Griechenland Testbericht

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Erfahrungsbericht von verbatim
Eine Berginsel voller Geheimnisse
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
In diesem Bericht möchte ich eine Insel vorstellen, welche im Osten der Ägäis liegt und mehr der Türkei anstatt Griechenlands angenähert ist, nämlich Samothraki. Sie wird aber trotzdem von Griechenland regiert.
*Warum Samothraki als Reiseziel?*
Letztes Jahr, wie man auch in einem früheren Bericht von mir lesen kann, waren mein Vater und ich auf eine Insel namens Limnos gereist. Während dieser Überfahrt mit Schiff im letzten Jahr legten wir an einer weiteren, uns unbekannten, Insel namens Samothraki an und dort gingen viele Menschen vom Schiff hinunter. Also sagten wir uns, dass diese kleine Insel etwas Besonderes haben müsse und wir uns doch auch mal dort niederlassen sollten.
Daraufhin blätterte ich mehrere Bücher in meiner Schulbibliothek nach kleinen Inseln in der Ägäis durch, aber fand nichts besonders Auffälliges. Dann schaute ich im Internet nach Berichten über diese Insel und fand einen ganz treffenden und aussagekräftigen Bericht, der mich und mein Vater nun vollends auf Samothraki verschlug.
*Anfahrt*
Wir fuhren nicht wie gewohnt von dem Hafen aus Kavala, sondern von dem Hafen aus Alexandroupoli, weil uns das Büro unserer Fährgesellschaft mitgeteilt hatte, dass es in Kavala Probleme mit dem Schiff geben würde und wir deshalb nach Alexandroupoli fahren sollten. Das störte uns nicht zunehmend, weil wir die Stadt noch nicht kannten und den Weg dorthin auch nicht. Der Weg war ungefähr 150km lang und teils Autobahn und Tunnel, aber teils auch Landstraße durch kleine Dörfer. In Alexandroupoli selbst fanden wir den Hafen sehr schnell und unser Schiff stand auch schon abfahrbereit, wir hatten allerdings noch keine Karten. Also mussten wir auch noch das Büro unserer Fährgesellschaft ‘Saos’ suchen. Auch das fanden wir relativ schnell und unser Schiff sollte dann in einer halben Stunde abfahren, was es allerdings erst nach einer Stunde tat. Wir bezahlten für diese Überfahrt 8.80€uro pro Person und das Auto kostete 36.50€uro. Jetzt tuckerten wir 2.5 Stunden über das Meer um schließlich eine vom Hafen aus kahlaussehende Insel zu erreichen.
Der Eiskaffee auf dem Schiff ‘Nona Mary’ ist sehr zu empfehlen.
*Samothraki- Allgemeines*
(Die Fakten hier stammen von einer Reisekarte, die wir an einem Souvenierstand auf Samothraki selbst käuflich erworben haben, für 2€uro)
Samothraki, Insel im nord-östlichen Ägäischen Meer, liegt 29sm südlich der Stadt Alexandroupolis. Sie dehnt such ellipsenförmig auf einer Fläche von 180km² aus und die Küstenlänge beträgt etwa 32km. Die Bodenbeschaffenheit ist gebirgig, mit dem 1611m hohen Fengari im Gebirge Saos oder Saoki als höchstem Gipfel. Die Bewohner beschäftigen sich mit Landwirtschaft, Viehzucht, Fischfang und Holzfällen. Während der letzten Jahre hat der Tourismus einen bemerkenswerten Aufschwung genommen. Samothraki hat ein gesundes Klima.
*Quartiersuche + Quartier*
Sobald wir vom Schiff heruntergekommen waren, wollten wir uns ein Quartier suchen, welches unseren Ansprüchen entspricht. Es muss also nicht zu protzig aussehen, bezahlbar sein und es sollte möglichst nicht in einer Stadt beziehungsweise an einer dichtbefahrenen Straße liegen. Nach ein paar Minuten rumfahren fanden wir dann einige -Rooms to let- Schilderund wir fuhren darafhin in eine enge aber kaum befahrene Straße hinein und folgten den -Domatia- Schildern. (Domatia heißt Zimmer).
