Wir waren Helden (DVD) Testberichte
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- Action: sehr viel
- Anspruch: anspruchsvoll
- Romantik: niedrig
- Humor: wenig humorvoll
- Spannung: sehr spannend
Tests und Erfahrungsberichte
-
Ein etwas anderer Kriegsfilm ?!?
4Pro:
viel
Kontra:
s.o.
Empfehlung:
Ja
Eine nationale Katastrophe aufzuarbeiten, dazu gehört schon etwas und da wird jede Nation eigene Wege gehen können. Der Film WIR WAREN HELDEN mit Mel Gibson hat nun zwei dieser schicksalhaften Ereignisse als Grundlage: Einerseits handelt er in der Zeit des beginnenden Engagement der Amerikaner in Vietnam. Eine Katastrophe. Und er wurde gedreht nach dem 11. September.
Filme nach dieser Machart finden sich zu Hauf in den Kinoprogrammen der letzten beiden Jahre. Black Hawk Down war der letzte davon.
Die Filmindustrie weist den Amerikanern den Weg: In der Zeit der nationalen Krise haben Einzelinteressen nichts mehr zu bedeuten, die Werte der Gemeinschaft, das zusammenhalten, zählt und dazu ist (fast) jeder Stoff gut. Man rückt zusammen, auch im Kino und die Erinnerungen an gleichsam schlimme Erfahrungen der Geschichte, die man trotz dem überstanden hat, sollen da sicherlich helfen.
So auch WIR WAREN HELDEN, der jetzt in der Kinofassung auf VHS und DVD erhältlich ist.
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INHALT
Colonel Harold Moore (Mel Gibson) ist der „Erfinder“ des schnellen Einsatzes von Truppen mittels Helikopter in Einsatzgebieten, sein 1. Bat. der 7. Kavallerie ist eine Versuchseinheit.
Moore ist Familienvater, streng gläubig, betet mit seinen Kindern abends und ist ein einfühlsamer Ehemann und Offizier, der seine Männer ganz genau kennt. Kriegserfahren aus dem Koreakrieg, versucht er, seinen Männern alles Wichtige beizubringen, um im Krieg zu überleben. Und dennoch muss er seine Männer viel zu früh in den Kampf schicken….
Bunt zusammengewürfelt, ohne ausreichende Erfahrung, muss er mit seiner Truppe als einer der ersten nach Vietnam und wird dort gleich von seinen Vorgesetzten, die keine Kenntnis von der genauen Lage haben, in eine hoffnungslose Situation gebracht. Mit seinen 395 Männern steht er plötzlich einer erprobten Division des Vietkong gegenüber, der es vor allem darauf ankommt, Amerikaner zu töten.
Trotz der Versuche der Helikopterpiloten, die unter dem Einsatzes ihres Lebens alles menschenmögliche Versuchen, der von allen Seiten von übermächtigen Truppen eingeschlossenen Einheit zu helfen, beginnt für Moores Soldaten das große Sterben in einem Land, in dem die wenigsten sein wollten.
Währenddessen warten zu Hause die Frauen und die Familien der Soldaten, die im Film fast alle „vorgestellt“ werden, die als Menschen skizziert werden, die lieben, die traurig sind, an die sich Hoffnungen richten – und die oft genug nur in Form eines Telegramms zurückkommen werden, dass von einem örtlichen Taxiunternehmen den Frauen der Soldaten überreicht werden wird.
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MEINUNG
Überraschenderweise gelingt Randall Wallace ein nicht nur passabler, sondern ein in Teilen bedrückender (Anti)- Kriegsfilm, und das der trotz der oben in meiner Einleitung genannten Grundrichtungen des amerikanischen Films dieses Genre nach dem 11. September . Und das auch, obwohl ein solcher Film an den Kinokassen auch nur dann wirklich seine Kunden findet, wenn er auch die Hard-Fans anspricht. Beides ist in diesem Fall der Fall, wobei der amerikanische Pathos bei weitem nicht so dick aufgetragen wird, wie beispielsweise in BLACK HAWK DOWN.
Dass Wallace dennoch in Ansätzen versucht, das Elend des Krieges auf beiden Seiten darzustellen, wobei natürlich die Seite des Gegners deutlich weniger Raum und Zeit eingeräumt wird, muss da schon hervorgehoben werden. Mit seinen Bildern malt Wallace nicht das Bild eines heldenhaften Kampfes, sondern nähert sich dem Schlachten an, dass der Kampf in Vietnam tatsächlich gewesen ist (weit über 50 000 tote US Gis, über 1 Million tote Vietnamesen).
Dass er immerhin versucht, auch das Sterben auf Seiten des Vietkong darzustellen, den Menschen zu zeigen und nicht die Masse als Gegner – das macht nicht jeder US-Regisseur.
Natürlich kommt der Film nicht ohne Pathos und pathetische Phrasen aus. Aber, wie gesagt, mit deutlich geringerem Nervfaktor wie bei anderen Filmen der letzten beiden Jahre.
Politisieren will dieser Film nicht: Es wird nicht die Frage gestellt, was Amerika in anderen Ländern zu suchen hat, ob sich Amerika in anderer Länder Probleme einmischen sollte. Eine Frage, die zeitgeschichtlich durchaus von nicht unbedeutender Rolle gewesen ist. Dieses breite Feld der öffentlichen Diskussion meidet Wallace. Anders machte es beispielsweise der Film Geboren am 4. Juli mit Tom Cruise ( ich glaube zumindest, dass er so hieß!!), wo die Stimmung der Bevölkerung in en Staaten viel deutlicher wurde.
Die Kritik freilich, die im Inhalt fehlt, macht der Film durch die Bilder wett, die die bedrückende und erdrückende Realität des Krieges, das grauenhafte Sterben von Menschen überdeutlich werden lassen.
Die bedrückende Stimmung unterstreicht der Film durch das Überblenden von Kriegsschauplatz und Heimat, der Wirklichkeit der Soldaten und dem Hoffen und Bangen der Frauen und Familien zu Hause.
Schauspielerisch zeigt Mel Gibson, das er derzeit DER Darsteller für diese Art von Filmen ist (Breavhart, Der Patriot …). Er spielt die Rolle des willensstarken, überlegten, religiösen Colonel überzeugend, wohl auch deshalb, weil Teile davon auch so seinem Wesen entsprechen z.B. die Religiosität).
In einer weiteren, aber doch unbedeutenden Nebenrolle erscheint Madeleine Stowe, die vor allem als Überbringerin der schlechten Nachrichten erscheint. Sie hatte sicherlich schon Filme, in denen sie wirklich zeigen konnte, dass sie schauspielerisch zu ersten Reihe der Hollywood – Größen zu zählen ist.
Wir waren Helden
USA 2001
Mel Gibson, Madeleine Stowe
Regie:
FSK: 16 Jahre
Michael weiterlesen schließen -
Blutreich im Bild, blutarm im Charakter
Pro:
technische Umsetzung
Kontra:
Handlung
Empfehlung:
Nein
Vorabinfo
Da ich den Film geliehen hatte, stand mir nur die Film DVD zur Verfügung. Dem entsprechend kann ich über Features auf einer DVD2 natürlich nichts sagen. Diese Meinung gibt also die Meinung über den Film als solches wieder.
Film-Info
Schauspieler:
Mel Gibson
Madeleine Stowe
Greg Kinnear
Barry Pepper
Sam Elliott
Chris Klein
Ryan Hurst
Jsu Garcia
Marc Blucas
Blake Heron
Regie:
Randall Wallece
Laufzeit:
126 min
Buch: Lt. Gen. Harold G. Moore
Musik: Nick Glennie-Smith
Bildqualität / Tonqualität
Die Bildqualität ist als gut zu bezeichnen. Nicht brillant aber gut. Die Tonqualität in Dolby Digital ist einwandrei.
Handlung
Die neu gegründete 7. Luftlandedivison bekommt den Auftrag in Vietnam geschickt und soll dort in der Talebene „la Drang“ vietnamesiche Soldaten verfolgen.
Dieses Ereignis führte schliesslich zur Eskalation des Vietnamkrieges (wenn man darüber nur etwas mehr im Film berichtet hätte).
Geführt wurde die Division von dem erfahrenen Colonel Harold G.Moore (Mel Gibson), der sein Leben für seine Soldaten opfert und lieber selbst auf dem Schlachtfeld sterben würde als einen seiner Kameraden zurück zu lassen.
Die ca. 400 Mann starke Divison scheint der unterschätzen vietnamesichen Präsenz jedoch recht unterlegen, wie man schon bald feststellt. Schon nach kurzer Zeit wird man von der Aussenwelt abgeschnitten und es gibt scheinbar keine Chance aus dem Kessel herauszukommen. Eine Evakuierung ist ausgeschlossen.
Was folgt sind Tage und Nächte von Angriffen und Verteidigung. Beide Seiten versuchen sich taktisch zu überlisten (zumindest sollte das im Film so dargestellt werden, wird aber nur angedeutet).
Zwischen all den Ereignissen bangen zu Hause die Frauen der Soldaten und wissen nicht, was vor Ort in Vietnam passiert. Immer wieder werden ihnen Telegramme von gefallenen Soldaten zugestellt. Moores Frau (Madeleine Stowe) übernimmt die Zustellung der Todesbotschaften. Wie die Frauen reagieren, was in den Köpfen vorgeht bleibt überwiegend ein Geheimnis.
Ach ja, dann gibt es da noch den Kriegsreporter Galloway, der sich zunächst weigert eine Waffe in die Hand zu nehmen. Was er empfindet, was er denkt usw. bleibt aber auch weitgehend ein Geheimnis.
Tja und viel mehr bleibt zur Handlung auch nicht zu sagen.
Meine Meinung zum Film
Die Meinungen zu diesem Film sind ja überwiegend positiv. Aus diesem Grunde hab ich mich auf den Film gefreut und wurde masslos enttäuscht.
Doch der Reihe nach: Der Film fängt damit an, dass man französische Einheiten in Vietnam kämpfen sieht. Es folgt keine weitere grosse Erklärung und somit wird vorausgesetzt, dass Vietnam einmal von den Franzosen besetzt war.
Mel Gibson und seine Filmfrau spielen mit Sicherheit interessante Charaktere, jedoch kommen diese so gut wie garnicht zur Geltung.
Was eindeutig im Vordergrund steht ist Gemetzel. Es wird im Detail gezeigt, wie sterbende Menschen zucken, wie Kugeln im Körper eindringen, diesen zerfetzen, wie Phosphor grausame Brandschäden verursacht usw, usw. . Natürlich werden die Befürworter und vor allem die Verantwortlichen für diesen Film wieder sagen: So war der Krieg nun mal.
Das ist mit Sicherheit richtig, jedoch steht hinter jedem Opfer ein Mensch. Und sind die Bilder auch noch so blutreich, die Charaktere sind blutarm.
Nur andeutungsweise kommt so etwas wie Persönlichkeit ins Spiel. Aber reicht es, wenn gezeigt wird, das jemand seine Frau, seine Familie zurücklässt und dann stirbt ? Ich meine nein. Der ganze Film läuft nach dem Schema: Mann zieht in den Krieg, sagt tschüss, Frau kriegt Nachricht von verstorbenem Mann. Ende! Am wichtigsten scheint dem Regisseur dabei zu sein, den Eintritt des Todes in Zeitlupe und blutreich darzustellen.
Wie schaut es eigentlich mit ein wenig Kritik am Vietnamkrieg aus ? Lediglich am Anfang und am Schluss quasselt ein Sprecher ein paar Worte, die so etwas andeutungsweise erklären.
Auf Kritik, sei sie indirekt oder direkt, wird ansonsten komplett verzichtet.
Was geht eigentlich in den Köpfen der Soldaten vor ? Was in denen derer die kriegserfahren sind, was in denen die Angst haben ? Was haben sie für Ängste ? Worüber machen sie sich Gedanken ? All das bleibt ein Geheimnis.
Gibsons Filmfrau hat sich zur Aufgabe gemacht die Telegramme mit den Nachrichten der Verstorbenen selbst an die Witwen zu verteilen. Damit will man die Stärke der Frau zeigen. Was ist denn aber mit den Frauen ? Was fühlen sie ? Wie reagieren sie ? Es wird nur kurz gezeigt, wie die Telegramme übergeben werden (bis auf eine ca. 2 Minuten Ausnahme) um dann schnell wieder zu zeigen wie die nächsten 10 Soldaten blutreich zugrunde gehen.
Technisch ist der Film einwandfrei. Keine Frage. Und die Story selbst hätte mit Sicherheit auch einiges hergegeben. Anscheinend ist es aber wichtiger Leute realistisch beim Sterben zuzuschauen als einen Handlungsstrang aufzubauen.
Immerhin das wurde einwandfrei gemacht. Die Soldaten sterben sehr realistisch, die Explosionen wirken extrem echt.
