Rotes Kornfeld (DVD)

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Produktbeschreibung

Rotes Kornfeld (DVD)

EAN 5055159277549, 4006680044019
gelistet seit 11/2011

Allgemeine Informationen

Altersfreigabe (FSK) 16 Jahre
Anbieter (Label) Studiocanal (Arthaus)
Auslieferung 18.11.2010
Bildverhältnis 16:9
Darsteller Gong Li , Jiang Wen , Teng Rujun
EAN-Code 4006680044019
Genre Drama
Kategorie Spielfilm
Land / Jahr China; 1987
Mehrkanalton Dolby Digital 1.0
Originaltitel Hong Gaoliang
Regie Zhang Yimou
Sprache Deutsch DD 1.0 / Mandarin DD 1.0
System DVD
Ton-System HiFi Mono
Untertitel Deutsch
Vertrieb Studiocanal

Tests und Erfahrungsberichte

  • Eine junge Frau die Mut beweist

    Pro:

    Vorteile: Wunderschöner Film mit brillanten Bildern

    Kontra:

    Nachteile: Zum Teil recht grausige Szenen

    Empfehlung:

    Ja

    Vorwärts! Immer vorwärts! Immer vorwärts!
    Nur keine Angst! Es gibt 9 990 Wege...Und alle führen zum Himmel.
    Vorwärts! Immer vorwärts, Liebling!
    Nur keine Angst. Von jetzt an bist du mein.
    Rot ist die Liebesglut...Rot ist das Brautgemach...Rot ist das Jungfernblut...
    Trinken wir den roten Hirseschnaps. Unseren blutroten Hirseschnaps.
    Vorwärts. Immer vorwärts, Liebling! Nur keine Angst.


    Von einem ganz lieben Freund, der meine Vorlieben, was Filme betrifft, kennt, bekam ich zum Geburtstag eine DVD geschenkt, die den doch etwas sonderbaren, man kann auch sagen vielsagenden Titel "Red Sorghum" oder auf Deutsch " Rotes Kornfeld" trägt. Auf Anhieb musste ich an den Schlager "Ein Bett im Kornfeld" denken, den Jürgen Drews im Jahre 1976 sang, wobei ich bei diesem Film "Rotes Kornfeld" wohl auch eine Liebesgeschichte dahinter vermutete, die jedoch irgendwie tragisch verläuft, beziehungsweise, ein bitteres Ende findet. Das Coverbild sagt es wohl noch nicht so eindeutig voraus, jedoch der etwas erschrockene Gesichtsausdruck der Hauptdarstellerin und die doch dunkle Mannen, die recht unsanft eine rote Sänfte durch eine öde Landschaft tragen, lassen doch auf einiges schließen.

    Na ja, auf jeden Fall konnte ich es kaum erwarten, bis die DVD im Abspielgerät verschwand, und ich mir diesen Film anschauen konnte.

    Mit fernöstlicher Musik und so ziemlich alles in der Farbe Rot gehalten, so fängt die Geschichte an, die vom Enkel Jiuers und Yu erzählt wird, wobei es einige gibt, die dieser Geschichte Glauben schenken und andere wieder nicht.

    Man sieht eine rote Sänfte, in welcher die junge Braut Jiuer von Arbeitern der Schnapsbrennerei zur Hochzeit getragen wird, wobei nur einer darunter ist, der nicht dieser Zunft angehört. Ja, die Farbe Rot bedeutet nicht nur Leben, da diese die Farbe des Blutes hat, sondern steht auch für Freude, Leidenschaft, Liebe und Erotik, wobei sie ebenso Aggression und Zorn verkörpert. Gedemütigt, mit Schimpf- und Schandliedern.


    Die Gäste sind schon da! Die Hochzeitstafeln gedeckt!
    Wo ist der Bräutigam? Nirgends ist er zu finden!
    Die Braut ist im Brautgemach. Ihr Bräutigam kommt!
    Er nimmt ihr den Schleier vom Gesicht!
    O Schreck, o Graus! O Schreck, o Graus!
    Was ist das für ein Kuckucksei!
    Die Nase schief! Der Mund vernarbt!
    Die Augen schielen aus dem Wasserkopf!
    Auf der Glatze kriechen Läuse! Eine halbe Schale voll!
    O Schreck, o Graus! O Schreck, o Graus!
    Was ist das für ein Kuckucksei!
    Sie schweigt, weiterschaukeln! O Himmel, welch scheußliche Braut!
    Wie soll ich sie lieben? Wie soll ich sie lieben?
    O Schreck, o Graus!
    Ich renne weg! Ich schlafe heute im Schweinestall.
    O Schreck, o Graus! O Schreck, o Graus!
    Was ist das für ein Kuckucksei!


    Mit solch einem Lied wird Jiuer von den Trägern und Musikanten in der Sänfte tragen, wobei man jetzt schon merkt, dass das Symbol "Rot" in diesem Fall nicht für Freude, bzw. Liebe steht, denn Jiuer soll/muss einen alten, an Lepra leidender Schnapsbrenner heiraten, zumal sie für ein Maultier von ihrer Familie an ihn verkauft wurde.

