Jarhead - Willkommen im Dreck (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von atrachte
"Every War is different. Every War is the same."
Pro:
die unglaublich gelungene Umsetzung, die Schauspieler besonders Jake Gyllenhaal, ein wenig schwarzer Humor,
Kontra:
für mich nichts,
Empfehlung:
Ja
Story:
Im Jahre 1990 überfällt Saddam Hussein Kuwait. Bei der Invasion schreckt Hussein auch vor dem Gebrauch von Giftgas nicht zurück. 1991 schickt US Präsident George Bush, amerikanische Truppen an die saudisch-irakischen Grenze um ein eindringen irakischer Truppen nach Saudi Arabien zu verhindern. Diese Operation wurde als "Desert Shield" bezeichnet.
Anthony Swofford (Jake Gyllenhaal), dessen Vater und Großvater auch schon im Krieg gedient hatten, sah es als unumgängliches Schicksal sich für den Marine Corps zu melden. Nach einer harten Ausbildung wird er als Scharfschütze mit seiner Truppe in den nahen Osten geschickt um die Ölfelder der Saudi´s zu schützen. Der ganze Trupp ist Scharf darauf den ersten Schuss abzugeben. Doch es vergehen immer mehr Tage ohne Feindkontakt. Bald sind es Wochen irgendwann Monate. Und immer noch sind keine Gegner am Horizont zu erkennen. Mit der Zeit glaubt kaum noch einer daran, jemals einen Feind zu Gesicht zu bekommen. Und so setzt sich schnell Frust unter den Soldaten ein, welche nicht mehr mit sinnlosen Übungen und Drills besänftigt werden können. Denn die Zeit in der heißen Wüste scheint sich in eine Ewigkeit zu verwandeln ohne das es eine Aufgabe für die "Jarheads" gibt.
Meine Meinung zu "Jarhead - Willkommen im Dreck":
Bekanntermaßen gibt es viele Kriegs- bzw. Anti-Kriegsfilme. Zwar gibt es einige die nicht nur das Geschehen im Krieg zeigen, sondern auch auf die Soldaten und deren Dasein inmitten eines Krieges eingehen. Doch das ist eher die Ausnahme. An diesen Punkt zeigt "Jarhead" schon eine Besonderheit. Denn es geht wirklich nur um die Soldaten, besonders um Anthony Swofford, welcher von seinen Kameraden nur Swoff genannt wird. Doch eigentlich hätte es Anthony nie zu den Marines gezogen. Das Problem ist nur das er zum Zeitpunkt des Irak Konfliktes nichts mit sich anzufangen scheint, ein typisches Beispiel der Generation X - der Generation ohne Hoffnung.. Und da sein Vater wie auch sein Großvater bereits in Kriegen gedient hatten, sieht Anthony fast keinen anderen Ausweg als sich zu den Marines zu melden. Nach seiner Zeit in einen Boot Camp wird er schon bald zu der Einheit von Staff Sergeant Sykes geschickt. Doch bereits im Boot Camp erfährt er warum schon die Ausbildung eines "Jarhead" kein Zuckerschlecken ist.
Der Zuschauer denkt sich auf der einen Seite das die Drill Sergeants, wie man sie auch aus Filmen wie "Full Metal Jacket" kennt, nur ihren Frust oder ihre Aggressionen gegen die Soldaten los werden wollen. Auf der anderen Seite: Vielleicht wollen sie den Marines nur zeigen das der richtige Krieg noch härter wird. Doch das Boot Camp ist nur ein kurzer Abschnitt der fast schon gar nicht mehr Wichtig wirkt aber als guter Einstieg in "Jarhead" dient. Übrigens ist der Begriff "Jarhead" eigentlich nur eine andere Bezeichnung für die Marines, also die normalen Fußsoldaten die dem Krieg am Nähesten erleben. Nach dem Einstieg kommt Anthony, wie gesagt, in die Einheit von Sergeant Sykes, welcher seine Jungs auch härter rannimmt aber nicht so Rabiat wie ein Drill Sergeant vor geht.
