Kurzgeschichten Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 10/2003
Tests und Erfahrungsberichte
-
*** Dequila isch a feine Sach ***
18.02.2003, 01:13 Uhr von
jozeil
Aus Österreich da komm ich her, ich sage euch es schneit nicht mehr. Das Wetter spielt total verr...5Pro:
mal selbst lesen tut
Kontra:
kann auch böööööse enden
Empfehlung:
Nein
Jetzt hab ich ja mal gestern meine Meinung über Tequila zum Besten gegeben. Eigentlich aber wollt ich diesen Bericht ganz anders schreiben, was ich dann in Anbedacht der wohl darauf folgenden schlechten Bewertungen unterlassen habe. Aus diesem Grund Habe ich ihn noch mal überarbeitet und stelle diese Fassung mal hier in die freie Kategorie, denn es wäre schade drum, würd ich ihn mal nicht veröffentlichen und im stummen Kämmerlein verschwinden lassen. Wichtig is jetzt aber, zwecks des besseren Verstehens, den Text eventuell laut zu lesen, glaubt mir, es is einfacher.
Alles begann ja mit nem anspruchsvolleren Bericht meinerseits.Das mit meinem Geburtstag, den ich heut ja leider nicht habe und daher so verkosten muss, will ich mal mit der Disco, Tequilatime, billigem „ich weiß nicht mehr was ich tu“ und darauffolgendem Feiertag so stehen lassen.
Dafür is ja aber gerade die Zeit, wo der Mensch verstärkt zu VitaminC greifen soll und da trifft es sich ja gut, dass zu Olmeca Tequila Gold, also dem Braunen, einfach eine Orange dazugegessen werden will. Zwar nur in kleinen Spalten, aber dafür is ja auch Zimt mit von der Partie, der ja auch so gesund und abhärtend sein soll, womit ich mal auf ein gutes Gelingen anstoßen möchte „prösterchen“.
Öffnen konnt ich sie noch ganz einfach, die Flasche. Is se doch mit nem goldigen Drehverschluss wie bei ner Limoflasche auch zugestöppelt, den ihr dann eigentlich auch wegwerfen könnt. Nach so viel Arbeit werden jetzt aber erst mal 1 -2 Gläser voll gekostet und mit neuem Schwung geht’s weiter.
So, wo waren wa. Beim wegwerfen, eh klar, mach ich immer so oder verschließt ihr etwa , wenn überhaupt noch dazu in der Lage, ne leere Flasche. Kurz mal zwei schnelle Glas Tequila eingeschenkt und auf mein Weiterkommen zugeprostet.
Bevor i jest das Behäldnisch mal genauer unter die Lube nehm, mach i dan in ne halm Schdunde, noch schnell nen gekippt und mal den Inhald überwachn. Braun isch a, da Dequila da Schorte „Anejo“, der, dursch die Lagerung in Eischenfässchen im Gegensads zu weisschem, mir nich wirklich schmeggendem’n Dequila, mommend, mal kosdn tu,
bsondersch mild die Kehle schtreifd, dennoch aber die 40% Alhohol, ubsala, ne angenehme Scheerfe im Rachen und Magen von schich gebm tun.
Erschd mal im Glasch, kibb i ihn aber nich einfach scho, schonder nehm ne Orangenschbalde schur Hand, befeuchd damid die Grube zwischen Daumen und Scheigefinger, binde die Nässe mit Zimd und schleck die dann mit der Schung ab, schlürf den Holladrio, verzieh kursch mal’sch Gschicht, schlürf die Orandsche hinterher und hab a angenehm geilsch Gfühl im Magen. „Prooooscht!“.
Olmega Dequil’a Anejo isch haalt a Qualidääädsbroduk, der scheinee schön goldbraune Farbe nich, wie die billigen Bendadanten, oda wie des jetzt heischt, von einfachem Garamelschugger had, schonder ähnlich Fisskie, und drauf trinch ich einen „hick“, von der Lagerung im Boddich, und so grigt.
Schabil und wuchig isch se schon gformt, schön kühld, da schuvor im Eischkaschden gebeded. Weh dud se, landet sie aus verschehen am Kopf eines Gondrahenden, isch sche doch von rauer Oberfläche und mit kleinen Noppen dran ähhhhnlich neer Schlagwafe ausch’m Middlalter.
Drauf jedsch aber erschd mal ein schön’e Glassch gegibbt, Zimd auf ne Oansche, D’quila kippd und schnell dasch Obsd nachgeschen “.
Schöne Fräschken versieren da Edikedt, recheckig in der Form und mit noblen Braun-, Rot- und Gelbtönen bebinschelt. Fehlen darf auch nich dasch Logo über der Benenung Oi’lmeca, welch schich als Maschke aus indianersch Zeiten outet und wohl irgenwo in Mechsiko mal auschgraben worden isch.
Was gibd’s denn jetz noch zu schagen. Fälld ma nix mehr ein, vielleicht noch mal schnell einen Kipp „PROOOOOOSCHT!!!“ un ach ja, riechen tut er au noch irgendwie.
Eigendlisch dufden die ja eh alle gleich, die Dequil’ mein ich jedz. Schoschö scharg im Aroma aber brenne duds ma nich in der Nase aber den Alk riech ich schon, noch. Ischmaaberjaehscheißegal!!!
Auserd’m mu i jedz langsam zzum Ofn hinschlendern uhd die Rohr osm Piza holen. Drauf achtn, dasch i ma net die Hand zu vabrenn an die schaiss Ohfndür. Sisch an waidere Dequilla oda zwa innem Glas sisch unn dann unn so.
Uffbassn, dass nit ausrutschn auuf'n schaißfettichn Kühnbodn.
Wenn sisch droßdem nitt fameidn wida aufstehichisjaeehscheißegal!!!
Fazit
Dont drink and drive und achtet mal nicht auf die Wertung, is aboluter Schwachsinn.
Ad rem
Euer Jörg
© by jozeil 2/2003 weiterlesen schließen -
Meine Lieblingskurzgeschichten aus Bulgarien!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Guten Tag Liebe Leser.
Haben sie schon einmal eine Geschichte aus Bulgarien gehört? Nein? Dann wird es aber Zeit, denn neben den ganz bekannten bulgarischen Märchen, gibt es eine Geschichtensammlung über den Schlauen Peter. Ich möchte ihnen meine vier Lieblingsgeschichten präsentieren. Ich hoffe, sie gefallen Ihnen und finden viel Spaß daran!
===(Warum der Schlaue Peter seine Schuhe verkehrt herum anzog)===
Einmal sah man den Schlauen Peter mit Verkehrt herum angezogenen Schuhen im Dorf herumlaufen. Das rechte Bein war im linken Schuh, das linke Bein im rechten Schuh.
„He, Peter, hast du es heute eilig gehabt oder hast du die Schuh im finstern angezogen, dass sie vertauscht sind“, fragte einer seiner Freunde.
„Nein. Ich habe es weder eilig gehabt, noch habe ich die Schuhe im Finstern angezogen“, schmunzelte der Schlaue Peter. „Ich habe sie absichtlich so angezogen, auf das meine beiden Beine gerade werden, weil ich es schon überdrüssig bin, ja, zum Halse hängt es mir heraus, dass meine Frau mich jeden Tag ruft; „Krummbeiniger Teufel, krummbeiniger Blutsauger“. Deshalb habe ich sie erst vertauscht, damit meine Schuhe gerade sind und die Frau mich nicht schilt.“
Fazit: Eine sehr amüsante Geschichte.
===(Hund und Hase)===
Einmal wurde der Schlaue Peter gefragt: „Bai Peter, du bist viel herum gekommen, hast viel auf der Welt gesehen und weist viel. Kannst du uns sagen, warum der Hase dem Hund immer entwischt? So schnell auch der Hund ist, kann der Hase stets entkommen.“
„Nun, die Sache ist nicht schwer zu begreifen!“, antwortete der Schlaue Peter. „Der Hase läuft um sein Leben, er rettet seine Haut, der Hund aber läuft für seinen Herren, wegen eines anderen Kopfes läuft er. Jeder der eines anderen Arbeit verrichtet, gibt auf seine Beine acht“
Fazit: Diese sehr humorvolle Geschichte passt auch immer noch in die heutige Zeit. Man sollte sich diese Geschichte wirklich zu Herzen nehmen.
===(Der Schlaue Peter erschlägt einen Hund)===
Einstmals war der Schlaue Peter Maurermeister. Eines Abends, als er von der Arbeit heimkam, sprang ein Hund auf den Weg und warf sich auf ihn. Der Schlaue Peter hob ohne lange zu überlegen die Axt und erschlug den Hund. Der Herr des Hundes, der etwas abseits stand und sah was sich zutrug, ging sofort zu Gericht, um sich zu beklagen und forderte seine hohe Summer vom Gericht für seinen Hund.
Der Richter schätzte den Schlaukopf sehr, doch er konnte nicht umhin, ihn zu sich zu beordern. Der Schlaue Peter erschien sofort und berichtete, wie es sich zugetragen hatte: Dass der Hund sich unverhofft auf ihn gestürzt habe und das er aus Angst mit der Axt ausgeholt und am Kopf getroffen habe, der dann sofort gestorben sei.
„Ach Peter, du hättest ihn mit dem Stiel und nicht mit der Axt schlagen sollen“, sagte der Richter, mit dem Kopf wiegend.
„Das hätte ich tun sollen“, antwortete der Schlaue Peter, „aber auch der Hund hat schuld: er hätte mich mit seinem Schwanz beißen sollen und nicht mit den Zähnen!“
Da entließ der Richter den Schlauen Peter ohne jegliche Strafe.
Fazit: Diese Kurzgeschichte finde ich am schönsten. Den Hundebesitzer mit den eigenen Waffen schlagen. Dieser Peter war wirklich schlau.
===(Der Schlaue Peter vor Gericht)===
Eines Tages trug der Schlaue Peter auf seinem Rücken Holz durch die Stadt um es zu verkaufen. Da es aber recht lang war, rief er: „Vorsehen, vorsehen“, damit ihm die Leute aus dem Weg gingen.
Einem hochmütigen Manne jedoch, der den Weg nicht freigeben wollte, blieb der Rock am Holz hängen und zeriss. Dieser ärgerte sich sehr und erforderte ein Endgeld. Er brachte den Schlauen Peter vor Gericht, klagte beim Richter und wartete dann auf den Urteilsspruch. Der Richter wandte sich an den Schlauen Peter und fragte, wie sich der Vorfall zugetragen hatte. Dieser schwieg. Der Richter fragte ihn ein zweites und ein drittes Mal, allein der Schlaue Peter tat, als ob er stumm wäre.
„Warum hast du diesen Stummen hergebracht?“, fragte erbost der Richter. „Ich kann deine Klage nicht verstehen.“ „Was für ein Teufel! Wie kann er stumm sein“, rief der hochmütige Mann aus, „hat er doch mit vollem Halse –vorsehen, vorsehen! – gerufen“
Nun, wenn es so ist, wer hat dann Schuld, wenn du dir den Rock zerrissen hast, warum hast du dich nicht in acht genommen. Wenn der Mann „Vorsehen“ gerufen hat und du dich aber nicht vorgesehen hast, dann hast du kein Recht, irgend etwas von ihm zu fordern“. Der Schlaue Peter verließ stolzen Hauptes das Gericht und ging hin, sein Holz zu verkaufen.
Fazit: Wieder stand Peter vor Gericht und meisterte diesen Fall fabelhaft! Einfach klasse dieser Peter.
===(Urteil)===
Die bulgarischen Geschichten vom Peter, wobei es noch über 50 Stück gibt, sind einfach klasse, unterhaltsam und belehrend.
Vielen Dank
Marcel Klitzsch
PS: Wenn sie noch mehr Geschichten vom Schlauen Peter lesen möchten, dann schreiben sie mich einfach an.
===(Neu)====
Also nach Wunsch einiger Mitglieder werde ich baldmöglichst neue Geschichten schreiben! Vielen Dank.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-31 17:27:06 mit dem Titel Meine Lieblingskurzgeschichten aus Bulgarien! (Teil 2)
Guten Tag Liebe Lesergemeinschaft,
nun heißt es wieder: Schmunzeln, denn heute schreibe ich nochmals ein paar Geschichten des Schlauen Peters nieder.
Schon am Mittwoch stellte ich 4 meiner Lieblingsgeschichten ins Netz. Heute sollen noch einmal ein paar hinzu kommen. Ich hoffe, sie werden sich amüsieren. Wenn sie möchten, können sie die anderen Geschichten einmal durchlesen.
====(Der Schlaue Peter und der Barbier)====
Der Schlaue Peter ging zu einem Barbier, sich rasieren zu lassen. Um den Bauern einen Spaß zu bereiten, setzte der Barbier den Schlauen Peter gegen die Sonne, benetzte ihn mehr schlecht als recht mit kaltem Wasser und schabte ihn ohne Seife, sodass dem armen Schlauen Peter die Tränen hervorquollen, noch bevor ihm die eine Seite abrasiert wurde.
“Genug Bruder“, rief zuletzt der Schlaue Peter aus, der in die Hände eines jungen unerfahrenen Barbiers geraten zu sein meinte. „Nichts für ungut, du Rauhbein, nur lass mich zu einem anderen Barbier gehen, auf dass ein besserer Meister mich zu ende rasiere. Zu Recht sagen die Leute: hast du eine Oka Mehl, so gib sie dem Meister“
Darauf hatte der Barbier nur gewartet. Halbrasiert entließ er den Schlauen Peter. Wer ihm begegnete , wollte sich vor lachen ausschütten und der Barbier selbst lief hinterher und lachte sich halbtot. Der Schlaue Peter verstand endlich was für ein Streich ihm gespielt wurde und hatte nur einen Gedanken im Kopf. „Warte nur, dich werde ich lehren, in der prallen Sonne und ohne Seife zu rasieren. Ich werde dir schon zeigen, mit wem du deinen Spott getrieben hast.
Ein Jahr darauf, als jener üble Scherz längst vergessen war, brauchte der Barbier zur Zeit des Weinrutenschneidens jemanden, der ihm den Wein verschneide. Nun fügte es sich so, das der Schlaue Peter gerade ohne Arbeit war. Er kam mit dem Barbier überein, dass er den Wein verschneide. Der Schlaue Peter machte sich ans Werk und schnitt die Weinruten bis hin zur Wurzel ab, warf die Ruten auf den Weg und ging am Abend nach Hause.
Der Barbier erkundigte sich: „Wie sieht`s, hast du den Wein gut verschnitten?“
“Sehr gut“, antwortete der Schlaue Peter „Noch einmal braucht ihr euch nicht um ihn zu kümmern!“
„Und hast du ihn auch gesäubert?“
„He, hee! Weder eine Rute noch eine Rebe habe ich stehen lassen“, antwortete der Schlaue Peter.
„Und weint er schon“, fragte der Barbier?
„Und wie er weint. Auch du würdest weinen, wenn du ihn nur sähest“, sagte der Schlaue Peter und ging heim.
====(Der Sultan und der Schlaue Peter)====
Es gab eine Zeit, da lebte der Schlaue Peter im Serail des Sultans. Da trug es sich zu, dass die Pest wütete und vielen Menschen das Leben nahm und viel Vieh sterben ließ. Auch der alte Sultan starb. Den Thron bestieg sein Sohn- ein boshafter und schlechter Sultan.
Nur wenig Zeit ging er ins Land, da wurde es kalt, es begann erst zu regnen und dann zu schneien. Der Winter klopfte an die Tür. Die Pest erschrak vor der Kälte und verschwand irgendwo hin. Da schnürte der Schlaue Peter seinen Beutel, um in sein Dorf zurück zu kehren.
„Wohin zieht es dich“, fragte der Sultan, als er das Gepäck des Schlauen Kopfes bemerkte.
„Ich gehe in mein Dorf. Dein Vater war ein guter Mensch, wir haben uns gut verstanden, und ich habe im Serail gewohnt. Jetzt ist die Zeit gekommen aufzubrechen.“
„Aber warum denn, gefalle ich dir nicht?“ fragte der Sultan. „Sieh nur, selbst die Pest ist vor mir geflohen, hat sich irgendwo verkrochen und das Volk in Ruhe gelassen.“
„Satt und furchtsam scheint mir euer Gott zu sein, Sultan“, sprach der Schlaue Peter. „Er ist davor zurückgeschreckt, gemeinsam mit der Pest auch dich dem Volk zu geben“
Und dann begab sich der Schlaue Peter in sein Heimatdorf.
Nun noch ein paar kleine Fabeln mit Pointe natürlich auch aus Ungarn.
