Dr. Oetker Ristorante Pasta Testbericht
Erfahrungsbericht von scherpe
Das fade Ergebnis einer guten Idee
Pro:
Idee
Kontra:
Geschmack
Empfehlung:
Nein
Wieder beim Italiener gesessen und nicht gewusst, ob Pizza oder Pasta? Das Problem wollte Dr. Oetker wohl lösen mit „Ristorante Pizza Pasta“. Nicht ganz gelungen wie ich meine…
Das Ding sah so absurd aus, dass ich’s kaufen musste. Nudeln auf einer Pizza? So kleine ringlige? Suggestiv angerichtet mir einem Glas Weißwein (warum nicht rot?). Hmm.
(Böswillige Beobachter würden die optische Verwandtschaft zu Maden auf Pizza hervorheben)
Ich war skeptisch. Und beeindruckt von der Vielzahl der Sprachen, die mich zum Backen der Pizza anleiten: 9 Sprachen. Die Schweiz bekam politisch korrekt gleich drei Sprachen zugeordnet. In allen Sprachen muss man dass Ding aber einfach in den Ofen hauen und hoffen, dass man nicht vergisst, es rechtzeitig wieder herauszuholen. Die angegebenen 14-16 Minuten sind wohl bestenfalls ein Richtwert. Jeder Ofen ist anders. Meiner nicht. Nach exakt 15 Minuten habe ich das Prachtstück auf dem Teller. Sieht fast so aus wie auf dem Cover. Nur die Kräuter scheinen zu fehlen…
Und der erhoffte Geschmack? Ganz gefällig, aber nichts Besonderes. Gelegentlich lässt sich ahnen, was gemeint ist. Dann, wenn man auf ein verstecktes Soßen-Geheimdepot stößt. Aber nur dann. Ansonsten schmeckt’s eben wie Nudeln auf Pizza. Nicht mehr, nicht weniger. Ein Schelm, wer anderes erwartet hätte. Unspektakulär. Vielleicht begeistert es ja Kinder. Mich nicht. Pizzateig ist aber wie stets bei Ristorante tatsächlich dünn und knusprig. Immerhin.
Was gibt denn der Inhalt her? 410 g. Netto. Mit Weizenmehl, „Gabelspaghetti“ (Codewort für ganz, ganz kurze Spaghetti, die mir zumindest immer von der Gabel springen), Tomatenpamps, Käse (angeblich Mozzarella und Edamer – hab’ ich nicht gemerkt!), Tomatengewürzketchup (Hä? Das passt doch weder zu Pizza noch zu Pasta?), Spinat (habe ich vergeblich gesucht), Margarine, jodiertes Speisesalz (am Salz wird nicht gespart), Hefe, Zucker, Basilikum (????Wo denn?), modifizierte Stärke (was das ist, habe ich noch nie verstanden), Worcestersauce (sprich: Wostersoße, wohl für die Geschmacksinseln der Glücksseligkeit verantwortlich), Oregano, Zitronensaft, Gewürzaromazubereitung, Säuerungsmittel, Cayennepfeffer (aber allenfalls eine klitzekleine Prise…). Ordentliche Menge an Zutaten. Klingt doch eigentlich nach lange Produktentwicklungsphase.
Was hat sich Dr. Oetker bei diesem Produkt gedacht? Die Idee ist grandios, die Ausführung bescheiden. Da hätten die Probeesser besser noch ein paar Stunden im Labor verbracht… Das ganze Ensemble, dass sich aus so vielen Zutaten zusammensetzt, ist doch etwas fad. Gut, mit ist klar, dass auf den Mainstream-Geschmack Rücksicht zu nehmen ist und deshalb keine extremen Würzungen möglich sind. Aber Würzungen wenigstens. Mein Gaumen ist dezidiert nordeuropäisch. Bei indischem oder thailändischem Essen (das ich übrigens trotzdem schätze) speie ich Feuer und lösche mit Lassi, Reis und Brot. Meine Geschmacksknospen sind also noch Mainstream. Und trotzdem von Pizza Pasta gelangweilt. Ich hatte sogar das für mich untypische Bedürfnis, wenigstens nachzusalzen…
Also, www.oetker.de, Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, 33547 Bielefeld, da hilft nur nachbessern. Oder wollen wir etwa die alten Vorurteile bestätigen, dass alles, was aus Westfalen kommt, fade ist??
