Deutsche Post AG Testbericht

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Erfahrungsbericht von altkuh

Und immer wieder Ärger mit der Post

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Wer meinen Bericht über die Deutsche Post - Paketdienst gelesen hat, der kennt ja schon meine Erfahrungen mit dem Kundenservice der Post (übrigens warte ich bis heute auf eine Antwort...). Jetzt habe ich ein neues Problem mit dem Kundenservice, und den empfinde ich geradezu als Frechheit.....

Mein Mann ist neben seinem ohnehin zeitraubenden Job auch noch der Bürgermeister unserer Gemeinde. Dies ist von Land zu Land unterschiedlich geregelt- bei uns in Rheinland-Pfalz ist das wirklich als Bürgermeister mit allen Entscheidungen und Verantwortungen zu verstehen und dementsprechend raubt dieses Ehrenamt auch sehr viel Zeit (für alle Politikverdrossenen vorweg: nein, man \"verdient\" nichts dabei, bekommt nur eine Aufwandsentschädigung und nein, man erwirbt auch keine Pensionsansprüche...)

Soweit zur Vorgeschichte....da man also nur einmal pro Woche zur Bürgersprechstunde ins Rathaus geht und den rest von zu Hause erledigt, ist das Rathaus den rest der Woche verwaist.....die Briefzustellerinnen kennen dies und in allen Orten ist es so üblich, dass die die Gemeinde betreffende Post beim Ortsgbürgermeister privat eingeworfen wird.

Das war so bis letzte Woche und es lief auch immer problemlos. Am Freitag teilte mir die sehr nette Kollegin mit, dass sie dies in Zukunft leider nicht mehr so handhaben könne. Sie und die anderen würden jetzt ganu observiert, dass solche \"Gefälligkeiten unter der Hand\" nicht mehr stattfänden und sie bekäme größere Schwierigkeiten, wenn sie das noch so machen würde.

Soweit so gut, viele werden jetzt sagen \"na ja, dann geht man eben einmal am Tag ins Rathaus, die Sachen holen\". Hört sich ja auch nicht nach viel Arbeit an. wer aber das Ausmass der Arbeit eines solchen Ehrenamtes erkennen kann, der weiß sehr wohl, dass es eben zusätzliche Arbeit ist , die ja eigentlich nicht sein müßte. Und dann: was ist mit Einschreibebriefen oder Paketen, bei denen der Zusteller im Rathaus ja immer vor verschlossenen Türen stehen wird. Wann und wo soll man diese entgegennehmen? Mein Mann jedenfalls könnte das nur am Samstag tun, bis dahin vergehen aber unter Umständen wertvolle Tage und Dinge blieben unerledigt.

Na gut, die Post ist ja nicht so, man wolle den Service ja erbringen , aber eben nicht unter der Hand sondern ganz offiziell bekommt man mitgeteilt. Ergo soll man einen Nachsendeantrag stellen ( mindestens ein mal pro Jahr..) und dannwäre der Sache ja Genüge getan.

Ok, ich finde es zwar \"affig\", einen Nachsendeantrag zu stellen, um dann für den Zusteller und mich den gleichen Effekt wie jahrelang gewohnt zu erzielen, aber bitte, man fügt sich ja!

Ich also am Dienstag auf die Post gegangen und angefangen, mit der Postmitarbeiterin den Vordruck am PC auszufüllen .....dann kam die Frage, für 6 Monate oder für ein Jahr? Na ja ein mal im Jahr reicht ja. klar, sagt sie, dann kostet es auch nur 49,80. Huch, wie bitte, frage ich 49,80? Sie wollen mir soch nicht sagen, dass die Gemeinde jetzt pro Jahr 49,80 für die Zustellung der Post an den Bürgermeister zahlen soll?
Oh doch, genau das steckt also hinter der neuen Dienstanweisung!
Da schimpft jeder auf die Politik und die Steuern, aber im Hintergrund sind es genau solche Sachen, die auf die Allgemeinheit umgelegt werden und die Politiker bekommen dann wieder den schwarzen Peter zugeschoben.
Der Betrag mag klein sein, aber genauso summieren sich die Ausgaben vieler kleiner Gemeinden.
Und gerade die kleinen Gemeinden passen auch sehr genau auf ihre Ausgaben auf. Ich habe den Nachsendeauftrag nicht gestellt, sondern werde eine andere Lösung suchen, aber ich empfinde dieses Gebaren der Post als unmöglich.

Der Lösungsvorschlag meiner örtlichen Postagentur wäre übrigens ein Postfach....das bräuchte man nur einmal bezahlen. Ob ich dann aber einmal pro Tag zur Post oder aufs Rathaus latschen muss, macht für mich wenig Unterschied und löst die Sache mit den Einschreiben auch nicht....

Monopolisten sind einfach ein Graus in Bezug auf Kundenservice.

So, jetzt habe ich mir Luft gemacht und es grüßt Euch herzlichst Eure Altkuh

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