur des Streifens einfach nicht recht hinein und stört den Rhythmus doch erheblich.
Die tollen Leistungen der Schauspieler überspielen dieses Manko aber hervorragend. Mel Gibson gibt den beinharten aber gläubigen Katholiken Harold Moore in seiner gewohnten Leinwandpräsenz. Die Rolle von Sam Elliott, der den unerbittlichen Schleifer Sergeant Major Plumley spielt, ist eventuell ein wenig klischeehaft geraten. Doch ist es gerade dieses Paradebeispiel eines Militärausbilders, der mit seinen knochentrockenen Sprüchen für ein bisschen Aufheiterung sorgt -,aber auch für die starken Momente verantwortlich ist, in denen der Zuschauer die Luft anzuhalten beginnt.
Auch alle anderen Charaktere geben sichtlich ihr Bestes. Das zweiwöchige intensive Training im Ausbildungslager Bening, dass von allen Schauspielern zu absolvieren war, trägt hier sichtlich seine Früchte, wenn der Regisseur seine Darsteller durch ein wahres apokalyptisches Feuerwerk aus Explosionen und Gewehrfeuer treibt.
DVD 1
Die Doppelscheibe der 18er Version (die geschnittene 16er enthält kaum Extras) ist in beeindruckender Weise umgesetzt worden. Auf dem ersten Silberling befindet sich der 123 Minuten lange Film in Dolby Digital oder im DTS Tonformat. Das Bild macht leider einen nicht ganz so guten Eindruck. Sichtbares grießeln und Bildrauschen sind leider nicht ganz wegzuleugnen.
Der Ton ist aber fehlerfrei und gibt das ganze Spektrum einer Kriegsgeräuschekulisse wieder. Kugeln, die einem links und rechts um die Ohren pfeifen, und Detonationen, die von hinten nach vorne ihren Weg sich zu bahnen scheinen, machen in diesem Bereich mächtig Eindruck.
Der Audiokommentar vom Regisseur Randall Wallace begleitet den Film auf sehr informativer Weise. Viele Anekdoten und Geschichten, hauptsächlich aber auch wie Wallace den Streifen auf den Weg gebracht hat, kann sich der Filmliebhaber der auf diese Hintergrundinformationen versessen ist noch anhören.
Filmdaten
Laufzeit ca. 132 Minuten
Bildformat: 2.35:1 (16:9)
Audioformat: Deutsch / Englisch Dolby Digital 5.1 Deutsch dts 5.1 / 2.0 ds
Untertitel: Deutsch / Deutsch für Hörgeschädigte
DVD 2
Auf der zweiten Scheibe ist eine lange Liste an Bonusmaterialien zu finden, die tatsächlich auch den kritischeren Film-Fan zufrieden stellen dürfte. Herauszuheben sind meiner Ansicht nach, das sehr gut ausgewogene Making of und das am Rande der Dreharbeiten entstandene ausführliche Interview mit dem Superstar Mel Gibson.
Auch die Deleted Scenes – 10Stück an der Zahl, währe hier noch zu nennen. Diese Filmschnipsel hätten zwar den ohnehin schon langen Film noch unnötig aufgeblasen, doch sie sich gesondert anzusehen haben sich diese Sequenzen aber auf jeden Fall verdient.
Die Extras im einzelnen.
Making of
Die 25 Minuten lange Filmdokumentation enthält jede Menge an Hintergrundinformationen bereit, die bei der Adaption berücksichtigt wurden. Es werden die Filmmusik und die recht spärlich eingesetzten Special Effekte angesprochen. Auch kommt der echte Harold Moore zu Wort und gibt unter anderem ein Statement darüber ab, wie er den fertiggestellten Film selber letztendlich sieht.
Interview mit Mel Gibson
Mel Gibson spricht über das Militär-Training, an dem sich die Schauspieler beteiligen mussten - die Hubschrauber-Einsätze, die sich in Vietnam zu einer besonderen Strategischen Variante mauserten und auch noch über andere bekannte Filme des Genres. Das Interview hat eine Gesamtdauer von cirka 18 Minuten.
Behind the Scenes
Kein besonders tolles Extra. Es werden lediglich einige kurze Filmausschnitte ohne Kommentierung gezeigt. Das Ganze hat auch nur eine Länge von etwa 2 bis 3 Minuten.
