Endlich Nichtraucher! (Taschenbuch) / Allen Carr Testbericht
ab 4,91 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Erfahrungsbericht von KleineRatte
Ein neues Leben beginnt - ohne Qualm
Pro:
leicht und verständlich geschrieben
Kontra:
viele Wiederholungen
Empfehlung:
Ja
Vorwort
Endlich Nichtraucher – ich auch?! Lange Zeit wollte ich es nicht wahrhaben, dass ich abhängig, süchtig bin. Als Raucher denkt man doch immer, man könnte aufhören, wenn man es nur wollte. Richtig ernsthafte Versuche habe ich nie unternommen, und das ist das größte Problem. Man hat Angst davor, aufzuhören. Man weiß nicht, was danach sein wird und hat Angst vor diesem unbekannten Schritt. Man könnte es schon fast als Panik bezeichnen. Aus lauter Angst vor dieser Angst versucht man es auch gar nicht. Das Aufhören an sich ist nämlich keine große Sache, nur der Schritt sich dazu zu entscheiden.
Mein Entschluss kam relativ plötzlich. Eine gute Freundin von mir rauchte schon seit 7 Monaten nicht mehr, mit Hilfe des Buches. Ich habe das immer als lächerlich abge-tan und konnte mir das absolut nicht vorstellen, dass man alleine durch das Lesen eines Buches Nichtraucher werden soll. Aber mein Interesse war geweckt. Immer öfter löcherte ich sie mit Fragen: Wie geht das denn? Ist das schwer? Wieso hört man da auf? Usw. Sie gab mir allerdings keine Antworten, sondern sagte stets: „Lies das Buch!“ Als mein Geldbeutel immer kleiner wurde, ich morgens immer mehr hus-tete und mir bewusst wurde, wie idiotisch es doch ist, mitten in der Nacht zum Auto-maten zu rennen, aus Angst die Kippen könnten bis zum Morgen nicht reichen, mein Zimmer gelb war, ständig kalt vom vielen Lüften, meine Klamotten stinken, meine Zähne gelb sind, da fasste ich den Entschluss, dem Buch eine Chance zu geben.
Das Buch
Ich habe mir das Buch im Club Bertelsmann für 6,95€ unter der Bestellnummer 076794 gekauft. Im normalen Buchhandel ist es für 8€ im Goldmann Verlag erschie-nen. Es hat 181 Seiten und ist in 44 Kapitel, einem Finale und einem Anhang mit Kursangeboten unterteilt. Es konfrontiert den Leser von Anfang an mit schwierigen Situationen, denen er sich vielleicht nicht ganz bewusst ist. Der Autor Allan Carr hat früher 100 Zigaretten am Tag geraucht und schon einiges ausprobiert. Da die her-kömmlichen Methoden bei ihm keinen Erfolg zeigten, erfand er für sich eine eigene Methode, die er anfangs nur an Freunden ausprobierte. Als der Erfolg und das Inte-resse größer wurden, gründete er Nichtraucherkurse und praktiziert diese seit Jahren mit Erfolg.
Der Inhalt
Auszugsweise führe ich ein paar Kapitel an, die besonders interessant waren. 44 Kapitel hört sich natürlich viel an, dazu zu sagen ist aber, dass diese in der Regel nicht besonders lang sind. Kapitel 2 ist „die einfache Methode“, hier gibt Allan Carr eine kurze Übersicht. In Kapitel 5 erklärt er „Warum rauchen wir weiter?“ und in Kapi-tel 24 geht er auf die verhängnisvolle „nur eine einzige Zigarette“ ein.
Carr stellt von Anfang an fest, dass die Methode nur funktioniert, wenn man sich ge-nau an seine Anweisungen hält. Wichtig ist hierbei, dass man das Buch bis zum En-de liest und nicht irgendwann aufhört, weil man denkt, genug gelesen zu haben. Er sagt auch klipp und klar, dass man während der Lektüre weiterrauchen soll. Es hat keinen Sinn, wenn man schon vorher aufhört.
Im Prinzip führt Carr beim Leser eine Gehirnwäsche durch bwz. er führt ihm klar vor Augen, was er sowieso schon weiß, aber in seiner Sucht nicht wahrhaben will. Bevor man nun aufhören möchte, sollte man sich folgende Fragen stellen:
1. Was bringt mir das Rauchen?
2. Genieße ich es wirklich?
3. Besteht für mich wirklich die Notwendigkeit, mir lebenslang diese Dinger in den Mund zu stecken, mich damit zu ersticken und auch noch teuer dafür zu bezahlen?
