Erfahrungsbericht von *fabian*
4000000 Arbeitslose
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Liebe Leserinnen und Leser!
Was hat uns denn unser Herr Bundeskanzler vor den
Wahlen versprochen? War da nicht die Rede von
3500000 Arbeitslosen? Und daran wollte er sich messen
lassen. Das möchte er jetzt sicherlich nicht mehr, denn
dann wäre Stoiber schneller Kanzler als Scharping
das Wort Arbeitslosigkeit aussprechen könnte.
Die Daten noch einmal im Überblick
**********************************
Im August 2002 waren in Deutschland 4 018 199 Menschen arbeitslos gemeldet – das sind 229 411 mehr als vor einem Jahr.
Im Vergleich zum Juli ging die Zahl der Arbeitslosen zwar um 28 772 zurück, erreichte aber den höchsten August-Wert seit drei Jahren.
Natürlich ist das ein gefundenes Fressen für die
Opposition, allen voran Kanzlerkandidat Edmund Stoiber:
\"Das ist der Tag des Scheiterns der rot-grünen Arbeitsmarktpolitik. Schröder hat bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit klar versagt und verfügt über kein Konzept für den Weg aus der Job-Misere.“
FDP-Vize Rainer Brüderle: „Die vergangenen vier Jahre waren für die über vier Millionen Arbeitslosen verlorene Jahre.“
Das Ziel wurde immerhin um 500000 verfehlt.
Kanzler Schröder sprach dagegen angesichts des leichten Rückgangs der Arbeitslosigkeit von einem „Zeichen der Hoffnung“.
Naja, meine Meinung dazu: Hoffnung ist ja schön und gut.
Aber allein durch hoffen geschieht auch nichts.
Schröder hat ja jetzt vier Jahre Zeit gehabt, die Arbeitslosigkeit mit seinen Konzepten zu Bekämpfen und
zu senken, dazu war er jedoch scheinbar nicht imstande.
Die Hartz-Pläne sollen ja jetzt helfen. Aber ich denke,
dass da die Frage berechtigt ist, warum Schröder nicht
schon vor 4 Jahren eine Kommission zusammengerufen hat,
wenn dies so viel bringen soll. Dann müsste er sich jetzt
sicher keine Sorgen mehr um seine Wiederwahl machen.
Dass sein \"Zeichen der Hoffnung\" wirklich nur ein Funke ist, lässt sich an einer Aussage von Florian Gerster
ableiten (Chef der Bundesanstald für Arbeit), der betonte,
dass es frühestens nächstes Jahr wieder aufwärts gehen könne.
Sicherlich wird immer wieder erwähnt, dass Schröder
es nicht leicht hatte in seiner Regierungszeit, vor
allem wegen des 11. September und wegen des Hochwassers.
Allerdings waren auch vor diesen Ereignissen die Zahlen
für Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit alles
andere als berauschend. Und dann ist noch zu bedenken,
dass der 11. September im Grunde zur Stärkung der Regierung
beigetragen hat, denn vor allem in Krisenzeiten
punktet die Regierung, wie auch beim Hochwasser. Hätte es keine Anschläge auf New York gegeben, dann wäre Rudolf Scharping schon letztes Jahr aus dem Verteidigungsministerium geflogen, nach seiner Bade-Affäre mit Frau Pilati.
Schröders Arbeit war sicherlich nicht schlecht, mich stört nur, dass er vorher Versprechungen macht, von wegen 3,5 Mio. und dann immer wieder Ausreden sucht dafür, dass er es nicht schaffen konnte (vgl. gestriges TV-Duell).
Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der Unions-Kanzlerkandidat Stoiber seine Versprechen unmöglich einhalten kann, denn er spricht sogar von einer Halbierung der Arbeitslosigkeit, bei dieser Weltwirtschaft
im Grunde unmöglich
*fabian*
Was hat uns denn unser Herr Bundeskanzler vor den
Wahlen versprochen? War da nicht die Rede von
3500000 Arbeitslosen? Und daran wollte er sich messen
lassen. Das möchte er jetzt sicherlich nicht mehr, denn
dann wäre Stoiber schneller Kanzler als Scharping
das Wort Arbeitslosigkeit aussprechen könnte.
Die Daten noch einmal im Überblick
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Im August 2002 waren in Deutschland 4 018 199 Menschen arbeitslos gemeldet – das sind 229 411 mehr als vor einem Jahr.
Im Vergleich zum Juli ging die Zahl der Arbeitslosen zwar um 28 772 zurück, erreichte aber den höchsten August-Wert seit drei Jahren.
Natürlich ist das ein gefundenes Fressen für die
Opposition, allen voran Kanzlerkandidat Edmund Stoiber:
\"Das ist der Tag des Scheiterns der rot-grünen Arbeitsmarktpolitik. Schröder hat bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit klar versagt und verfügt über kein Konzept für den Weg aus der Job-Misere.“
FDP-Vize Rainer Brüderle: „Die vergangenen vier Jahre waren für die über vier Millionen Arbeitslosen verlorene Jahre.“
Das Ziel wurde immerhin um 500000 verfehlt.
Kanzler Schröder sprach dagegen angesichts des leichten Rückgangs der Arbeitslosigkeit von einem „Zeichen der Hoffnung“.
Naja, meine Meinung dazu: Hoffnung ist ja schön und gut.
Aber allein durch hoffen geschieht auch nichts.
Schröder hat ja jetzt vier Jahre Zeit gehabt, die Arbeitslosigkeit mit seinen Konzepten zu Bekämpfen und
zu senken, dazu war er jedoch scheinbar nicht imstande.
Die Hartz-Pläne sollen ja jetzt helfen. Aber ich denke,
dass da die Frage berechtigt ist, warum Schröder nicht
schon vor 4 Jahren eine Kommission zusammengerufen hat,
wenn dies so viel bringen soll. Dann müsste er sich jetzt
sicher keine Sorgen mehr um seine Wiederwahl machen.
Dass sein \"Zeichen der Hoffnung\" wirklich nur ein Funke ist, lässt sich an einer Aussage von Florian Gerster
ableiten (Chef der Bundesanstald für Arbeit), der betonte,
dass es frühestens nächstes Jahr wieder aufwärts gehen könne.
Sicherlich wird immer wieder erwähnt, dass Schröder
es nicht leicht hatte in seiner Regierungszeit, vor
allem wegen des 11. September und wegen des Hochwassers.
Allerdings waren auch vor diesen Ereignissen die Zahlen
für Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit alles
andere als berauschend. Und dann ist noch zu bedenken,
dass der 11. September im Grunde zur Stärkung der Regierung
beigetragen hat, denn vor allem in Krisenzeiten
punktet die Regierung, wie auch beim Hochwasser. Hätte es keine Anschläge auf New York gegeben, dann wäre Rudolf Scharping schon letztes Jahr aus dem Verteidigungsministerium geflogen, nach seiner Bade-Affäre mit Frau Pilati.
Schröders Arbeit war sicherlich nicht schlecht, mich stört nur, dass er vorher Versprechungen macht, von wegen 3,5 Mio. und dann immer wieder Ausreden sucht dafür, dass er es nicht schaffen konnte (vgl. gestriges TV-Duell).
Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der Unions-Kanzlerkandidat Stoiber seine Versprechen unmöglich einhalten kann, denn er spricht sogar von einer Halbierung der Arbeitslosigkeit, bei dieser Weltwirtschaft
im Grunde unmöglich
*fabian*
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