ciao.de Testbericht



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Erfahrungsbericht von wildheart
CIAO CIAO!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Leider ist das „Quality Management” von CIAO nicht in der Lage – oder auch nicht willens – an diesen Zuständen nur das Geringste zu ändern. Im Gegenteil: Mein Bericht zur Sperrung eines Mitglieds, der vom QM deaktiviert wurde und den ich auf einer Homepage publizierte, wurde auf Betreiben von Mitgliedern von CIAO oder / und des QM von freenet.de ebenfalls gesperrt. Angeblich würden in diesem Bericht QM-Mitglieder oder Mitglieder beleidigt. Grober Unfug, kann ich da nur sagen, und die, die den Bericht kennen, wissen das. Kritik an CIAO ist bei CIAO nicht sehr gerne gesehen. Und bis heute wissen wohl nur wenige Eingeweihte, welche Personen sich hinter dem anonymen „QM” eigentlich verbergen.
CIAO lehnt es ab, die Namen der QM-Mitglieder zu nennen. Bei allen anderen Verbraucherforen sind die entsprechenden Namen bekannt. Wenn man die Vermutung äußert, es könne sich um Leute handeln, die gleichzeitig Mitglieder-Accounts bei CIAO haben, wird man der Verbreitung von „Verschwörungstheorien” bezichtigt. So bleibt denn „das QM” eine anonyme „Behörde”, und oft musste nicht nur ich mich fragen, ob diese „Behörde” wirklich alle Mitglieder gleich behandelt. Nein, ich meine, das tut sie nicht.
Auf CIAO laufen Mitglieder schon Gefahr, gesperrt zu werden, wenn sie „Gästebuch-Spam” betreiben. Ein entsprechend begründetes Mail des QM liegt mir vor. Natürlich ist so eine Begründung nur ein Vorwand – ablesbar auch daran, dass das besagte, gesperrte Mitglied seit Monaten von einer Gruppe anderer Mitglieder regelrecht verfolgt wird. Namen erspare ich mir hier. Andere Mitglieder dürfen in kaum zu überbietendem Zynismus z.B. in Gästebüchern Empfehlungen aussprechen wie: Dem inzwischen gesperrten Mitglied hätte sie lieber empfohlen, doch mal die Seite www.dumme-kuh.de zu besuchen – eine Pornoseite.
Leider mussten ich und andere oft den Eindruck haben, dass einige wenige Mitglieder sich sozusagen unter dem Schutzschild des Quality Management ziemlich alles leisten dürfen, während andere wegen Nichtigkeiten gesperrt werden. Wenn man derartiges in der Öffentlichkeit allerdings verbreitet, hat man keine guten Karten. Kritische Berichte werden deaktiviert (Begründung: „unsachlich”, „nicht der Wahrheit entsprechend”). Das QM selbst hüllt sich in seiner selbst gewählten Anonymität in Schweigen.
Irgendwann reicht es einem. Mir jedenfalls. Ich publiziere daher meinen letzten Bericht auf CIAO auch hier.
Konfuzius sprach: „Weise Männer halten
sich ganz von der Welt fern. Geht dies nicht,
so vermeiden sie erstens bestimmte Orte,
zweitens den Anblick bestimmter Menschen
und drittens bestimmte Unterhaltungen.”
Konfuzius sprach weiter: „Das haben jedoch
bisher erst sieben Menschen geschafft.\"
(Lunyu 14.37, Kapitel Xian Wen)
Kein Rückblick im Zorn.
Kein Hass.
Keine Wut.
Oder vielleicht doch?
Ich werde einem Verbraucherforum den Rücken kehren. Wenigstens das. Die Gründe dürften den meisten, die es wissen wollen, ebenso bekannt sein wie denjenigen, denen es gleichgültig oder sogar willkommen ist. Nur die Perspektive beider ist grundverschieden, diametral entgegengesetzt.
Perspektiven muss jeder mit sich selbst abmachen – ich auch. Meine Perspektive hat mit CIAO nichts mehr zu tun. Um ein bisschen Gerechtigkeit zu kämpfen, ein bisschen mehr Menschlichkeit, ein bisschen mehr Verständnis, ein bisschen mehr Offenheit und Transparenz, Ehrlichkeit und Zivilcourage, ist eine schöne Sache. Bisweilen, wenn die innere Not einen dazu veranlasst.