Die Wahrheit hierbei ist, und das wird einem ständig vor Augen gehalten, dass das Rauchen einem nichts bringt. Die ganzen Ausreden die Raucher vorbringen, sind alles Täuschungen, und zwar Selbsttäuschungen. Der Raucher verschließt die Au-gen vor der Realität. Rauchen bringt einem gar nichts und man muss daher auch nichts aufgeben, argumentiert Carr. Verfliegt erstmal die Täuschung, ist das Leben ohne Zigarette sogar noch viel besser und genussreicher als vorher. Als Nichtraucher verpasst man nichts, sonders als Raucher entgehen einem Gesundheit, Energie, Wohlhabenheit, innere Ruhe, Selbstvertrauen, Mut, Selbstachtung und Glück.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Selbstversklavung. Als Raucher hat man ständig den Druck, gleich wieder eine zu rauchen, einen günstigen Moment abzuwarten, war-ten, warten... Der Raucher verbringt seine ganze Zeit mit Warten. Beim Arzt, in öf-fentlichen Gebäuden etc. kann man nicht rauchen, bei Bekannten ist vielleicht auch das Rauchen verboten, in der Prüfung sowieso. Der Raucher stellt sein ganzes Le-ben auf die Zigarette um und merkt dies gar nicht mehr. Wie viel mehr Freiheit hat man ohne Zigaretten. Nichtraucher müssen nicht die ganze Zeit nach einem Automa-ten Ausschau halten, nach Kleingeld suchen und warten, dass die wieder rauchen dürfen.
Des Weiteren schreibt Carr von der kleinen und der großen Bestie. Die kleine Bestie sitzt im Kopf und verlangt nach Nikotin und will die Sucht befriedigen. Sie lässt sich ständig neue Ausreden einfallen, um einen zum Rauchen zu bringen. Die große Bes-tie ist im Körper und verlangt physisch nach Nikotin. Diese kann man aber leicht zum Schweigen bringen und man erleidet auch keine körperlichen Entzugserscheinun-gen. Das spielt sich alles nur im Kopf ab, die Gedanken kreisen ständig um die nächste Zigarette.
Um aufzuhören sollte man also nur zwei Dinge tun: Die Entscheidung treffen, nie wieder zu rauchen und deswegen kein Trübsal zu blasen, sondern sich zu freuen.
Meine Erfahrung
Ich habe das Buch praktisch verschlungen. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Ich fand es spannend und interessant zugleich. Was einen aber am meisten am Lesen erhält, ist die Frage, wie geht das denn jetzt, wann schreibt er denn darüber? Im Prinzip wartet man die ganze Zeit darauf, dabei wird das so gar nicht beantwortet. Man könnte sagen, der Weg ist das Ziel. Als ich das begriff, habe ich mit einer ganz anderen Einstellung weiter gelesen. Ich fand seine Erklärungen einleuchtend und total nachvollziehbar. Manchmal hatte ich nur Schwierigkeiten, diese auf mich zu be-ziehen. Das liegt wohl daran, dass die Angst und Panik vor dem Aufhören im Hinter-kopf am Rumoren waren. Es ist unglaublich, aber ich habe mich gefreut, aufzuhören. Ich habe mich gefreut, meine letzte Zigarette zu rauchen. Ich habe mich gefreut, nicht mehr nach Rauch zu stinken, mehr Geld zu haben, mehr Zeit und Freiheit und einfach wieder ich selbst zu sein. Um meine guten Vorsätze noch zu untermauern, habe ich mein Zimmer gestrichen, der Unterschied zwischen gelb und anschließend weiß war doch sehr groß. Jetzt erfreu ich mich der guten Luft in meinem Zimmer, meinen frischen Klamotten und den vielen anderen Vorteilen. Es gibt aber doch noch ein großes ABER. Meine kleine Bestie im Kopf ist sehr fies und hinterhältig. Ich muss nämlich gestehen, dass ich seit den offiziellen fast zwei Wochen Nichtraucher ab und zu eine geraucht habe. Hinterher habe ich mich immer tierisch geärgert. Es schmeckt doch einfach nicht, stinkt nur und das schlechte Gewissen plagt einen doch sehr.
Mein Fazit
Ganz ohne eigene Motivation geht es nicht. Das Buch ist kein Zaubermittel, ihr müsst zum Gelingen selbst beitragen. Aber ich kann es trotzdem jedem nur empfehlen. Versucht es, lest es, auch wenn ihr dann nicht aufhört. Vielleicht könnt ihr es weiter-empfehlen. Das Buch lässt einen vieles klarer sehen, was die Bestien in uns gerne vernebeln.