Der wichtigste Teil des Filmes beginnt dann nach knapp 25 Minuten mit der Landung in der irakischen Wüste. Hier werden sämtliche Soldaten gleich mit dem Bild eines entstellten Kindes konfrontiert. Es wurde Opfer eines Giftgasangriffes. Getrimmt von einer Mischung aus Hass und dem Gedanken seinem Vaterland zu dienen, beginnt der Alltag der Soldaten rund um Swoff. Und dieser gibt sich völlig anders als es die Soldaten erwartet haben. Das beeindruckende und gleichzeitig bedrückende an "Jarhead" ist, dass man nie einen richtigen Schusswechsel sieht. Man sieht im ganzen Film nur einmal wie ein Soldat sein Leben durch Kugeln verliert. Und das ist eine Szene die wieder auf die Psyche der Soldaten eingeht. Denn in der besagten Szene kommt ein Soldat beim Training um da er die Nerven verloren hat. Trotzdem sieht man im Film was der Krieg nicht nur mit der Psyche der Menschen anrichtet. Man sieht in einer Szene auch den "Highway of Death". Eine Straße in welcher hunderte verkohlte Leichen liegen. Die Opfer des irakischen Regimes. Doch nicht nur diese Szene wurde direkt aus der Wirklichkeit gegriffen. Denn wie einige vielleicht wissen basiert der Film auf ein gleichnamiges Buch, geschrieben von Anthony Swofford welcher seine Erinnerungen schildert. Aber man nimmt teilweise auch Szenen und Situationen aus anderen Filmen. Neben dem erwähnten Drill Sergeant, der wohl ein wenig von "Full Metal Jacket" inspiriert war, benutzt man auch eine Szene die an den Film "Dead Presidents" erinnert. Dieser ist zwar kein direkter Kriegsfilm, aber ein wichtiger Part des Filmes schildert den Vietnamkrieg. Und eben aus jenen Part wurde wohl die Szene verwendet in welcher ein Soldat einen toten Feind als Trophäe mit sich schleppen will, wobei bei "Jarhead" man die "Trophäe" dann doch nicht weiterträgt.
Die Psyche und die Gedanken der Soldaten und deren Leben im Krieg ist das Hauptthema des Filmes, wie man unschwer erkennen kann. Zwar gibt es keine richtigen Schusswechsel, dafür aber kleinere Actioneinlagen. Hartgesottenen Actionfans wird der Film daher eher Langweilig vorkommen, was er Stellenweise auch ist allerdings auf eine spannende Art und Weise. Somit kann man die Langeweile nicht einmal als Kritikpunkt sehen. So wird der Film oftmals mit der Stimme von Swoff begleitet welcher zurückblickend auf den Krieg seine Gedanken schildert. Denn statt auf Gegner zu schiessen, spielt man Football und gibt Interviews in denen alles als Ehre angepriesen wird. So geht der Film nicht nur auf die Gedanken und Gefühle von Swoff, sondern auch auf die der Kameraden ein. Der eine bekommt ein Video geschickt auf dem er sieht wie seine Frau ihn betrügt ein anderer bekommt das Bild seines geborenen Sohnes. Man erkennt wohl das wirklich die Soldaten in "Jarhead" im Vordergrund stehen und man ihren Geschichten viel Gewicht gegeben hat.
Trotz vieler bedrückender Szenen findet man im Film einiges an (schwarzen) Humor. Und die Mischung aus Kriegsdrama und schwarzen Humor ist Regisseur Sam Mandes fabelhaft gelungen. So gibt es einige wirkliche Lacher die den Film ein bisschen Abwechslung verschaffen. Trotzdem sollte man "Jarhead" niemals als Komödie bezeichnen, denn das ist der Film nicht. Das ganze Geschehen wird noch einmal mit dem guten Soundtrack abgerundet. In diesem befindet sich ausschließlich Zeitgenössische Musik etwa von Nirvana. Übrigens verzichtet der Film gänzlich darauf eine politische Stellung zu beziehen. Er wirkt daher nicht Patriotisch aber auch nicht sehr Kritisch. Der Film zeigt wirklich nur die Soldaten.
In Sachen Schauspieler kann sich der Film ebenfalls sehen lassen, nicht nur was die Umsetzung angeht. So war ich Überrascht Jake Gyllenhaal, einigen vielleicht aus "Donnie Darko" bekannt, als den Hauptdarsteller in "Jarhead" zu sehen. Jake Gyllenhaal spielt seine Rolle wirklich Fabelhaft und verleiht seinem Charakter den nötigen Tiefgang. Eine wirklich sehr überzeugende Darstellung welche mir sogar besser gefallen hat wie die aus "Donnie Darko". Und diese seitens Jake Gyllenhaal zu Toppen hätte ich kaum für möglich gehalten. Jemand den die meisten wirklich kennen sollten ist Jamie Foxx. Er spielt die Nebenrolle des Staff Sgt. Sykes. Und in dieser überzeugt er auch wieder als harter Sergeant welcher trotzdem mit seinen Soldaten fühlt. Den letzten Schauspieler den ich erwähnen möchte ist Peter Sarsgaard. Dieser hat letztens keinen besonders guten Eindruck bei mir hinterlassen. Schuld war der Film "Der verbotene Schlüssel". In "Jarhead" zeigt Peter Sarsgaard aber das er kein unbegabter Schauspieler ist. So überzeugt er fast auf dem Niveau von Jamie Foxx als Troy welcher im Film als der kühle Kopf erscheint. Doch auch er verliert irgendwann seine Nerven. So überzeugt nicht nur der Film an sich, sondern auch die Schauspieler welche wirklich durch die Reihe überzeugen können.
