Citroen C5 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von Seneca_X1
Verzweiflungstat oder Geniestreich?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Citroën hat seit den traurigen Erfahrungen der 70er Jahre ein Imageproblem in Deutschland. War es damals der Rostteufel, der den an sich soliden und wertbeständigen Citroëns den Ruf verdorben hat, ist es heute die fehlende Innovationsfreude vergangener Zeiten. Autos wie den Traction Avant (\"Gangsterlimousine\") und die DS (jawohl, es heisst \"die\", denn \"la Déesse\" ist weiblich!) kennt noch heute jedes Kind - eine Tatsache, die sich bei Xsara oder Saxo wohl kaum wiederholen dürfte. Seitdem Peugeot das Ruder in der Hand hält, wird mehr Wert auf Gleichteilkonzept zwischen beiden Marken und Commodity bei Design und Ausstattung gelegt. Kein Wunder, dass der einst Citroën fahrende Arzt, Architekt oder Kunstprofessor längst bei anderen Marken wie Saab oder auch Lexus fündig geworden ist.
Der C5 ist zum Erfolg verdammt und soll die Wende im Segment der oberen Mittelklasse bringen. Ein traditionsreicher Name setzt den Anfang für eine Umstellung der Produktpalette auf Kürzel ähnlich wie bei Audi. In den 30er Jahren fuhren bereits Citroëns mit den Bezeichnungen C4 und C6. Neben dem C5 wird in einiger Zeit der C6 lanciert, der in der Oberklasse oberhalb des Peugeot 607 positioniert sein wird.
Der C5 steht auf der Konzernplattform 3, die später für den Nachfolger des 406 und auch für den C6 genutzt werden wird.
Die Technik des C5 bietet einige Überraschungen für den \"konventionellen\" Autofahrer, die allerdings kein so krasses Umdenken mehr erfordern, wie es die Einführung der Hydropneumatik in der DS 1955 mit sich gebracht hat. Eine Hydraktivfederung der dritten Generation liefert den Unterbau für ein Hochleistungsfahrwerk, das Features wie progressives Anheben und Absenken des Fahrzeugniveaus abhängig von der Fahrgeschwindigkeit und dem Strassenzustand erlaubt. Die Hydraulikpumpe wird erstmals in Serie elektrisch angetrieben und ist somit im Gegensatz zu den bisherigen Pumpen auch bei ausgeschaltetem Motor funktionsfähig. Das Bremssystem wird konventionell betrieben und nicht mehr über die Zentralhydraulik, was in gewisser Weise einen Rückschritt darstellt. Eine zusätzliche Revolution wird das Dynalto-System auslösen, wenn es denn endlich lieferbar ist, denn neben einem 42Volt-Bordsystem erlaubt es durch die Verbindung von Anlasser und Lichtmaschine ein direktes Abschalten und Anlassen des Motors automatisch gesteuert beispielsweise bei einem Ampelstopp. Wird das Gaspedal betätigt, startet der Motor innerhalb von 0,2 Sekunden. Eine elektrische Anfahrunterstützung ist ebenso geplant wie elektrisches Bremsen und Lenken. Lassen wir uns überraschen!
Die Motoren werden allesamt mit Direkteinspritzung angeboten, sowohl die Diesel wie auch die Benziner. Die Motorenpalette reicht dabei vom 109 PS Turbodiesel bis zum aus dem Peugeot 607 bekannten 3-Liter V6. Die Russpartikelfiltertechnik der Dieselmotoren ist absolut führend in der Motorenwelt - kein anderer Anbieter verfolgt bislang in Serie diesen Weg der Schadstoffreduktion.
Die Optik des C5 orientiert sich am aktuellen Geschmack, verzichtet aber leider vollständig auf Extravaganzen und eindeutige Unterscheidungsmerkmale zum Wettbewerb. Keine halb verdeckten Hinterräder, keine mitlenkenden Scheinwerfer, nicht einmal mehr ein richtiges Schrägheck wie sonst üblich. In der Tat wirkt das Heck des C5 sehr konventionell, verfügt aber über eine grosse Heckklappe - ohne Heckwischer...
