Das Zweite Gedächtnis (gebundene Ausgabe) / Ken Follett Testbericht

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ab 9,42
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Erfahrungsbericht von campimo

Code 2 Zero

Pro:

s.u.

Kontra:

s.u.

Empfehlung:

Ja

Vorwort
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Wenn ich die Zeit habe, nehme ich mir gerne mal das eine oder andere Buch, und manchmal werde ich auch direkt zur Leseratte. Nun habe ich mir „Das zweite Gedächtnis“ von Ken Follet zu Gemüte geführt, und möchte euch darüber nicht im Unklaren lassen.

Daten zum Buch
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Follett, Ken: Das zweite Gedächtnis. 2000 (Orinignal). 2001 (deutsch). 2003 (Taschenbuch).Bastei Lübbe. 447 Seiten. ISBN 3-404-14911-4 Taschenbuch 9,90 € / Hardcover 23,-€. Auch ein Hörbuch ist auf dem Markt.


Zum Autor
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Follet wurde 1949 in Wales geboren, wurde Journalist und konnte 1978, mit dem Werk „Die Nadel“ seinen Durchbruch als Autor feiern. Einige seiner weiteren Romane von ihm sind: Das zweite Geheimnis, die Löwen, der dritte Zwilling, Der Modigliani Skandal und Die Säulen der Erde.

Die Story
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Ein Mann wacht in einer Herrentoilette auf, und wird von dem Obdachlosen, Pete Luke genannt. Er selbst trägt ebenfalls extrem heruntergekommene Kleidung, und weiß weder wer er ist, noch weshalb er auf einer Toilette genächtigt hat. Auf der Suche nach seinem Gedächtnis beginnt er durch die Stadt zu laufen, wobei er bemerkt, verfolgt zu werden. Spontan und im Handumdrehen knipst er seine Verfolger aus, und beginnt sich über die an ihm selbst entdeckte Fähigkeit zu wundern.
Glücklicherweise trifft Luke in der Stadt Freunde, die ihn wiedererkennen, so daß er herausfinden kann, ein Physiker zu sein, der für die Nasa arbeitet. Allerdings trifft er auch auf Bekannte, die sich hilfreich geben, ihm aber Steine in den Weg legen, um zu verhindern, daß Luke zu seinem Gedächtnis zurückfindet. Auch findet er heraus, daß seine letzte Handlung mit Gedächtnis eine Reise zum Pentagon gewesen sein müßte, wo er mit geheimen Dokumenten unterwegs war.
Eine Bekannte von Luke eröffnet ihm, daß eine solche Amnesie medizinische Ursachen haben könnte. Da Luke zuletzt mit einem geplanten Raketenstart zu tun hatte, überkommt ihn das Gefühl, mit diesem Start der Rakete ist etwas nicht in Ordnung gewesen sein muß. Luke beginnt zu forschen: Nach seiner Vergangenheit und seinen letzten Arbeitsergebnissen. Bei diesen Nachforschungen ergeben sich einige spannende und brisante Lesemomente, die ich euch hier natürlich noch nicht verraten möchte.

Interpretation / Leseerlebnis
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Ken Follets Roman hat den historischen Kontext des Kalten Krieges zwischen den beiden Supermächten. Der Ausschnitt des historischen Hintergrunds ist der Kampf um Prestige und die Vormachtsstellung bei der Erforschung und Eroberung des Weltraums. Speziell geht es um den ersten amerikanischen Satellitenstart, namens Explorer.
Der Thriller ist so aufgebaut, daß der Leser zuerst Luke kennenlernt, bzw. das Rätsel um Luke, und dann mit Luke gemeinsam auf Entdeckungsreise nach dem Gedächtnis und den Fakten um Lukes Person geht. D.h. wir Leser sehen mit Lukes Augen auf die uns dargestellte Welt. Aber die zu erkundende Realität wird vom Autor Stück für Stück zusammengesetzt, in dem er kapitelweise die Perspektive wechselt, historisch sowie personal.
In einem Nebenhandlungsstrang hat Follet eine kleine Liebesgeschichte eingebaut, die obwohl sehr vorhersehbar, den Roman nicht weiter stört.
Eine Besonderheit im Aufbau dieses Romans besteht darin, daß jedes Kapitel mit Fakten zur Rakete beginnt. Für den einen spannede Infos, die gerne ausführlicher sein könnten. Für den Nicht-An-Rakteten-Interessierten eine Beigabe, die problemlos zu überspringen ist.
Die von Follet ausgearbeiteten Charaktere sind sehr facettenreich, tiefgehend und spannend. Für die Erfindung von Menschen hat der Autor ein Händchen. Das ist mir auch schon in dem anderen Roman, den ich von ihm gelesen habe aufgefallen.
Der Stil von Follet ist im Bezug auf das Vokabular einfach. Im Bezug auf den Satzbau hat er seinen speziellen Stil, eine Art die Beschreibung, die man in einem Satz abhandeln könnte auf mehrere Sätze zu verteilen, aber jeden Satzteil mit Spannung zu belegen. Mir gefällt diese Art zu schreiben sehr gut, ausgesprochen gut. Er arbeitet mit Ironie, Wortwitz und in diesem Fall auch mit mathematischen Zahlenspielen, was zu den Akteuren paßt.
Die Story ist wahnsinnig spannend und ergreifend, so daß ich dieses Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Das ganz besondere Spannungs- und Leseerlebnis besteht meiner Empfindung nach in der Mischung von persönlichen Belangen, der gut ausgearbeiteten Charaktere und historisch-politischem Hintergrund.
Der Titel Das Zweite Gedächtnis ist, wie schon einige Yopianer angemerkt haben, wirklich nicht sehr passend. Der englische Original-Titel heißt Code To Zero (Code 2 Zero wäre noch besser).

Fazit
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Dieses Buch ist aus Hand und Geist eines Meisters entstanden. Ken Follet ist in der literarischen Welt meiner Meinung nach eine besondere Größe, die unbedingt empfehlenswert ist. Er hat mehrere Besonderheiten, die in all seinen Werken wiederzufinden sind, so auch in diesem. Der Thriller ist sehr interessant, lehrreich und ganz besonders spannend. Ein tolles Buch! Wirklich empfehlenswert!

50 Bewertungen, 2 Kommentare

  • anonym

    30.09.2006, 19:39 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • Zuckermaus29

    06.08.2006, 19:15 Uhr von Zuckermaus29
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ui stimmt, Du warst jaschon fleißig! sh von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny