Drei Nüsse für Aschenbrödel Testbericht

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  • Romantik:  sehr hoch
  • Humor:  sehr humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von Jakini

Die schönste Verfilmung des Märchens

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Seit wann kenne ich diesen Film:
================================

Schon als Kind habe ich diesen Film immer im Advent gesehen, somit gehört er für mich eigentlich zu Weihnachten dazu und wenn ich ihn sehe, dann verbreitet er bei mir Weihnachtsstimmung.
Doch natürlich kann man diesen Film über das Jahr sehen, abgesehen davon, daß er im Winter spielt, ist er vollkommen zeitlos. Produziert wurde der Film 1973, also in meiner Kindheit. Bis er dann aber im deutschen Fernsehen lief, vergingen noch einige Jahre, denn es handelt sich hier um eine Tschechische Verfilmung. Im Alter von ca. 10 Jahren habe ich den Film im Advent zum ersten Mal gesehen, und schon damals hat er mich einfach gefesselt. Somit schaue ich seit dem regelmäßig in das Fernsehprogramm, wann dieser Film zu Weihnachten gezeigt wird.

In den letzten Jahren wird er jedoch immer häufiger im Spätprogramm gezeigt, was das soll, kann ich leider nicht sagen, denn es ist im Grunde ein Kinderfilm, die dritten Programme zeigen aber genau diesen Film oft kurz vor Mitternacht. Somit haben wir vor Jahren den Film aufgenommen, damit wir ihn sehen können, wann wir es wollen.

Aber keine Angst, auch auf KIKA wird der Film regelmäßig in der Vorweihnachtszeit gesendet. So haben Kinder auch die Chance diesen Film zu sehen.

Da unsere Videokassette inzwischen arg gelitten hat, werden wir uns nun wohl eine DVD von diesem Film zulegen.

Die Handlung:
=============

Hier gibt es die Geschichte um Aschenbrödel in etwas abgewandelter Form:

Auf einem Gut lebt Aschenbrödel mit ihrer Stiefmutter und der Stiefschwester Dora, von der Stiefmutter immer zärtlich Dorchen genannt.
Das Gut gehörte früher mal dem Vater von Aschenbrödel, doch dieser ist verstorben und die Stiefmutter hat alles geerbt. Aschenbrödel wird als Dienstmagd benutzt, sie muß putzen und Wäschewaschen.

Das einzige, was ihr noch aus der früheren Zeit, wo der Vater noch lebte, geblieben ist, ist ihr weißes Pferd Nikolaus, ihr Hund Kasperle und einige wenige Erinnerungen an die Mutter. Diese Erinnerungen wahrt sie in einer kleinen Schatzkiste auf, die von einer Eule bewacht wird. Regelmäßig versucht Aschenbrödel sich zu dem Baumhaus, in dem die Eule mit der Schatzkiste ist, zu kommen, um dort reinzusehen.

Dann ergibt es sich, daß der Prinz vermählt werden soll, der Vater erhofft sich davon, daß der Prinz vernünftiger wird. Denn dieser stihlt sich gerne in den Wald, wann immer er die Möglichkeit dazu hat, und mit seinen beiden Adjutanten tricks er den Lehrmeister, der die drei eigentlich unterrichten soll, aus.

So auch, als die Königsfamilie mit samt dem Gefolge den Hof von Aschenbrödel besucht. Alles wird besonders gewienert, und alle sind aufgeregt. Nur Aschenbrödel interessiert sich nicht für diesen Aufwand, sie nutzt die Zeit, um in den Wald zu gehen, dort fühlt sich frei und wohl.

Im Wald entdeckt sie den Prinzen, wie er gerade ein Reh erschießen will, mit Hilfe eines Schneeballs verhindert sie das.
Dies ist die erste Begegnung zwischen Aschenbrödel und dem Prinzen, der sie nun durch den Wald jagt. Hier zeigt Aschenbrödel schon einmal, wie flink uns wendig sie ist. Außerdem kann sie das wilde Pferd des Prinzen reiten, das sonst niemand zähmen kann.... .

Während dessen spricht der König am Gut eine Einladung zu einem Ball aus, der Prinz soll sich nun endlich vermählen, alle heiratsfähigen Damen aus dem Land werden geladen, zwischen ihnen soll der Prinz auf dem Ball nun wählen.

