Berufskraftfahrer/in Testbericht



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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:
- Einstellungschancen:
- Aufstiegschancen:
- Verdienstmöglichkeiten:
- Sozialleistungen:
- Eigenverantwortliches Arbeiten:
Erfahrungsbericht von lödvs
Die Gewerkschaft
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich habe eine kleine Firma und im Zuge dieser benötige ich im nächsten Jahr einen Berufskraftfahrer.
Das ist finde ich sehr nobel, ohne mich selbst zu rühmen, und freut vielleicht neben Gerhard und Edmund auch Hinz und Kunz oder wem auch immer auf dem Arbeitsmarkt.
Nun, dachte ich mir, will ich ja dem zukünftigen Arbeitnehmer nicht das letzte Hemd rauben und weiterhin auch mein vorletztes Hemd nicht aufs Spiel setzen und beschloß zum Zwecke der Kundigmachung die Gewerkschaft anzurufen und mal zu erfragen, was denn so ein Berufskraftfahrer für einen offiziellen Tariflohn hat, nicht auf den Cent genau, nur so ungefähr:
1. Schritt
Ich sehe mir die Internetseite der Gewerkschaft Verdi an und finde nach einigem Suchen eine Telefonnummer der Abteilung Verkehr bei Bundesverdi, wie ich nämlich später lernte, gibt es Bundesverdi und Landesverdi und das ist ziemlicher Unterschied, rufe da an und eine Dame sagte mir, nach dem ich 10 Minuten mein Anliegen schilderte, dass sie dafür nicht zuständig sei, sondern dass die Abteilung Post und Logistik genau die Richtigen für mich sind, sie könne mich aber nicht verbinden, weil die sitzen in einem anderen Haus aber sie könne mir den Service bieten, eine direkte Durchwahl von ihr zu bekommen, ah ja
2. Schritt
Ich rufe die erhaltene Nummer der Abteilung Post und Logistik von Bundesverdi an, schildere ausgiebig mein Anliegen und erhalte dann zur Antwort, dass könne man mir nicht sagen, weil jedes Bundesland einen eigenen Tarifvertrag hat. Ich schilderte nun aufs genaueste in welchem Bundesland ich weile und mußte vernehmen, dass man mir nun immer noch nicht helfen kann, weil, es sind so eben neue Tarifverträge verhandelt worden und diese sind noch nicht gedruckt worden und ergo wisse man nicht, was da drin steht. Man gab mir den Tip, ich solle doch mal bei Landesverdi den Herrn Guserow anrufen, der wisse das genau, so, so
3. Schritt
Ich rufe bei Landesverdi in der Zentrale an und frage nach Herrn Guserow und so gleich macht sich große Ratlosigkeit bei meinem telefonischen Gegenüber breit, was sich in der Aussage zeigt: Den gibt es hier nicht.
Nach knapp 10 Minuten harter Verhandlung stellt sich heraus, dass der Mann nicht Guserow sondern Kuserow heißt und ich werde prompt verbunden, erreiche den Herrn aber nicht selbst, weil er war gerade nicht am Platz, sondern seine Kollegin, welche sofort ihr Einverständnis gab, den Versuch zu starten, mir weiterzuhelfen. Ich schilderte nun wieder ausgiebig mein Anliegen und wurde am Ende überrascht, nicht von der erhofften Auskunft, sondern von der Frage, ob ich denn Mitglied sei. Dies mußte ich verneinen, was sich im nachhinein als Fehler herausstellte, denn sofort darauf sagte man mir, dass man mir dann keine Auskunft geben kann. Heldenhaft versuchte ich zu retten was zu retten ist, erklärte flehend, dass ich doch nur Gutes tun will, dass ich als zukünftiger Arbeitgeber meinen zukünftigen Arbeitnehmer nicht bescheissen will, es nutzte nichts, seit ich als Arbeitgeber von der Dame entlarvt wurde, wurde ich behandelt wie ein Aussätziger, man warf mir nur noch ein letztes Stückchen fauliges Fleisch zu, welches sich Bundestarifregister nennt und ließ mich allein
4. Schritt
Ich gebe als vorletzten Hoffnungsschimmer bei Google das Wort Bundestarifregister ein, es wird umgehend als Rechtschreibfehler geoutet und in Bundesstrafregister umgewandelt. Mit letzter Kraft streiche ich das Bundes und frage nur nach Tarifregister und siehe da, ganz am Ende des Tunnels zeigt sich ein winzig kleines Lichtlein, denn Google gibt tatsächlich ein Suchergebnis preis, welches lautet: im Wirtschaftsministerium von NRW gibt es tatsächlich ein Tarifregister, nur dumm gelaufen, ich sitze nicht in NRW.
