Fluch der Karibik (VHS) Testbericht




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Erfahrungsbericht von popel14
Körperweltenausstellung einmal anders...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nein, ganz so realistisch wie in Gunter von Hagen´s Körperwelten Ausstellung geht es im Film Fluch der Karibik nicht zu. Aber wenn man auf der Leinwand nicht allzu selten ein paar verfaulte Skelette zu sehen bekommt, könnte man schon auf den Gedanken eines Vergleichs kommen. So ging es mir jedenfalls.
Doch dazu später.
Erst einmal ein liebes Hallo an alle Ciao-Leser. Heute möchte ich euch nämlich gerne den Film „Fluch der Karibik“ (orig.: The Pirates of the Caribbean) vorstellen. Ich hatte nämlich das Glück, eine der begehrten Preview-Karten zu ergattern, um so den Film schon eine Woche vor offiziellem Anlauf zu sehen.
Natürlich war ich als bekennender Orlando Bloom Fan nicht nur auf die eigentliche Story des Streifens gespannt *g*, jedoch wurde zuvor schon so kräftig vom Filmverleih die Werbetrommel gerührt, dass man einfach auf den Fluch der Karibik aufmerksam werden musste.
*** STORY***
Obwohl ich fast überall in München schon Plakate zum Film und auch vorher schon im Kino den passenden Trailer gesehen hatte, wusste ich erstaunlicher Weise nicht wirklich viel vom Inhalt, besser gesagt, von der Geschichte des Films. Ich wusste nur so viel: From-Hell Johnny Depp, Legolas-Elbe Orlando Bloom und Kick-it-like-Beckham Keira Knightley spielten die größten Hauptrollen in dem Piratenstreifen.
Im Nachhinein bin ich sehr froh darüber, dass ich nicht allzu gut Bescheid wusste über die Story. Denn gerade bei diesem Film sollte man sich überraschen lassen, darum verrate ich hier auch nicht sonderlich viel. Nur: „Fluch der Karibik“ handelt, wie der Name schon sagt, von einem Piratenfluch, der auf der Crew des Geisterschiffs „Black Pearl“(z.Dt. „Schwarze Perle“) lastet. Elizabeth (Keira Knightley), der Tochter des Gouverneurs, fällt in ihrer Kindheit das Piratenamulett eines geretteten schiffbrüchigen Jungens, William Turner (Orlando Bloom) in die Hände, das Teil des Fluches ist. Nachdem die Jahre vergehen und die beiden herangewachsen sind, taucht Ex-Captain Sparrow (Johhny Depp) in der Bucht ihrer Stadt auf und erlebt erst einmal einen nicht gerade sehr herzlichen Empfang, da die Regierung, allen voran der Gouverneur, nicht sehr gut auf Piraten zu sprechen sind. Doch ihm folgt eine ganze Meute brutaler Seeräuber, die nach dem Amulett im derzeitigen Besitz von Elizabeth her sind…und zwar genau die Piraten des Schiffes „Black Pearl“, auf welchen ein schrecklicher Fluch lasten soll. Doch wer glaubt schon an ein Piraten – „Märchen“, an ein Schiff, das es doch eigentlich gar nicht geben soll…oder etwa doch??
Nun meine eigentliche Meinung zum Film (in mehrere Hinsichten unterteilt)
***Zum Stimmungsbild des Films***
Was mir in den ersten paar Minuten des Films gleich auffiel, war der auffallend spritzige und ironische Humor, in einem Piratenfilm, von dem ich das wirklich nicht erwartet hätte! Ich war eher auf eine schroffe und etwas rauere Stimmung ganz nach Art der Seeleute gefasst…doch ich wurde eines besseren belehrt. Der Film hat Witz und Humor- und zwar ganz und gar kein schwachsinniger Hollywood-Humor, wie wir in so oft aus Filmen kennen, wo man nur müde lächelt…nein, es sind wirklich sehr viele liebenswerte lustige Szenen und Konversationen, die den Streifen wirklich bereichern. Denn ich persönlich bin ganz und gar kein Fan von lächerlichen Sprüchen, flachen Witzen und ausgelaugten Unterhaltungen, wo man schon Minuten vorher die Pointe, also den Höhepunkt des Witzes weiß. Okay, in dem einen oder anderen Teil des Films mag es schon mal so sein, dass man etwas nicht ganz so lustig wie der Kinonachbar neben einem findet, doch im großen und ganzen muss ich zugeben, wirklich oft geschmunzelt zu haben, da ich nämlich nicht viele lustige Szenen aus Piratenfilmen kenne und die meisten auch deshalb nicht abgedroschen oder langweilig finde. Absolut herrlich selbstironisch und überraschend witzig kommt Johhny Depp als (Ex-)Piraten- Captain rüber, eine ganz andere schauspielerische Richtung, die ich ihm vorher garantiert nicht zugetraut hätte. Denn eigentlich ist er es, der dem Film die Prise Humor verleiht…und das, wie gesagt, mit wirklich einfallsreichem Witz. Und das Beste daran: der Spaß macht weder den Sinn noch die Story noch das Genre des Filmes kaputt. Denn es ist und bleibt ein Piratenfilm, in dem es manchmal auch etwas wilder zugeht.