Der Kutscher wird in die Stadt geschickt, um die Einkäufe für die Ballkleider zu erledigen. Er sieht Aschenbrödel an und fragt sie, was er ihr denn mitbringen soll. Im Scherz bestellt sie natürlich die schönsten Stoffe, setzt dann aber traurig hinzu, daß er ihr ja doch nichts mitbringen darf. Also soll er ihr mitbringen, was ihm gerade vor die Nase fällt.

Auf der Rückfahrt schläft der Kutscher ein, die Pferde kennen ja den Weg. Der Prinz ist mal wieder im Wald und sieht dies. Also schießen sie ein Bund Haselnüsse aus einem Baum, die direkt auf der Nase des Kutschers landen. Tja, da hat der Kutscher sein Geschenk für Aschenbrödel, die diese drei Nüsse zu ihrer Schatzkiste bei der Eule bringt. Dabei fällt ausversehen eine Nuß herunter. Diese Platz auf und hervor kommt ein Jagdkostum.

Aschenbrödel geht mit diesem Kostüm in den Wald auf die Jagt, wo sich auch gerade der Prinz befindet, der eine Jagt veranstaltet. Der beste Jäger bekommt einen Ring. Aschenbrödel macht sich einen Scherz und schießt auf einen Vogel, den der Prinz nicht getroffen hat. Somit hat sie die Jagt gewonnen, doch schnell flüchtet sie wieder.

Der Ball nähert sich, Aschenbrödel würde gerne mit gehen. Ihre Mutter hatte ihr versprochen, sie würde Aschenbrödel ein wunderschönes Ballkleid mit Schleppe für ihren ersten Ball nähen und Nikolaus, ihr Pferd würde sie dort hin tragen. Doch daraus soll nichts werden, die Stiefmutter hat ihr aufgetragen, daß sie sie Erbsen aus der Aschen lesen muß, wenn sie damit fertig ist, dann dürfte sie auch auf den Ball gehen. Ein Kleid hat ihr die Stiefmutter natürlich auch nicht gekauft. So ziehen sie und ihr Dorchen dann von dannen, beide vollkommen überkandidelt mit widerlichen Hüten auf dem Kopf.

Aschenbrödel bekommt die gewohnt Hilfe von den Tauben, die für sie die Erbsen aus der Aschen suchen. So kann sie zu dem Baumhaus und die Eule besuchen traurig in ihrer Schatzkiste stöbern, und sich noch einmal daran erinnern, daß die Mutter ihr ja ein Ballkleid nähen wollte.... .

Die Eule ermuntert sie, eine der verbliebenen Nüsse auf den Boden zu werfen, Aschenbrödel zögert erst, denn sie traut sich nicht so recht, aber dann tut sie es doch. Dabei kommt ein wunderschönes Ballkleid heraus, so wie sie es eben noch beschrieben hatte. Schnell zieht sie dieses Ballkleid an, und wird unten schon mit Nikolaus erwartet, der fertig gesattelt ist, niemand weiß, wer Nikolaus gesattelt hat.

Währenddessen wird schon einmal etwas von dem Ball gezeigt. Die Damen werden vorgestellt, das "arme" Dorchen wird immer von einer korpulenten Dame beiseite gedrängelt, sogar als der Prinz bei der ersten Wahl mit geschlossenen Augen vor den Damen auf und ab geht, um eine auszuwählen, ihm gefallen sie nämlich alle nicht. Also will er die Wahl dem Zufall überlasen.

Aschenbrödel reitet durch den traumhaften Schnee zum Schloß, zögert dort noch eine Weile, aber ihr Nikolaus ermuntert sie dann, auf den Ball zu gehen. Alle Blicke sind auf Aschenbrödel gerichtet, niemand kennt sie.
Der Prinz will eigentlich gerade den Ball verlassen, da ihm keine der Damen so recht gefällt, was ich ehrlich gesagt sehr gut verstehen kann.
In der Tür begegnen die beiden sich, und Aschenbrödel, die inzwischen das Gesicht verschleiert trägt, rettet die Situation, im dem sie sich für den persönlichen Empfang bedankt.