Doch ganz frei von Kritik bleibt auch dieser Teil des Filmes nicht. Es bleibt nicht einmal Zeit die Angst der Personen zu zeigen. Sie werden eher auf Distanz gezeigt, gerade so um zu sehen wie effektvoll eine Kugel durch den Körper schiesst.
Schauspielerische Leistung
Mel Gibson spielt sehr bemüht, holt raus was das Drehbuch hergibt. Das ist nicht viel. Immerhin ist er noch derjenige welcher ansatzweise so etwas wie eine Persönlichkeit im Film darstellt. Die Rolle aber unterfordert Gibson eindeutig.
Sam Elliott spielt einen harten Sergeant Major namens Plumley. Der Typ ist eiskalt, extrem zuverlässig und ähm, ähm, ja, zumindest sollte er das darstellen. Ansatzweise wird der Charakter umrissen, aber ausser vielleicht 20 kalten Dialogen und 1 Dauergesichtsausdruck ist nichts zu sehen.
Lieutenant Geoghegan wird von Chris Klein gespielt. Ein junger Soldat mit dem sich Colonel Moore (Mel Gibson) irgendwie identifiziert, sich wohl irgendwie selbst in dem jungen Soldaten sieht. Mehr ist dazu nicht zu sagen, denn diese Verbindung wird nur angedeutet und Klein muss nicht viel sagen bzw. spielen.
So kann man eigentlich alle Darsteller weiter analysieren. Da kaum jemand sonst mehr als 3 Sätze zu sagen hat, ist eine Analyse kaum möglich.
Fazit:
Die Story die auf Tatsachen beruht hätte wohl einiges mehr hergegeben.
Umgesetzt wurde davon nichts. Nicht einmal die Bemühung war da.
Es geht nur um das Gemetzel. Dabei hatte gerade der Vietnamkrieg ganz andere Züge. Auf der einen Seite politisch umstritten gab es auf der anderen Seite nur wenige dieser offenen Schlachten, wie sie im Film dargestellt wird. Meist lag man tagelang im Graben und kaum hob man den Kopf kamen von irgendwo her Schüsse. Dauerbombardements und offenes Schlachtfeld waren selten.
Der Film hat in meinen Augen eine Aussage: Wie kann ich am effektvollsten darstellen, wie verschiedene Waffengattungen wirken, wenn sie einen Körper durchdringen.
Meiner Meinung nach einer schlechtesten Kriegs- oder meinetwegen Antikriegsfilme. Kein Vergleich zu „Der schmale Grad“ „Stalingrad“ „Die Brücke“ „Full Metal Jacket“ oder anderen Film. Ich glaub das selbst Rambo kritischer war.
Für mich zeigt die positive Kritik am Film aber auch, wie sehr man schon auf Blutbilder fixiert ist und wie sehr die Story in den Hintergrund rücken darf.
Ein gasförmiger Film, den die Welt nicht brauchte!
Letzte Anmerkung
Der Film beruht, wie erwähnt auf Tatsachen. Niedergeschrieben von Colonel Moore selbst. Allerdings habe ich dieses Buch nicht gelesen und meine ernsthaften Zweifel, dass ein Mensch seine Kriegserlebnisse so oberflächlich und charakterarm niederschreibt. weiterlesen schließen -
Der Pharao in Vietnam
24.04.2003, 21:21 Uhr von
Tut_Ench_Amun
Der virtuelle Pharao existiert nun schon seit über 10 Jahren und macht das Netz mit seinem Geschr...Pro:
Trotz allem immerhin sehenswert, tricktechnisch gut, Bombast-Sound, fordert die Rübe...
Kontra:
...allein um die ganzen Verdrehungen und Geschichtsverfälschungen aufzuspüren *g*, Bild nicht optimal.
Empfehlung:
Ja
Und der DVD-Berg schmilzt weiter...eigentlich ist die Osterzeit ja nicht unbedingt dazu angetan sich Kriegsfilme rein zu hauen, doch „Wir waren Helden“ ist mir von allen Seiten aus dem Bekannten- und Freundeskreis als Anti-Kriegsfilm anempfohlen worden (und das schon weit VOR Ostern *g*), sodass ich mir gedacht habe, dass ich mir den nun endlich mal in der ungeschnittenen Fassung ansehen werde, wo er schon geraume Zeit hier rumliegt. Zudem hab ich es mit dem ganzen christlichen TamTam eh nicht besonders, da wird mir der Herrgott – so es ihn gibt – hoffentlich verzeihen, dass ich damit etwas für meine politische und geschichtliche Bildung zu tun hoffte. Um die heutige Weltsituation zu verstehen muss man in die Vergangenheit zurückkehren und eins der dunkelsten Kapitel des amerikanischen Militärs, ja der gesamten Aussenpolitik, zeigt sich nirgendwo deutlicher, als in Vietnam. Dort fingen sich die bis dato mit dem Ruf der Unbesiegbarkeit gesegneten amerikanischen Truppen eine schwere Schlappe ein, die bekanntermassen mit der regelrechten Flucht aus Saigon in den frühen Siebzigern endete. Kein anderer Krieg hat das Volk derart traumatisiert und war in der Heimat so umstritten, wie dieser jahrelange Konflikt bei dem unzählige Vietnamesen und fast 60.000 amerikanische Soldaten ihr Leben liessen...genau betrachtet: für nix und wieder nix. Ich war also gespannt auf die Doppel-DVD, die massig Bonusmaterial verspricht und auf deren Cover „Der beste Anti-Kriegsfilm seit 20 Jahren“ prangt, neben dem FSK18-Label versteht sich. Na da war ich jetzt mal echt gespannt, was mich für ungeschnittene 22,99 € erwartete...
Der Steckbrief
-------------------- Original-Titel : „We Were Soldiers (Once..And Young)“
- Nach wahren Begebenheiten
- Ersterscheinungsjahr & Land: 2001 – USA
- Label: Paramount / Concorde (DVD 2003)
- Lauflänge: ca. 133 Min. + ca. 90 Min. Bonus
- Genre: Vietnam Kriegsfilm
- DVD-Art: Typ 9 (Hauptfilm) und 5 (Bonus)
- Version & Altersfreigabe: Uncut / FSK 18
- Bildformat: Widescreen 16:9 (2,35 : 1)
- Tonformat: DTS und DD 2.0 (nur D), DD 5.1 (D und E)
- Sprachen: Deutsch und Englisch
- Untertitel : Deutsch (auch für Hörgeschädigte), Englisch
- Bonusmaterial: Ja (plus Extra-DVD)
- Menü: teilanimiert / musikunterlegt
- Produktion: Bruce Davey, Stephen McEveety, Randall Wallace
- Regie & Drehbuch: Randall Wallace
- Musik: Nick Glennie-Smith
- Darsteller: Mel Gibson, Sam Elliot, Madeleine Stowe, Greg Kinnear, Chris Klein, Keri Russel, Barry Pepper
Bonusmaterial- Audiokommentar (Disc 1)
- Cast und Crew Biographien (Disc 2)
- Interview mit Mel Gibson (Disc 2)
- Making Of und Produktionsnotizen (Disc 2)
- 9 entfallene Szenen (Disc 2)
- Behind-the-Scenes, Fotogalerie, diverse Trailer & Spots (Disc2)
- PC-ROM-Teil (Disc2)
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Die Story & historischer Kontext
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Ende 1954 holten sich die Franzosen in ihrer Kolonie Indochina eine blutige Nase und wurden von den dortigen Vietcong-Soldaten unter General Li Ngyen An vernichtend geschlagen, teils wegen grober Selbstüberschätzung und frevelhafter Unkenntnis des Geländes und der Mentalität ihres Gegners. Der finale Todesstoss für das französische Korps fand im La-Drang-Tal nahe der kambodschanischen Grenze statt – weswegen es später auch den Beinamen „Todes-Tal“ bekam. Ein Jahrzehnt später ist das ehemalige Indochina nach dem Sieg der nordvietnamesischen Truppen in zwei Staaten aufgeteilt: Das kommunistisch regierte Nord-Vietnam und dem eher pro-westlichen eingestellten Süd-Vietnam. Da die Amerikaner zu dieser Epoche das Gespenst des globalen Kommunismus zurückdrängen wollen, haben sie Interventionstruppen in diesem Gebiet stationiert, doch zu grösseren Gefechten ist es bis dato noch nie gekommen, man laboriert auf der US Seite immer noch am Korea-Krieg. Zu dieser Zeit existiert in den USA immer noch die Wehrpflicht, was sich in schlecht ausgebildeten Truppen und Kommandostrukturen wiederspiegelt. Ein glänzender Stratege dieser Ära, ist jedoch Ex-Fallschirmspringer Lt.Col. (entspricht im Deutschen dem Rang eines Oberstleutnants) Harold „Hal“ Moore, der zudem Militärgeschichte studiert hat – ihn sieht man im Generalsstab dazu aus eine neue Art der Kriegsführung zu testen und dementsprechende Kader auszubilden. Diese neue Form der Kavallerie wird mit Hubschraubern eingeflogen und versorgt, er legte damit den Grundstein für das, was wir heute gemeinhin als „Luftlandetruppen“ verstehen & bezeichnen.Moore (Mel Gibson) muss also für diese Kampf-Taktik erst einmal Männer und Equipment zusammenstellen, er braucht sowohl fähige Piloten, sowie Offiziere des Heeres, die in der Lage sind selbstständig zu handeln und zu denken.
Dabei unternimmt er in der Hierarchie zunächst eine Änderung der alten, dogmatischen Befehls-Kette: Jeder Soldat muss den Job seines Vorgesetzten tun können und gleichzeitig seinen angestammten Job den niederen Rängen beibringen, damit bei den zu erwartenden Verlusten keine Lücken in der Kommandostruktur entstehen. Ein klarer Bruch mit traditionellen Vorgehensweisen in sämtlichen Streitkräften rund um den Erdball, der sich seither aber als äusserst praktikabel und effektiv erwiesen hat. Ihm zur Seite steht sein langjähriger, raubeiniger Stabsfeldwebel (im Deutschen würde man „Spiess“ sagen) und Veteran vieler Kriege: Sgt.Maj. Plumley (Sam Elliot).Es kommt natürlich, wie es kommen muss – nachdem man sich ein wenig mit den Personen und Familien der Figuren angefreundet hat, ergeht der Einsatzbefehl an das neu gegründete 7. Kavallerie-Regiment, jedoch nicht ohne Einschnitte, denn ein Drittel der erfahrenen Offiziere fallen aus, da deren Dienstzeit abgelaufen ist und eine Verlängerung nur dann möglich ist, wenn der Präsident den nationalen Notstand ausruft. Das geschieht aus politischen Gründen jedoch nicht, wie man weiss, sondern Moore und seine vorwiegend „grünen“ 400 Leute werden fast stickum nach Vietnam verlegt. Dort kommt er zur historisch berühmten ersten Schlacht zwischen der 2000 Mann starken regulären NVA ( North Vietnamese Army aka „Vietcong“), die aus ortskundigen, kriegserfahrenen Veteranen unter General An bestanden und Moores Haufen von 385 Luftlandetruppen, die noch weitesgehend unerfahren sind. Dieser (real stattgefundene) Kampf begann am 14.November 1965, dauerte volle 3 Tage & Nächte und endete trotz der NVA-Übermacht mit einem „Sieg“ für die 7th Cav unter Moore...
Umsetzung
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Puh! Wo fange ich an? Gar nicht so einfach...Sezieren wir den Film mal vom Beginn her: Es ist klar, dass erstmal die Figuren vorgestellt werden müssen, daher plätschern (bis auf die schon heftig-blutige Eröffnungssequenz) die ersten 40 Minuten des Streifens seicht vor sich hin und zeigen uns, wie gottesfürchtig und tüchtig Hal Moore als Offizier und Familienvater ist. Beten & Ballern ist angesagt, logischerweise ist er auch gleichzeitig ein guter Kommandeur und Menschenfreund (zumindest, was seine Soldaten angeht), gewürzt mit ein paar patriotisch einwandfreien Statements. Sorry, der Charakter scheint nur oberflächlich tiefsinnig, kratzt man an der Pathos-Patina bleibt ein fader Beigeschmack platter Rekrutierungsstreifen der US-Army bzw. der Marines. Als Counterpart dient der etwas brummbärige und ultra-harte Plumley, der mir gespielt von Sam Elliot dagegen sehr gut gefällt, doch auch seine Rolle ist nicht einwandfrei, wofür er als Schauspieler aber nicht viel kann – immerhin ist er einer der wenigen glaubwürdigeren Charaktere des Werkes. Beide Hauptfiguren („Guter Bulle / Böser Bulle“) haben den Bonus des Unzerstörbaren augenscheinlich auf Lebenszeit gepachtet, so wie die aufrecht stehend und laufend übers Schlachfeld spazieren und massenhaft Vietcongs metzeln ist es ein gottverdammtes Wunder (oder sagen wir besser: es stand im Drehbuch), dass die keine Kugel oder Granate vor den Latz geballert bekommen. Dabei sondern beide absolut coole und zutiefst philosophische Dampfblasen (hauptsächlich Mel Gibson salbadert, während Sam Elliot sowas von arschkalten Sprüche reinhaut) ab, dass mir die Ohren bluten, so heroisch (und hatte ich schon erwähnt: kugelsicher?) KANN kein Mensch sein – da hat Randall Wallace etwas zu sehr übertrieben, bei „Braveheart“ passt das noch ins Bild, doch hier ist das Ganze viel zu schwülstig und übernatürlich ehrenhaft.
