Hotel Adlon Berlin Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Pro & Kontra
Vorteile
- Stilvolles Ambiente
- exponierte Lage, sehr gute Ausstattung, gutes Serviceangebot
Nachteile / Kritik
- Schlechter Service und dafür einfach zu teuer
- einige Haken und Ösen, Wellnessbereich nicht kostenlos
Tests und Erfahrungsberichte
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Luxus pur in Berlins renommiertestem Hotel
5Pro:
top zentrale Lage am Brandenburger Tor | das Renommée | das Personal | eigentlich alles
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nachdem ich während meines viertägigen Aufenthaltes in Berlin vom 13. Juli bis 17. Juli 2012 die beiden ersten Nächte im Wilmersdorf verbracht hatte, wollte ich die beiden letzten Nächte in zentraler Lage verbringen. Meine Wahl fiel auf das Adlon Kempinski, da ich einerseits seinen exklusiven Ruf kannte und andererseits wusste, dass es ideal gelegen ist, um die Berliner Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erkunden zu können.
Allgemeine Hoteleinrichtung
Das Gebäude des berühmten Hotels weist eine wundervolle Architektur auf, die sich nicht allein über das äußere Erscheinungsbild erstreckt, sondern sich entsprechend auch im Inneren fortsetzt. Es ist keiner dieser modernen Hotelklötze, sondern ein klassisches Innenstadthotel, das man liebevoll wieder aufgebaut hat. Alles wirkt bereits auf den ersten Blick sehr edel und elegant. Selbst die Rückseite in der Behrenstraße steht der Hauptfassade in der Prachtstraße "Unter den Linden" in nichts nach. Auf elegante Art und Weise hat man es verstanden, das Gebäude in die Innenstadt zu integrieren. Es wird westlich unter anderem durch die Amerikanische Botschaft und östlich die Britische Botschaft begrenzt und eingeschlossen und ist somit ein so genanntes Mittelhaus. Im nördlichen Abschnitt des Gebäudes gibt es jedoch auch eine westliche Fassade, da das Hotel sich weiter in Richtung Straße erstreckt und somit ein gutes Stück Fassade in Richtung "Pariser Platz" und "Brandenburger Tor" bietet. Die ideale Voraussetzung, um in dieser Ecke die hochwertigen Suiten unterzubringen.
Betritt man das Hotel durch den südlichen Eingang in der Behrenstraße, so führt einen der Weg am Bankett- und Restaurantbereich vorbei zur Lobby. Betritt man es durch den nördlichen Haupteingang, gelangt man direkt zur Lobby und der Rezeption. Die Atmosphäre hier ist gewaltig! Der Lobbybereich ist der zentrale Treffpunkt um eine Art kleinen Brunnen herum mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten und Am-Platz-Service durch das Hotelpersonal. Hier kann man entspannt warten, dass man sein Zimmer beziehen kann, in Ruhe am Laptop arbeiten oder einfach nur Kaffeetrinken. Um diesen zentralen Platz herum gibt es zum einen die Hotelbar, eine Boutique sowie den Rezeptions- und Concierge-Bereich. So geschäftig das Treiben in der Lobby auf den ersten Blick auch anmuten mag, so sehr findet man hier dennoch seine Ruhe. Alles verströmt einen Luxus wie aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts mit viel Marmor und Holz. Besonders hervorheben möchte hierbei die Glaskuppel, die sich über der Lobby erhebt und diese mit Tageslicht versorgt. Ein Jammer nur, dass hier das Fotografieren aus Rücksicht auf die Hotelgäste nicht gestattet ist.
Der Gesamtzustand des Adlon Kempinski ist schlichtweg als "perfekt" zu bezeichnen. Man merkt ihm an, dass es das führende Luxushotel in Berlin ist. Dieser Ruf und auch die gesalzenen Übernachtungspreise ab € 250,00 die Nacht (im Executive Zimmer, alle anderen Zimmer und Suiten sind ab € 300,00 aufwärts zu haben) ohne Frühstück machen es verständlicherweise unumgänglich, das Hotel absolut in Schuss in zu halten, um diese Preise auch rechtfertigen zu können. So kommt es, dass das gesamte Hotel wie neu wirkt. Man merkt ihm sein Alter und seine Vergangenheit nicht an. Sei es nun im öffentlichen Bereich oder auf den Zimmern oder im Spa-Bereich, alles wirkt, als hätte man es erst vor wenigen Tagen errichtet und danach zugänglich gemacht.
Der Rezeptionsbereich ist wirklich ausgezeichnet. Ich traf am Sonntag bereits gegen 12:00 Uhr mittags im Adlon ein und wusste, dass mein Zimmer erst ab 15:00 Uhr garantiert sein würde. So kam es dann auch, dass mein Zimmer noch nicht bezugsfähig war und ich mir bis 15:00 Uhr die Zeit vertreiben musste. Nichtsdestotrotz durfte ich bereits einchecken und man bot mir sofort an, sich um mein Gepäck zu kümmern. Dem folgte das Angebot, mir die Zeit in der Lobby zu vertreiben oder aber dem Empfang meine Handy-Nummer zu geben. Man würde mich dann telefonisch informieren, wenn mein Zimmer bezogen werden könne. Da ich jedoch vor hatte, die Innenstadt von Berlin unsicher zu machen, war dies alles für mich kein Thema. Als ich dann gegen 15:00 Uhr zum Check-in kam, wurde ich gleich namentlich begrüßt, und man hat mir unverzüglich meine Keycard gegeben. Diese dient nicht nur dem Öffnen meiner Zimmertür, sondern sie ermöglicht einem auch die Nutzung der Aufzüge, was ohne Keycard nicht möglich ist. Hierbei sei zu erwähnen, dass die Aufzüge jeweils nur durch denjenigen genutzt werden können, der sie mit der Keycard aktiviert. Ich hatte bereits den Aufzug aktiviert und den Knopf für meine Etage gedrückt, als noch zwei weitere Gäste hinzu kamen, um auf ihre Etage zu gelangen. Dies war ihnen jedoch nicht möglich. Erst nach Erreichen meiner Etage konnten sie schließlich den Knopf für ihre Etage drücken. Dies ist sehr praktisch, da man auf diese Art und Weise den Aufzug von Beginn der Fahrt bis zur Zieletage nutzen kann, ohne dabei unterbrochen zu werden. Insbesondere bei den Aufzügen zum Spa-Bereich ist dies erwähnenswert, da man so ungestört im Bademantel von seiner Etage bis zum Spa im Keller durchfahren kann.
Als ich auf meinem Zimmer ankam, fand ich schließlich auch mein Gepäck vor. Dieses wurde nicht nur beim Concierge bis zum Check-in aufbewahrt, sondern auch direkt hoch gebracht, sodass ich mich um nichts mehr kümmern musste. Dieser Service ist übrigens im Zimmerpreis inkludiert, und man erwartet dafür kein zusätzliches Trinkgeld (zumal niemand da war, dem man es hätte geben können). Der Check-out verlief ebenfalls schnell und professionell. Keycard abgeben, noch einmal kurz die Zahlungsart rückbestätigen, und das war es auch schon.
Das Personal im Adlon Kempinski ist wirklich perfekt geschult. Während meiner zwei Tage und Nächte hatte ich das Vergnügen, mehrere Bedienstete kennenlernen zu dürfen. Sei es nun das Personal am Check-in, die Mitarbeiterin der PR-Abteilung (da ich im Adlon fotografieren wollte und mir ihr abgesprochen habe, wo mir dies erlaubt sei), der Concierge, das House Keeping, die Mitarbeiterin im Spa-Bereich oder die Mitarbeiter des Zimmerservices, bei allen konnte ich merken, durch welche Schule sie gegangen sind. Alle sind sie sehr hilfsbereit und zuvorkommend, stets sehr höflich und teilweise sogar freundlich. Kurzum, hier fühlt man sich einfach durchweg perfekt behandelt.
Gastronomisch bietet das Adlon eine erlesene Auswahl an Restaurants (das "Lorenz Adlon" ist sogar mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden) sowie Bars und Lounges. Besonders erwähnenswert ist hierbei wohl die Raucher-Lounge im Bankett-Bereich im südlichen Teil des Erdgeschosses. Leider bin ich trotz meiner beiden Abende nicht dazu gekommen, sie einmal auszukosten. Preislich sollte man jedoch daran denken, dass man in Berlins renommiertesten Hotel ist. Entsprechend exklusiv ist daher nicht nur das Interieur.
Bei den Gästen handelt es sich um eine interessante Mischung aus betuchten Touristen und Geschäftsreisenden aus aller Welt. Folglich trifft man im Adlon Kempinski sowohl auf äußerst elegant gekleidete Gäste als auch auf Gäste in Jeans und T-Shirt, wobei die Eleganz jedoch klar im Vordergrund steht. Sehr auffällig ist hierbei, wie rücksichtsvoll sich die Gäste jeweils benehmen.
Die Business-Ausstattung ist ausgezeichnet. Neben einem Business-Center verfügt das Adlon Kempinski zudem über insgesamt 17 Räumlichkeiten für Veranstaltungen, wobei der Ballsaal für bis zu 500 Cocktailgäste der größte Raum ist. Zudem ist im gesamten Hotel WLAN gegen Gebühr nutzbar. Auf die exquisite Business-Ausstattung des Hotelzimmers gehe ich dort detailliert ein.
Ebenfalls sehr erwähnenswert ist der Spa-Bereich des Hotels, der sich im Tiefgeschoss befindet. Dieser ähnelt einer römischen Therme und bietet einem die perfekte Möglichkeit, sich in aller Ruhe zu entspannen. Nach Voranmeldung kann man in den Genuss der Annehmlichkeiten der Anwendungen kommen, die man vorher reservieren kann. Dazu zählen verschiedene Massagen, Beauty- und Wellnessanwendungen und Therapien. Zu erreichen ist der Bereich über einen speziellen Aufzug, der von den Gästeetagen hinunter führt. Wie bereits erwähnt, findet die Fahrt hierbei jeweils ununterbrochen statt, sodass man sich wirklich ungestört im Bademantel und mit Badeschlappen auf den Weg machen kann. Dass hier alles sehr sauber und gepflegt ist, brauche ich vermutlich nicht näher zu erörtern.
Insgesamt ist der Aufenthalt im Adlon Kempinski äußerst erholsam. Der perfekte Service durch die Mitarbeiter, das immense Angebot an Beauty- und Wellnessbehandlungen sowie die große Auswahl an gastronomischen Einrichtungen lassen einen neben der perfekten Schallisolierung vergessen, dass man sich in der Innenstadt von Deutschlands Bundeshauptstadt befindet.
Das Zimmer
Die Größe meines Zimmers war ausgezeichnet. Ich hatte ein Zimmer der Deluxe-Kategorie mit 40 m², was einem sehr viel Platz bietet. Selbst die kleinste Zimmerkategorie (Executive) bietet mit immerhin 35 m² eine Menge Platz für bis zu zwei Personen.
Die Sauberkeit des Zimmers ist durchweg ausgezeichnet. Der Teppichboden ist sehr gut gepflegt gewesen. Gleiches gilt für den Parkettboden. Lediglich im Bereich der Minibar gab es einige unschöne Schleifspuren im Parkett, was jedoch nicht weiter aufgefallen ist.
Sämtliche Möbel im Zimmer und auch das Bett waren sehr gepflegt, selbiges gilt für die Fensterscheiben und die Spiegel im Zimmer.
Die Zimmerausstattung ist ausgezeichnet. Neben dem großen Doppelzimmer hatte ich auf meinem Zimmer Nr. 519 eine Sitzecke mit Glastisch, eine Gepäckablage am Fußende des Bettes, eine Kofferablage rechts neben der Fernsehkommode, einen großen Schreibtisch, einen Büroschrank hinder dem Schreibtisch mit PC- und Faxanschlüssen, mehrere große Schränke im Flur mit Platz für sehr viel Kleidung sowie mit Bademänteln, Badeschlappen und Schuhputzzeug ausgestattet. Hier bot sich ebenfalls die Möglichkeit, die Schuhe durch das Personal putzen zu lassen. Auch sind im Schrank Beutel für den Wäscheservice enthalten. Im Bereich des Bettes gibt es in der Schublade des Nachttischchens eine Bedienkonsole für die nötigsten Funktionen des Zimmers. So können von hier aus sämtliche Beleuchtungseinheiten an- und ausgeschaltet werden. Man bedient von hier aus auch die Kennzeichnung an der Zimmertür, ob man nicht gestört werden möchte, oder ob das Personal bitte zum Saubermachen kommen möge. Daneben gibt es im Zimmer zwei Telefone. Ein kabelgebundenes am Bett sowie ein schnurloses beim Schreibtisch.
