Stronghold (PC Strategiespiel) Testbericht

Stronghold-pc-strategiespiel
ab 8,82
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2008

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Erfahrungsbericht von myth-x

Der aktuelle Meister im Genre der Strategiespiele

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heute möchte ich mich an meinem ersten Computer Spiele Bericht messen. Meine Wahl fiel dabei auf Stronghold, da dieses Spiel in letzter Zeit ohnehin mein Rom Laufwerk an den Rand der Belastbarkeit bringt.

>>Was ist Stronghold eigentlich? <<

Stronghold ist ein Computerspiel und dem Genre der Strategiespiele zuzuordnen. Gerade in diesem dicht besiedelten Feld gelang es den Fire Fly Studios ein wirklich spitzenmässiges Spiel auf den Markt zu bringen. Gerade durch die unglaubliche Spieltiefe und die enorme Komplexität, hebt sich das Spiel meiner Meinung nach, deutlich von anderen seines Genres ab.

Stronghold spielt in der schönen Ritterzeit und ihr als Lord müsst eure Lordschaft verteidigen, bzw. andere Erobern.

>>Vor dem Spiel <<

Das Spiel kam zu 47.95 Euro per Post zu mir nach Hause. Bestellt hatte ich es bei Bol.de.
Schnell ausgepackt und dann wie gewohnt, ganz bequem und einfach unter Windows 98 installiert. Ja, Plug & Play ist ne tolle Erfindung gewesen. (Kennt ihr denn überhaupt noch die DOS Ebene?*g*)
Das mitgelieferte Game Spy Programm wird natürlich auch gleich mit auf den Rechner gezogen, aber dazu später mehr.

Während der Installation werfe ich einen Blick in die Spielanleitung. Die ist natürlich komplett in deutsch und beschreibt verständlich und ausführlich alle Optionen und Möglichkeiten des Spiels. Es findet sich zu allen Bauwerken, Waffen oder sonstigem, alle wichtigen Informationen.

Ich starte das Spiel und gelange zuerst zu einem kurzen Startbild. Hierauf ist ein Ritter und im Hintergrund eine Burg zu sehen.
Die Zocker unter euch wissen natürlich, dass die Burg, die dort zu sehen ist, doch eher ein Witz ist. Ihr anderen werdet schon sehen, auf was für abartige Bollwerke man bei Stronghold stossen kann.
Danach läuft noch ein kurzes Intro, dass schon auf eine hervorragende Grafik hoffen lässt. Allerdings gab es schon viele gute Intros.

>>Das Hauptmenue <<

Nach dem Ladevorgang stehe ich im Hauptmenue nun vor einer Burg. Direkt vor mir sind die grossen Zeichen, die auf Wappen ähnlichen Buttons sind und mir den Weg in die Untermenüs weisen.

Von hier aus kann man nun gespeicherte Spielstände wieder aufrufen und diese fortsetzten.
Auch gelangt man zum Karteneditor. Hier kann man sich eigene Schlachtfelder entwerfen und sie bis ins Detail nach eigenen Vorstellungen gestalten. Wenn man diese Karte dann anderen zugänglich macht, kann man sie auch für Mehrspielerpartien nutzen.
Dementsprechend gibt auf zahlreichen Internetseiten rund um Stronghold spitzenmässige Karten in allen Variation zum downloaden erhältlich. Aus diesem Grund habe ich mich auch nicht selbst mit dem Karteneditor beschäftigt.

Natürlich gelangt man vom Hauptmenü aus, zu den zahlreich vorhanden Variationen sich als Sire bei Stronghold zu beweisen.

>>Die Missionen<<

Die Missionen teilen sich vom Menü her in Wirtschafts- und Kampfmissionen. Wobei eine strikte Trennung dieser beiden Gebiete ohnehin nicht möglich ist.
Die einzelnen Szenarien sind teilweise durch einen zeitlichen rahmen, die Zeit bis zum letzten Kampf, begrenzt. Darauf natürlich immer achten. Das ist für die Vorgehensweise natürlich entscheidend.
Hier hat man nun auch Zugriff auf die integrierte Hilfefunktion. Wie sich herausstellt, enthält sie die gleichen Informationen, wie die Bedienungsanleitung.
Teilweise kann man im Missionsbriefing auch Hinweise und Tips zur Vorgehensweise im nächsten Level erhalten. So bekommt z.B. einen Rat welche Belagerungswaffen eingesetzt werden könnten und ähnliches. Die Hilfe, die man hier erhält ist aber bei weitem kein Allheilmittel.
Komplettlösungen finden sich allerdings im Internet en masse. Ich muss auch zu meiner Schande gestehen, eine solche für die beiden Vorletzten Kampfmissionen genutzt zu haben (ich schäme mich ja so).

