Berufskraftfahrer/in Testbericht



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- Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:
- Einstellungschancen:
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- Verdienstmöglichkeiten:
- Sozialleistungen:
- Eigenverantwortliches Arbeiten:
Erfahrungsbericht von Brian2801
** König der Landstraße! Wirklich? **
Pro:
siehe Text
Kontra:
siehe Text
Empfehlung:
Nein
Der Beruf
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Jeden Tag fahren mehr als 800.000 Mautpflichtige LKW auf Deutschlands Autobahnen um uns Lebensmittel, Autos, Stahl, Unterhaltungselektronik und alles was man zum Leben und zum Luxus des Lebens braucht in die Geschäfte zu bringen. Sie machen Dreck, machen Krach, sind langsam, nehmen keine Rücksicht auf den übrigen Verkehr usw. Diese Liste kann man beliebig weiterführen. Dennoch, ein Leben ohne LKWs wäre nicht möglich. Auch wenn viele Menschen über LKWs meckern wenn diese auf den Autobahnen Ihre nervtötenden Elefantenrennen austragen, so brauchen wir genau diese LKWs für unseren Alltag.
Aber habt Ihr euch eigentlich schon mal wirklich Gedanken gemacht, was der Beruf LKW Fahrer eigentlich ist? Ist er wirklich nur etwas für Leute, die einfach nichts Besseres können, kriegen oder nichts Besseres machen wollen? Weit gefehlt. LKW Fahrer tragen eine sehr große Verantwortung, dessen sich die meisten Fahrer nicht bewusst sind. Viele Fahrer sehen sich in Ihrem LKW als der König der Landstrasse und nehmen sich alle Freiheiten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Das sind die schwarzen Schafe unter den Fahrern, die leider immer mehr zunehmen.
Die Ausbildung
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Die Ausbildung dauerte 2 Jahre und beinhaltete den Erwerb der damaligen Führerscheinklasse 2 und technische Fähigkeiten rund um den LKW. Seit dem 1. August 2002 dauert die Ausbildung 3 Jahre und sollte folgendes beinhalten:
- Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umweltschutz
- Kontrollieren, Warten und Pflegen der Fahrzeuge
- Vorbereiten und Durchführen der Beförderung
- Verkehrssicherheit, Führen von Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen
- Rechtsvorschriften im Straßenverkehr
- Kundenorientiertes Verhalten
- Verhalten nach Unfällen und Zwischenfällen
- Betriebliche Planung und Logistik
- Beförderungsbezogene Kostenrechnung und Vertragsabwicklung
- Qualitätssichernde Maßnahmen
Mit 16 Jahren kann man die Ausbildung anfangen. Den Führerschein allerdings kann man erst erwerben, wenn man 18 ist. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres fährt man in diesem fall mit anderen Fahrern mit, hilft beim be- und entladen oder ist im Lager tätig. Mit 18 hat man dann auch die Möglichkeit direkt den Führerschein für die großen LKW zu machen. Diese Möglichkeit besteht sonst erst ab einem Alter von 21 Jahren. Die Kosten für den Führerschein übernimmt in der Regel der Ausbildungsbetrieb.
Die Tarifliche Ausbildungsvergütung ist seit dem 2002 wie folgt geregelt:
1. Ausbildungsjahr: 531 Euro
2. Ausbildungsjahr: 584 Euro
3. Ausbildungsjahr: 631 Euro
Eine neuere Tabelle liegt mir derzeit nicht vor. Aber ich denke die Beträge werden ungefähr stimmen.
Aber eigentlich lachhaft wenn man bedenkt, was man für dieses Geld leisten muss. Ich habe in meiner Ausbildung keinen 8 Stunden Tag gekannt. Ich habe genauso viel gearbeitet, wie die anderen Fahrer in der Spedition. Nur mit dem Unterschied, das diese Fahrer voll bezahlt wurden und ich nur das Lehrlingsgehalt bekommen habe. Bei mir lag der Lohn damals bei 850DM im 2. Lehrjahr. Allerdings habe ich ein gutes Verhältnis zu meinem damaligen Chef gehabt und ich habe wesentlich mehr verdient als 850DM. Ich hatte im 2. Lehrjahr um die 2800DM netto zur Verfügung. Allerdings ist das nicht die Regel und niemand sollte darauf hoffen, auch soviel zu verdienen. Denkt daran, dass ich meine Ausbildung vor 14 Jahren gemacht habe und die Speditionen heute nicht mehr über die normale Ausbildungsvergütung hinaus bezahlen.
