ciao.de Testbericht



Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
- Aufmachung:
- Übersichtlichkeit:
- Benutzerfreundlichkeit:
- Navigation:
- Funktionsvielfalt:
- Platzierung von Werbung:
Erfahrungsbericht von ikaros
Community Punkte = Egopflege???
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Doch bevor ich zu den einzelnen Punkten, die mir trotz meines "grünen Punktes" schon zahlreich in verschiedensten Beiträgen unter die Augen gekommenen sind, meine eigene Meinung sage bzw. schreibe, zunächst einmal zum System selbst, da, so viel mir das zumindest bei beinahe jeder Meinung auf, die Ciao! betraf, es offenbar zum "guten Ton" gehört, selbst offensichtliche Funktionen oder von jedem (Mitglied) nachlesbare Vorgaben nochmals en détail zu erläutern. Grundsätzlich kein Problem, denn Schreiben - offline - kostet bekanntlich nichts.
Community Punkte (CPs) erhält der registrierte und als solcher auch eingeloggte Ciao!-Nutzer bei beinahe jeder seiner Aktionen hier auf der Plattform, solange sie eine Interaktion mit anderen Nutzern darstellen. So erhält man für das Einstellen einer neuen Meinung pauschal 30 CPs, unabhängig für Länge und - nicht immer leicht beurteilbarer - Qualität. 2 CPs werden weiterhin jedem Mitglied gutgeschrieben, dessen Meinung von einem anderen Mitglied gelesen wird und anschließend nicht mit "nicht hilfreich" bewertet wird; das lesende Mitglied selbst erhält, sofern es eine Bewertung vornimmt, 1 CP. Für die vorgenommene Bewertung erhält der Verfasser des Beitrages wiederum CPs, wobei hier 6 CPs für ein "sehr hilfreich", 3 CPs für ein "hilfreich" gutgeschrieben werden. Dagegen werden bei "weniger hilfreicht" 6 CPs abgezogen, bei "nicht hilfreich" 12 CPs. Wer eine andere Meinung kommentiert, erhält 3 CPs, und schließlich erhält der Empfänger von Vertrauen für jeden Vertrauenden noch mal 80 CPs.
Farblich stellen sich die gesammelten CPs wie folgt dar: "farblos" bekommt, wer entweder ehemaliges Mitglied ist - wobei ich mich manchmal frage, wie jemand, der am Vormittag noch drei Beiträge verfaßt hat, am Nachmittag schon wieder ehemalig sein kann - oder wer infolge schlechter Beiträge einen negativen CP-Wert hat! Nicht jeder, der also keinen Punkt hat, ist, wie es hier wohl üblicherweise ausgedrückt wird, ein Faker!
Weiß ist grundsätzlich Novizenfarbe, die in der Regel auf knappe und nicht sonderlich aussagekräftige Beiträge schließen läßt, und wird von 0 bis 499 CPs beibehalten, wobei es durchaus vorkommen kann, daß neueingestellte Beiträge von "Weißen" qualitativ weit über denen von "Grünen" und "Blauen" stehen - einen novizenähnlichen, also nur knapp über 120 Worten liegenden, Beitrag eines "Violetten" oder noch höheren habe ich bis dato noch nie gesehen. Grün ist die Farbe der ersten Erfahrungen und Reifeanfängen, die ab 500 CPs bis hin zu 4.999 CPs vergeben wird, und auch wesentlich seltener als bei Weiß auf knappe und informationsarme Beiträge unter den TOP-20 stoßen läßt. Blau, Farbe der Fortgeschrittenen, bekommt man ab 5.000 CPs und behält sie bis zu 19.999 CPs bei, wobei jedoch auch in diesem Reifestadium, wie bereits erwähnt, so mancher Fehlgriff bei neueingestellten Meinungen vorkommen kann. Violett bürgt hingegen nach meinen bescheidenen Erfahrungen stets für Ausführlichkeit und Nützlichkeit, ist die Farbe der Veteranen doch auch erst ab 20.000 CPs bis hin zu 49.999 CPs erhältlich. Rot schließlich, Farbe der "Global Player", die erst ab 50.000 CPs verliehen wird, kann wohl uneingeschränkt als Qualitätssiegel herangezogen werden, da es erst mit 100.000 CPs von Orange, der Farbe der Topautoren und "Machern" übertroffen wird, die wohl auch nicht selten als "Geburtshelfer" schon bei Ciao! mitgewirkt haben.
Soweit also der Erwerb und die Darstellung der CPs, ein letztes vielleicht noch zu dem Thema Farbwechsel selbst: sobald ein Mitglied die nächste Stufe auf der Leiter erreicht hat, wechselt klarerweise sein Farbpunkt in die entsprechende Farbe, wobei von nun an alle Anführungen des Mitgliedsnamens mit dieser "neuen" Farbe dargestellt werden. Somit werden auch die aller ersten Beiträge, die noch mit "windel"weiß oder "hinter-den-Ohren"grün verfaßt und eingestellt worden sind, entsprechend mit der aktuellen Farbe, und sei es orange, gekennzeichnet. Ebenso werden alle Bewertungen mit der momentanen Farbe ausgezeichnet, was im Umkehrschluß bedeuten kann, daß infolge von einigen schlechten Bewertungen oder einer Beitragslöschung auch mal aus einem "Blauen" wieder ein "Grüner" wird, und die vermeintliche Freude über den tollen Kommentar oder die einzig positive Bewertung eines "Reiferen" dahinschmelzen kann, wobei gerade letzteres unsinnig und wirklichkeitsfremd sein dürfte.
Nachdem nun die Fakten weitgehendst geklärt sein dürften, nun zu den Vorteilen oder vermeintlichen Mankos dieses Systems, wobei ich hier, getreu der Aufzählung in der Einleitung meines Beitrages, mit dem Anreiz für Neulinge beginnen möchte, denn ein solcher bin ich seit meiner Anmeldung am Sonntag, den 26. August 2001, gewesen und bin es wohl auch jetzt noch. Denn eines ist wie überall, so auch hier bei Ciao! alles andere als leicht: der Einstieg, auch wenn, wie mir, ein erfahrener - mittlerweile "rot gewordener" - Freund, durch den ich letztlich erst zu Ciao! gekommen bin, beisteht.