Das Konzept des C5 ist also durchaus marktgängig, die von Unwissenden immer als anfällig bezeichnete Hydropneumatik ist im wirklichen Leben absolut problemlos und nahezu wartungsfrei (5 Jahre/200.000km!). Die Motoren sind auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung und die Ausstattung enthält von Anfang an alle verfügbaren Sicherheitsfeatures. Einziges Problem des C5 dürfte der deutsche Durchschnittskunde sein, der trotz höherem Preis zu deutschen Produkten greift, die sich aber in der jüngsten Vergangenheit durchaus nicht als mustergültig herausgestellt haben (siehe VW Passat - Qualitätsprobleme bei Opel - Qualitätsprobleme bei Mercedes Benz (Elektronik!)). Wenn Citroën es dieses Mal endlich schafft, nicht Claudia Schiffer, sondern das Produkt in den Mittelpunkt der Werbekampagne zu rücken, könnte der C5 ein kommerzieller Erfolg werden - wir werden es sehen!
Das Fahrerlebnis im C5 mit dem \"grossen\" HDI-Motor gerät wenig spektakulär. Der Komfort ist im Vergleich zum Xantia deutlich besser, die Federung reagiert wieder mit einer Geschmeidigkeit, wie ich sie seit CX-Zeiten nicht mehr erlebt habe. Alle Bedienelemente befinden sich dort, wo sie Otto Normalverbraucher erwartet, die Citroën-typischen Schalter für das HP-Fahrwerk sind selbsterklärend. Der Antritt des Diesels ist bemerkenswert kräftig, dabei aber ruhig und gesittet. Die Motorgeräusche werden fast immer vom Fahrtwind oder den Abrollgeräuschen übertönt. Der Durchschnittsverbrauch lag um 7,5 Liter auf 100km - zu viel im Vergleich zu den VW TDi´s, doch gemessen am Geräuschkomfort in Ordnung!
Wenig gefallen haben mir die Sitze mit ihrer noch immer zu weichen Auslegung. Rückenschmerzen sind somit nicht auszuschliessen, wenn die Fahrt mal länger als 300km dauert. Seit meinen seligen BX-Modellen habe ich nicht annähernd so gut in einem neueren Citroën gesessen - hier sind noch einige Schulaufgaben zu erledigen!
Der C5 ist für mich derzeit keine Alternative, da zu viele Kleinigkeiten stören. Die grösste Kleinigkeit ist der nach wie vor zu hohe Wertverlust - ich kann und will mir derartige Geldvernichtung nicht antun!
Der C5 ist zum Erfolg verdammt und soll die Wende im Segment der oberen Mittelklasse bringen. Ein traditionsreicher Name setzt den Anfang für eine Umstellung der Produktpalette auf Kürzel ähnlich wie bei Audi. In den 30er Jahren fuhren bereits Citroëns mit den Bezeichnungen C4 und C6. Neben dem C5 wird in einiger Zeit der C6 lanciert, der in der Oberklasse oberhalb des Peugeot 607 positioniert sein wird.
Der C5 steht auf der Konzernplattform 3, die später für den Nachfolger des 406 und auch für den C6 genutzt werden wird.
Die Technik des C5 bietet einige Überraschungen für den \"konventionellen\" Autofahrer, die allerdings kein so krasses Umdenken mehr erfordern, wie es die Einführung der Hydropneumatik in der DS 1955 mit sich gebracht hat. Eine Hydraktivfederung der dritten Generation liefert den Unterbau für ein Hochleistungsfahrwerk, das Features wie progressives Anheben und Absenken des Fahrzeugniveaus abhängig von der Fahrgeschwindigkeit und dem Strassenzustand erlaubt. Die Hydraulikpumpe wird erstmals in Serie elektrisch angetrieben und ist somit im Gegensatz zu den bisherigen Pumpen auch bei ausgeschaltetem Motor funktionsfähig. Das Bremssystem wird konventionell betrieben und nicht mehr über die Zentralhydraulik, was in gewisser Weise einen Rückschritt darstellt. Eine zusätzliche Revolution wird das Dynalto-System auslösen, wenn es denn endlich lieferbar ist, denn neben einem 42Volt-Bordsystem erlaubt es durch die Verbindung von Anlasser und Lichtmaschine ein direktes Abschalten und Anlassen des Motors automatisch gesteuert beispielsweise bei einem Ampelstopp. Wird das Gaspedal betätigt, startet der Motor innerhalb von 0,2 Sekunden. Eine elektrische Anfahrunterstützung ist ebenso geplant wie elektrisches Bremsen und Lenken. Lassen wir uns überraschen!