In den Kampfmissionen müsst ihr das Land mit seinen einzelnen Grafschaften von der Tyrannei befreien. Hierzu müsst ihr der Ratte, dem Schwein, der Schlange und dem Wolf den gar ausmachen. Diese vier Bösewichter sind eure Gegner in den nun folgenden 21 Kampfmissionen. Ihr werdet sie alle schön der Reihe nach abschlachten.
In immer wieder wechselnden Szenarien müsst ihr Burgen erobern, oder diese verteidigen. Es kann euch natürlich auch passieren, dass ihr eine einnehmen müsst, um sie dann zu verteidigen.

Obwohl es sich um Kampfmissionen handelt, kommt hier nicht um das Wirtschaften drumherum.
Denn nur eine starke Wirtschaft, kann auch eine ebenso starke Armee hervorbringen.

Zu guter Letzt zählen noch die Belagerungs- und Invasionsszenarien zu den Kampfmissionen im Single Player Modi. Hier stehen gleich zu Beginn grosse Armeen zur Verfügung. Ansonsten unterscheiden sie sich aber nicht von den oben genannten Missionen.

An Wirtschaftskampagnen und Missionen, gibt es derer zehn an der Zahl.
Hier liegt das Augenmerk natürlich stärker auf eurem Volk. Man muss hier also keine Gegner vernichten, sondern eher Aufgaben erfüllen. So z.B. eine bestimmte Anzahl Waffen zu produzieren oder eine bestimmte Bevölkerungsmenge erreichen und ähnliches.
Klar, dass man auch hier nicht ganz ohne Krieger auskommt. So gilt es sich wilder Tiere oder Dieben zu erwehren.

>Der Mehrspielermodus<

Ach ja, die Technik macht es möglich. Ist es nicht ein herrliches Zeitalter, indem man endlich beim zocken nicht nur von der KI abhängig ist.
Hier finden die wahren, die grossen Schlachten statt.
Ich bin ja selbst nur ein mittelmässiger Spieler, doch selbst ich konnte schon wahre Bollwerke und Heerscharen von Armeen in die Knie zwingen.
Jetzt überlege man sich mal, wie auch bei vielen anderen Spielen, haben sich auch bei Stronghold schon Ligen gebildet.
Oh je, ich möchte gar nicht wissen, was einen da dann erwartet. Da wird man bestimmt vom aller feinsten nieder gemetztelt.

Jetzt kommen wir auch zu dem Anfangs installierten Game Spy zurück. Game Spy ein Anbieter der eben gleichgesinnte Zocker zueinander führt. So findet man hier jederzeit Leute mit denen man eine Runde spielen kann.
Bei Game Spy braucht ihr allerdings erst gar nicht mit den Mindestanforderungen antanzen. Da werdet ihr nämlich bestimmt kaum jemanden finden, der mit euch spielen will.
Grundsätzlich ist aber wesentlich empfehlenswerter ein Onlinegame über die direkte IP Verbindung zu starten. Hierbei ist einer der Host (Chef vom Spiel) und die anderen kommen durch Eingabe der IP des Host direkt zum Spiel hinzu.
Diese Verbindung erweist sich als wesentlich stabiler, als die angesprochenen Verbindungen über Game Spy. Diese neigen doch eher dazu mal zusammen zu brechen.
Desweiteren hat man bei Direktverbindungen weniger Probleme mit diesen lästigen Quittern.
Das sind die Leute, die ein Spiel wieder abbrechen, sobald es nach einer Niederlage für sie aussieht. Das ist natürlich nicht fair und kann schon ganz schön auf die Nerven gehen. Bei Spielen über die direkte IP Verbindung, liegt hierzu die Hemmschwelle doch bedeutend höher. Um wirklichen Spielspass zu haben, muss man schliesslich Siege auch in vollen Zügen geniessen können.

Ich kann es ja verstehen, dass es nicht mehr wirklich Spass macht, wenn sich die drohende Niederlage nicht mehr abwenden lässt, jedoch ist der Spielabbruch eine echt unschöne Lösung.
Schliesslich gibt es ja den Lord als Schlüsselfigur des Spieles. Mit ihrem Tod ist der Untergang besiegelt. Wenn ich also einer Niederlage nicht mehr aus dem Weg gehen kann und nicht unnötig lange leiden will, dann ziehe ich mit meinem Lord in die Schlacht, so dass er im Kampf getötet wird. So ist das Spiel wenigstens normal zu Ende gegangen und keiner musste unnötig lange leiden. So ist dann doch jeder auf seine Kosten gekommen.