Die Minibar bietet eine große Auswahl an Snacks, Süßigkeiten und Getränken zu entsprechend gesalzenen Preisen. Inhaber der GHA Discovery Card erhalten täglich eine Flasche Mineralwasser kostenlos aufs Zimmer.
Der Schreibtisch des Zimmers ist ein sehr großzügig bemessener Arbeitsbereich und ideal für Gäste, die nicht nur zur Erholung im Adlon Kempinski unter sind. Die Arbeitsfläche ist selbst schon sehr großzügig bemessen. Man hat ausreichend Platz für Unterlagen und findet zudem ausreichend Schreibmaterial vor. Äußerst praktisch ist jedoch der Schrank, den man hinter sich neben dem Fenster hat. Wenn man diesen öffnet, findet man eine Reihe an Steckdosen (sogar amerikanische Drei-Pol-Steckdosen) sowie LAN-, Fax- und Telefonsteckdosen vor. Davor gibt es eine ausziehbare Arbeitsplatte, um den Laptop abzustellen. Man kann also bequem an diesem Computerschrank arbeiten, während man den Schreibtisch selbst für reine Schreibarbeiten nutzen kann. Dadurch hat man sehr viel Platz zur Verfügung. Wer dennoch den Schreibtisch für Laptop-Arbeiten nutzen möchte, findet hier ein LAN-Kabel und eine schön gestaltete Lampe vor. Allerdings gibt es im Bereich des Schreibtischs nur amerikanische Steckdosen. Sämtliche Schranktüren, nicht nur die des Computerschranks, lassen sich nach dem Öffnen übrigens in die Seitenverkleidung des Schranks schieben, um nicht störend ins Zimmer zu ragen. Unterhalb des Computerschranks gibt es zudem einen Zimmersafe in Laptop-Größe. Die Nutzung des Internets (sowohl LAN als auch WLAN) ist mit Kosten verbunden. GHA Discovery Card Inhaber können das Internet kostenlos nutzen. Es lohnt sich also, sich kostenlos bei diesem Treueprogramm anzumelden, das mit keinerlei Kosten verbunden ist.
Der Zustand des Zimmers geht einher mit dem Zustand des Hotels an sich. Lediglich im Bodenbereich ist mir aufgefallen, dass an einigen Stellen der Übergang vom Teppich zum Parkett ausgefranzt ist. Und auch die schwarzen Streifen auf dem Parkett bei der Minibar lassen erkennen, dass das Hotel nicht erst gestern erbaut worden ist. Nichtsdestotrotz ist der Gesamtzustand des Zimmers alles in allem ausgezeichnet.
Das Design des Zimmers entspricht dem, was ich gern als "klassisch-elegant" bezeichne. Dunkles Holz, Parkettfußboden, hochfloriger, heller Teppichboden, vergoldet wirkende Metalle, helle Wand- und Deckenfarben strahlen eine unbeschreiblich angenehme, warme und luxuriöse Atmosphäre aus. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen und passt zu der Tradition dieses renommierten Luxushotels.
Das Doppelbett ist ausgezeichnet. Die Matratze ist perfekt und bietet ausreichenden Seitenhalt und genügend Härte. Pro Bettseite gibt es zwei bequeme Kopfkissen. Weitere Kissen kann man sich jederzeit bringen lassen. Wer beim Fernseher in der Kommode denkt, dieser sei zu tief positioniert, wird spätestens dann, wenn er im Bett liegt, merken, dass dies ein voreiliger Trugschluss war. Tatsächlich ist der tief positionierte Fernseher ideal, wenn man auf dem Bett liegt und Fernsehen möchte. Man blickt bequem und entspannt direkt auf den Flachbildschirm und kann mit Hilfe der Fernbedienung in aller Ruhe durch das umfangreiche Kabel- und Satellitenfernsehen schalten. Sehr schön, dass man hier im Vorfeld vorgeben kann, auf welche Sprachen die Kanalauswahl begrenzt werden soll. Neben den herkömmlichen Kanälen gibt es auch HD-Kanäle sowie eine große Auswahl an Pay-TV Programmen.
Der Ausblick von Zimmer Nr. 519 geht in den Innenhof, auch wenn auf der Hotel-Homepage steht, dass man vom Deluxe-Zimmer einen Blick auf die Stadt hätte. Der Vorteil ist allerdings, dass man durch den Blick auf den begrünten Innenhof eine absolut ruhige Zimmerlage hat. Es ist hier wirklich nichts zu hören. Folglich kann man in Ruhe arbeiten und entspannen.
Die Größe des Bades ist ausgezeichnet. Es unterteilt sich zunächst einmal in das eigentliche Bad und in eine separate Kabine für die Toilette, wobei diese sowohl durch den Flur als auch durch das Bad selbst erreicht werden kann. Im Badezimmer ist dann ausreichend Platz für mehr als zwei Personen. Sehr schön, wenn man nicht allein reist.
Auch bei der Sauberkeit gibt es nichts zu bemängeln. Badewanne und Dusche sehe aus wie geleckt, die Toilette ist sehr gepflegt und wirkt mir ihrem Deckel und er Brille aus dunklem Holz sehr edel. Die Waschbecken und sämtliche Spiegel sind streifenfrei sauber und auch der Fliesenboden sieht aus, als wäre noch nie jemand zuvor im Bad gewesen. Toll!
Die Ausstattung des Bades ist wirklich enorm. Betritt man es durch die doppelflügelige Tür vom Schlafzimmer aus, so hat man links die beiden Waschbecken mit Spiegeln rund herum, einem Kosmetikspiegel und einem Haartrockner. Rechter Hand befindet sich die Badewanne, die durch kleine Deckenstrahler beleuchtet wird und dadurch wirkt, als leuchte sie von innen heraus. Geht man weiter, findet man hinter der Badewanne die Duschkabine vor. Diese verfügt über eine Handbrause mit normaler Duscheinstellung und Massageeinstellung. Zusätzlich gibt es oben an der Decke den Brausekopf für die Regenwalddusche. Und diese ist bekanntlich wirklich ein Erlebnis. Eine Sitzbank rundet die Duschkabine ab und bietet somit auch Gästen, die nicht gut stehen können, die Möglichkeit, ausgiebig zu duschen. Am Kopfende des Badezimmers ist ein Schminktisch mit einem weiteren Kosmetikspiegel eingelassen. Links daneben gelangt man zur Toilettenkabine, die durch schräg versetzte Spiegel gegenüber der Schüssel größer wirkt, als sie tatsächlich ist. Allerlei hochwertige Pflegeutensilien runden die Ausstattung des Badezimmers harmonisch ab. Und Ablageflächen gibt es sehr viele. Sei es nun der Rand der Badewanne, die große Ablagefläche bei den Waschbecken oder eben die Sitzbank in der Duschkabine oder die Schminkkommode. Zudem gibt es zahlreiche Schubladen unterhalb der Waschbecken, die man nutzen kann.
Der Zustand des Bades ist sehr gut. Er wäre noch besser, wenn die Glastür der Duschkabine ordentlich abschließen würde. Dies ist leider nicht der Fall. Nach einer ausgiebigen Dusche sah ich bereits Wasser außerhalb der Kabine auf den Fliesenboden des Badezimmers. Dies sah nicht allzu wild aus, daher habe ich mir keine allzu großen Gedanken dazu gemacht. Als ich jedoch kurz vor Verlassen meines Zimmers zur Stadtbesichtigung noch einmal kurz auf die Toilette gehen wollte, musste ich feststellen, dass das Wasser wohl durch die Fugen der Fliesen von der Duschkabine in die gegenüber liegende Toilettenkabine geflossen ist und diese gänzlich unter Wasser gestellt hat. Dem House Keeping hatte ich dies gleich mitgeteilt und erfuhr, dass dies wohl öfters vorkomme. Davon abgesehen, war im Badezimmer glücklicherweise alles in bester Ordnung.
Das Design des Badezimmers hat mir ausgesprochen gut gefallen. Schwarzer Marmor, weißes Emaille, dunkle Holzelemente, helle Wände, eine helle Decke und ein schwarz gefliester Boden ergeben in der Summe ein sehr luxuriös und edel wirkendes Ambiente. Dass dazu die Badewanne von oben beleuchtet wird und dabei wirkt, als würde sie von sich aus leuchten, trägt noch ein Übriges zum Ambiente bei. Die Beleuchtung lässt sich individuell sowohl von Schlafzimmer als auch von der Toilettenkabine aus regulieren. Wichtig ist hierbei nur, dass sich die Beleuchtung der Toilettenkabine nur von selbiger aus regulieren lässt.
Vom Zimmerservice des Adlon Kempinski bin ich wahrlich begeistert!
An beiden Abenden hatte ich mich dazu entschlossen, nach der Dusche mein Abendessen gemütlich auf dem Zimmer einzunehmen. Die Preise für den Zimmerservice sind wirklich zum Teil extrem hoch. Die Kosten für das Frühstück liegen zwischen € 29,00 für kontinentales Frühstück und € 680,00 für das "Lorenz Adlon Gourmet-Frühstück" (dieses allerdings für zwei Personen). Daneben gibt es noch ein Europäisches Frühstück (€ 45,00), ein Amerikanisches Frühstück (€ 39,00) sowie ein Spa-Frühstück (€ 30,00). Man kann sich sein Frühstück zudem auch selbst aus den einzelnen Bestandteilen zusammenstellen. Für die Essenszeiten außerhalb des Frühstücks gibt es eine gesonderte Speisekarte sowie eine Nachtkarte. Hier habe ich mir zwei verschiedene Menüs zusammen gestellt. Am ersten Abend hatte ich Lust auf die Adlon Currywurst vom Havelländer Apfelschwein mit Adlon Currysauce und Pommes Frites (€ 17,00) sowie auf Crème brûlée von der Bourbon Vanille mit Kaffeeeis (€ 15,00). Für den zweiten Abend habe ich mir hingegen Caesar Salat aus Romanasalatherzen mit Croutons, gebratenem Speck, gehobeltem Parmesan und Caesar Dressing mit gebratener Poulardenbrust (€ 26,00) bringen lassen, zum Dessert gab es diesmal Schokoladenmousse mit Waldbeerenragout (€ 15,00).
Die Auswahl an Speisen ist sehr gut, da man sich sehr schön Speisen von (einigermaßen) preiswert bis (extrem) teuer auswählen kann und zudem neben "Hausmannskost" und Snacks auch hochkarätige Speisen wie Lachs, Hummer und Kaviar vorfindet. Für Kinder gibt es zudem spezielle Kindermenüs.
Qualitativ war alles ausgezeichnet. Die Currysoße war herrlich fruchtig-würzig, und auch die Wurst selbst war richtig lecker, gut gewürzt und im richtigen Maß gebraten. Die Pommes Frites waren leicht kross und ausreichend gesalzen (nicht zu viel, nicht zu wenig). Die Crème brûlée mit dem Kaffeeeis war mein persönliches Highlight an diesem Abend und ebenfalls das Geld wert. Der Caesar Salat bestand nur aus den Herzen der Römersalatköpfe, was ihn qualitativ von vielen anderen Caesar Salaten abhebt. Das Dressing war gut abgeschmeckt und reichlich vorhanden. Die Poulardenbrust war saftig und gut gewürzt. Auch hier hat wieder alles perfekt zusammen gepasst. Das Schokoladenmousse mit dem Waldbeerenragout war für mich rein experimentell, da ich mir nicht wirklich vorstellen konnte, wie es wohl schmecken würde. Ich kann es jedenfalls nur empfehlen.
