Die Sims (PC Simulationsspiel) Testbericht

Die-sims-pc-simulationsspiel
ab 27,23
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(64)
4 Sterne
(29)
3 Sterne
(5)
2 Sterne
(4)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Laura1984

Familienplanung und Hausbau - Die Sims

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auf die Sims war ich ganz gespannt, weil ich im Vorfeld schon viel positives über das Spiel gelesen und auch gehört hatte. Also kaufte ich mir das Spiel auch kurz nach seinem Erscheinungstermin und – ich war schlichtweg begeistert. Ein super gutes Spiel, was sicherlich keine Langeweile hervorruft. Gute Grafik, viele Spielvarianten, kurz: ein sehr empfehlenswertes Spiel.

Installation und Spielstart:
Die Installation ist sehr einfach und benutzerfreundlich gestaltet. Einfach die CD einlegen, Zielverzeichnis raussuchen und starten. Nachteil: Wenn man die Sims auf dem Computer installiert braucht man für den Anfang wenigsten 300 MB freien Festplattenspeicher. Im Laufe des Spieles steigt diese Größe allerdings noch um einiges an (z.B. durch das Abspeichern eines Spielstandes).
Nach der Installation muss man sich dann noch entscheiden, ob man das Spiel in 800x600 oder in 1024x768 Auflösung spielen möchte. Dann kann es auch schon losgehen. Der Bildschirm zeigt eine Karte an, auf der sechs Häuser stehen. Man kann sich hier zwischen vier dieser Häuser entscheiden, ob man in diesem spielen möchte (die anderen kann man erst nach gewisser Zeit beziehen). Über einem dieser Häuser dreht sich ein Pfeil. Dies ist das Tutorial Haus. Es eignet sich besonders für Spieler, die „Die Sims“ zum allerersten mal spielen. Hier ist schon eine Familie vorgefertigt und es wird einem, durch die Quicktips, die Spielsteuerung sehr gut verdeutlicht.
Außerdem kann man auf dieser Übersichtskarte auch noch vier leere Grundstücke beziehen, und ein Haus von Grund auf bauen. Eignet sich aber keinesfalls für die ersten Spielstunden. Auch ist am oberen Bildschirmrand ein Button, auf dem man seine eigene, persönliche Sims – Familie erstellen kann. Man kann sie benennen, die Körper wählen, ihre Eigenschaften und Charakterzüge festlegen und ihnen ihre eigene , kleine Biographie schreiben. Kennt man sich erst ein wenig mit der ganzen Steuerung aus, kann dies einen riesen Spaß bereiten.
Es gibt also insgesamt zehn Grundstücke, die nach und nach bebaut und bezogen werden können. Man baut sich daher nicht nur seine eigene Familie auf, sondern erstellt gleich eine ganze Nachbarschaft.

Ziel des Spieles:
Ein „richtiges“ Spiel - Ziel gibt es bei den Sims nicht. Man erschafft sich eine oder eben mehrere Familien und versucht mit ihnen Erfolg zu haben oder eine Familie zu Gründen. Enden tut dies Spiel allerdings nicht, so wie man es bei fast allen Spielen gewohnt ist. Daher sorgt es anfangs auch für großen Spielspaß, jedoch irgendwann (ist bei mir jedoch noch nicht eingetroffen), kann ich mir vorstellen, daß es vielleicht ein wenig fade werden kann, da man nach ewiger Zeit alle Karriereleitern seiner Sims durch hat und auch neue Möbel nicht mehr in sein Haus integrieren kann.

