Gothika (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von BjoernS
Würden sie jemandem vertrauen... ?
Pro:
sehr spannend, schauspielerische Leistung von Halle Berry
Kontra:
nichts für schwache Nerven
Empfehlung:
Ja
Da man über die Osterfeiertage ja nicht nur lesen kann, war am Samstag abend mal wieder ein Gang ins Kino angesagt. Auf dem Programm stand – passend zu den besinnlichen Feiertagen – ein Psychothriller: Gothika. Mein Urteil über diesen Film kann nachfolgend gelesen werden ...
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Storyline
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Die Psychologin Dr. Miranda Grey arbeitet in einer geschlossenen psychatrischen Anstalt, in der hauptsächlich Schwerverbrecher einsitzen. Eine ihrer Patientinnen erzählt immer wieder, dass sie nachts vom Teufel vergewaltigt wird. Dr. Grey denkt ausschließlich wissenschaftlich und rational und schiebt diese „Erscheinungen“ auf eine Art Verdrängungssyndrom. Sie erläutert der Patientin, dass diese ihr vertrauen muss, bekommt als Antwort aber nur die Gegenfrage „würden sie jemandem vertrauen, der sie für verrückt hält?“. Auch ihr Boss und Ehemann glaubt nicht an die Aussagen der Patientin.
Im strömenden Regen macht Miranda sich mit dem Auto auf den Heimweg und muss anschließend eine Umleitung nehmen. Plötzlich sieht sie eine junge Frau auf der Strasse, weicht aus und baut einen Unfall. Sie geht auf die Frau zu und sieht, wie diese in Flammen aufgeht .... anschließend erwacht sie als Gefangene in ihrer eigenen Anstalt und kann sich an nichts mehr erinnern. Der Vorwurf gegen sie lautet, dass sie ihren Ehemann getötet, ja geradezu abgeschlachtet haben soll. Miranda bestreitet dies und erzählt von der jungen Frau, die sie auch weiterhin immer mal wieder sieht. Außerdem tauchen in ihren Gedanken die Worte „nicht alleine“ auf – nur leider kann außer ihr dies niemand sehen. Zunächst versucht Miranda das Ganze rational zu betrachten, doch sie merkt, dass dem nicht so ist. Immer wieder taucht die junge Frau auf und Miranda findet heraus, dass es sich um die seit 5 Jahren tote Tochter des Anstaltsleiters handelt. Leider glaubt ihr ehemaliger Kollege, der sie jetzt als Psychologe betreut, ihr nicht – und auch sie vertraut ihm nicht, denn „würden sie jemanden vertrauen, der sie für verrückt hält?“. Miranda gelingt die Flucht aus ihrer Zelle ....
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Meine Meinung
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Die Story klingt im ersten Ansatz ein wenig platt und scheint nicht wirklich viel herzu geben. Dem ist aber nicht so. Die Geschichte beginnt sehr schnell spannend zu werden und diese Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Dabei fokusiert sich der gesamte Handlungsverlauf auf die Person Miranda Grey (gespielt von Halle Berry) und hat damit eigentlich nur eine wirkliche Hauptperson. Zwar spielen auch andere Personen eine wichtige Rolle, doch die Darstellung der Handlung ist immer an der Person Miranda aufgehängt. Interessant ist dabei vor allem, dass die „Wandlung“ im Denken von Miranda sehr gut dargestellt ist – man kann ziemlich gut nachvollziehen, wie Miranda von ihrem eigentlichen wissenschaftlichen Denken abweicht und die „übernatürlichen“ Faktoren erkennt und annimmt. Im Laufe der Handlung ist eigentlich bis zum Schluss offen, was der tatsächliche Hintergrund dieses übernatürlichen und dem Erscheinen der Toten ist – es wird ganz zum Schluss aufgeklärt, wobei ich von der Ursache ziemlich überrascht gewesen bin. Daraus resultiert auch die ständig steigende Spannung.