Die Motoren werden allesamt mit Direkteinspritzung angeboten, sowohl die Diesel wie auch die Benziner. Die Motorenpalette reicht dabei vom 109 PS Turbodiesel bis zum aus dem Peugeot 607 bekannten 3-Liter V6. Die Russpartikelfiltertechnik der Dieselmotoren ist absolut führend in der Motorenwelt - kein anderer Anbieter verfolgt bislang in Serie diesen Weg der Schadstoffreduktion.
Die Optik des C5 orientiert sich am aktuellen Geschmack, verzichtet aber leider vollständig auf Extravaganzen und eindeutige Unterscheidungsmerkmale zum Wettbewerb. Keine halb verdeckten Hinterräder, keine mitlenkenden Scheinwerfer, nicht einmal mehr ein richtiges Schrägheck wie sonst üblich. In der Tat wirkt das Heck des C5 sehr konventionell, verfügt aber über eine grosse Heckklappe - ohne Heckwischer...
Das Konzept des C5 ist also durchaus marktgängig, die von Unwissenden immer als anfällig bezeichnete Hydropneumatik ist im wirklichen Leben absolut problemlos und nahezu wartungsfrei (5 Jahre/200.000km!). Die Motoren sind auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung und die Ausstattung enthält von Anfang an alle verfügbaren Sicherheitsfeatures. Einziges Problem des C5 dürfte der deutsche Durchschnittskunde sein, der trotz höherem Preis zu deutschen Produkten greift, die sich aber in der jüngsten Vergangenheit durchaus nicht als mustergültig herausgestellt haben (siehe VW Passat - Qualitätsprobleme bei Opel - Qualitätsprobleme bei Mercedes Benz (Elektronik!)). Wenn Citroën es dieses Mal endlich schafft, nicht Claudia Schiffer, sondern das Produkt in den Mittelpunkt der Werbekampagne zu rücken, könnte der C5 ein kommerzieller Erfolg werden - wir werden es sehen!
Das Fahrerlebnis im C5 mit dem \"grossen\" HDI-Motor gerät wenig spektakulär. Der Komfort ist im Vergleich zum Xantia deutlich besser, die Federung reagiert wieder mit einer Geschmeidigkeit, wie ich sie seit CX-Zeiten nicht mehr erlebt habe. Alle Bedienelemente befinden sich dort, wo sie Otto Normalverbraucher erwartet, die Citroën-typischen Schalter für das HP-Fahrwerk sind selbsterklärend. Der Antritt des Diesels ist bemerkenswert kräftig, dabei aber ruhig und gesittet. Die Motorgeräusche werden fast immer vom Fahrtwind oder den Abrollgeräuschen übertönt. Der Durchschnittsverbrauch lag um 7,5 Liter auf 100km - zu viel im Vergleich zu den VW TDi´s, doch gemessen am Geräuschkomfort in Ordnung!
Wenig gefallen haben mir die Sitze mit ihrer noch immer zu weichen Auslegung. Rückenschmerzen sind somit nicht auszuschliessen, wenn die Fahrt mal länger als 300km dauert. Seit meinen seligen BX-Modellen habe ich nicht annähernd so gut in einem neueren Citroën gesessen - hier sind noch einige Schulaufgaben zu erledigen!
Der C5 ist für mich derzeit keine Alternative, da zu viele Kleinigkeiten stören. Die grösste Kleinigkeit ist der nach wie vor zu hohe Wertverlust - ich kann und will mir derartige Geldvernichtung nicht antun!
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