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Platz 86 in der Kategorie "Webseiten - E". Praxis für Ergotherapie und Logopädie, Osnabrück. ...mehr
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topfmops

Sprechschwierigkeiten

ein Testbericht von 2009-01-02 14:52:27 vom 02.01.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: Du lernst wieder, Dich verständlich zu machen...
Nachteile/Kritik: Nichts
„Was machst Du denn hier?“
Krähte mir ein ca. 5 Jahre alter Knabe entgegen als ich die Praxis betrat.
„Ich lerne sprechen!“
War meine Antwort.
„Du bist aber doof!! Das kann ich schon!!“
Seine überzeugte und überzeugende Replik.
Nun bilde ich mir ein, die deutsche Sprache zu beherrschen, nur die Spreche gehorcht mir manchmal nicht.

Die Tapferen unter meinen Lesern wissen, dass mir zu Ende des letzten Jahrtausends in einer Krebs-Operation Teile des weichen Gaumens und die Uvula komplett entfernt worden sind.
Uvula?
Ist das Zäpfchen, nicht das als was manch eine(r) abgeht – oder ist die Redensart: ‚geht ab wie ‚n Zäpfchen’ schon wieder aus der Mode? -, sondern dieses Gebilde, das ziemlich weit hinten vom Gaumen herunter hängt und auch als Rückschlagventil zur Eustach’schen Röhre dient.
Um den puristischen Nichtrauchern, die sogar ihre Gäste mit einem Nikotin-Kaugummi auf den Balkon schicken, Wind aus den Segeln zu nehmen:
Vor der Operation habe ich den Chirurgen gefragt:
„Kommt das denn wirklich vom rauchen?“
Seine Antwort war:
„Wenn ich das beweisen kann, habe ich spätestens übernächstes Jahr den Nobelpreis!“

Und immerhin hab’ ich die erste Zigarette auf ärztliches Anraten geraucht.

Allerdings habe ich mir damals oft gewünscht, ich wäre in Kalifornien operiert worden, dann wäre ich heute mehrfacher Dollar-Millionär. So gnadenlos hätte ich die Klinik verklagt und das war immerhin eine Dependance der Uni-Klinik Düsseldorf. Über meine lebenslange Abneigung diesem Dorf gegenüber, hab’ ich mich an anderen Stellen schon ausgelassen.
Einige rhetorische Fragen zu diesem Ort habe ich schon gestellt:

Was ist von einer Stadt zu halten, die nicht in der Lage ist, den Namen ‚Henkell’ richtig zu schreiben, sondern das stur mit einem ‚L’ macht?
Deren ‚bester’ Fußballverein abgeschlagen in der dritten Liga kickt??
Deren bekannteste Truppe sich selbst den bezeichnenden Namen ‚Die Toten Hosen’ gegeben hat??
Die gefärbtes Bier mit der schrecklichen, dennoch wahrheitsgemäßen Bezeichnung ‚Alt’ als Heimatgetränk anbietet?
Die durch die ‚Benrather Linie’ vom übrigen deutschen Sprachraum getrennt ist??
Die ihren berühmtesten Sohn – Heinrich Heine - aus der Stadt jagt, der sich dann im französischen Exil die Zeilen
‚Denk’ ich an Deutschland in der Nacht,
bin ich um den Schlaf gebracht.’ einfallen ließ.?
Die einen bisexuellen Karnevalsprinzen zum Rücktritt zwang?

Ja gut, Löwensenf ist vielleicht noch erwähnungswert, obgleich nicht mal das ein originäres Produkt dieses Weilers ist, - siehe auch
http://www.yopi.de/rev/242210,
ein Schwiegersohn ist ganz bestimmt bemerkenswert, der als Düsseldorfer eingeschriebenes Mitglied des Effze Köln ist ( Hallo, Nicola, immer noch hübsch glücklich??), denn ohne ihn hätte ich keine Enkel ( Hallo, Aaron, hallo Rasmus)

Denn ich bin schlicht und einfach falsch beraten, besser gesagt aufgeklärt worden.
Mir wurde erzählt, meine Sprache werde sich geringfügig verändern.
Dass ich überhaupt nicht mehr sprechen konnte und fast ein Jahr in logopädischer Behandlung war, ist für jemanden, der sein Leben lang das Geld mit der Schnauze verdient hat, mit der Einschränkung: in den letzten 20 (i. W. zwanzig) Jahren nur am Telefon, bzw. als Schulungsleiter in diesem Beruf, schlicht und einfach eine Katastrophe.

Nun habe ich mich als verrenteter Zausel mal wieder – diesmal zum letzten mal? – zu einem meiner berüchtigten Drei-Jahres-Verträge überreden?, überzeugen? lassen, so dass ich ganztägig – irgendwo zwischen 8 und 11 Stunden täglich - quasseln muss.
Das führte dazu, dass mich abends auch mir vertraute Menschen nicht mehr verstanden haben, so undeutlich wie ich gesprochen habe.
Also war mal wieder eine logopädische Behandlung angesagt.
‚Behandlung’ ist in dieser Praxis eigentlich der falsche Ausdruck, es muss heißen ‚Betreuung’.
Denn meine Wahl fiel auf

ERGOLOGO Praxisgemeinschaft
Praxis für Ergotherapie und Logopädie
Möserstr. 48
49074 Osnabrück - Innenstadt

Ansprechpartner:
Frau Silvia Wobker-Detering, Ergotherapeutin
Frau Heide Billmann, Logopädin

Telefon: 0541 / 27652
Telefax: 0541 / 27665


E-Mail: ergo-logo@osnanet.de
Internet: www.ergo -logo-osnabrueck.de


Nein, das ist kein Teppfihler im Straßennamen, so eine Ortsangabe haben wir hier, als weitere sei noch die ‚Pagenstecherstr’ erwähnt, die dann irgendwo parallel zur ‚Lotterstr’ verläuft. Aber genug der Anzüglichkeiten.

