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Tests und Erfahrungsberichte
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Robert Gernhardt - Was Deine Katze wirklich denkt
5Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Ich liebe es ja, Gernhardt zu lesen. Das gebe ich zu. Aber dieses Buch, das ist ja nun die Krönung. In diesem Buch beschreibt er die Erfahrungen mit seiner Katze „Schimmi“, der er auch dieses Buch widmet.
Als ich meine Weihnachtsgeschenke einkaufte sah ich zufällig dieses Buch und da ich Gernhardt ja so mag, nahm ich es an mich und bezahlte die 7, 00 € gern.
Dieses Buch widmet sich nun der „Catical Correctness“, also dem richtigen Umgang mit der Katze. Gernhardt gliedert dieses Buch in dreizehn Kapitel, in denen er verschiedene Situationen im Zusammenleben mit Katzen schildert und den richtigen Umgang mit der Katze beschreibt. Schon der Klappentext läßt einen dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, verspricht er doch nun endlich den richtigen Umgang zu lernen: „Vor Jahrtausenden hat die Katze dem Menschen das Privileg eingeräumt, sich von ihr beherrschen zu lassen, um in Gegenzug von ihm versorgt zu werden.“
Gernhardt beschreibt nun, nach einer ausgiebigen Danksagung an Schimmi, in 13 Kapiteln, humorvoll und ironisch den richtigen Umgang mit der Katze. (Copyright by Schauig)
Nee, also dieses Buch kann man nicht beschreiben, man muß es einfach lesen. Schon die Illustrationen von Gernhardt sind amüsant und treffend, dazu diese schönen Beschreibungen der kätzischen Gedanken. Ich gebe Euch lieber ein paar Kostproben, des leider nur 95 Seiten starken Buches:
Lektion 4: „Die Katze leckt ostentativ und lange einen längst geleerten Teller. Sie meint: Chefin, ich lach ja gern mal, aber den Witz mit diesem leeren Teller habe ich immer noch nicht begriffen: Was ist an einem leeren Teller eigentlich so lustig? Ach, der war voll? Nun, das war wohl jeder leere Teller irgendwann in seinem Tellerleben, trotzdem ist das kein hinreichender Grund, ihm mit leer vor die Nase zu setzen.“
Später im Buch: „ Spuck’s ruhig aus, Chef, ich kann ein offenes Wort vertragen: ein Scheinasylant. Das sind wir Katzen doch in euren Augen. Stammen aus dem fernen Ägypten, wo angeblich Mäusemangel sie zur Auswanderung trieb…. Unheilbar asozial und integrationsunwillig verlassen sie sich im Zweifeldfall stets darauf, daß sich die Gastgeber ihren Bedürfnissen und ihren Gewohnheiten anpassen – und haben mit dieser Nummer auch noch Erfolg. Ja, so sehen wir in euren katzistischen Hirnen aus, Chef, aber es gibt, Gottkater sei’s gedankt, auch noch Ausnahmen unter euch Menschen.“
Also Ihr seht, mit Witz und Ironie wieder alles auf die Schippe genommen.
Gernhardt hat auch mit Waechter und Bernstein zusammengearbeitet. Dabei sind auch höchst lesenswerte Werke entstanden.
Das Buch gibt es für 7,00€ zu kaufen, es ist im Diana Verlag erschienen, die ISBN-Nr. lautet: 3-453-17204-3
Weitere Literatur für den interessierten Leser:
„Die Drei“ Gernhardt, Waechter und Bernstein
„Besternte Ernte“ Gernhardt und Bernstein
„Grundgesetzt“ Waechter
„Der Antistruwwelpeter“ Waechter weiterlesen schließen -
Wenn Du das Genie spielst...
18.01.2003, 12:53 Uhr von
miraone
Ich bin 23, Mutter von zwei Kids, die ich über Alles liebe, und ich bin seit eineinhalb Jahren gl...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
... dann wirst Du eins.
Hallo Ihr Lieben. Heute möchte ich Euch die Kunst etwas näher bringen. Ich möchte über ein Buch berichten, welches von Salvador Dali handelt, eine Biografie wenn man so will. Es ist von Gilles Néret und heißt „Salvador Dali 1904-1989“ und erschien im Taschen-Verlag.
Tja, wie komm ich an so ein Buch? Nun, ich hab Kunst schon immer gemocht, aber nicht so, das ich mich ihr verschrieben hätte. Ich zeichne und male selbst auch sehr gern, ein Profi wird ich aber sicher nicht. Ein Buch über Dali habe ich mir gekauft, weil er mein Lieblingskünstler ist, er hat mich, seit ich das erste Mal ein Werk von ihm gesehen habe, beeindruckt, mich gefesselt und nicht wieder losgelassen.
Schon gut, schon gut, ich möchte Euch ja nicht nerven mit den Lobeshymnen von mir über Dali und komme deshalb jetzt zum Thema.
Das Buch
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Gekauft habe ich es in einer Buchhandlung in Berlin vor etwa 3 Jahren, aber man kann es sicher in allen Buchhandlungen erstehen. Gekostet hat es mich damals 10 Mark und ist meiner Meinung nach nicht zuviel gewesen. Was es heute kosten würde, weiß ich leider nicht.
Das Buch ist mehr ein Heft und hat etwa 96 Seiten. Verfasst hat es Gilles Néret und ist im Benedikt Taschen Verlag erschienen. Die ISBN-Nr. ist 3-8228-6592-3. Auf der Vorderseite kann man ein Werk von Dali sehen („Die Versuchung des heiligen Antonius“ (Detail)), und auf der Rückseite ist Dali selbst abgebildet.
Der Inhalt
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Hauptsächlich gekauft habe ich das Buch wahrscheinlich wegen Salvador Dalis Werke, am Ende aber auch wegen den Infos über Dali. Der Inhalt ist wirklich interessant.
Dali war von sich überzeugt, besessen könnte man fast sagen. Er hatte sehr viel Ehrgeiz und war Größenwahnsinnig. Mit sechs Jahren wollte er Köchin werden (er bestand auf die weibliche Form) und mit sieben Jahren Napoleon. Zur selben Zeit malte er sein erstes Bild. Seitdem ist sein Ehrgeiz und Größenwahn immer größer geworden. Er wollte dann nur noch Salvador Dali sein und sonst nichts. Sein Lieblingsthema war: „Wie man ein Genie wird“. Seine Schlussfolgerung dazu (ich zitiere aus dem Buch): „Oh Salvador, Du weißt es jetzt, wenn Du das Genie spielst, dann wirst Du eins!“ Auch der Satz: „Der Unterschied zwischen den Surrealisten und mir ist der, dass ich Surrealist bin.“, zeugt von seinem Selbstbewusstsein.
Viele, viele Bilder und Kunstwerke von Dali kann man in dem Buch auch sehen, auch das berühmte „Die weichen Uhren“ oder auch „Die zerrinnende Zeit“ wurde nicht vergessen. Es ist wohl eines der Bekanntesten.
Seine Biografie kommt natürlich auch nicht zu kurz. Hier wird nicht nur erzählt was er mit sechs Jahren werden wollte, nein, sondern auch das er Gala, seine spätere und „einzige“ Frau, Paul Eluard ausgespannt hat. Gala, so sagt Dali, ist die Frau aus seinen Kindheitsträumen, sie hat den Körperbau den er schon öfters in seinen Gemälden gemalt hat, ohne Gala je gesehen zu haben. Auch steht zu jedem Bild ein kleiner Text und am Ende des Buches kann man nachlesen, wo man die Werke sich in Natura ansehen kann, wie groß sie sind und wie und auf was sie gemalt wurden.
Ich mag nicht die ganze Dali-Biografie und jedes Bild hier wiedergeben, das würde glaube zu weit gehen. Wen ich auf den Geschmack gebracht habe, der kann sich so ein Buch ja besorgen, es ist auf gar keinen Fall ein Verlustgeschäft. :-)
Seine Werke
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Dalis Werke waren, oder besser sind einfach unübertrefflich (meine Meinung) Er ist ein toller Surrealist gewesen. Wenn man seine Werke begutachtet, erst von weiter weg, dann von Nahem, es ist so viel zu sehen. Wenn man von weiter weg auf eines seiner Werke, z.B. „Gala betrachtet das Mittelmeer, das sich in zwanzig Metern Entfernung in das Bildnis Abraham Lincolns verwandelt“, sieht man Abraham Lincoln und geht man dem Gemälde entgegen, erkennt man Gala die an einer Art Fenster steht und rausschaut. Auch das Gemälde „Sphärische Galatea“ denkt man er hat einfach nur Kugeln gemalt, aber schaut man genauer, erkennt man Galas Gesicht. In vielen seiner Werke findet man Gala (sie war seine Siegesgöttin, seine Gradiva, seine Frau) und auch Dali selbst, wieder.
Von seinen Kunstwerken kann man sich fesseln lassen, man kann Stundenlang vor ihnen stehen und sie bewundern, beobachten und immer wieder sieht man mehr, findet man neue Details, die das ganze Bild verändern können und man kann immer wieder neu interpretieren.
Auf der Seite www.salvadordali.de könnt Ihr Euch ja mal umschauen und Werke von ihm begutachten. Einige von Euch verstehen vielleicht, warum ich ihn für so toll halte, andere vielleicht nicht.
Wer sich für Werke von Dali interessiert, der kann sich auch auf der Seite www.poster.de Drucke von seinen Werken bestellen und das gar nicht mal so teuer. Ein echtes Werk von ihm, könnten wohl auch nur wenige bezahlen.
Fazit
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Bücher über Dali würde ich mir immer wieder kaufen oder schenken lassen. Ich bin begeistert von Dali und seinen Kunstwerken und Gemälden und schaue sie mir immer wieder gerne an. Mein Schatz konnte ich zwar noch nicht anstecken, aber immerhin weiß er, über was für Geschenke ich mich riesig freue. :-) Zu Weihnachten letzten Jahres hat er mir ein großes Gemälde (ein Druck) geschenkt. Das hat natürlich seinen Ehrenplatz bei mir. Das Buch bekommt von mir fünf Sterne, weil viel von und über Dali drin steht und wirklich viele Werke abgebildet sind. Ein Augenschmaus für Dalifans oder welche, die es werden wollen. Viel hab ich über das Buch ja nicht geschrieben, es ist halt nur eine Biografie und die Werke vom Künstler. Ich kann es nur empfehlen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Löwin49, 19.01.2003, 10:41 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
manche Bilder von Dali malen auch die Kinder gerne nach <br/>*G* <br/>Leonie
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Sehr humorvoll, interessant und unterhaltsam (20 Tiere und ein Mensch von Bernhard Grzimek)
04.01.2003, 15:05 Uhr von
dreamweb
*Momentan im Home-Office* - Derzeit schreibe ich für Yopi, Ciao, Mymeinung und X-Zine. Liebe Grüß...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Das Buch "20 Tiere und 1 Mensch" von Bernhard Grzimek ist eines der Bücher, die ich mir auf dem Flohmarkt gekauft habe. Dieses Werk ist älter als ich, aus dem Jahre 1956. Und ich war einfach neugierig darauf, wie dieser Forscher üer Tiere damals dachte und wie wohl die Geschichten von so einem Autor sind. Hier mein Erfahrungsbericht.
AUFMACHUNG
Hier kann ich nur eines sagen, sehr schlicht von außen. Damit meine ich ein Buch ohne Schutzumschlag das graublau gefärbt ist. Der Umschlag fühlt sich an wie Leinen. Im Buch selbst hat der Leser allerdings sehr schöne und alte Fotos. Bei einem Buch von 1956 kann man naturlich keine Hochglanz-Farbfotos erwarten. Aber gerade diese etwas älteren Bilder haben auch etwas Besonderes an sich. Und die Schwarz-Weiß Fotos in diesem Buch sind schöner und gelungener als manche modernen Farbaufnahmen.