Denn anders als in vielen anderen Lebenssituationen ist das kreative Schreiben über ein abstraktes Thema, über ein alltäglich verwendetes Produkt oder aber auch über sonstige Gegenstände des täglichen Lebens doch unglaublich schwer, da man zum einen viele Aspekte eines sich stets vor Augen führenden Objektes gar nicht gleichzeitig parat haben kann, um sie halbwegs sinnvoll zu ordnen, zum anderen vergißt man doch leicht Eigenschaften, die einem selbst als selbstverständlich erscheinen, anderen jedoch längst nicht so gegenwärtig sind, und der Fehlen den Beitrag entsprechend weniger hilfreich ausfallen läßt. Zudem, und daß ist wohl das große Problem, mit dem sich die meisten Neulinge ebenso wie ich selbst am Anfang herumschlagen mußten, ist die Länge eines Beitrages. Sehr verlockend ist es da durchaus, schon nach einem Absatz über zehn oder fünfzehn Zeilen abzuspeichern und auf zahlreiche Lesungen zu hoffen; die kommen vielleicht auch sogar, nur werden die "weniger hilfreich"- und "nicht hilfreich"-Bewertungen ebenso zahlreich kommen. Auf der anderen Seite fehlt mangels Erfahrung auch die Motivation, eineinhalb, zwei oder noch mehr DIN A4 Seiten zusammen zu tippen, wenn man doch in der gleichen Zeit mindestens doppelt wenn nicht sogar dreimal so viele Beiträge einstellen könnte - mit eben beschriebenem Ergebnis!
Im vergangenen Jahr, so entnehme ich das den Schilderungen meines Freundes wie auch vielen Beiträgen zu diesem Thema, wurden Lesungen von Mitgliedern offensichtlich mit 0,10 DM vergütet, teilweise sogar nach einer "nutzlos"-Bewertung. Klar, daß hier, wie das mit unter auch mal anklingt, in erster Linie das Geld gelockt hat und hierbei vielleicht auch der Gedanke, daß nur gute Beiträge in guter Erinnerung bleiben und Vertraute anlocken, zu Qualitätsbemühungen geführt hat. Infolge des neuen Bewertungssystems jedoch dürfte dieses Lockmittel weitestgehend seine Wirkung verloren haben, denn im ungünstigsten Fall sind 500 Lesungen bis zur Auszahlungsgrenze von 10,- DM erforderlich - also lieber mehr Beiträge und nur durchschnittlich viele Lesungen als wenige Beiträge und vielleicht ebenfalls nur durchschnittlich viele Lesungen!
In diesem Zusammenhang erscheint mir der Farbtupfen dann doch eine nicht zu unterschätzende Ego-Pflege zu betreiben, denn wenn auch das Konto nicht zu dem erhofften Reichtum führt, kann man doch sicherlich eine gewisse Genugtuung nicht verleugnen, wenn endlich der "verhaßte" weiße Punkt grün, dieser schließlich blau und irgendwann nach harter Arbeit endlich auch mal violett geworden ist. So war ich doch ausgesprochen zufrieden mit mir selbst, als ich "grün" geworden bin und habe auch gleich eine entsprechende Mail an meinen Freund gesendet! Sicherlich, auch die positiven Kommentare sowie die zahlreichen "sehr hilfreich"-Bewertungen für meine beiden ersten Beiträge waren ausgesprochen angenehm und selbstbewußtseinsteigernd, doch irgendwie war der grüne Klecks mehr wert!
Im Umkehrschluß wiederum vermag die Punktfarbe für Altgediente, die bereits blau oder sogar violett sind, sicherlich auch nicht ohne Interesse sein, da zum einen sicherlich die Zahl der "Träger" der nächsten Farbe geringer sein dürfte als die der derzeitigen, zum anderen ist wohl auch hier eine gewisse Selbstbestätigung vorherrschend, denn nicht selten habe ich neben inhaltsbezogenen Kommentaren auch Glückwünsche zum erfolgten positiven Farbwechsel gelesen und auch mein mich werbender Freund sendete mir als Antwort auf meine "Ich bin grün!"-Mail eine "Und ich rot!"-Mail zurück, da er selbst, noch während ich mich im unteren Farbbereich abquälte, den Sprung in die "Aristokratie", wie er daß einmal scherzhaft ausgedrückt hat, geschafft hat. Deutlicher geht es in meinen Augen beinahe schon nicht mehr!
Soweit also die bloßen Ego-Wirkungen, nun aber auch zu den vermeintlichen Mankos und Problemen.
In vielen Beiträgen zum Thema "Punkteerwerb" oftmals die vermeintlich schlechte Gewichtung der jeweiligen Aktionen kritisiert, insbesondere werden die 80 CPs für einen neuen Vertrauten als maßlos überzogen angesehen. Hierzu meine ich, daß einerseits anstelle absatzlanger Kritik lieber konstruktive Vorschläge angebracht werden sollten, die nur zumeist eben gerade nicht vorhanden sind, und andererseits sicherlich jede Gewichtung ihre Vor- und Nachteile haben dürfte, so etwa eine längenabhängige "Vergütung" eines neuen Beitrages, da dann wohl die etwas nervenden Beiträge nach dem Modell "Schweizer Käse" - drei Zeilen Text, ein Absatz - vorherrschen würden. Umgekehrt sollte auch das Kommentieren nicht unbedingt wesentlich höher eingestuft werden, da ein "Glückwunsch zum grünen/blauen/violetten/roten/orangenen Punkt", "Glückwunsch zum Diamanten" oder auch einfach nur "Man liest sich, xxx" ebenfalls keinen zusätzlichen Anreiz erhalten sollten.
Betreffend den Abstufungen bei der Farbvergabe ist sicherlich zu sagen, daß die zunehmend größer werdenden Abstände tatsächlich etwas unglücklich ausgefallen sind, der wer 25.000 CPs zusammen bekommen hat, bekommt noch lange nicht mit jeweils drei neuen Beiträge weitere 1.000 CPs hinzu. Ebenso wird derjenige, der die 50.000 CPs erreicht hat, beinahe ebenso lange, wie er bis dahin gebraucht hat, auf den nächsten Wechsel warten müssen - denn es müssen einem ja auch immer wieder neue Themen oder Produkte einfallen! Hingegen fehlt es, sehe ich mir wirkliche High-End-Autoren mit 200.000 CPs und mehr an, dann doch irgendwie an einer siebten Stufe - schwarz etwa, beginnend ab 200.000 CPs - mit der die absoluten Macher ausgezeichnet werden, denn wer 200.000 CPs und mehr aufweisen kann, muß wirklich höchstaktiv und auf qualitativem Topniveau sein, denn selbst bei 200 "sehr hilfreich"-Bewertungen pro Meinung kommen "gerade mal nur" 1.630 CPs inklusive der Einstellprämie zusammen, so daß von diesen Meinungen also stolze 123 erforderlich wären - und wer kann schon von Anfang an auf 200 Lesungen blicken????