5. Schritt
Durch eine gnadenlose geistige Kombination finde ich, nun mittlerweile fiebernd die Telefonnummer des Vorzimmers des Wirtschaftssenators meiner Heimatstadt heraus, rufe da an, habe auch sogleich die Sekretärin am Apparat, schildere schillernd mein Anliegen, berichte von meiner Odyssee, ernte Mitleid und werde um kurzes Verweilen in der Leitung gebeten. Nach wirklich Kurzem erhielt ich dann eine Telefonnummer des Tarifregisters meiner Heimatstadt.
6. Schritt
Ich rufe beim Tarifregister meiner Heimatstadt an. Ein freundlicher Herr nimmt ab. In Trance erläutere ich mein Begehr, der freundliche Herr erklärt, dass ich das Gewünschte von ihm erhalten könne und findet sich auch bereit mir Auskunft zu geben, allerdings nicht heute, weil Auskünfte aus dem Tarifregister kann man nur Montags von 9-12 Uhr und Donnerstags von 14-18 Uhr erhalten und ich müsse doch verstehen, da es ja über tausend unterschiedliche Tarifverträge gibt und man doch tausende solcher Anfragen in der Sekunde hat oder waren es Millisekunden, ich weiß es nicht, ich war schon im Delirium...
Nach dem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe und immer noch nicht weiß, was ein Berufskraftfahrer so Pi mal Daumen verdient, habe ich beschlossen, dass ich meine schon eingestellten Arbeitnehmer alle entlasse, Mitglied bei Verdi werde und als Berufskraftfahrer bei der Post anfange, ... nur weiß ich noch nicht wie ich das anfange, mit den in einer weißen Jacke steckenden, auf dem Rücken zusammengebundenen Armen...
Das ist finde ich sehr nobel, ohne mich selbst zu rühmen, und freut vielleicht neben Gerhard und Edmund auch Hinz und Kunz oder wem auch immer auf dem Arbeitsmarkt.
Nun, dachte ich mir, will ich ja dem zukünftigen Arbeitnehmer nicht das letzte Hemd rauben und weiterhin auch mein vorletztes Hemd nicht aufs Spiel setzen und beschloß zum Zwecke der Kundigmachung die Gewerkschaft anzurufen und mal zu erfragen, was denn so ein Berufskraftfahrer für einen offiziellen Tariflohn hat, nicht auf den Cent genau, nur so ungefähr:
1. Schritt
Ich sehe mir die Internetseite der Gewerkschaft Verdi an und finde nach einigem Suchen eine Telefonnummer der Abteilung Verkehr bei Bundesverdi, wie ich nämlich später lernte, gibt es Bundesverdi und Landesverdi und das ist ziemlicher Unterschied, rufe da an und eine Dame sagte mir, nach dem ich 10 Minuten mein Anliegen schilderte, dass sie dafür nicht zuständig sei, sondern dass die Abteilung Post und Logistik genau die Richtigen für mich sind, sie könne mich aber nicht verbinden, weil die sitzen in einem anderen Haus aber sie könne mir den Service bieten, eine direkte Durchwahl von ihr zu bekommen, ah ja
2. Schritt
Ich rufe die erhaltene Nummer der Abteilung Post und Logistik von Bundesverdi an, schildere ausgiebig mein Anliegen und erhalte dann zur Antwort, dass könne man mir nicht sagen, weil jedes Bundesland einen eigenen Tarifvertrag hat. Ich schilderte nun aufs genaueste in welchem Bundesland ich weile und mußte vernehmen, dass man mir nun immer noch nicht helfen kann, weil, es sind so eben neue Tarifverträge verhandelt worden und diese sind noch nicht gedruckt worden und ergo wisse man nicht, was da drin steht. Man gab mir den Tip, ich solle doch mal bei Landesverdi den Herrn Guserow anrufen, der wisse das genau, so, so
3. Schritt
Ich rufe bei Landesverdi in der Zentrale an und frage nach Herrn Guserow und so gleich macht sich große Ratlosigkeit bei meinem telefonischen Gegenüber breit, was sich in der Aussage zeigt: Den gibt es hier nicht.