Spielinhalte:
Zu Beginn muss man sich (wenn man nicht das Turtorial spielen möchte) erst mal entscheiden, ob man sein Sims – Haus selber bauen möchte oder ob man ein Fertiges Haus bezieht. Es macht zwar riesen Spaß ein Haus selber zu bauen, doch gerade am Anfang ist die Steuerung noch sehr unübersichtlich. Daher empfehle ich ein schon fertig, erbautes Heim zum spielen.
Auch seine Sims – Familie kann man sich selber erstellen oder eine schon erstellte nehmen. In einem Haus können bis zu acht Personen leben, jedoch wage ich zu bezweifeln, dass man damit gut klar kommt. Mir reichen immer vier bis fünf, weil ich mit denen schon genug zu tun habe (Essen machen, aufräumen,...). Zwar kann man im Spielmenü einstellen, dass die Sims einen freien Willen haben, das heißt sie sollen sich selber versorgen, aber das funktioniert nie so richtig.
Hat man sich für alles entschieden, so kann man seine Sims – Familie in das gewählte Haus einziehen lassen. Die erste (und wohl auch wichtigste) Tat, die man mit den Sims unternehmen muss ist: Zeitung lesen und nach einem Job suchen. Die erwachsenen Sims brauchen unbedingt Arbeit, da ja sonst kein Geld ins Haus kommt. Die Sims Kinder hingegen werden jeden Tag mit dem Schulbus abgeholt und da ja Schulpflicht besteht, braucht man die Kinder auch nicht erst anzumelden, sondern der Bus kommt einfach so.
Dann sollte man sich einmal die Bedürfnisse seiner Sims ansehen, ob sie vielleicht Hunger haben, Komfort brauchen, Spaß wollen, genug Energie haben, zur Toilette müssen, sie genug Sozialleben haben oder ob ihnen ihr Umfeld gefällt. Diese acht Bedürfnisse sind bei jedem Sim das A und O auf das man die ganze Zeit ein Auge halten muss. Sind sie mit allem gut versorgt, so sieht man bei dem jeweiligen Bedarf einen grünen Balken, der sich aber ins rot umfärbt, sobald der Bedarf nicht mehr ausreichend vorhanden ist.
Mangelt es an einem dieser Bedürfnisse, so sollte man sie schleunigst erfüllen. Die Sims können einem zwar nicht davon rennen oder einfach so sterben, aber trotzdem sollte man dies nicht machen, da die Sims dann in ihrem Job nicht mehr befördert werden und sie wenig Geld verdienen. Wie man Hunger und Harndrang befriedigt, sollte wohl jedem bekannt sein. Das soziale Leben kann man seinen Sims erfüllen, wenn man den Sim mit den Familienmitgliedern sprechen läßt (oder ähnliches) oder wenn man seinen Bekanntenkreis aus der Nachbarschaft anruft. Daher ist das Telefon auch ein wichtiger Bestandteil des Spieles. Aber um andere Sims anzurufen zu können, muss man sie zuvor kennen lernen. Dies ist aber nicht so schwer, da andere Sims öfters vor dem Haus her laufen oder sie auch schon mal andere Bekannte zu einem Treffen mitbringen. Spaß kann man auch mit anderen Sims erzeugen oder man läßt den Sim z.B. Computer spielen, Fernsehen oder Basketball spielen. Energie kann man auftanken wenn man den Sim schlafen (funktioniert nur in einem Bett) oder auf einer Couch ein Nickerchen machen läßt. Den Komfort kann man durch viele Sachen erzeugen. Zum einen durch ein gutes Bett oder durch z.B. einen guten Sessel, Couch oder eine Bank. Bei allen Einrichtungsgegenständen, die man mit der Zeit alle kauft, sollte man schon auf den Preis achten. Denn je höher der Preis, desto höher ist z.B. der Komfort oder Spaßfaktor, d.h. die Sims müssen nicht mehr so lange ein Nickerchen machen um Komfort oder Energie zu bekommen und man sie dafür noch zusätzlich z.B. spielen lassen. Denn eins ist ziemlich blöd: der Tag geht schnell um und man schafft es meist gar nicht alle Bedürfnisse komplett auf einander abzustimmen. Irgend etwas fehlt immer, der Sim ist unglücklich, muss aber schon wieder schlafen und am darauffolgenden Tag zur Arbeit. Und ein unglücklicher Sim wird nicht befördert.
Aber nicht nur seine Bedürfnisse müssen für eine Beförderung befriedigt werden. Auch besitzt der Sim zu Anfang noch keine großen Fähigkeiten und Talente (Mechanik, Kochen, Charisma, Körper, Logik und Kreativität). Um diese zu bekommen, muss der Sim z.B. Bücher lesen (Kochen oder Mechanik), Krafttraining machen (Körper), eine rede üben (Charisma), Schach spielen (Logik) oder ein Bild malen (Kreativität). Beachtet man all diese Punkte, dann wird der Sim z.B. ein Hollywood Schauspieler oder Gangster Boss.
Man kann in seiner Familie auch Kinder bekommen, was (wie ich finde) ziemlich anstrengend ist. Die ersten drei Tage ist das Kind noch ein Baby und es muss rund um die Uhr ein erwachsener Sims zur Stelle sein, denn das Baby muss versorgt werden. Nach diesen drei Tagen entwickelt sich das Baby aber zu einem normalen Sim Kind. Man kann entweder die Kinder selber bekommen oder welche adoptieren. Es gibt in dem Spiel zehn verschiedene Karriereleitern, die dein Sim alle durchlaufen kann. Auch ansonsten geht es bei den Sims zu wie im richtigen Leben: viel Arbeit, Liebe, Eifersucht, Hobby und Freundschaften – alles ist dabei.
Das Haus kann man sich mit einer Menge an verschiedenen Einrichtungsgegenständen verschönern. Es gibt verschiedene Betten, Tische, Stühle usw. in verschiedenen Farben, Arten und Preisklassen. Auch Tapeten und Fußbodenbeläge sind en masse vorhanden.

