Gartenpflege & Naturschutz im Garten Testbericht

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Erfahrungsbericht von ursand

Heimische Sträucher bedeuten reiche Kost für Vögel

Pro:

Für Vögel ein gedeckter Tisch sowie eine Farbenpracht im Herbst

Kontra:

Sind keine bekannt…

Empfehlung:

Ja

Wir besitzen einen fast 1.800 qm Garten, einen naturnahen Garten, d.h. im Laufe der Jahre haben wir versucht verschiedene Biotope zu schaffen, um die heimische Natur sowie deren Tier- und Pflanzenwelt zu fördern. Zu 99% haben wir einheimische Gewächse gepflanzt.

Die „Exoten“ unter den Gewächsen bieten vielleicht so manchem Auge etwas, stellen aber für unsere Vögel und Insekten keine Nahrungsquelle dar. Viele unserer Vögel, die über den Winter hier bei uns bleiben, sind im Winter auf die Baum- und Strauchfrüchte angewiesen, u.a. Drossel, Amsel, Grasmückenarten, Trauerschnäpper und viele mehr.

Unseren Garten haben wir mit einheimischen Sträuchern „eingezäunt“ und auch verschiedene Bereiche im Garten durch Strauchhecken unterteilt. Die können entweder frei wachsen oder auch – wenn es denn gefällt – gerade, sozusagen nach Schnur, geschnitten werden. Unsere dürfen, da wir ausreichend Platz haben, frei wachsen.

Im Sommer bieten die einheimischen Sträucher reichlich Nahrung für Insekten und den Vögeln sehr viel Nisthilfen. Im Herbst verwöhnen sie unser Auge durch ihre farbenprächtigen Beeren und zum Teil mit einer wunderschönen Laubfärbung. Den Vögeln wird nicht nur im Herbst, sondern sogar bei Eis und Schnee im Winter noch ein reichlich gedeckter Tisch mit vielen Beeren geboten.

Im folgenden möchte ich einmal einige vorstellen, die hierfür besonders gut geeignet sind, da sie zur Blütezeit durchweg von Insekten bestäubt werden und mit ihren Beeren die Vögel (Wie viele Vogelarten steht in Klammern dahinter!) regelrecht anlocken:


Holunder (62)
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Im Frühjahr lässt sich aus den Blüten der Holunderblütensaft herstellen, der wunderbar bei Erkältungen hilft.

Die dunkelblauen schwarzen Beeren, die in Dolden an den Büschen hängen, locken im Herbst Finken und Grauschnäpper besonders an.


Pfaffenhütchen (24)
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Das Pfaffenhütchen ist für mich ein besonderes Schmuckstück unter den Beeren tragenden Sträuchern. Die Blüten sind gelblichweiß, die Beeren sind rosa bis rot, 1,5 – 2,5 cm lang gestielt und hängen in 2 – 9 blättrigen Trugdolden an dem Strauch. Diese ziehen viele Vögel an. Hinzu kommt, dass das Pfaffenhütchen eine wunderschöne Herbstfärbung vorzeigen kann.


Eberesche (63)
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Die Blüten der Eberesche sind eher etwas unscheinbar, aber in großen Dolden hängen die Beeren der Ebereschen im Herbst an den Büschen. Viele Vögel fressen sich hieran so regelrecht satt.


Schlehe (Schwarzdorn) (20)
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Die Schlehe ist ein spariger, dicht verzweigter, sehr dorniger Strauch. Der Laubaustrieb erfolgt erst nach der Blüte. Die dunkelblauen Beeren sind kugelig bis 1 cm groß, nach dem ersten Frost ist der Vitamingehalt besonders hoch. Sie sind eine besonders willkommene Winternahrung. Kreuzschnäbel bevorzugen die Kerne dieser Beeren.


Wacholder (43)
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Die Beeren des Wacholder sind auch dunkelblau. Rund 40 Vogelarten mögen und genießen seine würzigen Früchte. Mit von der Partie ist der Zeisig.


Zwergmispel (da konnte ich keine Zahl finden)
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Dieser immergrüne Strauch bietet mit seinen Blüten im Sommer vielen Insekten Nahrung, und die Vögel mögen seine dunkelroten Beeren, die in Dolden an den Büschen hängen.


Stechpalme (hier leider auch nicht)
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Diese immergrüne Strauch mit seinen äußerst stacheligen Blättern, bietet mit seinen roten Beeren Nahrung für viele Vögel. Im Sommer finden die Vögel durch das dichte Laub eine ideale Nistgelegenheit und im Herbst und Winter Schutz vor Regen und Wind.


Hundsrose (Hagebutten) (8)
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Die Blüten der Hagebutten sind schon eine Augenweide und die Insekten sind dort immer zu beobachten. Die im Herbst erscheinenden roten Hagebutten bleiben bis zum Ende des Winters schön saftig. Dadurch sind sie außer bei Vögeln auch noch bei einigen anderen Säugetieren beliebt!


Schneeball (22)
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Der Schneeball hat wunderschöne Blüten, eine schöne Herbstfärbung und knallig rote Beeren, die bei den Vögeln im Spätwinter sehr beliebt sind.

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Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sie soll als Anregung gelten, vielleicht doch einmal mehr auf heimische „Wild“sträucher zurückzugreifen und auf Koniferen bzw. immergrüne Sträucher nicht ganz, aber doch weitgehend zu verzichten.

Eine Azalee zum Beispiel blüht etwa 10 Tage und sieht das ganze Jahr hindurch ansonsten gleich aus, meines Erachtens langweilig! Die heimischen Sträucher jedoch verändern ihr Gesicht mit den Jahreszeiten und bieten eben nicht nur den Insekten und Vögeln Nahrung, sondern auch unseren Augen sehr viel Abwechslung.

Ich hoffe, mein Bericht hat keinen gelangweilt und danke allen fürs Lesen, Bewerten und freue mich über Kommentare.

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Ich schreibe auch für ciao
ursand©26.10.2003

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