Nach knapp 10 Minuten harter Verhandlung stellt sich heraus, dass der Mann nicht Guserow sondern Kuserow heißt und ich werde prompt verbunden, erreiche den Herrn aber nicht selbst, weil er war gerade nicht am Platz, sondern seine Kollegin, welche sofort ihr Einverständnis gab, den Versuch zu starten, mir weiterzuhelfen. Ich schilderte nun wieder ausgiebig mein Anliegen und wurde am Ende überrascht, nicht von der erhofften Auskunft, sondern von der Frage, ob ich denn Mitglied sei. Dies mußte ich verneinen, was sich im nachhinein als Fehler herausstellte, denn sofort darauf sagte man mir, dass man mir dann keine Auskunft geben kann. Heldenhaft versuchte ich zu retten was zu retten ist, erklärte flehend, dass ich doch nur Gutes tun will, dass ich als zukünftiger Arbeitgeber meinen zukünftigen Arbeitnehmer nicht bescheissen will, es nutzte nichts, seit ich als Arbeitgeber von der Dame entlarvt wurde, wurde ich behandelt wie ein Aussätziger, man warf mir nur noch ein letztes Stückchen fauliges Fleisch zu, welches sich Bundestarifregister nennt und ließ mich allein
4. Schritt
Ich gebe als vorletzten Hoffnungsschimmer bei Google das Wort Bundestarifregister ein, es wird umgehend als Rechtschreibfehler geoutet und in Bundesstrafregister umgewandelt. Mit letzter Kraft streiche ich das Bundes und frage nur nach Tarifregister und siehe da, ganz am Ende des Tunnels zeigt sich ein winzig kleines Lichtlein, denn Google gibt tatsächlich ein Suchergebnis preis, welches lautet: im Wirtschaftsministerium von NRW gibt es tatsächlich ein Tarifregister, nur dumm gelaufen, ich sitze nicht in NRW.
5. Schritt
Durch eine gnadenlose geistige Kombination finde ich, nun mittlerweile fiebernd die Telefonnummer des Vorzimmers des Wirtschaftssenators meiner Heimatstadt heraus, rufe da an, habe auch sogleich die Sekretärin am Apparat, schildere schillernd mein Anliegen, berichte von meiner Odyssee, ernte Mitleid und werde um kurzes Verweilen in der Leitung gebeten. Nach wirklich Kurzem erhielt ich dann eine Telefonnummer des Tarifregisters meiner Heimatstadt.
6. Schritt
Ich rufe beim Tarifregister meiner Heimatstadt an. Ein freundlicher Herr nimmt ab. In Trance erläutere ich mein Begehr, der freundliche Herr erklärt, dass ich das Gewünschte von ihm erhalten könne und findet sich auch bereit mir Auskunft zu geben, allerdings nicht heute, weil Auskünfte aus dem Tarifregister kann man nur Montags von 9-12 Uhr und Donnerstags von 14-18 Uhr erhalten und ich müsse doch verstehen, da es ja über tausend unterschiedliche Tarifverträge gibt und man doch tausende solcher Anfragen in der Sekunde hat oder waren es Millisekunden, ich weiß es nicht, ich war schon im Delirium...
Nach dem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe und immer noch nicht weiß, was ein Berufskraftfahrer so Pi mal Daumen verdient, habe ich beschlossen, dass ich meine schon eingestellten Arbeitnehmer alle entlasse, Mitglied bei Verdi werde und als Berufskraftfahrer bei der Post anfange, ... nur weiß ich noch nicht wie ich das anfange, mit den in einer weißen Jacke steckenden, auf dem Rücken zusammengebundenen Armen...
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