Wo wir gerade bei platter Darstellung sind: Die Vietcong werden nicht ganz so als tumbe und grausame Schlächter dargestellt, wie in anderen Machwerken über den Vietnamkrieg, doch ist diese Darstellung auch hier allenfalls als Alibi zu betrachten. Weder bedauert Moore im Film die gefallenen Gegner noch ist es den Filmemachern im Abspann eine gesonderte Erwähnung wert, dass auch Vietnamesen, die tapfer ihr Land verteidigt haben den Tod fanden. Den Soldaten der NVA Respekt zu zollen fällt ihnen nicht im Traum ein...natürlich werden die gefallenen Amerikaner namentlich erwähnt und dafür dem Umstand umso mehr Wichtigkeit beigemessen, dass die Verhältnisse 2000 : 385 waren – Hurra Hurra Hurra! Gods Own Country won the war!...naja, wohl eher nicht. Übrigens, noch eins fällt in diesem Zusammenhang auf: Die Vietcong sterben zum grösstenteils „sauber“, das heisst im Klartext, dass sie zwar von Kugeln durchsiebt, zerfetzt und blutüberströmt zusammenbrechen „dürfen“ (was én detail auch gezeigt wird), doch das Leid der amerikanischen Phosphor- und Napalmbomben und das Jammern übernehmen fast ausschliesslich die Darsteller der AMERIKANISCHEN Seite – Achtet mal drauf, es werden nur stöhnende und schreiende GIs verwundet/verstümmelt gezeigt, doch keine NVAs!. Bei den gemetzelten Vietcong hat man dagegen den Eindruck, als liefe es nach dem Motto: „Ey, der hat's verdient, die Sau!“. Und wenn dann doch mal ein Vietnamese etwas mehr Leinwandzeit bekommt, dann nur um tricktechnisch spektakulär ins Gras zu beissen. Das bringt uns nun zur FSK 18, diese ist absolut gerechtfertigt, denn übermässige Gewalt als Stilmittel wird hier gross geschrieben und auch die einseitige Darstellung, dass nur die Amis grausamste Verwundungen (noch dazu oftmals aufgrund von „Friendly Fire“) eingefahren haben, mag Jugendlichen ein verzerrtes geschichtliches Bild indoktrinieren, welches SO nicht stimmt aber aufgrund der glaubhaften Machart durchaus für bare Münze genommen werden könnte. Wie immer entscheidet der Blickwinkel über die Realität und die „Sieger“ sind meist in der Lage den Blickwinkel (respektive die Kameraführung) festzulegen und die Geschichte zu ihren Zwecken umzuschreiben...
Militärisch gesehen sind auch einige Patzer zu verzeichnen. Als ehemaliger Soldat und der entsprechenden Ausbildung denke ich kann ich mir da ein Urteil drüber erlauben, zwar hab ich „nur“ als Wehrpflichtiger gedient, doch manche Dinge sind mir sofort ins Auge gefallen, die reinen Zivilisten eventuell nicht auffallen aber auch der gesunde Menschenverstand und Beobachtungsgabe reichen vollkommen aus. So sind neben dem aufrechten und demonstrativen Umherlatschen auf dem Feld der Ehre – das würde nicht mal der dümmste Soldat machen und erst recht kein Veteran/Offizier! - andere Sachen zu bekriteln. Ersteres sieht zwar cool aus und unterstreicht den heroischen Status, doch glaubt mir: wenn die ersten Kugeln heulen ist „der Arsch unten!“, wie mein Ausbilder immer gesagt hat – somit ist das schon mal reine Show und unrealistisch, selbst wenn man bedenkt, dass ein Kommandeur im Range eines Obersts (oder auch eines Stabsfeldwebels, wie Plumley) ein leuchtendes Beispiel an Tapferkeit für seine Truppe sein soll. Das ist hier aber keine Tapferkeit, sondern pure selbstmörderische, plakativ-filmische Idiotie und dermassen übertrieben, dass ich nur den Kopf schütteln kann. Dann schickt ein väterlicher Moore seine Soldaten (mehrfach!) stürmend und ohne Deckung über eine Ebene, um einen Zug zu verstärken, der wegen Dilettantismus (den ich genauso wenig glauben kann) abgeschnitten ist. Schwachfug! - bei den zahlenmässigen Truppenverhältnissen jage ich nicht einfach meine ohnehin wenigen Soldaten in ein todsicheres Sperrfeuer auf dem Präsentierteller, da igel ich mich mit der gesamten Mannschaft ein und versuch die Stellung zu halten – wenn der Zug wirklich so bescheuert war sich von einem einzelnen (!) gegnerischen Scout versprengen zu lassen, dann ist das alleine ein Problem des unfähigen Zugführers. Jedenfalls opfer ich doch als leitender Offizier nicht sehenden Auges noch meinen kümmerlichen Rest an Soldaten um diese Schwachköpfe (ganze 2 GIs haben diese Torheit überlebt) da raus zu boxen, wo sie sich selbst hinein manöveriert haben.
DVD und Bonusmaterial
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Die Bildqualität erreicht nicht ganz den gewohnten Standard des Mediums, was verwunderlich ist, denn angeblich ist „Wir waren Helden“ komplett nach dem Dreh digitalisiert worden, davon merkt man aber nicht viel. Immerhin ist das Bild wesentlich besser, als das, was man von VHS gewohnt ist und manchem wird das leicht matschig wirkende Geschehen auf dem Schirm weniger ins Auge fallen, es sei denn man besitzt einen 100 Hz Fernseher oder guggt den Film auf dem PC-Monitor – beide lösen grundsätzlich etwas schärfer auf und da sind solche Fiesemattenten deutlicher sichtbar – ganz besonders sieht man das in den oft gebrauchten SloMo-Einstellungen. Anders verhält es sich beim Ton, der ist nun wirklich erstklassig, solcherlei donnernden Explosionen und akustisch ortbaren Effekte – beispielsweise Projektile oder rasselnde Patronenhülsen - hab ich in letzter Zeit selten gehört, auch die Hubschrauberrotoren wummern mächtig böse durch den Raum und dürften meinen Nachbarn so langsam in den Wahnsinn getrieben haben. Untermalt wird das Ganze von dem hervorragend stimmungsvollen Soundtrack, der mal wuchtig, mal dezent im Hintergrund die visuellen und akustischen Eindrücke unterstützt. Die Sektorisierung ist mit 13 Kapiteln mehr als armselig zu bezeichnen, üblich sind mindestens 20 wenn nicht gar über 30 Kapitel heutzutage. Das teilweise animierte Menü findet wieder meine Zustimmung, als Leckerli ist es nicht nur im 4:3 Modus des Fernsehers zu bedienen, selbst im 16:9 Format klappt das – leider immer noch ZU oft eine Seltenheit! Die Untertitel sind für Hörgeschädigte wieder im relativ neuen Color-System gehalten, auch dieser behindertengerechte Umstand ist begrüssenswert.
Das Bonusmaterial ist reichhaltig und einigermassen sehenswert, wenn mich auch ein gewisses Gefühl beschleicht, dass man hier ein wenig arg eine Erklärung zu bieten versucht, warum man diesen Film so und überhaupt gedreht hat. Das ewige herunterleiern von wegen „wir wollten die unglaubliche Kameradschaft darstellen“ ist genauso nervtötend, wie die Beteuerungen von Hal Moore (Ja, der lebt sogar noch!), dass dieser Film sowas von toll, realistisch und innovativ ist - und wer bitteschön soll das glauben? Ich nicht! Wie immer interessiert mich besonders der Teil mit den Visuals und den ganzen anderen Tricks, denn davor strotzt der Film ja wirklich. Die Interviews sind hingegen wieder der übliche WischiWaschi-Einheitsbrei, wie supi man das doch alles fand und wie sehr man sich nun in die Rolle der Soldaten einfühlen konnte, nachdem man eine abgespeckte Grundausbildung gemacht hat – Patriotischer Schwachsinn und geradezu lachhaft! Gerade Mel Gibson ist im Interview manchmal grotesk peinlich, in meinem Ansehen ist der gute Mel seither einige Punkte gefallen, was aber nicht nur an seiner hier gebotenen schauspielerischen Leistung liegt, sondern daran, dass er sich dermassen vor den Propaganda-Karren spannen liess. Die entfallenen Szenen, die hier gezeigt werden wären nur bedingt eine Bereicherung für den sowieso recht langatmigen Film gewesen und hätten noch mehr auf die pathetische Tränendrüse gedrückt, als dies ohnehin der Fall ist. 1 bis 2 dieser Szenen wären noch akzeptabel gewesen im Film aufzutauchen, doch wer weiss? Vielleicht beglückt uns der Regisseur ja bald doch noch mit einem zusätzlichen Director's Cut – den werd ich mir aber keinesfalls zulegen ;-)
Fazit
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Schauspielerisch ist das Gesamtbild sehr durchwachsen, zwar nehme ich Mel Gibson den Oberst nicht im entferntesten ab, doch dafür springen Sam Elliot und Barry Pepper gut in die Bresche. Madeleine Stowe als Moores Frau darf an der Heimatfront „Gutes“ tun und die Todes-Telegramme, die tatsächlich anfangs verstohlen per Taxi zugestellt wurden, verteilen – sie ist halt eine brave, amerikanische Offiziersfrau. Ich halte solche Filme für einen gewissen Personenkreis für gefährlich, denn hier wird mit technischer Perfektion eine Realität vorgegaukelt, die man den Machern gerne abnimmt, die aber mit der wahren geschichtlichen Realität nicht viel gemein hat. Trotzdem ist man geneigt diese geschickten Manipulationsversuche beinahe zu glauben. Durch Einstreuen von Teil- und Halbwahrheiten gibt sich das Produktionsteam einen historischen Anstrich, doch blickt man ein wenig hinter die Kulissen ist das Gezeigte einfach nur verdammt einseitig und illustriert deutlich, wie sehr die amerikanische Volks-Seele nach dem verpatzten Feldzug in Vietnam nach Heldentum und Absolution lechzt. Ich denke das war auch genau SO beabsichtigt, als man diesen Streifen machte.
Zur Erinnerung: Das gleiche Produktionsteam und die militärischen „Consultants“ haben uns schon den grottenschlechten Streifen „Pearl Harbor“ beschert, der ähnlich verwerfliche Geschichtsverzerrung betreibt – Ein Schuft, wer Schlimmes (oder gar ABSICHT) dahinter vermutet *g*. Sehenswert ist der Film aber dennoch, er ist spannend gemacht und hat alles, was ein Heldenepos braucht (Drama, Coolness, Tricks, massenhaft Blut & Gekröse und nicht zuletzt den stimmungsvollen Soundtrack), nur sollte man nicht dem Fehler unterliegen das Gehirn auszuschalten oder das Gesehene undifferenziert als bare Münze zu nehmen, so gut es auch in Szene gesetzt sein mag. Ein Blick in die Geschichtsbücher davor und/oder danach ist ratsam, allein schon um die Verdrehung der Tatsachen in diesem Film zu entlarven. Unter Zuhilfenahme des Gripses ist „Wir waren Helden“ dann sogar ein wirklicher Anti-Kriegsfilm und kein propagandistischer Rekrutierungsstreifen mehr...aber auch NUR dann! 3 Generals-Sterne und ne Guck-Empfehlung an Leute, die nicht jeden Mist kritiklos konsumieren und glauben ;-)
SoLong
Der Helden-Pharao
*“Star Spangled Banner“ summ*
Warnhinweis:
Schnellklicker sollen degradiert und unehrenhaft entlassen werden... - Original-Titel : „We Were Soldiers (Once..And Young)“
-
DIE VERFILMUNG IST SCHLECHT - DER FILM IST SUPER
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hi Yopis,
lang ist´s her, mein letzter Bericht…
Aber jetzt ist ein neues Jahr, also wird es auch Zeit für neue Berichte meinerseits.
Mein letzter Bericht handelte von „Black Hawk Down“!
Dieser Kriegsfilm hat mich wirklich schwer beidruckt…
In dem Bericht habe ich erwähnt, wie gerne ich doch solche Filme schaue…
Nun, ich habe letzt Woche wieder einen Kriegsfilm gesehen.
WIR WAREN HELDEN (We were Soldiers)
Allerdings nicht im Kino.
Den Film habe ich mir ausgeliehen, da er im Handel noch nicht erhältlich ist!
(Voraussichtlich im April)
Gehört habe ich natürlich viel von dem Film!
