freemail.web.de Testbericht

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ab 9,54
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Summe aller Bewertungen
  • Navigation:  sehr gut

Erfahrungsbericht von blokk

Zu Recht der Testsieger

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ständig gute Nachrichten über den mehrfachen Testsieger sind langweilig. Deshalb einmal eine schlechte vorweg: Die zahlen keinen Cent dafür, dass man deren Adresse für seine Mails benutzt.

Warum auch, ernsthafte Konkurrenten sind noch lange nicht in Sicht. Die beiden großen Provider sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie noch nicht einmal gemerkt haben, was web.de von ihnen unterscheidet.

Je mehr und je länger ich mich im Internet aufhielt, um so mehr nervte mich die ständige Gängelung der großen Provider, doch mal hier reinzuschauen oder mal da ein paar Häkchen zu setzen. Mittlerweile betrachte ich es als mein gutes Recht, dass ich meine Mails in Ruhe lesen kann. Und weil ich viele Mails auch im html Format erhalte, muss auch dieses Format zumindest unterstützt werden.

In der Freemail- Version hat das Postfach eine Größe von 12 MB bzw. 500 Mails. Die kostenpflichtige Version web.de-club hat 100 MB, wobei die einzelne Mail eine Größe von 32 MB haben darf. Die Kosten für diese Version betragen 5 Euro im Monat.

Erstaunlich viel Weitsicht haben die Macher mit den Optionen \"Fax und Anrufbeantworter\" an den Tag gelegt. Es soll ja immer noch Leute geben, die nicht am Netz hängen. Die Leute kann man mit einem Fax beglücken oder sich von ihnen beglücken lassen. Das setzt natürlich dringend voraus, dass der Sender oder Empfänger ein Faxgerät hat.

Wem selbst diese Technik zu kompliziert ist, kann immer noch anrufen. Mittels Internet und der freundlichen Unterstützung von web.de können Sprachnachrichten auf deren Server gesprochen und später von mir abgerufen werden. Die Qualität ist hervorragend und verläuft ähnlich wie bei mp3- Files.
Angerufen werden kann man übrigens noch nicht. Aber web.de arbeitet dran.

Last not least, die Jungens tun wirklich alles, um sich bei den Big-Boys unbeliebt zu machen. Auf der Startseite stellen sie den Download zu einem Programm frei, das sich \"Smart Surfer\" nennt. Es sucht vor! dem Einloggen nach dem zurzeit billigsten Tarif für den analogen bzw. ISDN- Anschluss und schaltet beim Freiwerden eines billigeren Provider auf dessen Leitung um. Besser geht\'s doch gar nicht mehr.

Ein weiteres wichtiges Tool ist der Mail- Check, das sich auf der Menüleiste platzieren lässt und meldet, wenn eine neue Mail eingegangen ist. Dadurch kann das Fenster der Freemail nach geschaffter Arbeit für eine andere Adresse benutzt werden. Im Falle einer neuen Mail wird man gleich auf sein Postfach durchgeschaltet, wenn das richtige Passwort im Pop-Up Fenster eingetragen wurde.

Unnötig zu erwähnen, dass die üblichen Optionen der Freemail Provider wie Briefpapier, frei benennbare Folder, Grußkarten und und und … selbstverständlich alle vertreten sind plus einer sehr brauchbaren Suchmaschine für deutsche Webseiten. Um sich einen ersten Überblick über alle erdenklichen Themenbereiche im Netz zu verschaffen, sind die angebotenen Seiten auf der Homepage voll ausreichend.

Sehr gut ist die Möglichkeit, sich neueste Nachrichten aus allen erdenkbaren Rubriken ins Postfach schicken zu lassen. Zu bemängeln habe ich hier allerdings die häufige Wiederholung der Nachrichten. Es kommt sehr oft vor, dass News zu einem aktuellen Thema wiederholt gepostet werden.