Viel geäußerter Kritikpunkt, der namentlich von Vertretern meiner Farbe geäußert wurde, ist die Tatsache, daß es keine "Stunde Null" gegeben hat, sondern vielmehr alle bisherigen Aktivitäten bei der Einführung der CPs berücksichtigt und entsprechend bewertet worden sind. Dazu vielleicht nur eine kleine Überlegung: diejenigen, die gleich auf orange gehoben worden sind, hätten sicherlich auch nach wenigen neuen Beiträgen die unteren Farbränge in einem Tempo durchlaufen, von dem jeder Neueinsteiger nur träumen kann, denn das "Netz des Vertrauens" wurde gerade nicht modifiziert und hätte wohl auch auf keinen Fall ebenfalls rückgesetzt werden dürfen. Mag sein, daß diese Top-Autoren ein oder auch zwei Monate später erst rot oder orange erreicht hätten. Eine echte Gleichmachung, wie sie den Verfassern der angeführten Beiträge vorschwebt, wäre jedoch auch dann nicht erfolgt. Und darüber hinaus haben sich diese Mitglieder, die nicht selten auch die Geburtswehen von Ciao! miterlebt haben, insofern um die Plattform und die Community verdient gemacht, als daß sie durch ihren ungebrochenen Arbeitseifer Ciao! am Leben erhalten und somit den jetztigen Neueinsteigern überhaupt erst die Möglichkeit einer Teilnahme gegeben haben; sie dafür zu "bestrafen", erscheint mir in keiner Weise gerechtfertigt.
Und umgekehrt stelle ich häufig fest, daß "weißen" und "grünen" Mitgliedern wesentlich eher Ratschläge und Tipps in Kommentaren bei nicht so toll ausgefallenen Beiträgen gegeben werden, als es bei "blauen" Mitgliedern der Fall ist; auf der anderen Seite kann ich ein signifikantes Gefälle zwischen den Leseraten von Beiträgen der "Oberschicht" gegenüber denen der "Unterschicht" nicht erkennen, zumindest nicht, solange diese sich unter den 20 aktuellsten befinden!
Ein letztes vielleicht noch zur Privilegienfrage: wie bitte schön sollte ein rotes oder orangenes Mitglied gegenüber einem grünen oder weißen Mitglied privilegiert werden? Durch Freigabe von mehr Vertrauensmöglichkeiten? Bewertungskontingente, die mit steigendem Farblevel entsprechend zunehmen - Freie Fahrt in Richtung Yopi?? Höhere Vergütungsansprüche, um es dann wirklich zu einem Klassenkampf kommen zu lassen?? Oder gar stärkere Gewichtung bei Bewertungen, so daß ein orangenes "nicht hilfreich" zehn grüne "sehr hilfreich" hinwegfegt??? Ich finde, daß die derzeitige Regelung, daß die Punkte lediglich einen optischen Reflex darstellen, der, glaubt man Kritikern des Systems, ohnehin schon zu einer ungeschriebenen Privilegierung der oberen Ränge geführt hat, vollkommen ausreichend ist.
Und so lautet mein Schlußurteil denn auch, einhergehend mit dem Titel meines Beitrages, daß das aktuelle CP-System sicherlich für jede "Generation" einen Anreiz bietet und insgesamt wohl auch klar die Vorteile den Nachteilen, sofern denn überhaupt irgendwelche vorhanden sind, überwiegt!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-02-15 12:01:28 mit dem Titel Die Community-Punkte sind gar nicht so schlecht
Die Idee, die Ciao! mit der Einrichtung des Community-Punkte-Systems verwirklicht hat, nämlich individuelle Aktivität eines jeden Mitglieds optisch sofort erfaßbar darzustellen, ist in meinen Augen eine hervorragende und selten in ähnlich guter Weise realisierte Form der Motivationsförderung wie aber auch der Qualitätserhaltung. Denn einerseits ist es gerade für Neueinsteiger reizvoll, möglichst schnell einen Farbwechsel zu erreichen, andererseits kann es aber für Veteranen nicht gänzlich unbedeutend sein, ob nun ein Punkt in violett, rot oder möglicherweise sogar orange den Mitgliedsnamen ziert. Sicherlich kann man über die Sinnhaftigkeit der Punktevergabe streiten und auch die Abstufungen als zu indifferenziert oder sprunghaft deklarieren, ebenso sich über die Vorteile für ohnehin schon "prominente" Mitglieder und die (zusätzlichen) Beschwerden für Neulinge mokieren und letztlich das Fehlen von Privilegien "höherer Ränge" als klares Manko anführen.
Doch bevor ich zu den einzelnen Punkten, die mir trotz meines "grünen Punktes" schon zahlreich in verschiedensten Beiträgen unter die Augen gekommenen sind, meine eigene Meinung sage bzw. schreibe, zunächst einmal zum System selbst, da, so viel mir das zumindest bei beinahe jeder Meinung auf, die Ciao! betraf, es offenbar zum "guten Ton" gehört, selbst offensichtliche Funktionen oder von jedem (Mitglied) nachlesbare Vorgaben nochmals en détail zu erläutern. Grundsätzlich kein Problem, denn Schreiben - offline - kostet bekanntlich nichts.
Community Punkte (CPs) erhält der registrierte und als solcher auch eingeloggte Ciao!-Nutzer bei beinahe jeder seiner Aktionen hier auf der Plattform, solange sie eine Interaktion mit anderen Nutzern darstellen. So erhält man für das Einstellen einer neuen Meinung pauschal 30 CPs, unabhängig für Länge und - nicht immer leicht beurteilbarer - Qualität. 2 CPs werden weiterhin jedem Mitglied gutgeschrieben, dessen Meinung von einem anderen Mitglied gelesen wird und anschließend nicht mit "nicht hilfreich" bewertet wird; das lesende Mitglied selbst erhält, sofern es eine Bewertung vornimmt, 1 CP. Für die vorgenommene Bewertung erhält der Verfasser des Beitrages wiederum CPs, wobei hier 6 CPs für ein "sehr hilfreich", 3 CPs für ein "hilfreich" gutgeschrieben werden. Dagegen werden bei "weniger hilfreicht" 6 CPs abgezogen, bei "nicht hilfreich" 12 CPs. Wer eine andere Meinung kommentiert, erhält 3 CPs, und schließlich erhält der Empfänger von Vertrauen für jeden Vertrauenden noch mal 80 CPs.