Der Prinz ist zwar überrumpelt, aber er fordert Aschenbrödel zum Tanz auf, und verliebt sich in sie. Aschenbrödel ist offensichtlich schon länger in den Prinzen verliebt, möchte aber, daß er sie erkennt, denn immerhin sind die beiden sich schon im Wald begegnet. Da er dies nicht auf Aufhieb schafft, gibt sie ihm ein Rätsel auf:

Das Gesicht ist voll Asche, aber es ist nicht der Schornsteinfeger,

eine Feder am Hut, eine Armbrust in der Hand, aber es ist kein Jäger,

ein Ballkleid mit Schleppe, aber es ist keine Prinzessin.

Da der Prinz dieses Rätsel nicht lösen kann, flieht Aschenbrödel und verliert dabei, wie es sich für das Märchen gehört, ihren Schuh auf der Treppe. Der Prinz verfolgt sie, sieht sie auch auf das Gut einreiten und versucht, dort reinzukommen. Er weckt die Bediensteten, die ihn erst einmal auslachen.

Nun müssen alle Damen auf dem Gut antreten, um den Schuh zu probieren, der paßt natürlich keinem. Bis auffällt, daß Aschenbrödel den Schuh noch nicht getestet hat. Inzwischen sind die Stiefmutter und Dorchen nach Hause gekommen, haben inzwischen erkannt, daß Aschenbrödel die schöne Unbekannte auf dem Ball war und gehen auf ihr Zimmer, klauen das Ballkleid und fesseln sie. Schnell versucht die Stiefmutter mit Dorchen, die nun das Kleid von Aschenbrödel trägt, zu fliehen, natürlich so, daß der Prinz hinterher muß. Dorchen soll erst den Schuh anziehen und ihr Gesicht zeigen, doch sie weigert sich, klar, sie ist die Falsche. Sie fliehen in der Kutsche, der Prinz reitet hinterher, dabei gerät die Kutsche außer Kontrolle und fällt in einen Teich. Der Prinz zieht Dorchen heraus, sieht, daß es die Falsche ist und läßt sie zurückfallen. Er reitet zurück zum Gut, wo man inzwischen bemerkt hat, daß Aschenbrödel gefesselt war und nun fliehen konnte.

Sie ist zum Baumhaus geflohen, wo sie die letzte Nuß geöffnet hat, nun verläßt sie auf einmal die Eule, die den Prinzen zum Gut zurückholt.
In der letzten Nuß ist ein Brautkleid, das Aschenbrödel nun anzieht, und womit sie zum Gut reitet.

Nun erkennt der Prinz Aschenbrödel und kann ihre drei Fragen lösen. Glücklich reiten die beiden durch die romantische Schneelandschaft zum Schloß.

Normaler Weise erzähle ich nicht die gesamte Handlung. In diesem Falle habe ich es getan, da ich mir sicher bin, daß zum einen jeder die Geschichte von Aschenbrödel und somit das glückliche Ende kennt.
Da bei dieser Version es sich um eine veränderte Erzählung des Märchens handelt, auf die noch eingehen möchte, habe ich die gesamte Handlung aufgeführt.

Der Film:
=========

Wie schon gesagt, der Film selber ist recht alt. Doch in meinen Augen ist es einfach die schönste Verfilmung von Aschenbrödel, die es gibt.

Die Hauptdarsteller Libuse Safráncová und Pavel Trávnícek stahlen dabei die notwendige Sympathie aus. Auch in weiteren Tschechischen Märchenverfilmungen spielen die beiden gemeinsam und das mit Bravour. Besser Hauptdarsteller hätte man nicht finden können, die Rolle ist den beiden auf den Laib geschnitten.
Der Kutscher, ebenfalls eine der Hauptrollen, der er eine wichtige Person in Aschenbrödels Leben spielt und versucht, ihr irgendwie den Vater zu ersetzen, auf jeden Fall immer wieder zeigt, daß sie nicht wirklich alleine ist. Den Namen kenne ich leider nicht, aber der Schauspieler ist bekannt aus anderen schönen Tschechischen Märchenverfilmungen.
Die Stiefmutter ist ebenfalls passend ausgewählt, jedoch nicht ganz so böse, wie man sie in Zeichentrickfilmen kennt, aber ebenso hinterhältig, auch sie will ihre eigene Tochter mit dem Prinzen vermählen. Immerhin gestattet sie Aschenbrödel noch ein eigenes Leben, sie darf ausreiten und Nikolaus bleibt ihr Pferd.