Und VORALLEM hatte ich die Möglichkeit das Buch zu leihen, da mein Nachbar dieses Besitzt!
Dementsprechend also auch meine Erwartungen…
Und damit möchte ich auch diesen Bericht eröffnen,
also, los geht’s:
Meine Erwartung(en)
+-+-+-+-+-+-+-+-+
Die Werbung im TV hatte mich schon neugierig gemacht!
Und auch einige meiner Arbeitskollegen haben nach ihrem Besuch dieses Filmes im Kino erzählt,
wie dramatisch er doch sei, das er wirklich realistisch sei, und auch sehr ergreifend an einigen stellen…
Diese ergreifenden Szenen sollte ich später auch finden…
Nun, voller Erwartung legte ich also nun die DVD ein, und es ging auch sofort los (sollte es ja auch)!
Ich erwartete also einen Film mit einer sehr guten Story, mit vielen REALISTISCHEN Kriegsszenen, aber auch mit ergreifenden Szenen!
Außerdem sollte er die vielen gefallen Soldaten beider Seiten ehren…
Da ich ja schon etwas älter als 18 bin (…), komme ich also in den „Genuss“ die ungeschnittene US-Version zu sehen!
Die Story
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Meine ersten Erwartungen werde sofort am Anfang erfüllt, und zwar auf eine, doch sehr heftigen Weise…
Am Anfang des Filmes befinden wir uns im Jahr 1954!
Die ersten Szenen spielen sich, wie der grossteil des Filmes, auf Vietnamesischem Boden ab…
Eine französische Einheit wird aus einem Hinterhalt heraus angegriffen…
Die Franzosen sind deutlich in der Unterzahl, und so unterliegen sie den Vietnamtruppen…
In diesen ersten Szenen wird mir klar:
Der Film ist verdammt realistisch, da wirklich sehr Film Blut fließt und keine Gnade gezeigt wird…
Knappe 10 Jahre später auf dem Armee-Stützpunkt „Fort Bening“ wird die Grundausbildung der 7. Kavallerie unter dem Befehl von „Lt. Col. Moore“ und „Sergeant Major Lumley„ ausgeübt, und kaum ist diese abgeschlossen, muss sich dir Truppe auch schon auf den bevorstehenden Einsatz vorbereiten!
Obwohl Moore als erfahrener Offizier weiß, dass er so gut wie chancenlos in den Kampf um die Talebene „La-Drang“ geschickt wird, muss er die Befehle befolgen.
Am 14. November 1965 erreicht die 7. Kavallerie, die aus 395 Soldaten besteht, dann das amerikanische Base Camp im Vietnam….
Vom Basecamp aus fliegen nun die ersten Männer in die Kampfzone, wo sich Moores Befürchtungen noch schlimmer als sowieso Erwartet bewahrheiten!
Er sieht sich und seine Truppe einer heftigen Überzahl von Nordvietnamesischen Soldaten ausgesetzt…
…Alle Pläne der Amerikaner werden durch diese Überzahl feindlicher Soldaten zunichte gemacht…
…Helikopter kommen vorerst noch mit Nachschub an und holen verletzte und getötete Soldaten ab, bis auch das nicht mehr möglich ist…
Die Lage wird immer aussichtsloser für Moore und die Truppen…
Furcht und Verzweiflung kommen in den Soldaten hoch und wechseln sich mit Wut und Hass ab…
Moore wird klar, es geht jetzt nur noch darum die Leben seiner Männer und sein eigenes zu retten, und dass schafft er nur noch, wenn er die Vietnamesen in dieser Schlacht besiegt, denn anders, werden sie nicht mehr aus dieser grünen Hölle entkommen…
So, das dürfte jetzt erstmal zur Story des Filmes reichen…
Der Eindruck
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In diesem Punkt werden die Meinungen wahrscheinlich Auseinader gehen, deswegen spreche ich jetzt auch für mich!
Es ist vor allem schwierig, den Eindruck des Filmes richtig zu deuten.
Er ist ja eine Verfilmung des Buches „We Were Soldiers Once… And Young“ (Wir Waren Soldaten… Und Jung) von „Harold G. Moore“ und „Joseph L. Galloway“, und das Buch ehrt die gefallenen Soldaten auf Amerikanischer, sowie die gefallenen Soldaten auf Vietnamesischer Seite!
Und da muss ich sagen, zeigt der Film nicht unbedingt das, was man Erwarten würde, wenn man das Buch kennt…
Aber nun ja, ich fange einfach mal an mit dem Eindruck, den der Film auf mich hinterlässt!
Was in diesem Film wirklich auffällt, ist die grausame Seite des Krieges.
Dies fällt mir an einigen Stellen des Filmes sehr deutlich auf…
Ich verzichte jetzt drauf, diese einzelnen Szenen alle aufzuschreiben, aber es wird doch sehr deutlich gezeigt, wie die Situation auf so einem Schlachtfeld sein kann (oder auch war)!
Die angeschossenen Soldaten die sich vor Schmerzen auf dem Boden krümmen, die vielen Leichen.
Da möchte ich allerdings doch auf eine Szene zu sprechen kommen, die mir auch kurz ein bisschen den Atem genommen hat:
In dieser Szene kniet Moore nachts vor einigen der gefallen Soldaten und betet für sie, im Hintergrund hört man einschlagenden Geräusche und das knattern der Maschinengewehre!
Da könnte ich aber noch viele Szenen nennen…
Was mir aber auch aufgefallen ist, und das wird mit Sicherheit nicht nur mir aufgefallen sein, ist die Tatsache, dass der Film fast ausschließlich aus der Sicht der amerikanischen Soldaten gezeigt wird…
Und das meinte ich vorhin damit, dass es schwierig ist einen richtigen oder falschen Eindruck aus dem Film zu ziehen!
Nachdem das erste Telegramm die Frau eines im Kampfgefallenem Soldaten erreicht, bangen nun alle Frauen, dass auch sie bald so ein Telegramm erreichen wird.
Die Frau von „Lt. Col. Moore“, Also Frau Moore, nimmt die Telegramme an, die ein Taxiunternehmen den Frauen der Soldaten überbringen soll, um diese dann selbst an die Frauen weiterzugeben…
Nun sieht man, wie sie mit den Telegrammen mit der schrecklichen Nachricht von Tür zu Tür geht…
Von Tür zu Tür ein entsetztes, trauerndes Gesicht einer Frau, die nun weiß, das ihr Mann/Freund im Kampf gefallen ist…
Es wird nur von einem einzigen Vietnamesischen Soldaten ein kleines bisschen mehr in Form eines Tagebuches mit Bild seiner Freundin/Frau gezeigt, ansonsten sieht man die Vietnamsoldaten als Kampfmaschinen die nur drauf ausgerichtet sind die Amerikaner zu töten. Sie kommen aus ihrem Höhlen und Verstecken, greifen an, und verstecken sich wieder.
Nur als sich der Vietnamesische Truppenführer in einem Gebet für den Mut der Soldaten bedankt, wird gezeigt, dass auch diese Soldaten Gefühle, ein Leben haben…
Auch fällt auf, das Moore als „Held“ dargestellt wird…
Ok, das find ich auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite aber auch nicht…
Kurz vor der Abreise in den Vietnam hält er eine Rede vor den Soldaten der 7. Kavallerie
und deren Angehörigen, in der er sagt, dass er als erster das Schlachtfeld betreten wird, und es als letztes wieder verlassen wird.
Diese beiden Szenen, also die wo er seinen Fuß auf feindlichen Boden setzt und die wo er es wieder verlässt, werden in einer Slow-Motion gezeigt und mit einer eindringlichen Hintergrundmusik unterlegt…
In einer weiteren Szene wird gezeigt, wie er mit einigen Männer nach 2 vermissten Soldaten sucht, und sich so mit seine Männer in Lebensgefahr begibt!
Moore widersetzt sich auch dem Befehl der Regierung nach Saigon zu kommen,
er bleibt bei seinem Männer im Gefecht…
Der Film hat mich schon sehr beeindruckt, auch wenn er nicht das zeigt, was er eigentlich, laut Vorgabe des Buches, zeigen sollte!
Die Schauspieler
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„Mel Gibson“ spielt den „Lieutnant Colonel Hal G. Moore“!
In diese Rolle passt er meiner Meinung nach recht gut, da er das passende Alter für einen erfahren Soldaten hat!
Andere Filme mit ihm u.a.: Signs, Der Patriot, Was Frauen Wollen, Leathal Weapon 1-4 u.s.w.!
„Madeleine Stowe“ passt nicht so wirklich in die Ehefraurolle von Moore!
Ich kann wirklich nicht sagen was mich an ihr in dieser Rolle gestört hat!
Vielleicht war es einfach ihr Erscheinungsbild, oder einfach der Grund, dass ich sie vorher nur in „Der letzte Mohikaner“ gesehen hab!
Andere Filme mit ihr: Fatale Begierde, China Moon – Eine heiße Affäre, u.a.!
“Greg Kinnear“ spielt den Hubschrauberpiloten „Major Bruce Crandall“, auch bekannt als „Snakeshit“!
Allerdings denke ich, dass einfach zu wenig von ihm gezeigt wird.
Denn er erlebt als Pilot alles mit.
Er sieht alles aus einer anderen Perspektive, er fliegt die blutenden verletzten aus dem Kampfgebiet u.s.w., aber abgesehen davon spielt er diese Rolle trotzdem gut!
Andere Filme mit ihm: Besser geht’s Nicht, E-Mail für dich, Good Vibrations - Sex vom anderen Stern u.a.!
„Chris Klein“ in der Rolle des „2nd Lieutenant Jack Geoghegan“!
Es ist schon komisch wenn man weiß, dass er auch bei den American Pie Filmen mitgespielt hat, aber das hat man schnell vergessen, wenn man ihn in seiner Rolle sieht…
Andere Filme mit ihm: Here on Earth, Ohne Worte u.a.!
„Sam Elliot“ als „Sergeant Major Basil Plumley“!
Er hat mir in seiner Rolle sehr gut gefallen.
Seine Ausstrahlung passt zu der des „Sergeant Major Basil Plumley“!
Andere Filme mit ihm:
Die anderen Schauspieler:
Keri Russell, Barry Pepper, Don Duong, Ryan Hurst, Robert Bagnell, Marc Blucas, Josh Daugherty, Jsu Garcia, Ion Hamm, Clark Gregg, Desmond Harrington, Blake Heron, Erin MacArthur, Edwin Morrow, Dylan Walsh, Mike White, Mark McCracken.
So, das waren die Schauspieler!
Der Soundtrack
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Der Film wird an einigen Stellen von Hintergundmusik begleitet, komponiert von „Nick Glennie-Smith“!
Diese Musik finde ich wirklich sehr gut und auch größten Teils passend…
An einigen Stellen kommt sie mir allerdings, na ja, zu „froh“ vor!
Da ich sowieso begeisterter Soundtrackhörer bin, habe ich mir diese CD gekauft.
Hört man diese Musik, ohne das man vorher gesagt bekommt von welchem Film sie ist…
Ich bin mir sicher, jeder wird sofort wissen, dass es sich dabei um einen Kriegsfilm handeln muss…
Achso, noch was…
Vietnamkrieg & Kino???
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Ein weiter Film, in dem es um das Thema „Vietnam Krieg“ geht…
Es ist schade, das es irgendwie immer um das gleiche geht!
Amerikaner kämpfen, töten, sterben …
Das kennt mal alles schon!
In diesem Film wurde allerdings auch etwas Wert auf die Familien der Amerikanischen Soldaten genommen!
Na ja, aber worüber sollten die Amerikaner denn sonst einen Kriegsfilm drehen, in dem es um sie geht???
Mit „Black Hawk Down“ kam mal ein anderer Austragungsort vor…
Mein Fazit
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Tja, ich denke ich habe irgendwie schon alles gesagt, oder?
Der Film ist gut, passt aber nicht zur Vorgabe des Buches.
Die Amerikaner werden als Soldaten mit einem „Leben auch außerhalb des Krieges“ gezeigt, die Vietnamesen allerdings als erbarmungslose Kampfmaschinen!
Mir gefällt, dass viele Szenen den Krieg so deutlich zeigen!
Die Musik gefällt mir auch gut!
Also, ich bin letztendlich doch zufrieden mit dem Film!
Ich muss wirklich dazu sagen, wenn man das Buch gar nicht kennt, dann wird man den Film wahrscheinlich supergut finden, kennt man das Buch jedoch, wird der Film von einigen, nicht wirklich passenden Szenen überschattet!
Schlusswort
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Ja gut, das war mein Bericht zu „ Wir Waren Helden“!
Ich könnte wirklich noch viel viel mehr dazu schreiben, aber das wird wohl dann langweilig…
Ich weiß wirklich nicht wie ich den Film nun bewerten soll?!?!
Warum ich das nicht kann könnt ihr aus der Überschrift entnehmen...