====(Der flinke Igel)====
Am Georgstag, an dem also, an dem die Lämmer geschlachtet werden, schickte man den Igel los, um Krauseminze und Petersilie für den Braten zu pflücken. Der Igel beeilte sich sehr, doch kam er erst am Dimitertag wieder zurück, und als er das Haus betrat, stolperte er über die Türschwelle, purzelte hin und schlug sich die Nase auf. Die anderen lachten den Igel aus, doch der Igel gab zurück. „ Lacht nur, lacht nur, ich weis schon, dass mich mein Gehetze eines Tages noch den Kopf kosten wird.“
Fazit: Diese Geschichte ist sehr amüsant. Der Igel glaubte also, dass er gestolpert und hingefallen war, weil er so schnell gelaufen war. Die Faulen sind auch wie die Igel: Den ganzen Tag halten sie Maulaffen feil und drehen Däumchen, doch wehe man verlangt von Ihnen auch nur einen Groschen Arbeit, dann schreien sie es in die ganze Welt, dass sie sich vor Arbeit nicht zu retten wüssten.
====(Der Frosch und der Ochse)====
Ein Frosch sah auf einem Feld einen Ochsen und wollte so groß sein wie der. Er begann sich auf zu plustern und auf zu blähen und sagte zu seinen Freunden: „Schaut her, Freunde, bin ich nicht so groß wie er?“
„Nein Freundchen, du bist noch weit entfernt davon, ungefähr so groß wie sein Huf bist du.“
„Wartet, ich will mich weiter auf plustern. Und jetzt? Bin ich gewachsen?“
„Du bist immer noch derselbe, kein bisschen hast du dich verändert.“
„Na und jetzt?“, fragte er und plusterte sich noch mehr auf.
„Du bist der gleiche, der du vorher warst so groß wie eine der Hufe.“
Doch der dumme Frosch plusterte sich immer weiter auf und schließlich platze er!
Fazit: Diese Fabel soll, wie eigentlich alle Fabeln zu Nachdenken anregen. Macht euch einmal Gedanken, denn dazu möchte ich, obwohl ich könnte, nichts sagen :-)
====(Fazit)====
Die Geschichten vom Schlauen Peter sind sehr unterhaltsam und aus dem Leben gegriffen und uns deshalb so nah.
Die Fabeln lassen auch nicht zu wünschen übrig. Sehr amüsant. Vor allem die 1. Fabel find ich spitze!
Mit freundlichen Grüßen
Marcel Klitzsch weiterlesen schließen -
Der Schrei
29.01.2003, 17:35 Uhr von
Spockvv
Ich bin ein sehr großer Star Trek- Fan (alle Serien und Filme, Bücher Zeitschriften usw.) Ich int...Pro:
???
Kontra:
???
Empfehlung:
Nein
Hier möchte ich eure Meinung zu einer von mir geschriebenen Kurzgeschichte hören.
Viel Spaß beim Lesen!
Der Schrei woher kam der Schrei?
Hier unten ist irgendetwas.
Der Angstschweiß tropft ihr vom Gesicht. Er läuft ihr eiskalt den Rücken herunter und verstärkt nur noch die Anspannung. Irgendetwas ist hier unten.
Musste denn auch der Strom ausfallen? Kurz nach beginn des Gewitters wurde es Stockfinster. Da sie allein zu Hause ist, musste sie nach dem Sicherungskasten sehen und die Hauptsicherung ersetzen. Sie hat nur die alte Taschenlampe gefunden, die eh schon seit 10 Jahren eine Antiquität ist. Sie flackert die ganze Zeit, geht immer kurz aus und wieder an. Das lies den Keller in einem schaurigen Licht erscheinen. Plötzlich erschreckt sie. Was war das für ein Geräusch? Einen Augenblick bleib sie stehen. Ihre Beine zittern, ihre Finger, Arme, ihr ganzer Körper. Noch nie hatte sie eine solch große Angst.
Nur noch drei Meter, dann hat sie es geschafft. Plötzlich dieser Schatten hinter ihr. Sie sieht ihn nicht.
Das leise Knirschen der Schuhe. Wieso ist Sie nicht einfach oben geblieben?
Der Junge?
Sie hat ihn seit heute morgen nicht mehr gesehen. Wollte er nicht heute Morgen abreisen. Frau Müller hat erzählt er würde endlich abreisen.
Aber sie hat ihn nicht gehen sehen. Eigentlich hat ihn keiner heute gesehen.
Sie erreicht den Sicherungskasten. Gerade jetzt muss diese verdammte Lampe ausgehen! Gerade jetzt!
Kaum etwas sehend versucht sie die mitgebrachte Ersatzsicherung aus ihrer Hosentasche zu holen.
Misst! Jetzt fällt das blöde Ding noch hin! Sie bückt sich. Ihre Hände berühren den kalten Boden.
Plötzlich nimmt sie dieses Geräusch war. Es hört sich an wie die Schritte eines Menschen.
Sie kommen immer näher. Steiff vor Angst kann sie sich nicht bewegen. Sie hockt einfach nur da und weiss nicht wie ihr geschieht. Die Schritte kommen näher. Und näher. Sie ist noch bewegungsloser als zuvor. Ihre Beine zittern, ihre Finger, Hände, Arme, alles. Der Schweiß läuft ihr Eiskalt den ganzen Körper entlang.
Plötzlich dieser warme Hauch. Man könnte es kaum für möglich halten, dass man in einer solchen Angstsituation noch stärker erschreckt werden kann, doch sie kann es.
Auf einmal die Taschenlampe! Sie leuchtet wieder auf. Dieses grelle Licht verkleinert ihre Pupillen. Einen Augenblick lang ist sie unfähig etwas zu sehen.
Ein knirschen hinter ihr, sollte sie sich umdrehen? Sie konnte nicht einfach hier hocken bleiben.
Ganz langsam dreht Sie ihren Kopf und leuchtet mit der Taschenlampe.
Sie sieht einen Riesen, nein es war der Junge, der seit ein paar Tagen bei Wendlands wohnte.
Sein Gesichtsausdruck ist kalt, hasserfüllt.
Seine riesigen Hände, halten ein großes Messer. Was will er damit? Todesängste schürten sich in ihr. Das Messer ist schwarz, nein jetzt konnte man es genau erkennen, es ist rot. Blutrot. Die Tropfen laufen entlang des Griffes über die Hand. Langsam hebt er seine Arme, mit dem Messer in den Händen. Sie befindet sich in einem Schockzustand unfähig irgendetwas zu sagen, geschweige denn zu denken. Er hat die Hände über dem Kopf. Er öffnet langsam den Mund, ein Wutschrei, lauter als man sich es vorstellen kann. Mit einer rasanten Geschwindigkeit kommt das Messer auf sie zu.
Genau in Richtung Gesicht es kommt immer näher. Wendlands Junge wollte sie töten. Sie hatte es ja schon immer gewusst, dass er ein Mörder ist. Das sah man ihm schon an. Jetzt ist sie an der Reihe.
Das Messer kommt immer näher.
Die Spitze immerzu auf sie gerichtet. Nicht mehr lange.
Ihr Gesicht verkrampft. Das Messer kommt immer näher.
Sie hat nur noch wenige Millisekunden zu leben. Das Messer kommt immer näher, ist kurz vor ihr.
Plötzlich dieses grelle Licht.
7:35.
Der Wecker klingelt.
Copyright: SPOCKVV weiterlesen schließen -
Wird Kapitalism zur Bananenrepublik?
Pro:
*
Kontra:
*
Empfehlung:
Nein
Diesen Artikel habe ich eigentlich für die Ofizielle Zeitung im Onlinegame Kapitalism geschrieben. Da er dort sehr gut angekommen ist, habe ich micht entschlossen ihn auch hier in der unbezahlten Lounge einzustellen.
Die Rufe aus der Bevölkerung nach neuen Produkten und Waren werden immer lauter. Vergleiche mit der ehemaligen DDR werden, wegen dem fehlenden Angebot an Bananen, immer wieder angestellt. Auch im High Tec Sektor sind die Bürger mehr als unzufrieden. Immernoch müssen sie ihre Computer an ein Fernsehgerät mangels Monitore anschließen. Von Internetanschlüssen mangels Modem und Telefonleitung mal ganz zu schweigen. Selbst Firmenbosse können in Ihre Mercedes kein Autotelefon einbauen lassen, von Handys mal ganz abgesehen. Experten sehen auch auf dem Videomarkt eine extrem starke Nachfrage. Sowohl Videorecorder, als auch DVD Player würden sich reißend verkaufen lassen, wenn nicht die Regierung hier einen Riegel davor geschoben hätte.
Das Angebot von Autos ist in ihrer Vilefalt auch nicht gerade rosig. Die Kunden wünschen sich eine breitere Palette, als nur immer die Fahrzeuge der unteren Mittelklasse, die nur in verschiedenen Ausattungsvarianten erhälltich sind. Hier wäre eine Abstufung in Kleinwagen, Mittelklasse und Oberklasse wünschenswert und nicht immer nur Trabbis ;)
Auch die Bekleidungsindustrie ruft nach neuen Produkten. Es ist im Moment sehr schwer, die Bevölkerung aussließlich mit Pulovern, Lederjacken und Handschuhen einzukleiden. Hier fehlt es an so einfachen Dingen wie Unterwäsche, Hosen oder Nadelstreifenanzügen für die Geschäftsführer der Firmen.
Weitere Geschäftsfelder könnten, so ein Experte, durch die Schaffung eines Energiemarktes erschlossen werden. Hier würde nicht nur Öl und Kohle eine zweite Verwendung finden können, sondern die Bürger könnten endlich auch elektrisches Licht verwenden. Die Computer müßten nicht länger durch ein Hamsterad angetrieben werden. Und die Ofenheizung könnte durch Fernwärme ersetzt werden, was auch der Umwelt zugute kommen würde.
Hinweis:Wie immer ist dieser Artikel natürlich nicht ganz ernst gemeint. weiterlesen schließen -
Lieber Onkel Murphy,
24.01.2003, 18:02 Uhr von
schnappzicke
Das bin ich mit meiner Nichte. Ein echter Goldschatz der an Fröhlichkeit und Experimentierfreud...Pro:
mit Humor geht alles !
Kontra:
ohne Humor wird schwierig ;-)
Empfehlung:
Nein
weißt Du was ich Dich schon immer mal fragen wollte ? Heute wirst Du es erfahren:
... wieso treffe ich immer dann einen interessanten Mann, wenn ich einen „Bad-Hair-Day“ habe und aussehe, als hätte sich ein kleines Tier auf meinem Kopf ein Nest gebaut ?
...wieso gehen alle Rentner, Hausfrauen, Arbeitslose und andere Personen mit Tagesfreizeit immer dann einkaufen, wenn ich mich in der Mittagspause oder nach Feierabend
im Supermarkt abhetze ?
...wieso setzt mein Chef immer dann eine spontane, Stunden dauernde und natürlich ergebnislose Besprechung an, wenn ich es wirklich eilig habe und ausnahmsweise mal pünktlich weg muss ?
...wieso hört das Handyklingeln immer genau in dem Moment auf, wenn ich das Ding endlich in den Tiefen meiner Handtasche gefunden habe ?
...wieso erscheinen meine Berichte immer nur höchstens 2 Millisekunden oder gar nicht auf der Startseite ?
...wieso muss ich immer dann auf ´s Klo, wenn gerade die WC-Ente dort einwirkt ?
... wieso merke ich immer erst im Büro, dass ich morgens im Tran mal wieder die dunkelblaue Seidenstrumpfhose zur schwarzen Hose und den ebenso schwarzen Schuhen angezogen habe ?
...wieso hab ich genau dann kein passendes Kleingeld für den Kippenautomat, wenn das Bütchen um die Ecke schon zu hat ?
...wieso kommt immer dann kein Werbeblock wenn ich wirklich dringend pinkeln muss ?
...wieso wächst mir immer dann eine riesige Herpesblase auf der Lippe, wenn ein Date, eine tolle Party, ein Vorstellungsgespräch unmittelbar bevor steht ?
...wieso fällt mir immer erst morgens auf, dass wahlweise der Kaffee, das Deo, das Shampoo oder Duschgel alle ist und nie wenn ich noch die Möglichkeit habe einzukaufen ?
...wieso gibt es die tollen Klamotten aus dem Schaufenster nie in meiner Größe ?
...wieso können in meinem Bad zwei Stunden nach dem Großputz mehr Haare auf dem Boden
und im Waschbecken liegen, als eine durchschnittliche Mitteleuropäerin auf dem Kopf hat ?
...wieso kommt immer entweder nix im Fernsehen oder wahlweise auf 18 Kanälen gleichzeitig eine tolle Sendung ?
...wieso klingelt immer dann das Telefon/die Türglocke wenn ich gerade penne, in der Wanne liege, auf dem Topf sitze oder mir die erste Gabel einer herrlichen Mahlzeit zur Gemüte führe ?
...wieso entzündet sich mein Blinddarm nach genau 10 Tagen im neuen Job und will unbedingt raus, nachdem er mich vorher 33 Jahre in Ruhe gelassen hat ?
...wieso sind 90 % der Emails die ich erhalte Werbung, Sexkontakte oder Kettenmails die mir weismachen wollen, dass ich nie wieder Sex habe, mir die Haare ausfallen, ich meinen Job verliere und mir der Himmel auf den Kopf fällt, wenn ich sie nicht innerhalb von 17 Minuten an mindestens 456 Leute weiterleite ?
...wieso ruft nie der an, von dem ich es mir wünschen würde sondern nur Leute auf die ich im Moment überhaupt keine Lust habe ?
...wieso hat mein Friseur immer dann einen schlechten Tag/Liebeskummer/Potenzprobleme, miese Laune, wenn ich mich alle halbe Jahre mal dorthin wage ?
...wieso friert es immer nur dann, wenn ich einmal vergessen habe, abends die Plastikplane über mein Auto zu stülpen ?
...wieso gibt es nie einen freien Parkplatz vor dem Haus, wenn ich Unmengen eingekauft habe ?
...wieso sagt mir keiner Bescheid, wenn ich nach dem Toilettenbesuch vergessen habe, den Reißverschluss zu schließen BEVOR ich mich wieder unter Leute begebe ?
...wieso kriege ich beim „Trivial Pursuit“ immer die Fragen nach irgendwelchen geschichtlichen Jahreszahlen und die anderen solche wie: „Wie hieß die Freundin von Micky Mouse“, wenn es um einen Gewinnstein geht ?
...wieso zeigt der Kassenautomat im Parkhaus immer bei mir „Karte ungültig“ an und ich muss mich mit dem debilen Parkwächter rumärgern ?
...wieso ist der Handy-Akku (wahlweise die Prepaid-Karte) immer dann leer, wenn ich ausnahmsweise mal einen wirklich dringenden Anruf tätigen muss ?
...wieso werden Staus immer erst dann durch gegeben, wenn ich schon mittendrin stehe ?
...wieso latsch ich immer in den einzigen Hundehaufen im Umkreis von 500 m ?
...wieso haben meine Vorkommentatoren bei Berichten immer genau das gesagt, das mir auch zuerst eingefallen ist ?
...wieso nehme ich jede Erkältungbazille mit, die irgendwer verloren hat ?
...wieso kommen die im Katalog oder Internt bestellten Klamotten immer genau einen Tag nachdem ich sie gebraucht hätte an ?
..........to be continued !
Los, zeigt mir, dass ich nicht die einzige bin, die mit Murphy auf Kriegsfuss steht. Ich freue mich über jede weitere “….wieso-Frage” in Euren Kommentaren.
Dat Schnurphy
P.S: Mit den Bewertungen tu ich mich was schwer ;-) weiterlesen schließen -
wer´s glaubt
23.01.2003, 13:37 Uhr von
Löwin49
Mein Lieblingsspruch:*Es gibt nichts Gutes ausser mann(frau) tut es.+Jeder Tag wird ein guter Tag...Pro:
aus Fehlern sollte man lernen
Kontra:
das Vetrauen ist weg......
Empfehlung:
Nein
Wieder einmal schwer enttäuscht........
Jetzt brauch ich euren Rat........
********************************
Die Realität hat mich wiedermal eingeholt...
**********************************************
Gestern Abend nach Feierabend im Jugendhaus kram ich meinen Korb unterm Schreibtisch vor und fahr zur Eisdiele um meinen Lieben zu Hause noch Eis mitzubringen.....
Als ich zahlen will.... hab ich kein Geld im Geldbeutel....
Ich zurück ins Jugenhaus.....
war keiner mehr da....
Längst hatte ich mir angewöhnt bei meinem schwierigen Klientel nichts bares mehr mit zu nehmen.Aber durch unseren Umbau im Jugendhaus gehts zur Zeit etwas hekrisch zu.....
und ich dachte ich könnt ihnen mehr vertrauen.......
Im Jugendhaus um meinen Schreibtischherum fand ich natürlich nichts...