Das Arrangement der Speisen ist klassisch-elegant. Teller und Besteck sowie der Salat wurden unter den obligatorischen Hauben angeliefert und erst auf dem Zimmer von ihrer Haube befreit. Die warmen Speisen und auch die Desserts wurden unter dem Tisch in speziellen Behältern zum Warmhalten und Kühlen transportiert und vom Zimmerservice-Personal auf dem Zimmer professionell angerichtet.
Das Service-Personal ist perfekt! Ich hatte an beiden Abenden zwei Mitarbeiter, die für den Zimmerservice bei mir zuständig waren, wobei ich den einen an beiden Abenden hatte (er hatte am zweiten Abend den Servierwagen wieder abgeholt). Beide Mitarbeiter haben ihren Job professionell verrichtet und waren zudem sehr freundlich und aufgeschlossen. So konnte ich mich mit beiden während des Anrichtens sehr schön unterhalten und im Anschluss mein Essen genießen.
Die Wartezeit auf das bestellte Abendessen per Zimmerservice ist angemessen kurz. An beiden Abenden lag die Wartezeit zwischen 20 und 25 Minuten, was einem bei der Bestellung auch telefonisch so genannt wird. Nach dem zweiten Anruf dauert es knappe fünf Minuten, bis wieder jemand kommt, um den Servierwagen abzuholen. Perfekt!
Lage und Umgebung
Die Lage als Stadthotel kann man beim Adlon Kempinski nur als "perfekt" beschreiben. Es liegt unmittelbar am Pariser Platz an der Prachtstraße "Unter den Linden", die ihrerseits nach Osten hin bis zum Dom und dem Alexanderplatz führt. Andererseits befindet sich am Pariser Platz auch das Brandenburger Tor, eines der Wahrzeichen Berlins. Für mich daher der ideale Ausgangspunkt für Spaziergänge durch die Altstadt und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Die Verkehrsanbindung ist ausgezeichnet. Die S- und U-Bahn-Haltestelle "Brandenburger Tor" befindet sich direkt beim Adlon Kempinski, der Zugang ist schräg gegenüber vom Haupteingang. Wer mit dem eigenen Auto kommt, kann das Adlon nicht verfehlen. Die Zufahrt zur Tiefgarage liegt in der Behrenstraße.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es sowohl im Adlon Kempinski selbst auch in der unmittelbaren Umgebung. Im Hotel gibt es eine Boutique und die Möglichkeit, Schmuck zu erwerben. Ansonsten bietet die Innenstadt eine große Auswahl an Geschäften. Und zum Kurfürstendamm ist es auch nicht allzu weit.
Das Nachtleben und die Ausgehmöglichkeiten sind hier wirklich ausgezeichnet. Im Adlon selbst gibt es Bars, Restaurants und Lounges. In unmittelbarer Umgebung gibt es zahlreiche Restaurants und Schnellimbisse. Es ist also für jeden Geschmack etwas vorhanden. Nähere Informationen zu Clubs, Bars und Discotheken erhält man auf Wunsch beim Concierge.
Das kulturelle Angebot ist enorm. Direkt am Pariser Platz liegt das Brandenburger Tor. Schräg hinter dem Südeingang des Hotels ist das Holocaust Mahnmal, von dem aus man einen direkten Blick auf die Gebäude am Potsdamer Platz hat. Zu Fuß erreicht man vom Hotel aus bequem Sehenswürdigkeiten wie den Gendarmenmarkt, den Berliner Dom, die Marienkirche, den Neptunbrunnen, den Alexanderplatz oder auch das Rote Rathaus und das Nikolaiviertel.
Trotz der zentralen Lage inmitten von Berlin ist es im Adlon Kempinski erstaunlich ruhig. Nichts lässt einen im Inneren vermuten, dass man sich in der deutschen Bundeshauptstadt befindet.
Allgemeine Informationen
Adlon Hotel Kempinski
Unter den Linden 77
10117 Berlin
Tel: (030) 2261 0
Email: [email protected]
Homepage: www.kempinski.com/de/berlin/hotel-adlon/welcome
Preise: ab € 250,00 aufwärts weiterlesen schließenProduktfotos & Videos
Blick auf das Adlon Kempinski und die Wasserfontäne, rech... von larshermanns
am 16.08.2012Blick vom Arbeitsbereich zum Bett und dem Zugang zum Bad von larshermanns
am 16.08.2012Kommentare & Bewertungen
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Fünf Sterne in der Servicewüste Deutschland
Pro:
exponierte Lage, sehr gute Ausstattung, gutes Serviceangebot
Kontra:
einige Haken und Ösen, Wellnessbereich nicht kostenlos
Empfehlung:
Ja
Es war mal wieder soweit, die alljährliche Augenärztetagung fand vor zwei Monaten zum wiederholten Mal in Berlin statt. Und ich durfte mal wieder von der Partie sein, weil mein Freund ja auch dieses Jahr mit seinen Kunden dabei war und nette Sachen geplant hatte.
Diesmal – eigentlich entgegen der allgemeinen Wirtschaftslage – stieg man im ersten Hotel am Platze ab, dem berühmten Adlon. Logischerweise bin ich darüber nicht böse, denn wer meckert schon, wenn er mal in einem so geschichtsträchtigen Haus übernachten kann.
** Lage **
Das Adlon liegt an seinen historisch angestammten Platz in der Straße Unter den Linden kurz vor dem Brandenburger Tor. Sozusagen in Spuckweite, denn vom Frühstücksraum bis zum berühmten Denkmal sind es nur ca. 50 m. Gut, das mit dem Spucken war übertrieben, aber sagen wir Wurfweite. Nebenan befindet sich die Russische Botschaft, deshalb ist immer Polizeipräsenz in der Nähe.
Der Haupteingang liegt natürlich auf der Straße Unter den Linden. Aber auch auf der rückwärtigen Seite gibt es einen Eingang, der zwar zum Bankettsaal führt, doch man gelangt auf diesem Weg ebenfalls zur Lobby.
** Anreise **
Man kann zum Adlon auf verschiedene Arten anreisen. Die einfachste Variante ist vermutlich der Zug bis zum Bahnhof Zoo und dann die Strecke mit dem Taxi oder der S-Bahn. Allerdings weiß ich da nicht, ob man noch mal umsteigen muß.
Mit dem Auto kann man mit der Kirche ums Dorf fahren oder geradewegs durchs Gewühl z. B. über den KuDamm, ansonsten auf einer der vielen Autobahnen Berlins Richtung Zentrum, dann Richtung Potsdamer Platz und kurz danach ist man schon am Brandenburger Tor.
** Das Hotel **
Das Adlon wurde vor gut sieben Jahren fertiggestellt, als man es an seinem angestammten Platz nach alten Plänen neu baute. Die Fassade entspricht zwar nicht ganz dem historischen Original, aber mit der gelblichen Steinverkleidung hat es ein modernes Äußeres mit einem leicht historischen Charme. Aber, mal ehrlich gesagt, es sieht doch genauso aus wie das Westin Grand oder das Hilton am Gendarmenmarkt.
Das Hotel hat 302 Zimmer und 73 Suiten. Es gehört zur Kempinski-Gruppe und zu den „leading hotels of the world“.
- Empfangsbereich -
Ich war bei meiner Anreise zu faul, einmal um das ganze Hotel zu dackeln, deshalb nahm ich den Eingang am Ballsaal, was bei einem der Pagen auf Verwunderung stieß, aber im Grunde kein Problem ist. So muß man nur einmal das ganze Erdgeschoß durchqueren, um an die Rezeption zu kommen.
Die besteht aus einem geräumigen Tresen, an dem aber höchstenfalls drei Leute auf einmal ruhig arbeiten können. Das scheint mir etwas wenig, wenn man bedenkt, dass da doch mal eine ganze Menge Leute auf einmal anreisen können.
Für die Wartenden gibt es dann aber bequeme Sitzgruppen, in denen so kleine Leute wie ich gut versinken können. Die gehören aber genauso gut zur Hotelbar, die sich direkt gegenüber befindet, und an der man abends gemütlich absacken kann, falls man sich die Preise leisten kann.
Auf der gleichen Etage befinden sich noch der Eingang zum Restaurant und Frühstücksraum, der Ballsaal und eine kleine Passage mit Läden der Luxusgüter mit Luxuspreisen.
Alles ist sehr gediegen gestaltet und edel. Aber ich muß gestehen, ich habe schon Lobbys gesehen, die freundlicher und großzügiger waren. Hier scheint es mir, wenn das Hotel gut belegt ist, doch sehr gedrängt.
** Zimmer **
Da die Firma die Zimmer bestellt hatte für die Angestellten und Kunden, hatten wir keine Wahl, aber wer meckert schon angesichts einer solchen Unterkunft?
Das Hotel kann 3 verschiedene Zimmerkategorien anbieten, sowie verschiedene Suiten-Typen.
Ich gehe mal davon aus, dass wir ein Executive-Zimmer hatten, die „einfachste“ Kategorie. Trotzdem war ich angenehm überrascht über das stilvolle Ambiente und die wirklich durchdachte Anordnung.
Kommt man hinein, befindet man sich – und das ist fast in jedem Hotelzimmer so – in einem Flur, in dem meist auch die Schränke integriert sind. Dieser Flur war mal richtig groß, so dass sich auch bequem drei Menschen dort aufhalten könnten. Die drei Schränke haben ein Fassungsvermögen, über das man nicht meckern kann. Mein Schatz verreist zu solchen Kongressen immer mit einem ganzen Kleiderschrank voller Anzüge – die passen bequem in einen der Schränke. Den anderen habe ich dann belegt. Hier findet man zusätzliche Kissen oder Decken, Tüten für Wäsche oder Schuhe, die Schubladen sind beleuchtet, und ein Bademantel hängt drin. Oder waren es zwei?
Von hier geht es auch ins Bad, besser gesagt, in die Toilette. Aber dazu komme ich noch.
Dahinter liegt natürlich das eigentliche Zimmer. Rechterhand stand bei uns das Doppelbett mit jeder Menge Kissen und einer Bank am Fußende, geradezu ein Ensemble aus zwei Sesseln und einem Tisch, links ein Schreibtisch mit Stuhl, eine Kombination aus Fernsehschrank und Bücherregal.
Das Bett übrigens fand ich gut, die Matratze nicht zu fest und nicht zu weich, und die Tatsache, daß sie getrennt war, angenehm, denn so spürt man nicht jede Bewegung des Partners.
Rechts und links vom bodentiefen Fenster, die bei unserem Zimmer in einen Innenhof gingen, sind ebenfalls noch zwei Schränke eingelassen. In dem einen ist der Safe untergebracht, in dem anderen die Minibar, in der man auch Fanartikel findet.
Was bietet das Zimmer sonst noch?
- Kabel- und Satellitenfernsehen mit 48 Programmen
- ISDN-Anschluß mit 2 B-Kanälen, analoger Telefon- und Fax Anschluss, Dect Handy
- Internet über ISDN, analog und wireless LAN möglich
- UMTS Anbindung
- Alle Suiten sind mit einem Faxgerät ausgestattet
- 110 V Anschlüsse für Kleingeräte nach amerikanischem Standard
- Individuell regulierbare Klimaanlage
Der Clou war aber das Bad. Nicht allein die Tatsache, daß man es von zwei Seiten begehbar gemacht hat, begeisterte mich. Eine Tür vom Flur führt, wie gesagt, in die Toilette, eine Flügeltür neben dem Bett ins Bad. Ihr ahnt es, die einzelnen Elemente des Bades sind getrennt.
In einem Raum sind Wanne und Waschtisch mit zwei Becken sowie ein Schminkplatz untergebracht, die Dusche ist separat und auch die Toilette.
Alles ist aus edlen und zeitlosen Materialien, in schwarz-weißem Marmor oder hellem Granit gehalten, so daß man sich auf jeden Fall sehr wohl fühlen kann.
An Accessoires ist alles vorhanden, was in einem guten Hotel üblich ist, sogar noch mehr: für ein schönes Wannenbad stehen sogar verschiedenfarbige Badesalze zur Verfügung.
