Exit Wounds - Die Copjäger (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von dreamweb

Gelungener Filmspaß mit Spannung, Action, Hip Hop und Humor

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Spannung, Hip Hop, viel Action und Humor.. Das wäre die Mini-Kurzbeschreibung von Exit Wounds, aber dabei will ich es doch nicht belassen

Den Film Exit Wounds habe ich mir ausgeliehen, weil er ein ganz neuer Film in der Videothek war und der Hauptdarsteller einer meiner Lieblingschauspieler ist, was Action Filme angeht. Steven Seagal ist für mich schon fast die Gewähr für gute Action. Hier mein Bericht über diesen Film.


1. INHALT
2. GENERELL
3. SCHAUSPIELER
4. MUSIK UND EFFEKTE
5. HINTERGRUND
6. DATEN
7. FAZIT


INHALT

Orin Boyd ist ein sehr guter Polizist, aber einer der sich eher wie ein allein arbeitender Agent verhält als wie ein Police Officer. Das bringt ihn nach einer gelungenen Rettung eines hohen Politikers aber keinen Ruhm ein sondern aufgrund mangelnder Disziplin eine Versetzung zu einem der berüchtigsten Polizeireviere in einer der übelsten Gegenden der Stadt.

Da er sich auch dort nicht so wie ein vorbildlicher Polizist verhält, schickt ihn seine hübsche Vorgesetzte und Leiterin des Reviers mit zu einem Psycho-Training. Dort lernt er allerdings auch einige sehr interessante Personen kennen. In seiner neuen Dienststelle macht er sich aufgrund seiner Art direkt mehrere Feinde und als er dem etwas ruhigen und naiven Officer George zugeteilt wird, ist Orin auch nicht gerade glücklich.

Direkt zu Beginn seiner Tätigkeit hier wird die Asservatenkammer der neuen Dienststelle überfallen, Orin taucht dort leider zu spät auf. Ca. 50 kg reines Heroin sind verschwunden und niemand hat eine Erklärung dafür. Aber auch in der Vergangenheit verschwand schon öfters eingelagertes Heroin. Natürlich läßt das Orin keine Ruhe und entgegen aller Anweisungen seiner Vorgesetzten, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei kommt er sehr schnell einem mysteriösen Schwarzen auf die Spur, der wohl irgendwie an einem Super-Drogendeal verwickelt ist. Aber auch einige seiner neuen Kollegen verhalten sich sehr merkwürdig und scheinen irgendwie in die Sache verwickelt zu sein....


GENERELL

Exit Wounds ist meiner Ansicht nach ein sehr gelungener Polizei-Action-Thriller mit dem schon bekannten Thema von korrupten Polizisten, die sich selbst bedienen. Der Film ist sehr actionreich, aber auch mit viel Humor versehen, so dass man hier nicht von einem reinen Gewaltfilm reden kann, wie es oft bei Filmen mit FSK 18 der Fall ist. Da habe ich schon Filme ab 16 gesehen, die weitaus brutaler waren.

Das Thema selbst wird hier sehr gut und sogar etwas ungewöhnlich eingegangen. Ohne mehr vom Inhalt zu verraten hat man hier einen Film vor sich, in denen man öfters darauf hingewiesen ist, dass nicht jeder verdächtig wirkende Mensch auch gesetzesbrecherische Absichten hat und andere, die eine reine Weste zu haben scheinen, sich dann als die wahren Verbrecher entpuppen.

Die Action Szenen sind nicht nur sehr gut gemacht, sondern auch mit passender Hip Hop Musik und anderer Musik aus der schwarzen Szene unterlegt. Trotzdem muss man hier sagen, dass auch dieser Film wie viele andere mit Steven Seagal darauf aufbebaut ist, dessen Kampfszenen richtig in Szene zu bringen. Ein Begriff ist mir hier spontan eingefallen. Steven Seagal ist hier wie James Bond, nur ein James Bond der Polizei. Denn bei Bond ist ja auch alles auf dessen Person ausgerichtet.


SCHAUSPIELER

Das war jetzt eine gute Einleitung zum Thema Schauspieler. Steven Seagal zeigt auch hier, was er kämpferisch drauf hat. Ich selbst mag den Schauspieler ja sehr gerne, weil er auch weiß, was er hier spielt. Denn er kann nicht nur Aikido, den Schwertkampf Kendo, das Bogenschießen Kyudo und Jiu-Juitsu sondern hat hier auch den schwarzen Gürtel erhalten. Er ist der erste Nicht-Asiate, der in Tokio eine eigene Schule (Dojo) eröffnen konnte, die noch heute existiert und Ende der 90er Jahre rund 2000 Schüler ausbildet. Nein, Stephen Seagal arbeitete auch als nebenberuflicher Sicherheitsbeauftragter des US Geheimdienst CIA und später als Leibwächter. Er ist einer der wenigen Schauspieler, die wirklich kämpfen können und soweit ich weiß, sind die meisten seiner Kampfszenen auch nicht gedoubelt. Seit 1982 nutzt er sein kämpferisches Können in Verbindung mit der Schauspielfähigkeit.

