Britney Spears Testbericht

No-product-image
ab 10,90
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von Daverigger

Ach Britney, fall doch vom Motorrad runter...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Britney Spears ... ihr Name ist spätestens seit ihrem glorreichen Einstieg ins Showbiz als Miniatur-Moderatorte beim Disney-Club im zarten Alter von 12 Jahren auf der ganzen Welt bekannt und löst immer wieder das ein oder andere Raunen in der Menge aus. Ob dieses Raunen nun aus Entzückung oder schierem Ekel resultiert sei dahingestellt. Das Erstere wird es bei mir wohl niemals sein.
Nach ihren zahlreichen Erfolgen, die ich mir bisher einfach nicht erklären konnte, hat Spearsy-Mausi nun wieder in ihre musikalische Trickkiste gegriffen und einen weiteren Clip nach dem bekannten "ich grinse pseudo-lasziv in die Kamera und versuche gleichzeitig unschuldig und sexy-aufreizend zu wirken"-Prinzip aus dem Zauberhut gezogen.

Mit ihrem Cover des Songs "I love Rock 'n Roll" scheint Britney mal wieder voll auf der Woge des Erfolgs zu liegen. Ihre Fans liegen ihr nach wie vor zu Füssen und ihre CDs verkaufen sich wie warme Semmeln am Polarkreis. Um ihre Popularität zu erhalten schreckt sie also auch nicht vor der einfach unmoralischen Vergewaltigung von Kulturgut zurück.
Nicht ganz unschuldig an ihrem ungeheuren Erfolg dürfte wohl ihr Image als kleines sexy Ding im Zwiespalt zwischen süßes Mädchen und erotischer Frau sein, von ihr selbst (leider) bereits unter dem Titel "Not a girl" besungen wie verfilmt. Ich habe mir beides zu Testzwecken angetan. Und man möge mir als (natürlich gänzlich unvoreingenommenem!) Berichterstatter hier bei yopi Glauben schenken ... es war das Grauen! Doch dies nur als kleine Anekdote nebenbei.
Gerade ihre Musikvideos spiegeln dieses natürlich völlig einzigartige und innovative Image sehr extrem wieder und treiben es oft überaus schleimig auf die Spitze. Erinnern wir uns an "Oops, I did it again" und ihren hautengen Dress, bei dem sich wirklich noch die kleinste und subtilste Kontur abzeichnete, oder auch an "I'm a slave for you". Verschwitzt bis zum Geht nicht mehr und nur mit ein paar Fetzen den Oberkörper bedeckend tänzelte sie da rum, als hätte sie noch nie etwas von Schweißgeruch und Dergleichen gehört.

Ich gebe es offen zu, ich bin kein Fan ihrer sogenannten "Kunst". Ich kann das Fräulein nicht ab. Ihre Musik ist einfach schlecht, sie hat keine Stimme und bewegen kann sie sich nur halb so gut wie ihre billige Popmusik aus dem Synthesizer schlecht ist. Dies hindert sie aber leider Gottes nicht im geringsten daran, ein schlechtes Musikvideo nach dem anderen zu produzieren.
Ein sehr gutes Beispiel ist hierbei wie schon erwähnt ihr neuestes Werk, der total miese Clip zu ihrem total mies gecoverten Song "I love Rock 'n Roll".


Was bekommen wir in diesem Machwerk vorgesetzt? Natürlich Britney. Dann noch ... Britney mit Mikro ... und Britney auf einem Motorrad ... dazu noch ein wenig Britney im Shakira-Stil auf dem Boden kriechend ... ach ja, und dann die ganze Zeit dazwischen auch noch Britney rumhüpfend und den Mund einigermaßen synchron zum Lied bewegend. Und da sie ja, außer natürlich mit ihren Klamotten, zu denen ich später noch ein paar Worte verlieren werde, auch durch diverse Handlungen unter Beweis stellen muss, das sie eine echt harte Rockerbraut ist, zertrümmert sie dann noch eine schwarze E-Gitarre an einer Wand aus Boxen und Verstärkern. Als ich das gesehen habe dachte ich unweigerlich: "Die glückliche Gitarre... die hat es jetzt wenigstens hinter sich!"