    Na ja, dass die Farbe Rot auch für Erotik steht, wird im Film dann deutlich, als zwei Männer, die Jiuer auf dem Weg zu ihrem Zukünftigen begleiten, versuchen, ihren roten Schuh, der aus der Sänfte blitzt, lustvoll zu berühren. Ja, und dann taucht ein maskierter Räuber auf, der die Braut ins Hirsefeld entführt, jedoch er von ihrem Retter, dem Sänftenträger Yu (Wen Jiang), überwältigt wird. Ja, Blicke der beiden sprechen Bände, wobei er sie anfangs maskiert, sprich unerkannt, nur wenig später genau in diesem Feld lieben wird.

    Jiuer hat Glück, zumal noch vor der eigentlichen Zwangsverheiratung, ihr Bräutigam Li Datou ermordet wird. Nun muss sie die Schnapsbrennerei weiterführen, wobei sie diese recht verunsicherten Arbeiter überredet weiterzuarbeiten, zumal nun dieser rote Hirseschnaps sozusagen zum eigentlichen Symbol des Lebens wird, der Gesundheit garantiert, da man damit buchstäblich die Lepra aus dem Haus wäscht.

    Ja, und dann erhört Jiuer schließlich doch noch Yus Werben, der sich mal todesmutig, nur um Jiuers Ehre willen, mit einer Räuberbande anlegt, aber auch dann wieder trotz-kindisch sein kann, wenn er in den neuen Schnaps pinkelt, und ihn somit mit seinem Urin verfeinert. Und dann wird ein großes Fest gefeiert, das zu Ehren des Weingottes abgehalten wird, der für die Vereinigung der Liebenden steht, wobei dann mit der Verabschiedung des Verwalters Lou Han (Rujun Ten) der erste Teil des Films endet.

    Die nun anschließenden Jahre übergeht der Erzähler mit einem recht prägnanten Satz. Aus den Bildern währenddessen kann man erkennen, dass es sich um Jahre des Glücks gehandelt haben muss, denn Jiuer und Yu haben einen Sohn, Dou Guan, der mittlerweile neun Jahre alt ist. Arbeit und Leben in der Schnapsbrennerei, so scheint es, haben einen immer wiederkehrenden Rhythmus bekommen, der mit dem recht mysteriösen wieder Auftauchen Lou Han´s, der sich inzwischen den Kommunisten angeschlossen haben hat, unterbrochen wird. Mit Lou Han auftreten, kommt Unheil über sie, die ganz in der Nähe des Hauses, der Schnapsbrennerei, ihren Anfang nimmt.

    Gleich im Sommer des Jahres verschaffen sich die japanischen Besatzer den Weg durchs Hirsefeld, wobei unter anderem Alte wie auch Junge, Zwangsarbeit beim Straßenbau verrichten müssen. In einer sogenannten "Strafaktion" beabsichtigen die Japaner zwei Gefangene bei lebendigem Leib häuten zu lassen, wobei einer davon das Mitgefühl seines Henkers findet, der ihm zu einem schnellen Tod verhilft, wogegen der andere, Lou Hab, grausam und qualvoll sterben muss. Beim wie schon erwähnt wiederkehrenden Fest des Weingottes, ruft Jiuer zur Rache auf, wobei die Männer, ihre Arbeiter der Brennerei, über Nacht die Straße verminen. Der blutrote Hirseschnaps, der bis jetzt Symbol des Lebens war, wird nun als tödliche Waffe eingesetzt, in welcher die heranrückenden Japaner den Tod in den Flammen finden. Doch bevor dies geschieht, bringen sie jedoch Jiuer und ihre Arbeiter um. Nur Yu, Jiuers Mann, der nun zu einem stummen, verstörten Koloss geworden ist, und sein Sohn, überleben. Schon beinahe gespenstisch sieht die Sonnenfinsternis aus, die lange Schatten über das nunmehr blutrote Hirsefeld wirft, das zum Schlachtfeld geworden ist.

    Nun zur eigenen Meinung

    Ehrlichgesagt, musste ich bei diesem Film schon recht tief schlucken, was nicht nur mit der lebendigen Häutung zu tun hat, sondern auch die recht gefühlvolle Liebeserklärung, die Yu, Jiuer entgegenbringt. In Worten wie auch Mimik und Gestik, sowie die Bilder die doch buchstäblich wahre Bände sprechen, kann man dies erfahren. Und obwohl Erotik im Spiel ist, wird man nicht mit nackten Körpern konfrontiert, sondern allein der Wind, der durch das Hirsefeld streift, deutet an, was darin vor sich geht.