Auch einige sehr gute Grafiken und Zeichnungen erläutern hier einiges, was Bernhard Grzimek im Buch beschreibt. Ein sehr kleines Vorwort und ein einfaches Inhaltsverzeichnis runden das Buch mit den 23 Geschichten um unsere tierischen Mitlebewesen ab.
INHALT/EINZELMEINUNGEN
1. Unsere Menschenaffenkinder (Der Gorilla)
Eine Geschichte über die ersten Gorillas, die nach Deutschland kamen und dann in Grzimeks Wohnung wie Kinder gehalten und aufgezogen wurden.
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Hier erfährt man nicht nur, wie tierfreundlich Grzimek im Gegensatz zu vielen anderen damals schon dachte. Man erfährt auch vieles über die Denkweise der damaligen Tiere über diese friedlichen Riesen. Sehr humorvoll geschrieben. Trotzdem bekommt man das Grausen, wenn man erfährt, dass die ersten Gorillas in Europa nur gut 14 Tage lebten und mit Frankfurter Würstchen, Hamburgen und ähnlichem gefüttert wurden.
2. Ehrlich und freundlich (Das Stinktier)
Grzimek berichtet hier über seine Erfahrungen mit gezähmten Stinktieren. Und nicht alle hatten - wie damals leider üblich war- die Stinkdrüse herausoperiert bekommen.
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Auch hier war ich fasziniert vom Humor des Forschers und Zoodirektors. So beschreibt er beispielsweise die Geschichte eines zahmen Skunks, der sich eine wilde Skunkdame zur Frau nahm. Er war im Besitz seiner Stinkdrüse beschoß aber nur einmal eine Hauskatze, die ihn angriff.
3. Millionen im Meer (Die Robben)
Ein sehr schöner Bericht über die Lebensweise von Robben, sowohl in freier Natur als auch im Zoo.
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Sehr schön bindet hier Grzimek sein Wissen über die Tiere aus dem Zoo mit den Daten der Tiere und dem was damals über ihr Leben in freier Natur bekannt war. Er geht auch auf das Robbentöten ein und nennt Zahlen, die einen doch wieder schocken. Sehr genau wird auch beschrieben wie das sogenannte Robbenschlagen vor sich geht und wies als einer der ersten kritisch darauf hin, dass die Jungrobben noch leben, wenn sie abgeheutet werden.
4. Fliegende Heinzelmännchen (Das Flughörnchen)
Ein Bericht über die Flughörnchen, die Grzimek selbst hielt und über welche, die ein Bekannter von Klein an großgezogen hatte.
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Auch hier sehr humorvoll, schön zu lesen und vor allem auch informativ. Der Vergleich mit dem Heinzelmännchen kommt beispielsweise daher, dass die Flughörnchen ebenso versteckt leben und kaum zu bemerken sind wie die Heinzelmännchen Mainzs.
5. Tierische Auswanderer
Über Tiere, die entweder von sich aus oder durch Menschen in Länder eingebürgert wurden, in denen sie nicht heimisch waren.
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Wer von uns weiß denn, dass vor Jahrzenten im Rheinland und in Schlesien Kängurus ausgesetzt wurden und sich dort einbürgerten? Sie starben allerdings wieder aus, nach dem sie einige Jahre von Wilderern bejagt wurden. Diese und viele andere Geschichten zum Thema tierische Auswanderer befinden sich hier. Heute nennt man es eher unschön Faunenverfälschung. Grzimek geht auf Vor- und Nachteile ein und nennt Fälle, in denen eine Einwanderung die Natur nicht geschädigt hat genauso wie Fälle, in den fast die ganze Natur einer Gegend zerstört wurde. In dem Zusammenhang wird sehr genau auf die EInschleppung der Moskitos in unseren Regionen und auf die Kaninchenplage in Australien eingegangen.
6. Raubtier mit Visitenkarte (Der Fuchs)
Über Meister Reinecke, wie er lebt und wie er teilweise in unseren Fabeln geschildert wird.
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Sehr genau geht Grzimek hier auf das Verhalten der Füchse ein. Auch hier sowohl der zahm gehaltenen Tiere als auch der wilden Füchse in unseren Regionen. Wußtet ihr, dass Füchse so zahm wie Haushunde werden und auch nicht stinken, wenn man sie in der Wohnung hält. Auch auf die Tiere in den Pelzfarmen geht Grzimek ein.
7. Denken und Zählen der Tiere (Tauben und Dohlen)
Wer immer noch nicht glaubt, dass Tiere denken können und dass sie sogar in der Lage sind (ohne Tricks) zählen können, der soll sich dieses Kapitel mit den tierischen Beispielen durchlesen.
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Tierversuche eher humaner Art werden hier beschrieben. Es geht um Versucht mit vorwiegend Tauben und Dohlen, an denen man wissenschaftlich bewiesen hat, dass Tiere denken und in gewissem Umfang auch rechnen können. Sehr interessant ist hier der Bezug auf den Menschen, denn dieser kann nur durch sein Sprachvermögen anders denken und auch erweiterter rechnen. Grzimek weist aber auch auf den Unsinn mit dem multiplizierenden Pferd hin, das vor einigen Jahren bekannt war. Heute weis man, dass diese Tiere anhand der Reaktion des Besitzers merken, wann sie eben die richtige Antwort geben müssen. Beispielsweise nach dem 18. Mal aufhören zu scharren.
8. Er stirbt, weil er sportlich bleibt (Der Stier)
Eine Geschichte über den Stierkampf in Spanien
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Obwohl Grzimek hier sachlich bleibt, eine sehr erschütternde Geschichte über sein Erlebnis mit dem Stierkampf. Denn Grzimek ließ es sich nicht nehmen, damals einen Stierkampf zu sehen und sich dann sein eigenes Bild darüber zu machen. Schon die Überschrift zeigt, was er davon hält. Denn der Stier stirbt nur, weil er im Gegensatz zum Menschen immer sportlich fair bleibt und sich nicht auf einen wehrlosen stürzt, ganz im Gegensatz zum gefeierten Torero. Spätestens wenn man liest, wie dieser kleine zierliche Stier in die Arene kommt,und dann genauso Muh macht, wie unsere Kühe, wenn sie sich unsicher sind, dann kommt das Grausen über den Unfairen Kampf wieder hoch. Nur wußte Grzimek damals noch nichts, von den Mittelchen, mit denen die Stiere noch mehr benachteiligt werden. (Hörner anschneiden, Spritzen geben) Vielleicht war es auch früher in Spanien noch nicht üblich.
9. Von schnellen und schnellsten Tieren (Wanderfalken, Delphine und Geparden)
Über Tiere und ihre Geschwindigkeiten und daüber, wie die Menschen früher darüber dachten.
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Ein schöner aber auch sehr wissenschaflticher Beitrag. Interessant ist es zu lesen, wie sehr sich die Menschen früher mit der Geschwindigkeit von Tieren vertan haben, bevor sie diese korrekt messen konnten. Lustigerweise kommt es hier auch zu Begebenheiten, bei denen Soldaten, die Vogelforscher waren, im Krieg die Geschwindigkeit von Vögeln mit den Flaks gemessen haben. Oder eine Geschichte, wo ein Soldat nicht das Feuer auf feindliche Bomber eröffnete. Das war auch ein Vogelforscher, der erkennte, dass die feindlichen Bomber nur ein Vogelschwarm waren.
10. Kaspar Hausers - geflügelt und vierbeinig (Dorngrasmücken und ein Pferd)
Besteht aus zwei Teilen. Der sehr traurigen Geschichte des Kaspar Hauser und der Versuche, wie Tiere sich verhalten, wenn sie ohne Artgenossen aufwachsen.
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Sehr genau und detailiiert schildert Grzimek die traurige Geschichte von Kaspar Hauser, dessen Geheimnis nie geklärt wurde. Kaspar Hauser wurde sehr wahrscheinlich als Kind so aufgezogen, dass er nie Menschen sehen konnte. Er verhielt sich in vielen Dingen eher wie ein Tier. Man hielt ihn für einen illegetimen Nachkommen Napoleons. In der Zeit, als er bei den Menschen lebte, wurde er mehrmals durch nicht geklärte Attentate verletzt und schließlich durch einen Dolchstich umgebracht. Nach einer Überleitung berichtet Grzimek dann über seine "Kaspar Hauser Versuche" mit einem Pferd, das er als Fohlen schon von der Mutter trennte und das ohne Artgenossen aufwuchs. Dadurch konnte man erkennen, welche Verhaltensweisen angeboren und welche anerzogen sind. Auch mit Dorngrasmücken wurden solche Versuche durchgeführt. Beispielsweise erkennt ein Pferd keine anderen Pferde, wenn es nur mit Menschen aufgewachsen ist. Es hat dann vor anderen Pferden so viel Angst, wie auch vor anderen Tieren, die es nicht kennt. Nur kleinere Tiere ängstigen es nicht. Beispielsweise hier sogar ein Hund. Also ist sehr viel beim Pferd erlernt. Das Wiehern und Knabbern aber beispielsweise sind angeboren.
11. Wie er golden wurde (Der Goldfisch)
Eine Geschichte über die Goldfische
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Ich war erstaunt, wie interessant die Goldfische sind und dass sie in freier Natur in China gar nicht goldfarben sind. Wer von uns weiß denn schon, dass es über 20.000 Arten gibt, die Fische teilweise über 60 cm groß werden und in Süß- und Salzwasser leben?
12. Viel verkannt (Der Dachs)
Über den Dachs in freier Natur und als zahmes Tier.
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Grzimek räumt hier mit dem Vorurteil auf, dass der Dachs ein griesgrämiges und eigenbrötlerisches Tier ist. Wenn man dieses Kapitel liest, muss man oft schmunzeln, erfährt aber auch sehr viel über diese verspielten Tiere.
13. Menschenkinder in Tierhöhlen?
Oft hörte man - vorwiegend früher - von Geschichten, dass Menschen von Tieren, meist von Wölfen großgezogen wurden. Grzimek schreibt hier sehr kritisch drüber.
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Auch hier wird mit einem Gerücht aufgeräumt. Grzimek schildert erst einige angebliche Fälle von Menschen, die von Tieren großgezogen wurden. Danach geht er die Fakten durch, beispielsweise in welchen Fällen ein Wolf einen Säugling wohl nicht angreifen würde. Aber er stellt auch die kritische Frage, warum nur in einem bestimmten Gebiet Indiens, die Wölfe ausgesetzte Kinder nicht nur nicht fressen sondern noch großziehen sollten. In Indien wurden früher sehr oft Kinder ausgesetzt und diese dann auch von den Wölfen gefressen.
14. Auch ein Überträger der Tollwut (Die Fledermaus)
Ein Bericht über die Tollwut, nicht nur in Deutschland
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Auch hier wissenschaftlich aber durchaus humorvoll geschrieben. Obwohl das Thema ja nicht gerade humorvoll ist. Durchaus ist übrigens nicht immer der Hund/Fuchs/Wolf der Überträger dieser Krankheit. In einem der beschriebenen Fälle geht es um den Vampir, eine Fledermausart, die sich am Blut von Säugern labt.
15. Wenn er Menschen tötet (Unser Hund)
Diesen Beitrag aus dem Jahre 1956 sollte man mal unserer Regierung mit ihrer tollen Kampfhundeverordnung vorlegen. Denn auch damals kam es aus verschiedensten Gründen zu Tötungen von Menschen durch Hunde.
