Wir waren Helden (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von Bjoerner2001
\"Daddy, was ist ein Krieg?\"
Pro:
Gute Schauspieler, Nicht zu einseitig, Wahre Geschichte
Kontra:
Wahre Geschichte?
Empfehlung:
Ja
Wie erklärt man einem kleinen Mädchen was ein Krieg ist? Lieutenant Colonel Hal Moore, Vater jener Tochter, scheitert irgendwie daran, obwohl seine Aufgabe als Soldat darin besteht in einem solchen zu kämpfen.
1. Story
2. Eigene Meinung
3. Fazit
1. Story
*********
Im Film „Wir Waren Helden“ (Originaltitel: „We Were Soldiers“) dem das Buch „We Were Soldiers Once ... And Young“ zu Grunde liegt, geht es um den Vietnamkrieg. Es geht eigentlich viel mehr nur um eine Schlacht und das Schicksal junger Väter, Ehemänner, Söhne und Brüder in dieser.
In einer Rückblende ins Jahr 1954 nimmt das Übel seinen Lauf. Es wird gezeigt wie ein Zug französischer Soldaten auf vietnamesischem Boden marschiert. Bevor man sich versieht wird der ganze Zug aufgerieben und auch jene, die sich der einheimischen Übermacht ergaben, wurden getötet. In der Geschichtsschreibung nennt man so etwas Massaker und auch Lt. Col Moore (gespielt von Mel Gibson) nimmt in seinen Studien über Militärhistorie davon Notiz.
Nachdem man 1965 im Pentagon beschloss in Vietnam einzugreifen, überlegte man sich eine Taktik, um in dem unwegsamen Gelände, in dem jeder Marsch eine Qual ist, Fuß zu fassen. Nach einigem hin und her kommt man zu dem Entschluss Helikopter zu nutzen, die der Kriegsführung der US Army einen entscheidenden Vorteil bringen sollten. Man fliegt die Soldaten zu einem Gefecht ein und hinterher sammelt man sie wieder ein.. oder das was davon übrig ist, denn Helikopter haben ja ein sehr geringes Ladevolumen, jedenfalls zu Zeiten wo es noch keinen CH-47D gab (Doppelrotoriger riesiger Transporthubschrauber).
Im Krieg wurde damals der UH-1 eingeführt. Piloten gab es, Hubschrauber auch, nun suchte man also nur noch nach einem Soldat der verrückt genug war bei so einem Himmelfahrtskommando mitzumachen und die Führung zu übernehmen. Man stieß auf den Fallschirmjäger Lt. Col Hal Moore, dem ich eingangs schon einige Zeilen widmete. Seine Aufgabe ist es, die Ausbildung von Gruppenführern zu übernehmen, die meist durch ihren Offiziersstaus eher theoretisches Handeln vorziehen, und sie auf die Praxis für den Einsatz in Vietnam vorzubereiten. An seiner Seite ist Sergeant Major Plumley ( gespielt von Sam Elliott), der ebenso von den Fallschirmjägern kommt, und auch schon im 2. Weltkrieg und im Koreakrieg an Absprüngen über Feindesland teilnahm.
Die Ausbildung neigt sich langsam dem Ende und die Abreise nach Vietnam steht bevor. Als Abschluss veranstalten die Soldaten mit ihren Frauen eine Abschiedsfeier, wohlweislich, das manche sich nicht mehr wieder sehen werden. Umso tragischer scheint das Schicksal jene getroffen zu haben, die auch noch kurz zuvor Vater geworden sind und ihr Kind wahrscheinlich nie sehen werden und sie nur der Glauben in Besseres über all das hinwegschauen lässt.
In Vietnam angekommen, geht es eigentlich Schlag auf Schlag. Man erhält kurzerhand einen Marschbefehl in das sog. La Drang-Tal. In jenem Tal wurden US-Soldaten angegriffen, es gab aber keine Verletzten und die Vietnamesen flüchteten in die Berge. Lt. Col Moore soll nun mit seiner 7. Kavallerie, bestehend aus 395 Mann, das Tal in Besitz nehmen und den Feind verfolgen. Was sich schon nach einer Falle anhört, entpuppt sich schließlich auch als eine. Kurz nach der Ankunft der ersten 60 Soldaten, inklusive Lt. Col Moore, ereignet sich erst mal gar nichts. Man schießt blind ins Feld, aber der Feind ist nicht präsent und so bezieht man Stellung und versucht das Tal zu sichern, während die anderen Soldaten via Hubschrauber nachgeflogen werden.
