Die Börsen steigen einen Tag, wer sind da Favoriten,
vielleicht der Weltmarktführer für Schönheitsprodukte ? Das Geschäft boomt seit 17 Jahren, so dass auch neue All-Time-Highs nur eine Frage der Zeit sein sollten.
Die Geschichte des Kosmetikgiganten begann 1907 als der französische Chemiker Eugéne Schuelle unter dem Namen Auréole ein Haarfärbemittel entwickelte, das er an Frisörsalons verkaufte. In 1909 wurde der heutige L’Oréal-Konzern gegründet, der sich schon damals dem bis heute gültigen Motto verschrieb, alleine der „Forschung und Innovation im Interesse der Schönheit“ zu dienen.
So entwickelte sich die Forschungsabteilung von 3 Chemikern in 1920 auf 100 in den 50er Jahren. 1984 wurden 1000 Wissenschaftler beschäftigt und heute sind es nahezu 2000. L’Oréal vermarktet über 500 Marken und 2000 Produkte für die Bereiche Haarpflege und -Styling, Körper- und Hautpflegemittel, Reinigungscreme sowie Düfte und Parfüms. Zu den bekanntesten Marken zählen Lancôme, Garnier, Vichy, Ralph Lauren, Giorgio Armani, Jade, Biotherm, Helen Rubinstein, Paloma Picasso und Guy Laroche. Der Vertrieb erfolgt auf allen Distributionskanälen, d.h. genauso über Frisörsalons und Parfümerien wie über Supermärkte, Gesundheits- bzw. Schönheitsfachgeschäfte und über Direktmarketing. Dabei werden sämtliche Preissegmente „von der Massenware bis zum Luxusprodukt“ bedient.
So steht L’Oréal für einen bisher einmaligen französischen Re-kord, nachdem auch im letzten Geschäftsjahr und damit zum 17. Mal in Folge die Erträge erhöht werden konnten. So wurde bei einem Umsatz von 13,74 Milliarden Euro ein Gewinn von 1,2 Milliarden erzielt. Im ersten Halbjahr 2002 kletterte der Umsatz auf 7,4 Milliarden und der Gewinn um 29,6 Prozent auf 761,1 Millionen Euro. Damit wächst L’Oréal doppelt so stark wie die Branche, was auf die Vielzahl der neuen Produkteinführungen und die wachsende geografische Ausbreitung zurückzuführen ist. So werden vor allem in China große Expansionsmöglichkeiten gesehen. Der anhaltende Erfolg ist eng mit dem Firmenlenker Lindsay Owen-Jones verbunden, der seit 1969 im Unternehmen tätig ist und seit 1988 als Präsident und Generaldirektor von L’Oréal fungiert. So wurde Owen-Jones soeben auch vom spanischen Wirschaftsmagazin Futuro zum „Besten Europäischen Manager“ gekürt. L’Oréal ist mit 20 Prozent an der Pharmagruppe Sanofi-Synthélabo beteiligt und wird hartnäckig als möglicher Käufer des Allianz-Paketes am Nivea-Produzenten Beiersdorf genannt.
Momentan tendiert die Aktie knapp unter 77 Euro und sie war in den Wirren der letzten Zeit wo der Dax und der Euro-Stoxx um zweistellige OProzentzahlen gesunken ist als einer der wenigen Werte nur nahezu setwärts gewandert. Beim Anspringen des Marktes könnten an 78 Euro erste Positionen aufgebaut werden. Für mich einer der wenigen Werte zum Kauf zu empfehlen.