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Ich muss hier einfach mal einen Auszug aus dem Buch bringen:
"Nun, es gibt allein in Stuttgart 30.000 versteuerte Hund und in ganz Westdeutschland einige Millionen. Wie wenig "Gewaltverbrecher" befinden sich uner ihnen, verglichen mit den menschlichen Insassen unserer Zuchthäuser, Gefängnisse und Irrenanstalten! Nein, für den Menschen bleiben am gefährlichsten immer noch der Mensch und seine Schöpfungen, die Autos, die in jeder Stunde mehr Menschenblut fließen lassen wie alle Hunde, Löwen, Tiger und Wölfe zusammengenommen in Jahrzehnten. Je mehr wir uns dem Hunde zuneigen, je enger wir ihn als Freund in unseren nächsten Lebenskreis einschließen, um so mehr können wir ihm vertrauen"
Ich denke, ich brauche diesen Passus nicht groß erläutern. Insgesamt beschreibt der Forscher, dass die Hunde, die mit dem Menschen zusammenleben, diesen immer erkennen, während Zwingerhunde oft mehr die Kleidungsgerüche als den Menschen erkennen. Das ist dann frappierdend, wenn sie ihrem Herrn dann mal unbekleidet begegnen. Hier werden ein paar Fälle geschildert, nicht dass ihr euch jetzt wundert. So wurde ein Mann beim Baden in einem Fluß von seinen zwei Doggen zerfleischt. Oder auf der anderen Seite stellte sich heraus, dass Polizeihunden demjenigen folgten, der nache einem Kleiderwechsel die Kleider ihres Herrn anhatte, nicht ihrem Herrn/Führer.
16. Mit dem Arm in den Leib (Das Zebu)
Geschichte über eine Operation eines Zoo-Zeburindes
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Interessant geschildert, gibt einen guten Einblick in die Schwierigkeiten, die eine Operation bei einem Zootier mit sich zog. Nebenbei erfährt man, was für unnützes Zeugs man in einem Zebumagen findet, bzw. was die Zoobesucher gerne in das Gehege werfen.
17. Soll er wieder in unsere Wälder (Der Bär)
Ein Beitrag über die wilden Bären in Nordamerika und darüber, wie gefährlich diese sind und ob man sie nicht bei uns wieder einbürgern sollte.
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Trotz der Frage in der Überschrift geht es hier eher um ein Plädojer dafür das friedliche braune Raubtier bei uns wieder anzusiedeln. Aber es wird auch hier immer auf die bedenkenlosigkeit mancher Menschen im Umgang mit dem Tier hingewiesen. In einem Beispiel nennt Grizmek den vergebungslosen Versuch seiner Frau, eine Mutter davon abzuhalten, ihr Kind über die Brüstung ins Bärengehege hereinzuhalten, damit diese an den Braunbären kam. Allerdings erfährt man auch sehr viel über den Meister Petz, das heißt seine Lebensweise.
18. Tiere und Autos
Geschichten zum Nachdenken über die Reaktionen von Tieren auf Autos.
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Von humorvollen Geschichten, wie beispielsweise einem Nashornbullen, der tatsächlich ein Auto für eine Nashorndame hielt und dessen Besitzer sich dann aus dem Auto flüchten mußte bis hin zu Zahlen über überfahrene Tiere ist hier alles vorhanden.
19. Rechts-Äuger oder Linkshänder?
Geschichten darüber, dass Tiere wie Menschen meist eine Seite bevorzugen. Sei es beim Hufe scharren oder auch beim Sehen.
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Faszinierend, wer hat sich schon Gedanken darüber gemacht, ob man ein Rechts- oder ein Linksseher ist. Meistens dominiert auch bei den Menschen eines der Augen. Grzimek bietet hier Zahlen und einige lustige Beispiele aus der Tierwelt.
20. Vom Hören der Tiere
Bericht über den Hörsinn in der Tierwelt und den von Menschen
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Auch hier sehr sehr wissenschaftlich, aber trotzdem sehr interessant mit vielen Beispielen beschrieben. Hier gibt es sogar zwei Grafiken dazu, um alles verständlich zu machen
21. Flugzeuge und Tiere
Über die Reaktion von Tieren auf Flugzeuge
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Auch hier ein eher humorvolles Kapitel über die Reaktion von Tieren auf Flugzeugen. So lieben es in Afrika einige Löwen, die Flugzeuge zu demolieren, Greifvögel verhalten sich, als ob ein anderer Greif einen Auwind nutzt und verfolgen es beispielsweise oft.
22. Unsere Tiere sehen Filme
Über Tiere und das Fernsehen
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Humorvoll und sehr informativ. Bestätigt das, was ich bei unserem jetzigen Irish erlebt habe. Da kam eine Gnuherde im Fernsehen. Joker, unser Hund lief nach vorne, und schaute dann zur Seite, wo sie eigentlich hätten rauskommen müssen. Grzimek nennt hier einige Beispiele, nur konnte er das Verhalten von Servalen, Schimpansen oder Geparden dabei beobachten.
23. Tiererlebnisse mit Zeitungen und Funkhäusern
Ein humorvoller aber auch nachdenklich stimmender Bericht über Grzimeks Erlebnisse mit Presse und dem Radio.
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Von Aprilscherzen bis zu ernstgemeinten "Enten" in ausländischen Zeitungen ist hier alles vorhanden. Sehr lustig ist der Aprilscherz, den Grzimek sich mit seinem Zoo bezüglich eines weißen Elefanten ausgedacht hat.
GESAMTEINDRUCK
Eine sehr gute Mischung von Geschichten um Tiere und von einzelnen Tieren. Wissenschaftlich sehr gut aber auch sehr interessant und humorvoll beschrieben. Grzimek kann einem jedes der Tiere sehr interessant nah bringen, so dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Die Art, wie er schrieb, wirkt vielleicht schon etwas altertümlich. Aber sie ist auch gut und sehr interessant bzw. super passend. Selbst ich, die ich mich ziemlich mit Tieren auskenne, habe hier noch einiges Neues erfahren.
Im Gegensatz zu anderen Forschern dieser Zeit überzeugte mich dieses Buch noch mehr von Bernhard Grzimek. Er war damals seiner Zeit in Bezug auf Tierschutz und anerkennen dieser vielen Weit voraus, das kommt in fast jedem Beitrag hier heraus.
BERNHARD GRZIMEK (1909 - 1987) - INTERNETRECHERCHE
Bernhard Grzimek ist für mich einer der ganz Großen, was Tierhaltung und auch Tierschutz angeht. Im Gegensatz zu vielen Menschen, die zu seiner Zeit lebten, war er auch immer darauf bedacht, wie es den Tieren geht und erforschte, was gut für sie war.
Bernhard Klemens Maria Grzimek wurde am 24. April 1909 in Neisse/Niederschlesien geboren.
Nach dem Studium der Vetreninärmedizin und Zoologie an den Univeritäten Leipzig und Berlin arbeitete er in Berlin als Tierarzt und Sachverständiger im Reichsernährungsministerium. Mit seinen Arbeiten zu Geflügelkrankheiten und zur Verhaltensforschung wurde Grzimek in der Welt der Wissenschaft bekannt.Im zweizen Weltkrieg war Grzimek als Veterinäroffizier eingesetzt; und nach 1945 begann er, dern vollkommen zerstörten Zoo in Frankfurt als dessen Direktor wieder aufzubauen. In drei Jahrzehnten entwickelte er diesen zu einem der artenreichsten und annerkanntesten Zoologischen Gärten in Europa.Ende April 1974 ging Grzimek in den Ruhestand als Zoodirektor, setzte seine Medien- und Forschungstätigkeit jedoch fort. Schon frühzeitig erkannte Bernhard Grzimek die Gefahren für die Tierwelt durch die ständig wachsende menschliche Zivilisation und warnte schon vor Umweltschäden, als die Welt noch heil zu sein schien, lange, bevor dies einer Mehrheit von Wissenschaftlern bewußt wurde. Dabei war er sich nicht nur einseitig für den Tierschutz eingesetzt. Er war nicht nur Tierfreund, sondern auch Menschenfreund. Sein Ausspruch : "Der Mensch ist ein Teil der Natur und kann ohne sie nicht leben. Deshalb ist Naturschutz Menschenschutz", belegt dies zweifelsfrei.
Sein unermüdlicher Einsatz für die heimische und fremdländische Tier- und Pflanzenwelt, sein Kampf gegen Landschaftszerstörung, illegalen Tierhandel und Schmuggel, quälerische Nutztierhaltung und Mißbrauch von Tierversuchen brachten ihm auch viele Anfeindung der entsprechenden Industriezweige, die daran gut verdienen. Er griff Robbenfänger genauso an wie feine Damen der Gesellschaft, die Pelze trugen.
DATEN
Titel: 20 Tiere und 1 Mensch
Autor: Bernhard Grzimek
Seiten: 345
Verlag: Verlegt bei Kindler
Verlagsjahr: 1956
ISBN-Nr.: Keine zu finden, vermutlich erhält man das Buch nur noch auf Flohmärkten oder in Antiquariaten.
FAZIT
Ein gelungenes Tierbuch von Bernhard Grzimek, das wissenschaftliche Kenntnisse mit humorvollen Erlebnissen sehr gut und interessant kombiniert. Leider habe ich es nirgends im Internet gefunden, also schwer erhältlich.
Liebe Grüße
Miara (10.09.2001)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-21 00:11:12 mit dem Titel Spannender historischer Roman über Liebe und Ehre
Mondfeuer ist ein Buch, das mich schon vom äußeren fasziniert hatte. Dazu kam auch die Inhaltsbeschreibung und dass es im Kaufhof dieses Buch für 5 Euro zum Kauf gab. Hier meine Meinung zu diesem historischen Roman.
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VORWORT
Mondfeuer ist eine Saga, die zur Zeit der Kriege um Germanien spielt. Diese Zeit ist eine Zeit, die mich persönlich besonders interessiert. Ein wenig wohl auch, weil in dieser Zeit in Germanien die Frauen sowohl als Ehefrauen oder Hausfrauen aber auch als Kriegerinnen anerkannt sein konnten. Es ist aber auch ein Buch, in dem es um Rom und die Zersetzung des Reiches durch Machtgierige und Mordende Kaiser geht. Und auch Rom ist für mich eines meiner Lieblingsthemen. Und dadurch, dass hier Rom und Germanien aufeinanderprallten, zwei ganz unterschiedliche Kulturen, dadurch ist dieser historische Roman für mich auch ein Buch, das viele meiner Träume beinhaltet. Denn oft stelle ich mir gerade diese Zeit und diese Konfrontation bildhaft vor.
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INHALT
Im ersten Jahrhundert nach Christus steigt die Korruptheit und Tyrannei in Rom rasant an. Und in dieser Zeit spielt auch Mondfeuer. Nero herrscht noch in Rom und viele Menschen leiden oder sterben unter seinen Methoden. Im fernen Germanien rückt aber die römische Armee immer weiter vor.
Zu dieser Zeit wird auch Aurianne geboren, die Tochter des Chattenfürsten und Kriegsführers Baldurs. Die Chatten waren einer der kriegerischten germanischen Stämme und lebten im Taunus und Westerwaldgebiet. Die letzten freien Stämme verteidigten sich hier gegen die Übermacht der römischen Armee. Aber Aurianne umgibt etwas Besonderes. Denn schon bei ihrer Geburt wurden seltsame Dinge von der Seherin Ramis vorhergesagt, die untypisch für eine Frau sind. So wurde ihr besonderer Mut, Kriegsglück, harte Kämpfe und sogar die Tötung des eigenen Vaters vorhergesagt. Letztere Weissagung sorgte auch beinahe zur Tötung des Kindes, denn die Tötung des eigenen Vaters verstösst gegen alles, woran die Sippe glaubt. Es ist ein nicht gutzumachendes Verbrechen. Aber Auriannes Mutter setzt sich durch und so wächst Arianne in den Wäldern Germaniens auf.
