Erfahrungsbericht von tbvle
Von Schreihälsen, Wendehälsen und Steinewerfern
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Mein lieber Herr Gesangsverein. Was da vor einiger Zeit mit dem Castor-Transport, den Sicherheitskräften und den Demonstranten abgelaufen ist, kann doch wohl kaum noch als „Auslebung der Demokratie“ bezeichnet werde. Ich bezeichne dies als stümperhaft und gemeingefährlich. Damit meine ich sowohl die Initiatoren des Transportes, als auch die Demonstranten, zumindest einen Teil dieser.
Im folgenden möchte ich versuchen die Emotion aus dem Text herauszubekommen. Ich hoffe, das gelingt mir einigermaßen. Daher folgen nun erst mal die Fakten:
In Dannenberg waren rund 5000 Atomkraftgegener, davon ungefähr 500 militante AKW-Gegner aus dem schwarzen Block versammelt. Insgesamt waren ca. 2000 Polizisten und Angehörige des Bundesgrenzschutz vor Ort.
Aus der Menge der Demonstranten wurden Polizeibeamte und Hubschrauber mit Leuchtmunition beschossen. Daraufhin wurden Wasserwerfer von der Polizei eingesetzt.
Eine Sprecherin der Grünen bezeichnete im Fernsehen das Vorgehen der Staatsmacht als nicht verhältnismäßig, bzw. sagte sie, die Verhältnismäßigkeit der Mittel sei nicht bezüglich der Staatsmacht gewahrt worden.
Jürgen Trittin sagte, das wir den Müll, den andere Regierungen in den vergangenen Jahren ins Ausland gekarrt haben, zurücknehmen, weil man seinen Müll nicht vor der Haustür liegen läßt.
Soweit die ausgesuchten Fakten zu diesem Transport, anhand ich Euch einmal den ganzen Blödsinn vor Augen führen möchte.
Packen wir erst einmal unsere Regierung an den Hammelbeinen. Recht hat er, der Jürgen Trittin. Von uns, den Deutschen, produzierten Müll können und dürfen wir nicht anderen Ländern auf´s Auge drücken. Oder legt Ihr Euren Abfall auch bei Nachbar´s in die Mülltonne? Herr Trittin sollte dabei aber auch nicht vergessen, daß die Anfänge der AKW´s bis weit in die 70 er Jahre zurückreichen. Na, welche Regierung hatten wir denn da?
Was ist mit der Verhältnismäßigkeit der Mittel, die eine Sprecherin der Grünen in Frage gestellt hat? Also, die Polizei darf nach dieser Aussage mit Leuchtmunition beschossen werden, sogar die Hubschrauber, so daß durchaus die Besatzungen in eine lebensgefährliche Situation kommen können, aber die Polizei darf keine Wasserwerfer gegen militante Demonstranten einsetzen. Ja sag mal, wo leben wir den eigentlich? Oder sollte die Polizei nur nach dem Motto „Wenn dich einer schlägt, halt ihm auch die andere Wange hin“ handeln dürfen, während die militanten, ich betone hier ausdrücklich das Wort „militant“, Demonstranten eher der Fraktion „Schlägst du mich, schieße ich“ zuzuordnen sind?
Mal ein paar Fragen:
Wieso sind die aggressiven Demonstranten eigentlich meisten vermummt? Haben die etwas zu verbergen? Demonstrieren die eigentlich nur, um der Randele willen? Ich behaupte, daß es dieser Gruppe völlig egal ist, gegen wen oder was demonstriert wird. Die würden auch, aus reinem Spaß am Krawall, für alles mögliche auf die Barrikaden gehen.
Nichts gegen friedliche Demonstranten, die Ihren Unmut verbal oder durch legale Aktionen äußern möchten. Wir haben immerhin Meinungsfreiheit und ein Recht auf Demonstrationen. Der Begriff kommt aus dem Latainischen „demonstrare = zeigen“ und nicht aus dem krawallischem, wo es wohl mehr als „handeln“ ausgelegt wird.
Nächste Frage:
Wieso muß die Regierung, egal welche, überhaupt im Vorfeld der Transport so einen Medienrummel um den anstehenden Transport verursachen? Oder wird der Rummel nur von den Medien, den effektheischenden Reportern, gemacht, um die Volksseele auf zu heizen? Würden die Transporte, die Notwendigkeit wurde ja schon oben erläutert, so ablaufen, wie ein normaler Güterzug, würde es wohl wesentlich weniger Auffuhr geben.