Farblich stellen sich die gesammelten CPs wie folgt dar: "farblos" bekommt, wer entweder ehemaliges Mitglied ist - wobei ich mich manchmal frage, wie jemand, der am Vormittag noch drei Beiträge verfaßt hat, am Nachmittag schon wieder ehemalig sein kann - oder wer infolge schlechter Beiträge einen negativen CP-Wert hat! Nicht jeder, der also keinen Punkt hat, ist, wie es hier wohl üblicherweise ausgedrückt wird, ein Faker!
Weiß ist grundsätzlich Novizenfarbe, die in der Regel auf knappe und nicht sonderlich aussagekräftige Beiträge schließen läßt, und wird von 0 bis 499 CPs beibehalten, wobei es durchaus vorkommen kann, daß neueingestellte Beiträge von "Weißen" qualitativ weit über denen von "Grünen" und "Blauen" stehen - einen novizenähnlichen, also nur knapp über 120 Worten liegenden, Beitrag eines "Violetten" oder noch höheren habe ich bis dato noch nie gesehen. Grün ist die Farbe der ersten Erfahrungen und Reifeanfängen, die ab 500 CPs bis hin zu 4.999 CPs vergeben wird, und auch wesentlich seltener als bei Weiß auf knappe und informationsarme Beiträge unter den TOP-20 stoßen läßt. Blau, Farbe der Fortgeschrittenen, bekommt man ab 5.000 CPs und behält sie bis zu 19.999 CPs bei, wobei jedoch auch in diesem Reifestadium, wie bereits erwähnt, so mancher Fehlgriff bei neueingestellten Meinungen vorkommen kann. Violett bürgt hingegen nach meinen bescheidenen Erfahrungen stets für Ausführlichkeit und Nützlichkeit, ist die Farbe der Veteranen doch auch erst ab 20.000 CPs bis hin zu 49.999 CPs erhältlich. Rot schließlich, Farbe der "Global Player", die erst ab 50.000 CPs verliehen wird, kann wohl uneingeschränkt als Qualitätssiegel herangezogen werden, da es erst mit 100.000 CPs von Orange, der Farbe der Topautoren und "Machern" übertroffen wird, die wohl auch nicht selten als "Geburtshelfer" schon bei Ciao! mitgewirkt haben.
Soweit also der Erwerb und die Darstellung der CPs, ein letztes vielleicht noch zu dem Thema Farbwechsel selbst: sobald ein Mitglied die nächste Stufe auf der Leiter erreicht hat, wechselt klarerweise sein Farbpunkt in die entsprechende Farbe, wobei von nun an alle Anführungen des Mitgliedsnamens mit dieser "neuen" Farbe dargestellt werden. Somit werden auch die aller ersten Beiträge, die noch mit "windel"weiß oder "hinter-den-Ohren"grün verfaßt und eingestellt worden sind, entsprechend mit der aktuellen Farbe, und sei es orange, gekennzeichnet. Ebenso werden alle Bewertungen mit der momentanen Farbe ausgezeichnet, was im Umkehrschluß bedeuten kann, daß infolge von einigen schlechten Bewertungen oder einer Beitragslöschung auch mal aus einem "Blauen" wieder ein "Grüner" wird, und die vermeintliche Freude über den tollen Kommentar oder die einzig positive Bewertung eines "Reiferen" dahinschmelzen kann, wobei gerade letzteres unsinnig und wirklichkeitsfremd sein dürfte.
Nachdem nun die Fakten weitgehendst geklärt sein dürften, nun zu den Vorteilen oder vermeintlichen Mankos dieses Systems, wobei ich hier, getreu der Aufzählung in der Einleitung meines Beitrages, mit dem Anreiz für Neulinge beginnen möchte, denn ein solcher bin ich seit meiner Anmeldung am Sonntag, den 26. August 2001, gewesen und bin es wohl auch jetzt noch. Denn eines ist wie überall, so auch hier bei Ciao! alles andere als leicht: der Einstieg, auch wenn, wie mir, ein erfahrener - mittlerweile "rot gewordener" - Freund, durch den ich letztlich erst zu Ciao! gekommen bin, beisteht.
Denn anders als in vielen anderen Lebenssituationen ist das kreative Schreiben über ein abstraktes Thema, über ein alltäglich verwendetes Produkt oder aber auch über sonstige Gegenstände des täglichen Lebens doch unglaublich schwer, da man zum einen viele Aspekte eines sich stets vor Augen führenden Objektes gar nicht gleichzeitig parat haben kann, um sie halbwegs sinnvoll zu ordnen, zum anderen vergißt man doch leicht Eigenschaften, die einem selbst als selbstverständlich erscheinen, anderen jedoch längst nicht so gegenwärtig sind, und der Fehlen den Beitrag entsprechend weniger hilfreich ausfallen läßt. Zudem, und daß ist wohl das große Problem, mit dem sich die meisten Neulinge ebenso wie ich selbst am Anfang herumschlagen mußten, ist die Länge eines Beitrages. Sehr verlockend ist es da durchaus, schon nach einem Absatz über zehn oder fünfzehn Zeilen abzuspeichern und auf zahlreiche Lesungen zu hoffen; die kommen vielleicht auch sogar, nur werden die "weniger hilfreich"- und "nicht hilfreich"-Bewertungen ebenso zahlreich kommen. Auf der anderen Seite fehlt mangels Erfahrung auch die Motivation, eineinhalb, zwei oder noch mehr DIN A4 Seiten zusammen zu tippen, wenn man doch in der gleichen Zeit mindestens doppelt wenn nicht sogar dreimal so viele Beiträge einstellen könnte - mit eben beschriebenem Ergebnis!
Im vergangenen Jahr, so entnehme ich das den Schilderungen meines Freundes wie auch vielen Beiträgen zu diesem Thema, wurden Lesungen von Mitgliedern offensichtlich mit 0,10 DM vergütet, teilweise sogar nach einer "nutzlos"-Bewertung. Klar, daß hier, wie das mit unter auch mal anklingt, in erster Linie das Geld gelockt hat und hierbei vielleicht auch der Gedanke, daß nur gute Beiträge in guter Erinnerung bleiben und Vertraute anlocken, zu Qualitätsbemühungen geführt hat. Infolge des neuen Bewertungssystems jedoch dürfte dieses Lockmittel weitestgehend seine Wirkung verloren haben, denn im ungünstigsten Fall sind 500 Lesungen bis zur Auszahlungsgrenze von 10,- DM erforderlich - also lieber mehr Beiträge und nur durchschnittlich viele Lesungen als wenige Beiträge und vielleicht ebenfalls nur durchschnittlich viele Lesungen!