    Okay, dass diese Handlung des Films in zwei Kapitel geteilt ist, entgeht wahrscheinlich niemanden, zumal der erste im Jahr 1929 spielt und der zweite 1938. Man kann schon sagen, dass die Themen beider Kapitel ausschlaggebender nicht sein könnten, zumal Leben und Tod darin vereint sind. Okay, ich hab mich ein bisschen schlau gemacht, was den Regisseur Zhang anbelangt, wobei ich dahintergekommen bin, dass es ihm gerade die Farbe Rot angetan hat, die er in seinen folgenden Filmen unentwegt, so scheint es mir, zum Ausdruck bringt. So in Judou (1990) der sinnigerweise gleich in einer Färberei spielt, oder in Dahong denglong gaogao gua (Rote Laterne, 1991) wo die eigentlich "festlichen" Laternen über kurz oder lang, ein schon unmenschliches System der Unterdrückung verkörpern.

    Und noch eins ist recht prägnant für den Regisseur Zhang, wie er im zweiten Teil des Films die zuvor eingeführten Bilder des Lebens umsetzt. Da ist zunächst mal das Hirsefeld selbst, das wildwuchernd und verwahrlost und von niemandem bestellt ist, so wie man eingangs erfährt. Hier hat alles begonnen, die grundlegende, gegen alle Regeln verstoßende Liebe zwischen Jiuer und Yu, wobei Liebe und Tod so nah beieinander liegen, da aus diesem ein Schlachtfeld geworden ist, wenngleich der gemeinsame Sohn, als Zeichen der Hoffnung überlebt. Auch sind die Bilder vom fertig zubereiteten Festessen im zweiten Teil des Films sehr prägnant. Nahaufnahmen zeigen die Essensschalen, auf denen die Stäbchen bereitliegen, wobei diese Bilder nicht nur recht farbenprächtig sind, sondern im Wechsel von Nah- und Fernaufnahmen stehen, was wiederum ein kunstvoll-einladendes Drumherum ergibt, was mich zumindest an die Abendmahldarstellungen erinnert, deren gespenstische Menschenleere schon das große Sterben vorhersagt.

    Okay, nicht nur diese Szene ist recht farbenfroh gestaltet, wobei natürlich der ganze Film so erstrahlt, wenngleich natürlich die blutroten Bilder überwiegen. Auch ist es mitunter die gar schrill anmutende Filmmusik, die etwas befremdet wirkt. Aber ich finde, dass diese recht gut für einen chinesischen Film gelungen ist, wobei ich zu dem wieder zurückkommen möchte, was der Regisseur auch noch im zweiten Teil aufgreift, nämlich die schon heldenhafte und opferbereite Darstellung des Kampfes, als es heißt, gegen die japanischen Eroberer aufzumarschieren. Man merkt, dass da pure Lust dahintersteckt, nicht am Morden, sondern am Erzählen der, man kann schon sagen "historisierenden" Geschichten, zumal doch eine gewisse Wahrheit dahintersteckt, was Familien- und Weltgeschichte anbelangt.

    Nun ganz kurz eine Charakterbeschreibung, wobei ich mir Jiuer vornehme, die von Gong Li verkörpert wird. Es geht um den Ausbruch aus strukturellen, eingefahrenen Zwängen, wobei ich die Ehe als Besitzverhältnis mein. Jiuer, die Hauptfigur soll mit einem viel älteren Mann zwangsverheiratet werden, wobei sie sich ihren Liebhaber selbst aussucht. Und dennoch weist Jiuer Yu so lange zurück, bis er selbst nach dem Liebesakt im Hirsefeld mit dem Gebaren ihres Besitzes auftritt. Als alleinige Eigentümerin der Schnapsbrennerei nun, möchte sie nicht als "Herrin" angeredet werden, sodass sie diese Anrede abschafft, und "ihren" Arbeitern verspricht, an der Gewinnbeteiligung teilzuhaben. Was offensichtlich nicht aus politischen Überzeugungen heraus geschieht, sondern das sagt ihr, ihr "gesunder Menschenverstand" der von einem "Gerechtigkeitsempfinden" geprägt ist. Jedoch recht bemerkenswert erscheint es mir, das in einem System, das sich dem "sozialistischen Film chinesischer Prägung" verschrieben hat, die kollektiven, gemeinschaftlichen Bestrebungen nicht von Lou Han, einem Mann ausgehen, der dann kurze Zeit später von den Japanern als Kommunist ermordet wird, sondern in den ganz persönlichen Anschauungen einer jungen Frau zu finden sind.

    Daten zur DVD "Rotes Kornfeld"
    Darsteller: Gong Li, Jiang Wen
    Regisseur(e): Zhang Yimou
    Format: PAL
    Sprache: Chinesisch
    Untertitel: Englisch
    Region: Alle Regionen
    Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
    Anzahl Disks: 1
    BBFC: Freigegeben ab 15 Jahren
    Studio: mystorm
    Erscheinungstermin: 6. Oktober 2008
    Produktionsjahr: 1987
    Spieldauer: 88 Minuten

    Ein wirklich ganz toller Film, in welchem eine junge Frau den Mut beweist, sich gegen die Regeln zu stellen, was man schon als Symbol der Freiheit bezeichnen kann.

    Fazit: Skurrile und letztlich tragische Liebesgeschichte

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