Enthusiasmus ist zwar immer was gutes, doch sollte er kontrolliert sein, vor allem wenn das eigene Leben in Gefahr ist. Ein etwas übermütiger Zugführer setzt sein Leben und das seiner Soldaten aufs Spiel, als er versucht einen Scout gefangen zu nehmen und geradewegs ins Verderben rennt. Der Zug wird von der restlichen Kompanie abgeschnitten und um die gesicherten Positionen zu verlassen und Unterstützung zu liefern, fehlen Moore schlicht und ergreifend Männer die erst nach und nach ankommen. Die Verluste beim abgeschnittenen Zug sind groß und man muss nun ausharren bis die Situation günstig ist, das die anderen Kompanien einen kleinen Befreiungsvorstoß wagen können, denn zahlenmäßig ist man weit unterlegen und man hat alle Mühe die eigenen Stellungen zu halten.
Es scheint aber überall zu bröseln. Soldaten fallen, Munition wird knapp und der Feind ist mit geschätzten 2000 Soldaten zahlenmäßig um das 5-fache stärker. Dennoch wird tapfer gekämpft und mit der Ankunft des Reporters Joe Galloway (gespielt von Barry Pepper), der von nun an der Schlacht beiwohnt, wird es immer dramatischer. Der Feind rückt immer näher auf die eigenen Stellungen vor und man ruft schließlich den Broken Arrow aus und bittet sämtliche Luftunterstützung zu Hilfe. Blöd nur, dass man mit dem Napalm auch einige eigene Männer erwischt.
Bis man sich wieder gruppiert um den nächsten, wahrscheinlich entscheidenden Morgen, herbeisehnt, werden immer öfter die Frauen der Soldaten gezeigt, die von einem Taxifahrer Telegramme über ihre gefallen Ehemänner bekommen. Die Frau von Lt. Col Moore kann dies aber aus moralischen Gründen nicht gut heißen und nimmt das Überbringen der Schreckensmeldungen von nun an in die Hand, in der Hoffnung nicht selbst dabei zu sein und ihren Mann zu verlieren...
2. Eigene Meinung
**********************
Was mir bei „Wir Waren Helden“ sofort aufgefallen ist, war der Titel. Irgendwie wurde der verhunzt, denn „We Were Soldiers“ übersetzt man einfach nicht so. An dieser Stelle bekommen viele, allein vom Hören des Titels, schon einen schlechten Eindruck vom Film. An die Leute der Lokalisierung geht hier eindeutig Kritik!
Das Thema des Vietnamkriegs ist ja nach wie vor ein heißes. Hatten die USA das Recht dort einzumarschieren oder nicht? War es nun eine Niederlage auf ganzer Linie oder bewegte man letztlich doch etwas? Ich lehne mich hier nicht aus dem Fenster und fange eine politische Diskussion an. Das ist auch nicht Sinn der Sache. Fest steht, dass Krieg etwas schreckliches ist! Der Film jedenfalls ist auf eben dieser Linie. Es geht nicht wirklich um Ursachenforschung und es wird auch nichts beschönigt, da das im Film gezeigte, tatsächlich passierte und als Buch der Nachwelt erhalten wurde und schließlich dieser Film entstand.
Dass 400 amerikanische Soldaten gegen rund 2000 vietnamesische Soldaten im Feindesland bestehen, dabei auch noch die taktisch ungünstige Position im Tal einnehmen, ist für mich keineswegs Utopie oder gar grenzenlose Übertreibung sondern ein Fakt militärischer Überlegenheit in bestimmten Punkten. Sie haben ganz klar modernste Ausrüstung, starke Luftunterstützung und Artillerie, die ihresgleichen sucht. Damit gewinnt man zwar Schlachten, aber letztlich keine Kriege, wie im Film eindrucksvoll gezeigt. Die Schlacht im La Drang-Tal wurde aber auch aufgrund taktischem Verständnisses von Lt. Col Moore und seinen Männern gewonnen. Er verstand es, wichtige Positionen vor dem Feind zu besetzen und diese auch zu halten.
Manche Kameraeinstellungen im Film, zeigen nicht so militärischen Umgang mit Gerät und Ausrüstung. Wer pinkelt schon an einen Mörser, weil er zu heiß ist und das Kühlwasser ausgegangen ist? Auch ein Helm bringt nur wirklich Schutz, wenn man ihn auch wirklich aufsetzt und den Verschluss schließt, dass er beim Rennen/Kriechen nicht runterfällt. Das man auf einem Schlachtfeld nicht aufrecht geht, sollte auch jedem einleuchten. Größtenteils sind militärische Richtlinien, was den Feuerkampf oder Bewegen im Gelände betrifft, eingehalten worden. Es ist und bleibt allerdings nur ein Film! Ob das damals alles wirklich so war, kann ich einfach nicht beurteilen. Das können wohl nur die, die es waren.
