Wir waren Helden (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von Immerfix
Vietnam als historischer Hollywoodspielball
Pro:
Action
Kontra:
Handlung, Patriotismus, Historische Richtigkeit
Empfehlung:
Nein
Ohne große Erwartungen schaute ich mir den Film \"Wir waren Helden\" mit Mel Gibson in der Hauptrolle an. Das war auch besser so, denn umso länger der Film lief, desto mehr brodelte es in mir. Warum, das will ich im Folgenden darstellen.
Die Handlung des Films ist kurz erzählt. Ein Colonel zieht mit seiner Truppe in den Vietnamkrieg. Große Schlachten gab es bislang nicht, doch die folgende Schlacht sollte es in sich haben. Mit nur knapp 100 Mann stellt sich die Truppe dem übermächtigen Feind auf fremden Terrain. Der Kampf gegen die weit über 1000 Vietnamesen scheint aussichtslos, denn die überlegene Feuerkraft der Amerikaner nutzt im Kampf direkt mit dem Feind kaum etwas. Von den knapp hundert Amerikanern bleiben bis zum Schluss nur noch etwa 15 übrig. Diese stürzen sich dann mit allem Heldenmut mit den Bajonetten auf den Feind und überwältigen diesen. Übrig bleibt ein leichenübersähtes Schlachtfeld und ein um seine Männer trauender Colonel.
Grundlage des Films soll ein umstrittenes Tagebuch eines Colonel sein, welches zusammen mit einem Vietnamreporter verfasst wurde. An der Authentität des Tagebuchs wird in Fachkreisen stark gezweifelt, da viele Dinge, die heutzutage bekannt sind, wie ausgeblendet scheinen. Es zeichnet eine \"heile Kriegswelt\", in der sich die Soldaten mit Freude und Hingabe, ohne jegliche persönliche Probleme in den Krieg stürzen. So geschieht dies natürlich auch in dem Film. Drogenkonsum unter den Soldaten, Selbstmorde und Amokläufer werden mit keinem Wort erwähnt. Klar, war ja auch kaum anders zu erwarten.
Des weiteren wird in dem Film jeglicher historischer Hintergrund des Krieges ausgeblendet. Grund dafür war natürlich zum Einen der 11. September. Der Film erschien kurz nach dem Attentat auf das World Trade Center. Man brauchte etwas, um den amerikanischen Patriotismus und das Zusammengehörigkeitsgefühl wieder zu steigern. Da kam dieser Film natürlich genau richtig. In der Filmgeschichte wurde der Vietnamkrieg schon oft als patriotisches Heldentheater missbraucht, hier geschieht es eben einmal mehr. Dass dies ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion war, der auf fremdem Boden mit grausamsten Mitteln auf beiden Seiten geführt wurde, kommt natürlich nicht zum Ausdruck. Warum auch...
Positiv an dem Film ist natürlich die Action, wenn man sie mag. Wer auf viel Blut steht, wird hier gut bedient. Das ganze geht sogar soweit, dass die Bildfläche der Kamera teilweise mit \"Blutspritzern\" versehen ist.
Neben der ganzen Action geht leider die Spannung völlig verloren. Das eigentliche \"Trauma Vietnam\" und dessen Psychologie kommt absolut nicht rüber. Ein von Kugeln durchlöcherter und bluttriefender Körper erzeugt noch keine Spannung. Sicher, man könnte nun sagen, die Gundlage, nämlich das Tagebuch, gibt nicht mehr her. Aber dies wäre ein Grund mehr, an dessen Richtigkeit zu zweifeln.
Die Leistung der Schauspieler in dem Film ist sehr unterdurchschnittlich. Sicher, viel Schauspielerei kann man in diesem Action-Streifen nicht erwarten, weil wie gesagt die Handlung nicht viel hergiebt. Aber dennoch, etwas mehr hätte man erwarten dürfen. Mel Gibson wirkt absolut hölzern und unglaubwürdig. Oftmals ist seine Mimik unpassend und wirkt aufgesetzt. Die Dialoge sind dem Handlungsniveau des Films angepasst. Die Soldatenfrauen wirken größten Teils wie eine Gruppe Girlies. Hätten diese nicht das entsprechende Outfit, so könnte man meinen, dass diese den \"No Angels\" (nix gegen die No Angels) entsprungen sind.
Die DVD slebst bietet die üblichen Extras. Besonders erwähnenswert ist dabei eigentlich nichts.