Schließlich fuhren wir noch eine enge Gasse hinein und befanden uns vor einem blau gestrichenen metallischen Tor, welches für uns offen stand. Dahinter befanden sich ganz viele bunte Blumen. In einem Gespräch mit den Hausbesitzern auf Englisch bekamen wir drei Zimmer gezeigt und nahmen das Mittlere. Die Besitzer waren sehr zuvorkommend und sichtlich überrascht, das mal jemand kam, mit dem man kein Griechisch sprechen kann. Mit der Frau des Besitzers hatte wir allerdings große Probleme uns zu verständigen, weil sie keinerlei Englisch sprach und beide Seiten aneinander vorbei redeten. Später holte sie sogar vom Nachbarhaus jemanden der sowohl Deutsch als auch Griechisch sprach, um uns zu fragen ob wir noch Bettwäsche bräuchten.
Nach wiederholtem Suchen eines Ortseingangschildes, was auf der Insel sowieso sehr mager zu finden ist, haben wir immer noch keines gefunden. Erst wo wir bei uns im kleinen Ort in einer Taverne essen waren, da bekamen wir eine Rechnung und dort stand unser Urlaubsort auf Samothraki drauf: Kato Kariotes.
Unser Quartier ist nicht sehr europäisch ausgestattet, würde ich sagen. Wir haben nur 2 Steckdosen, was wenn wir keine Verlängerung mitgehabt hätten beim Notebook zu Problemen hätte führen können oder beispielweise bei der Kamera. Wir haben nur einen kleinen Kühlschrank, der bei uns maximal für die Getränke ausreicht, und es passte noch nicht mal unsere frisch gekaufte Wassermelone hinein, aber eine Honigmelone würde sicherlich noch untergebracht werden können. Der Kühlschrank war aber allerdings schon das einzigste technische Gerät in unserer Unterkunft, bis auf die Lampen, die ich nicht zu technischen Geräten zählen kann. Sonst haben wir ein Doppelbett und mehrere Regale an der Wand, sowie auch einen für das Zimmer einen relativ großen Kleiderschrank und sogar ein Ganzkörperspiegel.
Im Bad gehen allerdings die Mängel weiter, nämlich dass wir keine richtige Dusche haben, sondern nur einen Duschvorhang mit einer kleinen Stehwanne darunter und alles steht mitten im Raum. Dann kommt auch hier natürlich das allgegenwärtige Problem in Griechenland wieder auf uns zu- Das Papier darf nicht in die Toilette geschmissen werden. Das Bad ist zwar auch an sich sehr klein, aber allerdings haben wir auch noch einen Spiegel mit mehreren Aufbewahrungsfächern drum rum.
Draußen haben wir eine Art Balkon also eigentlich eher Terrasse kann man sagen, auf der man eigentlich ganz gemütlich sitzen kann und lesen oder einen Bericht schreiben.
*Die Hauptstadt Samothraki*
So wie die Insel heißt, heißt auch die Hauptstadt- sehr einfallsreich, habe ich mir erst einmal gedacht. Das heißt eigentlich haben wir uns eher gedacht, dass die Hafenstadt auch die Hauptstadt sein möge, aber dem war nicht so.
Samothraki ist mehr in den Bergen gelegen und wurde an einem Hang hoch gebaut. Auf diesem Hang steht ein sehr alte Ruine, die auch als Sehenswürdigkeit empfehlenswert ist anzuschauen. Man sollte allerdings nicht versuchen mit dem Auto diesen Berg hoch zu fahren oder geschweige durch die Hauptstadt durchfahren wollen, denn die Straßen sind, wie in vielen alten kleinen griechischen Städten, sehr verwinkelt und eng, es passt maximal ein Auto durch die Straßen. Also entweder mietet man sich einen Roller oder man läuft. Laufen ist hier die bessere Alternative, weil man dann wirklich jede kleine Nische genauer betrachten kann und so auch eine Möglichkeit hat in das Leben der Inselbewohner einen kleinen Einblick zu bekommen. Des Weiteren gibt es viele kleine Stände und Läden, die einen den Anstieg oder auch den Abstieg des Berges leichter werden lassen. Ein Laden zum Beispiel roch besonders nach Räucherstäbchen und so da durfte ich aber nicht rein gucken, weil mein Vater nicht wollte, dass ich belästigt werde oder so, weil er dort schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. In einem solchen Laden meine ich natürlich, keine Ahnung welche schlechten Erfahrungen.