Eine Story hat dieser Clip wahrlich nicht. Er beginnt genauso fade wie er endet: Mit einer Einstellung von Britney, aber wen wundert das?
Der Clip läuft also an und Brits leises, dünnes Stimmchen beginnt sich mit dem total schlechten billig-Pop zu vereinen, der die ganze Zeit im Hintergrund weiterläuft und wahrscheinlich statt richtiger Musik von Britneys Stimme ablenken soll. Naja ...
Nach dem öden Intro geht es richtig los. Britney tanzt mit ihrem Mikroständer (Es wollte wohl sonst niemand herhalten und mit ihr tanzen?) im Vordergrund und dezent den Kopf rauf und runter bewegend aber dennoch klar zu sehen halten sich im Hintergrund zwei Gitarristen mehr oder weniger schlecht verborgen. Diese beiden armen Kerle können die Szenerie nicht verlassen, denn das ganze Areal ist umstellt von schwarzen Lautsprecherboxen und Verstärkeranlagen. Also bleibt ihnen nichts anderes übrig als weiter zu spielen. Wenn man sich allerdings einmal die Musik, sofern man die vorherrschenden und mehr als schwachen Töne als Musik bezeichnen kann, anhört und dabei die Aktionen der beiden armen Kerle betrachtet, fällt dem mehr oder minder denkbegabten Zuschauer (Die von Britney angestrebte Zielgruppe dürfte demnach wohl eher weniger stutzig werden) eines auf. Entweder funktioniert der Verstärker nicht richtig oder bei der Aufnahme wurde gepatzt. So stark wie die zwei Typen in ihre elektrisch verstärkten Klampfen greifen müsste der Sound die Boxen sprengen, aber oh Wunder, was geschieht? Nichts! Britney singt weiter und übertönt mit ihrem lieblich kleinen Stimmchen mühelos die beiden erfolglosen Musikanten. Schade, ich hätte gerne gesehen wie die Boxen vor lauter extremer Bassfrequenzen explodieren. So eine mit Splittern gespickte Britney ist doch was feines ...

Eine weitere, sicherlich atemberaubende Szene ist natürlich die Einstellung, in der sich das kleine Mäuschen lasziv auf einem schwarzen Motorrad räkelt. Einfach spitze ... aber Mitleid habe ich trotzdem mit der Maschine, die kann sich schließlich nicht wehren!
Da räkelt sich Britney auf dem Ledersitz, schwingt ihre Beine drunter und drüber und tut so, als wäre sie schon auf einer Harley geboren worden. Ich stelle mir das übrigens interessant vor, Britney als kleines Baby, die Mutter hält sie in ihren Armen und dann kommt plötzlich ein Schlagloch ... rumms ... und klein Tittney fliegt in hohem Bogen auf den Asphalt. Na ja, lassen wir die bösen Wunschträume sein.
Und mal realistisch betrachtet ... welcher Biker der was auf sich hält lässt seine Freundin/Frau schon solche artistischen Glanzleistungen auf seinem Motorrad vollführen?

Das dritte Mysterium ist die Einstellung, in der Britney auf dem Boden rumkriecht, wie Shakira in ihrem Video zu "Whenever, wherever" im Schlamm. Da man zwischendurch im Video immer mal wieder ein Kabel sieht, aus dem eine rote Flüssigkeit sickert, glaube ich des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Was da aus dem Kabel sickert ist Urschleim und Britney versucht in diesen zurückzukehren. Lachse versuchen doch auch Wasserfälle empor zu schwimmen um zu ihren Geburtsstätten zu gelangen? Andererseits könnte diese Flüssigkeit auch die Essenz des Rock symbolisieren, die Britney in sich aufzunehmen versucht, aber das halte ich für viel zu weit hergeholt.

Tja, und zwischen all diesen einzelnen Szenen und Einstellungen gibt es eigentlich nicht viel erwähnenswertes. Mal schwingt Tittney ihre Hüften in dem hoffnungslosen Versuch, verdorben erotisch rüberzukommen, mal kommt ein Close-Up (Ich musste mehr als einmal wegschauen um nicht zu schreien) von ihr und ihrem Mikrofon (Sie muss ihr Mikro echt lieb haben ...), und ehe man sich versieht rückt auch schon der Schluss des Videos in greifbare Nähe, dem Herrn sei es gedankt! Britney schnappt sich die bereits erwähnte Gitarre und zerdeppert sie mit ordentlich Schmackes an einer großen Lautsprecherbox, so dass die Splitter und Fragmente nur so durch die Luft wirbeln. Schade das keiner davon ihr Gesicht getroffen hat. Ob die Gitarristen etwas abgekriegt haben? Fragen über Fragen ...