** Gastronomie **
Von den gastronomischen Möglichkeiten des Hotels haben wir nur die Hotelbar im Erdgeschoß und das Frühstücksrestaurant genutzt, da wir viel unterwegs und abends auswärts essen waren.
Die Hotelbar ist, wie gesagt, vor allem abends stark frequentiert, und man findet meist durch die Belegung der wartenden Hotelgäste oder sonstigen Publikums kaum noch Plätze. Geöffnet ist sie sonst von 8 bis 2 Uhr.
Das Frühstück war wirklich ordentlich, obwohl ich doch schon mal besseres gesehen habe für den Preis.
Im Grunde findet man aber alles, was man für einen guten Start in den Morgen braucht und noch viel mehr: die üblichen Sachen von verschiedenen Brotsorten, Kuchen in vielen Varianten, Eier in jeglicher Form, Wurst und Käse, Fisch und Salate. Genial fand ich die Saftbar, in der aus verschiedenem Obst oder Gemüse frische Säfte gemacht werden.
Der Luxus bei diesem Frühstück ist jedoch der Champagner, den man sich beliebig einschenken kann. Bei 29 Euro kann man das allerdings auch erwarten.
Wie ich schon sagte, das Frühstück im Grand Hotel voriges Jahr war noch einen Tick vielseitiger. Außerdem hab ich mich ein wenig über das etwas lieblose Personal geärgert, das schon mit Abräumen und Neu-Eindecken beschäftigt war und einfach einen Haufen Decken auf meinem Tisch ablegte. Das fand ich irgendwie doch nicht so nett.
Frühstücken kann man in der Woche von 6.30 bis 10.30 Uhr und am Wochenende bis 11 Uhr.
- sonstige Gastronomie -
Das Hotel verfügt insgesamt über 3 Restaurants:
die Adlon Stube – im Erdgeschoß, Berliner Küche zu zivilen Preisen, wie die Karte verrät, Mittwoch bis Samstag 17-23 Uhr, Sonntag 11.30 bis 18 Uhr geöffnet
Restaurant Quarré – internationale Küche, gehobene Preise, 140 Plätze, geöffnet tgl. 6.30 bis 23.30 Uhr
Lorenz Adlon – in der BelEtage, französische Küche, Luxus-Preise, Dienstag bis Samstag 19 bis 22.30 Uhr
Da wir auswärts essen waren, haben wir diese Möglichkeiten nicht genutzt.
Das Quarré bietet übrigens noch einen Sonntagsbrunch für „normale Gäste“ für 59 € inklusive Getränke und ein Glas Sekt, bzw. den Champagner-Brunch für 80 € inklusive Moët & Chandon bis zum Abwinken in der Zeit von 12 bis 15.30 Uhr.
** Wellness-Bereich **
Das war leider das Haar in der ansonsten doch ganz köstlichen Adlon-Suppe. Ich bin ja jemand, der, wenn er schon mal in einem Luxushotel übernachtet, dann auch alles ausprobieren muß und erst recht den Wellnessbereich. Doch diesmal hat es mich ganz schön angearscht. Ich mich schön fertiggemacht, bin sogar nochmal ins nächste Kaufhaus, um einen Badeanzug zu kaufen..
Dann stehe ich am Eingang zum Wellnessbereich, habe so ca. 1,5 Stunde Zeit und da wollen die 25 Euro von mir. In einem solch teuren Hotel! Da hab ich dankend abgelehnt, aber wenigstens noch einen Blick reingeworfen.
Im Angebot hat das Hotel einen Pool, einen Fitnessraum und eine Sauna. Gesehen hab ich nicht alles, aber ich will es wenigstens aufzählen und laut Hausprospekt beschreiben.
Insgesamt hat der Wellnessbereich eine Größe von ca. 800 qm, hat ein 11 x 6 m Schwimmbecken, einen Whirlpool und Trocken- und Dampfsaunen für Damen und Herren getrennt.
Weiterhin steht ein Fitnessraum mit Personal Trainer auf Wunsch, ein Solarium (5 Euro pro 5 min) und eine Poolbar zur Verfügung. Auch Massage und Kosmetik wird angeboten, kostet aber auch extra.
Was ich gesehen habe, sah sehr nach römischem Bad aus, alles in zarten Farben und sehr stilvoll. Insofern hab ich mich umso mehr geärgert, daß ich es nicht nutzen konnte. Nächstes Jahr gehen wir wieder in eins, in dem das inklusive ist.
** Sonstiger Service **
Der Zimmerservice steht 24 Stunden zur Verfügung.
Kleidung, die täglich bis 9 Uhr abgegeben wird, ist noch am gleichen Tag fertig. Aber man kann es natürlich auch Expreß reinigen lassen, was allerdings um einiges teurer ist. Überhaupt, das Personal ist absolut nett.
Folgende Accessoires kann man vom Hotel bekommen, manche allerdings gegen Pfand: Adapter, Transformator, Spiele, Bügelbrett und Bügeleisen, Telefonbücher, Regenschirm, sogar Allergiebettwäsche.
Es gibt im Grunde nichts, was es nicht gibt. Hier noch einige Serviceoptionen:
Abreise bis 12 Uhr
Arzt über den Notruf
Babysitter über den Concierge
Business-Center in der Lobby, 24 Stunden geöffnet
Butler-Service
Geldwechsel 24 Stunden an der Rezeption
Dolmetscher über den Concierge
Friseur im Haus, Blumenladen in der Nähe, Reservierungen über Concierge möglich
Schuhputzservice über Nacht
Tageszeitung nach Wunsch
Bankette und Tagungen - 13 Konferenz- und Tagungsräume stehen für Veranstaltungen zur Verfügung für je nach Bestuhlung von 33 bis 500 Personen.
** Shopping **
Nun ja, da könnte ich eine Menge aufzählen. Wer sich nicht aus dem Hotel bewegen will und über genügend Kleingeld verfügt, kann die kleine Shoppingmeile im Hotel nutzen, wo ein Juwelier, ein Souvenirshop, ein Laden mit Accessoires und Textilien - alles seeehr gehobene Preise.
Und natürlich gibt es in der näheren Umgebung unzählige Möglichkeiten, sein Geld auszugeben.
** Preis **
Die Preise unterscheiden sich nach Saison, daher gebe ich die Preise in ihrer Spanne an.
Executive Zimmer (ca. 35 qm) 330 bis 370 Euro
Deluxe Zimmer (ca. 40 qm) 370 bis 410 Euro
Superior Deluxe Zimmer (ca. 42 qm) 450 bis 490 Euro
Junior Suite je nach Lage und Größe (ca. 55 - 60 qm) 650 bis 750 Euro
Adlon Executive Suite (ca. 58 qm) 950 Euro
Pariser Platz Suite 1900 Euro
Brandenburger Tor Suite 3800 Euro
Präsidentensuite 8500 Euro
Bei den Suiten sind Zusatzleistungen wie Transfer vom und zum Hotel, Blumen, Mineralwasser, Champagner und Obst auf dem Zimmer enthalten.
Alle Zimmerpreise sind exklusive Frühstück.
** Kritikpunkte **
Obwohl das Adlon sicher noch einen Tick gehobener ist als das Westin Grand Hotel nur wenige Schritte davon entfernt, habe ich mich dort voriges Jahr irgendwie wohler gefühlt. Das ging schon beim Einchecken los. Ich bin später angereist als mein Freund und man fand die Information nicht, dass ich da noch in das Zimmer gehöre. So musste ich eine geschlagene Viertelstunde auf eine Bestätigung warten, dass ich in das Zimmer durfte.
An der Rezeption ist aber auch ständig viel Betrieb gewesen, so dass Wartezeiten unumgänglich waren. Gut, das hing sicher auch damit zusammen, dass an dem Wochenende das Hotel richtig voll war wegen dem Berlin-Marathon, aber da müssen sie sich eben was einfallen lassen.
Der Hammer war aber die Tiefgarage. Mein Freund hatte sein Auto nun die ganze Zeit in der Tiefgarage stehen und musste so ca. 90 € bezahlen, hatte er ausgerechnet. Doch das ging nicht mit der Hotelrechnung zu begleichen, sondern nur bar am Automaten. Der nahm aber nur maximal 20 €-Scheine und an der Rezeption war man nicht in der Lage, das Geld zu wechseln. Das hat uns auch mal wieder eine halbe Stunde gekostet, weil wir zur nächsten Bank gehen mussten, um Geld in passenden Scheinen zu besorgen.
Na ja, und die Sache mit dem Wellnessbereich hab ich ja schon erwähnt.
** Meine Meinung **
Die drei Tage, die ich in dem Hotel verbringen durfte, hab ich mich eigentlich ganz wohl gefühlt. Aber alles in allem habe ich trotz des guten Renommees das Gefühl, es läuft nicht alles ganz rund. Auch wenn die Zimmer wirklich wunderschön ausgestattet und super eingerichtet sind, im Bereich Service erhält es von mir keine Höchstnote. Einige Sachen könnten durchaus noch verbessert werden, denn sie sind eines solchen 5*-Hotels nicht würdig.
Wie schon gesagt, nächstes Jahr, falls wir die Wahl haben, gehen wir doch lieber wieder in ein anderes Luxushotel.
** Daten **
Unter den Linden 77
D-10117 Berlin
Telefon: +49 (0)30 2261-0
Telefax: +49 (0)30 2261-2222
E-Mail: [email protected] weiterlesen schließen -
Das Adlon und die Stubenfliege
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Liebe Leserinnen und Leser,
heute möchte ich euch mal wieder mit einem Erfahrungsbericht "beglücken". Es handelt sich diesmal um das Alon Hotel Kempinski in Berlin, einem Hotel, von dem vielleicht der ein oder andere schon einmal gehört hat. Ich möchte euch im folgenden in verschiedenen Kategorien die wichtigsten Merkmale dieses Hotels vorstellen und jeweils kurz bewerten. Dabei muss ich vorweg erwähnen, dass ich bei den Bewertungen einen sehr hohen Maßstab anlege, das Hotel also mit den besten dieser Welt messe, aber dazu zählt sich ja das Adlon. Ich hoffe, ihr habt viel Spaß beim Lesen.
Allgemeines
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Das Hotel Adlon liegt am Pariser Platz, schräg gegenüber dem Brandenburger Tor und am Beginn des Boulevard „Unter den Linden“. Das Hotel verfügt über 302 Zimmer und 73 Suiten. Das Hotel gehört zur Kempinski-Gruppe und ist Mitglied der „leading hotels of the world“.
Geschichte und Ruf
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Im folgenden möchte ich einen kleinen Überblick über die Geschichte des Hauses geben und ein paar Worte zum Ruf des Hotels verlieren. Was die Geschichte angeht, habe ich mir das ganze natürlich nicht selbst ausgedacht, so weit gehen meine Erfahrungen nun auch wieder nicht. Wen es nicht interessiert, kann ja beim nächsten Punkt weiterlesen. "Geklaut" habe ich die Geschichte von der Adlon Homepage.
Geschichte
Am 24. Oktober 1907 berichtete die Vossische Zeitung in Berlin: "Während des gestrigen Tages hatten Kaiser, Kaiserin, Prinzessinnen und Prinzen den prächtigen Hotelbau besichtigt und Herrn Adlon ihre Anerkennung des hier Geschaffenen in ehrendster Weise ausgesprochen." Mit diesem Tag begann die Geschichte des Hotel Adlon, das mit großer Unterstützung durch Kaiser Wilhelm II entstand und das sich innerhalb von drei Jahren zum schönsten und luxuriösesten Hotel der Welt entwickelte.
Gründer jenes Hotels war Lorenz Adlon, Sohn eines Schuhmachers aus Mainz. Sein Berufsweg führte ihn nicht direkt in die Hotellerie. 1872 beendete er zunächst seine erste Lehre, die Ausbildung zum Tischler.