Sind sich die Demonstranten, die mit Aktionen versuchen den Zug zu stoppen, eigentlich darüber im Klaren, was passieren könnte, wenn der Zug entgleisen würde und der Castorbehälter auf offener Strecke aufplatzt? Oder denken die nicht so weit? Können sie es nicht, oder wollen sie es einfach nicht?
Wie sieht es eigentlich mit den Kosten aus, die durch Zerstörungswut bei solchen Aktionen entstehen. Es brannten wieder einmal Polizeifahrzeuge. Schienen wurden bei früheren, militanten Aktionen gelockert, bzw. aus dem Strang herausgenommen
Vor einigen Tagen stand in der Zeitung, daß der Schuldenberg Deutschlands jede Sekunde um rund DM 2.500,-- anwächst. Die Erlöse aus dem Verkauf der UTMS Lizenzen werden in diesem Jahr gerade einmal die Zinsverpflichtungen Deutschlands decken.
Sowohl die Transporte, aber auch die Kosten, die dabei durch Zerstörungen entstehen gehen meines Wissens zu Lasten der Staatskasse. Oder ist hier jemanden bekannt, daß ein verkohlter Streifenwagen einem militanten Demonstranten in Rechnung gestellt worden ist?
Abschließend möchte ich anmerken, daß das leidige Übel der Castortransporte uns wohl noch einige Zeit beschäftigen wird. Gegen Demonstrationen im Sinne des Wortes gibt es auch nichts einzuwenden. Gegen Chaotismus allerdings einiges. Meines Erachtens sollten die Sicherheitskräfte hier wesentlich schneller vorgegangen werden. Von den gestern 500 festgenommenen Personen sind doch heute schon wieder fast alle auf freiem Fuß und suchen sich die nächste Krawalldemo als Spielball ihrer beschränkten Intelligenz und zur Ausübung ihres Aggressionstriebes aus. Wollen wir das wirklich?
Gut, ich habe festgestellt, daß in diesem Beitrag doch eine Menge Emotion enthalten ist. Nun ja, ich werden ihn nicht mehr verändern, da ich meine Gedanken treffend dargelegt habe. Mit kritischen Kommentaren und Bewertungen habe ich hier kein Problem, weil mir bewußt ist, daß dieser Beitrag nicht überall auf Zustimmung stoßen wird.
Viele Grüße
Euer tbvle
Im folgenden möchte ich versuchen die Emotion aus dem Text herauszubekommen. Ich hoffe, das gelingt mir einigermaßen. Daher folgen nun erst mal die Fakten:
In Dannenberg waren rund 5000 Atomkraftgegener, davon ungefähr 500 militante AKW-Gegner aus dem schwarzen Block versammelt. Insgesamt waren ca. 2000 Polizisten und Angehörige des Bundesgrenzschutz vor Ort.
Aus der Menge der Demonstranten wurden Polizeibeamte und Hubschrauber mit Leuchtmunition beschossen. Daraufhin wurden Wasserwerfer von der Polizei eingesetzt.
Eine Sprecherin der Grünen bezeichnete im Fernsehen das Vorgehen der Staatsmacht als nicht verhältnismäßig, bzw. sagte sie, die Verhältnismäßigkeit der Mittel sei nicht bezüglich der Staatsmacht gewahrt worden.
Jürgen Trittin sagte, das wir den Müll, den andere Regierungen in den vergangenen Jahren ins Ausland gekarrt haben, zurücknehmen, weil man seinen Müll nicht vor der Haustür liegen läßt.
Soweit die ausgesuchten Fakten zu diesem Transport, anhand ich Euch einmal den ganzen Blödsinn vor Augen führen möchte.
Packen wir erst einmal unsere Regierung an den Hammelbeinen. Recht hat er, der Jürgen Trittin. Von uns, den Deutschen, produzierten Müll können und dürfen wir nicht anderen Ländern auf´s Auge drücken. Oder legt Ihr Euren Abfall auch bei Nachbar´s in die Mülltonne? Herr Trittin sollte dabei aber auch nicht vergessen, daß die Anfänge der AKW´s bis weit in die 70 er Jahre zurückreichen. Na, welche Regierung hatten wir denn da?
Was ist mit der Verhältnismäßigkeit der Mittel, die eine Sprecherin der Grünen in Frage gestellt hat? Also, die Polizei darf nach dieser Aussage mit Leuchtmunition beschossen werden, sogar die Hubschrauber, so daß durchaus die Besatzungen in eine lebensgefährliche Situation kommen können, aber die Polizei darf keine Wasserwerfer gegen militante Demonstranten einsetzen. Ja sag mal, wo leben wir den eigentlich? Oder sollte die Polizei nur nach dem Motto „Wenn dich einer schlägt, halt ihm auch die andere Wange hin“ handeln dürfen, während die militanten, ich betone hier ausdrücklich das Wort „militant“, Demonstranten eher der Fraktion „Schlägst du mich, schieße ich“ zuzuordnen sind?