In diesem Zusammenhang erscheint mir der Farbtupfen dann doch eine nicht zu unterschätzende Ego-Pflege zu betreiben, denn wenn auch das Konto nicht zu dem erhofften Reichtum führt, kann man doch sicherlich eine gewisse Genugtuung nicht verleugnen, wenn endlich der "verhaßte" weiße Punkt grün, dieser schließlich blau und irgendwann nach harter Arbeit endlich auch mal violett geworden ist. So war ich doch ausgesprochen zufrieden mit mir selbst, als ich "grün" geworden bin und habe auch gleich eine entsprechende Mail an meinen Freund gesendet! Sicherlich, auch die positiven Kommentare sowie die zahlreichen "sehr hilfreich"-Bewertungen für meine beiden ersten Beiträge waren ausgesprochen angenehm und selbstbewußtseinsteigernd, doch irgendwie war der grüne Klecks mehr wert!
Im Umkehrschluß wiederum vermag die Punktfarbe für Altgediente, die bereits blau oder sogar violett sind, sicherlich auch nicht ohne Interesse sein, da zum einen sicherlich die Zahl der "Träger" der nächsten Farbe geringer sein dürfte als die der derzeitigen, zum anderen ist wohl auch hier eine gewisse Selbstbestätigung vorherrschend, denn nicht selten habe ich neben inhaltsbezogenen Kommentaren auch Glückwünsche zum erfolgten positiven Farbwechsel gelesen und auch mein mich werbender Freund sendete mir als Antwort auf meine "Ich bin grün!"-Mail eine "Und ich rot!"-Mail zurück, da er selbst, noch während ich mich im unteren Farbbereich abquälte, den Sprung in die "Aristokratie", wie er daß einmal scherzhaft ausgedrückt hat, geschafft hat. Deutlicher geht es in meinen Augen beinahe schon nicht mehr!
Soweit also die bloßen Ego-Wirkungen, nun aber auch zu den vermeintlichen Mankos und Problemen.
In vielen Beiträgen zum Thema "Punkteerwerb" oftmals die vermeintlich schlechte Gewichtung der jeweiligen Aktionen kritisiert, insbesondere werden die 80 CPs für einen neuen Vertrauten als maßlos überzogen angesehen. Hierzu meine ich, daß einerseits anstelle absatzlanger Kritik lieber konstruktive Vorschläge angebracht werden sollten, die nur zumeist eben gerade nicht vorhanden sind, und andererseits sicherlich jede Gewichtung ihre Vor- und Nachteile haben dürfte, so etwa eine längenabhängige "Vergütung" eines neuen Beitrages, da dann wohl die etwas nervenden Beiträge nach dem Modell "Schweizer Käse" - drei Zeilen Text, ein Absatz - vorherrschen würden. Umgekehrt sollte auch das Kommentieren nicht unbedingt wesentlich höher eingestuft werden, da ein "Glückwunsch zum grünen/blauen/violetten/roten/orangenen Punkt", "Glückwunsch zum Diamanten" oder auch einfach nur "Man liest sich, xxx" ebenfalls keinen zusätzlichen Anreiz erhalten sollten.
Betreffend den Abstufungen bei der Farbvergabe ist sicherlich zu sagen, daß die zunehmend größer werdenden Abstände tatsächlich etwas unglücklich ausgefallen sind, der wer 25.000 CPs zusammen bekommen hat, bekommt noch lange nicht mit jeweils drei neuen Beiträge weitere 1.000 CPs hinzu. Ebenso wird derjenige, der die 50.000 CPs erreicht hat, beinahe ebenso lange, wie er bis dahin gebraucht hat, auf den nächsten Wechsel warten müssen - denn es müssen einem ja auch immer wieder neue Themen oder Produkte einfallen! Hingegen fehlt es, sehe ich mir wirkliche High-End-Autoren mit 200.000 CPs und mehr an, dann doch irgendwie an einer siebten Stufe - schwarz etwa, beginnend ab 200.000 CPs - mit der die absoluten Macher ausgezeichnet werden, denn wer 200.000 CPs und mehr aufweisen kann, muß wirklich höchstaktiv und auf qualitativem Topniveau sein, denn selbst bei 200 "sehr hilfreich"-Bewertungen pro Meinung kommen "gerade mal nur" 1.630 CPs inklusive der Einstellprämie zusammen, so daß von diesen Meinungen also stolze 123 erforderlich wären - und wer kann schon von Anfang an auf 200 Lesungen blicken????
Viel geäußerter Kritikpunkt, der namentlich von Vertretern meiner Farbe geäußert wurde, ist die Tatsache, daß es keine "Stunde Null" gegeben hat, sondern vielmehr alle bisherigen Aktivitäten bei der Einführung der CPs berücksichtigt und entsprechend bewertet worden sind. Dazu vielleicht nur eine kleine Überlegung: diejenigen, die gleich auf orange gehoben worden sind, hätten sicherlich auch nach wenigen neuen Beiträgen die unteren Farbränge in einem Tempo durchlaufen, von dem jeder Neueinsteiger nur träumen kann, denn das "Netz des Vertrauens" wurde gerade nicht modifiziert und hätte wohl auch auf keinen Fall ebenfalls rückgesetzt werden dürfen. Mag sein, daß diese Top-Autoren ein oder auch zwei Monate später erst rot oder orange erreicht hätten. Eine echte Gleichmachung, wie sie den Verfassern der angeführten Beiträge vorschwebt, wäre jedoch auch dann nicht erfolgt. Und darüber hinaus haben sich diese Mitglieder, die nicht selten auch die Geburtswehen von Ciao! miterlebt haben, insofern um die Plattform und die Community verdient gemacht, als daß sie durch ihren ungebrochenen Arbeitseifer Ciao! am Leben erhalten und somit den jetztigen Neueinsteigern überhaupt erst die Möglichkeit einer Teilnahme gegeben haben; sie dafür zu "bestrafen", erscheint mir in keiner Weise gerechtfertigt.
Und umgekehrt stelle ich häufig fest, daß "weißen" und "grünen" Mitgliedern wesentlich eher Ratschläge und Tipps in Kommentaren bei nicht so toll ausgefallenen Beiträgen gegeben werden, als es bei "blauen" Mitgliedern der Fall ist; auf der anderen Seite kann ich ein signifikantes Gefälle zwischen den Leseraten von Beiträgen der "Oberschicht" gegenüber denen der "Unterschicht" nicht erkennen, zumindest nicht, solange diese sich unter den 20 aktuellsten befinden!