3. Fazit
*********
Ich ging eher mit gemischten Gefühlen an diesen Film. Klar, man war schon einiges gewohnt, zum Beispiel durch Filme wie „Saving Private Ryan“ oder gar „Im Westen Nichts Neues“, dennoch waren einige Szenen für meinen Geschmack ziemlich derb. Sicherlich dient diese, nahezu übertriebene, Brutalität sozusagen als Mahnmal sowie Abschreckung, daher ist er auch als Anti-Kriegs-Film zu werten, dennoch ist die Altersfreigabe mit 16 Jahren in Frage zu stellen.
Wie sehr Hollywood mitspielt und wie viel vom Film der Wahrheit entspricht, wage ich nicht zu benennen, es bleibt jedoch die Einsicht, dass Krieg, egal in welcher Form, furchtbar ist und genau dafür steht auch dieser Film. Es wird nicht nur das Rumgeballer und Sterben von Soldaten auf beiden Seiten gezeigt. Es werden auch Geschichten erzählt. Geschichten von den Frauen der im Krieg Befindlichen und wie man ihnen den Verlust ihrer Liebsten nahe bringt.
Es ist aber nicht einseitig. Auch von einem Vietnamesen wird berichtet. Er fällt in der Schlacht, sein Tagebuch wird gefunden und man schickt es tatsächlich seiner Frau/Freundin. Ob nun wahr oder nicht, eine gut gemeinte Geste allemal.
Trotz aller Brutalität (der Film ist im Original noch 20 Minuten länger, da wurde als schon ganz schln geschnitten) und des doch fraglichen Einsatzes der US Army in Vietnam, ist dieser Film gut gemacht. Die Schauspieler sind gut gewählt, bringen die Stimmung authentisch rüber und verhalten sich überzeugend. In Hinsicht auf Spezialeffekte und vor allem Ton wurde großen Wert gelegt. Insbesondere bei Dolby Surround hat man das Gefühl mittendrin zu sein. Die Geschichte selbst ist eine Wahre, ob sie sich nun genauso zugetragen hat sei dahingestellt. Jedenfalls ist es durchaus fesselnd, was da in knapp 2 Stunden gezeigt wird, und trotz der strittigen Thematik ist es für mich ein guter Film.
© 2004 by Bjoerner2001
1. Story
2. Eigene Meinung
3. Fazit
1. Story
*********
Im Film „Wir Waren Helden“ (Originaltitel: „We Were Soldiers“) dem das Buch „We Were Soldiers Once ... And Young“ zu Grunde liegt, geht es um den Vietnamkrieg. Es geht eigentlich viel mehr nur um eine Schlacht und das Schicksal junger Väter, Ehemänner, Söhne und Brüder in dieser.
In einer Rückblende ins Jahr 1954 nimmt das Übel seinen Lauf. Es wird gezeigt wie ein Zug französischer Soldaten auf vietnamesischem Boden marschiert. Bevor man sich versieht wird der ganze Zug aufgerieben und auch jene, die sich der einheimischen Übermacht ergaben, wurden getötet. In der Geschichtsschreibung nennt man so etwas Massaker und auch Lt. Col Moore (gespielt von Mel Gibson) nimmt in seinen Studien über Militärhistorie davon Notiz.
Nachdem man 1965 im Pentagon beschloss in Vietnam einzugreifen, überlegte man sich eine Taktik, um in dem unwegsamen Gelände, in dem jeder Marsch eine Qual ist, Fuß zu fassen. Nach einigem hin und her kommt man zu dem Entschluss Helikopter zu nutzen, die der Kriegsführung der US Army einen entscheidenden Vorteil bringen sollten. Man fliegt die Soldaten zu einem Gefecht ein und hinterher sammelt man sie wieder ein.. oder das was davon übrig ist, denn Helikopter haben ja ein sehr geringes Ladevolumen, jedenfalls zu Zeiten wo es noch keinen CH-47D gab (Doppelrotoriger riesiger Transporthubschrauber).
Im Krieg wurde damals der UH-1 eingeführt. Piloten gab es, Hubschrauber auch, nun suchte man also nur noch nach einem Soldat der verrückt genug war bei so einem Himmelfahrtskommando mitzumachen und die Führung zu übernehmen. Man stieß auf den Fallschirmjäger Lt. Col Hal Moore, dem ich eingangs schon einige Zeilen widmete. Seine Aufgabe ist es, die Ausbildung von Gruppenführern zu übernehmen, die meist durch ihren Offiziersstaus eher theoretisches Handeln vorziehen, und sie auf die Praxis für den Einsatz in Vietnam vorzubereiten. An seiner Seite ist Sergeant Major Plumley ( gespielt von Sam Elliott), der ebenso von den Fallschirmjägern kommt, und auch schon im 2. Weltkrieg und im Koreakrieg an Absprüngen über Feindesland teilnahm.