Wirklich brutal ist der Film nicht, er hat zwar einige recht blutige Szenen, die werden aber überwiegend durch das Zeigen von Bildern dargestellt. Der Film setzt – wie es sich für einen Psychothriller gehört – eher auf unterschwellige Gewalt, die sich vor allem in kurzen Schockeffekten und subtilem Horror äußern. Aus diesem Grund halte ich die Altersfreigabe von FSK 16 durchaus für angemessen. Auffällig war, dass im Kino nicht wenige Leute an Stellen gelacht haben, an denen es eigentlich nichts zu lachen gab – ein deutliches Zeichen für die nervliche Anspannung der Zuschauer im Kino. Leute mit schwachen Nerven, sollten diesen Film daher meiden – einen stabilen Magen braucht man hingegen nicht.
Besonders erwähnenswert ist die schauspielerische Leistung von Halle Berry als Dr. Miranda Grey. Sie spielt ihre Rolle äußerst überzeugend und kann sämtliche Gefühle und Gedanken grandios rüber bringen. Besonders die Szenen, in denen Angst vermittelt wird, kommen gut rüber. Die Angst ist Halle Berry buchstäblich ins Gesicht geschrieben, man kann es ihr an den Augen ablesen und das ist schon eine schauspielerische Leistung, die nicht jede Akteurin bringen kann. Gerade weil die Geschichte sich ziemlich auf die von Halle Berry dargestellte Person fokusiert, ist sie natürlich entsprechend oft auch in Großaufnahme zu sehen – macht dabei aber zu jedem Zeitpunkt eine sehr sehr gute und vor allem glaubwürdige Figur. Insgesamt kann man diese Leistung durchaus als oscarreif bezeichnen.
Auffällig ist auch die Kameraführung. Es wird sehr viel mit Totalen gearbeitet, die dann sehr schnell in Nahaufnahmen über gehen. Auch der Effekt, in dem die Kamera den Schauspieler quasi umkreist, wird immer mal wieder eingesetzt und erzielt eine interessante Wirkung. Beeindruckt haben mich vor allem aber die „Fahrten“ aus der Totalen in die Nahaufnahme, die immer hervorragend zu der jeweiligen Situation gepasst haben.
Die Filmmusik unterstützt die insgesamt beklemmende Stimmung, die verbreitet wird, hervorragend. Sie spielt meistens ganz dezent im Hintergrund und kommt nur als spannungförderndes Element wirklich hervor. An vielen Stellen wird auf die Musik sogar ganz verzichtet, was aber eher vorteilhaft ist, da es einfach irgendwie passt.
Ist der Film fehlerfrei? Nein, ist er nicht. Die Handlung selber birgt zwar keine wirklichen Fehler (wenn man an übernatürliche Dinge glaubt), aber an einer Stelle ist dem Regisseur ein ganz gravierender, banal naturwissenschaflticher Fehler passiert: Miranda taucht auf der Flucht in einem Swimmingpool unter um ihren Verfolgern zu entgehen. In diesem Pool gibt es unter Wasser eine kleine Rinne, auf der sich Miranda ABSTÜTZT, um nicht nach oben zu treiben. Nun sollte es aber bekannt sein, dass man unter Wasser nach oben treibt, Miranda müsste sich also nicht auf der Rinne nach unten hin abstützen, sonder die Hände in der Rinne nach oben drücken, um sich selber so nach unten halten zu können .....
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Fakten
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FSK: 16 Jahre
Originaltitel: Gothika
In den deutschen Kinos seit 11.03.2004
Regie: Mathieu Kassovitz
Buch: Sebastian Gutierrez
Musik: John Ottman
Verleih: Columbia Tristar
Schauspieler: Halle Berry, Robert Downey Jr., Penélopez Cruz
Spiellänge: 98 Minuten
Internet: www.gothika-der-film.de
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Fazit
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Ein hochspannender Film mit einer glänzenden Halle Berry in der Hauptrolle. Ein Psychothriller der die Nerven der Kinobesucher schon ziemlich anspannt und daher auf jeden Fall mit der FSK 16 gut bedient ist. In meinen Augen ein absolut empfehlenswerter Film, der nur Bestnoten verdient.