Ich freue mich über Kommentare von euch zu diesem Bericht…
Bis dann,
euer Dolphin2003 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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God bless Hollywood
28.08.2002, 00:56 Uhr von
HaloB
Lieber Leser, ich bin hier nur auf Urluab, sozusagen. Daher werde ich auch kaum auf Reaktionen...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Vorbemerkung:
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Diese Meinung wird für meine Verhältnisse unüblich werden. Ich werde keinen Wert auf eine geordnete Gliederung nehmen, ebenso wird mein Urteil in diesem Falle wohl sehr subjektiv und persönlich geprägt sein. Ich möchte vorab anmerken, dass ich an keiner Stelle beabsichtige, die Reputation und den Respekt vor dem Leben und Sterben jeglicher Soldaten in irgendeinem Krieg der Weltgeschichte zu verletzen. Mir ist das Ausmaß der persönlichen Tragödien bewußt, die ein jeder Krieg mit sich bringt. Ich möchte mein Mitgefühl ausdrücken für jene Menschen, die ihr eigenes oder das Leben eines Angehörigen in einem kriegerischen Konflikt verloren haben, in dem es um lobbyistische und politische Interessen ging. Ich ziehe meinen Hut vor jedem Menschen, der in Situationen eines Krieges zum Held in dem Augen der Welt oder seines Heimatlandes wurde.
Wenn mein Bericht an manchen Stellen sehr kritisch werden sollte, dann führe ich dies auf den unmittelbaren Eindruck des Filmes und der Machart einer Hollywoodproduktion zurück, die eben jenen Respekt vor dem menschlichen Leben an sich vermissen lässt und sich als Propagandamaschinerie mißbrauchen läßt.
Meine Meinung
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Ich weiß nicht genau, warum ich mir diesen Film angesehen habe.
Vielleicht war es der Name Mel Gibson, der mir Hoffnung gab. Vielleicht war es das Urteil von einer Bekannten, das mir einen ergreifenden und traurigen Film versprach, der ein Kriegsfilm nun einmal sein mag.
Vielleicht war es auch die Neugier, in welcher Art und Weise die Traumfabrik das Trauma Vietnam in unserer heutigen, angespannten Weltlage zu verarbeiten versucht. Letztendlich habe ich einen Film gesehen, der das Niveau eines Westerns aus dem kalten Krieg hatte, und der mich vollends enttäuscht und deprimiert hat.
Die Handlung des Films ist schnell erzählt. Colonel Harold G. Moore (Mel Gibson) bildet in einem Trainingslager in Amerika Officer und Gruppenführer aus, die für den anstehenden Krieg in Vietnam ausgebildet und für ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet werden.
Diese jungen Männer, einigen von ihnen verleiht der Film sogar ein Gesicht und notwendigerweise auch eine junge Familie, werden hernach nach Vietnam verbracht, um die erste Schlacht für die USA zu schlagen und dem Feind erste Gebiete streitig zu machen.
Die nachfolgenden 90 Minuten sind ein Zusammenschnitt von Kriegsszenen, verwundeten und sterbenden Soldaten, die haltlos irgendeine Stellung zu verteidigen versuchen. Immer wieder schwenkt der Film um und zeigt die in Amerika verbliebenen Frauen in ihrer Hoffnung und ebensolcher Trauer, wenn die Nachricht über den Tod des Geliebten eintrifft.
Ich verrate sogar den Schluß, denn ein solcher Schluß ist nicht wirklich vertraulich.. Trotz immenser Opfer gelingt den US-Truppen der Durchbruch durch die feindlichen Linien, und Helikopter transportieren die müden Helden in das Headquarter.
Schnitt
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Hatte ich zu Anfang stets die Hoffnung, der Film möge sich wandeln und sich bald politisch fair verhalten, so verlor ich nach und nach jegliche Hoffnung. Ehrlich gesagt gibt es Western mit John Wayne, die ich für differenzierter und ehrlicher halte als diesen typischen Hollywoodschinken, der aber auch ALLE Klischees bedient, die das amerikanische Kino für den Vietnamkrieg bereithält.
Ob es nun ein texanischer Sergeant ist, der in lächerlichen Heroismus krude Heldensprüche von sich gibt, die Symbolik eines vietnamesischen Fahnenträgers, der natürlich erschossen werden muss und geschlagen in einem Baum hängen bleibt .. der Regisseur und Autor Randall Wallace ist sich an keiner Stelle zu schade, das patriotische Bedürfnis seines vorwiegend amerikanischen Publikums zu bedienen und gar zu übertreffen.
Geradezu albern wirken die Szenen, in denen Mel Gibson scheinbar unverwundbar und aufrecht stehend zwischen seinen im Gras kauernden Soldaten schreitet und Anweisungen gibt. Fast verletzend die Darstellung der wie Pappkameraden umfallenden und sofort sterbenden vietnamesichen Soldaten, während jeder einzelne US-Soldat langsam und dramaturgisch sterben darf, nicht ohne die letzten Worte gesprochen zu haben:
"Sag meiner Frau, dass ich sie liebe".
Wie ein Schlag ins kulturelle Gesicht der Vietnamesen muß es wohl sein, wenn der Colonel die Anweisung an einen Kriegberichterstatter gibt, ganz Amerika zu erzählen, was die Soldaten dort geleistet haben. Und das, ganz ohne auch nur ansatzweise das politische Ausmaß und die Sinnlosigkeit des ganzen Konflikts thematisiert zu haben.
Auch der Fokus auf die verbliebenen Frauen zu Hause, und die Darstellung der ganz persönlichen Schicksale eines Krieges kann darüber nicht hinwegtäuschen, dass hier offensichtlich ein ganz plakatives Stück
Propaganda gedreht wurde, bei dem es jedem kritischen Kinogänger einer mehr als schalen Nachgeschmack hinterlassen müsste. Und wenn ich eine gewagte These aufstellen darf .. es ist ein offenes Geheimnis, dass
die US Army nur allzu gerne auch Geldmittel aufwendet, um solche Filmvorhaben zu unterstützen .. im Falle von "Wir waren Helden" würde mich eine Erwähnung oder Werbung der US Army nicht wirklich überraschen.
Nicht gegeizt, wie ist es anders zu erwarten, wird mit Stars and Stripes und christlichem Pathos. Zum Kotzen, um es einmal ganz deutlich zu sagen, finde ich zB folgende Szene: Moore trifft in einer Kapelle noch vor dem Einsatz auf einen jungen Familienvater, den Zweifel quälen und er deshalb Hilfe in einem Gebet sucht. Gibson schaltet sich in dieses Gebet ein und bittet um den Beistand Gottes bei der bevorstehenden Mission .. um dann in einem harschen Cowboyton anzufügen:
"Und mach, dass wir diese gelben Bastarde plattmachen"
Wie tief kann ein Regisseur sinken, selbst wenn es sich um einen Amerikaner handelt? Wie unreflektiert kann man einen Krieg darstellen, der auf beiden Seiten unmenschliche Opfer und Menschenrechtsverletzungen mit sich brachte? Wie verharmlosen kann man eine Schlacht, in der das höllische Agent Orange von Regierungswegen mehr oder weniger zu Testzwecken eingesetzt wurde, genauso wie ein hochtoxisches Entlaubungsmittel, das bis in die heutige Zeit Schäden an Umwelt und Mensch in Vietnam anrichtet?
Irgendwie dachte ich, Amerika habe mittlerweile einen differenzierten Standpunkt zu diesem traurigen Geschichtsabschnitt gefunden. Ich hatte gehofft, dass die Filme von Oliver Stone und Stanley Kubrick zu einem Umdenken geführt hätten. Dieser Film enttäuscht alle diese Hoffnungen und setzt noch einen obendrauf:
Der Abspann zeigt eine Liste all der gefallenen US-Soldaten der Schlacht, ohne auch nur ansatzweise auf die zahlreichen Opfer der Gegenseite aufmerksam zu machen.
Letztlich versucht der Regisseur noch kurz und knapp, auch eine vietnamesische Frau in ihrer Trauer um den geliebten Ehemann zu zeigen, dessen Tagebuch sie in Händen hält. Wobei auch hier zu beachten ist, dass
dieses Tagebuch offensichtlich von einem heroischen amerikanischen Soldaten nach Vietnam gesendet worden ist.
Fazit
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"Wir waren Helden" ist nichts weiter als eine amerikanische Polit-Propaganda ohne geschichtliche Rückendeckung. Mit diesem Film hat sich der Regisseur, zumindest international gesehen, sehr unvorsichtig
hinter "feindliche" Linien begeben und hofft nun auf pathetische Rückendeckung der Grand Nation. Von mir bekommt er dafür eine klare Absage aufgrund nichtgemachter Hausaufgaben .. und es nährt meine Lust auf den ehrlichen europäischen Film, der mich von solchen Plattheiten verschonen mag .. weiterlesen schließen -
Wir waren Helden - Mit Mel Gibson
27.08.2002, 19:19 Uhr von
Sprinterman
Ich bin schon seit ca. 1 Monat bei Ciao udn habe dort recht viel erfolg. Ein Mitglied hat mich au...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Hallöchen!!!
Ich weiss nicht, wie lange unser letzter Kinobesuch zurückliegt, ich weiss nur, dass es damals "Die Mumie 2" war, die wir angesehen haben. Gestern hatte ich die glorreiche Idee meinen Mann ins Kino zu entführen. Wir lieben beide diese Art von Filme, wenn sie gut gemacht sind. Da ich schon ein paar Meinungen über den Film gelesen habe schlug ich ihn trotzdem vor. Ich gebe zu, ich habe den Inhalt des Filmes bei vielen überscrollt - denn ich wollte einzig und allein die Erfahrungen und das habe ich bei einigen auch bekommen!! Allerdings finde ich die meisten Meinungen im Nachhinein etwas einseitig beschrieben...
Fakten
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Vietnamkrieg im Tal des Todes 1965 ... dort wo ein paar Jahre zuvor "dumme" Franzosen auf kaltblütige Art massakriert worden sind, soll nun Hal Moore ( Mel Gibson ) einen Sieg für die USA erringen. Er hat nur ein Problem - seine Soldaten sind teilweise völlig unerfahren, haben nicht trainiert und wissen nicht, was auf sie zukommt!! Da wäre auch noch der Vorteil von "Charlie", der zahlenmässig überlegen ist und er kennt das Land...
Meine Erfahrung
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Ihr müsst euch das so vorstellen: ich sitze im Kino mit meinem Popcorn und als erstes marschieren ein paar Franzosen übers Bild.. dann bläst einer ins Horn ( ich habe bis eben nicht den Sinn verstanden ) und ein paar Sekunden später geht der Terror los. Man sieht Einschüsse, überall spritzendes Blut, sterbende Männer und Überlebende, die panisch fliehen wollen - dann der oberste Kommandeur der vietnamesischen Truppen und er gibt den Befehl zum "Tötet sie alle!" ... der Erzähler springt dann sofort ins Jahr 1965 und zeigt ein friedliches Familienbild im Auto!!
Von der Vorbereitung auf den Vietnamkrieg haben wir beide nicht sehr viel gesehen - aber vielleicht war das der Sinn der Sache, denn der Anfang war ziemlich wirr! Als besonderes Highlight ist ein Soldat Papa von einem kleinen Mädchen geworden .. und wie die beiden mit ihrer kleinen Tochter so im Bett lagen, kurz bevor er ging, da musste ich plötzlich weinen. Mir kam dieses Bild so bekannt vor und ich war froh, dass ich nie mehr in diese Lage kommen würde.
Nur ein paar Szenen weiter standen sie alle auf dem Platz und warteten auf ihren Bus.. alleine die dazu passende Musik jagte mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Dann waren sie plötzlich schon in Vietnam und irgendwie hat man überhaupt nichts verstanden. Keine Unterhaltung zwischen den Soldaten, wie sie sich fühlen und ob vielleicht ein paar sich Versprechungen gegeben haben. Nichts, gar nichts!! Schade eigentlich...
Kaum in Vietnam sassen sie schon wieder in ihrem Hubschrauber und wurden ins besagte Todestal geflogen. Moore war irgendwie nicht wohl dabei und mir ehrlich gesagt auch nicht... denn kaum waren die ersten 60 Mann angekommen ist schon alles schiefgelaufen. Wie kann man denn so blöd sein, seine Truppe zu verlassen um einem Vietnamesen hinterherzurennen?? Das schreit doch förmlich nach Falle und Kesselschlacht wie im 2. Weltkrieg. "Mitleid" hatte ich mit denen irgendwie keines, denn ich suchte fast verzweifelt den frisch gebackenen Papa, der irgendwie durch Dreck, Staub und wildes Hin - und Hergerenne nicht zu erkennen war. Aber instinktiv wusste ich, er war noch am Leben!