Was man sonst noch für diese Ausbildung mitbringen sollte, ist absolutes Verantwortungsbewusstsein, Pünktlichkeit, Flexibilität, Mobilität, ganz viel Zeit und keine Familie oder Freundin. Denn ich wette mit Euch, das geht schief. Keine Frau oder Freundin möchte Tagelang oder unter Umständen Wochenlang von seinem Partner getrennt sein.
Der Verdienst und die Arbeitszeiten
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Hier kommen wir wohl zu einem Streitpunkt. Es gibt Fahrer die sagen, dass Sie im Monat 3000 Euro Netto haben. Das ist in meinen Augen illusorisch. Ich habe bisher keine Arbeitsstelle gehabt, die auch nur annähernd soviel gezahlt haben. Andere sagen, dazu zähle ich auch mich, dass vielleicht mal 1500 Euro Netto im Monat auf dem Konto landen. Wenn wir das aber alles mal realistisch betrachten dann sieht es so aus: Gezahlt werden nach der Ausbildung zwischen 1600 und 2000 Euro Brutto. Hier wird kein Unterschied gemacht ob der Bewerber eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer hat oder nicht. Jeder verdient das gleiche. Das alleine macht in meinen Augen die Ausbildung sinnlos. Ok, man lernt etwas was neben dem fahren auch noch wichtig ist. Allerdings wird dieses Wissen im Normalfall nachher nicht mehr gebraucht.
Gehen wir mal davon aus, dass ein Fahrer 2000 Euro Brutto verdient. Nach den üblichen Sozialabgaben in der Steuerklasse 1 bleiben im Endeffekt ca. 1300 Euro Netto. Umgerechnet auf die wöchentlichen Arbeitstunden von ca. 65 Stunden kommt man auf einen Stundenlohn von ca. 5 Euro. Eine Putzfrau verdient mehr. Gemessen an der Inflation der letzten Jahre ist das Gehalt des Berufskraftfahrers nicht, oder nur um ein Minimum gestiegen. Dafür muss der Fahrer aber wesentlich mehr arbeiten, da die Ausgaben des Chefs ja gestiegen sind. Viele Firmen zahlen sogar wesentlich weniger als noch vor 10 Jahren mit der Begründung, dass die Benzinpreise rapide gestiegen sind und seit neuestem die Mautgebühren eingeführt wurde und dem Unternehmer nichts anderes übrig bleibt, als dies auf den Arbeitnehmer abzuwälzen.
Zusätzlich bekommt man die so genannten Spesen. Diese Verpflegungspauschale ist gesetzlich geregelt und man hat in jedem Fall einen Anspruch darauf. In jedem Land gelten andere Pauschalen. Für Deutschland gelten:
8-14 Stunden Ortsabwesenheit: 6 Euro
14-24 Stunden Ortsabwesenheit: 14 Euro
Volle 24 Stunden Ortsabwesenheit: 24 Euro
Damit bewegt sich Deutschland im unteren Europäischen Drittel. Spitzenreiter hier ist Norwegen mit folgenden Zahlen:
8-14 Stunden Ortsabwesenheit: 19 Euro
14-24 Stunden Ortsabwesenheit: 38 Euro
Volle 24 Stunden Ortsabwesenheit: 57 Euro
Zum Vergleich: Ein Mittagsmenu in einer Raststätte auf der Autobahn kostet locker mal eben 15 Euro oder mehr.
Und so kommt ein LKW Fahrer auf einen Nettolohn von vielleicht mal 3000 Euro Netto. Aber ob man wirklich von einem Nettolohn reden kann, wenn ich die ganze Woche unterwegs bin und mein ganzes Geld für das teure Essen auf der Autobahn ausgeben muss?? Ich denke eher nicht. Das ist zumindest meine Meinung.