Im Auto fand ich auch nichts....
also steht fest ....
da viel Betrieb war und mein Schreibtisch gut sichtbar im Raum steht und der oder die Täter runterkrappeln mussten um an meinen Korb zu kommen müssen mehrere zusammen geschafft haben......
**************************************************************************
Von zuhaus habi ch dann mehrer angerufen die Gestern da waren und hab mir alle für Sa. 16:00 Uhr einbestellt mitdabei wird unser Jugendreferent und unser Jugendsachbeamter von der Polizei sein.........
und mir bleibt wiedermal nur das "WARUM"
********************************************************************************************************************************************
********************************************************************************************************************************************
Wer nun weiterlesen möchte ......
kann auch hierzu seinen Komentar abgeben.......
Wer´s glaubt...
Wenn ihr meinen Artikel zum Thema Vertrauen gelesen habt, dann kennt ihr ja die ganze Geschichte!
Also, es fing ja damit an dass mir bei meiner Arbeit im Jugendhaus mein Gelbeutel geklaut wurde. Den hat die Putzfrau dann im Bubenclo gefunden beim putzen.
Nur leider war er leer.
**************************
Nun kommt die (wahre) Geschichte.....
**********************************************
Ich steh im Jugendhaus und möchte gerade nach Hause(gestern).
Da kommt einer meiner großen Jungs noch herein gesaust und fragt ob er mich kurz sprechen könnte.
Er wäre ja jenem Abend wo mein Geld weggekommen wäre ja auch im Jugendhaus gewesen.
Und jetzt sei er bei der Polizei gewesen und hätte seine Aussage gemacht.
Aber er hätte nicht alles gesagt. Denn das wolle er nur mir sagen.
*********************************************************************************
Der Dialog:
*************
ich: na gut setzt dich und sags mir
er: also ich weiß wers war aber ich hab nichts damit zu tun
ich :hast du auf der Polizei nichts gesagt
er: nein das geht nicht
ich : warum
er: ich fand den Geldbeutel am Sofa ,da wo du die drei rausgeworfen hast
ich nahm den Geldbeutel und wollte im Clo schauen wem der gehört
ich :warum hast du ihn nicht abgegeben
er: ich weiß das war blöd, aber ich hab nichts damit zu tun
mich hat im Clo aber einer gestört und dann hab ich den Geldbeutel nach unten
gesteckt und dann ist meine Freundin gekommen und wir sind gegangen und
ich hab den Geldbeutel ganz vergessen.
Ich :warum sagst du das nicht auf der Polizei
Er :na wegen den Fingerabdrücken
Ich :Ja da sind welche auf dem gefundenen Schein.
Er: Ja und ich wars doch nicht. In dem Geldbeutel waren 30 Euro als ich ihn gefunden
Habe
Ich: ja dann hast du doch an meiner Karte gesehen dass dies mein Geldbeutel ist
Er: ich wurde doch gestört, aber ich weiß wer deine Kohle hat
Ich :na dann spucks endlich aus.(knurr)
Er: das kann ich nicht, aber du bekommst dein Geld zurück gleich nach dem Urlaub
Ich hab mit dem gesprochen ders war und er bringt die Kohle und wirft sie bei dir in
Deinen Briefkasten, abgemacht.
Ich: was soll ich deiner Meinung nach tun
Er: Na bei der Poliei sagen dass dein Geld wieder da ist und sich die Sache erledigt
hat.
Denn du weißt ja ich hab damit nichts zu tun.
*******************************************************
Sprachs, wünschte mir höflich noch einen schönen Urlaub und zog mit seiner draußen stehenden Freundin davon.
Und ich , ich stand da und wusste nicht weiter
********************************************************
Nun bin ich mächtig auf eure Kommentare gespannt.
*G*
Leonie weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
-
antjeeule, 24.07.2007, 14:18 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Eher würde ich diesem Jugendlichen die aufgetischte Geschichte nicht glauben, besonders deshalb, weil er was von seinem Urlaub erzählt und nebenbei erwähnt, dass die Kohle dann auch wieder da sei. Etwas verworren das Ganze, aber so ist es eben, wenn man be
-
Mondlicht1957, 24.07.2007, 13:44 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
--- SH LG pet - Lesen und gelesen werden --- so macht es Spaß ---
-
-
Clarinetta2, 14.04.2007, 16:24 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
muss ich vorher die andere lesen, um diese zu verstehen. Eigentlich bedeutet Kurzgeschichte eine in sich geschlossene Geschichte. LG Clarinetta
-
-
Die beste Kurzgeschichte aller Zeiten
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Einladung zum Hähnchenschenkel – Essen
Kurzer Hinweis, bevor ihr die Geschichte lest. Das Lesen ist auf eigene Gefahr und ich werde für keine Verletzungen, die während des Lesens passieren, aufkommen. Also, seid vorsichtig und denkt daran: ES LAUERT ÜBERALL! - -haha, ich lach mich tot--
Auf geht´s!
Und da stehe ich nun. Eigentlich hatte ich gedacht, dass sich Frauen auf die Anzeige melden. Aber das Gegenteil trifft zu. Wer weiß schon, was mich hinter dieser Tür erwartet!?!
„Da melden sich bestimmt nur Typen, die ´ne geile Schnecke für einsame Nächte haben wollen!“, hatte Isa gesagt. Hätte ich nur auf sie gehört und geschrieben: „Weibliches Wesen sucht Weiber – WG.“ Das wäre eindeutig gewesen – aber irgendwie auch männerfeindlich.
Was erwartet mich denn nun? Ich traue mich nicht recht zu klingeln, nehme stattdessen meiner Gesundheit jeder Chance zur Entfaltung und gebe dafür meiner Haut die vorzeitige Möglichkeit, Falten zu produzieren. Man könnte auch sagen: Ich rauche eine wohltuende, beruhigende Zigarette.
In seinem kurzen Brief beschrieb er nur seine Wohnung, aber leider nicht sich selbst. Nur, dass er männlich sei, stand da, nicht mal sein Name. Nur seine Adresse und ein „Bei Müller klingeln“ Was ist, wenn jetzt so ein Typ vor mir steht, den man eigentlich nur in seinen schlimmsten Träumen wieder findet! Bierbauch, fettiges Haar, Hosenträger, Büchsenbier in der Hand und ´nen dicken fetten Joint in der Fresse.
Jetzt dramatisiere ich alles. Nach seiner Beschreibung muss die Wohnung himmlisch aussehen, und ich finde schon das Treppenhaus gewaltig: Marmortreppen und, wenn mich nicht alles täuscht, Mahagonigeländer. Die Eingangstür ist so breit wie hoch und voller Verzierungen. Wenn du dich durch diese Eingangstür getraut hast, stehst du in einer Art Halle. Dann kommt eine Schwingtür. Der man hat Stil. Sollte ich wirklich bei ihm einziehen und irgendwann mal den Bundeskanzler heiraten, müsste ich mich zumindest für den Hausflur nicht schämen.
Und die Wohnung? Auf jeden Fall kann ich mir die Chance nicht entgegen lassen. Und bei allem Schiss vor einer Enttäuschung: Ich will den Typ nur einmal sehen.
Die Zigarette ist aufgeraucht, aber das ist noch lange kein Grund, wie ein wild gewordener Besen auf die Klingel zu stürzen. Ich habe Zeit. Viel Zeit. Kann mich noch ein wenig drücken. „In der Ruhe steckt die Kraft“, rede ich mich vor mir selbst raus. Und vielleicht bin ich in einer halben Stunde ruhiger. Man weiß ja nie. Ich glaube, ich habe ein kleines Café gesehen, direkt gegenüber von diesem Prachthaus.
Ich hatte Recht, da ist ein Café. Und schon sitze ich an einem kleinen Tisch in der Nähe des Fensters.
So habe ich einen prima Blick auf das Haus. Bei jedem männlichen Wesen, das herauskommt oder sich hineintraut, versuche ich mir vorzustellen, dass das der Unbekannte ist. WOW! Ich muss die Wohnung bekommen. Geht gar nicht anders. Der Kellner kommt und verstärkt meinen Wunsch, nach Hamburg zu ziehen. Gepierct und tätowiert ohne Ende und die blausten Augen, die ich je gesehen habe. Hamburg ist so schön ...
Aber jetzt muss ich doch kurz überlegen, warum ich immer herziehen wollte, bevor dieser Kellner in mein Leben trat. Nein, erst müsste ich mal was bestellen, sonst guckt mich dieser Engel weiter so an, wie ´ne Kuh wenn´s donnert. Ich genehmige mir einen Eiskaffee und fange an, in Erinnerungen zu schwelgen. Es gibt eigentlich nur einen Grund, warum ich hierher ziehen wollte: Paul, meine erste große Liebe.
Wir hatten eine stürmische Beziehung – es war bis jetzt meine schönste Zeit in meinen Leben. Drei Jahre ist das her. Ich hatte täglich neue blaue Flecken, und die, die nicht wussten, woher die stammten, dachten sicher, ich werde täglich verprügelt. Dafür habe ich ihn blutig gekratzt. Einmal war es dann doch zu heftig, und meine Nase hat wilde Geräusche von sich gegeben. Sie war angebrochen und eine Woche auf die Größe eines Tennisballs angeschwollen. Dafür musste er mich dann gesund pflegen. Wir haben uns nie gestritten, wir haben uns nur leidenschaftlich gerne gegenseitig verstümmelt. Eigentlich eine ganz normale Beziehung. Bis auf unsere nächtlichen Hähnchenschenkel – Wettfressen.
Die waren schon ziemlich abnormal.
Er wollte unbedingt DJ werden, hatte kein Bock auf ein normales Leben. Pauls größtes Vorbild war Westbam. Ich hatte auch große Pläne und wollte Künstlerin werden. Wir träumten davon, nach Hamburg zu ziehen, weil ich doch Doktor Renz von den Fetten Broten heiraten musste, neben etlichen anderen Bekanntheiten. Bis heute habe ich zwar keinen von den kennen gelernt, aber das wird schon noch. Kommt Zeit, kommt Rat!
Paul hat mir auch Heiratsanträge gemacht, aber wenn man täglich gefragt wird, macht es irgendwann keinen Spaß mehr. Wir wollten außerdem elf Kinder, und wenn die alt genug gewesen wären, hätten sie uns bedient. Das stand schon mal fest. Wir waren die Wiedergeburt von Bonnie und Clyde, so sah ich das zumindest. Uns konnte keiner auseinander würgen, wir hielten zusammen, auch wenn es noch so stressig wurde. Er musste dann aber wegen seiner Ausbildung zweihundert Kilometer weit wegziehen, und nach viermonatiger Quälerei haben wir beide gesagt, dass es nicht mehr geht. Es war schlimm, er gehörte zu meinem Leben. Kurz nachdem Sense war mit uns beiden, zog ich mich mit meiner Familie nach Berlin, und dort gab es zum Glück genug Ablenkung. Dazu mache ich noch mein Abitur. Wenn dann doch wieder mal so ein kleiner Anflug von Missmut in meine Richtung steuerte, vergrub ich mich in meinen Büchern. Durch gemeinsame Freunde erfuhr ich, dass er wirklich nach Hamburg gezogen war. Und dass er ab und zu in verschiedenen Clubs auflegen soll. Ich würde es ihm gönnen.
Die Simpsons – Melodie reißt mich aus meinen Gedanken. Am Handy ist Laura. Die Einzige, die noch regelmäßigen Kontakt zu Paul hat. Seit drei Jahren erzählt sie mir, dass er nicht von mir loskommt, alle Weiber mit mir vergleicht und immer noch leidet.
„Luca! Paul hat irgendetwas vor. Ich habe gerade mit ihm telefoniert, und er klang ziemlich zappelig. Heute ist ein bedeutender Tag für ihn, hat er gesagt. Mehr war nicht aus ihm herauszukriegen. Weißt du was?“ Dämliche Frage – ich habe seit drei Jahren kein Wort mit ihm gewechselt. „Keine Ahnung,
Herzchen, du kennst ihn, er übertreibt manchmal ein bisschen“, antworte ich gelangweilt. Paul ist zu allem fähig. Vielleicht will er die Weltherrschaft an sich reißen, das wäre genau sein Ding.
„Ist doch aber komisch. Gerade jetzt, wo du in Hamburg bist ...“ Schluss jetzt. Soll sie sich alleine den Kopf zerbrechen. Ich lege auf. Schon bekomme ich eine SMS. Bestimmt Laura, die mich mal wieder zum Teufel wünscht. Nee, `ne ganz andere Nummer, die ich nicht kenne:
LUCA, WO BLEIBST DU? DU BIST NOCH DIESELBE WIE VOR
DREI JAHREN: UNPÜNKTLICH UND OHNE PLAN FÜR DIE
ZUKUNFT!
BEWEG DEINEN SÜSSEN HINTERN, ABER DALLI!!!
Paul. So kann mich nur Paul niedermachen!!!
Ich bezahle meinen Eiskaffee, und der Kellner hat einen riesigen Pickel auf der Stirn. Ist mir vorhin gar nicht aufgefallen. Ich renne über die Straße, werde fast überfahren, steige die Treppen hoch und nehme gleich drei Stufen auf einmal. Ich bin immer noch nicht ruhiger und trotzdem drücke ich auf den Klingelknopf. Die Tür geht langsam auf.
„Willkommen zu Hause, Luca. Wurde auch langsam mal Zeit. Drei Jahre sind ganz schön lang, um nach Hamburg zu fahren. Komm rein, die Hähnchenschenkel werden kalt.“
Er hat zwar nicht die Weltherrschaft an sich gerissen, dafür mich. Ich glaube das reicht erst mal, den Rest erledigen wir später. weiterlesen schließen -
Minne, minne, minne....
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Leise fast geräuschlos sitzt sie auf dem alten Küchenstuhl. Sie ist allein und schaut voller Wehmut aus dem Fenster. Die alten verblichenen Vorhänge, die schon seit Jahren ewig alt sind, bewegen sich spinnwebengleich mit dem Wind. An der Wand ein eingerahmtes Katzenfoto, ausgeschnitten aus einer Zeitung. Da, das alte Radio, ein neues wollte sie nie. Ihr Jesus mit dem Rosenkranz, verschossen, verstaubt in der ewig gleichen Ecke der Küche hängend.
Sie schaut aus dem Fenster und erinnert sich. Viele Kinder und Enkelkinder liefen den Weg vom Bahnhof runter zur Oma. Klebrig die Eisschnute setzten sie sich auf die Schwelle und sie brachte ihnen die schönsten Sofakissen, damit sie sich nicht erkälten. Eine Quietschpuppe aus Plastik auf einem kleinen Regal am Fenster. Sie sitzt dort seit ewiger Zeit, war mal ein Spielzeug ihrer Enkel. Die Wachstuchtischdecke auf dem alten immer wieder grau gestrichenen Tisch. Ein paar Stubenfliegen suchen nach Kuchenkrümeln.
Früher, ja da hat sie viel gebacken. Die kleine Küche war mit Menschen gefüllt, alle kamen zu ihr. Sie backte in ihrem Holzofen und setzte mit ihrem alten Schöpflöffel Kaffee auf. Die Kinder eine Kelle voll Wasser und Zucker soviel man mochte. Ein altes gelbes Kaffeelot war der Zuckerlöffel, ihn gibt es noch. Die Kaffeemaschine haben ihre Kinder gekauft. Sie ist fast blind und fühlt mehr als das sie sehen kann.
Die Enkel kommen schon lange nicht mehr. Ein wehmütiger Blick zum Fenster. Keine lachenden, schreienden Kinderstimmen mehr. Einsam ist sie und müde und wartet. Sie wartet den ganzen Tag. Manchmal kommt eine alte Nonne zu Besuch. Ihre Schulfreundin, die selbst den Berg kaum mehr hochlaufen kann. Sie isst ein Stück Brot mit Wurst, die man nicht mehr essen dürfte, aber sie sieht es nicht, und es ist ihr egal.
Sie steht auf und schlurft mit ihren alten Pantoffeln in die Speisekammer. Der Ort, der nach Äpfeln duftet und wo der Limokasten auf die Enkel wartet. In ihrem Kühlschrank stehen Töpfe und den Elektroherd benutzt sie als Vorratsschrank. Manchmal ruft ihre Tochter oben bei ihrem Sohn an. Aber sie lässt lieber Briefe schreiben. Telefon und Fernsehen sind Teufelszeug. Mit ihrer dicken Lupe hat sie früher Frauenzeitschriften gelesen. Alle Königinnen und Prinzessinnen der Welt waren ihr bestens vertraut. Heute kann sie nicht mal mehr die Zeitung lesen.