Vielen lieben Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Cu easywk
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Storyline
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Die Psychologin Dr. Miranda Grey arbeitet in einer geschlossenen psychatrischen Anstalt, in der hauptsächlich Schwerverbrecher einsitzen. Eine ihrer Patientinnen erzählt immer wieder, dass sie nachts vom Teufel vergewaltigt wird. Dr. Grey denkt ausschließlich wissenschaftlich und rational und schiebt diese „Erscheinungen“ auf eine Art Verdrängungssyndrom. Sie erläutert der Patientin, dass diese ihr vertrauen muss, bekommt als Antwort aber nur die Gegenfrage „würden sie jemandem vertrauen, der sie für verrückt hält?“. Auch ihr Boss und Ehemann glaubt nicht an die Aussagen der Patientin.
Im strömenden Regen macht Miranda sich mit dem Auto auf den Heimweg und muss anschließend eine Umleitung nehmen. Plötzlich sieht sie eine junge Frau auf der Strasse, weicht aus und baut einen Unfall. Sie geht auf die Frau zu und sieht, wie diese in Flammen aufgeht .... anschließend erwacht sie als Gefangene in ihrer eigenen Anstalt und kann sich an nichts mehr erinnern. Der Vorwurf gegen sie lautet, dass sie ihren Ehemann getötet, ja geradezu abgeschlachtet haben soll. Miranda bestreitet dies und erzählt von der jungen Frau, die sie auch weiterhin immer mal wieder sieht. Außerdem tauchen in ihren Gedanken die Worte „nicht alleine“ auf – nur leider kann außer ihr dies niemand sehen. Zunächst versucht Miranda das Ganze rational zu betrachten, doch sie merkt, dass dem nicht so ist. Immer wieder taucht die junge Frau auf und Miranda findet heraus, dass es sich um die seit 5 Jahren tote Tochter des Anstaltsleiters handelt. Leider glaubt ihr ehemaliger Kollege, der sie jetzt als Psychologe betreut, ihr nicht – und auch sie vertraut ihm nicht, denn „würden sie jemanden vertrauen, der sie für verrückt hält?“. Miranda gelingt die Flucht aus ihrer Zelle ....
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Meine Meinung
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Die Story klingt im ersten Ansatz ein wenig platt und scheint nicht wirklich viel herzu geben. Dem ist aber nicht so. Die Geschichte beginnt sehr schnell spannend zu werden und diese Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Dabei fokusiert sich der gesamte Handlungsverlauf auf die Person Miranda Grey (gespielt von Halle Berry) und hat damit eigentlich nur eine wirkliche Hauptperson. Zwar spielen auch andere Personen eine wichtige Rolle, doch die Darstellung der Handlung ist immer an der Person Miranda aufgehängt. Interessant ist dabei vor allem, dass die „Wandlung“ im Denken von Miranda sehr gut dargestellt ist – man kann ziemlich gut nachvollziehen, wie Miranda von ihrem eigentlichen wissenschaftlichen Denken abweicht und die „übernatürlichen“ Faktoren erkennt und annimmt. Im Laufe der Handlung ist eigentlich bis zum Schluss offen, was der tatsächliche Hintergrund dieses übernatürlichen und dem Erscheinen der Toten ist – es wird ganz zum Schluss aufgeklärt, wobei ich von der Ursache ziemlich überrascht gewesen bin. Daraus resultiert auch die ständig steigende Spannung.