Es wurden andauernd neue Soldaten eingeflogen und irgendwie wurden die meisten von denen sofort wieder erschossen ... da stellte sich mir die Frage, warum sie nicht mit ihren Superhightechgeräten die Bunker oder Höhlen ausgemacht haben und dort ein paar Bomben drauf geschmissen haben. Wenn ich das Gebiet landesmässig und versteckmässig nicht kenne, dann wage ich mich nicht mit 395 Mann da hin und versuche 10.000 Vietnamesen zu bekämpfen ... wie aufgescheuchte Hühner liefen sie umher und da ertönte von rechts ein ächtliches *phh* - in Deutschland wird selbst bei Erkundungstouren nur gerobbt und die Amis laufen im feindlichen Gebiet stolz aufrecht umher. Da wäre da auch noch die Tatsache von dem Pfeifen. Warum pfeift man und gibt dann Handzeichen?? In Deutschland gibt man nur Handzeichen, damit der Feind nichts hört.. und da war mir schon klar, warum die Amis den Krieg verloren haben!
Irgendwie lief dann alles aus dem Ruder und kurze Sequenzen zeigten den vietnamesischen General, der ein paar Jahre zuvor die Franzosen zur Hölle geschickt hatte, in seinem Bunker und die Untertitel liessen uns wissen, was er sagte. Das finde ich sehr gut, dass man die Landessprache dort gelassen hat.
Er wollte sie alle töten und dazu war ihm jedes Mittel recht...
Ich weiss nicht, wieviel einzelne Truppen es gab - es müssen so 4 gewesen sein, wenn ich mich verzählt habe. Aber irgendwie kämpften sie gegen Windmühlen, da sie einfach von allem zu wenig hatten - das erinnert mich wieder an den 2. Weltkrieg! Ich sah wieder jede Menge Blut, jede Menge Tote und Verzweifelte. Soldaten, die versuchten ihre Kameraden zu retten und heldenhaft alles niederballerten, was sich bewegte. Aber warum stellen sie sich hin?? Das mit dem Hinlegen haben sie erst viel viel später geschnallt und da war es für die meisten schon zu spät..
Nächtliche Truppenkämpfe und jede Menge Angst im Nacken, Schlaflosigkeit und Heimweh haben so einige mürbe gemacht und man sieht ihnen die Erschöpfung wirklich an. Sie können einfach nicht mehr und sie wollen alle nur nach Hause!
Dann stösst noch ein Reporter zu ihnen und da gibts in meinen Augen die erste grosse Wendung. Ich weiss nicht, ob ich es mutig oder sensationslüstern finden soll - aber im Nachhinein war es mutig! Wie empfindet ein Unbeteiligter den Krieg, wenn er jemanden im Sterben liegen sieht, den er kennt und kurz zuvor Papa geworden ist? Napalm ist nicht immer eine gute Sache, wenn man es vom Boden aus sieht...
Was mich aber wirklich erschüttert hat, waren die Frauen, die die Telegramme vom Tod ihres Mannes bekommen hatten... egal, ob geschaupielert oder nicht. Das sah verdammt echt aus! Es gab Frauen, die das Telegramm nicht haben wollten, nach dem Motto: wenn ich es nicht annehme oder lese, dann ist er noch am Leben! Auf der anderen Seite waren sie ganz gefasst.. irgendwie kullerten mir da schon wieder Tränchen die Wangen runter. Zumal auch die Musik ihr Übrigens noch dazutat. Es sprach keiner, man konnte nur die Mimik und Gestik sehen..
Die Todesqualen, die die "echten" Kämpfer dort erlebt haben, konnte man in ein paar Punkten nachvollziehen. Zeitzeugen konnten ja nicht alles wiedergeben und so dichtete man eben noch ein paar Sachen hinzu - eben hollywoodmässig! Aber irgendwie ist dieser Spruch vom Ende, dass sie füreinander gekämpft haben, etwas eigenartig.. wieso füreinander! Wenn sie füreinander gekämpft hätten, dann wären sie zusammengeblieben. Hätten aufeinander gehört und wären nicht wie die Hunde hinter einem Hasen hinterher gejagt. Sie fühlten sich unzerstörbar, weil sie Amerikaner waren, sie konnten nicht sterben - keiner würde es wagen eine Weltmacht zu "töten".. wie dumm! Warum eine so geringe Truppenstärke, die gegen einen Gegner antrat, der taktisch eine Menge mehr drauf hatte.. warum stellt man die Amerikaner heldenhaft dar und die Vietnamesen als Bestien??
Ich versteh es einfach nicht, Vietnamveteranen sind nicht gerade sonderlich gut im Ruf und hier werden sie als Helden dargestellt.. ist es etwa heldenhaft einen Krieg zu führen, Menschen zu töten, sich Hals über Kopf töten zu lassen und keine wirkliche Strategie zu besitzen, um mit ein paar Überlebenden nach Hause zu kommen?? Das ist einfach nur Glück...
Wenn Moore so stark an Gott glaubt, warum hat er dann seine Männer genommen .. warum hat er es zugelassen, dass es Kriege gibt? Er hat noch nicht mal eine Antwort auf die Frage seiner Tocher: Was ist Krieg?.. wie will er jemals wieder an Gott glauben? Warum sterben Amerikaner gerne für ihr Land und sind selber Ausländer? Vietnamesen bekämpfen sich gegenseitig..
Warum war der Krieg plötzlich aus, nachdem sie den Hügel gestürmt hatten und Hilfe durch einen Luftangriff bekamen.. warum so schnell und ohne diese Anzahl von Opfern zu machen, die ich eigentlich erwartet hatte? Warum plötzlich diese ganzen Reporter, die ihre lästigen steten Fragen stellten und die doch keiner beantworten konnte - dieser Krieg war etwas anderes und das kann man nicht beschreiben. Aber die Heimat sollte erfahren, wie es war.. bloss wie bringt man es ihnen bei? Wie bringt man ihnen bei, dass man keine Hilfe erhält, dass man es einfach nicht alleine schaffen kann und wie ist es, wenn man Menschen töten muss?
Ich habe im Bett gelegen und über den Film nachgedacht, wirklich nachgedacht und irgendwie war es wieder mal so ein lächerlicher Versuch den Vietnamkrieg auf dramatische Art darzustellen.. wo ist aber der Anfang, wo ist das Ende - wo sind die politischen Beziehungen und das Allerwichtigste: wo wird der vietnamesische Kampfgeist beschrieben? Waren sie Mörder, weil sie sich verteidigt haben? Waren sie Mörder, weil sie kaltblütig das getan haben, was man ihnen angetan hat?
Ich fand es im Gegensatz dazu aber auch toll, dass ein US Soldat das Tagebuch eines Vietnamesen seiner Witwe geschickt hat - da macht sich wieder bemerkbar, dass viele Soldaten im Nachhinein wussten, dass sie nur für Etwas gestorben sind, was keinen Sinn macht. Schuld und Sühne sozusagen..
Fazit
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Der Film ist sehenswert, was Kameraführung, Masken und schauspielerische Leistung angeht. Alle Charaktere sind förmlich in ihren Rollen aufgegangen und ich hatte zeitweise das Gefühl, dass sie wirklich angeschossen worden waren .. Schocks, Geschrei, Gewimmer und Liebesbekundungen - im Hintergrund Schüsse, Hubschraubergetöse und hektische Befehle. Die Dolby Surround Anlage eines Kino macht es möglich, dass man sich wie in die Zeit versetzt fühlt - es ist nicht wirklich angenehm, aber Angst macht sich breit und man möchte am liebsten schreien "Hinter dir".. "Leg dich hin" oder "Hau ab" . Man duckt sich förmlich, wenn der Hubschrauber landet und die Kamera darunter oder schräg darunter steht. Es ist auch irgendwie faszinierend zu sehen, wie 10 Hubschrauber in einer Formation plötzlich nach unten gehen und der letzte beinahe die Kamera mitreisst..
Mel Gibson spielt aus Überzeugung den liebenden Ehemann und Familienvater und vielleicht ist er der Typ für amerikanische Heldendarstellung, wie schon in Braveheart!? Aber er konnte dem Film auch nicht den richtigen Touch für Wahrheit oder Lüge geben - es war einfach zu einseitig.
Es gab sogar etwas Humor, wer hätte das gedacht und irgendwie war er zwar bissig und trocken, aber er macht den Film doch etwas liebenswert.
Wer Blut und jede Menge Kampfgeschrei liebt, der sollte ruhig in den Film gehen - an "Full Metal Jacket" reicht er auf jeden Fall nicht heran, aber er ist auch eine gelungene Abwechslung zu schnulzigen "Pearl Harbor" Filmen. Berufssoldaten sollten lieber nicht die Kampfszenen analysieren, denn dann glaubt man teilweise zu verzweifeln... meiner schlug jedenfalls die Hände über dem Kopf zusammen und bei so viel taktischem Unvermögen kann auch kein technisches Know How mehr helfen!
Euer Sprinterman weiterlesen schließen -
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26.08.2002, 12:35 Uhr von
Knuben
Tja, was soll ich erzählen ? Ich studiere in Düsseldorf Grafikdesign mit Fachrichtung Kommunikati...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Es war mal wieder Dienstag, und Dienstag bedeutet in "meinem" Cinemaxx: Kinotag!! (jeder Film kostet nur vier Euro)
Da wir diesesmal nur zu zweit waren und einigermaßen den gleichen Filmgeschmack haben viel uns die Wahl recht leicht:
Wir wollten ein bissl Action und da kam uns "Wir waren Helden" mit Mel Gibson ganz recht.
STORY:
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Lt. Col. Hal Moore, gespielt von Mel Gibson, hat das Kommando über eine neue Art von Kavalerie. Warum neu? Ganz einfach: Seine Männer reiten nicht auf Pferden, sondern auf, oder besser gesagt in, Hubschraubern.
Das ganze soll dazu dienen, Truppen schnell ins Kampfgebiet zu bekommen um den Feind zu überraschen oder um eigene Truppen schnell zu verstärken.
Nix neues denkst du jetzt? Das machen die Amis doch schon seit 20 Jahren? Ja, richtig, aber damals war das eine neue Art des Kampfes, denn der Film spielt zu Zeiten des Vietnam-Krieges.
Und wie es der Teufel will: Kaum ist die "Kavalerie" gegründet, muss sie auch schon in den Vietnamkrieg, direkt an die Front.
Der Auftrag lautet: Eine gegnerische Einheit zu finden und zu eleminieren, die zuvor einen amerikanischen Stützpunkt angegriffen hat.
Der erste Tag läuft auch einigermaßen gut, doch schon am Abend muss man einige heftige Verluste verkraften. Der Gegner ist zahlenmäßig überlegen und kesselt Moores Trupp ein.
Wie es ausgeht, möchte ich jetzt an dieser Stelle nicht verraten, einige wollen den Film ja noch sehen. :-)
Ach ja, dass ganze basiert auf wahre Begebenheiten, wobei man das "basiert" besonders betonen muss, da man sicherlich ein bissl was geändert hat und nicht alles so passiert ist, wie es im Film passiert ist.
PATRIOTISMUS??
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Aber Hallo, Patriotismus kommt in dem Film nicht zu kurz. Sätze wie "Ich bin stolz darauf, für mein Land zu sterben" klingen nicht nur absolut künstlich, sondern sind im Grunde nur lächerlich. Ich denke mal, dass die armen Kerle im Vietnamkrieg, die tötlich verwundet neben ihren Kameraden liegend an alles mögliche Gedacht haben, aber sicherlich nicht an solche Äüsserungen.
Auch diese kleine, amerikanische Papp-Flagge die am Ende in einem Baum steckt: Patriotismus pur.
Am Ende des Films erscheint dann im Abspann eine Liste von den Soldaten, die in dem Landegebiet in dem der Film spielt, wirklich gefallen sind.
Auch das die Amerikaner den Vietnamkrieg verloren haben, wird in dem Film nicht wirklich erwähnt, nur die Verluste auf beiden Seiten werden am Ende genannt.
THEMA VIETNAM-KRIEG:
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Kriegsfilme (oder Anti-Kriegsfilme, wie immer man diese Art von Film auch nennen mag) zum Thema Vietnam-Krieg gibt es wie Sand am mehr und es gibt kaum Facetten des Krieges, die noch nicht behandelt wurden.
"Wir waren Helden" ist im Prinzip kein wirklich innovativer Film auf diesem Gebiet. Ein Trupp wird in den Krieg geschickt, eingeschlossen und muss nun sehen, wie er da wieder rauskommt. Diese Handlung wurde eigentlich schon tausendmal "verwurstet".
REALISMUS?
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Das ist bei Filmen immer eine gute Frage. Filme wie "Der Soldat James Ryan" zeigten das erstemal erschreckend realistisch, wie grausam der Krieg ist.
Auch bei "Wir waren Helden" wird es deutlich, das der Krieg grausam ist. Das hört sich jetzt vielleicht abgedroschen an, da jeder weiß, das dies so ist, aber wenn man dann in seinem Kinosessel sitzt und Szenen sieht wie 20, 30 Leute von MG-Feuer niedergemäht werden oder durch einen Querschläger am Hals getroffen werden, da wird einem schon ganz anders und man ist froh, sowas nicht erleben zu müssen.