Aber auf Teufel komm raus? Nein, sicherlich nicht. Michael Kohlhaas war nie und ist nicht meine Perspektive. Irgendwann muss sich jeder einmal geschlagen geben, von wem oder was auch immer. Ich gebe mich geschlagen. Manche werden selbst dann noch geschlagen, wenn sie längst den Boden dieses denkwürdigen Forums der Meinungen über Produkte und Dienstleistungen verlassen haben oder mussten oder gerade dabei sind, dies zu tun – ein Forum, das sich nach außen in absolut glänzender Weise darzustellen weiß.
Es hilft nichts. Die Innenperspektive ist mehr als düster. Was sich die einen erlauben können und auch noch als ehrenhaft verkaufen, gilt bei den anderen als Frevel. Da helfen keine Pillen. Wer den Mund weit aufreißt und ordentlich krakeelt, erlangt eine eigentümliche Anerkennung. Wer den Mund aufmacht, um wirklich etwas zu sagen, weil er was zu sagen hat, der sei des Teufels.
Zu viele wissen zu viel und können doch damit wenig oder nichts tun. Eher nichts. Wissen ist eben nicht immer Macht, eigentlich eher selten. Zu wissen und Gewissen zu haben kommt zuweilen einer Tätigkeit gleich wie: Ackern ohne Acker. Da geht keine Saat auf, da wächst kein Pflänzchen mehr. Den Schweiß auf der Stirn ist es nicht wert. Stillstand, gähnende Leere, Langeweile und Frust. Eine Wüste stellenweise fruchtbar zu machen, muss einfacher sein.
„WER AM FALSCHEN FADEN ARBEITET,
ZERSTÖRT DAS GANZE GEWEBE.”
(Konfuzius)
Andere ackern in anderer Weise. Sie haben Erfolg. Ihre Saat geht auf. Über das, was sie ernten, schweigt des Sängers Höflichkeit – und auch ich. Zu viel habe ich darüber geschrieben und wiederholt. Es reicht allemal.
Das denkwürdige Forum ist nicht nur stellenweise zu einem Streitforum geworden. Wenn es denn wirklich fruchtbarer Streit wäre. Man gibt auch und vor allem mir die Schuld daran. Ich trage sie gern. Und ich bereue in dieser Hinsicht nichts.
Kommt man in eine Lage, in der man die Worte genauestens wählen muss, weil jedes gezählt und begutachtet wird, gelangt man an den berühmten Point of no Return. Worte sind manchmal Waffen. „Kann man ihm oder ihr an den Kragen?” Ein Wort zu viel, und es passiert. Big Brothers and Sisters are watching you. Wer von Zensur spricht, wird zensiert, denn Zensur gibt es hier nun wirklich nicht. Wer Kritik übt, wird kritisiert, denn wirklich Kritikwürdiges scheint es hier auch nicht zu geben. Das habe ich nun endlich begriffen. Man lernt nie aus. Und mir schnürt sich der Hals dabei zu.
Der Anarchist Proudhon charakterisierte die bürgerliche Gesellschaft einmal mit folgenden Worten:
„Regiert sein, das heißt unter polizeilicher Überwachung stehen, inspiziert, spioniert, dirigiert, mit Gesetzen überschüttet, reglementiert, eingepfercht, belehrt, bepredigt, kontrolliert, eingeschätzt, zensiert, kommandiert zu werden [...], bei jeder Handlung, bei jedem Geschäft, bei jeder Bewegung notiert, registriert, erfasst, gestempelt, vermessen, bewertet, versteuert, patentiert, lizenziert, autorisiert, befürwortet, ermahnt, verhindert, reformiert, ausgerichtet, bestraft zu werden. Es heißt, unter dem Vorwand der öffentlichen Nützlichkeit und im Namen des Allgemeininteresses ausgenutzt, verwaltet, geprellt, ausgebeutet, monopolisiert, hintergangen, ausgepresst, getäuscht, bestohlen zu werden; schließlich, bei dem geringsten Widerstand, beim ersten Wort der Klage unterdrückt, bestraft, heruntergemacht, beleidigt, verfolgt, misshandelt, zu Boden geschlagen, entwaffnet, geknebelt, eingesperrt, füsiliert, beschossen, verurteilt, verdammt, deportiert, geopfert, verkauft, verraten und obendrein verhöhnt, gehänselt, beschimpft und entehrt zu werden. das ist die Regierung, das ist ihre Gerechtigkeit, das ist ihre Moral.” (1)
Unsere heutige Gesellschaft und CIAO sind – GOTTLOB!! – weit von solchen Zuständen entfernt!