Sie tastet sich am Küchentisch entlang. Geht vors Haus, ein paar Schritte. Im Dorf unten war sie schon lange nicht mehr. Den Berg runter, die Treppenstufen, das schafft sie nicht mehr. Sie schlurft zurück ins Haus, und holt Milch und Brot für die Katzen. Die füttert sie seit Jahr und Tag. *Minne, minne, minne* ruft sie. Manchmal kommen auch Igel und ihre Enkelkinder waren früher ganz aufgeregt, um sie nur ja nicht zu verpassen, wenn ihre kleinen Zungen die Milch schlapperten. Das alte Haferl hat sie immer noch. Viele Katzen kommen nicht mehr. Die Dorfstrasse ist ausgebaut. Den Weg aus der Schreinerei bis zu ihrem Haus überleben nicht viele. Aber sie füttert unermüdlich weiter.
Es wird kühl. Zeit den Ofen einzuschüren. Sie macht sich das Radio an. Lauscht dem Gottesdienst und hält ihre kleine schwarze Bibel in der Hand. Ja, an Gott glaubt sie. Sie glaubt fest daran, dass alles seinen Sinn hat.
*gewidmet meiner Oma Geiger, die heuer 100 Jahre alt geworden wäre, die mir ein Jahr vor ihrem Tod ihr ganzes Leid geklagt hat, es hat mich sehr traurig gemacht, aber wir wohnten zu weit weg um immer bei ihr zu sein*
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-30 11:49:41 mit dem Titel Abenteuer in Katania........ 1. Teil
Es war einmal ein grosser dunkler Wald, in dem lebten viele Tiere. Katania war ein Land der Friedlichkeit. Die Tiere ob gross oder klein, alle halfen sie sich untereinander. Es gab keinen Neid und keinen Hass und es war genügend Platz für alle. Der Wald war sehr tief und das Unterholz sehr dicht, so dass sie auch gut vor den Menschen geschützt waren. Nun war es aber kein normaler Wald, sowie wir Menschenkinder ihn kennen. Es war ein Wald in dem die Tiere sprachen wie die Menschen. Und auch so lebten. Sie hatten sich in den knorrigen alten Bäumen kleine Häuser gebaut und lebten so geschützt vor Wind und Wetter. Die kleinsten hatten sich ihre Stübchen in den alten Kastanien eingerichtet. Die Bäume gaben ihnen den Schutz um die kalten Winter gut zu überstehen.
Leise spiegelte sich das Morgenlicht in der kleinen Butzenscheibe. Man musste schon ganz genau hinsehen um zu erkennen, das dort unten in der Kastanie eine kleine Mäusewohnung war. Eine klitzekleine rote Holztüre konnte man sehen, wenn man sich ganz tief bückte. Und ein kleines Fensterchen. Es waren sogar Gardinen hinter der Scheibe zu erkennen. Alles war so winzig klein und man musste schon sehr genau hinschauen. Die alte Kastanie schien davon unberührt und ihre Blätter rauschten gemütlichen im leichten Wind. Sogar ein ganz winziger Kamin war zu sehen, aus dem es rauchte. Und der Wind trug die kleinen weissen Rauchwölkchen trudelnd mit sich fort.
Mäusemutter Molli machte gerade Frühstück für ihre Mäusekinder. Die Kleinen lagen noch in ihren Bettchen, die dicht neben dem Ofen standen. In einem alten Baum kann es im Winter ganz schön kalt werden, und Molli heizte ordentlich mit Gräsern ein. Auf dem Herd stand ein kleiner Topf in dem schon ein leckerer Brei duftend vor sich hinköchelte. "Guten Morgen, meine lieben Mäuschen", sang sie mehr, als dass sie es sagte. Ein leises Gähnen kam aus der Ecke, in der die Betten der Kinder standen. Und 8 kleine Mäusefüsschen trippelten durchs Häuschen und eilten sich an den Tisch zu kommen, wo schon die Schüsselchen mit dem Hirsebrei standen. Einen Löffel brauchten die beiden nicht und so schlürften sie direkt aus dem Napf. Anschliessend mussten sie sich die Zähnchen putzen und sich waschen. Holli und Trolli machten dabei allerlei Spässe und der Fussboden in der kleinen Hütte wurde ganz nass. Mutter Molli jedoch lachte nur, und scheuchte mit einer Handbewegung die beiden Kleinen raus zum Spielen. Nicht ohne sie vorher zu warnen. "Seid vorsichtig, wenn ihr an den Bach kommt. Das Wasser steht heuer hoch. Das Ufer ist aufgeweicht und rutschig, und ihr könntet leicht hinein fallen". "Ja, Mutter wir passen schon auf", riefen Holli und Trolli und rannten aus dem Baumhäuschen hinaus ins Tageslicht.
Die beiden kleinen Mäusegeschwister zogen sich ihre roten Gummistiefelchen an und huschten schnell aus der Türe hinaus. "Holli", rief Trolli "sollen wir an den Bach zum Spielen gehen"? "Nein, du weisst doch Mutter hat gesagt, das ist gefährlich, lass uns lieber auf die Blumenwiese gehen und dort spielen". Aber Trolli hatte schon den Weg genommen, der runter zum Bach führte. Hier war der Lieblingsspielplatz von den beiden, und meistens sassen sie am Ufer und warfen kleine Steinchen in den Bach. Legten sich ans bemooste Ufer und schauten dem plätschernden Bach zu, wie er seinen Weg ins Tal nahm. Heute was es ein regnerischer Tag und das Ufer war rutschig. "Trolli", sagte Holli mahnend, "denke dran, was Mutter gesagt hat". Aber ihr Bruder war schon flink die Uferböschung hinabgelaufen. Holli lief ihm hinter her, aber ein mulmiges Gefühl beschlich sie dabei. " Mutter würde schimpfen, wenn sie wüsste, dass sie nicht auf sie gehört hatten.
Wollt ihr wissen wie es weitergeht?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-30 11:52:13 mit dem Titel Abenteuer in Katania.... Teil 2
Bibi der Biber
"Psst" ertönte leise eine lispelnde Stimme. "Psst" wer hatte das gesagt? Holli drehte sich um und erschrak. Hinter ihr stand Bibi, der grosse Biber. Alle hatten ein wenig Furcht vor ihm. War er doch ein Eigenbrötler, der sich nicht so gerne unter die Tiere des Waldes mischte. Meistens war er allein am Bach und schwamm seine Runden. Oder er sass auf einem Baumstumpf im Wasser und sonnte sich. Er redete nicht mit den anderen und machte immer einen mürrischen Eindruck. Heute aber war alles anders. Holli spürte das, und sagte "Guten Tag, Bibi". "Was sind denn das für wunderschöne Blumen, die du in deiner Hand hälst"? Und Bibi errötete und sein braunes Fell leuchtete Rot. In seiner Hand hielt er einen wunderschönen gelben Blumenstrauss. "Holli"! Der Biber stand verlegen vor dem Mäusemädchen. "Ich habe mich verliebt und bin auf Brautschau....... . "Aber, ich traue mich nicht es ihr zu sagen". Holli lächelte und freute sich darüber, dass Bibi sich verliebt hatte. "Ja, Bibi, wie soll ich dir denn helfen? Und Bibi flüsterte immer noch errötet, "Kannst du vielleicht den Blumenstrauss meiner Liebsten geben, mit einem lieben Gruss von mir"? Holli nickte und nahm ihm den Blumenstrauss aus der Pfote. "Aber wem soll ich sie denn geben"? Es gab keine Biberfrau in Katania. Bibi wurde noch röter. "Ich, ich, habe mich in Wuffine verliebt". "Ups" sagte Holli nur. Wuffine war eine wunderschöne Hündin, die sich irgendwann einmal in den Wald verirrt hatte. Die Menschen waren nicht gut zu ihr gewesen und so blieb sie bei den Tieren im Wald.
Platsch, machte es da und liess Holli erschrecken. Trolli hatte sich doch zuweit ans Ufer gewagt und war mit einem grossen Schrei hineingefallen. "Zu Hilfe, zu Hilfe", schrie er aus Leibeskräften. Seine kleinen roten Gummistiefelchen waren schon voll Wasser gelaufen und er rutschte die Böschung immer weiter ab. Das Wasser stand ihm schon bis zum Hals. Holli fing bitterlich an zu weinen. Und Trolli schrie in Todesangst. "Bibi, so tu doch was", rief Holli. Und Bibi wartete nicht lange. Mit einem Sprung warf er sich ins Wasser und gerade noch zur rechten Zeit, hielt er Trolli an seinem kleinen Mäuseschwänzchen fest. "Trolli, halt dich fest" rief seine kleine Schwester. Aber Trolli hatte schon längst keine Kraft mehr. Also nahm Bibi ihn vorsichtig in seine Schnauze. Das sah schon bedrohlich aus, wie er Trolli zwischen seinen riesigen Biberzähnen hielt. Er brachte den kleinen Mäuserich sicher an Land und legte ihn ans Ufer auf die Wiese. Die kleinen Mäusepfötchen bewegte er vor und zurück und pumpte Trolli das Wasser aus dem Bäuchlein. "Gurgel, gurgel" machte es, als der Kleine die Augen aufschlug und mit einem riesigen Spuck das Wasser ausspuckte.
"Oh, was wird Mutter nur dazu sagen" sagte Trolli und machte riesige Augen vor Aufregung. "Du weisst doch, sie hat es uns verboten". Und wenn die Mäusemutter etwas verboten hat, dann konnte sie ganz streng werden, wenn man ihr Gebot nicht befolgt hatte. Trolli fing an zu weinen, ihm war schrecklich kalt. Seine kleinen roten Gummistiefelchen hatte der Bach fortgetragen und seine weissen Strümpfchen waren patschenass und ganz schmutzig. "Holli, ich trau mich nie mehr nach Hause", "Mutter wird ganz böse werden". Bibi stand daneben und sah von einem Mäuschen zum anderen. "Ich habe eine Idee", sagte er. "Ich gehe mit zu eurer Mutter" und versuche sie zu beruhigen. So gesagt, taten sie es auch. Und die beiden Mäusekinder und Bibi gingen gemeinsam den Weg zum Baumhäuschen. Mutter Molli wartete schon und man sah schon aus der Ferne ihre bunte Kittelschürze leuchten. "Guten Tag, Frau Maus" sagte der Biber freundlich und deutete eine Verbeugung an. Vor lauter Schrecken darüber, dass Bibi redete, vergass Mutter Molli beinahe zu schimpfen. Aber dann nahm sie ihren Kleinen in die Arme und war froh, dass nichts Schlimmeres passiert war.
Möchtet ihr die Fortsetzung lesen?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-02 08:38:19 mit dem Titel Kreuzberger Allerlei........
Iss doch mal was vernünftiges.........
Es soll ja Menschen geben, die ihre Nahrung bevorzugt aus Tüten, Kartons, und Plastikfolien zu sich nehmen. Na, wenigstens essen sie die Verpackung nicht mit. Ansonsten dreht sich aber das Kochherzchen der September ein wenig bei dem Gedanken um. Es kann doch auch für einen Single oder Faulkopp nicht so schwer sein, sich ein vitamin- und eiweissreiches Essen zu kochen.
Nicht weit gefehlt haben die, die jetzt an meinen Göttergatten in spe denken. Da höre ich mir schon mal so fantasievolle Dinge an, wie Ragout fin aus der Dose, HähnchenmatschmitSpargel aus der Folie, und Nudeln mit Käse aus der Tüte. Ja, ich bin ernsthaft froh, dass er die Tüte nicht auch noch mitisst. Mir ist schon klar, dass er unter Zeitmangel leidet, ein bemitleidenswerter Singlemensch ist und meint die Gerste in seiner Bierdose wäre ausreichend als Kalorien- und Vitaminzufuhr.
Aber alles in Massen mein lieber Mann. Erst muss mal was auf den Tisch. Etwas essbares, vernünftiges und nicht son Fertigdriet.
Also habe ich mir heute mal so überlegt, welches Gericht denn so jeder Torfkopp kochen könnte. Nee, nee, keine Anspielung. War bloss son Gedanke. Lecker, preiswert, gesund und selbst der Unbegabteste hat eine Chance es zu kochen.
Also mein Männe, lege dich ganz entspannt zurück und höre, was deine Frau dir gekocht hat........
Und weil ich alles mal vier nehmen muss, hier das Singlerezept, die anderen bitte mal vier oder fünf, oder wie auch immer.
200 g Gehacktes (Bitte stell dich nicht ganz so dumm an, das kriegst du beim Türken, ist auch in der Tüte, sagt er jetzt?)
1 Zucchini (Das sind die grünen Dinger, die aussehen wie Gurke, aber keine Gurke sind, und die da son Knurzel haben, wo die Gurke keinen hat)
1 Zwiebel
1 rote Paprika
1/2 Teelöffel Salz
1 Prise Pfeffer
1 Teelöffel Paprika
1 Prise Basilikum
1 Prise Oregano
kein Samba Olek, weil sonst kannst du auch gleich wieder was aus der Tüte essen.
Das Gehackte scharf anbraten, schaaaaaarf, aber nicht zu scharf, es soll ja nicht verbrennen.
Das Gemüse nach Bedarf waschen und grob zerkleinern. Das, da bin ich mir sicher, kann auch mein Männe.
Jetzt alles in den Topf werfen. Schwups. In! Habe ich gesagt, na gut, fege es von der Herdplatte und versuche es noch einmal. Jetzt die Gewürze drüber und umrühren. Mach mal den Deckel drauf und geh dir eine Zigarette rauchen. Stell vorher die Platte auf 1.
Anschliessend füllst du mit ca. 2 mm Wasser das Essen auf. Und jetzt machst du deine Bierdose auf und deckst den Tisch. Wenn du damit fertig bist, ist auch dein Essen fertig. Nocheinmal umrühren und ab auf den Teller. Ich hoffe, er hat Teller.
Dazu passt für geordnete Menschen ein leckerer trockener Rotwein, für weniger geordnete tut es auch ne Dose Bier.
Ein Ghiabattabrot dazu oder Fladenbrot, da wird es ja wohl in Kreuzberg eh nichts anderes geben.
Jetzt braucht mein Gericht noch einen Namen. Hmmmm, Kreuzberger Allerlei:))))) a la September.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-04 19:14:01 mit dem Titel Tagebuch eines kleinen Mauerseglers.........
*Schlag doch einfach mit dem Stock drauf* .......... ziemlich erschöpft von meiner ersten Flugstunde sass ich am Boden und mein kleines Herz schlug ganz schnell ob der Anstrengung. Meine Mutter war nur unweit von mir und fiepte zurück. Sie behütete mich wie ihren Augapfel....... aber auch sie hatte Angst vor den drohenden Worten. Unsanft rüttelte mich ein etwas. Einer den sie *Hau doch drauf* nannten, piekste mich mit einem Stock. Immer und immer wieder. Wegfliegen konnte ich noch nicht und schnell weglaufen war mir auch nicht möglich. *Den tritt ich mal mit dem Schuh* vielleicht ist er schon tot. Und wieder bekam ich einen Stoss in die Flanken. Stundenlang sollte das Martyrium dauern. Abwechselnd einer nach dem anderen quälten sie mich. Dabei lachten sie und ich hielt mich ganz geduckt und stellte mich tot.
Die dicken grünen Tiere, die ich schon seit Tagen mit mir herumtrug, krabbelten mir über die Augen und sassen in meinem Nacken, verkrochen sich geschickt in meinem Gefieder. *Bah, der verwest ja schon* sagten sie und pieksten mich weiter. Ein kleiner Junge, den sie *lass das sein* nannten, wollte mich auch mit einem Stöckchen umdrehen und sehen was mit mir los sein. Meine Mutter weinte dicke Tränen und sass hilflos nur einige Meter von mir entfernt. *Adrian* hiess ein grosser Junge, der den kleineren wegzog und als einziger Mitleid mit mir zeigte. Auch er dachte, ich würde sterben und riss den Kleineren von mir fort.
*Was soll das* schrie da auf einmal eine Frau und kam mit einer riesigen Hand auf mich zu. Sie nahm mich sanft und setzte mich in eine Tasche. Es rüttelte und schüttelte ganz gewaltig und die Stunden der Qual waren vorbei. Laut pochte mein kleines Herz und ich fürchtete mich so. Dann setzte sie mich in einen Karton. Ein funkelndes Teil fing an in meinem Gefieder rumzusuchen und entfernte die drei riesigen Käfer. *Keine Zecken* rief sie und schleuderte sie weit weg von mir. *Patsch*, hatte ich einen dicken Wassertropfen am Schnabel. Rein instinktiv fuhr ich meine kleine Zunge aus und leckte mir den Tropfen ins Maul. Und noch einen und noch einen. Was für eine Wohltat, nach Stunden der Erschöpfung.