Die Ausbildung neigt sich langsam dem Ende und die Abreise nach Vietnam steht bevor. Als Abschluss veranstalten die Soldaten mit ihren Frauen eine Abschiedsfeier, wohlweislich, das manche sich nicht mehr wieder sehen werden. Umso tragischer scheint das Schicksal jene getroffen zu haben, die auch noch kurz zuvor Vater geworden sind und ihr Kind wahrscheinlich nie sehen werden und sie nur der Glauben in Besseres über all das hinwegschauen lässt.
In Vietnam angekommen, geht es eigentlich Schlag auf Schlag. Man erhält kurzerhand einen Marschbefehl in das sog. La Drang-Tal. In jenem Tal wurden US-Soldaten angegriffen, es gab aber keine Verletzten und die Vietnamesen flüchteten in die Berge. Lt. Col Moore soll nun mit seiner 7. Kavallerie, bestehend aus 395 Mann, das Tal in Besitz nehmen und den Feind verfolgen. Was sich schon nach einer Falle anhört, entpuppt sich schließlich auch als eine. Kurz nach der Ankunft der ersten 60 Soldaten, inklusive Lt. Col Moore, ereignet sich erst mal gar nichts. Man schießt blind ins Feld, aber der Feind ist nicht präsent und so bezieht man Stellung und versucht das Tal zu sichern, während die anderen Soldaten via Hubschrauber nachgeflogen werden.
Enthusiasmus ist zwar immer was gutes, doch sollte er kontrolliert sein, vor allem wenn das eigene Leben in Gefahr ist. Ein etwas übermütiger Zugführer setzt sein Leben und das seiner Soldaten aufs Spiel, als er versucht einen Scout gefangen zu nehmen und geradewegs ins Verderben rennt. Der Zug wird von der restlichen Kompanie abgeschnitten und um die gesicherten Positionen zu verlassen und Unterstützung zu liefern, fehlen Moore schlicht und ergreifend Männer die erst nach und nach ankommen. Die Verluste beim abgeschnittenen Zug sind groß und man muss nun ausharren bis die Situation günstig ist, das die anderen Kompanien einen kleinen Befreiungsvorstoß wagen können, denn zahlenmäßig ist man weit unterlegen und man hat alle Mühe die eigenen Stellungen zu halten.
Es scheint aber überall zu bröseln. Soldaten fallen, Munition wird knapp und der Feind ist mit geschätzten 2000 Soldaten zahlenmäßig um das 5-fache stärker. Dennoch wird tapfer gekämpft und mit der Ankunft des Reporters Joe Galloway (gespielt von Barry Pepper), der von nun an der Schlacht beiwohnt, wird es immer dramatischer. Der Feind rückt immer näher auf die eigenen Stellungen vor und man ruft schließlich den Broken Arrow aus und bittet sämtliche Luftunterstützung zu Hilfe. Blöd nur, dass man mit dem Napalm auch einige eigene Männer erwischt.
Bis man sich wieder gruppiert um den nächsten, wahrscheinlich entscheidenden Morgen, herbeisehnt, werden immer öfter die Frauen der Soldaten gezeigt, die von einem Taxifahrer Telegramme über ihre gefallen Ehemänner bekommen. Die Frau von Lt. Col Moore kann dies aber aus moralischen Gründen nicht gut heißen und nimmt das Überbringen der Schreckensmeldungen von nun an in die Hand, in der Hoffnung nicht selbst dabei zu sein und ihren Mann zu verlieren...
2. Eigene Meinung
**********************
Was mir bei „Wir Waren Helden“ sofort aufgefallen ist, war der Titel. Irgendwie wurde der verhunzt, denn „We Were Soldiers“ übersetzt man einfach nicht so. An dieser Stelle bekommen viele, allein vom Hören des Titels, schon einen schlechten Eindruck vom Film. An die Leute der Lokalisierung geht hier eindeutig Kritik!
Das Thema des Vietnamkriegs ist ja nach wie vor ein heißes. Hatten die USA das Recht dort einzumarschieren oder nicht? War es nun eine Niederlage auf ganzer Linie oder bewegte man letztlich doch etwas? Ich lehne mich hier nicht aus dem Fenster und fange eine politische Diskussion an. Das ist auch nicht Sinn der Sache. Fest steht, dass Krieg etwas schreckliches ist! Der Film jedenfalls ist auf eben dieser Linie. Es geht nicht wirklich um Ursachenforschung und es wird auch nichts beschönigt, da das im Film gezeigte, tatsächlich passierte und als Buch der Nachwelt erhalten wurde und schließlich dieser Film entstand.
