Star Trek: Nemesis (VHS) Testbericht

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ab 19,82
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Erfahrungsbericht von northstar

Gegenspieler

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Alle Jahre wieder kommt er, der neuste Star Trek Film. Diesmal soll es der zunächst einmal letzte sein, schenkt man dem Team hinter „Star Trek – Nemesis“ Glauben. Und endet diese Reihe mit einem Höhepunkt oder kann der Film getrost in den Weiten des Alls abtauchen?

Nun, einfach weiter lesen...

Halt, Stop, wer den Film nicht kennt, hmm, dem verate ich hier 1, 2 wichtige Handlungselemente, also besser erst später lesen, ok? ;)


Die Handlung

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Auf Romulus wird der Senat komplett ausgelöscht, das Werk Shinzons...

Währendessen hat man auf der Enterprise geheiratet – Deanna Troi und Will Riker haben sich nach Jahren endlich das Ja-Wort gegeben. Wenig später fängt man dann Signale von einem fremden Planeten auf – ein Android, wie Data, soll sich dort befinden. Der Sache muss man natürlich nachgehen und so entdeckt man dort den zerstückelten B-4 („Before“, übelst eingedeutscht mit „Bevor“), den man mit aufs Schiff nimmt, hat man erst einmal die ortsansässigen gestörten Aliens abgehängt.

B-4 wird sogleich auch montiert und von Data als eine Art Bruder angesehen, sehen sich beide doch eh zum verwechseln ähnlich. Wenig später erhält Captain Picard von der Föderation eine Nachricht: die Romulaner wollen sich mit ihm treffen, der Grund: nach Jahrzehnten, ja, Jahrhunderten will man endlich Frieden.

Zunächst ist man skeptisch, aber als Picard den neuen Führer der Romulaner kennen lernt, ist er dessen Charme zunächst auch erlegen. Shinzon entpuppt sich als Klon Picards, gezüchtet um ihn zu ersetzten, aber dazu kam es nie. Nun hat er „sein“ Volk, die Remuaner in die Freiheit geführt, indem er den Senat beiseite schafte. Mit Shinzon ander Spitze soll nun eine Ära des Friedens einbrechen.

Doch die Crew der Enterprise bleibt misstrauisch. Zu Recht, wie sich schon bald zeigt. Shinzon ist nicht der friedfertige Mann, für den man ihn halten soll. Und seine Zeit ist begrenzt, dennals Klon braucht er neue, frische DNA. Die ihm nur eine Person liefern kann – Jean-Luc Picard.
Doch wird der Sternenflotten Captain dies auch machen, soblad er weiß, das Shinzon eine biogenetische Waffe in seinem Besitz hat, mit der er alles und jeden vernichten kann – sogar die Erde!? Und welche Rolle spielt B-4 eigentlich wirklich!?


Meine Meinung

Die letzte Reise einer Generation. Schade drum. Picard und Co. waren mir immer sympathischer als ihreVorgänger und so manche ihrer Nachfolger. Aber „all good things must come to an end“, das wußte man schon nach 7 Jahren Next Generation. Dennoch ließ man vier Filme folgen, von denen dieser sicherlich nicht der schlechteste war. Gut, auch nicht der beste Film, diesen Platz gestehe ich weiterhin First Contact zu, dem ersten „echten“ TNG Film, der durch eine düstere, abgeschlossene, dichte Story überzeugen konnte. Aber ganz nahe ran kommt nun auch „Nemesis“, was wohl auch an den ähnlichkeiten der Geschichte liegen kann.
Beides Mal Lack und Leder bei den Schurken, die Erde soll zerstört werden, nur Picard und Data können das verhindern und nebenbei trägt man als Schurke Glatze. Sicherlich nur Äußerlichkeiten, dennoch auffällig, wie sehr man sich beim neusten Film an sich selbst orientiert hat. Aber gut geklaut ist auch schon was.
Der Film ist noch immer beste Unterhaltung und birgt ein ausgewogenes Mass an Action und Humor.

Und auch die Charaktere kommen nicht zu kurz. Alles fühlt sich irgendwie geschlossen an. Riker heiratet endlich seine Imzadi und bekommt sein eigenes Schiff. Worf wird erster Offizier. Dr. Crusher turtelt wohl ewig weiter mit dem Captain. Geordi hat ja schon länger seine Augen. Auch Wesley Crusher kann man kurz wieder sehen, was Fans der ersten Stunde entweder freuen oder zum kotzen bringen dürfte. Und Captain Picard stellt hier letztlich fest, dass der die beste Crew überhaupt unter sich hat und sie alle eine Familie sind. Auch wenn da nun einer fehlt: denn die äußerst beliebte Figur des Data stirbt in diesem Film. Was Brent Spiners mangelndem Interesse zuzuschreiben ist und ebenso der Tatsache, das Androiden doch altern, wie man an Spiners Falten erkennen konnte. Und das geht ja nicht. Als auch hier ein Schlusspunkt; ähnlich wie Mr. Spock opfert sich Data für seine Kameraden und die Menschheit. Und damals wie heute zeigt dieses Handeln dass menschlichste aller Handeln. Und so wird auch diese Figur zu einem rühmlichen Ende geführt.