Sein Lehrherr, die renommierte Mainzer Möbelfirma Bembé, übernahm später die Innenausstattung des Hotel Adlon. Doch schon während seiner Lehrzeit soll es Lorenz Adlon immer wieder in die Gastronomie gezogen haben. Bereits 1876 verdiente er sich während der Ausrichtung des rheinischen Schützenfestes erste Sporen bei der Leitung eines "Massenrestaurationsbetriebes". Während der Weltausstellung 1888 in Amsterdam war er Pächter sämtlicher Restaurationsbetriebe. Der Name "Adlon" erhielt erstmals internationale Bekanntheit. 1889 erwarb Adlon sein erstes Hotel, das "Mille Collones" in Amsterdam.
Lorenz Adlon hatte zu dieser Zeit Mainz bereits verlassen und war Mitbürger Berlins geworden. 1880 erwarb er hier das berühmte Restaurant "Hiller" Unter den Linden 55. (Heute liegt dort das Café Einstein). 1885 expandierte er und erwarb die Zooterrassen im Zoologischen Garten, 1896 betrieb er anläßlich der Gewerbeausstellung in Berlin das "Hauptrestaurant von Adlon und Dressel" am Neuen See. Das zweite Standbein von Lorenz Adlon war seine Weinhandlung in der Berliner Wilhelmstraße mit - so erzählt man - über einer Million Flaschen.
Das erwirtschaftete Vermögen aus diesen Betrieben sowie aus dem 1889 gekauften Hotel "Continental" in Berlin investierte Lorenz Adlon in die Verwirklichung seines Traumes, den Bau eines eigenen Hotels. Die Weltstadt Berlin sollte ein Luxushotel erhalten, das den Hotels von Paris oder London ebenbürtig ist. Lorenz Adlon wollte ein Haus bauen, in dem die Welt sich traf. 1905 kaufte er dazu das Grundstück Redern, ein langgezogenes Grundstück zwischen Behrensstraße und Unter den Linden. Der Erwerb des Grundstückes und Abriß des Palais Redern, eines verfallenen, ursprünglich unter Denkmalschutz stehenden Schinke'schen Palais, erfolgte mit Hilfe und Billigung von Kaiser Wilhelm II. Der Neubau des Hotel Adlon stellte einen architektonischen Kontrastpunkt zum Stadtschloss dar. Es bot Kaiser Wilhelm II in Fußweite jenen Luxus, den er in dem von ihm ungeliebten Stadtschloss vermisste, denn hinter klassisch-konservativen Mauern verbarg sich eine für die damalige Zeit einzigartige technische Ausstattung. Elektrizität und fließend warmes und kaltes Wasser gehörten zur Standardausstattung der Gästezimmer. Die exponierte Lage am Brandenburger Tor sicherte dem Kaiser darüber hinaus seine Einflussmöglichkeiten auf die architektonische Gestaltung und die Ansicht der Fassade.
Knapp zwei Jahre benötigten die Architekten Carl Gause und Robert Leibnitz, um das neue "Hotel Adlon" Unter den Linden 1 zu bauen. Am 24. Oktober 1907 beschrieb die Vossische Zeitung: "Dass das neue Hotel eine außerordentliche und großartige Leistung im Hotelneubau und in der Hoteleinrichtung für eine moderne Großstadt ist, will kein Unbefugter bestreiten. Um eine solche Schöpfung zu ermöglichen, bedurfte es freilich eines solchen Bauherren, seines Zusammenwirkens mit solchen Architekten, Künstlern, Kunsthandwerkern und Technikern, wie die hier tätig gewesenen und - eines Kapitals von 15 Mill."
Angehörige Familien des Adels verkauften ihre Winterpalais in Berlin, um in den Suiten des Hotel Adlon zu residieren. Wilhelm II floh vor den zugigen Räumen seines Schlosses in die Wärme des Hotel Adlon. Auch das Auswärtige Amt nutzte das Hotel gerne als "inoffizielles Gästehaus", da es kein eigenes Gästehaus für ausländische Gäste gab.
Unter der Führung seines Gründers Lorenz entwickelte sich das Hotel Adlon zu einem Haus des Sehens und Gesehen-Werdens. Europas Könige, der Zar, der Maharadscha von Patiala, Edison, Ford, Rockefeller, Rathenau, Stresemann und Briand waren ebenso Gäste wie Einstein, Sauerbruch, Strauß, Furtwängler oder Karajan. Charlie Chaplin verlor auf dem Weg in das Hotel seine Hosenknöpfe an die Berliner, Marlene Dietrich wurde hier entdeckt. "In der großen Halle des Hotels", schrieb die Berliner Morgenpost 1929, "hörte man die Sprachen aller Kulturnationen durcheinander-schwirren."
1931 - zehn Jahre, nachdem Louis Adlon die Leitung des Hotels von seinem Vater übernommen hatte - wurde er alleiniger Besitzer des Hauses. Seine Schwester ließ sich ihren Anteil am Haus ausbezahlen - eine Summe, die Louis Adlon aufgrund der guten Auslastung des Hauses und der guten Einnahmen leicht verkraften konnte. 1,5 bis 1,7 Millionen Gäste kamen zwischen 1925 und 1930 pro Jahr nach Berlin. Nicht wenige von ihnen wählten das Adlon als Quartier. Der Griebensreiseführer von 1928 nannte das Adlon als Hotel allerersten Ranges mit 450 Hotelbetten, Kiesslings Reiseführer, der Vorgänger des Baedecker, lobte das Weinrestaurant im Adlon als besonders vornehm.
In den politischen und wirtschaftlichen Umbruchjahren des zwanzigsten Jahrhunderts wird aus dem Ort des Sehens- und Gesehen-Werdens auch noch ein Ort politischer und diplomatischer Entscheidungen. Das Hotel Adlon galt in den politischen Wirrnissen der Vorkriegszeit und des Nationalsozialismus als "die kleine Schweiz in Berlin". Das bevorzugte Hotel der SS war der Kaiserhof in der Wilhelmstraße.
1945 hörte man in den Räumen des Hotels das Stöhnen der Verwundeten, die im April 1945 in das im Hotel eingerichtete Lazarett verlegt waren. Das Hotel war nahezu unbeschädigt, lediglich die Fenster im Erdgeschoss waren zugemauert. Ein Brand in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945 zerstörte den Prachtbau bis auf einen Seitenflügel und besiegelte das Schicksal des heute legendären Hotels.
Die ehemalige DDR richtete in dem verbliebenen Seitenflügel ein Hotel ein. Trotz des 1952 verkündeten Aufbau des Sozialismus gab es auch in diesem Hotel Adlon weiterhin Pagen und Hausdiener - in den Original Pagenuniformen. 1964 wurde der Bau renoviert, die Fassade erhielt neuen Glanz.
Den Schlussstrich unter das Hotel Adlon zog eine Entscheidung Anfang der siebziger Jahre: Aus dem Luxushotel der Goldenen Zwanziger Jahre, dem HO-Hotel der frühen Jahre der DDR im verbliebenen Flügel, wurde ein Lehrlingswohnheim.
1984 verschwand der letzte Teil des Hotel Adlon, um dem geplanten Neubau eines Wohnkomplexes Platz zu machen.
Als dann am 9. November 1989 die Mauer fiel, erwarb die Kempinski Hotelbetriebsgesellschaft die Baugenehmigung für das Projekt "Wiederaufbau Hotel Adlon". Hedda Adlon, die Witwe von Louis Adlon, hatte ihr nämlich noch zu Lebzeiten das Ankaufsrecht auf die Firma Adlon sowie auf das Grundstück übertragen, falls es jemals wieder die Möglichkeit gäbe, das Hotel neu zu errichten.
Zur Finanzierung des Hotel Adlon verkaufte Kempinski das Projekt mit allen seinen Rechten an die Fundus-Fonds-Verwaltungen GmbH in Köln und erhielt im Gegenzug einen langfristigen Pachtvertrag.
Am 23. August 1997 eröffnete der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Roman Herzog, am gleichen Ort, an dem das legendäre Hotel Adlon stand, das Hotel Adlon - ein Hotel der Kempinski Hotels and Resorts.
Nach fünf erfolgreichen Jahren erweiterte sich das Adlon im Dezember 2002 durch das neu errichtete Adlon-Palais. Neben einem prächtigen Ballsaal und weiteren Konferenzräumen beherbergt das Adlon-Palais auch Deutschlands exklusivsten Privat-Club, den China Club Berlin, und weitere Restaurants.
Ruf
Das Adlon ist wohl das mit Abstand bekannteste Hotel in Deutschland und genießt insgesamt einen unglaublichen Ruf. Es gilt gemeinhin als Inbegriff des Luxus und die Touristenströme vor dem Hotel beweisen, dass großes Interesse an dem Haus besteht. Das ganze kann natürlich als Hotelgast schon etwas nervig sein, wenn die „Wohnung auf Zeit“ zum Museum wird und Touristen durch die Lobby streifen. Dagegen gibt es dann Eingangskontrollen, aber das ist ein anderes Thema....
Bewertung
Was Geschichte und Ruf angeht, geht wohl kaum mehr, als beim Adlon. Aus diesem Grunde gebe ich hier klare 5 Sterne.
In der Gesamtbewertung lasse ich diesen Punkt mit 5 % einfließen, denn davon übernachte ich auch nicht besser. Trotzdem dürfte es den ein oder anderen bei der Hotelwahl beeinflussen.
Service
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Der Service des Hauses begann für mich bei der Buchung. Prinzipiell ist es möglich das Haus, Telefonisch, schriftlich, per Internet, Reiseveranstalter oder Bettenbörsen zu buchen, also alle gängigen Methoden. Ich entschied mich für einen Anruf, wobei mir erst einmal das ganze Haus am Telefon beschrieben wurde. Leider sagte man mir nicht gleich die günstigste Rate, aber auf Nachfrage bekam ich sie dann doch. Die freundliche Mitarbeiterin sagte mir eine umgehende Buchungsbestätigung zu..
Etwas später trat bei mir im Zuge des Besuches der Internetseite eine Frage auf, die ich gleich per E-Mail an das Hotel stellte. Leider bekam ich darauf keine Antwort, man hielt mich wohl einer solchen nicht für würdig. Nun ja, das fing ja schon gut an, ich informierte mich schon einmal im Four Seasons und Ritz nach Zimmern. Was meine Halsschlagader dann noch anschwellen ließ war die Tatsache, dass auch die Buchungsbestätigung auf sich warten ließ. Sie wollte einfach nicht kommen!
In meiner Begeisterung überlegte ich, was zu tun sei. Kurz entschlossen schrieb ich einen Beschwerdebrief an den Generaldirektor, denn eigentlich wollte ich ins Adlon und nirgends wo anders hin. Schon 2 Tage später erreichte mich ein Entschuldigungsschreiben mit Bonbon (dazu später) und noch einen Tag drauf die Buchungsbestätigung. Die Reise konnte also losgehen.
Im Hotel angekommen, fuhr ich gleich vor die Türe, da ich wenig Lust hatte, meine Koffer selbst ins Hotel zu tragen (ja, ja, ich bin halt manchmal faul) oder noch mal extra in die Tiefgarage zu latschen. Vor dem Hotel war weit und breit niemand zu sehen, so dass ich erst einmal zwischen Taxen einparkte, um dann zur Rezeption zu gehen. Dort empfing man uns freundlich und begleitete uns kurz darauf zu unserem Zimmer. Vorher hatte ich noch meinen Wagenschlüssel zum Parken des selbigen abgegeben und erklärt, welche Koffer aus dem Kofferraum ich benötigte. Auch die Dame die uns nun nach oben brachte war sehr höflich und verwickelte uns in den üblichen Small Talk (wie war die Reise, Berlin hat sich aber verändert u.s.w.). Danach erklärte sie uns das Zimmer und verabschiedete sich. Kurz danach kamen unsere Koffer, korrekt wie angegeben.
Während des restlichen Aufenthaltes kann ich nur positives über den Service berichten, alle waren ausgewählt höflich und zuvorkommend. Beim Check-Out verlief alles korrekt und zügig, also auch kein Problem.
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch etwas erwähnen, was im weitesten Sinne zum Service gehört und mir negativ aufstieß. Während ich es aus so gut wie allen Hotel gewohnt bin, dass es abends eine kleine Leckerei zum Einschlafen gibt, wartete ich darauf beim Adlon vergebens. Etwas peinlich, wie ich finde...