Über Arbeitszeiten brauchen wir denke ich nicht reden. Schon gar nicht über geregelte Arbeitszeiten. Hier mal was der Gesetzgeber erlaubt:
Lenkzeiten: 9 Stunden täglich, 2x wöchentlich 10 Stunden.
Die Gesamtlenkzeit darf in 2 aufeinander folgenden Wochen nicht höher als 90 Stunden sein.
Ruhezeiten: Nach spätestens 4,5 Stunden Lenkzeit (wohlgemerkt Lenkzeit, nicht Arbeitszeit) muss eine Pause von mindestens 45 Minuten eingelegt werden. Diese Pause kann aufgeteilt werden in mehrere Blöcke, wobei ein Block von unter 15 Minuten nicht als Pause anerkannt wird.
Innerhalb eines jeden 24 Stundenzeitraumes muss eine zusammenhängende Ruhrzeit von mindestens 11 Stunden eingebracht werden. 3x wöchentlich darf die Ruhezeit auf 9 Stunden verkürzt werden. Man kann, um die Verwirrung komplett zu machen, die Ruhezeit in mehrere Blöcke aufteilen. Dann muss die gesamte Ruhezeit jedoch mindestens 12 Stunden betragen und ein Block von mindestens 8 zusammenhängenden Stunden dabei sein. Die erforderlichen anderen Blöcke, um die 12 Stunden zu komplettieren, dürfen nicht kürzer als eine Stunde sein.
Kein Wunder dass viele LKW Fahrer bei dem Wirrwarr ihre Pausen nicht einhalten oder? Denn die blicken einfach nicht durch!! (Ist natürlich ein Scherz *g*)
Die Arbeitszeiten pro Tag darf sogar 15 Stunden betragen. Leider werden diese ganzen Zeiten von einem Großteil der Fahrer nicht eingehalten. Manchmal geht es einfach nicht, und manchmal will man es nicht. Denn stellt euch mal vor, Ihr seid 30 Minuten von zuhause entfernt, habt aber die maximale Lenkzeit erreicht! Würdet Ihr dann auf der Autobahn stehen bleiben? Ich glaube das würde niemand machen.
Persönliche Erfahrungen
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In diesem Teil möchte ich euch kleine Geschichten erzählen, die mir selber passiert sind. Wer dies alles nicht lesen will, soll es einfach lassen. Aber Ihr solltet dennoch wissen, dass diese Geschichten einen Eindruck zu diesem Beruf hinterlassen.
** Geschichte 1
Um ca. 2 Uhr morgens fuhr ich auf einer Autobahn ungefähr 100km vor Paris. Die Autobahn hatte 4 Spuren auf jeder Seite und es war jämmerlich am regnen. Die Autobahn war leer auf meiner Seite, nur gelegentlich kamen mir auf der Gegenseite Autos entgegen. Das Licht der vereinzelt entgegenkommenden Autos spiegelte sich auf der regennassen Fahrbahn wieder und ich musste oft die Augen zusammenkneifen. Dies machte mich zusehends müder. Doch ich konnte eigentlich nicht anhalten, da ich am nächsten Morgen in der Nähe von Orleans den Entladetermin hatte. So fuhr ich weiter und weiter. Dann ca. 40km vor Paris geschah dann etwas, dass mir das Blut in den Adern gefrieren lies. Mir kamen auf einmal keine Autos mehr entgegen, sondern auf der Autobahn baute sich vor mir ein riesiges Schiff auf. Ich traute meinen Augen nicht. Zuerst waren es nur Umrisse, doch die Konturen des Schiffs zeichneten sich immer mehr ab. Ich rieb meine Augen, doch es war immer noch da und kam immer näher. Nicht wissend was ich davon halten sollte und was ich machen sollte, stieg instinktiv voll in die Bremse und legte eine Vollbremsung hin. Mitten auf der Autobahn. Das war wohl dann der Moment wo ich wieder wach wurde. Alles nur Schein. Nichts Reales. Ich hatte den so genannten Sekundenschlaf. Der nächste Parkplatz wurde meiner und als ich ausstieg war ich ziemlich wackelig auf den Beinen. Ich atmete erstmal tief durch und rauchte mir eine Zigarette. Danach habe ich 2 Stunden geschlafen und bin dann halbwegs erholt weitergefahren.