***Szenerien und Kulissen***
Man muss von vorne herein sagen, dass der Film durchaus nicht nur düstere Szenen enthält. Denn es gibt viele Filme, die die ganze Zeit über dem Zuschauer in einem bestimmten Licht erscheinen, also dass alles sehr finster gehalten wird, wie in From Hell zum Beispiel, um einfach die Stimmung für die Story aufzubauen. Spielen Komödien wie mit Eddy Murphy zum Beispiel fast immer bei Tageslicht und sind mit bunten, farbigen Kulissen versehen, ist es in Horrorfilmen meistens Nachts und diese dunkle Stimmung spiegelt sich den ganzen Film über im Kino wieder.
Um ehrlich zu sein, hatte ich auch eher diese Art von Szenerien erwartet, dunkle Gassen, ein schwarzblaues Meer, gruselige Piratenfrazen und durch den Nebel segelnde Schiffe. Der Film enthält zwar auch viele dieser eher düster gehaltenen Szenen z.B. in Höhlen etc., doch überraschender Weise muss man auch sagen, dass der Film doch auch viel mit hellen farbigen Szenen spielt, die ihn meiner Meinung nach erst so richtig lebendig machen. Eine gute gelungene Mischung.
Generell sind die Szenerien ebenso mehr oder weniger abwechslungsreich, auch wenn Schiffe, Inseln, Höhlen und das Meer in einem Piratenfilm logischer Weise den meisten Platz einnehmen, wird einem nicht von ewig demselben Schauplatz langweilig, denn der Film spielt keineswegs NUR auf dem Wasser. Doch jedem dürfte bei einem Piratenfilm wohl die Szeneriegestaltung klar sein, denn dass die Kulissen keine schneebedeckten Berge zeigen werden oder keine Szenen in einem Flugzeug zeigen, das ist wohl selbstverständlich.
Auf jeden Fall kann man sagen, dass an den Kulissen sowie den dazugehörigen Kostümen mit sehr viel Mühe und Liebe zum Detail gearbeitet wurde, die einen schnell in den Bann der scheinbare Realität des Piratenzeitalter ziehen.
***Die Kampfszenen und Spezialeffects***
Das Wort Kampfszenen á la Chinesischer Kampf- oder sonstiger Prügelkunst gefällt mir in Zusammenhang mit dem Film nicht wirklich, Schlachtszenen oder Überfallszenen oder Enterszenen etc. finde ich da schon sehr viel passender. Diese sind sehr realistisch gemacht und es gibt vor allem nicht zu viele davon. Denn nach 10 Minuten durchgehenden Schwertkämpfen fangen die Bilder meistens an, mich zu langweilen und/oder ich verliere irgendwann den Überblick. Bei diesem Film halten sich Schlachtszenen in Maßen, was keinesfalls heißen soll, dass es zu wenig gibt davon, denn das ist nicht der Fall. Es werden genügend Schwerter gezückt und Kanonen abgefeuert etc., eben dass, worauf sich der Piratenfan freut, aber der Streifen besteht eben nicht nur aus solchen Szenen, was mich sehr gefreut hat. Denn hier leidet die Story nicht unter überlangen Gemetzeln, die einen Film oft oberflächlich erscheinen lassen.
