Acer Scanwit 2720S Filmscanner
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Acer Scanwit 2720S Filmscanner
Acer Scanwit 2720S Filmscanner
Acer Scanwit 2720S Filmscanner

Acer Scanwit 2720S Filmscanner

 Flachbett-Scanner
Platz 248 in der Kategorie "Flachbett-Scanner".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Acer Scanwit 2720S Filmscanner Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

burk68

Viel Diascanner für relativ wenig Geld

ein Testbericht von 2002-06-04 16:30:18 vom 04.06.2002
Empfehlung: ja
Da ich über einen wirklich großen Bestand an Dias verfüge, die ich durchaus auch mal gerne digitalisiert hätte, stand ich vor der grundsätzlichen Entscheidung, Dia/Filmscanner oder Flachbettscanner mit Durchlichtaufsatz, so wie der Epson Photo, zum Beispiel. Es war von vornherein kein wirklich ganz fairer Wettbewerb der Systeme, denn ich besitze bereits einen, wenn auch alten Flachbettscanner, der diese Standardaufgaben für mich erledigen kann.

Ich entschied mich also für den reinen Diascanner, da diese noch immer die bessere Auflösung, kombiniert mit einer einfacheren Bedienbarkeit bieten.

Welche Marke. Das war echt ein Problem, denn alle, in die ich aufgrund ihrer Optikerfahrung vertraute waren ausserhalb dem Investitionslimit, dass ich mir selbst abgesteckt hatte. Nikon, Minolta und wie sie alle hiessen.Als ich also schon recht gefrustet bei meinem Lieblingsversender Avitos nachsah, was bezahlbar ist, stiess ich total unerwartet auf eine mir in diesem Bereich auch unbekannte Marke, nämlich Acer.

Bevor ich für damals für knapp 700,- DM etwas kaufen wollte, musste ich zuerst neutrale Informationen sammeln, die ich nun an euch weitergeben will, damit ihr nicht gar so lange suchen müsst. Suchen ist genau das richtige Wort, denn Acer versteckt sein Produkt, und ich weiss nicht warum. Dazu aber später.

Die Tests bestätigten meinen Kaufwillen und so ging die Order raus und 2 Tage später hatte ich das Gerät zuhause.

Lieferumfang:
-DiaScanner,
-1 Trägerplatte dicke Dias (3-5mm), 1 Trägerplatte normale dünne (Compakt) Dias, 1 Kleinbildfilmstreifenhalter.
-1 PCI SCSI Controller
-1 25 poliges SCSI Kabel, KEIN SCSI-Terminator (1 Punkt Abzug dafür in der Gesamtbewertung! Der Hohn ist, dass in der Anleitung darauf hingewiesen wird, dass man einen verwenden soll)
-Software CDs (Treiber und Scanprogramm Miro-Photo, und Adobe Photoshop 5.0 LE (Windows/MAC), Ulead Photo Express 3.0 )
-Handbuch 5x60 Seiten (Warum 5x60 – ganz einfach, weil es 5 Sprachen enthält, was die Übersichtlichkeit nicht gerade fördert). Das gedruckte Handbuch ist nicht sehr hilfreich, die elektronische Form dagegen schon

Die Installation:
Ich wollte den Scanner natürlich an meinen "großen Rechner" anschliessen, zumal dieser ja auch über einen Adaptec 2940 SCSI Controller verfügt an dem der Flachbettscanner angeschlossen ist. Da die Treiber sich jedoch überhaupt nicht vertrugen (beide Scanner liefen nicht) unter NT4, musste der Acer an den kleinen Rechner, ein Pentium Pro 200 mit 128MB Arbeitsspeicher. Das ist arg wenig, wie ihr noch erfahren sollt. Dieser ist mit Windows 2000 installiert. Die Treiberinstallation war kein Problem, jedoch, er fand den Scanner nicht (am Adaptec 2940U). Ich (©burk68) hab echt alles probiert, und ich bin normalerweise niemand, der sich von einem Computer unterkriegen lässt, aber nach einiger Zeit war's mir zu doof und ich hab den mitgelieferten SCSI Controller in meinen letzten freien PCI Slot dieses PCs gesteckt, und den Scanner drangehängt. Und, was geschah? Sofort lief alles. Also wer das Komplettpaket wie gekauft nutzt, der dürfte wohl keine Probleme zu erwarten haben.

Wichtig bei der Installationsplanung ist auch ein geeigneter Stellplatz für den (B/H/T) 16x16x35cm grossen Scanner, und eine "Beladezone" von nochmals knapp 40cm nach vorne, denn da steckt man die Filmstreifenhalter hinein.

Diese Filmstreifenhalter machen keinen so berühmten Eindruck auf mich, sie sind aus Vollplastik und ich denke, sie werden wohl irgendwann das Zeitliche segnen. Das bestätigte auch der von Acer selbst gelinkte Produktbericht eines englischen Fans des Gerätes. Allerdings nutzt er den Scanner sehr häufig und die so zerbrechlich wirkenden Klammern an den Diahaltern stuft er als "nicht wichtig, es geht auch ohne sie" ein. Ausserdem kann man die Film/Diahalterungen als Ersatzteil nachkaufen, wenn es denn sein muss. Bei mir ist bisher noch nichts kaputtgegangen.