In dieser Stadt kriegt man die süßesten und leckersten Aprikosen auf der ganzen Insel zu kaufen und zwar in einem Laden, der eigentlich sehr verwinkelt liegt. Selbst in diesem Laden haben wir erst geschaut und bekamen keinen Tsatsiki! Schließlich aber habe ich den Verkäufer auf Englisch gefragt und dann konnten wir auch einen bekommen.
*Das Gemüt der Bewohner*
Die Bewohner sind auf dieser Insel wesentlich gemütlicher als auf dem Festland, das merkt man vor allem an dem Fahrstil der Menschen hier. Sonst fahren die Menschen vom Festland eher rasant und meist ziemlich hektisch, auch nervöse Leute kommen dort öfter vor, was vor allem durch das ständige Gehupe zu bemerken ist. Hier auf der Insel ist kaum ein Gehupe zu hören und wenn dann ist es auch wirklich berechtigt. Von einem hektischen Fahrstil kann man hier nicht sprechen, weil man sicherlich gemütlich einparken kann ohne irgendwie belästigt zu werden. Oft kann man hier auch Einheimische beobachten, die nur 60 oder so auf der Landstraße fahren, obwohl eine höhere Geschwindigkeit angepriesen ist. Das würde auf dem Festland niemals vorkommen.
Unsere Wirtsleute waren zudem sehr zuvorkommend und riefen nochmal extra bei der Fährgesellschaft an, ob unsere Fähre auch wirklich zu de angegebenen Zeit fährt. Einige Menschen auf dem Festland waren nicht so zuvorkommend.
Im Allgemeinen würde ich das Gemüt der Bewohner als zuvorkommend, gastfreundschaftlich und gemütlich bezeichnen.
*Sehenswürdigkeiten*
Auf dieser Insel, dachten wir zum mindestens erst, wird es ja nicht viele Sehenswürdigkeiten geben, aber da täuscht man sich- unser 4 Tagestrip reichte gerade mal so für alles aus, wenn man sich 2 am Tag vornimmt.
Zuerst wusste ich nicht in welcher Reihenfolge ich euch die Sehenswürdigkeiten vorstellen soll, dann kam mein Vater auf die Idee euch diese in einer Abfolge der Straße aufzuzeigen. Ich werde von der Hafenstadt Kamariotissa nach links gehen und dann im Prinzip einmal um die Insel rum, so weit es gehen mag.
Paleopoli
Hier befindet sich die allergrößte Sehenswürdigkeit der Insel, nämlich eine für mich aussehende ausgegrabene Stadt, die einen größeren Umfang hat als alle anderen noch existierenden Städte auf dieser Insel. Das Highlight von Paleopoli sind sicherlich die Säulen, die ungefähr in der Mitte der Anlage zu finden sind.
Auf diese Sehenswürdigkeit weisen zwei braune Schilder hin, wo jeweils immer ‘Sanctuary for the great gods’ drauf steht. Auf dem einen Schild(von Kamariotissa das zweite) steht noch etwas mit einem Turm, aber den kann man auch von der Straße aus betrachten, dafür muss man nicht den kleinen Berg hochsteigen. Obwohl man von dem Turm aus sicherlich eine sehr gute Aussicht haben könnte, weil es bestimmt mal ein Aussichtsturm war.
Zu der großen Sehenswürdigkeit gibt es allerdings nicht sehr viel zu erzählen, bis auf dass sie sehr groß ist und auch heute weit noch nicht alle Teile dieser Stadt zugänglich gemacht wurden. Hinter Zäunen konnten wir noch einige Wissenschaftler erkennen, die noch einige Sachen aufzeichneten. Das sah ziemlich interessant aus, die Arbeit meine ich natürlich.
Neben dieser großen Sehenswürdigkeit befindet sich auch ein Museum, an dem man erst einmal vorbei kommen muss um die Säulen zu sehen. In dieses Museum konnten wir allerdings nicht hinein gehen, weil es Montag Ruhetag hat. Deswegen gingen wir mit unseren bereits bezahlten Karten(3€uro pro Person; Kinder frei) erst am Dienstag hinein.
Das war interessant, weil man zum Beispiel Geld aus verschiedenen Zeiten auf einem Fleck sehen konnte. Allerdings hätten die Aussagen zur Geschichte etwas mehr verdeutlicht werden können. Sie waren zwar nur in Englisch, aber trotzdem sehr spärlich. Uns reichten nicht nur 1-2 Sätze zu einer großen Säule.