Wirklich brutal ist der Film nicht, er hat zwar einige recht blutige Szenen, die werden aber überwiegend durch das Zeigen von Bildern dargestellt. Der Film setzt – wie es sich für einen Psychothriller gehört – eher auf unterschwellige Gewalt, die sich vor allem in kurzen Schockeffekten und subtilem Horror äußern. Aus diesem Grund halte ich die Altersfreigabe von FSK 16 durchaus für angemessen. Auffällig war, dass im Kino nicht wenige Leute an Stellen gelacht haben, an denen es eigentlich nichts zu lachen gab – ein deutliches Zeichen für die nervliche Anspannung der Zuschauer im Kino. Leute mit schwachen Nerven, sollten diesen Film daher meiden – einen stabilen Magen braucht man hingegen nicht.
Besonders erwähnenswert ist die schauspielerische Leistung von Halle Berry als Dr. Miranda Grey. Sie spielt ihre Rolle äußerst überzeugend und kann sämtliche Gefühle und Gedanken grandios rüber bringen. Besonders die Szenen, in denen Angst vermittelt wird, kommen gut rüber. Die Angst ist Halle Berry buchstäblich ins Gesicht geschrieben, man kann es ihr an den Augen ablesen und das ist schon eine schauspielerische Leistung, die nicht jede Akteurin bringen kann. Gerade weil die Geschichte sich ziemlich auf die von Halle Berry dargestellte Person fokusiert, ist sie natürlich entsprechend oft auch in Großaufnahme zu sehen – macht dabei aber zu jedem Zeitpunkt eine sehr sehr gute und vor allem glaubwürdige Figur. Insgesamt kann man diese Leistung durchaus als oscarreif bezeichnen.
Auffällig ist auch die Kameraführung. Es wird sehr viel mit Totalen gearbeitet, die dann sehr schnell in Nahaufnahmen über gehen. Auch der Effekt, in dem die Kamera den Schauspieler quasi umkreist, wird immer mal wieder eingesetzt und erzielt eine interessante Wirkung. Beeindruckt haben mich vor allem aber die „Fahrten“ aus der Totalen in die Nahaufnahme, die immer hervorragend zu der jeweiligen Situation gepasst haben.
Die Filmmusik unterstützt die insgesamt beklemmende Stimmung, die verbreitet wird, hervorragend. Sie spielt meistens ganz dezent im Hintergrund und kommt nur als spannungförderndes Element wirklich hervor. An vielen Stellen wird auf die Musik sogar ganz verzichtet, was aber eher vorteilhaft ist, da es einfach irgendwie passt.
Ist der Film fehlerfrei? Nein, ist er nicht. Die Handlung selber birgt zwar keine wirklichen Fehler (wenn man an übernatürliche Dinge glaubt), aber an einer Stelle ist dem Regisseur ein ganz gravierender, banal naturwissenschaflticher Fehler passiert: Miranda taucht auf der Flucht in einem Swimmingpool unter um ihren Verfolgern zu entgehen. In diesem Pool gibt es unter Wasser eine kleine Rinne, auf der sich Miranda ABSTÜTZT, um nicht nach oben zu treiben. Nun sollte es aber bekannt sein, dass man unter Wasser nach oben treibt, Miranda müsste sich also nicht auf der Rinne nach unten hin abstützen, sonder die Hände in der Rinne nach oben drücken, um sich selber so nach unten halten zu können .....
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Fakten
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FSK: 16 Jahre
Originaltitel: Gothika
In den deutschen Kinos seit 11.03.2004
Regie: Mathieu Kassovitz
Buch: Sebastian Gutierrez
Musik: John Ottman
Verleih: Columbia Tristar
Schauspieler: Halle Berry, Robert Downey Jr., Penélopez Cruz
Spiellänge: 98 Minuten
Internet: www.gothika-der-film.de
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Fazit
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Ein hochspannender Film mit einer glänzenden Halle Berry in der Hauptrolle. Ein Psychothriller der die Nerven der Kinobesucher schon ziemlich anspannt und daher auf jeden Fall mit der FSK 16 gut bedient ist. In meinen Augen ein absolut empfehlenswerter Film, der nur Bestnoten verdient.
Vielen lieben Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Cu easywk
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