Wie in Nico oder Alarmstufe Rot spielt er auch hier wieder den Einzelkämpfer, der zu seinem Leidwesen dann doch einen Partner hat. Seine japanischen Kampfkunsteinlagen kann er hier glaubwürdig einbringen und auch seine leicht ironische Art paßt hier herrlich zu der Rolle des Orin Boyd.

Neben ihm faszinierte mich aber vor allem der Hip Hopper DMX, der hier den mysteriösen Latrell Walker spielt. Wenn ich es nicht zufällig gelesen hätte, wäre ich der Meinung gewesen, der Mann sei ein guter Schauspieler. Auf alle Fälle verkörpert DMX hier ideal den Schwarzen, der nicht sehr astrein scheint. Er wirkt sehr glaubhaft und authentisch und ohne Details zu nennen, auf den ersten Blick kann man ihn hier im Film wirklich für einen Gannoven mittlerer Klasse halten, der hoch hinaus will. DMX steuerte hier nicht nur den Soundtrack zum Film bei sondern setzte auch sein Wissen über solche Leute wie Latrell ein. Denn laut eigener Aussage stammt er auch aus so einer Gegend, wie sie hier gezeigt wird.

Die übrigen Schauspieler gehen zwar ein wenig unter, sind aber meiner Ansicht nach hier auch glaubhaft und spielen ihre Rollen sehr überzeugend und gut. Etwas schade fand ich die sehr untergeordnete Rolle von Frauen in dem Film. Gerade von der hübschen Vorgesetzten hätte ich etwas mehr erwartet. Nicht, dass sie ihre Rolle schlecht spielte, aber sie wird doch kaum gezeigt und läuft eher so am Rande mit. Da hätte etwas mehr kommen können. Zudem es auch sehr interessant anfing, weil sich Orin direkt bei ihr blamierte und sie wohl auch nicht zufällig von der Dienstaufsicht an diese Stelle versetzt wurde.


MUSIK UND EFFEKTE

Die Musik muss man bei diesem Film betonen, denn sie untermalt die Stimmung und die Action-Szenen sehr gelungen. Sobald Orin in dieses berüchtigte Viertel versetzt wird, wird dieses auch mit der Hip Hop Musik betont und zwar so, dass es mir direkt aufgefallen ist. Generell hat man hier schnelle Musik vor sich, aber auch Songs wie \"Aint no Sunshine\" kommen gelungen hier vor.

Aber auch an anderen Effekten, die gute Action-Filme ausmachen, wird hier nicht gespart. Schon am Anfang wird man sehr gelungen und rasant in den Film eingeführt, als korrupte Polizisten und Gangster versuchen, einen Politiker umzubringen, der von einer Polizei-Eskorte begleitet wird. Und auch immer wieder während des Films gibt es sehr gut gemachte Effekte und wer beispielsweise auf rasante Autoverfolgungsjagden steht, der kommt auch hier auf seine Kosten.


HINTERGRUND (aus dem Internet)

\"Exit Wounds - Die Copjäger\" entstand nach dem gleichnamigen Roman des Polizisten John Westermann. Joel Silver kaufte die Filmrechte sofort nach der Veröffentlichung, wartete aber bis jetzt mit der filmischen Umsetzung. Im Roman geht es um einen hartgesottenen, ironischen Cop namens Orin Boyd - Westermann orientierte sich mit dieser Figur motivisch an seinem wirklichen Partner im Polizeidienst.

Erwähnenswert zum Hintergrund ist, dass sich sowohl Steven Seagal als auch DMX direkt mit ihren Rollen voll identifizieren konnten, auch aufgrund ihrer echten Erfahrung in der Vergangenheit. Somit wurden hier die Schauspieler ausgesucht, die zum Thema und Film passen.


DATEN

Titel Deutschland: Exit Wounds - Die Copjäger
Titel USA: Exit Wounds
Genre: Action
Jahr: USA, 2000
Laufzeit: 98 Minuten
Verleih: Warner Bros.
FSK: Altersfreigabe ab 18


Darsteller:
Steven Seagal (Orin Boyd),
DMX (Latrell Walker),
Isaiah Washington (George),
Michael Jal White (Strutt),
Anthony Anderson (T.K.),
Jill Anderson (Annette Mulchahy),
David Vadim (Montini),
Matthew G. Taylor (Useldinger),
Tom Arnold (Henry)


Regie: Andrzej Bartkowiak
Produzenten: Joel Silver, Dan Cracchiolo
Drehbuch: Ed Horowitz, Richard D\'Ovidio
Vorlage: John Westermann
Kamera: Glen Macpherson


FAZIT

Ein rasanter und harter, aber auch realistischer und humorvoller Polizei-Action-Thriller um das traurige Thema der Korruption. Ein Film, der meiner Ansicht nach durchaus auch ab 16 freigegeben werden könnte, denn einige Filme ab 16 sind wesentlich härter. Wer Actionfilme mag und wer auch Steven Seagal liebt, dem kann ich diesen Film sehr empfehlen. Denn man hat hier eine sehr gute Mischung, aus Spannung, Action und Humor, unterlegt mit sehr guter Hip Hop Musik.


Liebe Grüße und danke fürs Lesen - Miara

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