Web.de ist mit Sicherheit keine Firma, die etwas für den schnellen Kick übrig hat, sondern solide deutsche Wertarbeit mit dem Schwerpunkt auf zuverlässige Lieferung der angebotenen Leistungen. Als Einstieg in die Welt deutschsprachiger Websites ist web.de der einzige ernsthafte und unabhängige Anbieter. Selbstverständlich kann ich mich auch bei anderen Anbietern wie AOL oder T-Online über alle möglichen Dinge informieren. Ich darf aber nie aus den Augen verlieren, dass nichts, absolut nichts, in dieser Welt umsonst zu haben ist.

Wenn ich einen kostenlosen Service in Anspruch nehme, muss ich mir darüber im Klaren sein, dass jemand anderes dafür bezahlt. In der Regel sind das die werbetreibenden Firmen, deren Banner ich beim Lesen der Mail mitgeliefert bekomme. Sollte ich als Nutzer auf den Banner klicken, erhält der Provider weitere Provisionen. Dagegen ist auch im Prinzip nichts weiter einzuwenden, schließlich erhalte ich eine Leistung dafür.

Die Auswahl der zugelassenen Bannerwerbung macht jedoch den Unterschied. Handverlesene Werbung mit einem größtmöglichen Nutzen für den Empfänger, wie ich sie bei web.de sehe, lassen mich Werbung als notwendig bis nützlich empfinden. Ich rechne es web.de hoch an, dass sie mich vor Werbung für Sex- Sites oder dubiosen Internetfirmen bewahren, obwohl die sicher ein großes Interesse an freier Fläche haben.

Auch das ständige penetrante Werben für Produkte der eigenen Firma oder der Partner- und Familien- Unternehmen wie z.B. bei T-Online oder AOL fällt bei web.de völlig weg. Web.de versteht sich als Service- Lieferant seiner Kunden und nicht als Anhängsel und Tool der eigentlichen Firma, um eigenen Produkte besser auf den Markt drücken zu können, wie das bei den ganz Grossen normal zu sein scheint.

Für die Surfer, die häufig online Buchungen tätigen, sei es der Flug in den nächsten Urlaub oder die Pizza kurz vor Ladenschluss, hat eine Adresse @web.de auch den Vorteil, dass sie häufig als Nachweis seiner Existenz ausreicht. Anders als bei Adressen mit der Endung @hotmail oder @yahoo wird die Anschrift des neuen web.de- Users überprüft. Der Freischaltungs- Code des neuen Accounts wird per Brief zugestellt um sicherzugehen, dass unter der angegebenen Anschrift auch wirklich der Nutzer unter dem angegebenen Namen wohnt. In der Sprache der Altvorderen könnte man die Adresse als seriös bezeichnen.

Die kostenlose tägliche Lotterie 6 aus 49 sollte der Nutzer eher als nette Geste denn als Möglichkeit einer Geldvermehrung sehen. Obwohl, man höre und staune, schon mehr als 1,4 Millionen Euro ausgeschüttet wurden! Wer keinen sechser mit Superzahl hat, aber wenigstens einen vierer schafft, bekommt 2 Euro und für einen fünfer gibt es 10 Euro, gutgeschrieben auf dem web.de- Konto für das Nutzen kostenpflichtiger Leistungen, und der knappe sechser wird mit 1.000,-- Euro Bares versüßt.

Selbst die Loser gehen nicht leer aus. Unter ihnen wird einmal im Monat ein Gewinn in Höhe von 500 Euro ausgelost.

Der Hauptgewinn beträgt 1 Million Euro. Er wird ausgezahlt in 299 monatlichen Raten in Höhe von 3.333 Euro. Wenn das keine hübsche Basis für einen längeren Urlaub ist!

Unter den ganz Verbissenen, die im Monat mindestens an 10 Ausspielungen teilgenommen haben, wird im Monat einmal ein Glücklicher ausgelost, der DM 10.000,-- einstreichen darf. Der Gewinn von 1.000 Euro kommt automatisch als Scheck ins Haus geflattert, über 1.000 Euro ist eine weitere Identifikation notwendig.

22 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Swinja

    08.06.2002, 22:16 Uhr von Swinja
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das mit dem Fax wußte ich noch gar nicht. Interessante Info. Bye, Swi