Dass 400 amerikanische Soldaten gegen rund 2000 vietnamesische Soldaten im Feindesland bestehen, dabei auch noch die taktisch ungünstige Position im Tal einnehmen, ist für mich keineswegs Utopie oder gar grenzenlose Übertreibung sondern ein Fakt militärischer Überlegenheit in bestimmten Punkten. Sie haben ganz klar modernste Ausrüstung, starke Luftunterstützung und Artillerie, die ihresgleichen sucht. Damit gewinnt man zwar Schlachten, aber letztlich keine Kriege, wie im Film eindrucksvoll gezeigt. Die Schlacht im La Drang-Tal wurde aber auch aufgrund taktischem Verständnisses von Lt. Col Moore und seinen Männern gewonnen. Er verstand es, wichtige Positionen vor dem Feind zu besetzen und diese auch zu halten.
Manche Kameraeinstellungen im Film, zeigen nicht so militärischen Umgang mit Gerät und Ausrüstung. Wer pinkelt schon an einen Mörser, weil er zu heiß ist und das Kühlwasser ausgegangen ist? Auch ein Helm bringt nur wirklich Schutz, wenn man ihn auch wirklich aufsetzt und den Verschluss schließt, dass er beim Rennen/Kriechen nicht runterfällt. Das man auf einem Schlachtfeld nicht aufrecht geht, sollte auch jedem einleuchten. Größtenteils sind militärische Richtlinien, was den Feuerkampf oder Bewegen im Gelände betrifft, eingehalten worden. Es ist und bleibt allerdings nur ein Film! Ob das damals alles wirklich so war, kann ich einfach nicht beurteilen. Das können wohl nur die, die es waren.
3. Fazit
*********
Ich ging eher mit gemischten Gefühlen an diesen Film. Klar, man war schon einiges gewohnt, zum Beispiel durch Filme wie „Saving Private Ryan“ oder gar „Im Westen Nichts Neues“, dennoch waren einige Szenen für meinen Geschmack ziemlich derb. Sicherlich dient diese, nahezu übertriebene, Brutalität sozusagen als Mahnmal sowie Abschreckung, daher ist er auch als Anti-Kriegs-Film zu werten, dennoch ist die Altersfreigabe mit 16 Jahren in Frage zu stellen.
Wie sehr Hollywood mitspielt und wie viel vom Film der Wahrheit entspricht, wage ich nicht zu benennen, es bleibt jedoch die Einsicht, dass Krieg, egal in welcher Form, furchtbar ist und genau dafür steht auch dieser Film. Es wird nicht nur das Rumgeballer und Sterben von Soldaten auf beiden Seiten gezeigt. Es werden auch Geschichten erzählt. Geschichten von den Frauen der im Krieg Befindlichen und wie man ihnen den Verlust ihrer Liebsten nahe bringt.
Es ist aber nicht einseitig. Auch von einem Vietnamesen wird berichtet. Er fällt in der Schlacht, sein Tagebuch wird gefunden und man schickt es tatsächlich seiner Frau/Freundin. Ob nun wahr oder nicht, eine gut gemeinte Geste allemal.
Trotz aller Brutalität (der Film ist im Original noch 20 Minuten länger, da wurde als schon ganz schln geschnitten) und des doch fraglichen Einsatzes der US Army in Vietnam, ist dieser Film gut gemacht. Die Schauspieler sind gut gewählt, bringen die Stimmung authentisch rüber und verhalten sich überzeugend. In Hinsicht auf Spezialeffekte und vor allem Ton wurde großen Wert gelegt. Insbesondere bei Dolby Surround hat man das Gefühl mittendrin zu sein. Die Geschichte selbst ist eine Wahre, ob sie sich nun genauso zugetragen hat sei dahingestellt. Jedenfalls ist es durchaus fesselnd, was da in knapp 2 Stunden gezeigt wird, und trotz der strittigen Thematik ist es für mich ein guter Film.
© 2004 by Bjoerner2001
25 Bewertungen, 2 Kommentare
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08.05.2005, 14:19 Uhr von peter-stephan
Bewertung: sehr hilfreichAlso ich finde den Film richtig gut! peter-stephan
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24.05.2004, 18:46 Uhr von Tris.
Bewertung: sehr hilfreichEin echt klasse Bericht.
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