Obwohl es nicht direkt auf meinen Erfahrungen aufbaut, möchte ich an dieser Stelle noch ein paar Erlebnisse meiner Eltern zum Besten geben, die schon zweimal in dem Hotel nächtigten.
Beim ersten mal ignorierte der Portier einfach meine Mutter, die ihn doch nur bat, vielleicht mal die Koffer aus dem Wagen zu holen. Er hatte sie angeblich nicht gehört.....
Beim zweiten Besuch, verweigerte man meinem Vater dann gleich den Zugang zum Hotel, als dieser vom Stadtbummel zurückkam, indem man sich ihm in den Weg stellte und fragte, ob er überhaupt Hotelgast sei. Auf seine nachfolgende Beschwerde hin erklärte der Typ, er habe entsprechende Instruktionen... Na, der hätte mich kennen gelernt. Wohl weniger ins Gewicht fiel dann, dass eine gegebene Wegauskunft der Rezeption überall hinführte, nur nicht ans Ziel, aber so etwas kann nun mal passieren, was guckt man auch nicht selber auf den Stadtplan!
Bewertung
Was den Service angeht, ist die ganze Sache zweigeteilt. Vor der Anreise fand ich ihn auf Grund der vergessenen Buchungsbestätigung, der unbeantworteten E-Mail und der schlechten Beratung bei der korrekten Rate einfach inakzeptabel. Einzig die Freundlichkeit der Mitarbeiter (die ich jedoch voraussetze) am Telefon und die schnelle Beantwortung meines Beschwerdebriefes fallen positiv ins Gewicht. Da es jedoch noch schlimmer hätte kommen können, gebe ich hier mal schwache 2 Sterne, die zu 30 % in die Servicebewertung einfließen.
Viel entscheidender ist im Grunde ja auch der Service im Hotel. Dieser war bis auf das fehlende Betthupferl einwandfrei und kaum verbesserungswürdig, so dass ich mich doch noch zu mit 70 % zu gewichtenden 5 Sternen durchringen kann.
Insgesamt erhält der Service im Adlon also 4 Sterne von mir, die zu 20 % in die Gesamtbewertung eingehen.
Zimmer
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Das Herzstück eines jeden Hotels sind wohl die Zimmer, so dass dieser Punkt natürlich besonderes Augenmerk verdient (man beachte auch die Fotos).
Das Hotel verfügt über 3 verschiedene Zimmerkategorien, sowie verschiedene Suiten Typen. In der Folge erst einmal die verschiedenen Kategorien und Preise (bei den Suiten sind verschieden Leistungen wie Transfer vom und zum Hotel, Blumen, Mineralwasser, Champagner und Obst auf dem Zimmer enthalten, das Frühstück ist jeweils exklusive)
Executive Zimmer (ca. 35 qm) 330 € (Nebensaison), 370 € (Hauptsaison)
Deluxe Zimmer (ca. 40 qm) 370 € (Nebensaison), 410 € (Hauptsaison)
Superior Deluxe Zimmer (ca. 42 qm) 450 € (Nebensaison), 490 € (Hauptsaison)
Junior Suite (ca. 55 qm) 650 €
Junior Suite Unter den Linden (ca. 60 qm) 750 €
Junior Suite Brandenburger Tor 950 €
Adlon Executive Suite (ca. 58 qm) 950 €
Pariser Platz Suite 1900 €
Brandenborger Tor Suite 3800 €
Präsidentensuite 8500 €
Nun ja, soweit die Preise, wir hatten uns für ein Deluxe Zimmer entschieden. Unser Zimmer lag in der 3. Etage zur Akademie der Künste hin (Innenhof, aber ruhig) und war ein Nichtraucherzimmer. Trotzdem standen im ganzen Zimmer Aschenbecher, was aber im Adlon wohl auch in diesen Zimmern zur Ausstattung gehört. Etwas merkwürdig wie ich finde, aber verraucht war das Zimmer nicht.
Beim betreten des Zimmers kam man erst einmal in einen Holzverkleideten Vorflur, in dem sich rechts die großen Schränke befanden. Links führte eine Tür in die Toilette und ein Spiegel mit 2 schönen Lampen stand bereit. Vor uns öffnete sich schließlich das Zimmer. An der rechten Seite befand sich eine große Kommode, in deren Inneren sich der Fernseher befand (50 cm Standardgerät), gleich dahinter der im Raum stehende, mit 2 Stühlen bestückte Schreibtisch. Links und rechts des Fensters an der Frontseite standen je große Holzschränke, im rechten Befanden sich Ablagefächer und der Safe, in dem linken die Minibar mit reichlich Fanartikeln. Zwischen den beiden waren 2 hellbraune Wildledersessel und ein Glastisch zu finden. Vorne links, gleich am Eingang zum Bad stand das große Doppelbett, bezogen mit einer schönen Tagesdecke und gigantischem Kopfteil, sowie zwei Hightech Nachttischen. Positiv beim Bett war, dass genügend Kissen vorhanden waren (zwei schöne, dicke) und die Matratzen guten Liegekomfort boten. Damit wären wir aber schon beim Problem, es waren nämlich 2 Matratzen, statt wie erwartet einer! Eine Tatsache, die mich immer wieder in so vielen Hotels stört, schließlich schlafe ich dann irgendwie schlechter als zuhause.
Was die Nachttische angeht, hatten sie es wirklich in sich. Über eine Bedienleiste konnte man fast das gesamte Licht des Raumes steuern (bis auf die Schreibtischlampe separat) und die Raumtemperatur einstellen (so eine Klimaautomatik muss beim nächsten Hausbau auch her J). Wirklich praktisch, da das Teil auch noch sehr präzise arbeitete!
Der Boden bestand zum einen Teil (im Eingangsbereich und an den Seiten) aus einem schönen Holzparkett, zum anderen (in der Mitte) aus einem schönen, dicken Teppichboden.
Kommen wir aber nun ins Bas. Das Bad war in schwarzem und weißen Marmor mit Holz gehalten, die Toilette abgetrennt. Den Toilettenraum fand ich etwas unansprechend gestaltet (vor einem war gleich ein rechtwinklig zulaufender Spiegel), so dass man sich dort nicht sonderlich wohl fühlte. Ebenfalls negativ fand ich die unlackierte Naturholzklobrille, man kann mir irgendwie nicht erzählen, dass man die so sauber kriegt, wie eine lackierte – aber gut.
Im Bad selber empfingen einen 2 Spülsteine, eine einzelne Dusche (sehr klein, zu klein für zwei) und eine ordentlich große Badewanne. Alles nicht gerade üppig, aber ausreichend. Was Pflegeartikel anging, war alles übliche vorhanden, sogar zwei verschiedene Badesalzsorten erwarteten einen.
Bewertung
Zwar kann ich nicht sagen, dass es sich bei dem Zimmer um den Traum meiner Schlaflosen Nächte handelte, aber es lag doch deutlich über dem Durchschnitt. Trotzdem fehlte mir doch ein Bidet, eine durchgehende Matratze und eventuell ein Sofa. Negativ fand ich auch die ungemütliche Toilette, so dass es eigentlich nur für 4 Sterne langt. Trotzdem überwiegen doch die positiven Merkmale, denn man darf nicht vergessen, dass es sich „nur“ um ein Doppelzimmer handelten und ich doch meist (auch in solchen Hotels) in Suiten wohne. Aus dem Grunde muss man da wohl doch ein paar kleine Abstriche machen, so dass ich mich noch zu schwachen 5 Sternen hinreißen lasse, die zu 30 % in die Gesamtbewertung eingehen.
Wellness
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Das Adlon hat einen Freizeitbereich mit Pool, Fitnessraum und Sauna, der 50 € am Tag kostet. Dieser Preis gilt natürlich nur für Hausexterne, Hotelgäste zahlen nur 25 €. Als ich dies auf der Homepage las, war ich erst mal sprachlos. Noch nie sollte ich in einem Hotel für den Pool extra zahlen, schon gar nicht in so einem. Daraufhin schieb ich auch die Fragemail, die unbeantwortet blieb. Allerdings kann ich euch trotzdem von den Freizeiteinrichtung berichten, da das Hotel wegen der Unannehmlichkeiten bei der Buchung die Benutzung des Pools in den Preis mit einbezog – Jippiiiii!
Der Spa des Hotels ist 800 qm groß und verfügt über ein Schwimmbecken (11 m lang, 6 m breit, 27 Grad warm), einen Whirlpool (37 Grad warm), Saunen und Dampfsaunen (Damen und Herren getrennt), einen Fitnessraum (auf Wunsch mit Personal Training), ein Solarium von Ergoline (5 min kosten noch einmal 5 € extra), mehrere Massage- und Kosmetikkabinen, sowie eine Poolbar.
Wir haben nur den Pool bereich genutzt, so dass ich zu den anderen Angeboten nicht viel sagen kann. Der ganze Bereich war ansprechend im römischen Stil gestaltet, bequeme Liegen luden zum Verweilen ein. Eigentlich ein schöner Spa, in dem man sich gut entspannen kann.
Bewertung
Eigentlich hätte der SPA auf Grund seiner Anlage und Ausstattung 4 Sterne verdient, da er schon zu den besseren unserer Republik gehört. Wenn ich dann aber bedenke, dass sich das Hotel erdreistet (anders kann ich es nicht ausdrücken) hierfür neben den eh schon nicht günstigen Zimmerpreisen auch noch 25 € extra pro Person zu verlangen, relativiert sich das ganze. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, so viel Geld für ein paar Schwimmzüge zu bezahlen, so dass der SPA für mich (beim nächsten Besuch zum Beispiel) praktisch nicht existent ist. Aus diesem Grunde kriegt der Wellnessbereich von mir nur 2 Sterne, die zu 10 % in die Gesamtbewertung eingehen.
Sauberkeit
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Hier erwartet wohl jeder, dass ich nur voll des Lobes bin. Stimmt eigentlich auch, denn im Hotel und Zimmer war alles blitzsauber (wie ich es aber auch erwarte) Allerdings gab es eine kleine, umso peinlichere Ausnahme. Nachdem wir vom Schwimmen zurückgekehrt waren, hatte der Zimmerservice unser Bett abgedeckt. Soweit, so schön. Leider mussten wir jedoch auf einer unserer Bettdecken ein plattgemangeltes Insekt (ca. 2 cm Durchmesser) entdecken, dass offensichtlich vom Zimmerservice übersehen worden war. Natürlich wurde der Bezug nach meiner Meldung sofort mit den Worten tiefster Entschuldigung und der Versicherung, so etwas sei noch nie passiert ausgetauscht, aber es war natürlich kein Ruhmesblatt....
Irgendwie eine kleine Entschuldigung in Form eines Betthupferls (oder ähnlichem) gab es natürlich nicht, das Adlon ist halt etwas geizig....
Bewertung
Da eigentlich bis auf die Ausnahme alles perfekt sauber war, kann man nicht groß von der Höchstnote abweichen. Trotzdem ist ein Insekt auf dem gut sichtbaren Teil der Decke natürlich ein schwerer Klops (er wurde ja gleich beim Beziehen UND Abdecken, sowie der Kontrolle (eine solche wird im Adlon nach dem Saubermachen noch einmal in jedem Zimmer durchgeführt) übersehen), so dass es nur für 4 Sterne reicht, die zu 20 % in die Gesamtbewertung eingehen.
Tagungsmöglichkeiten
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Das Adlon verfügt über 13 Konferenzräume, so dass man hier sicher ordentlich tagen kann. Ich selbst blieb von solchen „Freuden“ glücklicherweise verschont, so dass ich auch nicht wirklich etwas dazu sagen kann.
Gastronomie und Frühstück
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Das Hotel verfügt über 3 Restaurants, die Adlon Stube (Berliner Küche – recht zivile Preise), das Restaurant Quarre (internationale Küche – mittlere Preise – Hauptgericht so um die 25 bis 30 €) und das Lorenz Adlon (sehr französisch – gesalzene Preise – Menü von 120 bis 150 € - 1 Michelin Stern)
Mich selbst hätte wenn überhaupt nur das Lorenz Adlon gereizt, aber das hatte ausgerechnet zu. Andererseits kann man außerhalb von Berlin natürlich für das Geld auch in deutlich besseren Restaurants essen, aber so ist das eben mal.