Dies nennt man den so genannten Sekundenschlaf. Das war das erste mal das ich diesen hatte und ich habe mir damals geschworen, dass es auch der letzte war. So etwas möchte ich nie mehr erleben und ich wünsche diesen niemandem. Manchmal träume ich heute noch von diesem Erlebnis, obwohl es schon mehrere Jahre her ist.
** Geschichte 2
Sonntags abends ging die Tour los. Um 22 Uhr startete ich den Motor des LKW und fuhr los nach Dünkirchen (Französisch - Dunkerque) in Frankreich. Dort angekommen um 4 Uhr Morgens legte ich mich 2 Stunden schlafen bevor mich um 6 Uhr die Mitarbeiter des Werks wach machten um den LKW zu entladen. Als der LKW dann um 7:30 Uhr entladen war, ging ich erstmal etwas frühstücken um danach in der Disposition anzurufen, ob ich eine Rückladung bekomme. "Nein" hieß es dann, ich solle schnell nach Duisburg fahren um die Ladung für den nächsten Tag zu holen. Nachdem ich aber dann mal durchgerechnet hatte, dass ich es mit meiner restlichen Fahrzeit gar nicht mehr bis Duisburg schaffe, rief ich die Disposition noch mal an, um denen dies zu sagen. Der Kommentar der Dispo lautete nur, dass ich das mit meinem Chef klären müsse. "Ok", sagte ich mir, ruf ich eben den Chef an. Was ich dann zu hören bekam, war bei weitem nicht das, was ich mir erhofft hatte. Er sagte zu mir wortwörtlich: "Wenn du nicht in Duisburg laden gehst, kannst du dir nen neuen Job suchen."
Also was sollte ich machen? Ich schrieb eine 2. Tachoscheibe mit falschem Namen und fuhr nach Duisburg um die Ladung zu holen. Aber bis zu Ladestelle kam ich nicht. Denn es kam wie es kommen musste. Kurz vor der Einfahrt des Werkes war eine LKW Kontrolle und genau mich hatte die Polizei ausgesucht. Und natürlich kam heraus dass die Tachoscheibe gefälscht war und ich länger gefahren bin, als ich durfte. Das Ende vom Lied war ein Eintrag im Führungszeugnis wegen Urkundenfälschung und 1500DM Geldstrafe wegen Überschreitung der Lenkzeiten.
Nur jetzt mal ernsthaft. Wer hätte das nicht getan? Ich wollte doch nur meinen Job nicht verlieren.
** Geschichte 3
Diese Geschichte knüpft fast nahtlos an die 2. an. Es war in der gleichen Woche. Ich merkte den ganzen Mittwoch schon, dass irgendetwas nicht mit mir stimmte. Mittwochabends ging es dann los. Ich bekam eine wunderbare Magen-Darm-Grippe und verbrachte den gesamten Mittwochabend auf der Toilette. Das ging dann bis spät in die Nacht hinein. Und als ich dann um 2 Uhr nachts endlich mal eingeschlafen war, dauerte es auch nicht lange bis mein Wecker mich wieder aus dem Schlaf riss. 4 Uhr morgens und ich war geschafft. Meine Beine taten weh und mein Darm und Bauch ebenso. Ich beschloss erstmal aufzustehen und mich fertig zu machen. Aber wie sollte es anders sein, kaum war ich aufgestanden, rief mich die Toilette wieder. Nichtsdestotrotz habe ich mich dann fertig gemacht und bin zum LKW um loszufahren. Ich startete den LKW und merkte dabei, das in meinem Darm schon wieder alles am rumoren war. Ich fuhr schnell los um vor der Haustür wieder anzuhalten um die Toilette aufzusuchen. Nach einiger Zeit bin ich dann wieder zum LKW und fuhr los. Ich kam bis zum ersten Parkplatz auf der Autobahn. Leider gab es hier keine Toilette. Also musste die Leitplanke als Notsitz herhalten. Das war der Punkt, wo ich mir sagte, bis hier