Loutra
Die Überschrift Loutra ist eigentlich ziemlich falsch gewählt, weil die Quelle nicht direkt in Loutra drin ist und der Ort selbst auch zu klein dafür beschaffen ist. Diese Quelle liegt direkt an der Straße und man sieht auch immer mehrere Autos, die davor stehen und Menschen, die sich ihr Wasser abfüllen. Ich selbst habe dieses Wasser noch nicht probiert. Mein Vater meint nämlich, dass man dadurch Durchfall kriegen könnte und es dem Magen schaden würde.
Hier kann man sich sein eigenes Wasser abfüllen, wenn man nicht 6 Euro für ungefähr 4-5 Flaschen ausgeben will.
Therma
In Therma selbst kann man gleich wenn man in den Ort rein kommt eine Bushaltestelle sehen, und von der aus gegenüber findet man das Heilbad von Samothraki, welchem eine hohe Heilrate zugesprochen wird. Wir selbst haben es nicht besucht, weil nichts in Englisch oder so dran stand und wir bis dahin auch noch keinen kannten, der uns hätte sagen können welchen Eingang oder so wir benutzen sollen. Aber es gibt es und es ist auch sehr leicht zu finden, das unscheinbarste Haus gleich am Anfang von Therma.
Weiter hinein in Therma kann man am besten in der Stadt Lebensmittel einkaufen, denn hier sind die Preise relativ normal gehalten für diese Insel und man kann frisches Obst sehen.
Fluss Varadas- Wasserfall beim Zeltplatz
Wir hatten schon viel von dem sagenumworbenen Wasserfall gehört und auch von dem Urwald , durch den man erstmal durchlaufen muss um den Wasserfall sich anschauen zu können. Aber 3 Tage lang suchten wir selbst nach dem Wasserfall und fanden ihn nicht, dann gingen wir am vorletzten Abend auf der Insel in die Gaststätte in unserer Nähe, dort konnte der Kellner sogar Deutsch, weil er aus Stuttgart kommt. Dieser sagte uns dann, wo wir genau hin mussten und weite uns auch auf mehrere andere Sehenswürdigkeiten hin, die wir allerdings schon besucht hatten. Selbst Strände sind hier eine Sehenswürdigkeit, deshalb sind sie auch hier weiter unten von mir aufgeführt worden.
Von unserem Ort aus(Kato Kariotes) fährt man in Richtung Therma, aber biegt dann nicht ab sondern weiter und folgt dem Schild ‘Multilary Camping 4km’. An dem größten Zeltplatz der Insel fährt man einfach vorbei und fährt dann noch ein Stückchen weiter geradeaus, bis ganz unverhofft viele Autos geparkt und scheinbar in der Einöde stehen. Da lassen Sie ihr Auto stehen und gehen zu dem grünen Häuschen, da muss man dann Eintritt in den Urwald bezahlen(so ein Quatsch, aber naja muss halt sein). Der Eintritt ist nicht hoch nämlich nur 1 Euro für zwei Personen, wenn man mit 3 oder 4 Personen rein geht, kostet es sicher auch nur 1 Euro, denke ich doch mal so. Dann fängt man einfach an geradeaus zu laufen, da kann man eigentlich nicht falsch machen, weil ein kleiner Weg schon vorgegeben ist und man eigentlich nur der Flussrichtung entgegen laufen muss. Hier läuft man direkt dem Wasserfall entgegen, allerdings ungefähr 2km, uns kam es eher wie 3km vor, aber es standen am Ende 2km als Entfernung dran.
Die Spannung über den ganzen Weg mit den Steinen und so will ich hier jetzt nicht versauen, weil man den griechischen Urwald auf der Insel Samothraki selbst einmal gesehen haben muss.
Ich war dann schwimmen in der kleinen Wanne, wo der Wasserfall auftrifft und es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man der Strömung eines Wasserfalls entgegen schwimmt. Allerdings ist dieses Wasser sehr kalt, wenn man nicht sogar sagen kann, dass es eisig ist. Es kommt ja auch schließlich aus den Bergen.