Was wir uns jedoch gönnten, war das Frühstück für 29 € pro Person. Dafür bekam man die Standardsachen, frisch gepresste Säfte, Bananen und Erdbeer Shakes und jede Menge Frisch zubereiteter warmer Speisen (Pfannkuchen, Rührei, Rösti u.s.w.). Die Qualität und Auswahl war sehr gut (vor allem in Zeiten immer kleinerer werdender Buffets) und der Service aufmerksam. Also wirklich ein gelungenes Frühstück.
Bewertung
Was das Angebot an Restaurants angeht, bleiben eigentlich keine Wünsche offen (OK, ein 2 oder 3 Sterne Restaurant, aber wir wollen mal nicht überschnappen). Was das Frühstück anging, war ich positiv überrascht und rundum zufrieden, so dass ich hier satte, zu 10 % in das Gesamtergebnis eingehende 5 Sterne vergebe.
Preis – Leistung
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Dieser Punkt ist natürlich recht heikel, denn das Adlon ist nun einfach mal teuer, da beisst die Maus keinen Faden ab. Trotzdem sind die Übernachtungspreise durchaus nicht überzogen, denn vergleichbare Hotels in Berlin (da wären ja nur Ritz und Four Seasons) nehmen auch nicht weniger. Schaut man dann mal nach Rom, Paris oder London scheint das ganze sogar eher noch günstig.... Was mir jedoch recht negativ auffiel, waren die Begleitkosten. War die Tiefgarage mit 22 € pro Nacht noch im Rahmen, kostete ein 0,25 Mineralwasser am Pool zum Beispiel 6 €, ein 0,2 frisch gepresster Orangensaft 12 € (Goldsaft!!!). Ich kann dies beliebig fortsetzen, ein Sandwich zum Beispiel 18 € (wirklich klein und gewöhnlich, ich hab ihn gesehen). Diese Preise sind wohl kaum noch zu rechtfertigen, sie sind schlicht und ergreifen überteuert. Auch die Preise der Gastronomie (vor allem das Lorenz Adlon) sind schon sehr hoch, auch wenn in Berlin durchaus nicht exorbitant (das Frühstück kostet woanders auch so viel und ein Menü teilweise 165 €) Berlin ist einfach sehr teuer.
Trotzdem mache ich hier deutliche Abzüge für die unverschämten Getränkepreise und den extra zu bezahlenden Pool. Aus diesem Grunde sind auch nur 3 Sterne drin, das Preis-Leistungsverhältnis könnte einfach deutlich besser sein. In das Gesamtergebnis gehen sie zu 5 % ein, denn wer ins Adlon kommt weiß nun einmal, dass es keine billige Angelegenheit wird.
Fazit
****
Insgesamt bereue ich es nicht, ins Adlon gegangen zu sein. Die Zimmer sind ordentlich, der Service vor Ort gut und das Frühstück ausgezeichnet. Trotzdem werde ich wohl bei meinem nächsten Aufenthalt in Berlin das Ritz oder Four Seasons wählen, da es mich auch reizt, diese Hotels kennen zu lernen. Trotzdem kann ich das Hotel natürlich besten Gewissens empfehlen.
Gesamtbewertung
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Meine Gesamtbewertung ist ja jetzt praktisch schon vorgegeben, denn sie ergibt sich ja aus den einzelnen Teilbereichen. Also machen wir mal die Rechnung auf:
Geschichte und Ruf: 5 Sterne (5%)
Service: 4 Sterne (20 %)
Zimmer: 5 Sterne (30 %)
Freizeit: 2 Sterne (10 %)
Sauberkeit: 4 Sterne (20 %)
Gastronomie und Frühstück: 5 Sterne (10 %)
Preis – Leistung: 3 Sterne (5 %)
Gesamtergebnis: 4,2 Sterne
Im Gesamtergebnis erhält das Adlon also 4 Sterne, ein Ergebnis, das sich auch mit meinen persönlichen Eindrücken deckt. Zwar handelt es sich um ein wirkliches Spitzenhotel, doch gibt es einfach so ein paar Macken, bei denen man nur den Kopf schütteln kann.
Ich hoffe, euch hat der Bericht gefallen und ihr habt bis zum Ende durchgehalten. Ich bedanke mich auf jeden Fall bei allen, die meine Mühe mit einer Lesung und eventuell auch Bewertung honoriert haben. Besonders würde ich mich natürlich freuen, wenn ihr mir auch noch einen Kommentar hinterlassen würdet.
Euer offerendum weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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April, 21.04.2005, 22:07 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ein wirklich äußerst interessanter und informativer Bericht! Das mit dem hübschen "Bettgenossen" hätte in der Tat nicht in diesem Hause sein dürfen! Seltsam, daß es keine Entschädigung in irgend einer Form gab
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Ernüchterung im Jugendstilpalast
Pro:
Stilvolles Ambiente
Kontra:
Schlechter Service und dafür einfach zu teuer
Empfehlung:
Nein
Ich hab noch einen Koffer in Berlin, heißt es so schön im Lied. Jaja, irgendwo habe ich dort einen Koffer, aber ich kann Euch jetzt verraten, wo der ganz bestimmt nicht steht: Im Kempinski Hotel Adlon!
Einmal im Leben wollte ich zur Love Parade. Love Parade sehen und sterben. Aber ein bisschen Kontrastprogramm sollte es schon sein, deshalb buchte ich zum Ausgleich zwei Nächte im viel gerühmten Hotel Adlon, das beste Haus am Platz, am Pariser Platz sozusagen.
Empfang
Vor dem Eingangsbereich des Hotels steht eine Reihe von Taxis. Die am Hotel vorbeiführende Straße ist einspurig, ein freier Stellplatz ist nicht vorhanden. Wir fahren also langsam vor und halten schließlich in der zweiten Reihe. Wir steigen aus. Vor dem Hoteleingang steht ein livrierter, weiblicher Chefportier umgeben von einer größeren Anzahl offensichtlich untergeordneter Portiers bzw. Gepäckträger. Wir gehen langsam um unser Auto herum. Keiner der Portiers zeigt irgendeine Reaktion. Wir öffnen den Kofferraum. Weiterhin zeigt niemand eine Reaktion. Wir warten eine Weile. Nichts verändert sich. Schließlich sehe ich mich gedrungen, selbst auf die Portiers zuzugehen und um Hilfe zu bitten. Letztendlich können wir ja nicht für alle Ewigkeit in der zweiten Reihe vor dem Hoteleingang herumstehen.
Die Dame ist nun sehr freundlich. Sogleich eilt ein Gepäckträger mit einem Gepäckwagen herbei. Fast gleichzeitig erscheint eilends der zuständige Angestellte, um unser Auto in die Tiefgarage zu bringen. Warum nicht gleich so?
Rezeption
Obwohl die Rezeption von Gästen umlagert ist, werden wir sehr schnell von einer freundlichen jungen Dame empfangen. Auf Nennung des Namens weiß sie sofort Bescheid. Sie zeigt uns die Lobby und erläutert, wo sich die Restaurants befinden. Das Französische Restaurant in der Belle Etage hebt sie besonders hervor, hat es doch immerhin einen Stern (der Koch, der diesen Stern eingehandelt hat, ist schon längst wieder weg, aber das erwähnt sie nicht).
Anschließend erläutert sie uns die Funktionsweise des Aufzugs. Der Schlüssel muss vor eine Platte gehalten werden, danach kann man ein Stockwerk auswählen. Gar nicht einfach!
Zimmer
Der Aufzug hält in der Etage, in der sich unser Zimmer befindet. Die langen Flure sind erfreulicherweise hell, wirken edel, sind aber sehr unterkühlt (ich meine jetzt nicht die Temperatur, die war okay). Die überall bereitstehenden Aschenbecher sind mit Sand gefüllt, in dem sich das Logo des Hauses als Abdruck befindet.
Durch einen der sehr langen Flure erreichen wir unser Zimmer. Als wir die Tür öffnen, schaltet sich das Licht automatisch ein, wir sind beeindruckt. Man betritt einen schmalen holzgetäfelten Flur, von dem links eine Tür zur vom Bad separaten Toilette abzweigt. Rechts befindet sich ein eingelassener Schrank.
Das eigentliche Zimmer ist stilvoll mit den gleichen Holzmöbeln ausgestattet. Alles wirkt sehr edel, doch auch hier: unterkühlt. Das Zimmer ist groß für ein normales Hotelzimmer, bei dem Preis durfte man aber auch etwas Komfort erwarten (es gäbe ja auch noch die Präsidentensuite für 6.000 €/Nacht).
Links am Bett vorbei führt ein weiterer Zugang zu Bad und Toilette. Wenn wir Gäste im Zimmer empfangen, können diese also die Toilette über den ersten Zugang betreten, ohne in unser Bad gehen zu müssen. Wir sind erleichtert. Unsere Intimsphäre ist gewahrt! Nun ja, in der Toilette gibt es kein Waschbecken. Müssen wir sie vielleicht doch in unser Bad lassen, es sei denn unsere Gäste legen keinen Wert auf Hygiene?
In der Schublade eines Nachttisches befinden sich Tasten, die gleiche Apparatur ist neben der Türe befestigt. Mit diesen Tasten kann man das Licht des gesamten Zimmers steuern. Man steuert außerdem die kleinen Leuchtanzeigen draußen vor der Tür (bitte nicht stören, bitte Zimmer aufräumen) und kann die Klingel vor der Zimmertüre aus- und einschalten.
Eine üppige Obstschale empfängt den Gast und stillt unseren ersten Hunger. In einer Vitrine befinden sich Merchandising-Artikel wie Adlon-Pralinen, Aschenbecher mit Logo und so weiter. Die Preise hängen auch dabei und sorgen dafür, dass wir die Finger davon lassen.
Selbstverständlich gibt es Minibar, Fernseher und Safe. Im Einbauschrank befinden sich praktische Dinge wie Schuhputzutensilien, die man aber eigentlich nicht braucht, denn das Schuhwerk stellt man hier einfach nachts vor die Tür und erhält es am nächsten Morgen in einem gepflegten Stoffbeutel perfekt gewienert wieder zurück.
Zwischenfall
Nachdem wir ausgepackt und etwas ausgeruht haben beschließen wir, ein bisschen durch die Stadt zu gehen und uns umzusehen. Den Fotoapparat haben wir im Auto vergessen, deshalb fahren wir mit dem Aufzug in die Tiefgarage, um ihn zu holen. Hier erwartet uns eine böse Überraschung: An einer Felge prangen nicht zu übersehen mächtige gelbe Streifen, die vorher bestimmt nicht dort gewesen sind. Was unseren Verdacht bekräftigt ist, dass die Bahneinfassung in der Tiefgarage im gleichen Gelbton gestrichen ist.
Wir begeben uns also zu Rezeption und machen eine entsprechende Meldung. Nach kurzer Überprüfung des Schadens wird die Angelegenheit von einer höheren Angestellten des Hauses sehr freundlich und unkompliziert abgewickelt. Den Schaden hat die Versicherung des Hotels übernommen, wir erhalten zum Trost eine Flasche Sekt, Hausmarke, und ein paar Pralinen. Prost!
Abendessen
Wir haben einen Tisch im Erdgeschoss-Restaurant, draußen auf der Terrasse bestellt. Nachdem uns unser Tisch zugewiesen worden ist, erhalten wir recht schnell die Karte. Wir bestellen vorab einen Martini-Cocktail, der kommt recht schnell und ist ziemlich süß.
Als Vegetarier haben wir ein gewisses Problem mit der Auswahl auf der Karte. Es gibt einfach nichts. Auf unsere Frage hin begibt sich die völlig ratlose Kellnerin in die Küche, um den Chef persönlich zu fragen. Sie kommt mir sehr innovativen Vorschlägen zurück: Nudeln oder Gemüseteller. Na, toll!
