U-571 (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von steppenwolf23
Effekthascherei
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Regie: Jonathan Mostow
Hauptdarsteller: Matthew McConaughey, Bill Paxton, Harvey Keitel, Jon Bon Jovi, Jake Weber
Ganz kurz zum Inhalt:
Im Frühjahr 1942 sendet das schwer beschädigte deutsche U-Boot U-571 einen Notruf, der von Alliierten abgefangen wird. Ein mit amerikanischen Soldaten besetztes, als gegnerisch getarntes amerikanisches U-Boot nimmt Kurs auf U-571. Es gelingt Lt. Tyler und seiner Crew, das deutsche Boot zu entern und in Besitz der Enigma-Codiermaschine zu gelangen. Als ein Torpedo ihr eigenes Schiff zerstört, sitzen sie auf U-571 fest.
Dieser Film ist wieder einmal ein Negativbeispiel über den Umgang der Amerikaner mit der Vergangenheit. Vor der Kulisse des Zweiten Weltkriegs vermisst der Zuschauer in diesem Actionthriller jegliche Antikriegs-Ambitionen, weder an Klischees noch an etablierten Feindbildern wird gespart. Regisseur und Schauspieler ignorieren jeden charakterlichen Tiefgang bei den Charakteren, sondern nutzen die Möglichkeiten modernster Technik, um plattes Kino für den Massenmarkt verdaulich zu produzieren. Krampfhaft bemüht man sich mit Hilfe von ausgefeilter Computertechnik den Eindruck zu erwecken \"Das Boot\" würde wieder in See stechen. Aber weit gefehlt. Dieser Film kann nicht an das brillante Vorbild heranreichen. Dazu fehlt es schon an der schauspielerischen Leistung der Darsteller. Grönemeyer war im \"Boot\" um Längen besser als J. Bon Jovi im diesem Hollywoodabklatsch.
Dazu kommt, dass man wieder einmal historische Fakten nimmt, sie durch die Schreibmaschine eines zweitklassigen Drehbuchautors quetscht und sie mit allem Ernst dem geschichtlich unterbelichteten amerikanischen Publikum vielleicht sogar noch als Wahrheit verkaufen will. Wieder einmal wird in einem Hollywoodfilm der amerikanische Held gefeiert, der über jeder Kritik stehend Freiheit und Wohlstand in der Welt verbreitet. Das ist Pathos an der falschen Stelle. Krieg ist nicht toll, wie uns diese Filme zu oft einreden wollen, und derartige Heldengeschichten gab es nicht und wird es nie geben.
Alles in allem ein typischer Hollywoodfilm mit klarer Rollenverteilung: Der Amerikaner als strahlender Held, der Rest der Welt als lebensunfähige Idioten, denen erstmal Zivilisation gönnerhaft beigebracht werden muss.
Dieser Film taugt allemal dazu Filmeffekte zu studieren.
Hauptdarsteller: Matthew McConaughey, Bill Paxton, Harvey Keitel, Jon Bon Jovi, Jake Weber
Ganz kurz zum Inhalt:
Im Frühjahr 1942 sendet das schwer beschädigte deutsche U-Boot U-571 einen Notruf, der von Alliierten abgefangen wird. Ein mit amerikanischen Soldaten besetztes, als gegnerisch getarntes amerikanisches U-Boot nimmt Kurs auf U-571. Es gelingt Lt. Tyler und seiner Crew, das deutsche Boot zu entern und in Besitz der Enigma-Codiermaschine zu gelangen. Als ein Torpedo ihr eigenes Schiff zerstört, sitzen sie auf U-571 fest.
Dieser Film ist wieder einmal ein Negativbeispiel über den Umgang der Amerikaner mit der Vergangenheit. Vor der Kulisse des Zweiten Weltkriegs vermisst der Zuschauer in diesem Actionthriller jegliche Antikriegs-Ambitionen, weder an Klischees noch an etablierten Feindbildern wird gespart. Regisseur und Schauspieler ignorieren jeden charakterlichen Tiefgang bei den Charakteren, sondern nutzen die Möglichkeiten modernster Technik, um plattes Kino für den Massenmarkt verdaulich zu produzieren. Krampfhaft bemüht man sich mit Hilfe von ausgefeilter Computertechnik den Eindruck zu erwecken \"Das Boot\" würde wieder in See stechen. Aber weit gefehlt. Dieser Film kann nicht an das brillante Vorbild heranreichen. Dazu fehlt es schon an der schauspielerischen Leistung der Darsteller. Grönemeyer war im \"Boot\" um Längen besser als J. Bon Jovi im diesem Hollywoodabklatsch.
Dazu kommt, dass man wieder einmal historische Fakten nimmt, sie durch die Schreibmaschine eines zweitklassigen Drehbuchautors quetscht und sie mit allem Ernst dem geschichtlich unterbelichteten amerikanischen Publikum vielleicht sogar noch als Wahrheit verkaufen will. Wieder einmal wird in einem Hollywoodfilm der amerikanische Held gefeiert, der über jeder Kritik stehend Freiheit und Wohlstand in der Welt verbreitet. Das ist Pathos an der falschen Stelle. Krieg ist nicht toll, wie uns diese Filme zu oft einreden wollen, und derartige Heldengeschichten gab es nicht und wird es nie geben.
Alles in allem ein typischer Hollywoodfilm mit klarer Rollenverteilung: Der Amerikaner als strahlender Held, der Rest der Welt als lebensunfähige Idioten, denen erstmal Zivilisation gönnerhaft beigebracht werden muss.
Dieser Film taugt allemal dazu Filmeffekte zu studieren.
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