Spielsteuerung:
Die Spielsteuerung ist zu Anfangs ziemlich unübersichtlich, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Am unteren Bildschirmrand ist eine breite Leiste, in der man sich alle Informationen seiner Sims holen kann und in der sich auch das Baumenü befindet. Jeden Sims kann man sich einzeln anschauen, wo die Informationen dann in der Mitte der Leiste gezeigt werden. Das Baumenü ist in zwei Teile unterteilt: einmal in den Teil rund um den Haus- und Gartenbau und zum anderen in den Teil rund um die Inneneinrichtung. Sehr viele Funktionen bietet die Spielsteuerung, aber dank des Tutorials sind sie einigermaßen schnell zu lernen.

Systemanforderungen:
Win 95/98
Pentium 233 MHz
32 MB RAM
300 MB freier Festplattenspeicher
4fach CD-ROM
2 MB Grafikkarte

Fazit:
Meiner Meinung nach ist „Die Sims“ eines der besten Spiele aus dem vergangenen Jahr, zudem es auch mal eine ganz andere Art eines Spieles ist. Es macht irrsinnigen Spaß seine Sims zu einer steilen Karriere zu verhelfen oder auch einfach nur ein Haus zu bauen und es einzurichten. Die Grafik sieht gut aus, es gibt drei Verschiedene Zoom Stufen, damit man zum einen Überblick über das gesamte Haus bekommt und zum anderen seine Sims von ganz nah begutachten kann. Ich kann das Spiel wirklich jedem empfehlen, denn meiner Meinung nach gibt es keinerlei erwähnenswerte Nachteile. Probiert es einfach mal selber aus.

Tip:
Wem seine Einrichtungsgegenstände zu wenig sind, kann sich auf verschiedenen Internet Seiten zusätzliche Möbel, Tapeten oder Böden herunterladen. Eine wirklich sehr empfehlenswerte Seite ist hierfür: www.sim-planet.de . Auch gibt es auf dieser Seite noch eine lange Linkliste, die auch auf andere gute Seiten im Internet verweist.

19 Bewertungen