Die Kulisse ist durch den Schnee schön romantisch getroffen, passend für dieses romantische Märchen. Da viel im Freien gedreht wurde, mußte hier nicht viel Aufwand betrieben werden. Lediglich das Gut und das Schloß mußten für die Dreharbeiten ausgewählt und eben von innen dargestellt werden.

Beeindruckend auch die Zusammenarbeit mit den Tieren. Besonders die Eule fasziniert mich immer wieder, ich hätte nie gedacht, daß eine Eule so für einen Film eingesetzt werden könnte, denn sie umkreist ja den Prinzen, um ihn zum Gut zurückzuholen.

Die Handlung gefällt mir in dieser Abwandlung besser, als in dem Grimmschen Märchen, alleine die Idee mit den Nüssen. Vorallem aber auch, daß Aschenbrödel und der Prinz sich schon vorab im Wald kennenlernen, nicht erst auf dem Ball. Überhaupt das Drumherum, das Gut, der Kutscher, all dies macht den Film so sympathisch.
Diese Form von Aschenbrödel stammt aus der Feder von Bozena Nemcova.

Begleitet wird der Film immer wieder von einer wunderschönen Melodie, die von Karel Svoboda geschrieben wurde. Hierbei handelt es sich um eine ruhige Melodie, die zum Träumen anregt, das sollten Märchen ja auch tun.

Mein Fazit:
===========

Diesen Film kann man meiner Meinung nach immer wieder sehen, er ist einfach wunderschön, und das nicht nur für Kinder. In die Vorweihnachtszeit gehört dieser Film einfach hinein, aber auch nun noch, wo es draußen noch grau und kalt ist, kann man diesen Film gemütlich im Wohnzimmer mit seinen Kindern sehen. Und das ist das Schöne, dieser Film ist immer wieder sehenswert, egal wie alt man ist. Bei anderen Kinderfilmen, vergeht mir schnell die Lust, diese gemeinsam mit meinen Kindern zu sehen, bei diesem Film ganz bestimmt nicht.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-06 09:29:30 mit dem Titel Die schönste Verfilmung von Aschenbrödel

Seit wann kenne ich diesen Film:
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Schon als Kind habe ich diesen Film immer im Advent gesehen, somit gehört er für mich eigentlich zu Weihnachten dazu und wenn ich ihn sehe, dann verbreitet er bei mir Weihnachtsstimmung.
Doch natürlich kann man diesen Film über das Jahr sehen, abgesehen davon, daß er im Winter spielt, ist er vollkommen zeitlos. Produziert wurde der Film 1973, also in meiner Kindheit. Bis er dann aber im deutschen Fernsehen lief, vergingen noch einige Jahre, denn es handelt sich hier um eine Tschechische Verfilmung. Im Alter von ca. 10 Jahren habe ich den Film im Advent zum ersten Mal gesehen, und schon damals hat er mich einfach gefesselt. Somit schaue ich seit dem regelmäßig in das Fernsehprogramm, wann dieser Film zu Weihnachten gezeigt wird.

In den letzten Jahren wird er jedoch immer häufiger im Spätprogramm gezeigt, was das soll, kann ich leider nicht sagen, denn es ist im Grunde ein Kinderfilm, die dritten Programme zeigen aber genau diesen Film oft kurz vor Mitternacht. Aus diesem Grund haben wir uns im letzten Jahr die DVD gegönnt, denn ich sehe den Film immer wieder gerne und meine großen Töchter ebenfalls. Der Kauf hat sich also gelohnt und im letzten Advent wurde der Film einmal die Woche am Nachmittag angemacht und bis zum Frühjahr wird er bestimmt noch häufiger angesehen.


Die Handlung:
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Hier gibt es die Geschichte um Aschenbrödel in etwas abgewandelter Form:

Auf einem Gut lebt Aschenbrödel mit ihrer Stiefmutter und der Stiefschwester Dora, von der Stiefmutter immer zärtlich Dorchen genannt.
Das Gut gehörte früher mal dem Vater von Aschenbrödel, doch dieser ist verstorben und die Stiefmutter hat alles geerbt. Aschenbrödel wird als Dienstmagd benutzt, sie muß putzen und Wäschewaschen.