*Würmer* *Alles Würmer suchen, was Beine hat* rief die Frau und eine Horde Kinder lief mit Löffeln und Gläsern tösend durch das Haus. Nur wenige Minuten später hielt man mir einen Regenwurm vor die Nase. Völlig ausgehungert sperrte ich so gut wie es ging meinen Schnabel auf. *Geht nicht* rief die Stimme erneut. *Wir brauchen Asseln* und wieder liefen alle aufgeregt und suchten nach Essen für mich. *PiePie* rief ein kleines Mädchen und brachte mir der weltenbester Kellerasseln. Diese graugepanzerten Vielfussschweinchen *PiepPiepPiep*. Ganz weit auf den Schnabel und genussvoll auf der Zunge zergehen lassen.
Alles juckte mich und es kriebelte und krabbelte überall. *Was soll das* gab mir noch jede Menge zu trinken und setzte mich dann in den Karton zurück. Völlig ermattet schlief ich sofort ein............. .
Eine lange Nacht habe ich hinter mir. Ganz einsam sitze ich in meinem neuen Gefängnis. Schon früh am Morgen habe ich meine Augen aufgemacht und versuche im Dickicht der Dunkelheit etwas zu erkennen. Irgendetwas was mir bekannt vorkommt. Nichts, es ist wie eine neue Welt. *Was soll das* hebt mich schon ganz früh auf und nimmt mich in die Hand. Dann werde ich gefüttert. Aber ich habe keinen Hunger. Mir ist alles so fremd und ich schliesse meine beiden kleinen Äuglein wieder zu. Die Kellerasseln verschmähe ich und den mir vorgehaltenen Wurm auch. *Er frisst nichts* und ein paar Wassertropfen werden mir energisch an den Schnabel gesetzt. Zart streichelt sie mein Gefieder und versucht mein Piepen nachzumachen. Ich denke, da wird sie aber noch üben müssen. Meine Sprache ist das nicht. Ich schliesse beide Augen und lasse mich an ihrer Brust nieder. Ihre Hand hält sie schützend über mich. Die ist schön warm. Ich schlafe sofort wieder ein und bin furchtbar traurig.
*Was soll das* sagt, sie würde jetzt den Tierarzt anrufen. Anscheinend tut sie das auch und sie redet von Milbenspray, Fettfutter und Mehlwürmern. Ach, ich habe gar keinen Appetit, möchte nur weiter schlafen. Fühle mich wohl so in ihrer Hand und mache erst mal ein Häufchen auf sie drauf. Noch ein zweimal lasse ich die Prozedur des Fütterns über mich ergehen und verweigere bis auf das Wasser, alles was man mir anbietet. Vorsichtig geht es wieder in das Gefängnis und dann höre ich erstmal eine ganz lange Zeit nichts. Alles um mich herum ist stille und ich verfalle in eine Art Dämmerschlaf. Träume von meiner Mutter und meinen Geschwistern. Bewege meine Flügel und schwebe durch die Lüfte.
Es scheinen Ewigkeiten vergangen zu sein, schreckhaft wache ich auf. *Was soll das* nimmt mich und setzt mich auf einen Tisch. Eine Spritze mit Ameiseniiiiihigittigittbrei wird mir ums Maul geschmiert. Kleine Krümelchen davon lecke ich mit meiner Zunge vom Schnabel. Aber weit aufmachen will ich ihn nicht. Das schmeckt nicht so, wie ich es gewohnt bin. Und ausser ein bisschen Wasser nehme ich auch diesmal nichts an. Sie ist aufgeregt, das kann ich spüren. Obwohl sie ganz leise mit mir redet, fühle ich wie ihre Hand zittert. Feste an die Stäbe gepresst, sitze ich im Käfig. Dann kommt eine dunkle Stimme auf mich zu. Ich werde genau angeschaut. Das Fiederkleid untersucht und die Flügel gespreizt. Die Flugröhrchen kann man noch gut sehen, das heisst ich bin noch nicht flugfähig. Und dann wird es furchtbar nass. Mein Schnabel wird zugehalten und die Augen auch. Es zischt und alle meine Federn werden nass. *Milbenspray* sagen sie dazu und nass wie ich bin, fange ich furchtbar an zu zittern. Auf meinem neuen Lieblingsplatz drücke ich mich ganz fest an sie und lasse mich wärmen. Manchmal schaukelt es, wenn sie dabei durch die Wohnung läuft.
Noch einige Male an diesem Tag versucht man mich zu füttern, aber es will nicht gelingen.
Die Nacht senkt sich nieder und ich schlafe ein.....................
*PiepPiepPiep*.......... schon ganz früh am Morgen fange ich mein *Gibmirendlichwaszuessen* Lied an. *Was soll das* ist noch im Nachthemd und sieht noch ganz müde aus. Schlurfend kommt sie ins Zimmer und öffnet meinen Käfig. Aber jetzt wird sie staunen. Ich habe mir überlegt sie zu meiner Mutter zu machen. Naja, was solls, Hauptsache ich kriege endlich was zu futtern. Ich reisse meinen Schnabel so weit auf wie es geht. Da staunt sie aber nicht schlecht. Sie versucht mir die Krümel in den Schnabel zu schieben. *Patsch* das geht alles fein daneben. Für eine richtige Vogelmutter muss sie aber noch ganz viel üben. Und *schnapp* schlucke ich ihren halben Zeigefinger und schmatze genüsslich daran. Ich sauge mir das Futter in den Schlund und benutze sie wie einen Nuckel. *Huch*, da hat sie sich aber erstmal erschreckt.
*Wie süss* *wie niedlich* *och, nee* *uiiiiihuiiiihuiiih*. *Was soll das* ist völlig aus dem Häuschen und säuselt vor sich hin. Das ist in der Tat eine Überraschung. *Mampf* und das schmeckt, das ist so lecker. Mehr davon *meeeeeeeeeeeehr*. Der Nachschub ist unermesslich reich und ich futtere mir so ganz genüsslich den Bauch voll. Oh, wie gut das tut. Anschliessend rubbelt sie mir recht energisch den Schnabel ab. Und faselt was von Hygiene und Sauberkeit. Schwups, werde ich umgedreht und auch mein Allerwertester wird einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Nee, neee, da ist alles sauber. Wasser gibt sie mir keins mehr, davon kriege ich nämlich nur Dünnflitsch. Und in dem Ameiseniiiiihigittigitt ist genügend Wasser drin. Zum Glück quält sie mich nicht mehr mit den widerlichen Mehlwürmern. Und ich brauche auch keine Kellerasseln mehr futtern. Frauchen hat sich nämlich schlau gemacht, die sind garnicht gut für mich. Da ist zuviel Chitin drin. Hat der nette Mann von der Mauersegel E.V. gesagt. Und auf den hört sie jetzt immer. Das erzählt sie mir so alles nebenbei während der Reinigungsaktion.
*Gääääääähn* was bin ich müde. Ob ich nochmal bei ihr am Busen schlafen darf, das ist ja sooo gemütlich. Ja, ich darf und eine gute Stunde mache ich ein feines Nickerchen. Eine Stunde genau und ich reisse meinen Schnabel weit auf und nuckel energisch an ihrer Hand. Endlich haben wir eine gemeinsame Sprache gefunden. Und sobald ich nuckel oder etwas heftiger piepser wird mir das Futter gereicht. Ich halte sie ganz schön auf Trab, aber ihre Tochter hilft so gut sie kann. Füttern, wärmen, saubermachen. Im Stundentakt werde ich so verwöhnt.
Wenn es mir so richtig gut geht und das Futter in meinem Kropf gelandet ist, dann mache ich jetzt immer ein feines Häufchen. Bevorzugt direkt auf *Was soll das*. Sie trägt ständig andere T-Shirts. Mal hellblau, schwarz, blau oder grün, aber ich erkenne sie auch so. Piepen kann sie ja leider nicht, aber dafür gluckert sie mit mir. Ob sie denkt ich wäre eine Ente oder ein Huhn. Na, egal, wenn es ihr Freude macht, dann ist das schön.
Ich werde jetzt noch einige Zeit bei ihr bleiben. Hoffentlich vertrage ich das Futter auch wirklich. Normalerweise soll ich Heimchen fressen, aber die gabs im Tierladen nicht. Dann ess ich eben Ameisen, Gammarus, und andere Insektenlarven. *PiepPiepPiep* Zeit für die nächste Fütterung................
Jetzt werde ich den kleinen Kerl erstmal grossziehen. Ich hoffe, dass alles gut geht. Anschliessend werden wir im Garten fliegen lassen. Wie stand es doch auf einer Website sinngemäss. *Die grösste Freude die du deinem kleinen Freund machen kannst, ist ihn in die Freiheit fliegen zu lassen. Ich hoffe, wir schaffen es bis dahin und dann werden wir ihm die Freiheit geben. Auch wenn da so manche Träne laufen wird..................
Wie sagte sie noch, es kommt nur noch ein Teil. Dabei brennt es ihr doch in den Fingern. Sie schweben über der Tastatur, wenn sie nicht grade ihren kleinen Piep auf dem Arm hat bzw. am Busen. Das ist ein mächtig grosser Busen und da kann man sich so richtig schön hineinkuscheln. Es ist schön warm da. Eigentlich sieht sie ja immer bekleckert aus. Von morgens bis abends klebe ich an ihr, auf ihr und bespucke sie. Mache klitzekleine fladenähnliche Haufen und mein Pipi auf sie drauf. Ach, die scheint ja echt nicht zimperlich zu sein. Läuft rum wie ne Bauernmagd kurz vom Melken und schlampert mit ihren alten T-Shirts rum. Auf einigen steht ja Hitwin drauf, das sag ich jetzt nur mal so. Weil ich kann ja garnicht lesen:))))))).
Mittlerweile haben *Was soll das* und ihr *Hallo* jede Menge Internetseiten durchwühlt. Die Mauersegler E.V. hat sich meiner Sache ganz herzlich angenomen und Herr und Frau Mauersegler schreiben ihr jetzt ganz wichtige Mails. Da werde ich zum x-ten Male gewogen, falsch abgelesen, bei 17 g für fast tot erklärt. Setz doch dieses Ding mit den Gläsern auf. Ich wiege 27 g und jeden Tag wird es ein halbes Gramm mehr.
Die Frau matscht allerlei Sachen für mich zusammen. Tatar mit Futtermischung und Zuckerwasser. Alles genau nach Vorschrift, nach Mauersegler Vorschrift. Die Mehlwürmer aus dem Zooladen hätten mein Tod sein können, bohren die sich ja von innen nach aussen und hätten mich bei lebendigem Leib zerstört. Puuuh, ich bin froh, dass mein Instinkt noch halbwegs funktioniert hat. Son *Iggggittttbewegtsichdas* wollte ich auch nicht haben. Sah schon lustig aus, wie sie mir das vor den Schnabel hielt. Tapfer! Ist schon komisch, aber wenn sie mir meine Delikatessen mischt, dann guckt sie etwas verzweifelt. Das klebt nämlich bevorzugt unter ihren Fingernägeln. Ach lecker, die Ameisenpuppen die sich dann wieder hervorpult mit einem Ausdruck des Ekels. Irgendwie hat sie wohl einen anderen Geschmack wie ich. Auf jeden Fall habe ich noch nie gesehen, dass sie auch was von meiner Paste frisst.
Samstag war dann ein ganz trauriger Tag. Ich hatte nämlich überhaupt keinen Hunger mehr. *Was soll das* wedelte stundenlang mit meinem Futter vor meinem Schnabel hin und her. Ingesamt habe ich wohl so 10 Stunden bei ihr am Busen geruht. Ein nasses Salz rann ihr T-Shirt hinunter und sie sage ganz komische Dinge zu mir. *Gleich hast du es geschaffst* und *Schlaf schön ein mein Kleiner*. *Der bleibt solange auf mir liegen, bis er es geschafft hat*. Ja, aber was sollte ich denn bloss schaffen? Meine Atmung wurde schneller und mein krankes Auge war ganz geschwollen. Ich schlief mich erstmal ordentlich bei ihr aus. Anschliessend nahm ich einen dicken Brocken Futter, der mir im Schlund hängen blieb. Fassungslos riss ich den Schnabel auf und versuchte weiter zu atmen. Aber *Was soll das* hat ja die Ruhe weg. Mit einem Ding, welches sie Zahnstocher nannte pörkelte sie mir im Schlund rum. *Soll ich ich es bloss reinschieben oder rausholen*, sie schien sich für Rausholen entschieden zu haben. Bröckchenweise holte sie mir alles wieder raus, einmal runterschlucken und mein Schnabel ging wieder zu. Puuuuuh, erstmal tief Luft holen.
Den ganzen Tag quälte ich mich rum und war mehr tot als lebendig. *Flatsch*, landete mein Hinterteil in einem riesigen roten Napf. Kaltes Wasser an meinen Füssen und meine Schwingen wirbelten hoffnungslos im Nass. Grausames Nass, was hatte sie bloss mit mir getan. Das war auch noch ein Hundenapf, dass konnte ich riechen. Roch das doch nach diesem strubbeligen Teil, der immer mit seiner riesigen dicken schwarzen Nase und seinen Knopfaugen in meinen Käfig reinlugt. *Hechel, hechel* mehr kann dieser Dummkopf nicht sagen. Ich sprang mit allerletzter Kraft aus dem Gefäss und...................... was hatte ich aufeinmal für einen Riesenappetit.
Mehr, mehr, mehr...... schrie ich sie an. Endlich hatte sie begriffen, was ich wollte. Mir war genauso heiss gewesen wie ihr. Und vorm Füttern flösste sie mir jetzt erstmal Wasser ein. Das Futter hatte sie viel mehr mit Wasser verdünnt, und aaaaaaaah, flutschte das fein den Kropf hinunter.
*Piep, piep, piep* Hör endlich mit Schreiben auf, ich habe Hunger.
Ja, ja, ja ich komme ja schon. Matsche anrühren und den Kleinen vollstopfen wie eine Gans. :)))))))))
Der Hund Felix und sein gepaltenes Verhältnis zu Mauerseglern....... ich muss meine Knopfnase rümpfen. Dieser Gestank breitet sich in mir aus, schlägt mir auf die innersten Magenwände. Er piiiiiiiiieeeeeept den ganzen Tag und reizt meine Magensäfte. Immer wenn Frauchen mal nicht in der Küche ist, dann giere ich mit meinen Blicken in seinen Käfig hinein. Wusstet ihr, wieviel und wie oft so ein kleiner schwarzer Käfer essen muss. Mein Frauchen stand anfangs stundenlang in der Küche rum und rührte seltsame Mixturen an. Voll Ekel anfangs noch schüttelte sie sich und pulte sich stundenlang die Viecher wieder unter den Nägeln vor.
Ja, und dann war Babysitten angesagt. Stundenlang sass dieses Teil auf meinem Frauchen und .......ppsstt *kackte* sie auch noch voll. Wisst ihr wie empfindlich so eine kleine Hundenase darauf reagiert. Aber das schwarze Teil da, das hätte ich doch zu gerne mal zum Spielen gekriegt. Sieht aus wie ein Federwuschel und wenn es satt ist, dann kriecht es bei Frauchen in den Nacken und schläft da. Ppppph, das will ich nicht.
Ich mache mein herzlichstes unverfänglichstes Gesicht und lege ihr treu meine Pfote auf ihr Bein. Halbseits mehr hängend wie liegend, kuschel ich mich an Frauchen ran. Vielleicht kann ich ja so den Stinker erreichen. *Mein Schätzchen* bist du eifersüchtig, brauchst du doch nicht, bist doch mein Liebster und zack wendet sie sich von mir ab und füttert den Stinker. Was hat der bloss, was ich nicht hab, nur weil der so klein ist, braucht man ja auch nicht so ein Theater machen.
Meine arme Nase, lange halte ich das nicht mehr aus. Und jetzt wird der auch noch gebadet, in meinem Futternapf. Jawoooohl, in meinem schönen roten Napf. *Geh raus da* möchte ich sagen, aber ich belle wie blöde und sie versteht mich nicht. Sie versteht mich überhaupt nicht mehr. Ich mache mein dümmstes Gesicht und schlecke ihr die Ameiseniiiiiihigittigiittttpaste von den Fingern. Jetzt lacht sie. Ja, toll. Wenn du wüsstest, dass ich das nur aus Berechung mache. Vorbei die Zeiten, als man mich morgens mit einem Leberwurstbrot weckte. *PiepPiepPiep* kriegt ja schon um sieben seinen Schlabberbrei um die Ohren und den Schnabel geschmiert.
*Grmmmmpf* wird Zeit, dass mein Spider wiederkommt. Da gibt es wenigstens was Anständiges zwischen die Zähne. Schnitzel, ja das ist was für richtige Männer wie uns...............