Wir entscheiden uns für den Gemüseteller. Vorab wählen wir einen Salat, zu dem Ganzen einen Wein und eine Flasche Wasser. Der Salat kommt recht zügig, allein was ausbleibt sind Wasser und Wein. Da die Salatblätter dann doch etwas trocken meine Kehle hinab knirschen, frage ich schließlich nach, wo denn die Getränke bleiben. Die Getränke sollten erst zum Hauptgang serviert werden, ist die Antwort. Merkwürdige Sitte…
Auf mein eindringliches Bitten hin, die Getränke doch ausnahmsweise auch schon zur Vorspeise zu servieren, erhalten wir schließlich doch das Wasser. Die Weinflasche wird mir zwecks Kontrolle vorgehalten und ich sehe sofort, dass das nicht der Jahrgang ist, den ich bestellt habe. Völlig aufgelöst eilt die Kellnerin mit der Flasche ins Haus zurück.
Nach einer Weile kommt sie sichtlich betreten zurück und setzt mit ihrer Erklärung ein. Der Wein, der auf der Karte ausgeschrieben wird sei, nunja, sozusagen vergriffen, oder vielleicht habe es den auch nie gegeben und auf der Karte sei ein Druckfehler, jedenfalls dieser Jahrgang sei einfach nicht im Hause. Um sie aus der ihr sichtlich peinlichen Situation zu befreien sage ich jovial, ist schon gut, wir nehmen den anderen Jahrgang.
Der Salat, ein Turm aus frischen Blättern ist sehr gut. Der Hauptgang, der uns danach mit großem Tamtam unter einer Cloche serviert wird, lässt hingegen zu wünschen übrig. Ein wenig Gemüse mit drei Pellkartöffelchen, nicht schlecht zubereitet, aber sehr einfallslos und geschmacklich keinerlei Herausforderung. Und außerdem: Als wir aufgegessen haben sind wir zwar satt, aber einfach nicht zufrieden.
So bestellen wir noch einen Nachtisch, der nun allerdings ein Gedicht ist: Äußerst ansprechend dekoriert werden uns Himbeeren an Sorbet in einem Nest aus Zuckerfäden serviert. Das Ganze schmeckt auch noch.
Lounge
Zum Abschluss begeben wir uns in die Lounge und genießen einen sehr guten Champagnercocktail für 16 € und einen alkoholfreien Cocktail mit frischen Brombeeren, der wirklich fantastisch ist. Das Gebäck auf einer Etagere wird selbstverständlich dazu gereicht und im Bedarfsfall sofort aufgefüllt. Wir befinden uns jetzt in der Hotelhalle, wo ein Pianist in der ersten Etage für unaufdringliche musikalische Untermalung sorgt. Der große Saal ist im Jugendstil dekoriert, in der Mitte plätschert ein Springbrunnen vor sich hin.
Frühstück
Am nächsten Morgen begeben wir uns zum Frühstücksbuffet in der ersten Etage. Das Buffet ist übrigens nicht im Zimmerpreis enthalten, sondern kostet stolze 26 € pro Person. Dafür ist es wirklich überwältigend, es gibt alles, woran man gedacht hat und vor allem auch alles, woran man nicht gedacht hat. Eigentlich wollten wir nur „à la Carte“ frühstücken, das wäre deutlich günstiger gewesen, und morgens essen wir außerdem für gewöhnlich eigentlich gar nichts. Am Eingang jedoch lässt man uns gar keine Wahl und trägt uns ohne weitere Erklärung für das Buffet ein.
Nach dem – wirklich guten, wenn auch nicht gewollten – Frühstück lehnen wir uns zurück und träumen von einer Zigarette. Am Nebentisch wird geraucht, aber auf unserem Tisch befindet sich kein Aschenbecher. Einen vorbeieilenden Kellner spreche ich an und bitte um einen solchen. „Sofort!“ erwidert er beflissen und eilt weiter seines Weges. Wir warten.
Wir warten. Wir warten noch immer. Die Raucherlunge meldet sich gequält, so warten wir nicht mehr länger, sondern zünden unsere Zigaretten auch ohne Aschenbecher an. Er wird schon kommen! Wir rauchen. Der Kellner eilt erneut an uns vorbei. Ich rufe ihn herbei und erinnere an den Aschenbecher, die Zigarette, deren Asche zusehends länger wird, demonstrativ vor mich haltend. „Kommt sofort!“
Die Asche wird bedrohlich länger, allein, der Aschenbecher bleibt aus. Wir taxieren die auf dem Tisch befindlichen Gegenstände. Eventuell eine Untertasse?
Eine Kellnerin eilt vorbei. Mein verzweifelter Hilfeschrei muss sie bewegt haben, denn quasi im Handumdrehen und in allerletzter Sekunde erhalten wir unseren Aschenbecher…
Spa-Bereich
Nach dem Frühstück und vor der Love Parade suchen wir noch den Spa-Bereich auf. Man erreicht ihn mit einem separaten Aufzug, der nur Badegästen vorbehalten ist, damit man von niemandem, der nicht selbst im Bademantel ist, in dieser Kluft gesehen wird. Der Spa-Bereich ist im römischen Stil dekoriert, am Eingang erhält man Handtücher. Neben dem schönen Pool gibt es Sauna, Massage und was der Wellness-Mensch sonst noch begehrt.
Kosten
Eine Übernachtung im Doppelzimmer kostet uns 360 €. Dieser Preis versteht sich ohne Frühstück. Das Frühstücksbuffet kostet pro Person zusätzlich 26 €. Der Stellplatz in der Tiefgarage ist selbstverständlich auch nicht inklusive sondern kostet uns ca. 30 € pro Tag. Insgesamt, mit Abendessen, werden wir bei zwei Übernachtungen gut 1.500 € los.
Fazit
Elegantes Haus mit miserablem Service, der vielleicht in einem Biergarten akzeptabel wäre. Zu teuer für das, was geboten wird. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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April, 07.06.2004, 23:11 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ein äußerst interessanter Bericht! Da ist dem Personal ja so mancher Fauxpas unterlaufen! Wer hätte dies im Adlon vermutet!??? Unglaublich, dass es schon eine Herausforderung darstellt, etwas vegetarisch schmackhaftes zu speisen!!!?? Gr&uum
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Für alle Genusssüchigen....
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Bevor es zu Tumulten kommt, ich habe im Adlon ausschließlich den sonntäglichen Brunch genießen können und hab dort keine Nacht verbracht. Leider war es nicht möglich eine Kategorie Adlon (Brunch) vorzuschlagen. Wer jetzt deswegen schlechter bewerten möchte :bitte schön :o).
ZUNÄCHST MAL EINIGE ALLGEMEINES ZUM ADLON!
Das Adlon ist wohl das bekannteste Hotel Berlins. !907 wurde es erbaut und steht seither
Unter den Linden 77
10177 Berlin
direkt am Brandenburger Tor.
Während de 2. Weltkrieges ist es teilweise in Flammen aufgegangen und wurde 1997 wieder neu eröffnet, nach der Vorlage des alten.
NIKO BEIM BRUNCH
___Mein erster Eindruck___
Natürlich war die Aufregung groß als es an einem Sonntag Anfang Januar ins Adlon zum brunchen gehen sollte. Die alltäglichen , wichtigsten fragen einer Frau: Was ziehe ich an ? Welche Prominenz treffe ich da ? nahmen unbeschreibliche Ausmaße an und ich platzte an diesem morgen vor Neugier.
Ich entschied mich für ein kleines schwarzes ( was hier jetzt aber eigentlich nicht zum Sinn des Berichtes beiträgt ).
Wir parkten für teures Geld ( 4 Stunden 16 € glaub ich) gegen 10 Uhr im Hoteleigenen Parkhaus. Von dort aus kann man per Aufzug direkt in das Hotelfoyer gelangen.
Dort wurden wir gleich höchst förmlich-freundlich von uniformtragenen Personal empfangen!
___Brunch___
Allsonntäglich findet dort ein Bruch von 11-15 Uhr statt. Für 50 € pro Person kann man sich hier mal so richtig verwöhnen lassen.
Die Tatsache das wir auch recht flott mit einem Glas Chandon Cava empfangen wurden stimmte und positiv, und wir freuten uns als ein Angestellter eine halbe Stunde später zu unserem Platz brachte.
Nun muss ich dazu sagen das ich sicher manchmal sehr verwöhnt und schwer zu beeindrucken bin was leckeres und gutes Essen angeht!
__Was gab es?___
Natürlich starteten wir sofort durch , und ich muss sagen ein so prachtvoll aufgebautes Buffet hab ich noch nie gesehen ! Auf einer Fläche von sicher 70 qm bot das Adlon alles was man sich vorstellen konnte.
Zunächst gab es einen Tisch mit gebackenem, das heisst Brot, Brötchen französisches Baguette in allen Formen und ausführungen. Schokoladen und Buttercroissants dazu diverse Sorten Honig und Marmelade.
Müslis, verschiedene andere Cerealien mit Bauernlandmilch und Naturjoghurt.
Dörrpflaumen , Äpfel, Apfelsinen, geröstete Mandeln und diversen anderen Dingen die man sich gerne in sein Müsli mischen möchte.
Frische Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeere.....
Salate in allen Varianten, Farfallesalat mit Gemüse, Thunfischsalat, Rohkostsalat, Weisskrautsalat, verschiedene Blattsalate…
Parma und Copaschinken auf Rucola, diverse Lachssorten, Rehterrine, Canapés in allen Formen und Geshmacksrichtungen.
Nigri und Maki Sushi mit Ingwer und Sojasauce.
Perlhuhnbrust, Zander, Spanferkelrücken, knusprige Ente und ein Salzwiesenlamm als warme Speisen natürlich mit diversen Beilagen.
Eine riesige Käseauswahl, Vanillecrepe mit Blaubeeren Butterwaffeln, Milchrahmstrudel, Himbeerpassionsfrucht-Mousse als kleines abschliessendes Schmankerl.
Im Brunch enthalten sind Kaffee, Tee, frisch gepresste Säfte und Mineralwasser .
Ich hab bei weitem nicht alles aufgezählt was es hier für leckerein gibt ;o).
___Die Bedienung___
Superfreundlich , ohne Aufforderung und langem Suchen war immer jemand in der Nähe der einem jeden Wunsch von den Augen ablas. Wir bekamen sogar weiterhin Champagner umsonst eingeschenkt ( woran das wohl lag *zwinker*).
___Das Puplikum__
Keinesfalls so altbacken und spiessig wie ich dachte. Sicher keine schluderigen Leute, aber auch nicht komplett überkandidelt.
FAZIT
Jedem der jetzt schreit boah, 50 € is hammerviel dem kann ich nur sagen nicht für das was einem da geboten wird ! Wenn man bedenkt das man in der kleinsten Vorstadtkneipe teilweise schon 12 € für ein Brunch hinlegt und dann weder den frisch gepressten O-saft noch das Wasser noch Champagner inklusive hat, muss ich sagen fand ich es im Vergleich ehr günstig. Sicherlich ist dies etwas was man nicht jedes Wochenende machen sollte oder kann ,aber ich kann es in jedem Fall all den Genießern unter Euch empfehlen. Es war ein ganz besonderes Erlebnis mal so zu tun als ob und warum sich nicht auch mal so verwöhnen lassen wie die Schönen und Reichen.
Ich für meinen Teil bin dort rausgegangen und hab soviel wie schon lange nicht mehr gegessen, und das nicht weil ich die 50 € verbrauchen wollte sondern weil’s gigantisch lecker war.
Von mir beide Daumen hoch und 5 Sternchen.
Grüße von der genusssüchtigen Niko weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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larshermanns, 16.08.2012, 19:42 Uhr
Bewertung: off topic
Wieso lässt du dir nicht das Restaurant separat anlegen? Für das Hotel ist der Bericht leider off topic. :-(
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Travelwriter, 28.05.2003, 21:36 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Es klang so, als ob ihr am Anfang warten mußtet? Denkst du, das man reservieren sollte? lg Andreas
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KevinAlan, 22.04.2002, 16:01 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
50€ geht ja noch, ich habe schon in teuere Hotels übernachtet. Es hört sich aber echt gut an was du über das Hotel so schreibst!
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