und keinen Meter weiter. Ich rief meinen Chef an und sagte ihm, dass es mir ziemlich dreckig geht. Er meinte, ich soll es doch wenigstens versuchen. Aber das hatte ich ja schon. Das sagte ich ihm dann auch und er meinte dann letztendlich ich soll wieder nach Hause fahren. Klar, er fing natürlich an zu rotieren, weil auf dem LKW war ja schließlich Ware, die um 8 Uhr in Antwerpen sein musste. Ich bin dann direkt um 8 Uhr beim Arzt gewesen und der schrieb mich für den Rest der Woche krank. Das sagte ich meinem Chef dann nachdem ich wieder zuhause war und ihn angerufen hatte. Er hat mich dann gefragt, ob ich es denn wenigstens schaffe den LKW zum Platz zu bringen damit die Tour ein anderer Fahrer erledigen konnte. Dies hab ich dann mit Ach und Krach noch geschafft. Denn als ich danach zuhause war, bin ich todmüde und total erschöpft ins Bett gefallen. Bisher ja alles nicht so schlimm. Aber der Hammer kam am nächsten Tag per Post. Die fristlose Kündigung. Angeblicher Grund: Arbeitsverweigerung. Ich rief den Chef natürlich sofort an und fragte ihn ob er noch ganz gesund ist. Er ging aber gar nicht mehr darauf ein und legte nach einigen Minuten einfach auf.
Natürlich ging das vor das Arbeitsgericht und ich bekam Recht. Er hätte mich sogar wiedereinstellen müssen. Aber dies wollte ich beim besten Willen nicht. Vielleicht ja verständlich nach so einer Woche.
** andere negative Erfahrungen
Im Privaten Bereich gab es seinerzeit auch massive Probleme. So hat mich z.B. meine Ex-Frau mehrfach betrogen. Einerseits konnte ich es verstehen, denn ich habe damals viel gearbeitet und war kaum zuhause. Andererseits habe ich mir natürlich auch immer während der Fahrt Gedanken gemacht und war auf der Suche nach dem "Warum?!?!?!". Konnte es wirklich nur daran liegen, dass ich kaum zuhause war? Nein, man lebt sich nach einiger Zeit einfach auseinander. Ich war froh wenn ich wochentags mal abends zuhause war und mich einfach nur auf die Couch legen konnte um zu entspannen. Dafür hatte Sie kein Verständnis und wollte an diesen seltenen Tagen auch noch mit mir weg. Aber das ging nun mal nicht, denn wenn ich abends um 19 Uhr zuhause war und um 4 Uhr morgens wieder los muss, hatte ich nun mal keine Lust noch Freunde zu besuchen, einkaufen zu gehen oder sonst irgendwo hinzugehen. So kam es dann, dass wir uns haben scheiden lassen. Allerdings hatte das nicht nur mit dem Beruf zu tun, sondern hatte auch noch viele andere private Gründe, die ich hier noch nicht näher erläutern möchte.
Da ich grade das Wort Freunde gebraucht habe. Hier gibt es natürlich auch noch was zu sagen. Freunde habe ich kaum gehabt. Die Freunde die ich hatte konnte ich an einer Hand abzählen. Wenn diese was unternommen haben, wurde ich natürlich immer gefragt, ob ich dabei bin. Und zu 90% musste ich alle gemeinsamen Aktivitäten absagen. Es kam dann soweit, dass ich nicht mal mehr gefragt wurde, ob ich was mitmachen möchte. Das war eine harte Zeit für mich.
Es gibt noch mehr negative Punkte, aber diese möchte ich nun nicht alle aufzählen. Ich denke mit den negativen Dingen die ich bisher angesprochen habe können sich vielleicht sogar einige Fahrer identifizieren. Und denjenigen die diesen Beruf unbedingt ausüben wollen, habe ich mit diesen Punkten ein paar Denkanstösse geben können.
