Freelancer (Action PC Spiel) Testbericht

ab 10,11
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Erfahrungsbericht von rengert

So düst ihr durch das All!

Pro:

Riesiger Weltraum, erstklassige Steuerung, super Optik

Kontra:

Missionen sehr ähnlich, weite Flugweg

Empfehlung:

Ja

Endlich kann ich mal wieder so richtig durch das All düsen.

Nun kann ich mich wieder in ein Raumschiff setzen und böse Piraten jagen. Ich feure aus allen Rohren. Meine Laser und Raketen schlagen beim Gegner ein. Ich scheue keinen Kampf, kein Risiko ist mir zu hoch.
Ich spiele Freelancer von Microsoft.

Damit das Ganze nicht in eine sinnlose Weltraumballerei ausartet, hat man versucht eine gute Story zu schaffe. Es ist aber trotzdem nicht viel mehr daraus geworden, auch wenn man sich im Spiel viel um die Hauptstory zu kümmern hat.
Man ist der Held Trend, der sich im letzten Moment aus einer Raumstation retten kann, die angegriffen wird. Er hatte noch einen Begleiter, welcher aber auf dem Zufluchtsplaneten sofort ins Hospital kommt.
Nun ist man erst einmal auf sich allein gestellt, man hat weder Geld noch Raumschiff, aber in der Bar findet man sicher was Passendes. Dort lernt man July kennen, sie hat einen Job und das passende Raumschiff. Bei dem süßen Gesicht und dem Angebot kann man schwer nein sagen. Und somit geht die Ballerei los. Erst ein paar Aufträge für July und dann ein paar andere. Die Story dreht sich aber um ein Artefakt. Der Begleiter Trends, der ins Hospital gekommen war, hatte ein Artefakt, welche irgendwann zu Trend gelangt (der andere wird erschossen). Von nun an sind viele Leute hinter ihm her.
Diese Story zieht sich wie ein roter Faden durch das Spiel. Um sich aber nicht zu viel einfallen lassen zu müssen, muss man erst einige „normale“ Missionen spielen, um in der anderen Handlung voranzukommen.
Das Spiel ist aufgeteilt in Levels, immer wenn man einen bestimmten Betrag an Geld verdient hat, wechselt man in ein neues Level. Immer wenn man ein neuen Level erreicht hat, meldet sich mal wieder July und man muss sich mit ihr irgendwo treffen und damit wird die Rahmenhandlung vorangetrieben. Man fliegt eine Mission mit July und dann ist man wieder auf sich allein gestellt und fliegt wieder Missionen, um ein neues Level zu erreichen. Um schnell das gewünschte Geld zu verdienen, fliegt man Missionen, welche man sich in der Bar besorgt. Diese sind von unterschiedlicher Natur. Mal muss man eine bestimmte Person töten, dann für Sicherheit in einem Sektor sorgen oder mal Waffenstationen zerschießen. Die Aufträge sind auch in Levels unterteilt. Je höher das Level, desto schwerer die Mission, aber um so mehr Geld ist für dich drin. Du kannst auch durch Handel Geld verdienen.
Dein Geld kannst du dann für Raumschiffe, Waffen, Munition, Ausrüstung und Handelswaren ausgeben.

Der Handel
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Auf (fast) allen Stationen/Planeten gibt es einen Händler, bei dem man die verschiedensten Waren kaufen oder verkaufen kann. Mit ein wenig Glück kann man günstig erworbene Ware mit großem Gewinn wieder verkaufen.
Aber man muss die Ware nicht immer kaufen, um sie wo anders zu verkaufen. Man gelangt auch im Kampf an Waren. Wenn man Raumschiffe zerschossen hat, fliegen die Waren im All umher und mit einem Traktorstrahl sammelt man diese ein. Aber man hat begrenzten Laderaum, so dass man nicht alles einsammeln kann. Zu einem anderen Zweck kann man die Waren aber leider nicht verwenden.

Schiffe und Waffen
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Es wäre doch ein sehr schlichtes Spiel, wenn man sich keine neuen Waffen und Raumschiffe kaufen kann. Raumschiffe unterscheiden sich in der Energiekapazität und dem Platz für Kanonen. Leider unterscheiden sie sich nicht in der Geschwindigkeit. Es wäre schön gewesen, wenn man im Verlauf immer schneller durch das All hätte düsen können.
Beim Waffenhändler kann man seine Waffen kaufen und verkaufen. Je besser das Schiff um so bessere Waffen kann man sich für sein Schiff zu legen. Eine gute Mischung aus Kanonen und Torpedos machts.
Ist das Schild runter und der Rumpf schon zerschossen, heißt das noch nicht gleich Tot. Es gibt die Möglichkeit das Schild wieder auf zu laden und den Rumpf zu reparieren. Dazu muss man aber vor der Mission genügend Reparaturroboter und Batterien „einpacken“. Je größer das Schiff desto mehr Platz hast du dann auch.

Steuerung
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Auf dem Planeten ist sie stets schlicht. Man sieht den Ort, wo man sich gerade befindet und oben ist eine Leiste mit den Orten, die es gibt auf dem Planten/ der Station. Mit einem Klick gelangt man dort hin. Mit wenigen Klicks nutzt man alle Möglichkeiten, die einem die Lokalität bieten kann.