Phonias Tower
Dieser Turm, wahrscheinlich Verteidigungsturm oder auch nur Aussichtsturm, liegt ungefähr 8km von Therma entfernt, aber konnte uns zum mindestens nicht faszinieren. Er ist einfach zu zerfallen, natürlich kann man daraus lesen, dass sie ihre Türme nicht nur mit geraden Steinen gebaut haben, aber das wusste man sicherlich schon vorher, bevor diesen nicht faszinierenden Turm gesehen hat. Auf meiner Karte ist dieser Turm als sichtlichen Höhepunkt angepriesen, aber das kann ich nun gar nicht weiter empfehlen. Dahinter findet man allerdings einen kleinen Bach, der ins Meer mündet, und dieser birgt um sich viele Fahnen(die Pflanzen), so dass ein kleiner Gang hinter dem Phonias Tower sicherlich interessanter ist als der Turm selbst.
Strand Kipos
Dieser Strand ist sehr lang und breit zwischen zwei Bergketten gelegen. Zu diesem schönen Steinstrand führt eine Straße, die nur für den Strand so weit gebaut worden war, das erkennt man, weil die Straße sobald man den Strand erreicht hat aufhört.
Bevor man den Strand sehen kann, steht neben der Straße plötzlich ein kleiner Panzer, der direkt hinter einer Kurve auftaucht. Dieser Panzer ist eckig, alt und ziemlich brüchig. Auf jeden Fall nicht mehr einsatzbereit.
Diesen Strand würde ich für empfindliche Leute nur mit Badeschuhen empfehlen und den etwas härter genossenen wünsch eich viel Glück, dass sie auf den vielen kleinen Steinchen keinen spitzeren erwischen. Wir fühlten uns an diesem Strand nicht wohl, weil es auf so tief gleich abgeht. Man kann eigentlich nur ein paar Schritte laufen und dann sollte man gleich schwimmen, wenn man nicht auf die etwas größeren Steine treten möchte.
Das Auto muss man schon weiter vorn stehen lassen und dann durch kleine trockene und stachelige Gebüsche laufen, wie in der Wüste nahe einer Oase praktisch.
Am Strand selbst sieht man zwar keine Ziegen, aber vorher auf dem Weg dahin kann man sehr viele Ziegen und natürlich auch Ziegenböcke betrachten.
Strand Pahia Amos
Dieser Strand soll der einzigste schöne Sandstrand auf der Insel sein und liegt im Prinzip in der südlichsten Bucht der Insel, die man auf der Karte erkennen kann.
Auch hier fühlten wir uns nicht wohl, denn vor dem Strand ist zwar eine Menge Sand, aber leider nur da wo die Autos parken sollen. Zum mindestens sahen wir es als eine Parkfläche an, schließlich parkten wir aber doch nicht im schönen Zuckersand, sondern in der Nähe der kleinen Taverne, wo kleine Steine gestreut waren. Das brachte uns aber doch nichts, weil wir nämlich doch nachher uns festgefahren hatten und uns keiner behilflich war unser Auto wieder hinaus zu bekommen. Mit Einsatz von ganz vielen kleinen Steinen und mir klappte es aber später dann doch noch.
Zum Baden gibt es bei dem Strand nur zu sagen, dass an dem Tag wo wir da waren zu viele Wellen waren, obwohl der Wind an sich gar nicht mal so schlimm war. Sonst kann man in der Nähe des Berges durchaus rein gehen, weil an dieser Stelle keine Steine sind, aber wenn man von da aus dann nach links geht, muss man doch erstmal durch die Steine durch. Wenn man dann nicht mehr stehen kann und man runter taucht, ist dort fein körniger Pudersand zu finden, aber halt Unterwasser.
Man sollte sein Auto nicht unbedingt unter einen saftigem Baum abstellen, auch wenn er schattiger ist als jeder andere Baum, wir haben nämlich eine Ziege gesehen, die auf verschiedene Autos hoch gelaufen sein muss. Sie stand bei unserer Ankunft auf einem recht neuwertigen Auto und nagte genüsslich an einem Olivenbaum. Bei unserer Abfahrt hingegen stand sie auf einem gelben ungarischen Auto, welches auch unter einem Olivenbaum stand. Aber nicht unter dem selben. Es könnte auch dein Auto treffen!!!
Castle Samothraki
Dieses ehemalige Schloss ist auch bewundernswert anzuschauen und es lohnt sich auf jeden Fall den hohen Berg hoch zu krackseln, um auch die Lebensweise der älteren Griechen auf der Insel kennen zu lernen.