Das Mädchen wächst in einer Zeit auf, in der Grenzkriege und Raubzüge fast an der Tagesordnung waren. Denn nicht nur gegen die Römer musste man kämpfen, es gab auch verfeindete germanische Stämme, von denen schon viele von den Römern abhängig waren. Und so lernt Aurianne sehr schnell, wie man so kämpft, dass man überlebt. Aber das Schicksal meint es nicht nur gut mit Aurianne. Und so wird die junge Frau eines Tages von Odbert vergewaltigt, einem Verräter an ihrem Volk. Die junge Frau kann entkommen und weiht ihr Leben dem Gott Wotan, damit verzichtet sie auf eine Ehe, denn sie ist nach den Gesetzen jetzt mit dem Gott Wotan verheiratet.
Von einem römischen Sklaven, der bei den Chatten lebt, lässt sich sich im Schwertkampf und römischen Kampftechniken unterrichten. Aber Darius ist für sie nach einiger Zeit auch mehr als nur ein Lehrer, er wird zu ihrem Geliebten.
Eines Tages wird Auriannes Vater verraten und von den Römern gefangen genommen. Und auf seine Bitte hin durchbohrt Auriannes Speer seinen Körper. Denn für einen Chatten gibt es keine größere Ehrlosigkeit, als lebendig in Gefangenschaft zu geraten. Und so hat sich auch eine der Prophezeiungen erfüllt. Aber die Götter sind mit Aurianne und so entgeht sie auch der Strafe als Mörderin. Durch ihren Mut und ihre Gabe andere Menschen zu überzeugen wird Aurianne zu einer Führerin der Chatten gegen die Römer und ihr gelingen einige Siege im Kampf gegen den übermächtigen Feind. Aber dann wird der neue Herrscher in Rom ungeduldig und will nur noch eines, diese frechen Germanen unterwerfen.
Neben Aurianne geht es in Mondfeuer aber auch um den römischen Patrizier Marcus Julianus, dessen Geschichte hier ebenfalls von Kindheit an erzählt wird. Und Marcus Julianus, der durch seinen Vater, einen Statthalter Roms in Germanien, früh schon von Aurianne erfährt, fühlt sich der jungen Frau und ihrem Freiheitskampf verbunden. Und als die tapfere Frau in Gefangenschaft gerät, ist er es, der heimlich seine schützende Hand über sie hält. Aber auch der Kaiser selbst hat ein Auge auf diese schöne Frau geworfen, die für ihn etwas ganz besonderes ist, da sie nicht so berechnend wie die Römerinnen ist....
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MEINUNG
Ich hätte noch viel mehr vom Inhalt des Buches schreiben können, denn der Part des Marcus Julianus ist ebenso interessant wie der von Aurianne. Im Buch wechseln sich die Kapitel immer zeitgleich mit den Erlebnissen der wilden Kämpferin und des römischen Strategen ab. Denn während Aurianne mit Waffengewalt um ihr Überleben und die Freiheit des Volkes kämpft versucht Marcus durch Schlauheit dem tyrannischen Kaiser etwas von seinen Bosheiten zu nehmen und gleichzeitig sein Leben zu schützen.
Der Roman Mondfeuer hat mir sehr gut gefallen, aber ich war immer hin- und hergerissen, wenn das Buch aus der Perspektive einer Hauptperson in die der anderen wechselte. Denn meistens waren es auch spannende Momente, wenn umgeblendet wurde. Beide Schicksale waren gut vorstellbar und ich konnte mir sowohl das korrupte Rom vorstellen wie auch das Germanien, das dem Untergang geweiht war, jedenfalls hinsichtlich der bisherigen Lebensweise.
Sehr gut gefiel mir aber auch, wie feinfühlig und gut hier die Sitten beider Völker gezeigt wurden. Da hat mir der germanische Part sogar noch besser gefallen als der Römische. Denn hier wurde viel Liebe zur Natur, viel Ehrfurcht vor jedem Leben und sehr viel auch von Ehre gezeigt. Aber auf der anderen Seite wurde es mir als moderner Frau auch etwas merkwürdig, wenn ich miterleben musste, wie hier beispielsweise ein Pferdekampf über Leben und Tod entscheidet, weil eben die Götter das Pferd siegen lassen, das den Unschuldigen bzw. Éhrhaften vertritt.
Aber auch von Rom erfährt man sehr viel. Das fängt bei den Menschen an, die sich gerade von einem Tyrannen erholt haben und dann direkt unter die Fuchtel des nächsten machtbesessenen Kaisers geraten. Aber auch über das Kollosseum erfährt man hier viel, denn Aurianne landet nach einigen Schicksalsschlägen als Gladiatorin in diesem berühmten Kampfhaus, das den Massen zur Ablenkung diente.
Sehr schade fand ich, dass auf Darius Schicksal ab einer bestimmten Stelle nicht näher eingegangen wird. Aber die interessante Geschichte zwischen Aurianne und Marcus ist schon bewundernswert. Zwei Menschen sind hier durch und mit dem Schicksal verbunden und erfreulicherweise entsteht hier auch eine Liebesgeschichte, wenn diese auch nicht erlaubt ist. Daneben erfährt man aber auch sehr viel über das Leben und Sterben der Gladiatoren. Denn viele der mutigen Chatten gelangten wegen ihres verzweifelten Kampfes gegen Rom in die Gefangenschaft und auch in die Gladiatorenschulen. Und obwohl Frauen als nicht so gute Gladiatoren angesehen wurden, gab es in Rom auch sehr oft Kämpfe von Frauen. Mich selbst schockte hier dran, dass auch junge Frauen dazu gezwungen wurden, die nichts vom Kämpfen hielten. Und wer sich hier nicht gut genug hielt und seinen Gegner bezwang (tötete), der starb damals sehr schnell.
Aber man erfährt auch sehr viel über die Methoden, mit denen höhere Romer, auch der Kaiser, unliebsame Gegner ausschalteten und oft auch töteten. Giftnadeln, intrigante Behauptungen, Lügen, alles wird hier in diesem Roman gezeigt. Und die Bösen sind wie in der Wahrheit auch nicht immer nur die Männer. Eingen der "Damen" will ich lieber nicht begegnet sein.
Mondfeuer ist ein mytischer, historischer Roman, in dem es aber auch sehr rasant, kämpferisch und grausam zugeht. So wie das wohl leider damals auch war. In den 1.148 Seiten kam bei mir keine Langeweile auf. Das Buch fesselte mich regelrecht, so dass ich es kaum aus den Händen legen wollte. Etwas auffällig waren beim Lesen die sehr dünnen Seiten. Diese waren zwar stabil, so dass nichts eingerissen wurde, aber wenn ich nicht aufpasste, hatte ich zwei statt einer Seite beim Umblättern in der Hand.
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DATEN
Titel: Mondfeuer
Autorin: Donna Gillespie
Seiten: 1.148
Art: Historischer Roman
Buchart: Gebundenes Buch
Verlag: Krüger, Frankfurt
Erscheinungsdatum: 1994
ISBN: 381050887X
Verfügbarkeit: Bei Amazon als Broschürte Ausgabe, ansonsten gebraucht oder in Kaufhäusern
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FAZIT
Mondfeuer war ein sehr packender historischer Roman, in dem es um das Schicksal einer jungen Germanin und eines römischen Patriziers geht. Aber es wird hier auch der Kampf Roms gegen die Germanen gezeigt, die nur eines wollten, in Frieden und mit ihren Sitten weiterleben.
Liebe Grüße und danke fürs Lesen - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-04 14:05:40 mit dem Titel Ungewöhnliches und gutes Geschenkbüchlein (Der Prophet von Khalil Gibran)
Der Prophet von Khalil Gibran ist ein Taschenbuch, das ich mir schon vor einiger Zeit gekauft habe. In einem Buchladen entdeckte ich das Büchlein für 5 Euro. Hier meine Meinung zu "Der Prophet".
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ALLGEMEIN
Der Prophet von Khalil Gibran ist kein neues Buch. Das Exemplar, das ich jetzt besitze, wurde im Oktober 2002 neu aufgelegt. Erschienen ist dieses Buch, das sehr viel Weisheit vermittelt, schon 1923. Und seit dem gilt es als Kultbuch. Gehört hatte ich übrigens auch schon vor dem Kauf von diesem Buch, aber irgendwie hatte ich es selbst noch nirgends entdeckt.
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INHALT
Der Prophet handelt von einem Propheten, der kurz vor seiner Abreise steht. Er hatte zwölf Jahre lang auf die Ankunft seines Schiffes gewartet, das zurückkehren sollte, um ihn auf die Insel seiner Geburt führen sollte. Kurz bevor das Schiff eintritt und sich der Weise schon darauf vorbereitet die Stadt zu verlassen, erscheinen die Einwohner der Stadt. Sie rufen ihn und bitten ihn zu bleiben. Denn obwohl sie sonst nicht gezeigt haben, dass sie sich für seine weisen Ideen interessieren, wissen sie jetzt, dass der Abschied des Propheten endgültig ist. Und so möchte sie doch noch etwas von ihm und seinem Wissen über das menschliche Leben erfahren. Durch das Flehen der Einwohner lässt sich der Prophet erweichen und beantwortet noch einige Fragen der Einwohner, auch wenn das Schiff noch auf ihn wartet. Egal, wer ihn was fragt, der Prophet beantwortet sämtliche Fragen die ihm gestellt werden.
Und darum geht es auch hier im Buch. Denn fast der gesamte Teil des Buches ist ein Frage- und Antwortspiel. Von Seite 19 bis Seite 112 werden 27 Fragen gestellt und vom Propheten ausführlich und gut beantwortet. Es handelt sich hier um Fragen bzw. Gedanken, die auch heute noch gültig sind. Das sind beispielsweise Gedanken zur Liebe, zur Ehe, zu den Kindern, zur Arbeit, zum Schmerz, zur Schönheit, zur Religion oder zum Thema Gut oder Böse. Es sind Gedanken von Khalil Gibran, die er durch die Person des Propheten hier weitervermittel.
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MEINUNG
Das Büchlein ist vom Aussehen und Format sehr schön, obwohl es sich ja nur um ein Taschenbuch handelt. Auf der Vorderseite befinden sich einige interessante Symbole. Es sieht fast so aus, wie einige gut gemachte Kirchenfenster. Das Taschenbuch selbst hat ein kleineres Format als es normal der Fall ist. Man kann es so tatsächlich gut in eine Handtasche stecken oder woanders einstecken. Die Blätter sind fest und dick, die Schrift ist normal groß. Durch die dicke der einzelnen Seiten wirkt das Buch umfangreicher als es tatsächlich ist. Durch die 129 Seiten ist man hier relativ schnell durch. Relativ schnell sage ich hier extra, denn von den Themen her sollte man das Buch nicht nur überfliegen sondern muss sich manchmal doch damit befassen, was der Autor hier ausdrücken möchte bzw. weitervermittelt.
Der Stil ist ungewöhnlich, jedenfalls für mich, die ich doch eher heutige Literatur lese. Man merkt hier doch, dass das Buch schon vor einigen Jahren geschrieben wurde. Zudem betont diese altertümliche Schreibweise auch das leicht Exotische Thema dieses Propheten, der eine bestimmte Zeit am Rande einer Stadt verbringt, um so mehr über die Menschen und das Leben zu lernen.
Die Weisheit, die aus diesem Buch herauskommt, hat mich beeindruckt. Ich möchte hier doch mal ein Beispiel nennen, bei dem ich allerdings nicht den ganzen Bereich bringe, sondern nur das Wesentliche nenne. So wird der Prophet von einem Advokat zum Thema Gesetz befragt. Und die Antwort lautet: "Ihr habt Freude daran, Gesetze zu erlassen. Doch noch größere Lust bereitet es euch sie zu brechen. Wie Kinder, die am Meer spielen und immer wieder Sandschlösser bauen, die sie dann unter Gelächter zerstören...." Der Prophet geht aber auch auf die Menschen ein, die mit einigen Gesetzen nichts anfangen können und auf den Hass, durch den manche Menschen Gesetze eben anders auslegen. Im Buch wird das Thema auf drei Seiten behandelt, daher verzeiht mir, wenn ich hier nicht alles anbringen kann. Ich möchte nur zeigen, wie die Art dieses Buches ist.