Das Ding sah so absurd aus, dass ich’s kaufen musste. Nudeln auf einer Pizza? So kleine ringlige? Suggestiv angerichtet mir einem Glas Weißwein (warum nicht rot?). Hmm.
(Böswillige Beobachter würden die optische Verwandtschaft zu Maden auf Pizza hervorheben)
Ich war skeptisch. Und beeindruckt von der Vielzahl der Sprachen, die mich zum Backen der Pizza anleiten: 9 Sprachen. Die Schweiz bekam politisch korrekt gleich drei Sprachen zugeordnet. In allen Sprachen muss man dass Ding aber einfach in den Ofen hauen und hoffen, dass man nicht vergisst, es rechtzeitig wieder herauszuholen. Die angegebenen 14-16 Minuten sind wohl bestenfalls ein Richtwert. Jeder Ofen ist anders. Meiner nicht. Nach exakt 15 Minuten habe ich das Prachtstück auf dem Teller. Sieht fast so aus wie auf dem Cover. Nur die Kräuter scheinen zu fehlen…
Und der erhoffte Geschmack? Ganz gefällig, aber nichts Besonderes. Gelegentlich lässt sich ahnen, was gemeint ist. Dann, wenn man auf ein verstecktes Soßen-Geheimdepot stößt. Aber nur dann. Ansonsten schmeckt’s eben wie Nudeln auf Pizza. Nicht mehr, nicht weniger. Ein Schelm, wer anderes erwartet hätte. Unspektakulär. Vielleicht begeistert es ja Kinder. Mich nicht. Pizzateig ist aber wie stets bei Ristorante tatsächlich dünn und knusprig. Immerhin.
Was gibt denn der Inhalt her? 410 g. Netto. Mit Weizenmehl, „Gabelspaghetti“ (Codewort für ganz, ganz kurze Spaghetti, die mir zumindest immer von der Gabel springen), Tomatenpamps, Käse (angeblich Mozzarella und Edamer – hab’ ich nicht gemerkt!), Tomatengewürzketchup (Hä? Das passt doch weder zu Pizza noch zu Pasta?), Spinat (habe ich vergeblich gesucht), Margarine, jodiertes Speisesalz (am Salz wird nicht gespart), Hefe, Zucker, Basilikum (????Wo denn?), modifizierte Stärke (was das ist, habe ich noch nie verstanden), Worcestersauce (sprich: Wostersoße, wohl für die Geschmacksinseln der Glücksseligkeit verantwortlich), Oregano, Zitronensaft, Gewürzaromazubereitung, Säuerungsmittel, Cayennepfeffer (aber allenfalls eine klitzekleine Prise…). Ordentliche Menge an Zutaten. Klingt doch eigentlich nach lange Produktentwicklungsphase.
Was hat sich Dr. Oetker bei diesem Produkt gedacht? Die Idee ist grandios, die Ausführung bescheiden. Da hätten die Probeesser besser noch ein paar Stunden im Labor verbracht… Das ganze Ensemble, dass sich aus so vielen Zutaten zusammensetzt, ist doch etwas fad. Gut, mit ist klar, dass auf den Mainstream-Geschmack Rücksicht zu nehmen ist und deshalb keine extremen Würzungen möglich sind. Aber Würzungen wenigstens. Mein Gaumen ist dezidiert nordeuropäisch. Bei indischem oder thailändischem Essen (das ich übrigens trotzdem schätze) speie ich Feuer und lösche mit Lassi, Reis und Brot. Meine Geschmacksknospen sind also noch Mainstream. Und trotzdem von Pizza Pasta gelangweilt. Ich hatte sogar das für mich untypische Bedürfnis, wenigstens nachzusalzen…
Also, www.oetker.de, Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, 33547 Bielefeld, da hilft nur nachbessern. Oder wollen wir etwa die alten Vorurteile bestätigen, dass alles, was aus Westfalen kommt, fade ist??
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