Oben gegenüber dieses alten Schlosses gibt es auch eine Taverne wo man sich ausruhen kann, aber bitte auf die Preise aufpassen.
Man kann allerdings wenn man sich denn doch den nicht so schweren Weg durch das Zentrum und die Altstadt Samothraki’s ersparen möchte, dann kann man auch kurz nach dem Parkplatz vor der Stadt einen, eher für uns aussehenden, Sandweg am Berg entlang fahren und kommt direkt zu der Gaststätte.
Für mich war gegenüber dieses Schlosses auch dieser riesen große quadratisch aussehende Stein ein Highlight.
Folklore Museum Samothraki
Auch hier waren wir nicht drin, aber wir sind vorbei gelaufen und haben ganz verstohlen hinein geblickt. Dabei sahen wir einige Gebrauchsgegenstände der alten Griechen auf der Insel und ich denke mal, dass man sich hier auch etwas erzählen lassen hätte können. Aber wir wollten halt nicht, weil wir schon den Berg hoch gegangen waren und gerade beim schnell gehenden Abstieg waren.
*Das Wasser und Unterwasser*
Das Wasser auf dieser Insel ist sehr klar, aber auch ziemlich kalt. Ich rede jetzt nicht nur von dem Bergwasser, sondern auch von dem Meer. Wir waren Anfang Juli auf dieser Insel und auch da war das Wasser ziemlich kalt gewesen. Wenn man reinspringen würde, würde man vielleicht sogar einen Schock kriegen. Man kann sicherlich gut sein Abwehrsystem stärken.
Unterwasser finden sich nicht so viele interessante Dinge wie zum Beispiel auf Limnos, denn hier sind keine riesigen Bergklötze unter Wasser. Aber dahingegen findet man auf dieser Insel viel mehr bunte Fische zum fotografieren. Dummerweise ist meine digitale Unterwasserkamera genau in diesem Urlaub kaputt gegangen, das heißt der Gummi war gerissen und die Kamera lief voll Meereswasser. So kann ich euch kein Foto von dem Fisch zeigen, der mich so fasziniert hat.
Er war zwar relativ klein, also höchstens ungefähr 5cm lang, aber oho. Seine Schuppen ergaben zusammen eine eher wie eine Schlange aussehende Oberfläche. Zum Beispiel wie eine Python oder so, so sah der Fisch in etwa aus. Aber was mich am meisten faszinierte an ihm, waren die roten Augen, die einem gleich ins Gesicht starrten.
*Das Klima*
Beim Klima kann man sich sicherlich immer streiten, weil es halt nach Gefühl beschrieben wird. Zum mindestens mache ich das normalerweise so.
Im Allgemeinen würde ich es zwar als warm aber auch durchaus als ziemlich windig einstufen. In den Bergen mag es zwar kälter sein, aber dort wäre der Wind bestimmt nicht so schlimm wie in der direkten Nähe des Meeres.
Durch den Meereswind, der auf Inseln zwar immer stärker ist- aber hier nun mal extrem, kann man kaum ins Wasser gehen, weil die hohen Wellen mit den Schaumkronen einen Menschen doch stark daran hindern.
Regen muss auf Samothraki auch öfter vorkommen, weil die Menschen bei den paar Tropfen Regen nicht hinaus gerannt sind, aber sie haben sich auch nicht aufgeregt oder so- Nein sie waren halt ganz normal, wie wir bei einem Regen.
Abends kann es schon mal sehr schnell kalt werden, also den Sonnenuntergang im Wasser betrachten ist nicht, weil man beim raus gehen dann bibbert.
Die Touristenhinweise auf der Karte beschrieben das Wetter als gesundes Klima und das sieht man auch an den vielen Blumen.
*Die Weiterfahrt nach Limnos*
Schon letztes Jahr waren wir ja nach Limnos gefahren und auch dieses Mal wird sicher nichts spannendes passieren- dachten wir uns.
Es war Nacht und auch hier dunkel. Wir fuhren um 1 von unserem Quartier los, so dass wir ungefähr 1.15 am Hafen sein werden.