Deleted Scenes
10 herausgenommene Sequenzen kann man sich hier anschauen. Vor allen die Szenen in denen Harold Moore eindeutiger Stellung zu der schlechten Vorbereitung von Politik und Militär bezieht, waren in diesem Zusammenhang sehr interessant.
Ansonsten sind einige kurze Textinfos über die Schauspieler und die Macher anhand von Bio- und Filmographien erhältlich. Bei den Produktionsnotizen kann man die Entstehungsgeschichte des Streifens noch einmal ausführlich nachlesen.
Fazit
Einzig die schon erwähnte kleine Schwäche bei der Bildqualität wäre hier zu nennen, ansonsten macht die 2er Scheibe in allen Bereichen einen vorbildlichen Eindruck. Die Bonusausstattung ist vielfältig und abwechslungsreich, sodass der Anschein einer wirklich gut durchdachten Zusammenstellung entsteht.
Was bleibt ist ein Film der dem Action-Fan eine Menge beeindruckender Bilder zu bieten hat, wenn auch mit einem spürbaren Hauch von Unbehaben, den ich im Gegensatz zu den reinen Hurra-Kriegsfilmen hier jedoch jederzeit spürte. Gefechtsszenarien von der Kamera in teils erbarmungslosen, aber nichtsdestotrotz faszinierenden und packenden Filmbildern festgehalten, lassen einen vor dem Heimkino wie gefesselt verweilen. Die Einsätze der Luftkavallerie in fast schon malerischen Sequenzen lässt da schon mal vergessen, welch grausame Realität sich hinter all dieser ausschweifenden Film-Optik damals abgespielt haben muss.
(c) winterspiegel für Ciao & Yopi
Der Kriegsberichtserstatter Joseph L. Galloway hielt seine Eindrücke bei den ersten massiven militärischen Auseinandersetzungen zwischen der US-Army und der Volksarmee von Nordvietnam fest, um sie für die Nachwelt zu bewaren. Auch der mehrfach dekorierte Lieutenant Colonel Harold G. Moore, der damals den Einsatz der Amerikaner befehligte, lies seine Erinnerungen einfließen. Entstanden ist ein Buch mit dem Titel „We Were Soldiers once...and young“.
Der Regisseur Randall Wallace bekam diese Publikation in die Finger und trat mit den Zeitzeugen der damaligen Vorkommnisse in Verbindung. Wallace gelang es sogar die Unterstützung von Harold G. Moore höchstpersönlich zu bekommen; und sogleich machte er sich daran, ein passendes Filmscript zu erstellen.
Als es an die Besetzung des charismatischen Colonel Moore ging, erinnerte Wallace sich an die Zusammenarbeit mit Mel Gibson, als sie gemeinsam das Oscargewürdigte Schotten-Epos „Braveheart“ - wo er als Drehbuchschreiber mitwirkte - auf den Weg brachten.
Filmhandlung
Der Militärstratege Lieutenant Colonel Harold G. Moore (Mel Gibson) ist ein Offizier mit langjähriger praktischer Berufserfahrung. Der Veteran, der schon in der Normandie und im Korea-Krieg Erfahrung gesammelt hat, frönt seinem Hobby - dem leidenschaftlichen Studium historischer Schlachtszenarien.
Moore und eine Truppe von ihm ausgewählter Männer, darunter der beinharte Ausbilder Sergeant Major Plumley (Sam Elliott) wird die Aufgabe zugewiesen, eine schlagkräftige Hubschrauberstaffel zusammenzustellen – die sogenannte Luftkavallerie.
Moore findet im jungen Soldaten Lieutenant Geoghegan (Chris Klein) den - wie er meint – verantwortungsvollen und loyalen Mann, für dieses gefährliche Unternehmen. Auch sieht Moore - der sich daheim einer Schar von Töchtern gegenübersieht, so etwas wie einen Ersatzsohn in jungen Offizier. Doch der muss sich aber erst noch vom alten Haudegen auf den rechten Weg geleiten lassen.
Als für Moore und seine Mannschaft völlig überraschend der Einsatzbefehl eintrudelt und der Stratege nach Überprüfung aller Gegebenheiten zum Schluss kommt, dass dieses bevorstehende Unterfangen das reinste Himmelfahrtskommando werden könnte, bei dem die Chancen, dass er und seine Soldaten mit heiler Haut davonkommen ziemlich gering ist, verabschiedet er sich niedergeschlagen von seiner Familie.