PAUSE
Wer anderen kleinbürgerliche oder spießige Mentalität bescheinigt, den erreicht der lange Arm des Gesetzes. „Applaus!” hieß es bei mir im Gästebuch, als ein Mitglied vor einigen Wochen hier gesperrt wurde. Auch der Zynismus hat weit reichende Tentakeln. Mir wurden Attribute zuteil, die mich dahin stellen, wo ich hingehöre. Zuletzt war ich einfach nur ein „Depp”.
Wenn der „Depp” geht, wird zumindest ein Stückweit mehr Frieden einkehren. Wessen Frieden das sein wird und ob es eher ein Friedhofsfrieden sein wird, mögen andere beurteilen. Kritik ist schön und gut, notwendig und gemeinschaftsfördernd, belebend und lebensnotwendig (welch hehre Grundsätze!) – könnte man meinen. Andere sahen das anders. Sie sahen Verunglimpfung und Verleumdung, Verschwörung und böse Absichten. Es muss sich bei mir um einen schwierigen psychisch-auffälligen Fall handeln. Lassen wir das doch einfach so stehen. Hauptsache: Frieden.
Frieden schaffen mit immer weniger Waffenträgern? Es wird Ruhe einkehren – diese unendliche Ruhe, diese Stille, die man hören kann, ganz leise erst, dann merklich lauter – bis sie grölt.
CIAO ist eine Verbraucher-Community, und wie in jeder Gemeinschaft gehe es nicht nur edel und gut, friedlich und ohne Streit ab. Wie wahr! Für jeden und auch für mich gibt es allerdings Grenzen des Zumutbaren. Das beziehe ich nicht einmal nur auf mich. Wenn über den „virtuellen Tod” eines Mitglieds schwadroniert wird, wie es ein jemand andernorts einmal in selten enthüllender Offenheit ausdrückte, ist jeglicher Respekt vor anderen flöten gegangen.
Für mich ist die Grenze überschritten. Deshalb gehe ich. Ich weiß, dass andere anders denken: Man sollte sich doch weiter bemühen, anderen nicht das Feld überlassen, kämpfen. Von Durchhalteparolen halte ich glücklicherweise nichts. Nicht nur eine Schlacht ist verloren.
Ich unterschreibe die bedingungslose Kapitulation.
Man bemerke die kriegerische Sprache. Leider ist es so weit gekommen. Einen Weg zurück gibt es für mich genauso wenig wie einen nach vorne – jedenfalls hier nicht. Wenn man erst einmal auf der Stelle tritt, sich festsaugt, nicht vor und zurück kann, gibt man irgendwann eine lächerliche Figur ab.
Weggehen heißt auch wohin gehen und andernorts ankommen. Nicht im Paradies, aber vielleicht in Gefilden, wo zumindest oft die Sonne scheint und das Wetter zumeist freundlich ist.
Es gibt andere Orte, an denen der Begriff Respekt noch seine tiefe Bedeutung nicht verloren hat. Es gibt auch andere Verbraucher-Foren, für die das gilt. Ich hoffe es bleibt dabei.
Ich verabschiede mich von meinen Vertrauten, von denen, die mir hier nahe standen, sehr nahe standen und stehen und all denen, die auch weiterhin auf CIAO respektvoll miteinander umgehen werden – trotz aller Anfeindungen und trotz allen Zynismus. Ich verabschiede mich auch von denen, die gegangen wurden und noch gehen werden, weil sie so ähnlich empfinden wie ich. Die, die ich meine, wissen, wenn ich meine.