Im All gibt es zwei Steuerungen. Die Maus und die Tastatur werden bei beiden benötigt. Bei der einen Steuerung reagiert das Raumschiff auf jede Bewegung der Maus, während das Raumschiff bei der anderen Steuerung erst bei zusätzlichem Knopfdruck die Richtung ändert, sonst zielen nur die Kanonen in die Richtung des Fadenkreuzes. Beide Steuerungen haben ihre Vor- und Nachteile und es ist wohl Geschmackssache, welche man nutzt. Man kann durch das Drücken der Spacetaste zwischen den Varianten wechseln.
Ich selbst nutze die, bei der das Raumschiff direkt reagiert, so kann man gut flüchtenden oder ausweichenden Raumschiffen hinterher machen.

Alle anderen wichtigen Funktionen lassen sich gut über die Tastatur steuern. Hat man den anderen Steuermodi, so kann man auch mit der Maus bestimmte Funktionen aktivieren, da ja das Raumschiff nicht wegsteuert.

Der Bildschirm ist gut ausgebaut, alles Wichtige ist gut zu erkennen und nichts stört bei der Jagd durch den Weltraum.

Missionen
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Hier kommt eigentlich das Manko des Spiels. Sind die Rahmenmissionen, die man in gewissen Anständen zu absolvieren hat, noch recht interessant und abwechslungsreich, so bieten die anderen Missionen, mit denen man sich Geld verdient nicht wirklich neues. Wer schon andere Weltraumschlachten (z.B. Privateer) geschlagen hat, wird nichts Neues entdecken können. Aber die Missionen machen Spaß. Die Missionen steigen zwar im Schwierigkeitsgrad, sind aber dennoch schaffbar, was gut ist für die Langzeitmotivation. Blöd ist nur manchmal, dass man lange zu bestimmten Orten im All fliegen muss, um eine Person auszulöschen. Und dann muss man ja auch die Strecke wieder zurück – oder gar zu einem anderen Planeten. Da herrscht dann immer etwas Leerlauf vor.
Das Spiel ist in Level eingeteilt, man hätte es aber auch in Rang des Spielhelden interpretieren können, denn wenn man eine bestimmte Menge an Credits durch Missionen erlangt hat, so steigt der Level. Nach jedem Levelanstieg gibt es wieder eine Rahmenmission, hat man diese erledigt wartet man auf die nächste und verdient wieder soviel Credits bis man ein neuen Level erreicht hat.

Grafik und Sound
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Grafik und Sound sind gut, ich konnte keine Fehler entdecken. Es gibt schöne Lichteffekte und Explosionen im Weltall. Dennoch bleibt alles schön flott und rasant. Auf dem Planeten hätte man vielleicht mehr machen können, aber da man sich dann doch lieber im All befindet, haben die Entwickler wohl ihr Augenmerk mehr dem All hingerichtet.

Ach wo ich gerade so drüber nachdenke, muss ich gestehen, dass ich doch einen Fehler entdeckt habe. Aber ich kann es nicht so richtig auf das Spiel schieben, da es bei einem Freund ohne Probleme funktioniert.
Also mein PC stellt die Frauen im Spiel fehlerhaft da. Es ist kein Scherz nur die Frauen sind von dem Fehler betroffen. Ich war schon am verzweifeln, als mein Auftrag hieß ich solle mich mit einer Frau in der Bar treffen und ich habe sie nicht gefunden. Nur durch Zufall ist meine Maus über einen Bereich gefahren, wo der Name dann erschien.
In der nächsten Sequenz konnte ich dann den Fehler besser in Aktion erleben. Der Körper der Frau hatte die Höhe null, klebte als am Boden. Bei einer anderen Frau lagen die einzelnen Körperteile am Boden. Sah echt seltsam aus und wie gesagt bei einem Freund ist alles normal.
Auch stürzt das Spiel bei mir im weiteren Verlauf – also noch nicht zu Anfang – bei Zwischensequenzen ab. Da musst ich meinem Freund ein Savegame geben, damit er mich da durchlotst.
Es scheint an meinem Rechner zu liegen, aber diverse Treiberupdates brachten keinen Erfolg.

Voraussetzungen und Infos
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MINIMUM: CPU mit 600 MHz, 128 MByte RAM, 900 MByte Installationsgröße, 3D-Karte
OPTIMUM: CPU mit 1,4 GHz, 512 MByte RAM, 900 MByte Installationsgröße, 3D-Karte

Im Netzwerk und im Internet sind Multiplayerspiele mit bis zu 128 Spielern möglich.
USK-Freigabe: ab 12 Jahre
Preis : 45 €

Fazit
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Das Spiel ist gut. Es macht mir viel Spaß. Trotz der schlechten Missionen bleibt der Spielspaß nicht auf der Strecke, trotzdem gibt es an der Stelle Punktabzug, da sich die Entwickler doch etwas mehr Mühe hätten geben können. Auch die Planeten hätte man etwas ausweiten können. Sie bieten nur wenig Funktionen, mir fällt zwar auf Anhieb auch nichts ein, aber so ist es halt auch nur eines dieser vielen Spiele….ob nun Raumschiff oder U-Boot, da entwickelt sich doch nicht etwa Einheitsbrei.

Trotzdem hat es mir gefallen, es zeigt wohl, dass ich leicht zufrieden zu stellen bin. Ich empfehle das Spiel und kann es auch zu recht machen. Fans solcher Spiele können ruhig mal einen Blick riskieren und auch für Neulinge ist der Einstieg keinesfalls schwer.
Ich gebe 4 von 5 Sternen und wünsche euch viel Spaß beim Weltraumpiraten killen.

RengerT

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