Insgesamt ist Der Prophet ein sehr tiefgründiges und poetisches Buch, das den Leser dazu bringt, einige Aspekte des Lebens mit neuen Augen wahrzunehmen und etwas mehr über viele Punkte nachzudenken. Ich selbst würde es als Lebensratgeber ansehen, der hier nur in Romanform gepackt wurde, weil es eben interessanter ist, alles durch eine kleine Geschichte zu erfahren. Vielen Menschen fällt so das Lesen solcher Themen leichter. Ob es nun darum geht, dass man seine Kinder irgendwann einmal loslassen soll oder dass man nur wirklich gibt, wenn man etwas aus vollem Herzen gibt, das Buch bietet sehr viele gute Themen, die zumindestens mich angesprochen haben.
Meiner Ansicht nach ist Der Prophet auch ein Buch, das man sich selbst mal schnell zur Hand nehmen kann, wenn man zu einem bestimmten Thema Zweifel oder Fragen hat. Denn durch das gute Inhaltsverzeichnis und die einzelne Abhandlung der Fragen ist alles übersichtlich und einfach zu finden.
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AUTOR
Khalil Gibran wurde 1883 im Libanon geboren. Nach einigen Jahren der Wanderschaft emigrierte er 1910 in die USA. Dort widmete er sich vor allem als Maler und Dichter der Erneuerung der arabischen Literatur und einer Versöhnung der Kulturen. 1923 veröffentlichte er "Der Prophet". Khalil Gibran starb im Jahre 1931. Ich selbst muss sagen, dass es ihm in dem Buch gelungen ist, dem Leser auch die kulturellen Aspekte anderer Völker so zu vermitteln, dass sie einem nicht fremdartig sondern weise und logisch vorkommen.
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DATEN
Titel: Der Prophet
Autor: Khalil Gibran
Seiten: 127
Art: Taschenbuch
Buchart: Geschenkbuch, Lebensratgeber in Romanform
Erstausgabe: 1923
Ausgabe: Neuübersetzung Oktober 2002
ISBN-Nr.: 3-492-23787-8
Verlag: Piper
Preis: 5,00 Euro
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FAZIT
Der Prophet ist ein Buch, das für alle geeignet ist, die sich etwas mehr mit dem Sinn des Lebens und dem beschäftigen wollen, was unser menschliches Leben beeinflusst und ausmacht. Es ist relativ einfach zu lesen, bringt den Leser aber dazu, noch mehr über diese Dinge nachzudenken. Men kann es ebenso gut selbst lesen als auch guten Freunden schenken.
Liebe Grüße, danke fürs Lesen, Bewerten und/oder Kommentieren. - Miara weiterlesen schließen -
Das musst Du mal lesen
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
********** Vorgeschichte **********
Ich bin ja nun wirklich keine Leseratte. Immer, wenn ich ein Buch anfange, dauert es nicht lange und ich lege es wieder weg, oder ich schlafe einfach ein. Meiner Frau ist das bekannt, darum hat es mich umso mehr gewundert, aber als sie in einem unserer letzten Urlaube ein Buch zur Seite legte und zu mir meinte: "Das musst Du mal lesen". Da mich das neugierig gemacht hatte, blätterte in dem Werk herum, las die ersten Seiten und dann die nächsten und .....
Meine Frau schlief schon, als ich das Buch endlich zur Seite legte. Mittlerweile war es 4:00 Uhr morgens und ich hatte fast die Hälfte dieses Buchs verschlungen.
Es handelte sich dabei um das Buch "Das Kartengeheimnis" von Jostein Gaarder!
********** Der Autor **********
Da es für mich grundsätzlich nicht von großer Bedeutung ist, wer das Buch, das ich gerade lese, geschrieben hat, musste ich mich erst ein wenig schlau machen. Zum Autor kann ich jetzt folgendes kurz sagen:
Jostein Gaarder ist 1952 geboren und studierte in Oslo. Dort und in Bergen lehrte er später auch Philosophie an den Universitäten. Seit 1991 ist er überwiegend als Schriftsteller tätig, lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Oslo.
Sein wohl bekanntestes Werk ist "Sofies Welt", womit er auch international bekannt wurde.
********** Der Inhalt **********
Eigentlich sind es ja drei Geschichten, die in diesem Buch erzählt werden oder viel mehr gesagt drei Reisen:
Die erste und im Vordergrund stehende Reise, ist die Reise eines Vaters mit seinem Sohn nach Griechenland, wo sie die Mutter suchen wollen. Diese war wohl vor Jahren schon aufgebrochen, um dem tristen Alltag zu entfliehen und sich selbst zu finden.
Auf dieser Urlaubsreise, die die beiden mit dem Auto unternehmen wird mehrmals Rast gemacht, u.a. auch in einem kleinen Bergdorf in der Schweiz. Bei diesem Aufenthalt kommt der Junge auf mysteriöse Art und Weise in den Besitz eines Buches, das für ihn eine weitere Reise enthält, die ihn in geheimnisvoller und abenteuerlicher Weise in eine nicht unbedingt reale Vergangenheit führt.
Eine dritte und bestimmt nicht weniger spannende Reise unternehmen die beiden in das Reich der ungelösten Fragen. Woher kommen wir? Wer sind wir? Gibt es einen Gott? Das sind die Fragen, die die beiden auf ihrer Reise beschäftigen.
Irgendwie kommen die drei Reisen bzw. Geschichten am Ende alle zusammen und der Nebel, der den Leser bis dahin umgibt, lichtet sich und alles wird klar verständlich!.
********** Mein Urteil **********
Das Buch ist sicherlich nicht leicht zu lesen. Der stetige Wechsel zwischen den drei Geschichten ist bestimmt gewöhnungsbedürftig. Aber die Geschichten sind so in einander verstrickt, dass man nach jedem Wechseln eigentlich gerne wissen möchte, wie die vorige Geschichte weitergeht. Allerdings ist diese Begierde nur von kurzer Dauer, da die neue Geschichte nach kurzer Zeit selbst schon wieder so interessant ist, dass man gerne auch hier weiterliest. Das macht dieses Buch so übermäßig spannend und führt dazu, dass man einfach weiterlesen muss.
Ich hatte dieses Buch dann auch am nächsten und übernächsten Tag schon ausgelesen (ohne einzuschlafen, ganz im Gegenteil) Das ist, wie gesagt für mich eine absolut reife Leistung, da ich wie gesagt, nicht unbedingt eine Leseratte bin. Und genau wie meine Gattin legte ich das Buch dann zur Seite und meinte nur noch:
"Ein wirklich faszinierendes Buch!"
Ich kann das Buch eigentlich jedem nur wärmstens empfehlen. Nur sollte man sich nichts besonderes vornehmen, wenn man mit dem Lesen beginnt, denn man lässt es erst wieder aus der Hand, wenn man es ausgelesen hat und man sollte auf gar keinen Fall versuchen die Geschichten irgendwie in die Realität zu überführen, weil viele Teile, gerade der zweiten Reise einfach nur märchenhaft sind.
Gruß
city-flitzer weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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PuschelHaeschen, 23.04.2002, 13:24 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Echt klasse der Bericht! Hoffe, dass meine Berichte auch mal so gut werden!
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Ein reizvoller Gedanke....
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Bei einer meiner regelmäßigen Stöberaktionen in den Buchhandlungen dieser Welt stieß ich vor etwa 2 Jahren auf ein Buch mit dem Titel
MANN FÜR EINEN TAG / (Hrsg. Fiona Giles)
Gewitzte Leser können , so wie auch ich damals sich jetzt schon so ungefähr vorstellen was damit wohl gemeint sein könnte. Allerdings erwartete mich hier kein Roman sondern eigentlich diverse Kurzgeschichten von Frauen die den wirklich verführerischen Gedanken haben einen Tag lang mit dem besten Stück des Mannes ausgerüstet zu sein.
GRUNDGEDANKE
Was würden Frauen so alles mit ihm anstellen wenn sie nur für einen Tag einen Penis hätten. Gerade für Frauen das wohl am umstrittenste Teil eines Mannes überhaupt. Imstande Liebe und Genuss zu schenken, andererseits imstande Schmerz und große Gleichgültigkeit zu zeigen. Fiona Giles befrage, Autorinnen, Dichterinnen , Künstlerinnen zu diesem Thema. Jede von ihnen machte sich auf ihre Weise Gedanken zu diesem Thema zu machen. Heraus gekommen ist eine Vielzahl witziger, ernsthafter und auch wütender Geschichten rund um des „Mannes bestes Stück“.
Kommt es darauf an ein bestimmtes Stück in die Finger zu bekommen oder aber wäre es egal ? Würde ich schleunigst zusehen das ich Verona Feldbusch in die Finger bekomme? Spielt es eine Rolle ob die Frau bisexuelle Neigungen, Lesbisch oder heterosexuell ist? Was denken zum Beispiel Schwule was Frauen damit machen würden?
DIE STORYS
Von Einzeilern, über Gedichte, Kurzgeschichten oder Träume zu diesem Thema finden wir alles in diesem Buch ! Manche lassen sich von Rachegelüsten auf ein Ganz spezielles Stück hinreißen, andere sehen das ehr allgemein. Interessant ist wirklich die Bandbreite der Gedanken, denn es ist schon erstaunlich auf welche skurrilen Gedanken Frauen kommen können ;o)..
MEINE MEINUNG
Ich halte es zunächst mal für Schwachsinnig euch von einzelnen Geschichten den Inhalt zu erzählen ,denn im Prinzip möchte ich auch nur neugierig machen .Ich fand dies Buch in jedem Fall sehr amüsant. Es hat sicher auch den Vorteil das es nicht an einem Stück gelesen werden muss sondern immer wieder mal eine kleine nette Kurzgeschichte bietet.
Vielleicht sollte „frau“ sich wohl mit wichtigeren Dingen im Leben beschäftigen als dieser Frage auf den Grund gehen, aber ich denke jeder gibt wohl offen zu das er sich darüber schon einmal Gedanken gemacht hat.
Das Buch ist kurzweilig, witzig und regt oft auch zum Nachdenken an .Schließlich sind es nicht immer nur Gute Erfahrungen die Frauen mit dem Penis verbinden.
FAKTEN
FIONA GILES ( HRSG.)
EIN MANN FÜR EINEN TAG
Taschenbuch
Etwa 10 € ( ich weise aber hier auch wieder auf Ebay und andere Auktionshäuser hin, wo es sicherlich für weniger Geld zu bekommen ist)
MANHATTEN BÜCHER – erscheinen im Goldmann Verlag , einem Unternehmen der Verlagsgruppe Bertelsmann.
ISBN:3-442-5400-4
Deutsche Erstveröffentlichung 1997
270 Seiten und ca. 50 Beiträge.
FAZIT
Natürlich empfehle ich dieses Buch als leichte witzige Gute- Nacht –Lektüre. Die Geschichten haben Humor und vor allem Niveau, was bei diesem Thema sehr wichtig ist. Ich vergebe aufgrund dessen die komplette Sternchenreihe und spreche ein „ sehr Empfehlenswert“ aus.
PS: Ich habe nun KEINE detaillierte Inhaltsangabe gemacht, weil ich in diesem Fall für sinnlos halte. Ich möchte euch eigentlich nur neugierig machen und sagen das es sich in jedem Fall lohnt ;o)..
VIELE GRÜßE NIKOLINA
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-01 16:06:18 mit dem Titel Einfach nur "echt"...