Die Spezialleffects sind ebenfalls sehr gelungen, manche von euch wissen wahrscheinlich, zu welchem darstellerischen Zweck man sie fast ausschließlich benötigt hat. Doch dazu möchte ich hier nicht viel verraten, nur, dass sie wirklich gut und überzeugend gemacht sind…man fühlt sich eben, ironisch gesagt, fast wie in der Körperwelten- Ausstellung *g* (ich weiß, es gibt viele Befürworter aber auch Gegensprecher dieser Ausstellung, alle, die den Vergleich jetzt irgendwie anmaßend finden oder sich angegriffen fühlen, bitte ich um Entschuldigung, nehmt es bitte nicht so ernst).
***Schauspieler***
Dazu kann ich nur sagen, dass hier eine sehr gute Wahl getroffen wurde, denn vor allem Johnny Depp als auch Orlando Bloom und Keira Knightley sind meiner Meinung die allerbeste Wahl für ihre Charaktere. Selbst das Aussehen passt wie angegossen, ein George Clooney oder eine Julia Roberts hätte hier einfach nicht gepasst (sorry Julia, sorry George, nehmt´s bitte nicht persönlich!*g*)
Ein Hauptanreiz für mich, in den Film zu gehen, war vor allem Orlando Bloom, bestens bekannt als Legolas aus der Herr der Ringe Trilogie. Ich kann nur sagen, seine Fans werden bestens auf ihre Kosten kommen. Zu meiner Überraschung muss ich sagen, dass Johnny Depp nach diesem Film in meiner persönlichen Wertung aufgestiegen ist, denn den Film-Charakter, den er spielt, zeigt ein ganz anderes Gesicht des sonst etwas mystischen Schauspielers. In Fluch der Karibik muss man Johnny Depp einfach mögen, denn er ist es, der dem Film den eigentlichen Charme und Witz verleiht, was ich anfangs nie gedacht hätte.
Sogar die junge Schauspielerin Keira Knightley, bekannt als Kick-it-like-Beckham Teenie, überzeugt in diesem Film mit schauspielerischer Leistung und ich war ebenfalls ganz begeistert, wie sie sich in ihre Rolle versetzen konnte.
Also ich muss sagen, auch wenn mein Favorit-Schauspieler in diesem Film anfangs Orlando Bloom war, hat sich meine Begeisterung während des Film zu allen 3 Hauptdarstellern geteilt, mehr noch zu Johnny Depp als zu Keira Knightley.
Doch insgesamt waren sie alle gut, alle mitwirkenden Schauspieler, ob Piraten oder weitere kleine Komparsen, es gibt an keiner Leistung etwas zu meckern.
***MEIN FAZIT****
Anschauen!!! Der Film vermittelt einfach über 2 Stunden spannendes, actionreiches Kino, das trotzdem einen guten Prozentsatz an Humor beinhaltet. Dabei bleibt der Film doch trotzdem seinem Genre eines Piratenfilmes treu und überzeugt mit guten Schauspielern und Kulissen.
Außerdem ist der Films trotz eines Happy-Ends (soviel sei hier verraten, weil mir niemand, der sich den Film ansieht, erzählen kann, dass man ein schlechtes Ende erwartet. Nicht, weil man alles schon gelangweilt vorhersehen kann, nein, während dem Film hat man einfach so gute Laune, dass ein „Nicht Happy-End“ einfach nicht möglich erscheint und zum Glück auch nicht eintrifft) nicht zu Kitschig, hat einen gesunden Anteil an Romantik (keine übertriebene!) und kommt nur ganz selten mit flachem Witz, auch wenn die Story natürlich jetzt nicht weltbewegend erscheint, zumal es einem Piratenfilm nach typisch, um einen Schatz geht. Vielleicht ist die Geschichte des Films an ein paar kleinen Stellen manchen Leuten etwas zu unrealistisch, aber das ist immer Geschmackssache!
Der Film setzt zwar keinen außergewöhnlichen Meilenstein in der Geschichte Hollywoods und hat auch keine allzu große Tiefgründigkeit (also bitte auch nicht zu ernst nehmen!), dennoch gibt es von mir 5 Sterne für einen durchaus gelungenen Piratenfilm, der meine Erwartungen bis aufs Ganze erfüllt wenn nicht überschritten hat!!