Der Mauersegler hat 10 gramm zugenommen und es trennen ihn nur noch 8 gramm von der Freiheit:))))))))))))))))
Mein lieber kleiner Piep.........
genau 10 Minuten ist es her, seit ich dir die Freiheit gegeben habe. Ich bin völlig aufgelöst, mache mich schreckliche Sorgen um dich. Dicke Tränen rollen mir übers Gesicht................ .
Kaum hattest du die Freiheit gesehen, fingst du auf meiner Schulter wie wild an mit deinen wunderschönen Schwingen zu schlagen. Ach mein kleiner Piep, ich hoffe du schaffst es. Flieg nach Afrika und komm zurück.
Ich habe so Angst, dass du mir verhungerst, den langen Weg nicht schaffst..... , glaub mir mein kleiner Freund, ich hätte dich so gerne hier behalten, aber das wäre kein Leben für dich gewesen.
Keine 2 Minuten hat der Abschied gedauert............ , ich werde mir das Bild ganz tief drin irgendwo in meinem Herzen eingraben. Wie du den ersten Flugversuch machtest und sanft im Gras landetest. Ganz aufgeregt warst du und hattest mich im gleichen Moment vergessen. Der dritte Versuch und du startetest wie ein Gleitflieger, der noch nie irgendetwas anderes getan hat wie *Segeln*.
Mein lieber kleiner Piep. Ich denke es war richtig so. Auch wenn ich jetzt die bittersten Tränen weine. Heute morgen schon wolltest du nicht mehr fressen, und ich wusste es ist Zeit.
Schau mal, und ich werde immer an dich denken, wie du deinen kleinen Schnabel ganz weit aufgerissen hast und genuckelt wie ein Baby. Ja, zum Schluss warst du ein Vielfrass. Hast gefressen wie ein Ferkelchen, konnte garnicht schnell genug gehen mit dem Nachschub.
Ich werde dich ganz dolle vermissen mein Kleiner..........
Hab schwindelnde Höhen gesehen,
bin trudelnd durch die Dämmerung,
vorbei die Zeit der Kinderstube,
ich bin ein Geschöpf des Himmels.
Breite meine Schwingen aus.......... ,
sieh nur wie ich fliegen kann,
erreiche fast Sonne und Mond,
bin frei und entschwinde federleicht.
Mein Leben ist die Freiheit,
sieh nur wie ich mich entfalte,
entschwebe und eile hinfort,
der Aufwind nimmt mich mit.
Thermische Winde.............,
treiben mich höher und höher,
dem Schönsten der Welt entgegen,
der Freiheit der gefiederten Wesen.
*Und nun weine nicht mehr um mich*
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-10 08:23:34 mit dem Titel Louise..............
Freitag
Es ist Freitag. Freitagnachmittag. Müde setzt sich Louise an den Küchentisch. Der steht voll mit den Sachen, die sie gerade eingekauft hat. Überall stehen noch Taschen mit Lebensmitteln herum. Jetzt gönnt sie sich erst mal eine Tasse Kaffee. Träge begutachtet sie ihre Einkäufe. Nur das Nötigste für eine Woche und trotzdem wird es nicht reichen. 85, 38 Euro hat sie im Geschäft dafür bezahlt. Nur die wichtigsten Dinge sind es. 1 Palette Milch, Cornflakes, Brot und Wurst, frisches Obst und Gemüse. Bei drei Kindern summiert sich das und macht einen riesigen Berg, der aber ziemlich schnell wieder kleiner werden wird. Müde seufzt Louise und rührt gedankenverloren in ihrer Kaffeetasse.
Es ist Freitagnachmittag und es wird bald Abend werden. Sie muss noch die Wäsche aus dem Keller holen und das Abendbrot für die Kinder vorbereiten. Der Kleine kommt in die Küche und nölt solange herum bis Louise ihm die Süssigkeiten gibt. Manchmal hat sie das Gefühl, sie würde es nie schaffen, sie alle satt zu kriegen. Da sind ja auch noch die anderen Dinge, die sie brauchen. Kleidung, Schulsachen, Geld fürs Schwimmbad, eine Fahrkarte und irgendwie reicht das Geld immer nur so knapp über den Monat. Aber sie schafft es immer wieder ein Schnäppchen mit nach Hause zu bringen. Dafür hat sie ein Näschen und diesmal war es eine Leggings für die Kleine.
Louise sitzt allein am Tisch, rührt immer noch gedankenverloren in ihrer Kaffeetasse und lässt sich in die Vergangenheit fallen. Ein langes Jahr ist es jetzt her, seitdem ihr Mann sie verlassen hat. Mit drei Kindern von heute auf morgen allein. Anfangs dachte sie es nie zu schaffen, aber sie hat alles gemeistert. Die Kinder, Haushalt, Erziehung und das alltägliche Leben alles obliegt ihr und die Verantwortung gänzlich allein zu tragen ist eine gewaltige Herausforderung für sie gewesen. Geschafft hat sie es, aber manchmal ist sie immer noch wie erdrückt von den kleinen Alltäglichkeiten. Drei Kinder sind eine Aufgabe, die normalerweise Vater und Mutter tragen sollten. Und manchmal weint sie und wünscht sich weit fort. Wenn sich dann so ein kleiner Wuschelkopf zärtlich an ihren Busen schmiegt, dann vergisst sie die Sorgen, lächelt wieder und schöpft Kraft.
Eigentlich ist alles besser seitdem sie allein die Kinder grosszieht. Genügend Geld ist da. Den Kindern mangelt es nicht und sie haben mehr zum Leben wie vorher. Louise kümmert sich gut und verzichtet auf vieles, erfüllt gerne mal einen Kinderwunsch, der geht für sie meistens vor. Keine Bierkästen mehr unter dem Tisch, der Kühlschrank ist jetzt immer gut bestückt und sie könnte zufrieden sein. Wenn da nur nicht diese unendliche Traurigkeit wäre. Sie kann sie nicht wegschieben. Sie kommt und geht wann sie will. Setzt sich auf ihr Gemüt und macht sie traurig. Einsam ist Louise. Und manchmal wünscht sie sich jemand, mit dem sie die kleinen Alltäglichkeiten des Lebens teilen könnte.
In ihrer Hand hält sie einen Brief von ihrem Mann. Nette Worte stehen darin, wie geht es den Kindern, was macht ihr am Wochenende, Belanglosigkeiten die sich auf ihre Seele setzen wie ein Stein. Allein, ja so sitzt sie da und versteht die Worte nicht. Er geht mit Leichtigkeit durchs Leben und erfreut sich des neuen Lebens. Sicher er vermisst seine Kinder sehr, aber Louise vermisst er auch. Ein neues freies Leben lässt er ihr nicht. Spürt er doch unterschwellig, dass er sie vielleicht doch noch mal irgendwann brauchen wird? Müde legt Louise ihren Kopf auf ihre verschränkten Arme. Wünscht sich den Abend und die Nacht herbei. Um endlich ganz allein dick unter ihre Decke gekuschelt Frieden zu finden. Eine Träne läuft ihr übers Gesicht. Verstohlen wischt sie sie weg. Das Abendessen, es ist Zeit fürs Abendessen.........
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-11 13:42:12 mit dem Titel Alle lieben Felix........
Alles redet nur noch von Felix. Dabei bin ich doch der eigentliche Herrscher der Wohnung. Bis vor einem Jahr war ich ja noch Frauchens Liebling, bis dieser kleine stinkende Wollknäuel hier einzog. Nix war da mehr mit meinem Lieblingsschlafplatz bei ihr. Der schmutzige kleine Hund besetzte ihr Bett. Iiiiiiih, der wäscht sich nicht mal. Das muss Frauchen für ihn machen. Ab und an setzt sie ihn in die Wanne und schäumt ihn von oben bis unten ein. Das geschieht ihm nur recht, warum putzt er sich auch nicht selber. Ständig hat er eine Fettschnauze und die Haare troddeln sich um sein Kinn. Sowas von unselbstständig, das gibt es bei uns Katzen nicht. Wir lernen schon von klein auf uns selber sauber zu halten. Aber der Felix lässt sich verwöhnen wie ein kleines Baby.
Und Manieren hat der Hund, das ist wirklich unappetitlich. Der zieht seine Hundeknochen und Schweineohren durch die ganze Wohnung. Und Frauchen findet das auch noch lustig, wie er denn stundenlang auf so einem fettigen Schweinohr rumknautscht. Igiiiiittt, kann ich da nur sagen, ich fresse immer ordentlich an meinem Futterplatz, aber der saut alles voll. Ständig fällt ihm was daneben, und wenn er trinkt ist nachher alles nass. Warum schimpft das Frauchen dann nicht mit ihm? Aha, ist ja wohl doch Mamas Liebling. Manchmal bin ich ganz schön eifersüchtig. Ist ja auch kaum noch Platz auf Frauchens Schoss. Ständig ist der sabbernde Kerl da und beleckt sie von oben bis unten. Wenn der wüsste, wie weh mir das in meiner Nase tut. Hundeduft *überall*.
Von Anfang an war ich ständig bemüht dem fettigen kleinen Kerl aus dem Weg zu gehen. Meinen Lieblingsschlafplatz bei Frauchen trat ich freiwillig ab, mit diesem Duft in der Nase kann keine Katze friedlich schlafen. Und so distanzierte ich mich monatelang von Frauchen und ihm. Feind will ich ihn nicht nennen, schliesslich ist der ja so dusselig, da habe ich sowieso die Überhand. Was mich aber dann doch fast zum Wahnsinn trieb, war seine grosse Liebe zu mir. Ständig läuft er hinter mir her. Versucht mir mit seiner langen ekligen Zunge die Ohren auszulutschen und schnuppert andauernd an meinem Hinterteil. Das ist ja so widerlich.
Frauchen hat mich dann oft gestreichelt. Und zu mir gesagt, ich soll lieb sein. Und dass sie mich ja auch so lieb hat, und ich wäre als erster da gewesen, und ich solle mir keine Sorgen machen. Mache ich auch nicht, weiss ich doch, dass ich ihre heimliche grosse Tierliebe bin. Manchmal macht sie in der Küche die Türe zu und gibt mir heimlich etwas Leckeres, bevor der verrückte Hund kommt, und mir wieder alles wegfrisst. Also, Napfmanieren hat der wirklich keine. Oder kann mir mal einer sagen, warum der das Hähnchenfleisch immer erst über Frauchens Teppich ziehen muss?
Das Schlimmste aber ist, wenn Frauchen mal nicht da ist. Da geht ein Geheule los, das hält die taubste Katze nicht aus. So ein bis drei Stunden zieht er das Geschrei gnadenlos durch. Sitzt dümmlich vor der Türe und jault was das Zeug hält. Ja, meint der denn ich wär gehörlos? Und dann soll ich auch noch Ersatzmama spielen. Gnadenlos legt er sich dann zu mir und weint mir die Ohren voll. Na gut, tue ich mal ganz freundlich, damit der endlich damit aufhört. Wenn der nur nicht so stinken würde. Das tut meiner Nase so weh. Das ist ein Duft unbeschreiblich widerlich. Und dann setzen wir uns gemeinsam vor die Türe und warten auf Frauchen.
Und wenn die dann wieder nach Hause kommt, dann macht der einen Freudentanz, also darauf bin ich schon neidisch. Sowas schönes können Katzen nicht. Der dreht sich im Kreis und hüpft und springt an ihr hoch. Und dann leckt er sie von oben bis unten ab. Jetzt stinkt Frauchen genauso wie er. Aber meistens hat sie was Leckeres dann mitgebracht. Für uns beide, bzw. für uns alle drei. Ich habe ja auch noch eine Schwester, die Marie, aber die ist ja sowas von introvertiert, die sieht man kaum.
Gestern habe ich ihm mal wieder so richtig eine über sein fettiges Maul gezogen. Natürlich heimlich, damit das Frauchen das nicht sieht. Hihihihi, da hat der aber gejault und ist gleich jammernd zu ihr hin. Die wusste ja aber auch nicht, was er hat. Und hat ihn erstmal getröstet und ein Leckerchen gegeben. Wieso kriegt der ne Extrabelohnung, wenn er mich so geärgert hat? Verstehe mal einer die Frauchens. Vielleicht sollte ich mir auch mal das Jammern angewöhnen. Wenn Frauchen das so toll findet.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-11 17:00:59 mit dem Titel Alle lieben Felix.......
oder warum Frauchen nix mehr zu sagen hat.............
Es gibt Menschen, die ihn Senfhund nennen. Na, ihm ist es egal;)). Mein Felix ist ein Mischling, den ich vor genau einem Jahr gekauft habe. Die kleineren Mischlingshunde sind auch im Tierheim nur schwer zu bekommen, also mußten wir den Weg über die Tagesanzeigen gehen. Felix ist ein Yorkshire-Pudel-Bisonfrisee Mischling.
Vor einem dreiviertel Jahr haben wir den Kleinen bei seiner Familie abgeholt. Meinem Sohn fiel er sofort auf, legte er sich doch gleich zu seinen Füßen. Eigentlich wollte ich lieber ein Weibchen, aber Felix, damals hieß er noch Rocky, hatte das Rennen bereits gemacht. Immerhin stolze 350 DM sollte er kosten, aber wir haben ihn auf 280 DM runtergehandelt. Einschließlich der Taxifahrt im Berufsverkehr sollte uns dieser Tag 380 DM kosten.
Gleich auf dem Nachhauseweg erbrach sich das kleine zitternde Bündel auf meinem Schoß und das kostete dann auch noch mal ein paar Mark Reinigungskosten fürs Taxi. Aber keiner war ihm böse, war er doch so mitleiderregend, wie er jammerte und fiepte. Leise auf ihn einredend, sein kleines Wuschelfellchen streichelnd, hatte er bereits da mein Herz genau in die Mitte getroffen.
Oje, er wollte nicht fressen und nicht trinken. Mühselig flößte ich ihm tagelang mit dem Zeigefinger Wasser ein und ab und an nahm er ein paar Bröckchen Futter aus meiner Hand. Obwohl er da schon 8 Wochen alt war, hätte er doch viel lieber noch an seiner Mama Muttermilch gesaugt. Auf Schritt und Tritt verfolgte mich der kleine Kerl und jammerte kläglich. Er wollte den ganzen Tag nur getragen werden und schlief dann auf meinem Arm. Irgendwie hatte er mich als Mama adoptiert;)))).
Mein Felix knurrt nicht er gurrt. Bellen kann er auch nicht, er fiept nur. Mittlerweile kann er auch alleine trinken und fressen. Besonders die Kauknochen von Eukanuba haben es ihm angetan. Nachts schläft das kleine Bündel unter meiner Bettdecke und kuschelt sich eng an mich. Wahrscheinlich braucht er noch viel Wärme, obwohl wir ja Hochsommer hatten, als wir ihn holten.
Jetzt sind einige Monate vergangen und mein Felix hat sich zu einem tollen Hund entwickelt. Absolut kinderlieb, total verschmust und ganz lieb zu anderen Hunden. Schlechte Erfahrungen hat er noch nicht gemacht. Viele sprechen uns auf seine Rasse an. Was für ein schöner Hund das sei. Und genau das ist der Punkt. Mischlinge sind einfach einzigartig. Sie sind jeder auf ihre Art wunderschön. Leider hat unser Felix einen sehr starken Unterbiss, wahrscheinlich von seiner Yorkshiremama vererbt, aber solange sich die Lefzen nicht entzünden, können wir es so lassen, ansonsten müssen ihm die Eckzähne gezogen werden.
Vom Wesen her haben wir auf jeden Fall einen ganz lieben Hund, der in unsere Familie integriert ein wertvolles Mitglied geworden ist. Keiner möchte jemals mehr auf ihn verzichten.
Umgetauft haben wir ihn auch. Da aus seiner einstigen Pudellocke ein Wahnsinnsfell geworden ist, hat mein Mann ihn umgetauft auf Wischmopp. Mein Vater allerdings nennt ihn Tutnix, weil er einfach nur lieb ist.
Nachsatz von Felix:
Jetzt bin ich ein Jahr alt und mein bester Freund ist der Spider. Das ist der, der immer nachts nachhause kommt, wenn das Frauchen schon schnarcht. Das ist so grausam laut, aber trotzdem höre ich seine Schritte auf der Treppe. Keiner schleicht so laut wie er die Treppe nachts rauf. Und dann springe ich zu Türe und mache ein Riesengeschrei. Wie ein wild gewordener Handfeger drehe ich dann meine Runden immer um den langen Kerl herum. Frauchen schnarcht derweilen weiter. Sie verlässt sich ganz auf mich. Bin ich doch mit 30 cm Höhe ein richtiger Wachhund geworden. Der selbst den bösesten Einbrechen noch anknuddeln würde.