Ein letztes vielleicht noch zur Privilegienfrage: wie bitte schön sollte ein rotes oder orangenes Mitglied gegenüber einem grünen oder weißen Mitglied privilegiert werden? Durch Freigabe von mehr Vertrauensmöglichkeiten? Bewertungskontingente, die mit steigendem Farblevel entsprechend zunehmen - Freie Fahrt in Richtung Yopi?? Höhere Vergütungsansprüche, um es dann wirklich zu einem Klassenkampf kommen zu lassen?? Oder gar stärkere Gewichtung bei Bewertungen, so daß ein orangenes "nicht hilfreich" zehn grüne "sehr hilfreich" hinwegfegt??? Ich finde, daß die derzeitige Regelung, daß die Punkte lediglich einen optischen Reflex darstellen, der, glaubt man Kritikern des Systems, ohnehin schon zu einer ungeschriebenen Privilegierung der oberen Ränge geführt hat, vollkommen ausreichend ist.
Und so lautet mein Schlußurteil denn auch, einhergehend mit dem Titel meines Beitrages, daß das aktuelle CP-System sicherlich für jede "Generation" einen Anreiz bietet und insgesamt wohl auch klar die Vorteile den Nachteilen, sofern denn überhaupt irgendwelche vorhanden sind, überwiegt!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-01 08:08:03 mit dem Titel Community Punkte - na ja, schadet nicht!
Die Idee, die Ciao! mit der Einrichtung des Community-Punkte-Systems verwirklicht hat, nämlich individuelle Aktivität eines jeden Mitglieds optisch sofort erfaßbar darzustellen, ist in meinen Augen eine hervorragende und selten in ähnlich guter Weise realisierte Form der Motivationsförderung wie aber auch der Qualitätserhaltung. Denn einerseits ist es gerade für Neueinsteiger reizvoll, möglichst schnell einen Farbwechsel zu erreichen, andererseits kann es aber für Veteranen nicht gänzlich unbedeutend sein, ob nun ein Punkt in violett, rot oder möglicherweise sogar orange den Mitgliedsnamen ziert. Sicherlich kann man über die Sinnhaftigkeit der Punktevergabe streiten und auch die Abstufungen als zu indifferenziert oder sprunghaft deklarieren, ebenso sich über die Vorteile für ohnehin schon "prominente" Mitglieder und die (zusätzlichen) Beschwerden für Neulinge mokieren und letztlich das Fehlen von Privilegien "höherer Ränge" als klares Manko anführen.
Doch bevor ich zu den einzelnen Punkten, die mir trotz meines "grünen Punktes" schon zahlreich in verschiedensten Beiträgen unter die Augen gekommenen sind, meine eigene Meinung sage bzw. schreibe, zunächst einmal zum System selbst, da, so viel mir das zumindest bei beinahe jeder Meinung auf, die Ciao! betraf, es offenbar zum "guten Ton" gehört, selbst offensichtliche Funktionen oder von jedem (Mitglied) nachlesbare Vorgaben nochmals en détail zu erläutern. Grundsätzlich kein Problem, denn Schreiben - offline - kostet bekanntlich nichts.
Community Punkte (CPs) erhält der registrierte und als solcher auch eingeloggte Ciao!-Nutzer bei beinahe jeder seiner Aktionen hier auf der Plattform, solange sie eine Interaktion mit anderen Nutzern darstellen. So erhält man für das Einstellen einer neuen Meinung pauschal 30 CPs, unabhängig für Länge und - nicht immer leicht beurteilbarer - Qualität. 2 CPs werden weiterhin jedem Mitglied gutgeschrieben, dessen Meinung von einem anderen Mitglied gelesen wird und anschließend nicht mit "nicht hilfreich" bewertet wird; das lesende Mitglied selbst erhält, sofern es eine Bewertung vornimmt, 1 CP. Für die vorgenommene Bewertung erhält der Verfasser des Beitrages wiederum CPs, wobei hier 6 CPs für ein "sehr hilfreich", 3 CPs für ein "hilfreich" gutgeschrieben werden. Dagegen werden bei "weniger hilfreicht" 6 CPs abgezogen, bei "nicht hilfreich" 12 CPs. Wer eine andere Meinung kommentiert, erhält 3 CPs, und schließlich erhält der Empfänger von Vertrauen für jeden Vertrauenden noch mal 80 CPs.
Farblich stellen sich die gesammelten CPs wie folgt dar: "farblos" bekommt, wer entweder ehemaliges Mitglied ist - wobei ich mich manchmal frage, wie jemand, der am Vormittag noch drei Beiträge verfaßt hat, am Nachmittag schon wieder ehemalig sein kann - oder wer infolge schlechter Beiträge einen negativen CP-Wert hat! Nicht jeder, der also keinen Punkt hat, ist, wie es hier wohl üblicherweise ausgedrückt wird, ein Faker!
Weiß ist grundsätzlich Novizenfarbe, die in der Regel auf knappe und nicht sonderlich aussagekräftige Beiträge schließen läßt, und wird von 0 bis 499 CPs beibehalten, wobei es durchaus vorkommen kann, daß neueingestellte Beiträge von "Weißen" qualitativ weit über denen von "Grünen" und "Blauen" stehen - einen novizenähnlichen, also nur knapp über 120 Worten liegenden, Beitrag eines "Violetten" oder noch höheren habe ich bis dato noch nie gesehen. Grün ist die Farbe der ersten Erfahrungen und Reifeanfängen, die ab 500 CPs bis hin zu 4.999 CPs vergeben wird, und auch wesentlich seltener als bei Weiß auf knappe und informationsarme Beiträge unter den TOP-20 stoßen läßt. Blau, Farbe der Fortgeschrittenen, bekommt man ab 5.000 CPs und behält sie bis zu 19.999 CPs bei, wobei jedoch auch in diesem Reifestadium, wie bereits erwähnt, so mancher Fehlgriff bei neueingestellten Meinungen vorkommen kann. Violett bürgt hingegen nach meinen bescheidenen Erfahrungen stets für Ausführlichkeit und Nützlichkeit, ist die Farbe der Veteranen doch auch erst ab 20.000 CPs bis hin zu 49.999 CPs erhältlich. Rot schließlich, Farbe der "Global Player", die erst ab 50.000 CPs verliehen wird, kann wohl uneingeschränkt als Qualitätssiegel herangezogen werden, da es erst mit 100.000 CPs von Orange, der Farbe der Topautoren und "Machern" übertroffen wird, die wohl auch nicht selten als "Geburtshelfer" schon bei Ciao! mitgewirkt haben.