Was möchte ich Euch hiermit sagen!?!?! Ganz einfach. Seht nicht nur die Vorteile und die schönen Dinge die mit dem Beruf zu tun haben, sondern setzt Euch auch mit den negativen Dingen auseinander.
Die BAG
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Kurz möchte ich euch noch das Kontrollorgan der LKW Fahrer vorstellen. Ihr habt doch sicher schon mal auf der Autobahn gesehen, dass kurz vor Autobahnparkplätzen Schilder aufgeklappt sind, die auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung und Überholverbot für LKW hinweisen. Diese Schilder sind nicht immer offen, sondern nur wenn die BAG LKW-Kontrollen durchführt. Die BAG ist eine Abkürzung das Bundesamt für Güterverkehr.
Ein kleiner Auszug wie sich das BAG selbst erklärt (Quelle: BAG Homepage):
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"Das BAG nimmt als selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung eine Vielzahl von Aufgaben rund um den Güterkraftverkehr wahr und leistet insbesondere mit den Straßenkontrollen einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Deutschlands Straßen.
Nicht zuletzt durch die Aufgabenerweiterung des Bundesamtes im Zusammenhang mit der streckenbezogenen LKW-Maut wird die Bedeutung des BAG bei der Sicherung der Marktordnung im Straßengüterverkehr deutlich."
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Auch wenn die Behörde wichtig ist, so ist sie für viele Fahrer die schrecklichste Erfindung im Straßenverkehr. Bei jeder Kontrolle bekommt man Herzrasen, ob die Beamten nicht irgendetwas am LKW, an der Ausrüstung des LKWs oder an den Tachoscheiben auszusetzen haben. Denn das bedeutet fast immer eine Geldstrafe. Denn wenn diese Beamten was finden wollen, finden sie auch was. Klar, sie mache nur ihre Arbeit, aber trotzdem sollten viele der Beamten einfach nur mal den Fahrer als Menschen sehen und nicht als Verbrecher.
Genug der Worte zur BAG, sonst reg ich mich nur noch auf!!! *g*
Zusammenfassung Vor und Nachteile
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Vorteile, wenn es denn welche sind: (lassen sich an einer Hand abzählen)
- Selbständiges Arbeiten
- Man kommt viel rum
- Man braucht eine Ausbildung nicht zwingend
- Man findet fast immer Arbeit
Nachteile:
- Arbeit wird nicht entsprechend entlohnt
- Lange Arbeitszeiten
- Keine geregelten Arbeitszeiten
- Kaum zuhause
- Familienleben leidet
- Privatleben leidet
Diese Liste würde sich sehr weit ausbauen lassen. Aber ich denke das wichtigste habe ich hier genannt.
Fazit
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Die Geschichten vom König der Landstrasse und Autobahnen sind längst nicht mehr real. Sie sind nur ein Mythos der am Leben erhalten wird. Nicht mehr und nicht weniger. Ich für meinen Teil habe mit dem LKW Fahren abgeschlossen. Ich will abends bei meiner Freundin sein, in meinem eigenen Bett schlafen. Dennoch zolle ich den Fahrern die diesen Beruf gerne ausüben meinen vollsten Respekt. Denn der Job als Fahrer ist der am meisten unterschätzte Beruf. Ohne Euch wäre Deutschland innerhalb einer Woche am Ende.
Und für die Fahrer unter Euch: Denkt immer an die 10 Gebote:
1. Du sollst Deinen Führerschein in Ehren halten und nichts riskieren, ihn zu verlieren!
2. Du sollst immer daran denken, dass Du von Deinem Führerschein lebst und er ja Deine Arbeitserlaubnis ist!
3. Es gibt keine Götter neben oder über den gesetzlichen Vorschriften - auch Dein Chef und sein Disponent müssen sie ehren und sich daran halten!
4. Du sollst keine Angst und falsche Ehrfurcht haben vor Deinem Chef und seinem Disponent - auch sie sind vergänglich und haben tierisch Angst, dass Du sie bei der Polizei, dem BAG und der Gewerbeaufsicht hinhängst!