Wenn der Spider da ist, habe ich ein besonders feines Leben. Da mache ich dann mit ihm Mittagsschlaf im Bettchen. Und Frauchen ist in der Küche und brutzelt fein. Ist schon komisch, immer wenn Herrchen da ist, gibt es Schnitzel und Buletten. Ja, das mag ich beides gern. Und der Spider füttert mich auch auf dem Sofa, das ist fein. Da krieg ich die Buletten in Häppchen und Kater Henry auch.
Auf Frauchen hör ich dann auch nicht mehr, wenn Herrchen da ist, ist sie abgeschrieben. Hihihihi, der kegelt immer mit mir im Flur und ich tu so, als würde ich mich wehren, dabei hab ich Riesenspass. Ich bin die Kugel und er schmeisst mich übern Boden. Dabei lacht der dann und hat Spässken und Frauchen guckt ganz empört.
So, und nu muss ich wieder ins Bettchen, bevor das Frauchen kommt und alles vollschnarcht und sich breit macht.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-20 08:39:37 mit dem Titel Blaukäppchen und der rote Rucksack.........
Blaukäppchen und der rote Rucksack.
Es war einmal ein molliges Weiblein, das konnte nicht laufen weil ihm so schwindlig war. Da holte es sein rotes Rad aus der Bremer Manufaktur aus dem Keller und bestaunte es. Es fing an sein Rad zu putzen. Und das Rad lockte und sprach zu ihm. Wenn du aufsteigst, verspreche ich dir, dass du nicht hinunterfällst. Und Blaukäppchen vertraute den Worten und stieg auf. Das Rad hielt sein Versprechen und so manche Fahrt wurde gemacht. Beim Absteigen wurde es dem Blaukäppchen schwindelig, aber es konnte sich ja an dem Rad festhalten. Zum Dank dafür, fuhr sie auch nur im vierten Gang, damit das Rad nicht so schwer arbeiten musste.
Eines hässlichen Regensonntages sass Blaukäppchen ohne sein blaues Käppchen allein in seinem Zimmer. Die Blaukäppchenkinder waren ausgeflogen und Mama Blaukäppchen ward ganz traurig. Ein Online Bekannter wäre gerne mit ihr Essen gegangen, aber Blaukäppchen traute sich nicht, versteckte sich dahinter vielleicht der böse Wolf?
Da sagte das Blaukäppchen flugs die Verabredung mit dem vermeintlichen bösen Wolf ab. Und resummierte so vor sich hin. Blaukäppchens beste Freundin hatte Geburtstag gehabt. 2 Jahre lang hatten sie sich nicht gesehen. Das Blaukäppchen konnte den weiten Weg nicht gehen, und die Freundin wusste nicht, dass es ihr so schlecht ging, weil Blaukäppchen sich aus Scham nicht geoutet hatte.
Blaukäppchen setzte sein blaues Käppchen auf und schnallte sich den roten Rucksack um. Zwanzig Kilometer galt es zu bezwingen. Und Blaukäppchen hievte ihr rotes Rad aus dem Keller. Eine dicke schwarze Gewitterwolke lud Blaukäppchen zum Rückzug ein. Aber Blaukäppchen wollte ihre Freundin sehen. Eine Flasche guten Wein im roten Rucksack und ein grosser Kuchen.
Der böse Panikwolf wollte sich mit auf das rote Rad setzen, aber Blaukäppchen machte ihm nach der zweiten Steigung klar, dass sie nicht *Jan Ullrich* sei, und er müsse, wenn es denn schon sein sollte, neben ihr herlaufen. Blaukäppchen bezwang die Berge an der Ruhr mühelos wie Lance Armstrong. Das rote Rad gnadenlos in den zweiten Gang geschaltet, wuchtete sie ihr Übergewicht die Hügel hinauf. Paniklupo kam da nicht mehr mit und irgendwann liess er sich mit hängender Zunge auf dem Leinpfad nieder und wartete auf neue Opfer.
Endlich angekommen fiel Blaukäppchen fast vom Rad. Die Beine schwer wie blei, ein Brennen in den untrainierten Oberschenkeln. Angekommen, sie war angekommen. Sie schlich auf den Hof und im gleichen Moment fuhr ihre Freundin auf den Hof und die Überraschung war gross. Sie fielen sich in die Arme und freuten sich. Hunde, Kinder und die Oma sprangen um Blaukäppchen herum und freuten sich.
Was für ein schöner Tag. Blaukäppchen erzählte ihrer Freundin von dem bösen Wolf und die machte erstmal italienischen Kaffee. Viele Stunden blieb Blaukäppchen dort. Keine Angst vor der Rückfahrt, weil Freund Lupo keine Macht mehr über sie hat. Eine weite Fahrt zurück in der beginnenden Dämmerung. Lupo lag im Strassenrand und Blaukäppchen winkte ihm zu.
Jetzt ist Blaukäppchen wieder zuhause. Das rote Rad steht sicher im Keller. Und die Wohnung ist geschmückt mit tausend Teelichtern.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-01 14:07:53 mit dem Titel Der Abschied.........
Martin lag schlaflos in seinem Bett und hielt seinen Teddy Fritz dabei fest im Arm. Lautlos liefen ihm die Tränen über das kleine Gesicht. Einen Zipfel der Bettdecke hielt er fest umschlungen und nuckelte daran. Aus dem Wohnzimmer hörte er leise Stimmen. Er hatte schreckliche Angst und war unsagbar traurig. "Fritz", murmelte er leise vor sich hin und liess ihn nicht einen Augenblick los.
Tante Käthe war heute morgen ganz früh gekommen. Und war ins Schlafzimmer zu seiner Mutter gegangen. Auch Dr. Reinert kam mit seiner grossen schwarzen Tasche und ging mit seinem schweren Schritt ins Zimmer der Mutter. Sie war schon lange krank gewesen. Tuberkulose hatten die Ärzte damals zu ihr gesagt, als sie immer schwächer und schwächer wurde. Eine Kur würde sich nicht mehr lohnen, das Lungengewebe sei zerstört. Und so wurde sie nur ambulant behandelt. Eine Klinik in Essen Heidthausen war es, und ab und an musste seine Mutter dorthin. Wenn sie von da nachhause kam, war sie immer sehr müde. Und musste erstmal ganz lange schlafen.
Auch gestern war sie von dort wiedergekommen. Und Martin freute sich so über ihre Ankunft. Ein letztes Mal war sie mit der Weissen Flotte gefahren. Sie durfte es nicht, sollte sich nicht den Sonnenstrahlen aussetzen. Aber sie wollte noch einmal diese Freiheit des Lebens geniessen. Und so fuhr sie mit dem kleinen Ausflugsboot von Essen Kettwig nach Mülheim a. d. Ruhr. Sie setzte sich oben ans Deck, schwach war sie und sie fühlte sich so müde.
Zuhause angekommen, wartete schon ihr kleiner Martin auf sie. Frau Rittmüller die Nachbarin hatte auf ihn aufgepasst und er stand da und nahm sie ganz feste in den Arm. "Mama, ist wieder da", schrie der kleine Kerl und drückte sie ganz feste. Zärtlich strich sie ihm über das Köpfchen und gab ihm einen Kuss auf seine kleine Stupsnase. Martin, war alles was ihr noch geblieben war. Ihr Mann, Robert, war schon vor drei Jahren an der Front gefallen, und so lebte sie mit ihrem Kind in einer kleinen Dachwohnung am Fusse der Petrikirche. Ein schönes Leben hatten sie schon, sie bekam ihre kleine Witwenrente und Martins Waisenrente dazu. Ihre Familie kümmerte sich um sie, ihr Bruder lebte auf dem Land und schickte ihr öfters mal ein Stück Schinken, Mehl oder Eier, und so hatten sie immer genug zum Leben.
Martin lauschte immer noch auf die Stimmen. Seine Tante Käthe unterhielt sich schon seit Stunden mit Onkel Wilhem. Auch er war heute morgen gekommen mit dem Zug, um seiner Schwester Klara Lebewohl zu sagen. Pfarrer Kämpges war da und gab seiner Mutter die letzte Ölung. Martin verstand nicht, was da so vor sich ging, aber er ahnte, dass es etwas Schlimmes sein musste. Er sass allein in der Wohnküche und trank den Kakao, den ihm seine Tante gemacht hatte. Ab und an kam jemand aus dem Zimmer seiner Mutter. Tante Käthe weinte und hielt sich ein Taschentuch vor die Augen. Martin starrte hinüber zum Tersteegenhaus. Dort wohnte Willi sein Freund. Normalerweise wären sie heute Schlitten fahren gegangen. In der Freilichtbühne gab es einen riesigen Abhang. Und sie wären jauchzend den Hügel hinunter gefahren. Aber Martin ging heute nicht nach draussen. Ins Zimmer seine Mutter liess man ihn auch nicht hinein. Kurz nach zwölf kam Dr.Reinert aus dem Zimmer hinaus, gab kurz Tante Käthe und Onkel Wilhem die Hand und strich Martin einmal über den Kopf.
"Lassen sie ihn jetzt zu ihr", sagte er noch und ging aus der Türe hinaus. Tante Käthe nahm Martin in den Arm. "Martin, deine Mutter wünscht sich, dass du dich von ihr verabschiedest". Martin fing an zu weinen, er wollte das nicht, und zauderte ins Schlafzimmer der Mutter hinein zu gehen. Aber Onkel Wilhelm nahm in an die Hand und führte ihn hinein. Oh, wie klein sah sie aus. Seine Mutter war kaum noch unter der schweren Bettdecke zu erkennen. Leichenblass lag sie dort und neben ihr auf dem kleinen Nachttisch lagen Tücher mit Blutflecken. Mutter lag da wie eine Tote und atmete nur noch ganz flach. "Mein lieber Martin sagte sie....... sei ein lieber Junge, die Mama geht jetzt in den Himmel". Martin warf sich auf das Bett und vergrub seinen kleinen Kopf in ihren Haaren. Sie hatte so schöne lange schwarze Haare. Seine Mutter, die jetzt dort lag und auf das Ende wartete. "Mama, verlass mich nicht" flüsterte er. Und als sein Onkel ihn von dem Bett wegführte, war sie nicht mehr auf dieser Welt.
Tante Käthe kümmerte sich den ganzen Tag liebevoll um den Jungen, aber auch sie war sehr traurig. Klara war ihre liebste Schwester gewesen. Sie selbst hatte Mann und vier Kinder, und würde Martin aufnehmen. Sie hatten schon vor Monaten darüber geredet. Klara und Käthe, die zwei Geschwistermädchen hatten immer ein gutes Verhältnis miteinander gehabt. Und so versprach sie ihr, den kleinen Martin bei sich aufzunehmen, wenn ihre Schwester sterben sollte. Ein tiefes Schneuzen ins geblümte Taschentuch.......
Käthes Bruder, Wilhelm, und sie berieten an diesem Abend lange über die Zukunft des Martin. Und sie entschieden beide, dass es das Beste für ihn wäre, wenn er zu Käthe käme. Eine lange traurige Nacht begann und nahm früh am Morgen ihr Ende. "Mamaaaaa"? ein lauter Schrei hallte in der Wohnung. Martin war schweissgebadet aufgewacht, aber Tante Käthe war schon an seiner Seite. "Mein kleiner Martin, weine ruhig", sagte sie und streichelte seine Hand.
"Martin möchtest du zu uns kommen und bei uns leben"? fragte sie ihn, und Martin nickte nur, und schluchzte dabei bitterlich. "Darf mein Fritz denn auch mit"? fragte er und hielt ihn ganz fest im Arm. Tante Käthe nickte nur und hielt ihn ihn fest.
Ganz früh am Morgen begannen sie die Sachen von Martin einzupacken. Sie wollten Martin aus der Wohnung haben, bevor der Mann vom Bestattungsinstitut kam und seine Mutter holte. Martin durfte noch einmal ins Schlafzimmer und seiner Mutter Lebewohl sagen. Leise stand er an ihrem Bett und die Tränen liefen ihm hinunter. Ganz friedlich sah sie aus, uns es war als würde sie leise lächeln. Martins kleiner Koffer stand schon an der Türe und Tante Käthe drängte. "Der Zug fährt gleich", sagte sie zu ihrem Bruder, der noch dableiben würde, um die Formalitäten zu erledigen.
Martin lief die alte Holztreppe hinunter, so wie jeden Tag. Sein Herz war so voll Traurigkeit, hier hatte er mit seiner Mutter gelebt. Hier war sein Zuhause. Alles was er kannte und liebte. Tante Käthes Schritte wurden schneller. Sie mussten zum Hauptbahnhof laufen und es zog sich ein Stück weit. "Zwei Hinfahrkarten nach Essen", sagte die Tante und der Mann am Schalter gab sie ihr. Martin schlich hinter seiner Tante her, die Treppe hoch zu den Gleisen. Es dauerte nur ein paar Minuten und die schwarze Lokomotive war schon zu sehen. Martin war immer fasziniert von dem grossen Zug und dem Rauch, der aus dem Schornstein puffte, aber heute interessierte er sich nicht dafür. Fest hielt er seinen Fritz fest. "Einsteigen, Martin, wir müssen einsteigen", sagte seine Tante und hoch ging es hinauf in den Zug. Sie fanden ein leeres Abteil und Tante Käthe verstaute Martins Koffer.
Traurig sah Martin aus dem Fenster, es ruckelte und der Zug fuhr los. Bange war ihm und so traurig ums Herz...... weiterlesen schließen -
Traum oder bald vielleicht Realität???
30.11.2002, 20:10 Uhr von
Mandinka
Huhu zusammen grüß euch alle mal ganz lieb, aber besonders diejenigen, die immer so fleißig meine...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Einsam und alleine sitzt sie im Wohnzimmer. Eine halbleere Flasche Rotwein vor ihr. Das Zimmer nur beleuchtet von zwei fast abgebrannten Kerzen.
Es ist bereits zwei Uhr morgens, sie kann nicht schlafen, denn ihre Gedanken kreisen immer wieder um die selbe Sache.
Mußte das jetzt sein mußte ich ihr denn wirklich so weh tun. Die Trennung noch ganz frisch. Aber war es nicht der ehrlichere, gerechtere Weg, sie war sich nicht mehr sicher.
War ihre neue alte Flamme (ihre EX), das wirklich wert, war sie die vielen schlaflosen, beschwerlichen Nächte wert? Kurz stand sie auf um sich eine neue Schachtel Zigaretten aus der Küche zu holen.
Eigentlich könnte sie ja vor Freude tanzen, denn endlich spürte sie wieder dieses Gefühl, dieses Gefühl sich auf jemanden verlassen zu können, wissen zu können das jemand da ist, endlich fühlte sie die lang vermisste Liebe wieder.
Aber wird diese Liebe erwidert werden, werden die vielen wunderschönen Träume vielleicht bald wieder Realität, muss sie vielleicht bald nicht mehr alleine einschlafen?
Fragen machen sich breit in ihrem eh schon völlig verwirrten Kopf. Denkt sie denn überhaupt noch an mich, oder hat sie die vielen schönen Augenblicke schon lange vergessen? Will sie ihr Single Leben einfach noch nicht aufgeben? Ist sie noch zu verletzt von ihrer alten Beziehung?
Sie kann keinen klaren Gedanken fassen, alles dreht sich im Kreis, doch dann plötzlich kommt ein zartes grinsen über ihre Lippen und ihre Augen fangen wieder an zu lachen, denn sie hat erkannt das ihr wenigstens noch die Hoffnung bleibt.
Hoffe du magst mich auch noch ein bischen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-22 15:41:51 mit dem Titel Endlich
Erst vor kurzem ging der Wecker runter. Erst vor etwa 10 Minuten war sie aufgestanden, dennoch war sie schon topfit.
Sie wollte den Tag nutzen, den Tag nicht wieder sinnlos vorbei bringen, den Tag zum Tag machen.
Sie stand auf, ging erst ins Bad und konnte seit langem wieder einmal ihre Augen sehen, heute mirgen waren sie nicht rotgeschwollen, heute morgen taten sie nicht weh vom vielen weinen, heute morgen sahen sie deutlich und klar.
Sie sprang unter die Dusche, das Wasser hauchte dem neu entdeckten Lebensgefühl Atem ein. Es tat richtig gut, endlich konnte sie es wieder geniesen.
Zum Frühstück gönnte sie sich endlich mal wieder ein Glas Orangensaft und frische Brötchen, anstatt nen "schwarzen Kaffee" und 2 Zigaretten. Endlich schmeckte ihr das Frühstück wieder.
Kurz danach verließ sie auch schon das Haus, denn sie wollte mal wieder was erleben, ihre Freunde treffen. Endlich konnte sie wieder unbeschwert durch die Straßen laufen, endlich reagierte sie wieder wenn ihr im vorbei laufen jemand gewunken hat.