Endlich Nichtraucher – ich auch?! Lange Zeit wollte ich es nicht wahrhaben, dass ich abhängig, süchtig bin. Als Raucher denkt man doch immer, man könnte aufhören, wenn man es nur wollte. Richtig ernsthafte Versuche habe ich nie unternommen, und das ist das größte Problem. Man hat Angst davor, aufzuhören. Man weiß nicht, was danach sein wird und hat Angst vor diesem unbekannten Schritt. Man könnte es schon fast als Panik bezeichnen. Aus lauter Angst vor dieser Angst versucht man es auch gar nicht. Das Aufhören an sich ist nämlich keine große Sache, nur der Schritt sich dazu zu entscheiden.
Mein Entschluss kam relativ plötzlich. Eine gute Freundin von mir rauchte schon seit 7 Monaten nicht mehr, mit Hilfe des Buches. Ich habe das immer als lächerlich abge-tan und konnte mir das absolut nicht vorstellen, dass man alleine durch das Lesen eines Buches Nichtraucher werden soll. Aber mein Interesse war geweckt. Immer öfter löcherte ich sie mit Fragen: Wie geht das denn? Ist das schwer? Wieso hört man da auf? Usw. Sie gab mir allerdings keine Antworten, sondern sagte stets: „Lies das Buch!“ Als mein Geldbeutel immer kleiner wurde, ich morgens immer mehr hus-tete und mir bewusst wurde, wie idiotisch es doch ist, mitten in der Nacht zum Auto-maten zu rennen, aus Angst die Kippen könnten bis zum Morgen nicht reichen, mein Zimmer gelb war, ständig kalt vom vielen Lüften, meine Klamotten stinken, meine Zähne gelb sind, da fasste ich den Entschluss, dem Buch eine Chance zu geben.
Das Buch
Ich habe mir das Buch im Club Bertelsmann für 6,95€ unter der Bestellnummer 076794 gekauft. Im normalen Buchhandel ist es für 8€ im Goldmann Verlag erschie-nen. Es hat 181 Seiten und ist in 44 Kapitel, einem Finale und einem Anhang mit Kursangeboten unterteilt. Es konfrontiert den Leser von Anfang an mit schwierigen Situationen, denen er sich vielleicht nicht ganz bewusst ist. Der Autor Allan Carr hat früher 100 Zigaretten am Tag geraucht und schon einiges ausprobiert. Da die her-kömmlichen Methoden bei ihm keinen Erfolg zeigten, erfand er für sich eine eigene Methode, die er anfangs nur an Freunden ausprobierte. Als der Erfolg und das Inte-resse größer wurden, gründete er Nichtraucherkurse und praktiziert diese seit Jahren mit Erfolg.
Der Inhalt
Auszugsweise führe ich ein paar Kapitel an, die besonders interessant waren. 44 Kapitel hört sich natürlich viel an, dazu zu sagen ist aber, dass diese in der Regel nicht besonders lang sind. Kapitel 2 ist „die einfache Methode“, hier gibt Allan Carr eine kurze Übersicht. In Kapitel 5 erklärt er „Warum rauchen wir weiter?“ und in Kapi-tel 24 geht er auf die verhängnisvolle „nur eine einzige Zigarette“ ein.
Carr stellt von Anfang an fest, dass die Methode nur funktioniert, wenn man sich ge-nau an seine Anweisungen hält. Wichtig ist hierbei, dass man das Buch bis zum En-de liest und nicht irgendwann aufhört, weil man denkt, genug gelesen zu haben. Er sagt auch klipp und klar, dass man während der Lektüre weiterrauchen soll. Es hat keinen Sinn, wenn man schon vorher aufhört.
Im Prinzip führt Carr beim Leser eine Gehirnwäsche durch bwz. er führt ihm klar vor Augen, was er sowieso schon weiß, aber in seiner Sucht nicht wahrhaben will. Bevor man nun aufhören möchte, sollte man sich folgende Fragen stellen:
1. Was bringt mir das Rauchen?
2. Genieße ich es wirklich?
3. Besteht für mich wirklich die Notwendigkeit, mir lebenslang diese Dinger in den Mund zu stecken, mich damit zu ersticken und auch noch teuer dafür zu bezahlen?