Soweit zum Verlauf des Videos. Nichts spektakuläres, wie eigentlich bei jedem Video das man bisher von Britney sehen durfte/konnte/musste.

Im Mittelpunkt stehen ganz klar 2 Dinge.
Zum einen Britney, das dürfte nun jeder mitbekommen haben. Sie präsentiert sich hier mehr sexy als süß, wahrscheinlich um ihrem Image den nötigen Kick in Richtung "weg vom süßen Mädchen, hin zur verführerischen, schon ein wenig gealterten Lolita ohne Denkfalten" zu geben. Hat bei mir jedoch nicht gewirkt, ich halte sie immer noch für eine leicht dümmliche Teenie-Göre, egal wie alt sie bereits sein mag.
Zum anderen wäre da die Farbgebung. In diesem Video dominieren eindeutig Rot und Schwarz. Im Sinne der klassischen Farbmetaphorik stehen sich hier die Endgültigkeit und die Leidenschaft gegenüber. Ist es nicht unglaublich raffiniert wie dem Zuschauer dadurch zu verstehen gegeben wird, das Tittney nun endgültig zur passionierten Rockröhre mutiert ist? Genial!

Auch Britneys Kleiderwahl setzt hierbei Zeichen, erscheint sie doch in diesem Video komplett in schwarzen Leder, versehen mit einigen das Rocker-Outfit abrundenden Nieten und Fransen. Um es mal mit den Worten meiner Freundin auszudrücken: "rrrrrr"
Doch seien wir mal ehrlich, welche "richtige Rockerbraut", wenn ich diesen Klischeebegriff hier mal vorsichtig verwenden darf, die was auf sich hält, läuft so rum? Piekfeines Leder von Gaultier wahrscheinlich, dazu ein Ledertop von Versace und ein paar Accessoires zu ihrem fragwürdigen Outfit, die eher gezwungen komisch als nach Rock aussehen. Also bitte! Jeder vernünftige Biker/Rocker gibt Kohle für seine Maschine aus um sie schöner, schneller und widerstandsfähiger, wahlweise auch noch ein wenig lauter zu machen. Aber doch nicht für das Luxus-Outfit seiner neuesten Gespielin. Tsk tsk tsk ...

Ich weiß nicht, was sich Britney und die restlichen Macher dieses Clips gedacht haben, als sie im Studio saßen und auf den Aufnahmeknopf gedrückt haben. Vielleicht etwas à la "Harrrharrr, wir werden sie alle ausnehmen!" oder auch "Auf das ihre Gehirnwindungen explodieren!" ... aber das sind nur reine Spekulationen meinerseits, wobei mit "sie" und "ihre" hier natürlich die arglosen Fans und sonstigen mehr oder weniger freiwilligen Zuhörer gemeint sind.


Abschließend sei eines gesagt:
Ich finde den Clip absolut mies! Die Musik ist genauso dürftig wie das im Video dargebotene Szenario und einzig die Bildqualität ist lobenswert, doch dummerweise sieht man Britney daher auch besser als bei einem schlechteren Bild. Wer auf der Suche nach seichtester, absolut kurzweiliger Unterhaltung ohne jegliches Niveau ist, der kann sich den Spot ruhig mit ausgeschaltetem Ton angucken. Ich selbst werde mich jedenfalls hüten, beim Zappen länger als die obligatorische Orientierungssekunde zu verweilen wenn er gerade wieder läuft, da ich mir interessanteres vorstellen kann um mir die Zeit zu vertreiben. Heißen Kerzenwachs unter die Fingernägel pulen zum Beispiel. Oder auch den Kopf gegen die Wand knallen, dabei verbraucht man wenigstens noch ein paar überflüssige Kalorien.

36 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Simonster

    13.07.2002, 22:17 Uhr von Simonster
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lange lebe Brightney!! Ups, ein bisschen unpassend, glaube ich *g* Grüße, simonster

  • benjamin.bernard

    02.07.2002, 22:48 Uhr von benjamin.bernard
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut, endlich mal einiges über Britney zu erfahren, auch viele private Details oder vieles aus ihrer Kindheit!

  • danih14

    10.06.2002, 03:20 Uhr von danih14
    Bewertung: sehr hilfreich

    Aber immer verdient Miss Spears ein paar Eurochen mehr als du und ich. So einfach kann man die Massen bewegen und Kasse machen.

  • carlo2000

    02.06.2002, 21:33 Uhr von carlo2000
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein wirklich sehr guter Beitrag!