Original Filmtitel:
Jarhead (2005)
Länge des Filmes:
Ca. 123 Minuten
Schauspieler:
Jake Gyllenhaal (Swoff)
Jamie Foxx (Staff Sgt. Sykes)
Troy (Peter Sarsgaard)
D.I. Fitch (Scott MacDonald)
Regisseur:
Sam Mendes
FSK:
Ab 12 Jahren
Verleiher:
UIP
Fazit:
Mit "Jarhead" hat Sam Mendes einen wirklich überaus überragenden Film geschaffen. Endlich mal ein Film der nicht den Krieg, sondern die Soldaten als Mittelpunkt zeigt. Dabei ist es genau der Mix aus Kriegsdrama und schwarzen Humor welcher dem Film das besondere etwas verleiht. Die tiefgründigen Gedanken von Swoff kommen sehr gut rüber. Fast könnte man "Jarhead" als Psychogram bezeichnen, denn so nah und fesselnd wird der Film erzählt. Das liegt nicht zuletzt an den Darstellern, doch besonders Jake Gyllenhaal welcher in seiner Rolle des Swoff glänzt. So kann ich den Film wirklich weiterempfehlen und gebe ihm auch die vollen fünf Ciao Punkte. Endlich wieder ein Film welcher sich von der breiten Masse ein wenig absetzt.
9 Punkte für den Film "Jarhead" und somit fünf Ciao Sterne als Wertung
Homepage des Filmes:
http://movies.uip.de/jarhead/
Homepage des Verleihers :
http://www.uip.com/
IMDB Link mit weiteren Informationen:
http://imdb.com/title/tt0418763/
68 Bewertungen, 20 Kommentare
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16.04.2006, 16:55 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichSH ;) LG Stefanie :)
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15.04.2006, 21:10 Uhr von jenny123
Bewertung: sehr hilfreich<font face=Georgia, "Times New Roman", Times> <br/><strong><u>lg, Jenny123</u></strong> <br/>
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15.04.2006, 16:24 Uhr von Sayenna
Bewertung: sehr hilfreichSh…...‹(•¿•)›…..LG Ela
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14.04.2006, 21:16 Uhr von Mockingbird86
Bewertung: sehr hilfreichsh <br/> <br/>LG Anja
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14.04.2006, 15:17 Uhr von WreckRin
Bewertung: sehr hilfreichtoller Bericht - SH
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14.04.2006, 12:28 Uhr von Sternenhimmel
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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14.04.2006, 04:05 Uhr von schokofan
Bewertung: sehr hilfreichLG Dagmar
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14.04.2006, 00:23 Uhr von Venezianerin_2005
Bewertung: sehr hilfreichSH & LG :o) Ina
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13.04.2006, 19:45 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :o))))
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13.04.2006, 17:42 Uhr von kimisocke
Bewertung: sehr hilfreichSH & LG
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13.04.2006, 14:29 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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13.04.2006, 14:03 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichich fand den film furchtbar schlecht.lg
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13.04.2006, 13:30 Uhr von SeriousError
Bewertung: sehr hilfreich<b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b>
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13.04.2006, 13:22 Uhr von PoisonAngel
Bewertung: sehr hilfreichGruss <br/>Nicole
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13.04.2006, 13:21 Uhr von Sommergirl
Bewertung: sehr hilfreichinformativ, kann jedoch mit solchen Filmen nichts anfangen
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13.04.2006, 13:19 Uhr von lana80
Bewertung: sehr hilfreichSH und LG Lana
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13.04.2006, 13:03 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht...LG Sandy :-)))
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13.04.2006, 13:02 Uhr von Chippi31
Bewertung: sehr hilfreichsh und schöner Bericht , lg , würd mich über Gegenlesung freuen
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13.04.2006, 12:57 Uhr von Dr.Claudia
Bewertung: sehr hilfreich5 Ciao-Sterne als Wertung bei Yopi? LG Claudia ;-)
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13.04.2006, 12:56 Uhr von Zuckermaus29
Bewertung: sehr hilfreich"sh" von mir für Dich :o) <br/>Liebe Grüße <br/>Jeanny
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