Freut euch auf einen einfach unterhaltsamen Kino-Abend…auch für Nicht-Piraten-Bräute.
Bis bald, ich wünsche euch viel Spaß im Kino
Doch dazu später.
Erst einmal ein liebes Hallo an alle Ciao-Leser. Heute möchte ich euch nämlich gerne den Film „Fluch der Karibik“ (orig.: The Pirates of the Caribbean) vorstellen. Ich hatte nämlich das Glück, eine der begehrten Preview-Karten zu ergattern, um so den Film schon eine Woche vor offiziellem Anlauf zu sehen.
Natürlich war ich als bekennender Orlando Bloom Fan nicht nur auf die eigentliche Story des Streifens gespannt *g*, jedoch wurde zuvor schon so kräftig vom Filmverleih die Werbetrommel gerührt, dass man einfach auf den Fluch der Karibik aufmerksam werden musste.
*** STORY***
Obwohl ich fast überall in München schon Plakate zum Film und auch vorher schon im Kino den passenden Trailer gesehen hatte, wusste ich erstaunlicher Weise nicht wirklich viel vom Inhalt, besser gesagt, von der Geschichte des Films. Ich wusste nur so viel: From-Hell Johnny Depp, Legolas-Elbe Orlando Bloom und Kick-it-like-Beckham Keira Knightley spielten die größten Hauptrollen in dem Piratenstreifen.
Im Nachhinein bin ich sehr froh darüber, dass ich nicht allzu gut Bescheid wusste über die Story. Denn gerade bei diesem Film sollte man sich überraschen lassen, darum verrate ich hier auch nicht sonderlich viel. Nur: „Fluch der Karibik“ handelt, wie der Name schon sagt, von einem Piratenfluch, der auf der Crew des Geisterschiffs „Black Pearl“(z.Dt. „Schwarze Perle“) lastet. Elizabeth (Keira Knightley), der Tochter des Gouverneurs, fällt in ihrer Kindheit das Piratenamulett eines geretteten schiffbrüchigen Jungens, William Turner (Orlando Bloom) in die Hände, das Teil des Fluches ist. Nachdem die Jahre vergehen und die beiden herangewachsen sind, taucht Ex-Captain Sparrow (Johhny Depp) in der Bucht ihrer Stadt auf und erlebt erst einmal einen nicht gerade sehr herzlichen Empfang, da die Regierung, allen voran der Gouverneur, nicht sehr gut auf Piraten zu sprechen sind. Doch ihm folgt eine ganze Meute brutaler Seeräuber, die nach dem Amulett im derzeitigen Besitz von Elizabeth her sind…und zwar genau die Piraten des Schiffes „Black Pearl“, auf welchen ein schrecklicher Fluch lasten soll. Doch wer glaubt schon an ein Piraten – „Märchen“, an ein Schiff, das es doch eigentlich gar nicht geben soll…oder etwa doch??
Nun meine eigentliche Meinung zum Film (in mehrere Hinsichten unterteilt)
***Zum Stimmungsbild des Films***
Was mir in den ersten paar Minuten des Films gleich auffiel, war der auffallend spritzige und ironische Humor, in einem Piratenfilm, von dem ich das wirklich nicht erwartet hätte! Ich war eher auf eine schroffe und etwas rauere Stimmung ganz nach Art der Seeleute gefasst…doch ich wurde eines besseren belehrt. Der Film hat Witz und Humor- und zwar ganz und gar kein schwachsinniger Hollywood-Humor, wie wir in so oft aus Filmen kennen, wo man nur müde lächelt…nein, es sind wirklich sehr viele liebenswerte lustige Szenen und Konversationen, die den Streifen wirklich bereichern. Denn ich persönlich bin ganz und gar kein Fan von lächerlichen Sprüchen, flachen Witzen und ausgelaugten Unterhaltungen, wo man schon Minuten vorher die Pointe, also den Höhepunkt des Witzes weiß. Okay, in dem einen oder anderen Teil des Films mag es schon mal so sein, dass man etwas nicht ganz so lustig wie der Kinonachbar neben einem findet, doch im großen und ganzen muss ich zugeben, wirklich oft geschmunzelt zu haben, da ich nämlich nicht viele lustige Szenen aus Piratenfilmen kenne und die meisten auch deshalb nicht abgedroschen oder langweilig finde. Absolut herrlich selbstironisch und überraschend witzig kommt Johhny Depp als (Ex-)Piraten- Captain rüber, eine ganz andere schauspielerische Richtung, die ich ihm vorher garantiert nicht zugetraut hätte. Denn eigentlich ist er es, der dem Film die Prise Humor verleiht…und das, wie gesagt, mit wirklich einfallsreichem Witz. Und das Beste daran: der Spaß macht weder den Sinn noch die Story noch das Genre des Filmes kaputt. Denn es ist und bleibt ein Piratenfilm, in dem es manchmal auch etwas wilder zugeht.