Soweit also der Erwerb und die Darstellung der CPs, ein letztes vielleicht noch zu dem Thema Farbwechsel selbst: sobald ein Mitglied die nächste Stufe auf der Leiter erreicht hat, wechselt klarerweise sein Farbpunkt in die entsprechende Farbe, wobei von nun an alle Anführungen des Mitgliedsnamens mit dieser "neuen" Farbe dargestellt werden. Somit werden auch die aller ersten Beiträge, die noch mit "windel"weiß oder "hinter-den-Ohren"grün verfaßt und eingestellt worden sind, entsprechend mit der aktuellen Farbe, und sei es orange, gekennzeichnet. Ebenso werden alle Bewertungen mit der momentanen Farbe ausgezeichnet, was im Umkehrschluß bedeuten kann, daß infolge von einigen schlechten Bewertungen oder einer Beitragslöschung auch mal aus einem "Blauen" wieder ein "Grüner" wird, und die vermeintliche Freude über den tollen Kommentar oder die einzig positive Bewertung eines "Reiferen" dahinschmelzen kann, wobei gerade letzteres unsinnig und wirklichkeitsfremd sein dürfte.
Nachdem nun die Fakten weitgehendst geklärt sein dürften, nun zu den Vorteilen oder vermeintlichen Mankos dieses Systems, wobei ich hier, getreu der Aufzählung in der Einleitung meines Beitrages, mit dem Anreiz für Neulinge beginnen möchte, denn ein solcher bin ich seit meiner Anmeldung am Sonntag, den 26. August 2001, gewesen und bin es wohl auch jetzt noch. Denn eines ist wie überall, so auch hier bei Ciao! alles andere als leicht: der Einstieg, auch wenn, wie mir, ein erfahrener - mittlerweile "rot gewordener" - Freund, durch den ich letztlich erst zu Ciao! gekommen bin, beisteht.
Denn anders als in vielen anderen Lebenssituationen ist das kreative Schreiben über ein abstraktes Thema, über ein alltäglich verwendetes Produkt oder aber auch über sonstige Gegenstände des täglichen Lebens doch unglaublich schwer, da man zum einen viele Aspekte eines sich stets vor Augen führenden Objektes gar nicht gleichzeitig parat haben kann, um sie halbwegs sinnvoll zu ordnen, zum anderen vergißt man doch leicht Eigenschaften, die einem selbst als selbstverständlich erscheinen, anderen jedoch längst nicht so gegenwärtig sind, und der Fehlen den Beitrag entsprechend weniger hilfreich ausfallen läßt. Zudem, und daß ist wohl das große Problem, mit dem sich die meisten Neulinge ebenso wie ich selbst am Anfang herumschlagen mußten, ist die Länge eines Beitrages. Sehr verlockend ist es da durchaus, schon nach einem Absatz über zehn oder fünfzehn Zeilen abzuspeichern und auf zahlreiche Lesungen zu hoffen; die kommen vielleicht auch sogar, nur werden die "weniger hilfreich"- und "nicht hilfreich"-Bewertungen ebenso zahlreich kommen. Auf der anderen Seite fehlt mangels Erfahrung auch die Motivation, eineinhalb, zwei oder noch mehr DIN A4 Seiten zusammen zu tippen, wenn man doch in der gleichen Zeit mindestens doppelt wenn nicht sogar dreimal so viele Beiträge einstellen könnte - mit eben beschriebenem Ergebnis!
Im vergangenen Jahr, so entnehme ich das den Schilderungen meines Freundes wie auch vielen Beiträgen zu diesem Thema, wurden Lesungen von Mitgliedern offensichtlich mit 0,10 DM vergütet, teilweise sogar nach einer "nutzlos"-Bewertung. Klar, daß hier, wie das mit unter auch mal anklingt, in erster Linie das Geld gelockt hat und hierbei vielleicht auch der Gedanke, daß nur gute Beiträge in guter Erinnerung bleiben und Vertraute anlocken, zu Qualitätsbemühungen geführt hat. Infolge des neuen Bewertungssystems jedoch dürfte dieses Lockmittel weitestgehend seine Wirkung verloren haben, denn im ungünstigsten Fall sind 500 Lesungen bis zur Auszahlungsgrenze von 10,- DM erforderlich - also lieber mehr Beiträge und nur durchschnittlich viele Lesungen als wenige Beiträge und vielleicht ebenfalls nur durchschnittlich viele Lesungen!
In diesem Zusammenhang erscheint mir der Farbtupfen dann doch eine nicht zu unterschätzende Ego-Pflege zu betreiben, denn wenn auch das Konto nicht zu dem erhofften Reichtum führt, kann man doch sicherlich eine gewisse Genugtuung nicht verleugnen, wenn endlich der "verhaßte" weiße Punkt grün, dieser schließlich blau und irgendwann nach harter Arbeit endlich auch mal violett geworden ist. So war ich doch ausgesprochen zufrieden mit mir selbst, als ich "grün" geworden bin und habe auch gleich eine entsprechende Mail an meinen Freund gesendet! Sicherlich, auch die positiven Kommentare sowie die zahlreichen "sehr hilfreich"-Bewertungen für meine beiden ersten Beiträge waren ausgesprochen angenehm und selbstbewußtseinsteigernd, doch irgendwie war der grüne Klecks mehr wert!
Im Umkehrschluß wiederum vermag die Punktfarbe für Altgediente, die bereits blau oder sogar violett sind, sicherlich auch nicht ohne Interesse sein, da zum einen sicherlich die Zahl der "Träger" der nächsten Farbe geringer sein dürfte als die der derzeitigen, zum anderen ist wohl auch hier eine gewisse Selbstbestätigung vorherrschend, denn nicht selten habe ich neben inhaltsbezogenen Kommentaren auch Glückwünsche zum erfolgten positiven Farbwechsel gelesen und auch mein mich werbender Freund sendete mir als Antwort auf meine "Ich bin grün!"-Mail eine "Und ich rot!"-Mail zurück, da er selbst, noch während ich mich im unteren Farbbereich abquälte, den Sprung in die "Aristokratie", wie er daß einmal scherzhaft ausgedrückt hat, geschafft hat. Deutlicher geht es in meinen Augen beinahe schon nicht mehr!
Soweit also die bloßen Ego-Wirkungen, nun aber auch zu den vermeintlichen Mankos und Problemen.