Ja, ich hab es schon wieder getan , ich habe schon wieder ein Buch ausgelesen und war lange nicht mehr so traurig darüber das die 350 Seiten nun vorbei sein sollten. Das Buch von Gernot Gricksch der mir bis dato völlig unbekannt war und den bedeutungsschwangeren Titel
DIE DENKWÜRDIGE GESCHICHTE DER KIRSCHKERNSPUCKERBANDE
trägt wurde mir mal wieder von einem Bekannten wärmstens ans Herz gelegt . Und eigentlich sagt der Titel bereits alles aus und ist wahnsinnig treffend gewählt, denn die Geschichte der Kirschkernspuckerbande ist wirklich sehr denkwürdig ;o)..
WORUM GEHT’S?
Die Geschichte beginnt damit das Piet Lehmann im Jahre 2000 ausgerechnet an seinem 40. Geburtstag am Grabe eines seiner besten Freundes steht. Hier treffen sich alle 6 Mitglieder der „Kirschkernspuckerbande“ wieder. Piet beginnt sich zu erinnern, wie alles begonnen hat und welche Bande sie vereint.
Dann beginnt er im Jahr 1960 die Geschichte jedes einzelnen zu erzählen , wie sie zusammen trafen und was sie gemeinsam erlebten.
Da wäre zum einen er selbst. Aufgewachsen bei völlig normalen Eltern, schon als Kindergartenkind dick befreundet mit Sven einem Nachbarjungen. Piet nimmt im Laufe seiner Jugend mit, aufsässig autonomer Punk versucht er gegen die Norm anzukämpfen um später doch ein ganz normaler Journalist zu werden. Sven hingegen steht zunächst völlig unter den Pantoffeln von Piet und ist ehr ein sehr schüchterner Junge. Sein Vater verließ sehr früh ihn und seine Mutter und die beiden kämpften sich mehr schlecht als recht durchs leben. Als Sven seiner homosexuellen Veranlagung und den Wunsch Bühnenbildner zu werden freien Lauf lässt verändert er sich in einen selbstbewussten Mann.
Dann wäre da noch Dilbert, der irgendwann in der Grundschule zu ihnen stieß. Ein Rüpel wie er im Buche steht. Große Klappe, aufsässig und in der Pubertät ein extremer Weiberheld. Petra , wurde als erstes Mädchen akzeptiert, dies aber auch nur aufgrund dessen weil sie ehr Pumuckl frisurentechnisch mehr glich als Barby. Petra ebenfalls sehr rüpelig verbringt ihre Kindheit damit sich zu kloppen und sich ständig mit Dilbert zu prügeln. Das die zwei in einer pubertären Phase urplötzlich erotischen Gefallen aneinander finden wird prompt mit einer Schwangerschaft und dem darauffolgendem kleinen Jan quittiert.
Als erstes RICHTIGES Mädchen stieß Susan hinzu, die in der Schule neben Sven saß und sich mit diesem außerordentlich gut versteht. Für alle anderen ist Susan irgendwie fremd und für Piet waren zu der derzeit Mädchen ja sowieso noch etwas uncool. Als letzten im Bunde gibt es auch noch Bernhard der in katastrophalen Familienverhältnissen aufwächst und sich mit 16 auf Reisen in die weite Welt aufmacht.
Was soll ich euch über die Handlung erzählen. Alle diese Personen werden sehr liebvoll in eine Geschichte verstrickt. Simpel und einfach ,aber dennoch oder vielleicht gerade deswegen so spannend und echt. Gernot Gricksch geht so intensiv auf jeden der einzelnen Kirschkernspucker ein das man während des Lesens meint jeden zu kennen. Er legt viel wert darauf das dies alles frei erfundene Personen sind , dennoch wirkt alles so glaubhaft das man meinen könnten Dilbert, Susan oder Piet jeden Moment über den Weg laufen zu können.
SCHREIBSTIL
Er schreibt zum größten Teil aus Piet´s Sicht. Piet erzählt uns quasi alles, und zwar genau so als wenn man wirklich erzählen würde. Die Schreibweise ist somit sehr angenehm , man hat das Gefühl das wirklich jemand dasitzt und redet. Keine Schwierigen Sätze und gelegentliche Worte wie „ Scheiße!“ und „Mist!“ machen die Story sehr echt, denn so redet man ja nun mal mit 13 oder auch 16.
KLEINE LESEPROBE
1978
Falls es jemanden interessiert: Ja, es tut weh, sich eine Sicherheitsnadel durch die Wange zu stechen! Ich weiß das mit Bestimmtheit, denn ich hab es getan. Drei Jahre lang hatte ich demonstriert , Petitionen unterschrieben, mich von der Polizei hetzen, prügeln und mit wasser bespritzen lassen. Ich hatte die eine oder andere Scheine eingeschmissen und so manche Wand mit der Aufforderung man möge den Widerstandskämpfern in Nicaragua endlich ein paar Waffen schicken.
Und was hat es gebracht?
Nix! Nada! Njente!
Also zog ich die Konsequenz, ich rasierte mir einen Irokesenschnitt, den ich dann schwarz und gelb einfärbte, ich erstand auf dem Flohmarkt eine zerschlissene Lederjacke, ich kaufte mir Platten von den Sex Pistols und , wie gesagt: Stach ich mir eine Sicherheitsnadel durch die Wange.
Ich war ein Bürgerschreck!
Die Fleischgewordene Anarchie!
Und deshalb fand ich es ziemlich schockierend, dass Susan einen Lachkrampf bekam als sie mich das erste mal in meinem neuen Outfit sah.
DER AUTOR
Gernot Gricksch bis jetzt zwei weitere Bücher heraus. „Herr Hannsen erobert die Welt“ und „Als die wunderbarste Frau der Welt sagte : wir sind schwanger“.
MEIN FAZIT
Eine bezaubernde Geschichte die selbst Lesemuffel zum Lesen bringen könnte. Witzig, spritzig und einfach nur „echt“. Zwar an keiner stelle herausragend spannend aber ebenfalls an keiner einzigen Stelle Langweilig. Die Geschichte ist so flüssig erzählt das sie immer und immer weiter gehen könnte. Ein Buch zum abschalten , ein Buch zum Liebhaben. Natürlich kann man sich jetzt wieder über Literatur und Qualität streiten aber für mich ist ein Buch gut wenn ich nicht merke wie schnell ich es durchgelesen habe und ich in die Geschichte quasi versinke. Und das ist uneingeschränkt der Fall gewesen.
Meine Bewertung dürfte jetzt wohl keine Fragen mehr offen lassen , natürlich alle Sternchen und ein fettes Empfehlenswert.
Frohes Neues Jahr wünscht Nikolina weiterlesen schließen -
James Grippando - Die Abfindung - Ein Top-Thriller!
16.12.2002, 21:22 Uhr von
Boersenmaster
Moin Moin Leute ! Außer bei Yopi bin ich auch noch bei ciao (Account: Boersenmaster) und bei d...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Über den Autor:
James Grippando hat eine zwölfjährige Karriere als Anwalt in einer der führenden Kanzleien Floridas hinter sich. In dieser Zeit hat er sich einen Namen mit komplexen Wirtschaftsfällen von nationaler Bedeutung gemacht und als Professor Prozessrecht gelehrt. Gegenwärtig lebt er in Coral Gables, Florida. James Grippandos erster Roman, „Im Namen des Gesetzes“, erschien 1996. Danach folgt „Der Informant“ im Jahr 1998 ebenfalls im List Verlag. Im UllsteinVerlag ist neben „Die Abfindung“ auch „Die Entführung“ sowie „Im Schutz der Dunkelheit“ erschienen.
Wenn man sich den Werdegang von James Grippando anschaut, gibt es sicherlich einige Parallelen zu John Grisham, und vielen kommt der Gedanke auf , das James Grippando eine Kopie von John Grisham ist. Die Romane von James Grippando und John Grisham sind allerdings recht unterschiedlich. Die Romane von James Grippando sind eher Thriller in denen es irgendwie auch immer um das Thema Politik geht, richtige Polit-Thriller sind es mit Ausnahme von „Die Entführung“ jedoch nicht. Im Gegensatz zu John Grisham sind keine Anwälte, sondern meistens ganz gewöhnliche Menschen die Hauptfiguren in den Büchern von James Grippando.
Zum Buch:
Ich kann denjenigen, die dazu neigen den Prolog eines Buches zu überspringen oder nur flüchtig zu lesen, nur raten diesen Fehler bei diesem Buch von James Grippando nicht zu begehen.
Das Buch von James Grippando dreht sich hauptsächlich um zwei Personen.
Zum einen um Amy Parkens. Um sie und ihre Mutter geht es auch gleich im Prolog, mehr möchte ich hier nicht verraten, da sich hier Wesentliches für den weiteren Verlauf des Romans ereignet.
Die andere Hauptperson ist Dr. Ryan Duffy, der als Arzt in Piedmont in einem kleinen Kaff in Südostcolorado praktiziert.
Beide Hauptpersonen weisen interessanterweise einige Parallelen auf. Beide haben ihre Ideale, haben einen grundehrlichen Charakter, und sind geschieden bzw. leben in Scheidung. Und ihre Lebenswege kreuzen sich, was mit der Vergangenheit zwei ihrer bereits verstorbenen Elternteile zu tun hat.
Amy Parkens war schon als Kind von den Sternen fasziniert, und wollte Astronomin werden, doch von diesem Ziel ist sie als alleinerziehende Mutter weit entfernt. Eines Tages findet sie neben diverser anderer Post, ein Paket ohne Absender mit zweihunderttausend Dollar, und hält dies zunächst für ein Geschenk des Himmels, da sie sich so endlich den Traum vom Astronomiestudium erfüllen könnte. Doch sie weiß nicht woher das Geld stammt, und welcher „Fluch“ auf ihm liegt.
Zur gleichen Zeit wächst Meilen entfernt auch Dr. Ryan Duffy ein kleines Vermögen zu. Nach dem Tod seines Vaters findet er auf dem Speicher des elterlichen Häuschens fein säuberlich sortiert, zwei Millionen Dollar in einem Aluminiumkoffer vor. Ryan Duffy erfährt kurz vor dem Tod seines Vaters, dass das Geld aus einem Verbrechen stammt.
Als sich Amy Parkens und Ryan Duffy zum ersten Mal begegnen, kennen beide das dunkle Geheimnis der Vergangenheit ihrer Eltern noch nicht. Doch nach und nach erkennen sie das eine fast vergessene Familientragödie der Grund für ihren beiderseitigen Geldsegen ist. Misstrauisch, aber auch voneinander angezogen, versuchen beide unter Einsatz ihres Lebens das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu lüften.
Fazit:
Ein bis zu den letzten Seiten spannender Roman, der insbesondere denjenigen gefallen dürfte, die Autoren wie David Baldacci, John T. Lescroart oder Sidney Sheldon bevorzugen.
Die wichtigsten Eckdaten:
Seiten: 429
Erscheinungsdatum: 2001
Preis: € 8,95
ISBN: 3548251706
Verlag: Ullstein Taschenbuchverlag
Umschlagtext:
Eine junge Frau findet zweihunderttausend Dollar in einem Paket ohne Absender. Ein Mann erbt zwei Millionen Dollar von seinem Vater, der immer von der Hand in den Mund gelebt hat. Doch was zunächst wie ein Märchen wirkt, wird schnell zum Alptraum ... weiterlesen schließen -
Birutè M.F. Galdikas: Meine Orang Utans
05.12.2002, 14:39 Uhr von
willibald-1
Zur Zeit selten hier. Gegenlesungen dauern daher - kommen aber!Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Birutè Galdikas hat ihre Lebensaufgabe sehr früh gefunden: die Erforschung - und eigentlich die Rettung - der Orang Utans.