FAZIT:
Der Film ist weder politisch, schauspielerisch noch cinegraphisch korrekt. Einzig die Action ist ganz ansehlich. Aber das Alleine reicht bei weitem nicht aus. Deshalb kann ich den Film eher nicht empfehlen.
Die Handlung des Films ist kurz erzählt. Ein Colonel zieht mit seiner Truppe in den Vietnamkrieg. Große Schlachten gab es bislang nicht, doch die folgende Schlacht sollte es in sich haben. Mit nur knapp 100 Mann stellt sich die Truppe dem übermächtigen Feind auf fremden Terrain. Der Kampf gegen die weit über 1000 Vietnamesen scheint aussichtslos, denn die überlegene Feuerkraft der Amerikaner nutzt im Kampf direkt mit dem Feind kaum etwas. Von den knapp hundert Amerikanern bleiben bis zum Schluss nur noch etwa 15 übrig. Diese stürzen sich dann mit allem Heldenmut mit den Bajonetten auf den Feind und überwältigen diesen. Übrig bleibt ein leichenübersähtes Schlachtfeld und ein um seine Männer trauender Colonel.
Grundlage des Films soll ein umstrittenes Tagebuch eines Colonel sein, welches zusammen mit einem Vietnamreporter verfasst wurde. An der Authentität des Tagebuchs wird in Fachkreisen stark gezweifelt, da viele Dinge, die heutzutage bekannt sind, wie ausgeblendet scheinen. Es zeichnet eine \"heile Kriegswelt\", in der sich die Soldaten mit Freude und Hingabe, ohne jegliche persönliche Probleme in den Krieg stürzen. So geschieht dies natürlich auch in dem Film. Drogenkonsum unter den Soldaten, Selbstmorde und Amokläufer werden mit keinem Wort erwähnt. Klar, war ja auch kaum anders zu erwarten.
Des weiteren wird in dem Film jeglicher historischer Hintergrund des Krieges ausgeblendet. Grund dafür war natürlich zum Einen der 11. September. Der Film erschien kurz nach dem Attentat auf das World Trade Center. Man brauchte etwas, um den amerikanischen Patriotismus und das Zusammengehörigkeitsgefühl wieder zu steigern. Da kam dieser Film natürlich genau richtig. In der Filmgeschichte wurde der Vietnamkrieg schon oft als patriotisches Heldentheater missbraucht, hier geschieht es eben einmal mehr. Dass dies ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion war, der auf fremdem Boden mit grausamsten Mitteln auf beiden Seiten geführt wurde, kommt natürlich nicht zum Ausdruck. Warum auch...
Positiv an dem Film ist natürlich die Action, wenn man sie mag. Wer auf viel Blut steht, wird hier gut bedient. Das ganze geht sogar soweit, dass die Bildfläche der Kamera teilweise mit \"Blutspritzern\" versehen ist.
Neben der ganzen Action geht leider die Spannung völlig verloren. Das eigentliche \"Trauma Vietnam\" und dessen Psychologie kommt absolut nicht rüber. Ein von Kugeln durchlöcherter und bluttriefender Körper erzeugt noch keine Spannung. Sicher, man könnte nun sagen, die Gundlage, nämlich das Tagebuch, gibt nicht mehr her. Aber dies wäre ein Grund mehr, an dessen Richtigkeit zu zweifeln.
Die Leistung der Schauspieler in dem Film ist sehr unterdurchschnittlich. Sicher, viel Schauspielerei kann man in diesem Action-Streifen nicht erwarten, weil wie gesagt die Handlung nicht viel hergiebt. Aber dennoch, etwas mehr hätte man erwarten dürfen. Mel Gibson wirkt absolut hölzern und unglaubwürdig. Oftmals ist seine Mimik unpassend und wirkt aufgesetzt. Die Dialoge sind dem Handlungsniveau des Films angepasst. Die Soldatenfrauen wirken größten Teils wie eine Gruppe Girlies. Hätten diese nicht das entsprechende Outfit, so könnte man meinen, dass diese den \"No Angels\" (nix gegen die No Angels) entsprungen sind.
Die DVD slebst bietet die üblichen Extras. Besonders erwähnenswert ist dabei eigentlich nichts.
FAZIT:
Der Film ist weder politisch, schauspielerisch noch cinegraphisch korrekt. Einzig die Action ist ganz ansehlich. Aber das Alleine reicht bei weitem nicht aus. Deshalb kann ich den Film eher nicht empfehlen.
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