Die Wahrheit hierbei ist, und das wird einem ständig vor Augen gehalten, dass das Rauchen einem nichts bringt. Die ganzen Ausreden die Raucher vorbringen, sind alles Täuschungen, und zwar Selbsttäuschungen. Der Raucher verschließt die Au-gen vor der Realität. Rauchen bringt einem gar nichts und man muss daher auch nichts aufgeben, argumentiert Carr. Verfliegt erstmal die Täuschung, ist das Leben ohne Zigarette sogar noch viel besser und genussreicher als vorher. Als Nichtraucher verpasst man nichts, sonders als Raucher entgehen einem Gesundheit, Energie, Wohlhabenheit, innere Ruhe, Selbstvertrauen, Mut, Selbstachtung und Glück.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Selbstversklavung. Als Raucher hat man ständig den Druck, gleich wieder eine zu rauchen, einen günstigen Moment abzuwarten, war-ten, warten... Der Raucher verbringt seine ganze Zeit mit Warten. Beim Arzt, in öf-fentlichen Gebäuden etc. kann man nicht rauchen, bei Bekannten ist vielleicht auch das Rauchen verboten, in der Prüfung sowieso. Der Raucher stellt sein ganzes Le-ben auf die Zigarette um und merkt dies gar nicht mehr. Wie viel mehr Freiheit hat man ohne Zigaretten. Nichtraucher müssen nicht die ganze Zeit nach einem Automa-ten Ausschau halten, nach Kleingeld suchen und warten, dass die wieder rauchen dürfen.
Des Weiteren schreibt Carr von der kleinen und der großen Bestie. Die kleine Bestie sitzt im Kopf und verlangt nach Nikotin und will die Sucht befriedigen. Sie lässt sich ständig neue Ausreden einfallen, um einen zum Rauchen zu bringen. Die große Bes-tie ist im Körper und verlangt physisch nach Nikotin. Diese kann man aber leicht zum Schweigen bringen und man erleidet auch keine körperlichen Entzugserscheinun-gen. Das spielt sich alles nur im Kopf ab, die Gedanken kreisen ständig um die nächste Zigarette.
Um aufzuhören sollte man also nur zwei Dinge tun: Die Entscheidung treffen, nie wieder zu rauchen und deswegen kein Trübsal zu blasen, sondern sich zu freuen.
Meine Erfahrung
Ich habe das Buch praktisch verschlungen. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Ich fand es spannend und interessant zugleich. Was einen aber am meisten am Lesen erhält, ist die Frage, wie geht das denn jetzt, wann schreibt er denn darüber? Im Prinzip wartet man die ganze Zeit darauf, dabei wird das so gar nicht beantwortet. Man könnte sagen, der Weg ist das Ziel. Als ich das begriff, habe ich mit einer ganz anderen Einstellung weiter gelesen. Ich fand seine Erklärungen einleuchtend und total nachvollziehbar. Manchmal hatte ich nur Schwierigkeiten, diese auf mich zu be-ziehen. Das liegt wohl daran, dass die Angst und Panik vor dem Aufhören im Hinter-kopf am Rumoren waren. Es ist unglaublich, aber ich habe mich gefreut, aufzuhören. Ich habe mich gefreut, meine letzte Zigarette zu rauchen. Ich habe mich gefreut, nicht mehr nach Rauch zu stinken, mehr Geld zu haben, mehr Zeit und Freiheit und einfach wieder ich selbst zu sein. Um meine guten Vorsätze noch zu untermauern, habe ich mein Zimmer gestrichen, der Unterschied zwischen gelb und anschließend weiß war doch sehr groß. Jetzt erfreu ich mich der guten Luft in meinem Zimmer, meinen frischen Klamotten und den vielen anderen Vorteilen. Es gibt aber doch noch ein großes ABER. Meine kleine Bestie im Kopf ist sehr fies und hinterhältig. Ich muss nämlich gestehen, dass ich seit den offiziellen fast zwei Wochen Nichtraucher ab und zu eine geraucht habe. Hinterher habe ich mich immer tierisch geärgert. Es schmeckt doch einfach nicht, stinkt nur und das schlechte Gewissen plagt einen doch sehr.
Mein Fazit
Ganz ohne eigene Motivation geht es nicht. Das Buch ist kein Zaubermittel, ihr müsst zum Gelingen selbst beitragen. Aber ich kann es trotzdem jedem nur empfehlen. Versucht es, lest es, auch wenn ihr dann nicht aufhört. Vielleicht könnt ihr es weiter-empfehlen. Das Buch lässt einen vieles klarer sehen, was die Bestien in uns gerne vernebeln.
Bewerten / Kommentar schreiben