Das einzige, was ihr noch aus der früheren Zeit, wo der Vater noch lebte, geblieben is
t, ist ihr weißes Pferd Nikolaus, ihr Hund Kasperle und einige wenige Erinnerungen an die Mutter. Diese Erinnerungen wahrt sie in einer kleinen Schatzkiste auf, die von einer Eule bewacht wird. Regelmäßig versucht Aschenbrödel sich zu dem Baumhaus, in dem die Eule mit der Schatzkiste ist, zu kommen, um dort reinzusehen.

Dann ergibt es sich, daß der Prinz vermählt werden soll, der Vater erhofft sich davon, daß der Prinz vernünftiger wird. Denn dieser stihlt sich gerne in den Wald, wann immer er die Möglichkeit dazu hat, und mit seinen beiden Adjutanten tricks er den Lehrmeister, der die drei eigentlich unterrichten soll, aus.

So auch, als die Königsfamilie mit samt dem Gefolge den Hof von Aschenbrödel besucht. Alles wird besonders gewienert, und alle sind aufgeregt. Nur Aschenbrödel interessiert sich nicht für diesen Aufwand, sie nutzt die Zeit, um in den Wald zu gehen, dort fühlt sich frei und wohl.

Im Wald entdeckt sie den Prinzen, wie er gerade ein Reh erschießen will, mit Hilfe eines Schneeballs verhindert sie das.
Dies ist die erste Begegnung zwischen Aschenbrödel und dem Prinzen, der sie nun durch den Wald jagt. Hier zeigt Aschenbrödel schon einmal, wie flink uns wendig sie ist. Außerdem kann sie das wilde Pferd des Prinzen reiten, das sonst niemand zähmen kann.... .

Während dessen spricht der König am Gut eine Einladung zu einem Ball aus, der Prinz soll sich nun endlich vermählen, alle heiratsfähigen Damen aus dem Land werden geladen, zwischen ihnen soll der Prinz auf dem Ball nun wählen.

Der Kutscher wird in die Stadt geschickt, um die Einkäufe für die Ballkleider zu erledigen. Er sieht Aschenbrödel an und fragt sie, was er ihr denn mitbringen soll. Im Scherz bestellt sie natürlich die schönsten Stoffe, setzt dann aber traurig hinzu, daß er ihr ja doch nichts mitbringen darf. Also soll er ihr mitbringen, was ihm gerade vor die Nase fällt.

Auf der Rückfahrt schläft der Kutscher ein, die Pferde kennen ja
den Weg. Der Prinz ist mal wieder im Wald und sieht dies. Also schießen sie ein Bund Haselnüsse aus einem Baum, die direkt auf der Nase des Kutschers landen. Tja, da hat der Kutscher sein Geschenk für Aschenbrödel, die diese drei Nüsse zu ihrer Schatzkiste bei der Eule bringt. Dabei fällt ausversehen eine Nuß herunter. Diese Platz auf und hervor kommt ein Jagdkostum.

Aschenbrödel geht mit diesem Kostüm in den Wald auf die Jagt, wo sich auch gerade der Prinz befindet, der eine Jagt veranstaltet. Der beste Jäger bekommt einen Ring. Aschenbrödel macht sich einen Scherz und schießt auf einen Vogel, den der Prinz nicht getroffen hat. Somit hat sie die Jagt gewonnen, doch schnell flüchtet sie wieder.

Der Ball nähert sich, Aschenbrödel würde gerne mit gehen. Ihre Mutter hatte ihr versprochen, sie würde Aschenbrödel ein wunderschönes Ballkleid mit Schleppe für ihren ersten Ball nähen und Nikolaus, ihr Pferd würde sie dort hin tragen. Doch daraus soll nichts werden, die Stiefmutter hat ihr aufgetragen, daß sie sie Erbsen aus der Aschen lesen muß, wenn sie damit fertig ist, dann dürfte sie auch auf den Ball gehen. Ein Kleid hat ihr die Stiefmutter natürlich auch nicht gekauft. So ziehen sie und ihr Dorchen dann von dannen, beide vollkommen überkandidelt mit widerlichen Hüten auf dem Kopf.