Die, die mich verstehen wollen, werden mich verstehen; die, die es nicht wollen, sollen es – wie gehabt – eben getrost bleiben lassen; die, die es begrüßen, sollen sich ihrer Schadenfreude ausgiebig hingeben.
Mein Account bleibt bestehen. CIS wird abgestellt. Wer mich erreichen will, erreicht mich.
Herzlichst und mit einem freundlichen Lächeln
Posdole
(1) Zit. n. http://www.woydt.be/lesebuch/l69/id6960de.htm
© Ulrich Behrens 2005
73 Bewertungen, 14 Kommentare
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08.11.2009, 15:01 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichWas für ein sagenhafter Bericht. Einfach einsame Spitze. Lg
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07.09.2008, 22:57 Uhr von moontheloon
Bewertung: besonders wertvollCiao "Muenchen66" und Ciao "Dante 07" sind sicher nicht erfreut bzgl. dieses Beitrags!- Schluchz.........
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21.06.2005, 17:25 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreicherwischt!!! das ist ein film, den ich noch nicht kenne.<grins>
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11.04.2005, 13:30 Uhr von plötzlichpapa
Bewertung: sehr hilfreichamerikanischen Firma übernommen worden. Vielleicht ändert sich ja etwas zum Guten hin.
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29.03.2005, 23:59 Uhr von Klickmich
Bewertung: sehr hilfreich... meine Lieblinge sind die überpeniblen, à la: Ich gehe nie aus dem Haus, mache nie die Rollläden hoch und deswegen achte ich auf jedes kleinste Detail, um Kraft der mir von der Weltinstitution Ciao! verliehenen Kräfte usw. usf., blablabla
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28.01.2005, 16:51 Uhr von bavaria123
Bewertung: sehr hilfreichSchön, Dich jetzt hier gefunden zu haben!!!
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27.01.2005, 15:17 Uhr von myra-belle
Bewertung: sehr hilfreichauch ich habe schlechte erfahrungen mit diesem ach so viel gerümten forum. von wegen gib-deine-meinung-ungeniert-kund.so einige mitglieder sind sich nicht zu schade, mobbing zu betreiben. wenn denen meine berichte nicht gefallen, sollte dies in zivili
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27.01.2005, 12:55 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichja zum Glück noch eine Reihe anderer Plattformen, wo wir deine Berichte genießen dürfen. Ciao ist ein hoffnungsloser Fall, dem man keine Träne nachweinen sollte. VG, mima
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26.01.2005, 13:47 Uhr von Tut_Ench_Amun
Bewertung: sehr hilfreich...bleibst du uns mit deiner exellenten Schreibe und Ansichten wenigstens hier und bei Dooyoo erhalten. Das du Brass auf Ciao hast, kann jeder nachvollziehen, der die Plattform und ihr Hickhack länger kennt - zuviele gute Leute haben sich abgewandt. N
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26.01.2005, 10:52 Uhr von sunny87
Bewertung: sehr hilfreichIch bin selbst nur bei Yopi tätig und finde es interressant, was immmer wieder über ciao berichtet wird. Da kann man sich ja nur bedanken, dass du einen vor der Anmeldung dort bewahrst.
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26.01.2005, 01:23 Uhr von RudiRe
Bewertung: sehr hilfreichDass ciao zwar eine vielbesuchte Seite ist, die jedoch unter der Unglaubwürdigkeit ihrer Mitglieder leidet, ist allgemein bekannt. Ich nehme mal an dass ciao nur deshalb so gut besucht war, weil es dort ursprünglich die beste Bezahlung und eben e
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25.01.2005, 23:07 Uhr von trampastheo
Bewertung: sehr hilfreichIch habe erwartet, dass du es dort lieber Ulrich auch nicht lange aushalten wirst, da die Zustände mittlerweile einen Status erreicht haben, die bescheiden gesagt userunfreundlich sind. Ich fühle mich seit 2 Tagen auch viel besser, um ganz ehrlic
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25.01.2005, 22:41 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichKonsequent ist nur der, der sich selber mit den Umständen wandelt :-)
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25.01.2005, 21:37 Uhr von Realjackass
Bewertung: sehr hilfreichWas ich davon halte, habe ich dir ja schon geschrieben. Naja, wenigstens kann ich dich über yopi noch Lesen. Mfg Marco
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