Die Scansoftware Miro-Photo unterstützt einen nicht so erfahrenen Laien sehr gut. Die Scanergebnisse des Scanners sollen aber anderen Testberichten zufolge noch deutlich besser sein, wenn man die Software "Silverfast" verwendet, die leider nicht zum Bundle in Deutschland gehört.

Wie läuft so ein Scan ab?
Man bestückt entweder den Filmstreifenhalter (6 Bilder) oder die 4 Diaslots im passenden Diaträger und steckt diesen in den Schlitz am Gerät vorne. Dann klickt man auf "Vorschau" und der Scanner bringt einem die Bilder als Voransicht auf den Bildschirm (ich schätz mal so 100x150 Pixel). Wenn man dann eine einzelne Voransicht anklickt, wird diese unten nochmals größer dargestellt und man kann den Bereich aus dem Bild, der gescannt werden soll einstellen. Dies geschieht mit Hilfe einer Rechtecksmaske. Dann stellt man noch die gewünschte Auflösung (200 300, 450, 675, 900, 1350, 2700 oder frei definiert (das ist dann auch horizontal und vertikal unterschiedlich möglich) und die Bildqualität (Farbtiefe (16 bit, 24 Bit, 36 bit) ) ein. Wenn man die Dias oder den Filmstreifen verkehrt herum eingelegt hat, so lassen sich die Vorschaubilder auch noch drehen. Für das Negativstreifenscanning hat Miraphoto bereits vordefinierte Filter zu Scanergebnisoptimierung für die gängigsten Negativfilme integriert. Man kann aber jederzeit noch eine eigene Definition hinzufügen.

Man kann bereits bei Scannen die Farbkurve beeinflussen (Gamma- Korrektur), ebenso wie man Helligkeit oder Kontrast da bereits verändern kann. Auch kann man bereits hier Filter (weichzeichnen, schärfen) Auch Bildebenenbearbeitung ist möglich, jedoch mir zu benutzerunfreundlich gestaltet. So lasse ich diese Aufgaben nicht von Mira Photo machen, sondern überlasse das meinem Bildbearbeitungsprogramm. Ich verwende nicht die mitgelieferten, sondern Micrografx Picture Publisher, sodass ich nichts zu der mitgelieferten Software sagen kann. Jedoch ist Adobe Photoshop in Fachkreisen berühmt und beliebt.

Der Scanvorgang ist dann je nach gewählter Einstellung in 10 Sekunden oder über einer Minute je Bild geschehen. Ein Dia in maximaler Auflösung und bester Farbtiefe ist irrsinnig gross. (Das Größte was ich bisher gespeichert hatte waren 30 MB). Diese 30MB befinden sich nach dem Scan natürlich im Speicher. Wenn ich nun auf einem Filmstreifen alle 6 Bilder markierte und die auf ein mal einscannen lies, hab ich (©burk68) mal eben 180 MB im Speicher verbraten. Das bringt auch ein System mit 256 MB Ram schnell an die Grenzen. Zumal Miraphoto und das Bildbearbeitungsprogramm auch noch zuschlagen. Also sind 220 MB schnell weg. Das heisst, es wird langsam, sehr langsam dann. Also lieber die Bilder einzeln scannen, im Endeffekt ist man mit betagteren Systemen schneller so.

Zu beachten ist, dass man möglichst saubere Dias oder Filme verwendet, weil ein Staubkorn sieht man auf dem Scan überdeutlich. Meiner Meinung nach schlimmer als bei einer Dia-Projektion, das mag möglicherweise aber auch eine Einbildung von mir sein. Dazu folgender Hinweis. Es gibt diesen Scanner auch als ScanWit 2740, der hat dann eine zusätzliche Abtastung mit Infrarot, und damit rechnet er die Staubkörner oder Kratzer heraus. Der Aufpreis von fast 50% hat mich jedoch davon abgehalten.

Negativ anzumerken bleibt noch, das Acer keine APS oder Mittelformatfilme vorsieht. Also ist dieser Scanner ein reiner Kleinbildfilmscanner.

Der aktuelle Preis ist ca. 345 Euro, dazu kommen ca. 10 Euro für einen SCSI-Terminator.

Bilder, jedoch in stark komprimierter Form könnt ihr ansehen auf http://burkards-bilder.de/australia (das sind die zum Northern Territory Bericht passenden Bilder). Ein unkomprimiertes könntet ihr gerne von mir haben, wenn ihr wirklich ernsthaftes Interesse habt.


Alles in allem bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden und kann mich dem englischen Kommentator, der über diesen Scanner sagte, "die namhafte Konkurrenz kostet fast das doppelte bei gleicher Qualität" bedingungslos anschliessen. Warum Acer sein gelungenes Produkt auf unserem Markt so versteckt ist mir ein Rätsel. Auf den Internetseiten von Acer sucht man sehr lange, bis man etwas zu diesem Produkt findet! Für mich gibt es, hier ein gut, dieser Abzug kommt wegen dem fehlenden SCSI- Terminator und der Inkompatibilität zum wohl verbreitetstem SCSI- Controller, dem Adaptec 2940.

©burk68 6/2002
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Acer Scanwit 2720S Filmscanner

 
Allgemeine Informationen Acer Scanwit 2720S Filmscanner
gelistet seit: 24.09.2003
Hersteller: Hersteller: AcerAcer, www.acer.de
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Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00
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