Soweit, so gut. Was mich dann aber gewaltig bei diesem Film genervt hat, war, dass diese realistische Darstellung des Krieges dann durch Szenen zerstört wurden, die anscheinend cool wirken sollen, aber einfach nur unrealistisch sind.
Beispiel: Moores Truppen werden überrannt, alle sind in Panik und liegen in Deckung, überall rattern die feindlichen MGs, nur der tolle Lt. Col. Hal Moore steht hoch erhoben auf der Wiese, schaut sich um, gibt per Funk Kommandos und schiesst ganz lässig zwei, drei Gegner mit der Pistole nieder.
Hallo?!?! Der Typ (auch wenn es Mel Gison ist) hätte da keine einzige Sekunde gestanden, vor allem nicht mit seinem fetten "Commander-Stern" (keine Ahnung wie man sowas nennt *g*) auf dem Helm.
Na ja, abgesehen von vereinzelten Szenen wie diesen war der Film sonst ganz ok.
SCHNULZENALARM:
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Neben den Kampfhandlungen kommt es zwischendurch und besonders am Anfang immer mal wieder zu "Schnulzenszenen".
Der Regiesseur versucht zu verdeutlichen, dass Soldaten keine herzlosen Killermaschinen sind, sondern dass sie durchaus Gefühle (und Familie) haben. Moore ist Vater von vier Kindern (können auch fünf gewesen sein, hab' nicht so genau mitgezählt *g*) und betet jeden Abend mit seinen Kindern.
Auch die Soldaten die unter seinem Kommando stehen, sind zumeisst verheiratet und haben Kinder. An sich eine gute Idee, aber das ganze wirkt irgendwie sehr gezwungen, als hätte man nach dem Schreiben des Hauptplots noch festgestellt:
"Hey, da fehlt noch ein bissl Herz und Gefühl, pure Kameradschaft unter Männern alleine reicht nicht."
KAMERA/REGIE:
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Wie der gesamte Film Durchschnitt (wiederhole ich mich?!).
Neben ruhigen Kamerafahrten um die Landschaften zu zeigen und dem Zuschauer einen Überblick über das Szenario zu geben gibt es natürlich die obligatorischen "Steady-Cam"-Szenen.
Zum Beispiel wenn die Soldaten aus den Hubschraubern springen oder durch die Büsche hetzen.
Von den Schnitten her gibt es auch nichts Aussergewöhnliches. Normale Schnitte wenn nichts Aufregendes passiert und schnelle, hektische Schnitte, wenn es zur Sache geht.
Ab und zu gibt es dann auch Einstellungen, in denen Blut auf die Kamera spritzt (wieder einige Anleihen aus "James Rayn") um einen authentischeren Eindruck zu vermitteln.
Ach ja, wo wir schon mal bei Anleihen aus "James Rayn" sind:
Ab und zu gibt es auch Einstellungen, in denen das Geschehen aus der Perspektive eines Soldaten gezeigt wird. Zum Beispiel liegt ein Verletzter neben seinen Kamerade und bekommt von seiner Umwelt nur noch gedämpft etwas mit, da ein Knall sein Gehör ein bissl betäubt hat.
Aber, wie schon am Anfang erwähnt:
Alles ganz nett, aber nicht wirklich neu und mittlerweile schon Standart. Was mich allerdings wirklich beeindruckt hat, waren die wilden Hubschrauberflüge und die damit verbundenen Kamerafahrten.
DARSTELLER:
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Die schauspielerischen Leistungen sind ganz ok, nix dolles aber auch nichts schlechtes. Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, dass der Film mit seinen ganzen Gefechten eigentlich kaum Platz für irgendwelche schauspielerischen Glanzleistungen gibt. Aus dem Hubschrauber springen, rennen, in Deckung gehen, schießen, sterben, verletzt rumliegen, das war's.
Was mir noch deutlich aufgefallen ist, ist, dass die Charaktere nur sehr oberflächlich erscheinen, denen fehlt irgendwie die Tiefe. Bis auf Moore, seinen Seargent-Kumpel (Namen weiss ich leider nicht mehr, sorry), dem Kriegsreporter Joe Galloway und dem Hubschrauberkollegen "Snake" sind die restlichen Darsteller eigentlich beliebig austauschbar.
FAZIT:
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Einer von vielen Filmen aus der momentanen "Ami-Patriotismus-Kriegsfilm-Schwemme". Nichts wirklich neues, aber ganz ok umgesetzt, wenn man den Patriotismus einfach ignoriert (irgendwie gehört das ja zu 'nem Ami-Kriegsfilm dazu *g*).
Ins Kino muss man deswegen nicht unbedingt, aber für einen Videoabend ideal. Eine gute Drei mit 'nem Empfehlenswert (für Fans dieses Genres).
Ach ja, hätte ich beinahe vergessen: Freigegeben ist der Film ab 16!!
Cya,
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Ein Kinofilm der unter die Haut geht
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Ich habe mir jetzt den Film "Wir waren Helden" im Kino angesehen. Natürlich bin ich bei Kriegsfilmen immer etwas skeptisch, da hier meistens, gerade bei amerikanischen Produktionen, der Patriotismus doch sehr übertrieben dargestellt wird.
Direkt am Anfang wird dem Kinozuschauer gezeigt, wie ergebnislos die Franzosen versuchten, in Vietnam einzumarschieren und Fuß zu fassen. Das Filmblut fließt bereits am Anfang in Strömen.
Anschließend erfolgt ein Schnitt und der Zuschauer erfährt die Geschichte des Armeeausbilders, der hier exzellent von Mel Gibson dargestellt wird.
Dieser Ausbilder versteht es, seine noch unerfahrene Truppe auf den Krieg vorzubereiten, der aber noch unwirklich und in weite Ferne schwebt.
Besonders wirklichkeitsnah werden hier die Rekruten gezeigt, die ihre alltäglichen Probleme zu meistern haben und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zu ihren Freundinnen / Frauen werden beleuchtet.
Besonders gut gefällt hier die Ehefrau des Ausbilders, die besonders einfühlsam versucht, die Frauen und Freundinnen der Rekruten auf die noch bevorstehende schwere Zeit des Krieges vorzubereiten.
Und genau dieser Tag ergibt sich dann: nach Beendigung der Ausbildungszeit kommt der Abmarschbefehl nach Vietnam.
In der Folge wird ein kompletter Tagesablauf der Rekruten gezeigt. Dieser brutale realitätsnahe Augenblick zeigt das schlimme Gesicht des Krieges. Das Batallion des Ausbilders steht von der ersten Sekunde unter Dauerfeuer der Vietnamesen. Schonungslos werden alle Angriffe und Gegenangriffe, sowie Verteidigungsoperationen gezeigt.
Dem Kinozuschauer wird das gesamte grausame Spektrum eines Krieges dargestellt, der immer mit sinnlosen Menschenopfern auf beiden Seiten endet.
Wohltuend sind dann dazwischen die ruhigen Filmschnitte zurück in die USA. Hier erhebt sich die Frau des Ausbilders, die nun eine Freundschaft zu den anderen Soldatenfrauen aufgebaut hat, aufgrund eines eigenen Erlebnisses zu einer Todesbotin. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, die Todesbriefe, die von einfachen Taxifahrern den Witwen überbracht wurden, zu sammeln und dann ihren Bekannten und Freundinnen persönlich zu überreichen.
Auch hier wird, ohne dass gemetzelt wird, eigentlich die grausamste Seite des Krieges perfekt dargestellt.
Der Zuschauer erfährt anschließend noch, dass diese Rekruten samt Ausbilder insgesamt noch über 250 Tage in diesen Krieg zu kämpfen haben, der auf beiden Seiten enorme Verluste bereitet.
Dieser Film ist meiner Meinung nach der beste Kriegsfilm, den ich je gesehen habe, ohne dass ich hier diese blutigen Szenen besonders herausstellen will. Aber das Besondere ergibt sich hier aus den Szenen, wo nicht nur das Blut fließt, sondern wo der Mensch selber in seinem Verhalten zu diesem Krieg dargestellt wird. Und das nicht nur an der Front, sondern insbesondere in der Heimat.
Dieser Film ist absolut empfehlenswert. weiterlesen schließen -
Na so was!!!
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Tja, nun sitze ich hier, will mein Bericht schreiben und bin immer noch ganz überwältigt. Selten hat mich ein Film unterhalten, nachdenklich gemacht und bedrückt. „We were soldiers“ ist ein wirklicher Ausnahmefilm, der jedem Zuschauer unter die Haut gehen sollte.
Dabei hatte ich mich nach „Im Fadenkreuz“ und „Black Hawk Down“ nur auf einen weiteren Kriegsfilm „Made in Hollywood“ eingestellt. Aber dieses Werk ist weit mehr. Vergesst Filme wie „Der Soldat James Ryan“, denn in diesem Film wird wirklich nichts beschönigt. Hier wird gezeigt wie dreckig und unfair Krieg nun mal wirklich ist.
Regisseur Randall Wallace beschäftigte sich ausführlich mit der Buchvorlage und unterhielt sich mit Veteranen des Vietnamkrieges bevor er zu drehen anfing und das merkt man.
Nachdem in einem brutalen Anfang die Machtlosigkeit der Franzosen in einem kleinen Massaker verdeutlicht wird lenkt der Film in die USA um.
Hier wird nun die Hauptfigur Lt. Colonel Hal Moore vorgestellt, der nach seiner Versetzung seine neuen Männer ausbildet. Der Film legt keinen Wert auf ein plattes Ausbildungsprogramm a la „Full Metall Jacket“, sondern zeigt die Menschen und das Leben beim Militär. So ist Moore keine unbarmherzige Kampfmaschine, sondern ein liebender Vater und Ehemann, dem die Familie über alles geht. Beeindruckend dabei die Szene, in der er mit seiner Tochter am Bett kniet, betet und man kurz auf den Kontrast Kinderschuhe und Armeestiefel eingeht. Auch während der Ausbildung wird gern mal zum Beispiel auf ein Treffen der Soldatenfrauen umgeschwenkt, welche sich gerade über ihre Männer unterhalten.
Das drohende Unheil, dass Moore ahnt, wird zu Hause an seinem Schreibtisch symbolisiert. Hier studiert er Guerillataktik und die daraus resultierenden Vorteile der Vietnamesen. Daneben liegt ein Buch mit dem Bild General Custers, der damals genau dieses 1. Batallion der 7. Kavallerie, welchem Moore nun angehört, in ein Massaker führte.
Schon bei der Ausbildung wird deutlich wie besorgt Moore um seine Männer ist. Klappen Hubschrauberabsprünge nicht wird bestimmt darauf hingewiesen und die Folgen offenbart. Dem Verantwortlichen wird der Kopf gewaschen.
Die vielleicht beeindruckendste Szene ist die Abschlussrede Moores, bevor man nach Vietnam zieht. Eindringlich macht er den Soldaten klar, dass er derjenige ist, der zuerst das Schlachtfeld betritt und der letzte ist, der es verlässt. Die Ernsthaftigkeit diese Szenerie geht durch Mark und Bein.
Kurz bekommt man auch den gewohnten Gibson zu sehen, der, als er in der Kirche zusammen mit einem weiteren Soldaten betet, Gott darum bittet die Gebete der Gegner zu ignorieren.
Des Nachts wird sich darauf aus den Häusern geschlichen, so vermeidet man den großen Trennungsschmerz vor der Abreise mit der Familie. Ein eigenartiges Gefühl, wenn man bedenkt, dass viele Frauen ihre Männer nun zum letzten Mal beim zu Bett gehen lebendig gesehen haben.
Das Szenario Vietnam beginnt mit dem Befehl für Moore in ein unerforschtes Gebiet zu fliegen und dort halt alle Feinde zu töten. Was sich wie ein einfacher Befehl anhört führt zu einer Schlacht, die 3 Tage dauern soll. Denn als man im Feindgebiet ankommt bricht schon bald die Hölle los.
Mit nie gesehener Intensität wird der Krieg hier wiedergegeben. Dabei werden die Soldaten nicht, wie so oft, zu amerikanischen patriotischen Helden (eine Ausnahme) erhoben, sondern bleiben normale Menschen die einfach nur zusammen mit ihren Freunden ums Überleben kämpfen.
Ständig sterben auf beiden Seiten Soldaten, überall hämmern Gewehrsalven ein, Schreie und Explosionen erhellen den Tag wie auch später die Nacht.
Doch man lässt nun kein eindimensionales Dauergeballer wie in „Black Hawk Down“ vom Stapel, sondern nutzt Verfremdungseffekte und Kontraste. So wird in vermeintlichen Atempausen in die USA rübergeblendet, wo Soldatenfrauen die Totentelegramme ihrer gefallenen Männer entgegennehmen müssen. Diese Szenen entspannen nicht vom Kriegsschauplatz, sondern lassen den Kloss im Hals noch weiter anschwellen.