Die Hidden Gags & FX

Und für den lange Zeit in mir verschollen geglaubten Trekkie hat „Nemesis“ ebenso zahlreiche Highlights bereit gehalten. Das Wiedersehen mit Wesley & Guinan, die Hochzeit von Riker & Troi oder etwa wenn Admiral Janeway, hierzulande noch Captain der Voyager, auftaucht, all das sind Zugeständnisse an die Fans da draußen. Und jedes einzelne macht Spaß. Sicher, man braucht diese Dinge nicht zu bemerken, aber interessant ist es dennoch.

Klar, es gibt auch Szenen, da fragt man sich, mein Gott, wer glaubt denn sowas? Etwa wenn Data, Worf & Picard mit dem Geländewagen in der Gegend rum rassen und springen und am Ende auch noch ihr Shuttle im Flug erwischen. Sehr actionbetont, keine Frage, aber wer glaubt denn sowas noch? Hmm. Egal. Dafür ist der Rest des Films ja recht stimmig, logische Fehler habe ich nicht entdecken können. Und auch die Special FX überzeugen auf ganzer Linie, auch wenn man sich vielleicht etwas mehr Szenen gewünscht hätte, als nur die beiden Raumschiffe, welche sich am Ende gegenüber stehen. Da hätte man doch einen größeren Showdown bringen können, oder? Aber genug davon, der Film ist dennoch gut.


Die Schauspieler

Was natürlich auch an den Schauspielern liegt. Diese kennen ihre Rollen nach gut 15 Jahren auswendig, bis auf jedes Detail. Stewart, Frakes, Sirtis, Spiner, Burton, McFadden und Dorn sind diese Figuren, die da durchs All reisen, sie wissen wie sie zu spielen haben, was gesagt werden kann, was nicht. All das merkt man ihrem Spiel auch an und die zweite Haut, in die die Schauspieler hier schlüpfen ist als solche schon gar nicht mehr erkennbar und welch größeres Kompliment könnte es geben?
In den Reigen der Stammschauspieler passt sich der Rest der Akteuere nahtlos ein, allen voran Shinzon, gespielt von Tom Hardy. Der junge Schauspieler bringt Picards Nemesis gekonnt auf die Leinwand und man hält beide für gleichwertig, wie 2 Seiten einer Medaille erscheinen sie. Sicherlich ist es schwer, es mit Stewart aufzunehmen, umso mehr muss man hier Hardy gratulieren, der dies vorzüglich schaft.

Letztlich muss man sagen, dass der zehnte Film der Star Trek Reihe seinen Vorgängern in nichts nachsteht und einige davon sogar noch übertrifft.


Fazit

Ein sehenswerter Film, der der „Next Generation“ Crew ein würdiges Denkmal setzt. Trekkies und solche, die es wohl auch nie werden wollen, können sich den Film getrost ansehen und werden bestens unterhalen werden.


------------------ by Northstar \'03 ------------------


Links

www.startrek.com -> Paramount’s offizielle US-Seite zum Phänomen Star Trek. Alles was man wissen kann und sicherlich nicht muss.

http://movies.uip.de/st-nemesis -> Die deutsche Seite zum Film. Poster, Gewinnspiele und was weiß ich nicht alles.


Stats

Star Trek – Nemesis
(Star Trek – Nemesis)
USA 2002, 116 Minuten


Crew

Regie: Stuart Baird
Produzent: Rick Berman
Drehbuch: John Logan
Story: Rick Berman, John Logan & Brent Spiner
Musik: Jerry Goldsmith


Cast

Patrick Stewart – Captain Jean-Luc Picard
Jonathan Frakes – Captain William T. Riker
Marina Sirtis – Cmdr. Deanna Troi
Gates McFadden – Dr. Beverly Crusher
Brent Spiner – Cmdr. Data
LeVar Burton – Cmdr. Geordi LaForge
Michael Dorn – Cmdr. Worf
Will Wheaton – Wesley Crusher
Whoopie Goldberg – Guinan
Tom Hardy – Shinzon
Kate Mulgrew – Admiral Kathryn Janeway


Star Trek – die Filme

1980 – Star Trek – The Motion Picture
1982 – Star Trek II – The Wraith Of Khan
1984 – Star Trek III – The Search For Mr. Spock
1986 – Star Trek IV – The Voyage Home
1989 – Star Trek V – The Final Frontier
1992 – Star Trek VI – The Undiscovered Country
1994 – Star Trek – Generations
1996 – Star Trek – First Contact
1998 – Star Trek – Insurrection
2002 – Star Trek – Nemesis

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