Es standen schon mehrere Autos da und ein Polizist wies uns nach ungefähr 5 Minuten darauf hin, dass wir da auf der Parkfläche falsch stehen würden und wir uns doch lieber mal hinter die anderen Autos stellen sollen. Dann musste ich als Beifahrer hinaus gehen und zu Fuß auf die Fähre laufen, weil es ja sonst mit den Türen hätte knapp werden können. Doch dadurch bekam ich einen ausreichenden Platz für 4 Personen, der ja nur für 2 hat reichen müssen. Das Schiff war nicht so voll, wie das Schiff nach Samothraki, aber trotzdem spürte man die Blicke der Leute, wenn man sich mal etwas lauter unterhielte. Schließlich setzte ich meine Kopfhörer auf und hörte meine 512MB Speicherkapazität meines MP3-Players ab und lass noch nebenbei. Dann war mein Buch leider ausgelesen, aber die Aufregung >Land in Sicht!!!< bekam ich schon in Ansätzen mit und tatsächlich sah man schon einige Lichter von namenbekannten Hotels wie ‘Hotel Afroditi’ oder so ähnlich. Dann begann ich noch meine Fingernägel zu feilen und zum Spaß mit meinem Vater die Leibniz-Werbung nachzuspielen. Mit Pickup und so ähnlich... Schließlich dreht sich das Schiff endlich und wir gingen runter zu unserem Auto, um auf die Ausfahrt bereit zu sein, denn diesmal waren wir einige der ersten. Wir fuhren ungefähr 3 Stunden zwischen den beiden Inseln.
*Fazit*
Samothraki ist eine spannende und für ihre Größe eine historische Insel, jedoch kann man hier keinen Badeurlaub vollziehen. Wer nur entspannt am Strand lesen will, der sollte nicht auf diese Insel fahren. Geschichtslehrer kommen hier sicherlich auf ihre Kosten, auch Senioren könnte ich mir vorstellen, finden die Insel wegen ihrer Ruhe und ihrer Abgeschiedenheit auch angenehm. Jedoch ist diese Insel nichts für junge Leute die Spaß suchen, oder sich einfach nur volllaufen lassen wollen, denn betrunken die Berge zu seinem Quartier laufen ist sicher auch nicht gesund. :-)
Ich werde sicherlich in 10 Jahren oder so nochmals her fahren um zu gucken, ob sich etwas verändert hat, ob sich jetzt schon hier ein Lidl oder so ausgebreitet hat, denn ohne einen richtigen Supermarkt kann man diese Insel eigentlich vergessen. Meine Familie die ich dann vielleicht schon habe, kann sich so etwas auch mal angucken.
Diese Insel kommt mir wie eine Vulkaninsel vor, aber die Unterwasserwelt spricht dagegen.
Vielleicht sollte man wirklich Griechisch können für diese Insel oder man sollte jemanden bei haben, der Griechisch kann. Es kam hier öfter vor, dass keiner ein Wort Englisch verstand, umso mehr war ich überrascht, als der Kellner uns Deutsch anbot und dieses auch fließend und fast akzentfrei sprach.
Insgesamt bekommt Samothraki von mir 3*. Als Pluspunkte kann man die für die kleine Insel vielen historisch wertvollen Dinge, das Klima und den schönen Wasserfall hier zählen. Jedoch Minuspunkte gibt es für die nichtvorhandenen ordentlich Badestrände und das an den Abenden sehr schnell kalt werdende Klima sowie dass hier kein richtiger relativ günstiger Supermarkt für uns Touristen ersichtlich ist und es nur einen Bäcker auf der ganzen Insel gibt.
3* für Samothraki
★ Geschichte, Klima, Wasserfall
★ nur 1 Bäcker, zu wenig Supermärkte, abendliche Klima in der Vorsaison
24 Bewertungen, 7 Kommentare
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26.08.2006, 18:39 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh von mir für dich :) grüßle
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23.08.2006, 13:41 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreichOh wie schön! SH & LG
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22.08.2006, 22:30 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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22.08.2006, 19:05 Uhr von diearschmade
Bewertung: sehr hilfreichSupi, hab ich keine Worte :o)
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22.08.2006, 17:56 Uhr von ShortBrini
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht....Brini
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22.08.2006, 17:46 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich***Sehr, sehr hilfreich und LG***
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22.08.2006, 17:40 Uhr von maus1991
Bewertung: sehr hilfreichja wirklich ein richtig toller und ausführlicher bericht , freue mich auch auf deinen besuch , lg yvonne
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