Mal ein paar Fragen:
Wieso sind die aggressiven Demonstranten eigentlich meisten vermummt? Haben die etwas zu verbergen? Demonstrieren die eigentlich nur, um der Randele willen? Ich behaupte, daß es dieser Gruppe völlig egal ist, gegen wen oder was demonstriert wird. Die würden auch, aus reinem Spaß am Krawall, für alles mögliche auf die Barrikaden gehen.
Nichts gegen friedliche Demonstranten, die Ihren Unmut verbal oder durch legale Aktionen äußern möchten. Wir haben immerhin Meinungsfreiheit und ein Recht auf Demonstrationen. Der Begriff kommt aus dem Latainischen „demonstrare = zeigen“ und nicht aus dem krawallischem, wo es wohl mehr als „handeln“ ausgelegt wird.
Nächste Frage:
Wieso muß die Regierung, egal welche, überhaupt im Vorfeld der Transport so einen Medienrummel um den anstehenden Transport verursachen? Oder wird der Rummel nur von den Medien, den effektheischenden Reportern, gemacht, um die Volksseele auf zu heizen? Würden die Transporte, die Notwendigkeit wurde ja schon oben erläutert, so ablaufen, wie ein normaler Güterzug, würde es wohl wesentlich weniger Auffuhr geben.
Sind sich die Demonstranten, die mit Aktionen versuchen den Zug zu stoppen, eigentlich darüber im Klaren, was passieren könnte, wenn der Zug entgleisen würde und der Castorbehälter auf offener Strecke aufplatzt? Oder denken die nicht so weit? Können sie es nicht, oder wollen sie es einfach nicht?
Wie sieht es eigentlich mit den Kosten aus, die durch Zerstörungswut bei solchen Aktionen entstehen. Es brannten wieder einmal Polizeifahrzeuge. Schienen wurden bei früheren, militanten Aktionen gelockert, bzw. aus dem Strang herausgenommen
Vor einigen Tagen stand in der Zeitung, daß der Schuldenberg Deutschlands jede Sekunde um rund DM 2.500,-- anwächst. Die Erlöse aus dem Verkauf der UTMS Lizenzen werden in diesem Jahr gerade einmal die Zinsverpflichtungen Deutschlands decken.
Sowohl die Transporte, aber auch die Kosten, die dabei durch Zerstörungen entstehen gehen meines Wissens zu Lasten der Staatskasse. Oder ist hier jemanden bekannt, daß ein verkohlter Streifenwagen einem militanten Demonstranten in Rechnung gestellt worden ist?
Abschließend möchte ich anmerken, daß das leidige Übel der Castortransporte uns wohl noch einige Zeit beschäftigen wird. Gegen Demonstrationen im Sinne des Wortes gibt es auch nichts einzuwenden. Gegen Chaotismus allerdings einiges. Meines Erachtens sollten die Sicherheitskräfte hier wesentlich schneller vorgegangen werden. Von den gestern 500 festgenommenen Personen sind doch heute schon wieder fast alle auf freiem Fuß und suchen sich die nächste Krawalldemo als Spielball ihrer beschränkten Intelligenz und zur Ausübung ihres Aggressionstriebes aus. Wollen wir das wirklich?
Gut, ich habe festgestellt, daß in diesem Beitrag doch eine Menge Emotion enthalten ist. Nun ja, ich werden ihn nicht mehr verändern, da ich meine Gedanken treffend dargelegt habe. Mit kritischen Kommentaren und Bewertungen habe ich hier kein Problem, weil mir bewußt ist, daß dieser Beitrag nicht überall auf Zustimmung stoßen wird.
Viele Grüße
Euer tbvle
14 Bewertungen, 3 Kommentare
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06.03.2002, 14:34 Uhr von Harzer
Bewertung: sehr hilfreichNett geschrieben!
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03.03.2002, 14:08 Uhr von svenb
Bewertung: sehr hilfreichwir haben dieses zeugs nun mal am ar... und müssen jetzt zusehen wie wir bestens damit klarkommen. freue mich auch nicht darüber....
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03.03.2002, 13:26 Uhr von madhead
Bewertung: sehr hilfreichInteressante Denkansätze! Madhead
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