Aschenbrödel bekommt die gewohnt Hilfe von den Tauben, die für sie die Erbsen aus der Aschen suchen. So kann sie zu dem Baumhaus und die Eule besuchen traurig in ihrer Schatzkiste stöbern, und sich noch einmal daran erinnern, daß die Mutter ihr ja ein Ballkleid nähen wollte.... .

Die Eule ermuntert sie, eine der verbliebenen Nüsse auf den Boden zu werfen, Aschenbrödel zögert erst, denn sie traut sich nicht so recht, aber dann tut sie es doch. Dabei kommt ein wunderschönes Ballkleid heraus, so wie sie es eben noch beschrieben hatte. Schnell zieht sie dieses Ballkleid an, und wird unten schon mit Nikolaus erwartet, der fertig gesattelt ist, niemand weiß, we
r Nikolaus gesattelt hat.

Währenddessen wird schon einmal etwas von dem Ball gezeigt. Die Damen werden vorgestellt, das \"arme\" Dorchen wird immer von einer korpulenten Dame beiseite gedrängelt, sogar als der Prinz bei der ersten Wahl mit geschlossenen Augen vor den Damen auf und ab geht, um eine auszuwählen, ihm gefallen sie nämlich alle nicht. Also will er die Wahl dem Zufall überlasen.

Aschenbrödel reitet durch den traumhaften Schnee zum Schloß, zögert dort noch eine Weile, aber ihr Nikolaus ermuntert sie dann, auf den Ball zu gehen. Alle Blicke sind auf Aschenbrödel gerichtet, niemand kennt sie.
Der Prinz will eigentlich gerade den Ball verlassen, da ihm keine der Damen so recht gefällt, was ich ehrlich gesagt sehr gut verstehen kann.
In der Tür begegnen die beiden sich, und Aschenbrödel, die inzwischen das Gesicht verschleiert trägt, rettet die Situation, im dem sie sich für den persönlichen Empfang bedankt.

Der Prinz ist zwar überrumpelt, aber er fordert Aschenbrödel zum Tanz auf, und verliebt sich in sie. Aschenbrödel ist offensichtlich schon länger in den Prinzen verliebt, möchte aber, daß er sie erkennt, denn immerhin sind die beiden sich schon im Wald begegnet. Da er dies nicht auf Aufhieb schafft, gibt sie ihm ein Rätsel auf:

Das Gesicht ist voll Asche, aber es ist nicht der Schornsteinfeger,

eine Feder am Hut, eine Armbrust in der Hand, aber es ist kein Jäger,

ein Ballkleid mit Schleppe, aber es ist keine Prinzessin.

Da der Prinz dieses Rätsel nicht lösen kann, flieht Aschenbrödel und verliert dabei, wie es sich für das Märchen gehört, ihren Schuh auf der Treppe. Der Prinz verfolgt sie, sieht sie auch auf das Gut einreiten und versucht, dort reinzukommen. Er weckt die Bediensteten, die ihn erst einmal auslachen.

Nun müssen alle Damen auf dem Gut antreten, um den Schuh zu probieren, der paßt natürlich keinem. Bis auffällt, daß Aschenbrödel den Schuh noch nicht geteste
t hat. Inzwischen sind die Stiefmutter und Dorchen nach Hause gekommen, haben inzwischen erkannt, daß Aschenbrödel die schöne Unbekannte auf dem Ball war und gehen auf ihr Zimmer, klauen das Ballkleid und fesseln sie. Schnell versucht die Stiefmutter mit Dorchen, die nun das Kleid von Aschenbrödel trägt, zu fliehen, natürlich so, daß der Prinz hinterher muß. Dorchen soll erst den Schuh anziehen und ihr Gesicht zeigen, doch sie weigert sich, klar, sie ist die Falsche. Sie fliehen in der Kutsche, der Prinz reitet hinterher, dabei gerät die Kutsche außer Kontrolle und fällt in einen Teich. Der Prinz zieht Dorchen heraus, sieht, daß es die Falsche ist und läßt sie zurückfallen. Er reitet zurück zum Gut, wo man inzwischen bemerkt hat, daß Aschenbrödel gefesselt war und nun fliehen konnte.