5. Daher erkenne Deine Macht und lasse Dir nichts gefallen von ihnen!
6. Auch wenn es schwer fällt: Halte Dich an die vorgeschriebenen Lenk- und vor allem Ruhezeiten - Du und alle anderen Verkehrsteilnehmer haben nur eine Gesundheit und nur ein Leben!
7. Hüte Dich vor Alkohol, Unachtsamkeit, falschen Urlaubsscheinen, Betrug und jeder groben Fahrlässigkeit - sonst bist Du schneller im Gefängnis und eher arm als Du glaubst!
8. Auch achte den Sicherheitsabstand und den Gurt in Deinem LKW - beide erhalten Deine Gesundheit und Dein Leben!
9. Behandele Deinen LKW wie Deinen besten Freund: kümmere Dich regelmäßig um ihn und achte darauf, dass es ihm an nichts mangelt!
10. Vermeide alles, was Dir "Punkte" in Flensburg einbringt! Die kosten nicht nur viel Geld an Strafe, sondern haben über kurz oder lang, wenn sie zu viele werden, massive und unangenehme Konsequenzen! Und zwar nur für DICH!!!
© by Brian2801 (04.05.2006) (bei Ciao unter Schmiddy28 veröffentlicht)
P.S.: Ich hätte diesen Bericht noch viel weiter ausführen können, aber das wollte ich euch nicht antun. Ich denke mit dem bisher geschriebenen habe ich euch genug genervt. *g*
40 Bewertungen, 20 Kommentare
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31.05.2006, 00:59 Uhr von Power_Surfer
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich... lg patrick
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30.05.2006, 15:17 Uhr von B_Engal
Bewertung: sehr hilfreichSH von mir. Toller& sehr informativer Bericht. MfG B_Engal Der Vater meines Freundes ist LKW-Fahrer, und er erzählt das gleiche wie du. Nur was sollte er anderes tun, als weiterfahren...
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30.05.2006, 13:24 Uhr von Sommergirl
Bewertung: sehr hilfreichsehr ausführlich
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29.05.2006, 20:05 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreichsh und lg
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19.05.2006, 22:03 Uhr von Vamada
Bewertung: sehr hilfreichtolle Bilder und ein schönes WE, lg Michaela
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07.05.2006, 01:56 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichklasse geschrieben ;o) ... lg susi -->--->---@
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06.05.2006, 16:58 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruss, <br/>Manuela :-))
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06.05.2006, 16:04 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich =)
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06.05.2006, 16:03 Uhr von andre1986
Bewertung: sehr hilfreichsuper bericht mach weiter so andre
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06.05.2006, 15:03 Uhr von jockel2001
Bewertung: sehr hilfreichEcht spitze! Jo
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06.05.2006, 14:22 Uhr von SeriousError
Bewertung: sehr hilfreich<b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b>
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06.05.2006, 13:47 Uhr von jenny123
Bewertung: sehr hilfreich<font face=Georgia, "Times New Roman", Times> <br/><strong><u>lg, Jenny123</u></strong> <br/>
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06.05.2006, 13:30 Uhr von bugzz
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr guter Bericht...äußerst gelungen! Sehr hilfreich!
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06.05.2006, 13:21 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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06.05.2006, 12:21 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreich............................///......................... <br/>.........................(o o)....................... <br/>SH-------oOO--(_)--OOo-----------
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06.05.2006, 12:17 Uhr von maxilop
Bewertung: sehr hilfreichsh, lg, maxilop <br/>
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06.05.2006, 12:17 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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06.05.2006, 12:10 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreich..(* " "*)...(* " "*).. <br/>.( ='o'= ).( ='o'= ). <br/>- (,,)-(,,) - (,,)-(,,)-...LG Anja :-)
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06.05.2006, 12:03 Uhr von Schneekoenigin21
Bewertung: sehr hilfreichsehr ausführlich und informativ
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06.05.2006, 11:56 Uhr von Magicfinger
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich <br/> <br/>Grüsse <br/> <br/>Magicfinger




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