Beim Lesen dieses Buches fühlt man sich hineingenommen in den indonesischen Regenwald. Sehr eindrucksvoll schildert die Autorin, wie sie zu den Orang Utans Kontakt bekommen hat, wie sie im Laufe von fast 25 Jahren, die sie schon dort lebt, gelernt hat, daß Orang Utans liebenswerte Individuen sind. Sie räumt auf mit so manchem Vorurteil über diese Menschenaffen. Sie beschreibt die Lebensgeschichten von Orang Utans nicht aus der Distanz eines Wissenschaftlers (sie hat mit einer Arbeit über Orang Utans in Los Angeles promoviert), sondern fast wie eine Freundin. Ihre eigenen Lebensgeschichte ist eng verknüpft mit der Lebensgeschichte der von ihr beobachteten und der von ihr geretteten Tiere.
Der Leser lernt einige der von ihr beobachteten Tiere kennen. Und bei jeder dieser Geschichten hat man das Gefühl, es mit einer ausgeprägten Persönlichkeit zu tun zu haben. Schon für diese Schilderungen lohnt es sich, dieses Buch zu lesen.
Birutè Galdikas eigene Geschichte führt aus den Wäldern Osteuropas über Kanada und Kalifornien in den Regenwald Indonesiens. In Los Angeles bekommt sie Kontakt zu Louis Leakey, einem Antropologen, der auch der Mentor der Schimpansenforscherin Jane Godall und der Gorillaforscherin Dian Fossey (1985 ermordet) war. Louis Leakey vertraut ihr und hilft ihr, Sponsorengelder für die Erforschung der Orang Utans zu bekommen. Als 25-jährige tritt sie zusammen mit ihrem Mann Rod die Reise nach Indonesien an.
Dort errichtet sie ihre Forschungsstation "Camp Leakey". Nach mehreren frustierenden Wochen mit Krankheit, Regenzeit, Moskitos, Sandfliegen, Blutegeln begegnet sie endlich dem ersten Orang Utan.
Sie lernt im Laufe der Zeit, daß die "Waldmenschen" Meister im Verstecken sind und daß es bereits ein Vertrauensbeweis war, als sich ihr das erste Mal ein Orang Utan gezeigt hat. Sie beweist der Welt, daß die als unerforschbare geltende Menschenaffenart keineswegs so einzelgängerisch ist, wie bisher angenommen, sondern daß sie in einem höchst ausgeklügelten sozialen Gefüge leben.
Orang Utans gelten als von der Ausrottung bedrohte Tierart und stehen daher unter Naturschutz. Trotzdem werden in Indonesien viele Jungtiere gefangen, nachdem ihre Mütter getötet wurden, und als Haustiere gehalten. Galdikas gelingt es, viele dieser jungen Orang Utans zu befreien und in ihrem Camp wieder auszuwildern. Auch dabei hat sie im Laufe der Zeit eine eigene Methode entwickelt. Für manch ein Jungtier mußte sie die Mutterrolle übernehmen, was sie auch körperlich Tag und Nacht beansprucht hat, da junge Orang Utans sich mehrere Jahre an ihre Mutter klammern.
Eine weitere Bedrohung der Orang Utans besteht darin, daß ihr Lebensraum, der Regenwald nicht geschützt ist. Zusammen mit ihrem ersten Mann Rod gelingt es ihr, zumindest ihr Forschungsgebiet vor der Rodung zu schützen. Die Auflage dabei ist, daß so lange dort nicht gerodet wird, wie sie dort lebt. Damit fällt bei ihr eine Entscheidung für das ganze Leben.
Mit recht nüchternen Worten flicht die Autorin in die Beobachtungen der Orang Utans immer wieder ihre eigene Lebensgeschichte ein. Sie schreibt über die Geburt und die ersten Lebensjahre ihres ersten Sohnes Binti genau so wie über ihre Ehe mit Rod, die letztendlich daran zerbricht, daß er im Hintergrund bleibt, während sie Karriere macht. Auch über ihre zweite Ehe mit einem Indonesier und ihre beiden Kinder aus dieser Ehe schreibt sie kurz. Man gewinnt einen Eindruck davon, welche Auswirkungen die Belastungen, die ihre Arbeit im Regenwald bedeutet, auf ihr Privatleben haben.
Heute lebt Birutè Galdikas in zwei Welten: in Indonesien, wo ihre Familie und ihre "Waldfamilie" leben, und in USA, wo sie eine College-Professur hat. Ihre Kinder begleiten sie in beiden Welten. Für ihre "Waldfamilie" setzt sie sich in beiden Welten ein.
So, ich hoffe ich konnte Euch neugierig machen! Ich habe das Buch jedenfalls sehr gerne gelesen!
(Das Buch ist 1995 erschienen und im Handel als Taschenbuch erhältlich. Über den Preis kann ich nicht viel sagen. Original kostete es wohl 24,80 DM, aber ich hatte es aus der "Restekiste".) weiterlesen schließen -
Benoit Groult Salz auf unserer Haut
04.12.2002, 07:39 Uhr von
Skander
43 Jahre alt verheiratet 1 Kind. Mein grösstes Hobby is meine Freundin Paula Ich veröffentlich...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Einsam ist, wer für niemand die Nummer 1 ist.
Ich hatte bei Ciao schon eine sehr gute Abhandlung über dieses Buch gelesen, von Onlyou " Eine gelebte Liebe". Letztendlich hat mich dieser Bericht dazu veranlasst, dieses Buch, dass ich schon Wochen vorher zu lesen begonnen hatte, fertig zu lesen..Das habe ich bei keiner Seite bereut.
Von mancher Seite gab es Sticheleien, vorwiegend von Männern, die das Buch bei mir sahen , nach dem Motto, " Mann liest Buch welches eigentlich für Frauen gedacht ist?"
Den Titel kannten die Meisten. Sie hatte das Buch wohl auf dem Nachttischen ihrer Frauen gesehen.Der Eine oder Andere wird sicher den sehnsüchtigen Blick seiner Angetrauten mit misstrauischem Auge beobachtet haben.
^^^^Zum Buch:^^^^
°°°°Vorwort°°°°
Ich amüsierte mich köstlich über die Gedanken, die sich die Autorin bezüglich der Sprache zur Beschreibung des Liebesaktes und der Geschlechtsteile machte, darauf bedacht, in der Ausdrucksweise nicht zu vulgär oder zu medizinisch aber auch nicht übertrieben romantisch ,unwirklich zu schreiben.
Kleiner Vorschlag am Rand meinerseits. "Blumen giessen" sagt man im arabischen manchmal für den Liebesakt. Das klingt nicht übertrieben romantisch, nicht vulgär oder oder medizinisch, in jedem Fall liebevoller als vögeln , bumsen oder penetrieren..
Die Autorin hat es schon mal im Vorwort vollbracht, diese Probleme in der deutschen Sprache mit der Romantik auf humorvolle Weise zu beschrieben..
" Es gibt kein unentdecktes Neuguinea der Liebe. Und letztendlich gib es nichts banaleres als eine Möse, es sei denn 2 Mösen; und ein Phallus aus extrasamtiger Herrenhaut wird, wenn die Zeit gekommen ist, genauso leegepumpt sein wie ein Schwanz der profansten Sorte"
°°°°Handlung°°°°
Das Buch handelt von der Liebesbeziehung zweier Menschen wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. auf der einen seite Er, der bretonische Fischer, genannt Gauvain, verheiratet, Kinder,. Sie , eine Intelektuelle, Autorin, mit wechselnden Beziehungen, Pariserin.
Die beiden lernen sich schon in jungen Jahren kennen, da die Pariserin regelmässig Urlaub im Heimatort des Gauvain macht.
Sie verlieben sich ineinander. Diese Liebe überdauert seine Heirat, Kinder und ihre wechselnden Beziehungen. Sie ist von einer starken körperlichen Anziehungskraft geprägt. Teilweise verschwimmen die Konturen zwischen Liebe und purer extatischer Lust.
An den entferntesten Orten dieser Erde treffen sie sich um ihre Leidenschaft und Lust auszuleben, für ein paar wochen oder nur ein paar Tage. 30 Jahre hält diese geheime Liebe, bis zum Tod des Gauvain. Auch langjährige Trennungen können dieser Liebe nichts anhaben. " Unsere Körper kennen sich".und finden immer wieder zueinander.
^^^^ Fazit^^^^
Eine wirklich schöne Liebesgeschichte, wie sie die meisten von uns nur einmal in ihrem Leben erfahren möchten. Einmal aus dem täglichen Einerlei ausbrechen zu können, um sich mutig in ein Abenteuer zu stürzen. Darin liegt sicher auch der Erfolg des Buches. Geheime Wünsche, Fantasien, ungelebte werden wach. Verpasste Träume Chancen. All dies wird von den Hauptfiguren des Buches lusvoll ausgelebt, erregend geschildert von der Autorin Benoit Groult. Zwei Menschen, die im Alltag wohl kaum zusammen leben könnten. Ihre Liebe wäre schnell erloschen. Zu gross sind die Unterschiede. Nichts verbindet sie im " normalen " Leben. Gesellschaftliche Stellung, Intellekt, Ansichten, keinelei Gemeinsamkeiten. Das Einzige was sie verbindet ist dieses Gefühl der Liebe und der animalischen Lust ihrer Köper auf einander.
Die Autorin hat in diesem Buch eine wirklich erregende erotische Sprache gefunden., nicht zu vulgär, nicht zu medizinisch, nicht zu romantisch. Ihre lustvollen Beschreibungen der Liebesscenen wirken sehr erregend auf den, der Fantasie hat.
Der Spannungsbogen bleibt die ganzen 319 Seiten über erhalten(finden sie zueinander oder nicht?)
Ich habe dieses Buch mit viel Freude gelesen, teilweise lächelnd ,teilweise erregt, teilweise wissend. Ich kann es Euch mit gutem Gewissen zum Lesen empfehlen.
Kanaur Verlag 60910: 9 Euro. als Taschenbuchausgabe.
1988 erschienen,
verfilmt mit Greta Sacchi und Vicent d Onofrio
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-04 06:39:30 mit dem Titel Der berühmteste Satz, G.v.Berlichingen
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"Leck mich am Arsch"
Richtig zitiert:
"Vor ihro kaiserlichen Majestät habe ich wie immer schuldigen Respekt.Er aber ,sags ihm. Er kann mich im Arsche lecken"
Damit war nicht der Kaiser gemeint , sondern der Hauptmann, der Götzens Burg umzingelt hatte. Dieser hatte seinen Herold geschickt um Götz zu Aufgabe zu bewegen.
Als Götz von Berlichingen seine Memoiren schrieb, in der Festung zu Heilbronn, konnte er 2 Dinge nicht ahnen.
1. Das ein gewisser Goethe diese Geschichte aufnehmen und berühmt machen würde.
2. Dieser Satz der wohlberühmteste dieser Erde werden würde.
Die Geschichte beschreibt das Leben des gute Ritters Götz. Vor allem die Geschichte als einer der Anführer neben Franz von Sickingen und v. Hutten im Bauernkrieg.Die Geschichte endet mit der Ächtung durch den Kaiser.EineGeschichtevoll Intrigen , vor allem durch den Bischof von Bamberg, einst ein Freund des Götz.
Historie.
Die Ritter zur Zeit des Götz hatten Lehen vom Reicherhalten um es zu schützen.Sie waren dem Kaiser verplichtet und mussten dessen Feldzüge unterstützen.
Viele der Ritter verarmten und wurden Raubritter. So auch Götz von Berlichingen. Er überfiel vorwiegen Nürnberger Kaufleute, die durch das Jagsttal zogen, raubte sie aus und nahm viele als Geiseln, um von deren Familien Lösegeld zu erpressen.
Die Bauern zwangen ihn später zum Anführer. Von diesem Amt trat er zurück nachdem Mildenberg gegen seinen Willen abgebrannt worden war.