Als 67-Jähriger kommst du dir unter Kindern recht seltsam vor, womit der eingangs erwähnte Knirps wieder Recht bekommt.
Denn mir ging es wirklich – mal wieder – um die Spreche oder umgangssprachlich um die Aussprache. Und hier im besonderen um die bilabialen Verschlusslaute ‚b’ und ‚p’, wobei mir speziell um die stimmhafte Variante „b“ ging („b-Laut“, wie in Baum, Elbe, Liebe, Robbe).

Denn mein selbstgewählter Familienname fängt mit diesem Laut an und das Unvermögen, diesen aussprechen zu können, führt – besonders am Telefon – zu einigen Irritationen. Allerdings nicht im Spanischen: wenn ich einem Spanier sage, dass ich ‚wechoi’ heiße, wird er das vollkommen korrekt, so wie es im deutschen Pass steht, hinschreiben.

Betreut wurde ich während der 12-wöchigen ‚Behandlung’ von Frau Heide Billmann, die sich als kompetente, freundliche und vor allen Dingen geduldige Lehrerin erwiesen hat.
Denn ich bin zwar nicht als ‚beratungsresistent’ einzustufen, nur manche Dinge wollen mir nicht ins Hirn.
D. h. eigentlich gehen sie mir schon ins Hirn, kommen aber dann über den Sprechapparat nicht so heraus wie ich mir das vornehme.
Also sind schier endlose Übungen angesagt.
Manchmal haben wir uns stundenlang gegenüber gesessen und Grimassen geschnitten.
Jedenfalls hätte das ein unbeteiligter Zuschauer vermutet, dem der Ton abgestellt worden war.
Manchmal wurde ich dazu gebracht, mit einem dünnen Strohhalm ein Stückchen Papier von einem Tisch anzusaugen und an eine andere Stelle zu legen, also an dem Strohhalm hängend.
Ist übrigens mit einem dickem Strohhalm ungleich schwerer, nicht das Papier, sondern das Festhalten vermittels saugen.
Da mir die Uvula völlig fehlt, entweicht immer wieder Luft, die im Rachen gespeichert werden soll, durch die Nase.
So ist auch das Aufpusten der Wangen bei geschlossenen Lippen und das Herumrollen dieser Luftblase im Mund eine der obligatorischen Übungen.

Wortlisten wurden erstellt, z. B. ‚p’ im Anlaut:
Vom 1-silber ‚Paar’ oder ‚Pferd’ über 2-silber wie ‚Pudel’ bis hin zu 5- oder 6-silber wie ‚Preisselbeerpudding’ oder ‚Pergamentpapier’.
Und das alles ist kein ‚Pustekuchen’, sondern ernsthaftes Bemühen, die Spreche zu verbessern.
Sicher wurden wir manchmal übermannt oder auch überfraut von hemmungslosen Gelächter, wenn es mir nicht gelingen wollte, ein Wort wie ‚Primelanpflanzung’ einigermaßen verständlich über die Lippen zu bekommen.
Und bei einem Wort wie ‚Birnenkompott’, in dem die stimmhafte und die stimmlose Variante vorkommen, war es dann ganz aus.
Strafverschärfend kam hinzu, dass diese Übungen nach getaner Arbeit ab 17:30 Uhr durchgeführt wurden, denn morgens spreche ich doch noch verständlich, so jedenfalls das mir ehelich anvertraute Weib am Frühstückstisch.
Aber dieses Weib hat nun mal einen etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmack:
Vorläufiger Beweis: sie hat mich genommen.
Streng genommen müsste es ja heißen , es hat mich genommen’, von wegen ‚das Weib’ und damit sächlich, aber sachlich war es mir gegenüber noch nie.

Dennoch fühlte ich mich nie ‚ausgelacht’.
Frau Billmann behielt immer ihre professionelle und frauliche Gelassenheit, in der ich mich geborgen fühlte.
Ich hatte immer den Eindruck, ernst genommen zu werden und wurde mit all meinen Macken und Abschweifungen akzeptiert.
Und bei Abschweifungen bin ich – wie die Tapferen unter meinen Lesern wissen – einer der Größten und Unermüdlichsten.

Wer also im Großraum Osnabrück an ähnlichen Sprechschwierigkeiten leidet, d. h. eigentlich leiden ja die anderen, die versuchen zu verstehen, dem sei diese Praxis von ganzen Herzen und vollmundig empfohlen.

Und auch diesmal weise ich darauf hin, dass dieser Artikel auch auf anderen Plattformen, auch unter dem Namen des mir ehelich anvertrauten Weibs – cunda - erscheinen wird. Ebenfalls – auszugsweise und umformuliert - in etlichen Tageszeitungen,.
Anderslautende Meinungen werden – wie üblich – respektiert, jedoch weitgehend ignoriert.

topfmops bedankt sich fürs Lesen und Bewerten und freut sich auf viele, lesenswerte Kommentare.
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Kommentare
Gozo-Bernie
Gozo-Bernie, 09.01.2009
nochmal: bw und Gruss aus Catania - und wieder die Frage heute schon telestrada.it geschaut?
lara03
lara03, 02.01.2009
Wünsche Dir ein frohes und gesundes Jahr 2009-lG lara
mima007
mima007, 04.01.2009
Liebe Gruesse, mima007
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