Systemvoraussetzungen<

Die Angaben der Systemvoraussetzungen ist wieder mal ein Fall von Geld Geilheit. Damit man noch ein paar Spiele mehr verkauft sind die Systemvoraussetzungen viel zu niedrig angesetzt. Mit diesen Mindestanforderungen kann man nicht mal den Single Player Modi gescheit spielen, geschweige den Onlinegames. Daher habe ich noch mal im folgende meine Persönlichen Mindestanforderungen, die ich dem Spiel geben würde, mit eingefügt.
Angaben lt. Hersteller:

CPU 300 MHz
64 MB RAM
750MB freier Festplattenspeicher
Grafikkarte 4MB DirectX 7.0 kompatibel
8-Fach CD Rom
Modem 28,5 K

Dies sehe ich als Mindestanforderung an:

CPU 400 MHz
128 MB RAM
750 MB freier Festplattenspeicher
Grafikkarte 8MB DirectX 7.0 kompatibel
16-Fach CD ROM
64K ISDN Verbindung

Mit diesen Anforderungen hat man wirklich den vollen Spass:

CPU 900 MHz
256 MB RAM
750 MB freier Festplattenspeicher
Grafikkarte 16MB DirectX 7.0 kompatibel
32-Fach CD ROM
DSL Verbindung

>Preis<

Es handelt sich hierbei noch um ein aktuelles Spiel. Daher sind auch hierfür die Marktüblichen 40 – 45 Euro hinzulegen.
Meiner Meinung nach ist das eigentlich einfach zu viel Geld für ein Computer Spiel, aber wie gesagt, ist das ja der normale Preis.
Allerdings müssen sich die Hersteller da auch nicht wundern, dass ihre Spiele per Raubkopie bezahlbar gemacht werden.

>Fazit<

Stronghold braucht wirklich keinen Vergleich mit anderen grossen Spielen seines Genres, wie z.B. Age of Empires, Empire Earth, Command & Conquer oder anderen zu scheuen.
Den Leuten von Fire Fly ist es gelungen, ein wahrlich königliches Spiel zu kreieren.
Das Spiel bietet eine unglaubliche Spieltiefe, durch das selbst die kleinsten Details gut erkennbar werden und so zum Spielespass beitragen. Die hervorragende Grafik wird dazu auch mit einem guten und vor allem hilfreichen Sound abgerundet. Ein Helfer steht euch über das gesamte Spiel zur Verfügung und informiert euch nonstop über aktuelle Ereignisse. Etwa ob die Stimmung des Volkes singt oder steigt, ob ausreichend Nahrung vorhanden ist, ob euch wilde Tiere oder feindliche Armeen angreifen und solche Dinge.
Auch der Sound den das Spiel an sich mitbringt ist toll gelungen. Kämpfe sind mit tollen Geräuschen ausgestattet, Kinder hört man umher tollen oder auch den Förster das Holz hacken. Hier wurde in jedem Fall an alles gedacht.

Ich bin total begeistert von der Komplexität, die das Spiel bietet.
Bislang habe ich es bei noch keinem Spiel dieses Genres, eine so enge Verzahnung von Wirtschaft und Krieg.
Hier kann man sich nicht wie bei anderen Spielen auf eine Sache verstärkt konzentrieren. Hier halten sich beide Komponenten die Waage und so wird das Spiel zur totalen Herausforderung.

Die Fülle an unterschiedlichen Waffen, Belagerungsgeräten, Fallen, Kriegern und Bauwerken, verschaffen dem Spieler eine schier endlose Möglichkeit an unterschiedlichen Strategien und Vorgehensweisen.
Gerade im Multiplayer Modus gegen die wirklichen Gegner, wird das Spiel lange nichts an seiner Faszination verlieren. Denn gerade im Multiplayer Modus kann man sich sicher sein, dass kein Kampf wie der andere wird.
Wie ihr merkt bin ich hin und weg und muss dem Spiel natürlich eine Kaufempfehlung aussprechen.
Aufgrund des Preises, der mir persönlich ja eigentlich zu hoch ist, gibt es aber nur 4 von 5 Sternen.

16 Bewertungen, 7 Kommentare

  • Apofantom

    05.09.2003, 14:53 Uhr von Apofantom
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller Test!

  • Mischka27

    06.04.2002, 03:15 Uhr von Mischka27
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das spiele ich gerade

  • *Jayn*

    04.04.2002, 16:08 Uhr von *Jayn*
    Bewertung: sehr hilfreich

    ahh:o) dann bewerte ich nun natürlich +gggg* MFG Die Jayn:o)

  • Batzen

    04.04.2002, 14:21 Uhr von Batzen
    Bewertung: sehr hilfreich

    oh da iss die änderung... nach anfänglichen schwierigkeiten doch noch supi geworden

  • wurbel

    04.04.2002, 14:16 Uhr von wurbel
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das Spiel war früher mal mein Favorit. Lang ists her. Du hast mich richtig neugierig gemacht!

  • owesen

    04.04.2002, 14:11 Uhr von owesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Na also ! - Nu isser klasse !!! *g* Gruß, Sönke ( owi13 )

  • Hanny.Altdoebern

    04.04.2002, 14:10 Uhr von Hanny.Altdoebern
    Bewertung: sehr hilfreich

    alles klar:-)