Sie ist zum Baumhaus geflohen, wo sie die letzte Nuß geöffnet hat, nun verläßt sie auf einmal die Eule, die den Prinzen zum Gut zurückholt.
In der letzten Nuß ist ein Brautkleid, das Aschenbrödel nun anzieht, und womit sie zum Gut reitet.

Nun erkennt der Prinz Aschenbrödel und kann ihre drei Fragen lösen. Glücklich reiten die beiden durch die romantische Schneelandschaft zum Schloß.

Normaler Weise erzähle ich nicht die gesamte Handlung. In diesem Falle habe ich es getan, da ich mir sicher bin, daß zum einen jeder die Geschichte von Aschenbrödel und somit das glückliche Ende kennt.
Da bei dieser Version es sich um eine veränderte Erzählung des Märchens handelt, auf die noch eingehen möchte, habe ich die gesamte Handlung aufgeführt.

Der Film:
=========

Wie schon gesagt, der Film selber ist recht alt. Doch in meinen Augen ist es einfach die schönste Verfilmung von Aschenbrödel, die es gibt.

Die Hauptdarsteller Libuse Safráncová und Pavel Trávnícek stahlen dabei die notwendige Sympathie aus. Auch in weiteren Tschechischen Märchenverfilmungen spielen die beiden gemeinsam und das mit Bravour. Besser Hauptdarsteller hätte man nicht finden können, die Rolle ist den beiden auf den Laib geschnitten.
Der Kutscher, ebenfalls eine der Hauptrollen, der eine wichtige Person in Aschenbrödels Leben spielt und versucht, ihr irgendwie den Vater zu ersetzen, auf jeden Fall immer wieder zeigt, daß sie nicht wirklich alleine ist, ist mir ebenfalls nicht unbekannt. Den Namen kenne ich leider nicht, aber er spielt in vielan anderen schönen Märchenverfilmungen mit.
Die Stiefmutter ist ebenfalls passend ausgewählt, jedoch nicht ganz so böse, wie man sie in Zeichentrickfilmen kennt, aber ebenso hinterhältig, auch sie will ihre eigene Tochter mit dem Prinzen vermählen. Immerhin gestattet sie Aschenbrödel noch ein eigenes Leben, sie darf ausreiten und Nikolaus bleibt ihr Pferd.

Die Kulisse ist durch den Schnee schön romantisch getroffen, passend für dieses romantische Märchen. Da viel im Freien gedreht wurde, mußte hier nicht viel Aufwand betrieben werden. Lediglich das Gut und das Schloß mußten für die Dreharbeiten ausgewählt und eben von innen dargestellt werden.

Beeindruckend auch die Zusammenarbeit mit den Tieren. Besonders die Eule fasziniert mich immer wieder, ich hätte nie gedacht, daß eine Eule so für einen Film eingesetzt werden könnte, denn sie umkreist ja den Prinzen, um ihn zum Gut zurückzuholen.

Die Handlung gefällt mir in dieser Abwandlung besser, als in dem Grimmschen Märchen, alleine die Idee mit den Nüssen. Vorallem aber auch, daß Aschenbrödel und der Prinz sich schon vorab im Wald kennenlernen, nicht erst auf dem Ball. Überhaupt das Drumherum, das Gut, der Kutscher, all dies macht den Film so sympathisch.
Diese Form von Aschenbrödel stammt aus der Feder von Bozena Nemcova.

Begleitet wird der Film immer wieder von einer wunderschönen Melodie, die von Karel Svoboda geschrieben wurde. Hierbei handelt es sich um eine ruhige Melodie, die zum Träumen anregt, das sollten Märchen ja auch tun.

Mein Fazit:
===========

Diesen Film kann man meiner Meinung nach immer wieder sehen, er ist einfach wunderschön, und das nicht nur für Kinder. In die Vorweihnachtszeit gehört dieser Film einfach hinein, aber auch nun noch, wo es draußen winterlich weiß und kalt ist, kann man diesen Film gemütlich im Wohnzimmer mit seinen Kindern sehen. Und das ist das Schöne, dieser Film ist immer wieder sehenswert, egal wie alt man ist. Bei anderen Kinderfilmen, vergeht mir schnell die Lust, diese gemeinsam mit meinen Kindern zu sehen, bei diesem Film ganz bestimmt nicht.

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