In vielen Beiträgen zum Thema "Punkteerwerb" oftmals die vermeintlich schlechte Gewichtung der jeweiligen Aktionen kritisiert, insbesondere werden die 80 CPs für einen neuen Vertrauten als maßlos überzogen angesehen. Hierzu meine ich, daß einerseits anstelle absatzlanger Kritik lieber konstruktive Vorschläge angebracht werden sollten, die nur zumeist eben gerade nicht vorhanden sind, und andererseits sicherlich jede Gewichtung ihre Vor- und Nachteile haben dürfte, so etwa eine längenabhängige "Vergütung" eines neuen Beitrages, da dann wohl die etwas nervenden Beiträge nach dem Modell "Schweizer Käse" - drei Zeilen Text, ein Absatz - vorherrschen würden. Umgekehrt sollte auch das Kommentieren nicht unbedingt wesentlich höher eingestuft werden, da ein "Glückwunsch zum grünen/blauen/violetten/roten/orangenen Punkt", "Glückwunsch zum Diamanten" oder auch einfach nur "Man liest sich, xxx" ebenfalls keinen zusätzlichen Anreiz erhalten sollten.
Betreffend den Abstufungen bei der Farbvergabe ist sicherlich zu sagen, daß die zunehmend größer werdenden Abstände tatsächlich etwas unglücklich ausgefallen sind, der wer 25.000 CPs zusammen bekommen hat, bekommt noch lange nicht mit jeweils drei neuen Beiträge weitere 1.000 CPs hinzu. Ebenso wird derjenige, der die 50.000 CPs erreicht hat, beinahe ebenso lange, wie er bis dahin gebraucht hat, auf den nächsten Wechsel warten müssen - denn es müssen einem ja auch immer wieder neue Themen oder Produkte einfallen! Hingegen fehlt es, sehe ich mir wirkliche High-End-Autoren mit 200.000 CPs und mehr an, dann doch irgendwie an einer siebten Stufe - schwarz etwa, beginnend ab 200.000 CPs - mit der die absoluten Macher ausgezeichnet werden, denn wer 200.000 CPs und mehr aufweisen kann, muß wirklich höchstaktiv und auf qualitativem Topniveau sein, denn selbst bei 200 "sehr hilfreich"-Bewertungen pro Meinung kommen "gerade mal nur" 1.630 CPs inklusive der Einstellprämie zusammen, so daß von diesen Meinungen also stolze 123 erforderlich wären - und wer kann schon von Anfang an auf 200 Lesungen blicken????
Viel geäußerter Kritikpunkt, der namentlich von Vertretern meiner Farbe geäußert wurde, ist die Tatsache, daß es keine "Stunde Null" gegeben hat, sondern vielmehr alle bisherigen Aktivitäten bei der Einführung der CPs berücksichtigt und entsprechend bewertet worden sind. Dazu vielleicht nur eine kleine Überlegung: diejenigen, die gleich auf orange gehoben worden sind, hätten sicherlich auch nach wenigen neuen Beiträgen die unteren Farbränge in einem Tempo durchlaufen, von dem jeder Neueinsteiger nur träumen kann, denn das "Netz des Vertrauens" wurde gerade nicht modifiziert und hätte wohl auch auf keinen Fall ebenfalls rückgesetzt werden dürfen. Mag sein, daß diese Top-Autoren ein oder auch zwei Monate später erst rot oder orange erreicht hätten. Eine echte Gleichmachung, wie sie den Verfassern der angeführten Beiträge vorschwebt, wäre jedoch auch dann nicht erfolgt. Und darüber hinaus haben sich diese Mitglieder, die nicht selten auch die Geburtswehen von Ciao! miterlebt haben, insofern um die Plattform und die Community verdient gemacht, als daß sie durch ihren ungebrochenen Arbeitseifer Ciao! am Leben erhalten und somit den jetztigen Neueinsteigern überhaupt erst die Möglichkeit einer Teilnahme gegeben haben; sie dafür zu "bestrafen", erscheint mir in keiner Weise gerechtfertigt.
Und umgekehrt stelle ich häufig fest, daß "weißen" und "grünen" Mitgliedern wesentlich eher Ratschläge und Tipps in Kommentaren bei nicht so toll ausgefallenen Beiträgen gegeben werden, als es bei "blauen" Mitgliedern der Fall ist; auf der anderen Seite kann ich ein signifikantes Gefälle zwischen den Leseraten von Beiträgen der "Oberschicht" gegenüber denen der "Unterschicht" nicht erkennen, zumindest nicht, solange diese sich unter den 20 aktuellsten befinden!
Ein letztes vielleicht noch zur Privilegienfrage: wie bitte schön sollte ein rotes oder orangenes Mitglied gegenüber einem grünen oder weißen Mitglied privilegiert werden? Durch Freigabe von mehr Vertrauensmöglichkeiten? Bewertungskontingente, die mit steigendem Farblevel entsprechend zunehmen - Freie Fahrt in Richtung Yopi?? Höhere Vergütungsansprüche, um es dann wirklich zu einem Klassenkampf kommen zu lassen?? Oder gar stärkere Gewichtung bei Bewertungen, so daß ein orangenes "nicht hilfreich" zehn grüne "sehr hilfreich" hinwegfegt??? Ich finde, daß die derzeitige Regelung, daß die Punkte lediglich einen optischen Reflex darstellen, der, glaubt man Kritikern des Systems, ohnehin schon zu einer ungeschriebenen Privilegierung der oberen Ränge geführt hat, vollkommen ausreichend ist.
Und so lautet mein Schlußurteil denn auch, einhergehend mit dem Titel meines Beitrages, daß das aktuelle CP-System sicherlich für jede "Generation" einen Anreiz bietet und insgesamt wohl auch klar die Vorteile den Nachteilen, sofern denn überhaupt irgendwelche vorhanden sind, überwiegt!
25 Bewertungen, 7 Kommentare
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13.03.2002, 19:01 Uhr von Jakini
Bewertung: sehr hilfreichIm Grunde ein sehr guter Bericht, doch was ist mit den anderen Fuktionen auf ciao???
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10.03.2002, 21:11 Uhr von bowling2001
Bewertung: sehr hilfreichDa fehlen aber noch viele Stufen, die es seit einigen Monaten dort zu erwerben gilt, wie etwa Bronze, Silber und Gold...aber sonst nicht schlecht...cu BOW
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04.03.2002, 09:57 Uhr von martino
Bewertung: sehr hilfreichguter bericht
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01.03.2002, 10:11 Uhr von _matthias_
Bewertung: sehr hilfreichsiehe Kommentar Babba
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01.03.2002, 09:32 Uhr von Babba
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr ausführlicher Bericht, aber eben nur über eine Funktion bei ciao.
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01.03.2002, 09:19 Uhr von d.wendt
Bewertung: sehr hilfreichIch schaue nicht auf die Farbe der Punkte,aber deine Meinung ist ziemlich gut!p.s.Auch ich hab alles gelesen.
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01.03.2002, 09:14 Uhr von sondera181
Bewertung: sehr hilfreichich glaub ich bin der einzige, der sich das alles durchgelesen hat
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