Er wurde dann in Heilbronn eingekerkert und schrieb dort seine Memoiren , die Goethe kaum verändert übernahm.
Die Hand verlor Götz durch eine Kanonenkugel in einem Krieg für den deutschen Kaiser.
Ein Schmied aus Olnhausen, nahe Jagsthausen fertigte ihm eine aus Eisen.
Für diese Zeit ein technisches Wunderwerk. per Knopfdruck schlossen sich die eisernen Finger um den Schwertknauf.Die Hand ist im Museum in Jagsthausen zu besichtigen.
Dort finden auch alljährlich die Freilichspiele mit "Götz" natürlich neben anderen Theaterstücken, unter der Mitwirkung von Einheimischen, neben professionellen Schauspielern, statt.
näheres unter www.jagsthausen.de.
Die lohnt sich in jedem Fall anzusehen.
Natürlich ist die Geschichte des Götz historisch umstritten. Aber eigentlich ist er uns als deutscher Robin Hood lieber, denn als Raubritter.
Wie sagte er auf die Frage warum er die Rechte zum Grusse nicht reicht."
und wenn ihr der Kaiser wärt, müsstet ihr die Linke nehmen."
Viele der Bewohner des Dörfchens Jagsthausen wurden schon interviewt. Die am meisten gestellte Frage. Ist dieser Satz eine Beleidigung?
Antwort der Hälfte " Nein, eine Aufforderung der nicht Folge geleistet werden muss.
Die ander Hälfte antwortete mit o.g Zitat.
Viele werden mehr von der Geschichte wissen wollen. Da empfehle ich mal wieder einen Klassiker, wie diesen zu lesen und Harry Potter mal kurz wegzulegen.
Die einen werden es bemerkt haben. Dieser Bericht wurdemit einem leichten Augenzwinkern geschrieben. Für die anderen............(Götz v. Berlichen"
(c) BBwho. aus dem Lande des Götz
Zusatz. Ich möchte die Hinweise von Lorin 76 und Birgit Judith hier aufnemen.
1. Der Spruch wurde in Krautheim ausgesprochen (nicht Jagsthausen)
2. in oder am ist immer noch ein Streitpunkt
3. die Reclamausgabe war lange Zeit zensiert, wegen dieses Spruches.
Danke für Eure Mitarbeit. weiterlesen schließen -
George, Elizabeth: \
Pro:
sehr sehr spannend
Kontra:
man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen
Empfehlung:
Nein
Hallo liebe Bücherwürmer!
Ich habe dieses Buch von Elizabeth George vor längerer Zeit als Taschenbuchausgabe geschenkt bekommen. Ich war schon immer ein großer Krimi-/Thriller-Fan, aber habe selten ein Buch erlebt, das mich von Beginn an so gefesselt hat und das ich kaum noch aus der Hand legen konnte.
Daten:
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Taschenbuch aus dem Goldmann-Verlag. Es umfasst 732 Seiten. Auf meinem Exemplar ist noch der DM-Preis mit 17,90 ausgewiesen (habe bei Amazon nachgeschaut: jetzt 8 Euro)
ISBN: 3-442-44108-0
Inhalt:
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Die 10-jährige Charlotte wird von ihrer Mutter, Eve Bowen, vermisst. Die Mutter verdächtigt sofort Ihren ehemaligen Liebhaber und Vater von Charlotte. Sowohl Charlozzes Mutter als auch ihr leiblicher Vater Dewnnis Luxford sind bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens - sie ist eine angesehene Politikerin und er Chef einer umstrittenen Klatsch-Zeitung. Dadurch ist die Situation natürlich besonders brisant, vor allem al Mr. Luxford einen Erpressserbrief erhält, in dem steht, dass er sich in seiner eignenen Zeitung zu seinem erstgeborenen Kind bekennen soll. Eve vermutet jedoch, dass es sich nur um einen Trick von Dennis handelt um die Auflagen zu erhöhen.....Diese Bekanntmachung würde einen Skandal bedeuten, da die Elternteile unterschiedlicher nicht sein können. Daher entscheidet sich Charlottes Mutter auch gegen das Einschalten der Polizei, Es dauert, bis sie sich schließlich doch mit ihrem ehemaligen Liebhaner darauf einigen kann, einen verdeckten Ermittler einzuschalten. Dieser ist Simon St. James - bereits bekannt durch die anderen Elizabeth George-Romane, Freund von Inspector Thomas Lynley. Lynley gerät erst in die Ermittlungen, als man die Leiche von Charlotte findet und ein weiteres Kind entführt wird - nämlich Leo, Luxfords Sohn aus seiner Ehe. Weiterhin soll er sich zu seinem Erstgeborennen bekennen, was ihn vor große Rätsel stellt.
Auch der Leser ahnt nicht eínmal, wer hinter den Entführungen steckt - bis sich gegen Ende des Buches ein Geheimnis lüftet......
Mehr sollte ich zum Inhalt des Buches nicht schreiben, da sonst die Spannung verloren geht.
Man fiebert mit bei der Suche nach dem Entführer, überlegt sich, wer der Täter sein könnte - um am Ende des Romans eine große Überraschung zu erleben.
Charaktere:
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Auch in diesem Buch von Elizabeth George tauchen wieder die üblichen Charaktere auf:
Inspector Thomas Lynles, adliger Herkunft, die er aber nicht gerne wahrhaben möchte und dennoch Mitglied der Londoner Oberschicht.
Sein Freund und oftmals Berater Simon St.James. Trotz seines steifen Beins, dass er tragischerweise Lynley zu verdanken hat, ist er stets bereit zu helfen.
Deborah St.James, ehemals Gelienbte von Lynley, deren Herz aber dann doch über verschlungenen Wege wieder zu St.James zurückgekehrt ist (der eigentlich nur eine Art großer Bruder für sie war).
Und schließlich Barbara Havers, Inspektor Lynleys Assistentin und gleichzeitig sein krasses Gegenteil. Denn sie stammt aus eher armen Verhältnissen, was auch öfters zu Streitereien mit ihrem Chef führt.
Autorin:
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Elizabeth George ist Amerikanerin, auch wenn ihre Krimis stets in England spielen. Ihre Figuren entwirft sie mit meisterlichem psychologischem Geschick und sie findet immer Wege, die Spannung noch weiter zu steigern. Ich zähle mittlerweile 10 Inspektor-Lynley-Romane in meinem Regal, aber es gibt noch 2 weitere.
Meine Meinung zum Buch:
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Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuss - Vorsicht Suchtgefahr! Ich konnte es kaum noch weglegen, bis ich endlich ale Hintergründe kannte.
Es ist immer wieder interessant, wie E. George ihre Personenen charakterisiert und sich entwickeln lässt!
Man sieht immer Anschnittsweise das Geschehen aus dem Blickwinkeln einer anderen Pers0on, mal aus Sicht des Opfers, mal aus Sicht des Ermittlers. Am Ende fügen sich dann alle diese Eindrücke zu einem großen Ganzen zusammen.
Nach diesem Buch habe ich mir nach und nach auch die anderen Bücher von Elizabeth George gekauft und bin nicht enttäuscht worden.
E. George ist ein Muss für alle Krimi-Fans!
Bis zur nächsten Meinung,
Verytas weiterlesen schließen -
Noah Gordon: Der Medicus - Medizin im Mittelalter
Pro:
siehe Text
Kontra:
keine
Empfehlung:
Nein
In Noah Gordons " Der Medicus" erlebt man eine Reise durch drei Religionen, 2 Kulturen und viele Länder Europas und Vorderasiens und das ganze im Mittelalter.
Man lernt , was Vorurteile, Unkenntnis und Machtgelüste auslösen können. Und trotzdem ist es ein spannender und unterhaltsamer Roman.
Die Handlung:
London im 11 Jh. Rob verliert früh seine Eltern und wird von einem Bader als Lehrling aufgenommen. Bader fahren mit einem Wagen durchs Land und versuche , ihre selbstgemixte Medizin ( Wunderelixier) zu verkaufen und bieten dafür eine bunte Show. Sie versorgen aber auch Wunden oder richten Knochen ein.
Sie sind die "Ärzte" fürs Volk. Nachdem der Bader stirbt,übernimmt Rob sein Geschäft. In ihm aber wächst der Wunsch , Medicus ( also Arzt) zu werden.
Die meisten von ihnen in England haben keine Ahnung, aber Rob trifft eine Juden, der fähig ist und ihm von der Ärzteschule im Fernen Isfahan erzählt. Dort hin reist Rob nun durch halb Europa und Asien. Da die Schule keine Christen annimmt, gibt er sich als Jude aus. In seiner Zeit in Persien erlebt er viele Abenteuer,findet wahre Freunde und einen falschen und lernt viel über Medizin und Religonen.
Schließlich kehrt er nach England zurück, wo er erkennen muß, daß seine Kollegen nicht an seinen Kenntnissen und Vorstellungen interessiert sind und er in den Verdacht der Hexerei gerät. Aber am Ende findet er sein Glück .
Wie schon im ersten Absatz erwähnt, begibt sich der Leser auf eine vielfältige Reise durch Religonen und Kulturen und die Denkweise der Menschen im Mittelalter.
Der Roman wird dadurch aber nicht trocken, sondern bleibt lebendig gestaltet. Allerdings gibt es ein paar Abschnitte, die etwas langatmig geraten sind.
Wer sich für Historische interessiert, sollte den Roman lesen, auch anderne ist er zu empfehlen.
Noah Gordon : Der Medicus
erschienen u.a. im Goldmann Verlag
Preis ab 9 €
Seitenzahl: 630
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-23 20:59:21 mit dem Titel Ann Granger: Mord ist aller Laster Anfang
"Mord ist aller Laster Anfang" ist der erste Roman von Ann Granger mit den Hauptpersonen Meredith Mitchell und Alan Markby. Er spielt in einer kleinen, verschlafen Stadt in den englischen Cotsworlds und ihrer Umgebung.
Meredith Mitchell ist englische Diplomatin und eigentlich Konsul ( gibt es da eine weibliche Form?) irgendwo in Osteuropa. Anläßlich der Hochzeit ihrer Nichte ist sie in England und stolpert hier über eine Leiche. Zunächst ist es nur eine tote Siamkatze, dann
deren Besitzer.
Chef der Ermittlungen ist Chief Inspector Markby, den Meredith sofort gut leiden kann. Die beiden werden während der Ermittlungen Freunde.
Markby paßt aber natürlich gar nicht, dass Meredith auf eigne Faust ermittelt, denn auch ihre Nichte sowie deren Familie und Bekannten sind verdächtig.
Ann Granger hat einen Krimi mit typisch englischer Atmosphäre geschrieben, mit liebenswürdigen und manchmal leicht skurrilen Charakteren. Positv fand ich auch, dass die Beziehung zwischen Alan und Meredith nur langsam wächst, obwohl letztere manchmal ( auch in späteren Bänden ) doch sehr zurüchhaltend ist. Aber auch dafür liefert dieser Krimi einen Anhaltspunkt.
Die Ermittlungen im Mordfall decken Stück für Stück die Wahrheit auf und nehmen dabei manchmal überraschende Wendungen. Die Autorin deutet dabei auch die Gründe der Personen für ihr Handeln an.
Das Buch hat etwa 300 Seiten. Die Gestaltung des Taschenbuchs ist sehr schön, mit einer Art Gemälde auf der Vorderseite, das Elemente der Geschichte zeigt.
Insgesamt ein gelungener "Erstling" der Lust auf mehr macht.
Zum Glück gibt es schon 7, demnächst 8 Bände in deutscher Ausgabe und einige mehr in der englischen.
Ann Granger: Mord ist aller Laster Anfang ( 1999)
Original Titel: Say it with Poison, 1991
Verlag : Bastei Lübbe
Preis (TB): ca 7,90 Euro
ISBN: 3-404-12966 weiterlesen schließen
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