Sie ging durch den Stadtpark, sah der Sonne entgegen, die, wie sie fand, heute besonders schön schien, die heute besonders warm durch die Bäume fiel. Das grün der Bäume hatte eine ganz andere Farbe bekommen, das lag aber nicht daran, dass es gerade Frühling geworden war, sie schienen nur viel kräftiger grün zu sein.
Sie konnte ihre Freude nun kaum noch zurück zuhalten, sie fing an zu singen, fing an die Tauben im Park zu jagen, fing an auf und ab zu springen. Endlich konnte sie wieder frei sein, endlich vermisste sie das Gefühl von Nähe nicht mehr, endlich war es so weit.
Sie hatte es geschafft, sie hatte es endlich geschaft. Jetzt geht es ihr wieder gut, sie ist frei und bereit, bereit neues zu entdecken und alles alte ruhen zu lassen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-13 21:19:46 mit dem Titel Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt
Nutze heute mal wieder, die „offene Ecke“ um euch von einer Geschichte zu erzählen, wie sie das Leben schreibt.
Es ist jetzt genau eine Woche her, dass sie gestorben ist. Zurück gelassen hat sie drei kleine Kinder, ihren Ehemann, Freunde und Bekannte. Warum dieses Ereignis mich so bewegt hat, hat eigentlich zwei ganz einfach Gründe. Zum einen muss ich euch erzählen, dass diese Frau schwer Alkohol abhängig war, dass sie seit Jahren an der Flasche hing. Sich regelrecht zu Tode gesoffen hat. Die Frage ist immer bloß, dass wieso. Man kann in diesem Fall nicht sagen, dass es ihr an irgend etwas gefällt haben muss. Sie hat gesunde Kinder, die sie gut erzogen hat. Sie hatte ein gut laufendes Geschäft und somit keine Geldsorgen. Man kann auch nicht sagen, dass sie irgendwie labil war. Trotz ihrer Alkoholsucht hatte sie ihr Leben eigentlich im Griff.
In den letzten vier Wochen ihres Lebens wurde sie dann sehr krank, was von ihrem Alkoholkonsum kam. Ihre Hautfarbe hatte sich von einem leicht bräunlichen Teint in beißendes gelb geändert. Ihr Gesicht war richtig geschwollen und das Weiß der Augen, war kaum mehr zu erkennen. Sie hatte Gelbsucht. Vor etwa zwei Wochen kam sie dann ins Krankenhaus, wo ihr aber auch nicht mehr geholfen werden konnte. Sie hatte sich dann auf ihren persönlichen Wunsch hin selbst entlassen. Naja so starb sie dann letzte Woche, letztendlich an Nierenversagen.
Das komische und traurige an dieser Geschichte ist die Ungewißheit, was jetzt mit den Kindern passiert. Kenne sie seit ich ein kleines Kind bin. Die Älteste der drei ist 14, die Mittlere 12 und der Jüngste 11. Zwar haben sie natürlich noch ihren Vater, dennoch stell ich mir den Verlust der Mutter in diesem Alter ganz schön schwierig vor.
Schlußendlich bleibt mir eigentlich nicht viel übrig zu sagen. Ich werde sie irgendwann vergessen haben, da sie in meinem Leben keine große oder wichtige Rolle gespielt hat, dennoch verlieren drei gute Freunde ihre Mutter, ein Mann seine Frau, und eine Freundin ihre Bekannte. Aus dieser ganzen achso schrecklichen Geschichte läßt sich wohl bloß eins lernen, schmeiße dein Leben nicht sinnlos weg, vergeude deine Kraft nicht an Kleinigkeiten.
Du mußt wissen, dass du nur einmal lebst und du manchen Fehler einfach nicht rückgängig machen kannst. Sei dir dessen bewußt.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-30 19:10:55 mit dem Titel Der Weg
Heute nutze ich mal wieder die offene Kategorie um euch eine meiner Kurzgeschichten zu präsentieren, Wer jetzt sagt "da bist du aber leider in der falschen Kategorie", dem muss ich sagen ich habe bereits eine Kurzgeschichte geschrieben und habe deshalb diese Kategorie gewählt.
Die Geschichte handelt von Freiheit, vom dem Wunsch anders zu sein. Aber lest selbst.
Den Blick gesengt auf das matte Grau des Fußbodens, schlendert sie den langen Flur ihrer Wohnung in Richtung der Haustüre.
Ihre aderdurchzogene, kalte Hand greift vorsichtig nach der Klinke, noch immer sitzt der Schreck tief.
Schnellst möglich will sie weg von diesem Ort, schnellst möglich will sie alles hinter sich lassen, doch irgend etwas scheint sie zu fesseln.
Noch einmal dreht sie sich um, hebt ihren Blick und läßt ihn über das leere Sofa schweifen, erschrocken tritt sie einen Schritt zurück und senkt den Blick wieder.
Schon als kleines Kind liebte sie es einfach nur auf dem Sofa zu sitzen und ihrer Mutter beim Kochen zu zusehen.
Heute sehnt sie sich noch oft zurück nach diesen Stunden der Klarheit und Sicherheit. Ihr Leben ist nicht mehr, was es einst war. Ihr Leben schlug andere Bahnen ein.
Nirgends, vielmehr nie wieder spürte sie diese Vertrautheit, wie einst auf dem Sofa.
Sie hat nicht gefunden, auf was sie so sehnsüchtig gewartet hat, sie hat nicht erreicht, was sie mit allen Mitteln versuchte zu erreichen. Heute hat sie nicht mehr die Zeit um zu ändern was sie falsch gemacht hatte, weder die Zeit noch die Kraft. Heute ist es vorbei, ihr Leben zu enden, denn sie hat sich entschieden.
Nie zuvor ist ihr eine Entscheidung so leicht gefallen. Nie zuvor war alles so klar, so offensichtlich, so einfach.
Sie wußte genau was zu tun war.
Sie wurde nicht verstanden. Nicht einmal von den Menschen, die glaubten ihr nahe zu stehen. „Das wird schon wieder!!“, „ist doch alles halb so wild“. Sie hatte diese klugen Ratschläge satt, sie wollte nicht mehr.
Auch wenn es die anderen als aufgeben bezeichneten.
Einmal noch ging sie ihren Weg. Einmal noch entschied sie was sie zu tun hatte. Einmal konnte sie ganz in Freiheit tun, was sie immer wollte, selbst entscheiden.
Sie öffnete die Tür, verließ das Haus und ohne sich noch einmal umzudrehen hatte sie ihren Entschluß gefaßt.
Viele von euch werden jetzt sagen ganz schön heftige Story, aber auch wenn es nicht immer gleich in Selbstmord endet, wie viele von uns werden unterdrückt, werden nicht nach ihren Zielen und Wünschen gefragt, werden in eine Schublade gesteckt und kommen nicht heraus. Wer von uns entscheidet denn heute überhaupt noch selbst? Alle denken sie würden selbst entscheiden, aber in Wirklichkeit entscheiden wir alle anhand von Vorgaben, Trends, gesellschaftlichen Aspekten.....Wir sind nicht frei. Zumindest weiß ich, dass ich es nicht bin. In diesem Sinne, danke für eure Aufmerksamkeit, vielleicht war es für den ein oder anderen unter euch ja ein kleiner Anstoß zum nachdenken. weiterlesen schließen -
Die Liebesgeschichte!
25.11.2002, 17:28 Uhr von
Schreiber1000
Alles was ich schreibe ist meine Meinung und wenn mal was nicht stimmt bewertet einen nicht gleic...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich (Kati) war nicht lange bei Uboot aber ich war jeden tag da. Pinkibaby war mein nick. Immer wenn ich zeit hatte bin ich chatten gegangen. Eines nachmittags habe ich auf der start Seite ein bild entdeckt! Es war IchStreichleDich! Ich wusste nichts von ihm aber hatte seine Nickpage gefunden und gleich in sein Gästebuch geschrieben! Das war ca. am 2.10.01. Er gefiel mir sofort und ich hab mir gedacht: „ Denn musst du kennenlernen“. Bei Uboot ist es möglich die Personen ins Adressbuch einzuschreiben und sie so immer zu finden und gucken ob sie online sind! Jeden tag habe ich ihn gesucht und ihn sogar eine Uboot sms geschrieben. Nix war und ich dachte schon das ich ihn nie lesen würde.
Doch es war anders. Er kam am 1.12.01 in den chatt. Gott sei dank war ich um diese zeit auch online und ich habe mir schon fasst in die Hose gemacht als er mir zurück schrieb.
Paar tage lang haben wir nur per GB einträge kommuniziert weil er ja so viele Weibern zurück schreiben musste. Er war bekannt im chatt und auch bei denn meisten Weiber sehr beliebt!
Ich weis nicht wie ihr seit wenn ihr euch für jemanden interessiert aber ich bin ganz komisch! Ich hab alle seine einträge gelesen und was er so zurück schreibt!
Nicht alle einträge haben mir gefallen und ich war auch irgendwie enttäuscht, dass er mehreren Weiber immer das gleiche gesagt hat!
Am 5.12.01 war es dann soweit das wir das erste mal miteinander gechattet haben! Ich war nicht ich selbst und habe ihn auch die vielen Mädels im chatt angeschprochen. Er war sauer geworden und hatte an dem tag sowieso schlechte Laune. Ich war bestimmt 5 stunden nur auf seiner Seite und hab gelesen wie er die Mädels fertig macht und wie sie ihn wieder zurück haben wollten! Ich war genauso. Er hat mir Sachen vorgeworfen die ich nicht einmal verstanden habe. Ich bin Jungfrau von Sternzeichen her und deswegen bin ich so sturköpfig und habe nicht nach gegeben! Ich habe an diesem tag nicht viel geschrieben nur dann nach 5 stunden : „klopf, klopf, kann ich rein?? *g*“.
So das erste Problem war geschafft aber ich hatte nocheins! Zu der zeit hatte ich einen freund und er war ganz nett aber nicht so mein Typ. Er hatte es auch schnell wind von mir und Robert bekommen und daher war es nicht so schwer mit ihm Schluss zu machen. Das zweite Problem war daher auch schon gelöst!
Wie alle Leute die sich im chatt kennenlernen haben wir auch die Nummer ausgetauscht aber er hatte von mir keine, nur ich hatte seine Hausnummer. Ich nahm meine ganzen Mut zusammen und habe ihn noch am 5.12. abends angerufen!
Er hatte natürlich keine Ahnung wer ich bin weil er ja vergessen hat das ich seine Nummer habe! Wir haben 6 stunden lang geredet. Über Gott und die Welt.
Wir stellten auch fest das wir sehr ungewöhnlich sind. Er war ein rechter und ich eine Slowakin. Mein glück war aber das er nie was gegen Ausländer hatte.
Da wir beide Computer Freaks sind hatten wir auch eine webcam und so könnten wir uns sehen und wir wussten wie wir lachen. Er hat ein so süßes lächeln und das gefiel mir. Das erste treffen war auch schon schnell geplant.
Am 13.1.02 sollte es soweit sein aber es kam früher als erwartet.
Ich schrieb ihn am 15.12. um 00:45uhr eine sms. Es war so spät geworden weil ich mit meiner Mutter stunden lang geredet habe und alles probiert habe das er mal eine nacht zu uns kommen kann. Meine Mama ist ein offener Typ und sie mag es nicht wenn ich sie nerve, daher hat sie es mir doch dann erlaubt das er uns am Silvester besuchen kommen kann!
Ich wollte ihn überraschen und deswegen habe ich ihn nichts von meinem plan erzählt!
Die sms war auch schnell geschrieben und am ende stand nur: „...kannst kommen“. Morgen stand ich sehr früh auf weil ich mit einer Freundin nach Frankfurt zum shoppen gehen wollte und danach zu ihr weil sie ihren 16 Geburtstag feierte. Um 9 Uhr klingelte mein Telefon und ich dachte schon es sei sie. Aber es war mein schatz. Er war ganz Happy und erzählte mir das er abends mich im arm halten würde. Ich bekam fast ein herzkolaps vor Freude und dachte nicht mehr an meine Freundin. Ich stürmte zu meiner Mutter und fragte sie ob er kommen darf. Sie sagte tatsächlich ja.
Der tag war ganz schön. Ich hatte Schmetterlinge im bauch und bei shoppen mit Olga habe ich nur an ihn denken können. Sie war sauer weil ich nicht zu ihrer Party kam aber sie freute sich auch für mich. Vor Aufregung konnte ich nix essen und war schon um 18 Uhr fertig angezogen. Wir haben ausgemacht das ich ihn von Bahnhof abhole und dann zu mir nach hause gehen. Der Zug hatte 4 Minuten Verspätung und kam um 20:08 an. Er war so süß und stieg auf der falschen Seite des Zuges aus. Schnurstracks ging er auf mich zu. Wir nahmen uns ganz fest in die arme und er schämte sich etwas aber wir küssten uns zum ersten mal. Es war wunderschön. Wir hatten ein stück zu laufen bis wir bei mir waren. Wir gingen hand in hand. Süß!! An diesem Abend war eine Sternenhimmel und deswegen hab ich ihn auf den 23. stock entführt und wir genossen die ersten Minuten zusammen.
Nach drei stündiger Zugfahrt war Robert etwas hungrig und weil ich mich ja von meiner besten seite zeigen wollte habe ich ihn etwas leckeres gezaubert. TV gucken war auch noch drin. Schüchtern wie wir waren haben wir nicht viel geredet aber er streichelte meine Oberschenkel ganz zart. Das fand ich so niedlich von ihm.
Die nacht kam und meine Nervosität stieg. Wir waren ganz anständig aber nicht lange. Ich möchte nicht mehr erzählen nur einen Satz von meinem schatz: „ darf ich?“.
Der nächste morgen war großartig. Ich war die glücklichste Mädel auf der ganzen Welt. Leider musste mein Prinz schon vor 20:00 Uhr wieder gehen. Der Abschied war wie ein Weltuntergang für mich. Nie hätte ich gedacht das ich ihn so sehr vermissen würde. Die Woche nach Sonntag war schrecklich. Jeden tag haben wir uns im chatt getroffen und stunden lang telefoniert. Nächste Wochenende war er wieder bei mir. Jeden WE wollten wir uns ab dem wieder abwechseln sehen. Als ich zu ihm das erste mal gefahren bin war es etwas komisch weil ich ja nix kannte. Weihnachten verbrachten wir leider getrennt. Ich war in der Slowakei und er hier in Deutschland. Das waren 1100km!!! Silvester war der Zauberhafteste tag meines Lebens. Robert hat mich um meine hand angehalten. Seit dem 1.1.02 sind wir verlobt. Unsere ringe sind Silber und mit einer Gravur bei mir sein Name und unser Datum und bei ihm mein Name.
Paar Monate vergingen und alles lief gut nur die Verabschiedungen waren furchtbar. Und immer mehr tat uns das weh.
3 Monate haben wir so ausgehalten. Robert hatte aber stress mit seinem Chef. Er entschied sich zu kündigen und zu mir zu kommen. Uns war es schon bewusst das es nicht einfach war aber zusammen schaffen wir alles.
Roberts Eltern habe ich dann auch noch kennengelernt. Sie waren sehr nett und zu mir natürlich auch! In Dresden benahmen wir uns wie Touristen. Robert zeigte mir die schönsten Sehenswürdigkeiten. Den Zwinger bei nacht und eine Führung durch die Semperoper hatten wir auch hinter uns.
Die zeit verging schnell und Robert kündigte seine arbeit und seine Wohnung. 3 tage vor dem Auszug haben wir noch was sehr romantisches gemacht. Bei ihm in Dorf ( Schwanheim/Pfalz ) waren Sandfelsen im Wald und manche ragen richtig raus. Wir stiegen auf den Felsen und fühlten uns wie auf Wolken. Das jeder sieht das wir hier oben waren, ritzte Robert unsere Namen in den Felsen. Sah richtig süß aus!
Der Auszug ging schnell und weil er ja bei mir eine Firma gefunden hat bei der er weiter arbeiten konnte war es ja schon gut aber mit der Wohnung ist hier etwas schwierig.
Wir sind jetzt seit mehr als 2 Monaten 24 stunden lang zusammen und es ist als ob wir schon eine kleine Familie sind.
Mein Prinz habe ich gefunden er hat mich beschützt wo ich ihm Krankenhaus war und nach der OP. Ich habe meinem Mann fürs leben gefunden.
Die Geschichte ist von meiner Freundin aber ich finde das kann man ja auch hier mit hin setzen oder? Wenn ihr mehr über die liebe wissen wollt dann geht auf
www.liebesstory.de.vu da könnt ihr alles nachlesen! weiterlesen schließen
Informationen
Die Erfahrungsberichte in den einzelnen Kategorien stellen keine Meinungsäußerung der Yopi GmbH dar, sondern geben ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder. Beachten Sie weiter, dass bei Medikamenten außerdem gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Bewerten / Kommentar schreiben