Im Gefecht selber hantiert der Regisseur mit Slowmotions, welche oft durch bestimmte Geräusche begleitet werden. So sieht man in Zeitlupe die Rotoren eines Hubschraubers und nur die Geräusche dieser Maschine oder man blickt einen schießenden Soldaten an, worauf man nur die herabfallenden Patronenhülsen hört. Auch die stellenweise traurige und melancholische Musik erzeugen eine eigenartige Stimmung, die ich sonst nur aus „Apocalypse Now“ kannte.
Zudem gibt es auch eine dokumentarisch anmutende Situation, in der einfach eine Abfolge von realen Schwarzweißfotos eingeblendet wird, die das Grauen des Krieges noch weiter verinnerlichen.
Aber „We were soldiers“ zeigt nicht nur die direkten Gefechte, sondern auch die Taktiken beider Seiten. Es werden die Strategien der Vietnamesen wie der Amerikaner gezeigt, wo bei immer wieder Platz für einzelne Charaktere bleibt. Sogar die Vietnamesen werden mit Bilder ihrer Frauen und Tagebuch als einfache Menschen dargestellt. Eine Seltenheit in amerikanischen Vietnamkriegsfilmen. So trauern am Ende nicht nur amerikanische, sondern auch vietnamesische Witwen.
Großes Lob auch an den Kameramann der dem Werk das DSF Motto „Mittendrin, statt nur dabei“ verleiht. Mit hektischer, wackeliger und schwenkender Kamera glaubt man sich mitten im Geschehen zu befinden und versinkt dabei vor Fassungslosigkeit fast im Kinosessel. In Explosionen fliegen Tote durch die Gegend und Feuerschneisen lassen Dutzende von feindlichen Soldaten schreiend verbrennen.
Bei einer dieser Szenen, findet man auch die böseste des Films. Weil ein Napalmangriff falsch koordiniert wurde , landen ein paar Bomben in den eigenen Reihen. Während man nun versucht die schreienden und brennenden Kameraden zu retten schießen die Vietnamesen gnadenlos auf die verbleibenden, zappelnden Männer. Als man dabei versucht einen verbrannten Mann wegzutragen zieht man ihm das verbrannte Fleisch von den blanken Knochen. Noch geschockt von dieser Szene offenbart sich sein völlig deformiertes Gesicht, dem alle Konturen fehlen. Ein Anblick den man vielleicht nie vergisst.
Das Gefühl sich im totalen Chaos zu befinden wird dabei immer Aufrecht gehalten, denn man kann nie sagen, dass und ob ein Soldat wirklich sicher ist. Die Vietnamesen dringen einmal sogar bis zu Moore selbst durch. Szenen zum raschen durchatmen gibt es somit fast nie. Bilder wie das gemeinsame Anpinkeln eines Mörsers, weil der zu heiß geworden ist lockern das Geschehen aber dankbar etwas auf.
Nach etlichen Verlusten auf beiden Seiten findet die Schlacht in einem finalen und überraschenden Angriff der Amerikaner ihren Abschluss. Der gewiefte Taktiker Moore kann dank überraschender Luftunterstützung das Schlachtenglück wenden. Hart, wenn 20 Gegner auf einmal blutig mit Miniguns niedergestreckt werden.
Alles andere als patriotisch präsentiert sich auch das Ende. Die Szene in der eine blasse und zerrissene amerikanische Fahne im Vordergrund weht, während im Hintergrund ein Leichenberg von Vietnamesen zu sehen ist, verfehlt genau so wenig seine Wirkung wie das letzte Gespräch zwischen Moore und dem Journalisten, als sie beide Tränen in den Augen haben. Diese wäre nun auch ein passender Abschluss für den Film gewesen, aber leider hängt man noch ein Familienhappyend daran, dass unpassend zum Film zu fröhlich geriet.
Dennoch wird es nach dem Film keine Helden geben, denn jeder ist nach der letzten Nacht ein seelisches Wrack, dass dringend Erholung braucht.
Interpretationswürdig ist die allerletzte Szene des Films, in der Gibson andächtig vor dem Denkmal der gefallenen amerikanischen Soldaten steht. Sieht man hier den scheinbar nicht gealterten Moore oder den respektvollen Auftritt Mel Gibsons? Ich tippe auf letzteres, obwohl Gibson Australier ist.
Schauspielerisch darf man keine Glanzleistungen erwarten, denn der Film ist ein Chaos. Hier werden die Figuren zur Nebensache. Dennoch überzeugt Mel Gibson, als Mann mit Prinzipien und viel Mut, der aber auch Gefühle zeigen kann. Vor allem seine Rede vor dem Einsatz geht unter die Haut. Kritisieren könnte man wenige Ramboallüren, da Gibson im Film schon mal recht locker den einen oder anderen Gegner niedermäht.
Unvergesslich ist aber für mich Sam Eliott als Plumley. Der ewig schlechte gelaunte Mann hat mit seiner knorrigen Art schon bei der Ausbildung die wenigen Lacher im Film inne. Im Kampf selber ist er aber ein Fels in der Brandung und gleicht einer imposanten Statue. Nur mit einer Pistole bewaffnet wehrt er sich gegen den Gegner.
„We were soldiers“ ist ein neuer, ganz heller Stern am Antikriegshimmel, den man gesehen haben sollte. So ehrlich und schmutzig wurde der Krieg bisher nicht gezeigt und wird er in absehbarer Zeit auch nicht.
Wer aber nach dem Kinobesuch grölend aus dem Kino rennt und brüllt „Boa geil! Voll viele Ballereien! Voll viele Toten!“ hat es übrigens wirklich nicht verstanden.
Dies ist kein Unterhaltungsfilm, sondern eine Darstellung der Unmenschlichkeit im Krieg.
Fazit:
Intensiver, extrem atmosphärischer Kriegsschocker, der wahrlich nichts für schwache Nerven ist. Nie wurde der Krieg so drastisch und ehrlich inszeniert. Über eine dünne Story darf und kann man sich da nicht beschweren, da so die Magie des Films verfliegen würde. Ich hätte nie gedacht, dass man so was in Hollywood wirklich fertig bringen würde. Da verzeihe ich sogar die zwei- bis dreimal auftauchende Flagge. Man hat sich zurückgehalten und mit Realismus überzeugt. Ganz großes Lob! weiterlesen schließen -
Macht Krieg wirklich Sinn?
24.07.2002, 14:39 Uhr von
sam0815
Also.. Hmm.. Was kann ich zu mir schreiben? Nun, ich heisse Andreas und bin 29. Manche bezeichne...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallöö und Grüss Euch...
Es ist mal wieder Sommer. Und was darf da nicht fehlen? Richtig ein gemütlicher Kinogang.
Ich habe mir einen Film angeschaut der, wie soll ich es sagen, lange nicht mehr so erschüttert hat seit
„Der Soladt James Rayn“. Ich spreche hier von „ Wir waren Helden“, einem Film der die Landung erster
amerikanischer Truppen auf vietnamesisches Feindgebiet zeigt. Dies ist der Beginn eines Krieges, wie
er erbarmungsloser nicht sein kann, 1965 begann, 58000 amerikanischen und etwa 2500000 nord-
vietnamesischen Soldaten das Leben gekostet hat, der Vietnam Krieg.
Zur Geschichte....
Lieuteanant Colonel Harold G. Moore (Mel Gibson) ist ein erfahrener Offizier, der schon im Korea Krieg diente,
erhält den Befehl eine Einheit auszubilden, die die Speerspitze bei einer Landung in Vietnam werden soll.
Obwohl er weiss wie schwer diese Aufgabe sein wird, macht er sich daran den jungen Soldaten auf den
Ernstfall vorzubereiten. Hilfe findet er in den Soldaten Sergant Major Plumley (Sam Elliot), einem altgedienten
Veteran, der schon im zweiten Weltkrieg mit der 82. Luftlandedivision an allen Schauplätzen beteiligt war und
Der Hubschrauber Piloten Major Crandall.
Gerade als er seiner Truppe beigebracht hat, was es heisst im Jungel zu kämpfen, ist deren Wehrzeit zuende und er erhält neue Leute. Ein schlechtes Omen, zumal seine Einheit der 7. Luftkavellarie zugeteilt wird.
Die 7. Kavellarie war Custers Einheit, die am Liitle Big Horn völlig aufgerieben wurde.
Unter diesen Vorzeichen erhält er den Befehl abzurücken und damit beginnt etwas, was aussichtsloser nicht sein kann, er soll als Speerspitze das Tal la Drang in Nordvietnam einnehmen.
Gleich nach der Landung muss Colonel Moore feststellen, dass jede Plan, dedes Kalkül angesichts der Lage völlig hinfällig ist. Er sieht sich mit etwa 400 Mann einem Feind gegenüber der fünfmal so stark ist. Ausreichender Nachschub an Munition und Mann ist nicht möglich und die Gefechte werden immer erbitterter.
Heldentum hat hier keinen Platz, die müssen auch der junge Lieutenant Geoghegan ( Chris Klein) und der
Militärfotograf Galloway (Barry Pepper) erkennen. Ihrer Verzweiflung entspringt Wut und Hass das unvermeidbare abzuwenden und so kämpfen sie nicht mehr für ihr Land sondern nur noch für das Leben ihrer Kameraden und um ihr eigenes.
Doch der Film zeigt nicht nur den Schrecken des Krieges in Vietnam, er widmet sich auch den Frauen die 12000
Kilometer entfernt in ständiger Angst um ihre Ehemänner bangen.
Immer wenn ein gelbes Taxi vorfährt heisst es, dass ein Mann nicht mehr nach Hause kommen wird.
Moores Ehefrau (Madeleine Stowe) nimmt sich der Briefe an und steht mit all ihrer Kraft den Hinterblieben des
Stützpunktes bei, bis auch bei ihr ein gelbes Taxi vorfährt...
Charactere...
Mel Gibson spielt den Lt. Colonel Moore so glaubhaft und authentisch nach, das man der Meinung sein kann er wäre wirklich dabei gewesen, obwohl er, Dank seines Vaters, nie zum Militär musste.
Ohne viel Worte zu nutzen, die er nicht braucht, wenn man einmal auf seine Mimik achtet, gibt er dem Film etwas eindringliches und gefühlvolles. Ich denke, dies macht ihn so wertvoll in diesem Film.
Sam Elliot der den alten Haudegen Plumley spielt, hat scheinbar eine Nebenrolle. Diese Meinung wird spätestens dann über den Haufen geworfen, als er dem Reporter Galloway die Waffe gibt und ihm erhoben erklärt, auf dem Bodenn kauernd könne er den Krieg nicht gewinnen.
Er ist er Turm in der Schlacht und zeigt es in jeder gespielten Szene des Films.
Barry Pepper ist schon bekannt aus „Der Soldat James Rayen“. Seine Rolle umfasst die des Kriegsreporters
Galloway, dem einzigen, der während der Kämpfe damals vor Ort war.
Als er voller Selbstsicherheit den Hubschrauber betritt, ahnt er noch nicht was auf ihn zukommen wird, er am Ort wird ihm dies erschreckend deutlich.
Pepper hat, wie schon erwähnt, Erfahrung mit Kriegsfilmen und so ist seine Rolle zwar Routine, bringt ihn doch noch ein Stück weiter, denn wie die anderen auch, hat seine diesmal eine wahre Begebenheit.
Ich möchte an dieser Stelle nicht noch auf Effekte und das ganze um diesen Film eingehen, sondern lieber eine Meinung in eigener Sache schreiben, denn dies, so denke ich hat hier mehr Platz verdient als alles andere.
Endlich wurde mit den Rollenklischess des wahren Helden aus dem Vietnamkrieg aufgeräumt. Kein Rambo oder Braddock konnten zeigen wie brutal und gnadenlos sich die beiden Seiten bekämpften. Keiner der Soldaten wollte diesen Krieg und doch wurden sie für etwas missbraucht, das sich Politik nennt.
Man hat auch innerhalb der Filmemacher erkannt, dass es an der Zeit ist, all denen ein kleines Stück wieder zu geben, die für ihr Land kämpften, litten und starben, sowohl in Amerika als auch in Vietnam selber.
Jeder der am Schluss von der Gedenktafel aus gezeigt wird, hätte weiterleben können, wenn es den Politikern gelungen wäre vorher über ihre Taten nachzudenken.
Denn eines ist klar, die wenigsten Soldaten, auf beiden Seiten, waren überzeugt von diesem Krieg und wollten ihn nicht.
Ich reihe diesen Film ein Werke wie „Hamburger Hill“, Full Metal Jacket“ und der „Soldat James Rayen“, die alle zeigen, es braucht keinen Heldentum um zu sterben, dies macht der andere indem er dir eine Kugel verpasst.
Ich bin erschüttert über soviel Wahrheit und hoffe ihr geht nicht mit falschen Vorstellungen in diesen Film
In stillem Gedenken an die Opfer auf beiden Seiten
Andi weiterlesen schließen
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