Als Moore in der vietnamesischen Talebene von La Drang ankommt, sieht er seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Sämtliche ausgeklügelten Pläne von Politik und Oberkommando werden in der Hölle des Einsatzgebietes zur reinen Makulatur. 400 US-Soldaten und ihre Helikopter sehen sich einer, um das 10-Fache an Überlegenheit des Gegners gegenüber. Sie werden schon bald vom Nachschub und ihren eigenen Truppenteilen systematisch getrennt.
In dieser aussichtslosen Situation trifft der Kriegsreporter Joe Galloway (Barry Peper), beim immer stärker dezimiert werdenden Haufen ein. Was der Journalist dann in den folgenden Stunden an Schrecken erlebt, wird er wohl sein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen können...
Kritik
Ob diese weitere Auseinandersetzung mit der Vietnam-Thematik wirklich nötig war, darüber kann diskutiert- oder sogar heftig gestritten werden. Eines ist der Film aber dennoch nicht, auch wenn der bescheuerte deutsche Titel (im Original „We Were Soldiers“) das vielleicht vermuten lässt, nämlich patriotismus-geil. Sicher bleiben auch hier all zu kritische Töne in den Ansätzen stecken, wie zum Beispiel das drohende Unheil, dass vom Veteranen Moore anhand seiner historischen Studien heraufkommen sieht. Doch schließlich ist dieser auch nur ein Soldat im Spiel der Macht, der seine Befehle auszuführen hat.
Ob der Initiator Randall Wallace sich allzu sehr auf seine zweifelsohne beeindruckenden wunderschönen Luftaufnahmen verlässt, oder die Fernauseinandersetzung mit Moores Gegenpart – dem Befehlshabenden der Nordvietnamesen nur als eine fadenscheinige Alibifunktion benutzt, muss letzten Endes jeder Zuschauer mit sich selber ausmachen.
Mich haben am meisten die eingefügten Sequenzen an der Heimatfront gestört, als die Frauen der Soldaten die schlechte Nachricht von den gefallenen Männern, selber ihren Leidensgenossinnen überbringen. Dieser Aspekt, so wichtig wie er unter Umständen auch sein mag, passt in die Erzählstruktur des Streifens einfach nicht recht hinein und stört den Rhythmus doch erheblich.
Die tollen Leistungen der Schauspieler überspielen dieses Manko aber hervorragend. Mel Gibson gibt den beinharten aber gläubigen Katholiken Harold Moore in seiner gewohnten Leinwandpräsenz. Die Rolle von Sam Elliott, der den unerbittlichen Schleifer Sergeant Major Plumley spielt, ist eventuell ein wenig klischeehaft geraten. Doch ist es gerade dieses Paradebeispiel eines Militärausbilders, der mit seinen knochentrockenen Sprüchen für ein bisschen Aufheiterung sorgt -,aber auch für die starken Momente verantwortlich ist, in denen der Zuschauer die Luft anzuhalten beginnt.
Auch alle anderen Charaktere geben sichtlich ihr Bestes. Das zweiwöchige intensive Training im Ausbildungslager Bening, dass von allen Schauspielern zu absolvieren war, trägt hier sichtlich seine Früchte, wenn der Regisseur seine Darsteller durch ein wahres apokalyptisches Feuerwerk aus Explosionen und Gewehrfeuer treibt.
DVD 1
Die Doppelscheibe der 18er Version (die geschnittene 16er enthält kaum Extras) ist in beeindruckender Weise umgesetzt worden. Auf dem ersten Silberling befindet sich der 123 Minuten lange Film in Dolby Digital oder im DTS Tonformat. Das Bild macht leider einen nicht ganz so guten Eindruck. Sichtbares grießeln und Bildrauschen sind leider nicht ganz wegzuleugnen.
Der Ton ist aber fehlerfrei und gibt das ganze Spektrum einer Kriegsgeräuschekulisse wieder. Kugeln, die einem links und rechts um die Ohren pfeifen, und Detonationen, die von hinten nach vorne ihren Weg sich zu bahnen scheinen, machen in diesem Bereich mächtig Eindruck.