***Szenerien und Kulissen***
Man muss von vorne herein sagen, dass der Film durchaus nicht nur düstere Szenen enthält. Denn es gibt viele Filme, die die ganze Zeit über dem Zuschauer in einem bestimmten Licht erscheinen, also dass alles sehr finster gehalten wird, wie in From Hell zum Beispiel, um einfach die Stimmung für die Story aufzubauen. Spielen Komödien wie mit Eddy Murphy zum Beispiel fast immer bei Tageslicht und sind mit bunten, farbigen Kulissen versehen, ist es in Horrorfilmen meistens Nachts und diese dunkle Stimmung spiegelt sich den ganzen Film über im Kino wieder.
Um ehrlich zu sein, hatte ich auch eher diese Art von Szenerien erwartet, dunkle Gassen, ein schwarzblaues Meer, gruselige Piratenfrazen und durch den Nebel segelnde Schiffe. Der Film enthält zwar auch viele dieser eher düster gehaltenen Szenen z.B. in Höhlen etc., doch überraschender Weise muss man auch sagen, dass der Film doch auch viel mit hellen farbigen Szenen spielt, die ihn meiner Meinung nach erst so richtig lebendig machen. Eine gute gelungene Mischung.
Generell sind die Szenerien ebenso mehr oder weniger abwechslungsreich, auch wenn Schiffe, Inseln, Höhlen und das Meer in einem Piratenfilm logischer Weise den meisten Platz einnehmen, wird einem nicht von ewig demselben Schauplatz langweilig, denn der Film spielt keineswegs NUR auf dem Wasser. Doch jedem dürfte bei einem Piratenfilm wohl die Szeneriegestaltung klar sein, denn dass die Kulissen keine schneebedeckten Berge zeigen werden oder keine Szenen in einem Flugzeug zeigen, das ist wohl selbstverständlich.
Auf jeden Fall kann man sagen, dass an den Kulissen sowie den dazugehörigen Kostümen mit sehr viel Mühe und Liebe zum Detail gearbeitet wurde, die einen schnell in den Bann der scheinbare Realität des Piratenzeitalter ziehen.
***Die Kampfszenen und Spezialeffects***
Das Wort Kampfszenen á la Chinesischer Kampf- oder sonstiger Prügelkunst gefällt mir in Zusammenhang mit dem Film nicht wirklich, Schlachtszenen oder Überfallszenen oder Enterszenen etc. finde ich da schon sehr viel passender. Diese sind sehr realistisch gemacht und es gibt vor allem nicht zu viele davon. Denn nach 10 Minuten durchgehenden Schwertkämpfen fangen die Bilder meistens an, mich zu langweilen und/oder ich verliere irgendwann den Überblick. Bei diesem Film halten sich Schlachtszenen in Maßen, was keinesfalls heißen soll, dass es zu wenig gibt davon, denn das ist nicht der Fall. Es werden genügend Schwerter gezückt und Kanonen abgefeuert etc., eben dass, worauf sich der Piratenfan freut, aber der Streifen besteht eben nicht nur aus solchen Szenen, was mich sehr gefreut hat. Denn hier leidet die Story nicht unter überlangen Gemetzeln, die einen Film oft oberflächlich erscheinen lassen.
