Wrong Turn (VHS) Testbericht

Wrong-turn-vhs-horrorfilm
ab 10,17
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  langweilig

Erfahrungsbericht von Die_böse_Maus

Achtung, dieser Film ist der falsche Weg!

Pro:

attraktive Darsteller

Kontra:

dumm, oberflächlich, keine Logik, überhaupt nicht spannend, vorhersehbar

Empfehlung:

Nein

Willkommen bei der bösen Maus!

Erinnert Ihr Euch noch an den Film “The Blair Witch Project”? Der Film “The Wrong Turn” wurde mir von zahlreichen Bekannten und Verwandten als Spitzen - Horrorfilm mit ähnlicher Thematik empfohlen und daher versuchte ich mal mein Glück:

***Randdaten***

“The Wrong Turn”
USA 2003
Regie: Rob Schmidt
Schauspieler / innen: Linda Booth, Kevin Segers, Emmanuelle Chiriqui, Eliza Dushku, Desmond Harrington, Jeremy Sisto, Julian Richings, Yvonne Gaudry, Wayne Robson, Garry Robbins, Ted Clarke, Joel Harris, James Downing, David Huband
FSK 16

***Handlung***

Der Medizinstudent Chris (Desmond Harrington) ist auf dem Weg zu einem wichtigen Termin, doch dann übersieht er auf seiner Strecke ein am Wegrand stehendes Auto und es kommt zum Crash mit dem Jeep von Jassie (Eliza Duschku) So lernt er neben Jassie auch noch Carly (Emmanuelle Chiriqui) und ihren Verlobten Scott (Jeremy Sisto) sowie Francine (Linda Booth) und Evan (Kevin Zegers), eine Gruppe junger Leute kennen, die Wälder von West Virginia (USA) zu ihrem Ausflugsgebiet erklärt haben. Auf der Suche nach einem Telefon, nach anderen Menschen führt es sie zu einem Holzfällercamp, das blutrünstigen Kreaturen bewohnt wird und die nichts anderes im Sinn haben als neues, frisches Menschenfleisch! Den jungen Leuten bleibt nur die Flucht...

*** Schauspieler / innen ***

Mir persönlich ist keiner der Darsteller bekannt, doch ich kann schon jetzt sagen, dass sie alle grauenhaft gespielt haben. Allerdings muss man die schlechte schauspielerische Leistung auch im Zusammenhang mit der miesen Story und deren Umsetzung sehen und so fallen diese gar nicht mehr so sehr ins Gewicht. Immerhin sehen die Darsteller ganz gut aus, das muss man ihnen lassen.

*** Bewertung ***

Die Story ist einfach nur schwachsinnig. Am Anfang werden bereits die ersten Morde gezeigt (man sieht ein Ohr auf dem Waldboden liegen, wie appetitlich) und man bezieht sie direkt auf das vorher gesehene: Zeitungsausschnitte, die von entstellten Kreaturen handeln, welche durch Mutationen entstanden sei könnten. Man verbindet direkt das eine mit dem anderen und weiß Bescheid. Trifft dann Chris auf die Gruppe und macht sich mit ihnen auf den Weg, um Hilfe zu holen, weiss der Zuschauer ohnehin, dass sie gleich auf die Kreaturen treffen werden, die sie dann quer durch die Wälder jagen werden.

Im Gegensatz zu “Blair Witch Project” wurde dem Grauen hier direkt einen Namen gegeben: es sind diese kannibalistisch veranlagten und entstellten Wesen, die zwar Autofahren aber nicht sprechen können und die nicht anderes im Sinn haben als zu morden. Der Film ist folglich durchzogen von blutigen Splatterszenen und nach und nach wird die Gruppe immer kleiner. Diese Szenen finde ich zum einen lächerlich und geschmacklos (ein Mann bekommt einen Pfeil durchs Auge geschossen) und zum anderen ist daran nichts horrormäßiges mehr. Menschen fürchten sich vor dem, was sie nicht sehen und allenfalls ahnen können (daher war wohl auch “The Blair Witch Project so erfolgreich) und ein guter Horror sollte nicht durch tausend Splatterszenen, Blutgespritze usw. glänzen.

In “The Wrong Turn” weiß man fast immer, was als nächstes passiert, da er auch so durchzogen ist von Techniken, die man in und auswendig kann, wenn man bereits ein paar Horrorfilme gesehen hat. Die Kannibalen an sich sind ekelig gestaltet, doch für mich ist daran nichts, was mich erschrecken könnte. Der Horror ist zu offensichtlich, alles geschieht in zu schneller Abfolge (schon in der ersten Minute des Films stirbt jemand) und die Charaktere haben einfach nichts an sich, was das Interesse der Zuschauer erwecken könnte. Man ahnt ohnehin, dass sie nicht immer nur weglaufen werden, sondern es irgendwann zum Kampf mit den Kannibalen kommen wird und wer solche Filme kennt, der weiss ob und wie viele überleben werden...

In dem Film gab es keine Entwicklung, keine Logik, nur minimale Spannung. Dafür war alles voraussehbar und das Blut spritze, wo man nur hin sah! Meine Freunde und ich haben eher gelacht, als dass wir uns gegruselt haben! So einen dummen, oberflächlichen Film habe ich schon lange nicht gesehen.
Das Einzige, was ungeklärt blieb, war die Herkunft der Kannibalen. Es ist zu vermuten, dass sie (aufgrund der Zeitungsausschnitte zu Anfang) das Resultat von Mutationen sind. Dieser Film ist allenfalls für die Fans von blutigem Splatter sehenswert, wer mehr erwartet, der sollte hier die Finger davon lassen, denn sich diesen Film zu kaufen bzw. auszuleihen ist dann sicherlich der falsche Weg! ;-)

Ich vergebe einen Stern und spreche keine Empfehlung mehr aus! Attraktive Darsteller reichen nun mal nicht aus.

Vielen Dank für Eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare!

Eure böse Maus (Mausimausmaus bei Ciao)

15 Bewertungen, 1 Kommentar

  • jponhold

    15.05.2004, 08:47 Uhr von jponhold
    Bewertung: sehr hilfreich

    das Selbe, könnte man wohl sagen! Aber leider ist das so, schön langsam gehen halt die Themen aus ;-) mfg jponhold