Der Audiokommentar vom Regisseur Randall Wallace begleitet den Film auf sehr informativer Weise. Viele Anekdoten und Geschichten, hauptsächlich aber auch wie Wallace den Streifen auf den Weg gebracht hat, kann sich der Filmliebhaber der auf diese Hintergrundinformationen versessen ist noch anhören.
Filmdaten
Laufzeit ca. 132 Minuten
Bildformat: 2.35:1 (16:9)
Audioformat: Deutsch / Englisch Dolby Digital 5.1 Deutsch dts 5.1 / 2.0 ds
Untertitel: Deutsch / Deutsch für Hörgeschädigte
DVD 2
Auf der zweiten Scheibe ist eine lange Liste an Bonusmaterialien zu finden, die tatsächlich auch den kritischeren Film-Fan zufrieden stellen dürfte. Herauszuheben sind meiner Ansicht nach, das sehr gut ausgewogene Making of und das am Rande der Dreharbeiten entstandene ausführliche Interview mit dem Superstar Mel Gibson.
Auch die Deleted Scenes – 10Stück an der Zahl, währe hier noch zu nennen. Diese Filmschnipsel hätten zwar den ohnehin schon langen Film noch unnötig aufgeblasen, doch sie sich gesondert anzusehen haben sich diese Sequenzen aber auf jeden Fall verdient.
Die Extras im einzelnen.
Making of
Die 25 Minuten lange Filmdokumentation enthält jede Menge an Hintergrundinformationen bereit, die bei der Adaption berücksichtigt wurden. Es werden die Filmmusik und die recht spärlich eingesetzten Special Effekte angesprochen. Auch kommt der echte Harold Moore zu Wort und gibt unter anderem ein Statement darüber ab, wie er den fertiggestellten Film selber letztendlich sieht.
Interview mit Mel Gibson
Mel Gibson spricht über das Militär-Training, an dem sich die Schauspieler beteiligen mussten - die Hubschrauber-Einsätze, die sich in Vietnam zu einer besonderen Strategischen Variante mauserten und auch noch über andere bekannte Filme des Genres. Das Interview hat eine Gesamtdauer von cirka 18 Minuten.
Behind the Scenes
Kein besonders tolles Extra. Es werden lediglich einige kurze Filmausschnitte ohne Kommentierung gezeigt. Das Ganze hat auch nur eine Länge von etwa 2 bis 3 Minuten.
Deleted Scenes
10 herausgenommene Sequenzen kann man sich hier anschauen. Vor allen die Szenen in denen Harold Moore eindeutiger Stellung zu der schlechten Vorbereitung von Politik und Militär bezieht, waren in diesem Zusammenhang sehr interessant.
Ansonsten sind einige kurze Textinfos über die Schauspieler und die Macher anhand von Bio- und Filmographien erhältlich. Bei den Produktionsnotizen kann man die Entstehungsgeschichte des Streifens noch einmal ausführlich nachlesen.
Fazit
Einzig die schon erwähnte kleine Schwäche bei der Bildqualität wäre hier zu nennen, ansonsten macht die 2er Scheibe in allen Bereichen einen vorbildlichen Eindruck. Die Bonusausstattung ist vielfältig und abwechslungsreich, sodass der Anschein einer wirklich gut durchdachten Zusammenstellung entsteht.
Was bleibt ist ein Film der dem Action-Fan eine Menge beeindruckender Bilder zu bieten hat, wenn auch mit einem spürbaren Hauch von Unbehaben, den ich im Gegensatz zu den reinen Hurra-Kriegsfilmen hier jedoch jederzeit spürte. Gefechtsszenarien von der Kamera in teils erbarmungslosen, aber nichtsdestotrotz faszinierenden und packenden Filmbildern festgehalten, lassen einen vor dem Heimkino wie gefesselt verweilen. Die Einsätze der Luftkavallerie in fast schon malerischen Sequenzen lässt da schon mal vergessen, welch grausame Realität sich hinter all dieser ausschweifenden Film-Optik damals abgespielt haben muss.
(c) winterspiegel für Ciao & Yopi
28 Bewertungen, 1 Kommentar
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14.02.2009, 17:45 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichEin Reporter in spe^^. LG MasterSirTobi
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