Die Spezialleffects sind ebenfalls sehr gelungen, manche von euch wissen wahrscheinlich, zu welchem darstellerischen Zweck man sie fast ausschließlich benötigt hat. Doch dazu möchte ich hier nicht viel verraten, nur, dass sie wirklich gut und überzeugend gemacht sind…man fühlt sich eben, ironisch gesagt, fast wie in der Körperwelten- Ausstellung *g* (ich weiß, es gibt viele Befürworter aber auch Gegensprecher dieser Ausstellung, alle, die den Vergleich jetzt irgendwie anmaßend finden oder sich angegriffen fühlen, bitte ich um Entschuldigung, nehmt es bitte nicht so ernst).
***Schauspieler***
Dazu kann ich nur sagen, dass hier eine sehr gute Wahl getroffen wurde, denn vor allem Johnny Depp als auch Orlando Bloom und Keira Knightley sind meiner Meinung die allerbeste Wahl für ihre Charaktere. Selbst das Aussehen passt wie angegossen, ein George Clooney oder eine Julia Roberts hätte hier einfach nicht gepasst (sorry Julia, sorry George, nehmt´s bitte nicht persönlich!*g*)
Ein Hauptanreiz für mich, in den Film zu gehen, war vor allem Orlando Bloom, bestens bekannt als Legolas aus der Herr der Ringe Trilogie. Ich kann nur sagen, seine Fans werden bestens auf ihre Kosten kommen. Zu meiner Überraschung muss ich sagen, dass Johnny Depp nach diesem Film in meiner persönlichen Wertung aufgestiegen ist, denn den Film-Charakter, den er spielt, zeigt ein ganz anderes Gesicht des sonst etwas mystischen Schauspielers. In Fluch der Karibik muss man Johnny Depp einfach mögen, denn er ist es, der dem Film den eigentlichen Charme und Witz verleiht, was ich anfangs nie gedacht hätte.
Sogar die junge Schauspielerin Keira Knightley, bekannt als Kick-it-like-Beckham Teenie, überzeugt in diesem Film mit schauspielerischer Leistung und ich war ebenfalls ganz begeistert, wie sie sich in ihre Rolle versetzen konnte.
Also ich muss sagen, auch wenn mein Favorit-Schauspieler in diesem Film anfangs Orlando Bloom war, hat sich meine Begeisterung während des Film zu allen 3 Hauptdarstellern geteilt, mehr noch zu Johnny Depp als zu Keira Knightley.
Doch insgesamt waren sie alle gut, alle mitwirkenden Schauspieler, ob Piraten oder weitere kleine Komparsen, es gibt an keiner Leistung etwas zu meckern.
***MEIN FAZIT****
Anschauen!!! Der Film vermittelt einfach über 2 Stunden spannendes, actionreiches Kino, das trotzdem einen guten Prozentsatz an Humor beinhaltet. Dabei bleibt der Film doch trotzdem seinem Genre eines Piratenfilmes treu und überzeugt mit guten Schauspielern und Kulissen.
Außerdem ist der Films trotz eines Happy-Ends (soviel sei hier verraten, weil mir niemand, der sich den Film ansieht, erzählen kann, dass man ein schlechtes Ende erwartet. Nicht, weil man alles schon gelangweilt vorhersehen kann, nein, während dem Film hat man einfach so gute Laune, dass ein „Nicht Happy-End“ einfach nicht möglich erscheint und zum Glück auch nicht eintrifft) nicht zu Kitschig, hat einen gesunden Anteil an Romantik (keine übertriebene!) und kommt nur ganz selten mit flachem Witz, auch wenn die Story natürlich jetzt nicht weltbewegend erscheint, zumal es einem Piratenfilm nach typisch, um einen Schatz geht. Vielleicht ist die Geschichte des Films an ein paar kleinen Stellen manchen Leuten etwas zu unrealistisch, aber das ist immer Geschmackssache!
Der Film setzt zwar keinen außergewöhnlichen Meilenstein in der Geschichte Hollywoods und hat auch keine allzu große Tiefgründigkeit (also bitte auch nicht zu ernst nehmen!), dennoch gibt es von mir 5 Sterne für einen durchaus gelungenen Piratenfilm, der meine Erwartungen bis aufs Ganze erfüllt wenn nicht überschritten hat!!
Freut euch auf einen einfach unterhaltsamen Kino-Abend…auch für Nicht-Piraten-Bräute.
Bis bald, ich wünsche euch viel Spaß im Kino
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